OMV mit signifikantem Öl- und Gasfund
im UK
Die OMV, Mitteleuropas führender Öl- und Gaskonzern, hat einen
signifikanten Öl- und Gasfund in ihrem offshore Explorationsblock "Rosebank/Lochnagar"
im Faroe-Shetland Channel getätigt.
OMV (U.K) Ltd, eine 100% Tochter der OMV, ist mit 20% an dieser
Explorationslizenz mit der Bezeichnung 213/27-1Z beteiligt. Als
Betriebsführer fungiert ChevronTexaco. Die Bohrung wurde in einer
Wassertiefe von 1.100 Meter durchgeführt und Ende August dieses Jahres
fertiggestellt. Das Joint Venture hatte bis zum heutigen Datum
Stillschweigen über den Fund vereinbart. Gefunden wurden zwei öl- und
gashältige Strukturen mit einer Mächtigkeit von insgesamt 52 Metern. Mit 27
- 36 Grad API bewegt sich die Ölqualität auf einem im internationalen
Vergleich hohem Niveau.
Helmut Langanger, OMV Vorstand für Exploration und Produktion:
"Ein Öl- und Gasfund ist immer eine große Freude, dies umso mehr als sich
der Explorationsblock in der Kernregion unserer Aktivitäten in der West of
Shetland Region befindet. Dieser Fortschritt im Faroe-Shetland Channel
eröffnet uns weitere Möglichkeiten, das Wachstum unseres Portfolios im UK
voranzutreiben."
Zur Konkretisierung des Fundausmaßes werden weitere Bohrungen
durchgeführt, zum jetzigen Zeitpunkt können keine Details über Reserven und
künftige Produktion kommuniziert werden. Derartige Angaben werden - wie
international üblich - erst vor der Feldesentwicklung bekannt gegeben.
Hintergrundinformationen
Konsortialpartner im Rosebank/Lochnagar Block 213/27:
ChevronTexaco (Betriebsführer) 40%
Statoil (U.K.) Limited 30%
OMV (U.K.) Limited 20%
Dong (UK) Limited 10%
OMV (U.K.) Limited
OMV (U.K.) Limited mit Sitz in London ist eine 100%ige Tochter der
OMV Aktiengesellschaft und wurde 1987 gegründet. OMV (U.K.) Limited ist an
insgesamt 10 Produktions- und über 40 Explorationsblöcken in der Nordsee
beteiligt und produziert durchschnittlich rund 17.000 Barrel Öl Äquivalent
pro Tag (boe/d). OMV (U.K.) Ltd hält eine starke Position in der Umgebung
des "Rosebank/Lochnagar" Funds. Das Unternehmen hält dort neun Beteiligungen
an Lizenzen - das produzierende Feld Schiehallion Field mit eingeschlossen -
mit einer Fläche von insgesamt 2470 km2.
OMV Aktiengesellschaft
Mit einem Konzernumsatz von EUR 7,64 Mrd und einem
Mitarbeiterstand von 6.137 im Jahr 2003 sowie einer Marktkapitalisierung von
mehr als EUR 5 Mrd ist OMV Aktiengesellschaft das größte börsenotierte
Industrieunternehmen Österreichs. Als führendes Erdöl- und Erdgasunternehmen
Mitteleuropas ist der OMV Konzern im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M)
in 12 Ländern tätig, mit dem Ziel den Marktanteil 2001 bis 2008 auf 20% zu
verdoppeln. Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) ist OMV in 16
Ländern auf fünf Kontinenten aktiv und will die geförderte Öl- und
Erdgasmenge bis 2008 auf 160.000 boe/d verdoppeln. Im Be-reich Erdgas
verfügt OMV über Speicher, ein 2.000 km langes Leitungsnetz und
transportiert jährlich 41 Mrd m3 in Länder wie Deutschland oder Italien. Der
OMV Konzern besitzt integrierte Chemie- und Petrochemiebetriebe und ist zu
25% an Borealis A/S, einem der weltweit führenden Polyolefin-Produzenten
beteiligt. Weitere wichtige Beteiligungen: 50% an der EconGas GmbH, 45% am
BAYERNOIL-Raffinerie-verbund, 10% an der ungarischen MOL, sowie 25,1% an The
Rompetrol Group, dem größten privaten Ölunternehmen Rumäniens.
Entwicklung der Ölpreise schlägt mit
Verzögerung auf Gaspreise durch
Die Preise auf den Energiemärkten sind heuer generell stark
angestiegen. So haben sich allein von Jänner bis August 2004 die
Importpreise von Kohle um 23 % und von leichtem Heizöl um 31 % erhöht, die
Rohölsorte Brent ist um 48 %, Koks sogar um über 150 % teurer geworden. Die
Preisformeln in den Verträgen mit den Produzenten von Gas sehen eine Bindung
des Gaspreises an die Preise von Ölprodukten vor. Die Anpassung erfolgt
nicht sofort, sondern verzögert auf der Basis eines gleitenden Durchschnitts
der Vormonate. Dies hat einerseits zur Folge, dass die Volatilität und die
heftigen Preisausschläge der Ölmärkte auf dem Gasmarkt stark gemildert und
zeitlich verteilt auftreten. Andererseits ist heute bereits erkennbar, dass
und wie in den nächsten Monaten die Gasimportpreise ansteigen werden.
Mit dieser Situation sind alle Gashandels und -versorgungsunternehmen
konfrontiert, nicht nur in Österreich, sondern in allen europäischen
Ländern. Die Einstandspreise für Gas sind der bedeutendste Kostenfaktor in
ihrer Kalkulation, daher ist es erforderlich, dass die
Versorgungsunternehmen je nach ihrer individuellen Situation die Preise dem
gestiegenen Kostenniveau anpassen. So sind die Gaseinstandspreise der
Versorgungsunternehmen seit dem zweiten Halbjahr 2003 um etwa 20 %
angestiegen. Die Anpassungen der österreichischen Versorgungsunternehmen
sind zum Teil bereits erfolgt oder werden über die nächsten Monate wirksam.
"Dass die Preiserhöhungen nur im unbedingt erforderlichen Ausmaß erfolgen
und nicht länger als durch die Erhöhung der Einstandskosten notwendig in
Kraft bleiben, ergibt sich nicht nur aus der Konkurrenz am Gasmarkt, sondern
vor allem aus der Konkurrenz zu anderen Energieträgern", erklärt der Obmann
des FGW Helmut Miksits.