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OÖ: Wieder 21 Bezirksgerichte von neuen Zusperrplänen bedroht

SP-Haider drängt vehement auf Sicherheitsgipfel mit Prokop und Miklautsch 

Die schwarz-blaue Regierung setzt ihren rücksichtslosen Kurs, mit dem sie die Infrastruktur in den ländlichen Regionen ohne jeden Respekt vor den Interessen der Bevölkerung nachhaltig zerstört, fort. Nicht nur bei den Postämtern, wo in Oberösterreich von den versprochenen Postpartnern weit und breit nichts zu sehen ist, sondern auch bei den Bezirksgerichten ist eine neue Zusperrwelle geplant. So will die neue Justizministerin nach Informationen, die an die Rechtsanwaltskammer gingen und von Medien veröffentlicht wurden, jetzt ein radikales Zusperrkonzept ihres Ministeriums exekutieren.

"Das würde das Aus für eine ganze Reihe weiterer Bezirksgerichte in Oberösterreich bedeuten", zeigt Oberösterreichs SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Erich Haider auf. "Wir werden das nicht hinnehmen. Ich beharre darauf, dass es raschest den von mir bereits wiederholt geforderten Sicherheitsgipfel mit der neuen Innenministerin Prokop über Sicherheitsfragen gibt und dass auch Justizministerin Miklautsch dazu eingeladen wird. Für mich ist nämlich die Frage der Bezirksgerichte eng mit der Frage der Sicherheit im Land verknüpft. Neben dem leichten Zugang zum Recht muss es im Interesse der Sicherheit auch mehr Personal für die oö. Exekutive geben".

Nach den neuen Schließungsplänen sollen die Bezirksgerichte Freistadt, Bad Leonfelden, Mauthausen, Perg, Pregarten, Rohrbach, Enns, Urfahr-Umgebung und Linz-Land zugesperrt werden. Im Innviertel sind Schärding und Mattighofen von der Schließung bedroht. Im Traunviertel würden Kirchdorf, Weyer, Windischgarsten und Bad Ischl geschlossen. Im Hausruckviertel sind Eferding, Lambach, Grieskirchen, Peuerbach, Frankenmarkt und Mondsee auf der Schließungsliste. Nur mehr neun Bezirksgerichte würden in OÖ übrig bleiben.

Bekanntlich konnte der von der oberösterreichischen VP-Abgeordneten Maria Fekter im Parlament eingebrachte Radikalschließungsplan von der SPÖ  2002 noch gestoppt werden. "Ich bin davon überzeugt, dass 28 Bezirksgerichte in Oberösterreich in einem angemessenen Verhältns zur Bevölkerungszahl stehen. Weitere Schließungen sind der Bevölkerung nicht mehr zuzumuten", stellt der SPÖ-Landeschef fest.

 


 

SP-Haider: "Exekutive in OÖ. durch Zusammenlegung massiv verunsichert!"

Auch Land Oberösterreich seitens des Innenministeriums bisher nicht umfassend informiert 

Derzeit herrschen bei Gendarmerie und Polizei in OÖ. massive Verunsicherung und Unruhe. Der Grund dafür sind die unklaren Abläufe der für heuer vorgesehenen Zusammenlegung der beiden Wachkörper. LH-Stv. Haider: Bekanntlich soll heuer die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei erfolgen. Bis dato hat es das Innenministerium aber verabsäumt, das Land OÖ, die Städte und Gemeinden unseres Bundeslandes, aber auch die betroffenen Exekutivbeamten umfassend über die geplanten Maßnahmen zu informieren."

Da sehr viele Führungsfunktionen neu ausgeschrieben werden, befürchten viele der derzeitigen Amtsinhaber durch ÖVP-Parteigänger ersetzt zu werden. "Ich halte das für grob fahrlässig, handelt es sich bei diesem Prozess doch um die größte Organisationsänderung im Bereich der inneren Sicherheit seit 1945. Da sollte die Unruhe nicht auch noch durch befürchteten Postenschacher verstärkt werden. Ich habe daher Innenministerin Prokop brieflich ersucht, diese Mißstände zu beheben und für die nötige Information sowie Transparenz zu sorgen," merkte dazu LH-Stv. DI Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, nun an.

In den letzten Jahren habe unser Bundesland einen massiven Anstieg der Kriminalität hinnehmen müssen. So sei die Zahl der Verbrechen und Vergehen im Jahr 2003 um 5,4 % und im Jahr 2004 um 2,9 % gestiegen. Gleichzeitig seien die Aufklärungsquoten um 2,3 % (2003) und 0,6 % (2004) zurückgegangen. Obwohl die Exekutive ausgezeichnet arbeite und ständig am Limit tätig sei, sei sie mit diesem Personalstand machtlos gegen die Negativentwicklung. Speziell die Einbruchskriminalität, die man nur mit großem personellen Einsatz wirksam bekämpfen könne, sei das große Sorgenkind. 2004 habe es eine Zunahme dieser Delikte um 12,8 % gegeben. Die Aufklärungsquote liege nur mehr bei 16,4 %. Das bedeute, Einbrecher blieben in 83,6 % der Fälle völlig ungeschoren. "Das könne in einem Rechtsstaat nicht einfach hingenommen werden", ergänzte Haider.

"Ich halte es für untragbar, dass angesichts dieser wichtigen Aufgaben für die Exekutive, auch noch durch mangelnde Information und Untätigkeit seitens der Verantwortlichen im Ministerium, Verunsicherung und Demotivation geschürt und verbreitet werden. Die Beamtinnen und Beamten hätten sich bei ihrer schwierigen Arbeit Unterstützung durch mehr Personal und vor allem bessere Information über die einschneidenden Veränderung verdient," stellte Erich Haider fest.
 


 

Richtigstellung zur News-Meldung in Sachen ‚Parkplatz' von LR Anschober

"Bei der morgen erscheinenden ‚story' der Zeitschrift News bezüglich ‚Gratis-Parkplatz' von LR Anschober handelt es sich um eine offenbar schlecht recherchierte Falschmeldung", heißt es aus dem Büro des OÖ Landesrates für Umwelt, Energie, Wasser und KonsumentInnenschutz.

Die Fakten: Allen Landtags-Abgeordneten sowie in beschränkter Zahl entsprechend ihrer Größe den Regierungsbüros und Abteilungen des Landes OÖ stehen gegen eine Mietgebühr Parkplätze zur Verfügung. Da Landesrat Anschober im Gegensatz zu seinen RegierungskollegInnen auf einen fixen Dienstwagen samt Chauffeur verzichtet, verwendet er für seinen Privat-PKW teilweise einen jener Parkplätze, die seinem Büro zugeordnet sind. Mit dieser Vorgangsweise wird Monat für Monat eine beträchtliche Summe an Steuergelder eingespart. Die Miete wird dafür monatlich - in der selben Höhe wie bei allen anderen Landesbediensteten - vom Gehalt abgebucht. Durch die häufige Arbeit abends und am Wochenende im Büro LR Anschober ist die Reservierung eines Parkplatzes außerhalb der regulären Dienstzeiten erforderlich.
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:20
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