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Notarzttransporte: keine Mehrkosten
für Patienten!
NÖGKK-Obmann Hutter empfiehlt Versicherten, Zahlung an Rettung zu
verweigern!
Empört ist NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter über die Falschmeldung des Roten
Kreuzes, Patienten müssten künftig für manche Notarzttransporte selbst tief
in die Tasche greifen. "Es ist mehr als unseriös, gerade bei so einem
sensiblen Thema die Patienten mit falschen Aussagen und falschen Zahlen
massiv zu verunsichern." Die NÖ Gebietskrankenkasse übernimmt bei allen
Notarzttransporten den Anteil, zu dem sie gesetzlich verpflichtet ist!
Völlig falsch ist die Aussage des Roten Kreuzes, die NÖ
Gebietskrankenkasse würde künftig viele Notarzteinsätze nicht mehr bezahlen.
Fakt ist: Die Bereitstellung der Mittel für das Notarztwesen (Arzt sowie das
benötigte medizinische Material) liegt in der Verantwortung des Landes und
der Gemeinden, die NÖGKK zahlt nach wie vor den für den Transport
vereinbarten Tarif.
Hutter: "Das Rote Kreuz muss erst einmal erklären, warum es von uns oder
vom Patienten mehr Geld haben will, wenn die tatsächlich entstehenden
Mehrkosten ohnehin durch die Zahlungen vom Land abgedeckt sind."
Ein unterschiedlicher Tarif zwischen den beiden Fahrten ist aus Sicht der
NÖGKK nicht gerechtfertigt - denn der Unterschied liegt in der personellen
Besetzung (Arzt) und Ausstattung des Notarztwagens. Und dieser wird durch
das Land abgegolten.
Daher zahlt die NÖGKK in jenen Fällen, wo keine notärztlichen Maßnahmen
oder Therapien nötig sind, dem Roten Kreuz (entsprechend der erbrachten
Leistung) den Rettungstarif. Aus Sicht der NÖGKK sind Zuzahlungen des
Patienten zu Notarzttransporten, die das Rote Kreuz jetzt fordern will, auf
Grund der gesetzlichen und vertraglichen Rahmenbedingungen nicht gedeckt.
Obmann Hutter: "Das Rote Kreuz wird von Land, Gemeinden und
Sozialversicherung bezahlt - und jetzt wollen sie noch den Patienten zur
Kasse bitten! Ich empfehle daher unseren Versicherten, etwaige Zahlungen bei
Notarzttransporten zu verweigern!"

Gerät projiziert Venen auf
die Haut Erleichterung für intravenöse Infusionen
Ein neu entwickeltes Gerät, das ein gruseliges grünes
Videobild von den Venen eines Patienten auf dessen Haut projiziert, soll
nun klinisch getestet werden. Die Idee, die dahinter steht, ist, dass
das Gerät dem Gesundheitspersonal bei der genauen Bestimmung einer
geeigneten Vene für eine Injektion oder eine Dauertropfinfusion hilft.
Der Erfinder Herbert Zeman ist ein biomedizinischer Techniker an der
Universität von Tennessee
http://www.utmem.edu/
in Memphis.
Der Prototyp des Geräts, das Zeman Venen-Kontrast-Verstärker (VCE)
nennt, verwendet eine Nahinfrarot-Kamera, um ein Real-Time-Video von den
Venen des Patienten zu erstellen, einen PC zur Verstärkung des
Bildkontrasts und einen Desktop Videoprojektor, um das Bild in Real-Time
auf der Haut wiederzugeben. Ein Strahl der nahinfraroten LEDs, die die
Kameralinse umgeben, beleuchtet die Haut bei einer Wellenlänge von 740
Nanometern. Die Wellenlänge wird fast gänzlich vom Blut absorbiert, aber
vom umgebenden Gewebe zerstreut. "Fett und Gewebe sieht hell aus, Venen
und Blut dunkel", erklärt Zeman. Das Bild der Kamera wird einer
Bildersoftware auf dem PC übermittelt, die die Aufnahme auf einem hellen
grünen Hintergrund abbildet und den Kontrast zwischen Venen und Gewebe
erhöht. Dann gibt der PC das Bild dem Projektor weiter, der es auf die
Haut beamt.
Der knifflige Teil besteht darin, sicherzustellen, dass das Bild der
Vene auf dem richtigen Platz projiziert wird. Geht das schief, ist das
System mehr als nutzlos. Der Schlüssel liegt im so genannten "heißen
Spiegel", der für Licht unsichtbar ist, aber infrarote (heiße)
Wellenlängen reflektiert. Der Videoprojektor und die Kamera werden in 90
Grad zueinander gegenüber dem Spiegel angeordnet, der zu den beiden
Objekten in einem Winkel von 45 Grad steht. Nach der Kalibrierung
erscheint eine Vene 0,06 Millimeter neben der korrekten Position, führt
Zeman aus. Der Venen-Kontrast-Verstärker kann Venen bis zu acht
Millimeter unter der Hautoberfläche entdecken. Zeman hat das VCE-System
stark verkleinert, so dass es in einen Schuhkarton passt, damit es an
einem Ständer für intravenöse Infusionen angebracht werden kann. Drei
Prototypen werden Ende des Jahres in einem Spital in Tennessee einem
klinischen Versuch unterzogen.
"Vom Standpunkt des Patienten aus ist alles, was die Platzierung einer
intravenösen Infusion erleichtert, großartig", so Dennis Ernst, Direktor
des Center for Phlebotomy Education in Ramsey, Indiana
http://www.phlebotomy.com/
. Er glaubt, dass die Patienten, vor
allem die Kinder, das gruselige grüne Bild auf ihren Armen mögen werden.
Es sei ein Segen, so Ernst, weil die kleinen Venen und der Babyspeck von
kleinen Kindern normalerweise bedeuten, dass mehr als die Hälfte der
Versuche eine Vene zu finden erfolglos verlaufen. |

Studie:
"OxyarmTM - Inhalator" hilft Patienten im Rettungstransport
Ein neues
Gerät ohne Gesichtskontakt lindert Übelkeit effizient
Viele
Patienten im Kranken- und Rettungstransport leiden während der Fahrt an
Übelkeit und müssen erbrechen. Diese sogenannte Bewegungskrankheit ist nicht
nur unangenehm, sondern kann eine Reihe von gefährlichen Komplikationen nach
sich ziehen. Leicht - und mittelgradig Verletzte werden im Rettungsdienst von
Sanitätern betreut, denen die Gabe von Medikamenten jedoch untersagt ist.
Daher gilt es, effiziente, von Sanitätern auszuführende Behandlungsmethoden zu
finden.
Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts des Wiener Roten Kreuzes
http://www.wienerroteskreuz.at/Forschungsinstitut
in Kooperation mit dem
AKH Wien beweist, dass die Gabe von Sauerstoff mittels "OxyarmTM - Inhalator"
Transportübelkeit wirksam lindert. Das Gerät hat die Form eines Headphones,
berührt also das Gesicht nicht und wird deshalb von den Patienten wesentlich
besser akzeptiert als die herkömmliche Sauerstoffmaske.
In der Anästhesie wird Sauerstoff schon lange gegen Übelkeit angewendet. Seine
Eignung als Behandlung von Bewegungsübelkeit im Rettungsdienst konnte eine
Studie des Forschungsinstituts des Wiener Roten Kreuzes bereits im Jahr 2001
nachweisen. Einziger Wermutstropfen: die Gesichtsmaske wurde von vielen
Patienten als unangenehm riechend und beklemmend empfunden.
In der nun abgeschlossenen wissenschaftlichen Nachfolgestudie wurde 40
Patienten je zur Hälfte Sauerstoff mittels konventioneller Sauerstoffmaske
bzw. mittels "OxyarmTM" verabreicht. Nach dem Transport trugen die Personen
ihre subjektiven Empfindungen auf einer 100mm langen Skala ein.
Die Ergebnisse: "OxyarmTM" konnte Übelkeit, Erbrechen und Beklemmungsgefühle
signifikant reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Während sechs
von 20 Patienten mit herkömmlicher Sauerstoffmaske diese während des
Transportes entfernten, war dies bei der "Oxyarm(tm) - Gruppe" nie der Fall.
Sauerstoffgabe gegen Transportübelkeit im Rettungsdienst ist effizient,
einfach, ungefährlich und kostengünstig. Die Ergebnisse der "Oxyarm(tm)"
-Studie bekräftigen die Sinnhaftigkeit einer Markteinführung dieses
kanadischen Prototyps.
Diese Studie zur Bekämpfung von Transportübelkeit ist Teil des
Forschungsschwerpunkts "Sanitätsdienstliche Versorgung" am Forschungsinstitut
des Wiener Roten Kreuzes, das mit seinen Studien zur Weiterentwicklung der
Dienstleistungen des Wiener Roten Kreuzes und damit zum Wohle aller Patienten
beiträgt. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Ganzheitliche Pflege und
Betreuung zu Hause, Gesundheitsförderung, Stressprävention sowie Reintegration
langzeitarbeitsuchender Menschen.
Weitere Informationen finden sich unter
http://www.wienerroteskreuz.at/Forschungsinstitut
und unter dem Menüpunkt
"Beendete Projekte" im Abstract der Studie im "Anesthesiology" (zum download
als pdf-File).
Die Veröffentlichung der Studie wurde soeben vom renommierten internationalen
Journal "Anesthesia" zugesagt. Bild des "OxyarmTM" -Inhalators (im bmp.Format):
Kontakt: Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes Mag. Isabelle Engels Tel.: 01/79580 - 2402 Email:
engels@w.redcross.or.at

Brandwunde mit
durchgehendem Hautteil behandelt Ein einziger Hautfleck für ganzes Gesicht
Erstmals in der Geschichte der
Transplantationsmedizin haben japanische Mediziner einer
Verbrennungspatientin mit einem einzigen großen Hautteil das gesamte
Gesicht bedeckt. Der Hautteil stammt vom Rücken der Patientin,
berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist
http://www.newscientist.com
. Nach Angaben des Magazins bedeutet
diese Methode weniger Belastung und bessere Heilungschancen für die
Patientin.
Hiroyuki Sakurai und seine Kollegen von der Tokyo Womens Medical
University
http://www.twmu.ac.jp
haben die neuartige Methode, bei der nach
Angaben des Wissenschaftsmagazins die Vorteile gegenüber
mehrteiligen kleinen Transplantaten überwiegen, bei einer
56-jährigen Patientin erprobt. Von ihrem Rücken wurden zwei
Zentimeter dicke und 28 Zentimeter lange Hautbahnen entfernt und im
Gesicht eingesetzt.
http://www.ucdmc.ucdavis.edu
Im Vergleich dazu ist die
herkömmliche Methode wie eine Leinwand, die aus kleinen Teilen
zusammengefügt wurde", so der Experte.
Die neue Methode ist außerdem noch erfolgreicher, da bei
herkömmlichen Transplantationen die ausgeschnittenen Hautteile nur
ein paar Millimeter dick sind und sich teilweise nur schwer mit der
unteren Haut verbinden. Das führt zu schmerzhaften und langwierigen
Operationen. Auch kommt es an Problemstellen wie den Augen und den
Lippen zum Schrumpeln der aufgelegten Haut. Das führt dazu, dass die
Augen oder der Mund nicht ordentlich bewegt werden können. Bei der
neuen Methode wird aufgrund der Stärke der Haut die gesamte Dermis
inklusive der Epidermis und dem subkutanem Fett aufgetragen. Dazu
musste der Mediziner aber die dicke neue Haut mit mikrochirurgischer
Technik mit Blutgefäßen verbinden.
Um den großen Hautteil ohne Probleme zu gewinnen, wurde der
Patientin vor knapp sechs Monaten ein großer mit Salzlösung
gefüllter Ballon am Rücken eingepflanzt. Als der Ballon mit 1,5
Litern Flüssigkeit gefüllt war, wurde er entfernt. Die dabei
entstandene Hautfalte wurde dann für die Transplantation verwendet.
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