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Präsidentenwechsel Österreichische Notariatskammer

Dr. Claus Spruzina, öffentlicher Notar in Hallein, ist neuer Präsident der Notariatskammer für Salzburg.

   In der  Kollegiumsversammlung am 24. September 2004 ist der bisherige Präsident Dr. Hermann Aspöck, öffentlicher Notar in Salzburg, von seiner Funktion zurückgetreten.

   Sein Nachfolger Dr. Claus Spruzina, Jahrgang 1961, ist gebürtiger Salzburger und seit 1998 Notar in Hallein. Als Vizepräsident wurde Dr. Johann Bründl, öffentlicher Notar in Mittersill, gewählt.

   Der neue Präsident möchte den bereits bisher eingeschlagenen Weg fortführen und die Stellung der Notare als moderne Rechtsdienstleister und Partner in allen Rechtsgebieten festigen. Auch ist Herrn Dr. Claus Spruzina die Aufrechterhaltung des guten Gesprächsklimas zur Rechtsanwaltschaft ein großes Anliegen.
 


 

Notare - Dienstleister bei Unternehmensübergaben

Für die österreichische Wirtschaft ist die Unternehmensnachfolge ein wichtiges Thema. Dabei geht es nicht um die großen Aktiengesellschaften, über deren Schicksal die Medien berichten - die kleinen und mittleren Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Um die Nachfolge dieser KMU´s ging es beim "Tag des lateinischen Notariats", veranstaltet von der Österreichischen Notariatskammer, am 1. Oktober in Wien.

   Etwa 4.500 solche Unternehmen werden jährlich in Österreich übergeben. Rund 45.000 Arbeitsplätze hängen daran und sind vom Gelingen der Unternehmensübergabe abhängig. 65% dieser Unternehmen werden innerhalb der Familie übergeben und nur 18 % der Unternehmensübergaben werden aufgrund aktueller Studien richtig und zeitgerecht geplant! *)

   Interessant ist auch, dass der Frauenanteil bei Firmenübernahmen ständig steigt und derzeit bei rund einem Drittel liegt. Das Durchschnittsalter der jungen Unternehmer, die bestehende Betriebe übernehmen, liegt bei 35 Jahren.

   Bei Betriebsübergaben steht die konkrete und zeitgerechte Planung im Vordergrund. Was im Laufe eines Lebens mühsam aufgebaut worden ist, soll dem Übergeber Nutzen bringen und die Existenz des Übernehmers sichern. Viel ist dabei zu regeln - von Gesellschaftsverträ-gen, erforderlichen Betriebsgenehmigungen, Mietverträgen bis zu den Dienstverträgen, von der Abfertigung, der Klärung der Haftungsfragen bis hin zur Leibrente. Ohne qualifizierte Rechtsberatung geht das nicht. Besonders in traditionellen Branchen besteht durch den Strukturwandel konkreter Handlungsbedarf.

   Der "Tag des lateinischen Notariats" stand daher heuer ausschließlich unter diesem Zeichen. Notare aus dem In- und Ausland sowie aus anderen beratenden Berufen nahmen daran teil. Insgesamt waren 180 Experten bei der Fachtagung anwesend.

   Die Referate wurden von hochkarätigen Fachleuten gehalten:
Univ.Prof. Friedrich Fraberger (WU Wien) beleuchtete die steuerliche Seite, Dkfm. Dr. Maximilian Fink (Intermanagement GmbH) die Sicht des Unternehmensberaters, Mag. Rainer Ribing (Leiter Gründerservice Wirtschaftskammer Österreich) erläuterte die Unternehmensübergaben aus wirtschaftlicher Sicht, Mag. Peter Voithofer (KMU Forschung Austria) präsentierte Studien über die Entwicklung der KMU´s in den nächsten 10 Jahren, Guido Miklautsch (Gründerservice WKÖ) brachte Beispiele aus Praxis der Nachfolgebörse (von Übergebern wie auch von Jungunternehmern) und Notar Dr. Schweinhammer berichtete aus der notariellen Praxis zu diesem Thema.

   Dr. Klaus Woschnak, Präsident der Österreichischen Notariatskammer: "Für die österreichische Wirtschaft sind gut vorbereitete Unternehmensübergaben enorm wichtig. Durch die Zusammenarbeit von Notaren, Wirtschafts- und Unternehmensberatern kann dies sichergestellt werden."
 


Notare diskutieren über Lebenspartnerschaften

Die 14. Europäischen Notarentage vom 18. - 20. April 2002 in
Salzburg greifen ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema
auf.

Vor dem Hintergrund ständiger gesellschaftlicher Veränderungen nimmt der Bedarf nach rechtlicher Absicherung in Lebenspartnerschaften neue Dimensionen an.

In ihrer täglichen Beratungspraxis spüren Österreichs Notare einen zunehmenden Bedarf, das Zusammenleben von Menschen ohne Trauschein rechtlich zu regeln. Ziel der Notarentage 2002 in Salzburg ist es daher, Einblick in geänderte Wertvorstellungen und Strukturen zu geben und mit sachlich fundierten Beiträgen einen konstruktiven Beitrag für Gesetzgeber, Rechtsdienstleister und Betroffene zu leisten. Zur Tagung selbst werden über 200 Notare sowie Juristenvertreter aus 12 Ländern Europas erwartet.

"Was kommt nach der Familie? - Alternativen, Kontroversen, Perspektiven", lautet der Eröffnungsvortrag von Univ. Prof. Dr. Elisabeth Beck-Gernsheim, deren gleichnamiges Buch bereits in Deutschland für einiges Aufsehen sorgte. Die Linzer Rechtsexpertin Univ. Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner beleuchtet die Rechtswirklichkeiten und Forderungen an den Gesetzgeber in Hinblick auf eine nichteheliche Partnerschaft. Auch Theologen und Seelsorger kommen zu Wort: "Ethische Grundlagen von Lebenspartnerschaften - die Antwort der Theologie auf den Wandel von Lebensformen", lautet das Referat von Univ. Prof. Dr. Dietmar Mieth, Professor für theologische Ethik an der Universität Tübingen. Mag. Herwig Sturm, Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich, spricht über "Biblische Weisung und kirchliche Praxis", wobei er die evangelische Sichtweise zu traditionellen und alternativen Lebenspartnerschaften einbringen wird. Weiterer Höhepunkt der hochkarätigen Tagung: "Neue Familien- und Lebensformen in alternden Gesellschaften - europäische Entwicklungen im internationalen Vergleich". Diesen Beitrag liefert Prof. Dr. Bernd Marin, seines Zeichens Direktor des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Wien.
 


Österreichs Notare wollen E-Government
Ausweitung auf Firmenbuch und Gewerbe-, Wohnbau- und Grundrechtsverkehr
 

Österreichs Notare http://www.notar.at fordern eine Ausweitung des elektronischen Rechtsverkehrs und E-Governments in Österreich. Als Vorbereitung wurden von ihrer Seite alle Voraussetzungen für ein erstes Pilotprojekt, die elektronische Eingabe ins Firmenbuch, geschaffen. "Das von der Notariatskammer initiierte Pilotprojekt, in dem Notariate in ganz Österreich mit eingebunden sind, kann sofort starten. Wir benötigen lediglich die Go-Entscheidung des Justizministeriums", erklärte Notariatskammer-Präsident Georg Weißmann heute, Montag, in Wien.
 

Die Notare versprechen durch die weitgehende Einführung des E-Governments eine weitgehende Entlastung der Verwaltung und Kosteneinsparungen. "Auch Justiz und amtliche Stellen werden durch den elektronischen Rechtsverkehr entlastet, was zahlreiche Vorteile mit sich bringt", so Weißmann. Konkret nannte Weißmann die Straffung der Verwaltungsverfahren durch E-Government in den Bereichen Wohnbau-, Grundrechtsverkehrs- und Gewerberecht.
 

Die österreichische Notare bieten im Rahmen der Umsetzung von E-Governments der Regierung ihre ausdrückliche Mitarbeit an. Nach Darstellung Weißmanns sind alle 452 Notariate bereits auf die Zukunft vorbereitet.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:20
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