Nokia öffnet seine
Handys für Microsoft
Digitale Musik leitet Allianz der Rivalen ein
Nokia
http://www.nokia.com wird künftig Microsoft-Technologie auf
seinen Mobiltelefonen verwenden. Wie der weltweit größte Hersteller
von Mobiltelefonen und Microsoft auf der Branchenmesse 3GSM World
http://www.3gsmworldcongress.com in Cannes mitteilten, wird
Nokia künftig gemeinsam mit Microsoft Technologien für Handsets
entwickeln, die eine einfache Nutzung von digitaler Musik und die
Synchronisation des Handys mit PC-Features wie E-Mail und
Adressenverwaltung erlauben. Der Schritt macht die beiden
langjährigen Rivalen vor allem in Sachen digitaler Musik zu
Partnern, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute, Dienstag.
Nokia wird künftig den Windows Media Player von Microsoft für die
Nutzung digitaler Musik verwenden. Nokia-Handsets unterstützen daher
in Zukunft das WMA-Format, das Windows Media Digital Rights
Management 10 und das Media Transfer Protocol (MTP). Bisher nutzt
Nokia eine gemeinsam mit RealNetworks entwickelte Software. Im
Gegenzug stellt Microsoft sicher, dass der Windows Media Player
(durch ein Plug-in) das Open Mobile Alliance DRM-System (OMA) und
den MPEG-AAC-Standard unterstützt.
Der Schritt ist für Microsoft ein weiterer Erfolg bei seinem Drängen
ins Mobilfunkgeschäft (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050214026 ). Aber auch für
Nokia hat die Allianz pragmatische Gründe. Sie öffnet Nokia den
Zugang zum PC, der vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden
Popularität digitaler Musik immer wichtiger wird. Aber auch die
Synchronisation von PC-Funktionen mit Handy-Features soll durch die
Allianz verbessert werden.
Der Nokia-Konkurrent Sony Ericsson
http://www.sonyericsson.com hat ebenfalls auf der 3GSM World
seine Bemühungen in Richtung Mobile Music verstärkt. Das Unternehmen
kündigte an im März die ersten Walkman-Mobiltelefone auf den Markt
zu bringen. Die Musikhandys sind - wenig überraschend - auf die
Technologie von Sony zugeschnitten und mit Sonys
Musik-Downloadservice Connect kompatibel. Apple, der derzeitige
Marktführer bei digitaler Musik, hat bereits im vergangenen Jahr
seine Technologie an Motorola lizenziert (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040727006 ).
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Nokia will
Billig-Handys nach Asien bringen
Ein-Chip-Lösung von Texas Instruments soll
Handykosten senken
Der finnische Handyriese Nokia
http://www.nokia.com will durch die Einbindung der
Ein-Chip-Lösung des texanischen Halbleiterproduzenten Texas
Instruments (TI)
http://www.ti.com günstige Einsteigerhandys für die schnell
wachsenden Märkte in Indien und China produzieren. Eine
entsprechende Kooperation gaben beide Konzerne heute, Montag,
bekannt.
Die Technologie ermögliche es, kleinere, schmalere Geräte mit den
aktuellen Sprach-, Daten- und Multimedia-Fähigkeiten auszustatten,
ohne Größe und Stromverbrauch erhöhen zu müssen, heißt es in einer
entsprechenden Aussendung. Mithilfe der TI-Technologie kann ein
Großteil der für ein Handy benötigten Elektronik, unter anderem das
digitale Basisband, SRAM und analoge Funktionen, in einen einzigen
Chip integriert werden. Die erste Version der TI-Chiplösung zielt
auf den sprachbasierten Handymarkt. Ein-Chip-Lösungen für GPS, WLAN
und UMTS sollen laut TI folgen.
Handys mit integrierter Ein-Chip-Lösung sollen voraussichtlich erst
2006 auf den Markt kommen, schreibt das Wall Street Journal. Mit
seinen Plänen, noch im Laufe dieses Jahres mit der Massenproduktion
für den Chip zu beginnen, habe sich TI aber fast ein Jahr Vorsprung
vor seinen Rivalen erkämpft. So will Qualcomm im ersten Quartal 2006
Halbleiterhersteller mit seinem Ein-Chip-Design für CDMA-Handys
beliefern. |

Nokia erweitert Mobilfunknetz in Indien
Bharti zahlt 275 Mio. Dollar für Equipment und Services
Nokia
http://www.nokia.com wird in den kommenden drei Jahren das GSM7GPRS-Netz
des indischen Telekomkonzerns Bharti Tele-Ventures
http://www.bhartiteleventures.com erweitern. Der finnische
Mobilfunkausrüster erhält für die Lieferung von Equipment und Services
insgesamt rund 275 Mio. Dollar. Wie Nokia heute, Donnerstag, bekannt gab, wird
der Konzern Bhartis Mobilfunknetzwerk in fünf Landesteilen erweitern oder
sogar neu aufbauen.
Die vereinbarten Leistungen werden die Netzwerkkapazität von Bharti, das seine
Mobilfunkservices unter dem Markennamen AirTel anbietet, um das Fünffache
erhöhen. Nokia hat sich außerdem verpflichtet, innerhalb der nächsten drei
Jahre ständig Equipment und Services, entsprechend der Bedürfnisse Bhartis, zu
liefern. "Unsere Vereinbarung mit Nokia bedeutet einen großen Schritt auf dem
Weg, sowohl die Interessen des Betreibers als auch des Lieferanten zu
treffen", so der Leiter der Mobilfunksparte bei Bharti, Manoj Kohli.
Im Rahmen eines zusätzlichen auf drei Jahre ausgelegten Servicevertrags wird
Bharti sein Netzwerkmanagement an Nokia auslagern, was auch den Transfer von
Bharti-Mitarbeitern beinhaltet. Außerdem planen Nokia und AirTel die
Errichtung eines EDGE-Netzwerks, das schnellere
Datenübertragungsgeschwindigkeiten erbringen soll. AirTel kann derzeit auf
sieben Mio. Mobilfunkkunden verweisen.

Industrieschwergewichte unterstützen Nokia-Initiative für
mobile Services
Einheitliche Java-Architektur für mobiles Internet
BEA Systems, Borland, Hewlett-Packard, IBM, Oracle und Sun Microsystems
schließen sich Nokias Industriegruppe für mobile Architektur an. Die
Unternehmen sollen nach Angaben des finnischen Mobiltelefonerzeugers bei der
Entwicklung der ortsfesten Infrastruktur und Webservices für den
Internetzugang über Handy mitarbeiten. Die Industriegruppe für mobile
Architektur wurde von Nokia bereits im vergangenen November mit einigen
anderen Unternehmen der Mobilfunkbranche aus der Taufe gehoben.
http://press.nokia.com/PR/200112/843870_5.html
Mit Hilfe der Initiative sollen Entwickler ihre Anwendungen mit einem
einheitlichen Design für Internet- und Mobilfunk-Umgebungen nutzbar machen
können. Ein Fokus der Zusammenarbeit von Nokia mit diesen
Infrastrukturanbietern soll auf der Entwicklung von Serverlösungen liegen, die
sowohl von Service-Anbietern und Mobilfunkunternehmen verwendet werden können.
Auf der Basis der Java 2 Plattform Enterprise Edition (J2EE) ist eine
einheitliche Schnittstelle geplant, die bestehende Webservices auch für mobile
Benutzer zugänglich machen sollen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, für den
Endkunden den Zugang zu Internetservices über mobile Geräte so einfach wie
möglich zu gestalten. Die technischen Grundlagen bilden dazu WAP 2.0/XHTML,
MMS oder Java.
"Server-Infrastruktur und Schnittstellen wie mobile API für J2EE kommen
eine Schlüsselrolle in der Erschaffung eines umfassenden Marktes für Services
zu", erklärte Pertti Korhonen, Nokias Leiter für mobile Software. "Wir
vertrauen darauf, dass globale offene Standards den Wettbewerb fördern und die
beste Lösung für unsere anspruchsvollen Mobilkunden bringen werden." Nokia
schwebt eine Vielzahl von unterschiedlichen, konkurrierenden Lösungen und
Services vor, die allerdings alle auf den selben Standards beruhen und
kompatibel sind.

Nokia erwartet 2002 um 15 Prozent mehr Umsatz
Mobilfunkriese rechnet weiter mit hohen Profiten
Der Mobilfunkriese Nokia
http://www.nokia.com rechnet im kommenden Jahr mit einem Umsatzwachstum
von 15 Prozent bei "anhaltend hoher Profitabilität". Im vierten Quartal 2002
soll der Umsatz sogar um 25 bis 35 Prozent gesteigert werden, teilte Nokia
heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Diese Zahlen wurden anlässlich des
jährlichen globalen Analystentreffens des Unternehmens festgelegt.
Nokia geht für das kommende Jahr von einem weltweiten Marktvolumen von 420
bis 440 Mio. verkaufter Handys aus, was einer Steigerung von zehn bis 15
Prozent entsprechen würde. Das Unternehmen prognostizierte für das laufende
Jahr einen Absatz von insgesamt 380 Mio. und im vierten Quartal von 105 bis
110 Mio. Handys. Im ersten Quartal 2002 rechnet Nokia mit weltweit einer Mrd.
Mobilfunkteilnehmern, bis 2005 soll sich diese Zahl auf 1,5 Mrd. vergrößern.
Um den angestrebten Markteinteil von 40 Prozent zu erreichen will Nokia im
kommenden Jahr eine Reihe neuer Produkte auf den Markt werfen sowie neue
Produktkategorien einführen. Derzeit stammt fast jedes dritte verkaufte Handy
von Nokia. Die Auslieferung der ersten Dual Mode GSM/WCDMA-Mobiltelefone der
dritten Generation (3G) wurde mit dem zweiten Halbjahr 2002 bestätigt. Das
Unternehmen glaubt, dass 3G-Handys 2003 bereits einen Anteil von zehn Prozent
generieren können.
Im zweiten Unternehmensbereich, der Netzwerksparte, rechnet das Unternehmen
im kommenden Jahr mit einem gleichbleibenden bzw. leicht wachsenden
Marktvolumen. Nokia selbst will hier allerdings um zehn Prozent zulegen. Vor
allem in den USA, Japan und Korea seien Wachstumspotenziale vorhanden. Was die
GSM-Infrastruktur betrifft, soll der Marktanteil von derzeitig 30 auf 34
Prozent klettern.
http://press.nokia.com/PR/200111/841753_5.html

Multimedia Messaging für GSM-Handy
Nokia Gateway soll MMS forcieren
Nokia http://nokia.com hat eine
Multimedia-Kommunikationslösung für GSM-Handys vorgestellt. Der Multimedia
Terminal Gateway ermöglicht das Versenden von Multimedia-Nachrichten mit
Geräten, die dafür nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen. Die
Nutzung von Multimedia-Messaging-Services (MMS) ist wegen der erforderlichen
Übertragungsgeschwindigkeiten erst mit GPRS- oder UMTS-Technologie sinnvoll.
Der finnische Telekommunikationskonzern hat die Plattform für
Mobilfunkunternehmen entwickelt, die ihren Kunden trotzdem jetzt MMS
ermöglichen wollen. Der Benutzer benötigt allerdings einen zusätzlichen,
unabhängigen Internetzugang, um das Service voll ausnützen zu können.
Da GSM-Handys keine MMS empfangen können, erhält der Benutzer beim Eingang
einer Nachricht nur ein SMS, ein Passwort und eine URL, um die Nachricht
abzurufen. Mit den Services des Gateways lassen sich Nachrichten erstellen,
versenden und im persönlichen Album ablegen sowie gespeicherte Nachrichten
sichten. Auf das Album kann über das Internet oder WAP zugegriffen werden.
Zusätzlich können empfangene Nachrichten vom Handy aus an eine E-Mail-Adresse
oder ein anderes Handy weitergeleitet werden.
Nokia will mit der Lösung vor allem MMS forcieren. "Wegen der GSM-Handys
spielt der umfangreiche Support eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von
MMS", erklärte Pekka Salonoja, Vice President verantwortlich für Server
Software-Produkte bei Nokia. "Wir glauben, dass diese Lösung die Einführung
von MMS in den Massenmarkt beschleunigt." Nokia sieht in MMS die
Killer-Application für die GPRS und UMTS-Übertragungsstandards.

Nokia: Farb-Communicator gegen sinkenden Handy-Absatz
Erste GPRS-Geräte erst im Herbst - 29 Prozent Umsatzplus
Nokia Österreich hat heute, Donnerstag, offiziell seinen färbigen
Dualband-Communicator 9210 ins Rennen geschickt. Das mobile
Kommunikationsterminal vereint Fax, E-Mail, Terminplaner, WAP- und
Internetzugang sowie digitale Bildübertragung in einem Gerät. (pte
berichtete bereits http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=001121043
) Bis Mitte August wird der Communicator mit einer Digitalkamera ausgeliefert,
mit der Fotos via Infrarot überspielt und dann per E-Mail versendet werden können.
Der Preis (ohne Vertragsbindung) beträgt 14.990 bzw. 16.990 Schilling mit
Kamera.
Für Mads Winblad, Geschäftsführer von Nokia Österreich, soll der
Communicator den rückläufigen Handy-Absatz bis zu Einführung der ersten
UMTS-Geräte wett machen: "Im Vorjahr wurden in Österreich insgesamt 3,4
bis 3,5 Mio. Handys verkauft, heuer rechnen wir mit einem Absatz von 2,8 bis 3
Mio." Laut Winblad beträgt die Handy-Penetration in Österreich derzeit
77 Prozent. Nokia Österreich erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftssjahr
einen Gesamtumsatz von 7,2 Mrd. Schilling, was gegenüber dem Vorjahrsbetrag
von 5,6 Mrd. ein Umsatzplus von 29 Prozent bedeutet.
Winblad rechnet damit, dass sich erst bis Weihnachten ein echter Markt für
GPRS entwickeln wird. Nokia bringt daher erst frühestens Ende September seine
beiden GPRS-Handys (6310 und 8310 mit integriertem UKW-Radio) auf den Markt.
Nach Angaben von Urs Pennanen, Geschäftsführer von Nokia Networks Schweiz
und Österreich, hat Nokia weltweit mehr als 50 GPRS Netzwerke geliefert. In
Österreich setzt der Netzbetreiber One auf die GPRS-Technologie von Nokia.
"Jetzt werden die Applikationsentwicklung und das Integrations-Know-how
eine entscheidende Rolle für den Durchbruch dieser Services spielen", so
Pennanen.
In punkto UMTS waren sich die beiden Geschäftsführer einig, dass es sich
um "keine Revolution, sondern eine Evolution" handle. "Die
Frage ist nicht, ob man das haben muss, sondern es ist einfach nice to have",
so Winblad, der dafür plädierte, dass in der Öffentlichkeit nicht die Übertragungs-Techniken
wie GPRS oder WAP, sondern besser die damit möglichen Services thematisiert
werden sollten.
