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Schlacht um
Internet-Nachrichtenportale Onlinewerbung löst zweiten Boom aus
News- und Informationsportale im Internet sind 2005
wieder stark gefragt. Die Schlacht um die Übernahme des
Finanznewsportals CBS MarketWatch
http://www.marketwatch.com deutet auf einen erneuten Boom der bis
vor kurzem noch schwächelnden dot.com-Industrie. Dow Jones & Company
http://www.dowjones.com , zu der auch die Onlineversion des Wall
Street Journals gehört, konnte sich gegenüber der New York Times, Viacom
und Gannett durchsetzen und hat den Zuschlag bekommen die Finanznews
Site marketwatch.com für 519 Mio. Dollar zu kaufen.
Gordon Crovitz, Präsident von Dow Jones & Company, will im Rahmen eines
Drei-Jahres-Plans Online-Newsportale aufkaufen, um der wachsenden
Nachfrage nach Onlinewerbung gerecht zu werden. Seinen Berechnungen zu
Folge können nämlich das Wall Street Journal Online der wachsenden
Nachfrage nicht genügend Werbeplatz bieten, berichtet die New York
Times. Dieses Problem versuchten auch andere Medienunternehmen auf die
gleiche Weise zu lösen, was als weiteres Zeichen eines Comebacks der
Onlineportale zu deuten ist.
Eine Studie von Merrill Lynch ergab, dass sich in den USA 2004 die
Onlinewerbung auf 9,7 Mrd. Dollar belief. Das entspricht 3,7 Prozent der
gesamten Werbeausgaben in den USA. Die Studie erwartet für 2005 einen
sprunghaften Anstieg auf 19 Prozent, da die größten Werber in den USA
ihre Werbebudgets von Print- und TV-Medien stärker auf das Internet
verlagern werden.
Die Schlacht um die noch verbliebenen Onlineportale hat längst begonnen.
Im August vergangenen Jahres kaufte Viacom das Internet Sportmagazin
Sportsline.com um 46 Mio. Dollar und die Washington Post holte im
Dezember das Onlinemedium Slate an Board. "Wenn man sich umschaut gibt
es nicht mehr viele Wege ins Internet rein zu kommen. Die Firmen sind
entweder verschwunden oder sie haben sich konsolidiert. Viele sind nicht
übrig geblieben. Man kann schließlich nicht einfach Yahoo kaufen", so
ein Experte von Think Equity Partners gegenüber der New York Times.
Europa zwischen China und
den USA Roland Berger: Europa und USA müssen Stärken
gegenseitig nutzen
China rückt den USA und Europa immer näher. Gelingt es
der Volkrepublik, das enorme Wirtschaftswachstum weiter voranzutreiben,
könnte China die USA als größte Volkswirtschaft der Welt bereits im Jahr
2040 überholen. Das sagte Roland Berger, Vorsitzender des Aufsichtsrats
von Roland Berger Strategy Consultants, am 29. November 2004 beim
Oberbankforum in Linz. Unter dem Titel "Europa im Wettbewerb mit China
und USA - wer gewinnt?" sprach der Berater über Risiken und Chancen der
zunehmenden weltweiten wirtschaftlichen Integration. Die USA und Europa
müssen ihre komplementären Stärken nutzen und weiter ausbauen, so
Berger. Nur unter dieser Voraussetzung kann auch in Zukunft der
Wohlstand in Europa gesichert und gesteigert werden.
"Europa könnte in wenigen Jahren sowohl von China als auch von den USA
abgehängt werden", warnte Berger. Die Volksrepublik wandelt sich schnell
von einer ressourcen- zu einer produktivitätsbasierten Wirtschaft und
spezialisiert sich zunehmend auf Low-Cost- und Medium-Tech-Produkte. Auf
der anderen Seite hinkt Europa den USA bezüglich Dynamik des
Strukturwandels zur High-Tech-/High-Serve- Gesellschaft und
Innovationsfähigkeit hinterher.
China in Zahlen - enorme Aufholjagd
"Auf den ersten Blick scheint die wirtschaftliche Bedeutung der
Volksrepublik stark überbewertet - doch dieser Eindruck täuscht",
erläuterte Berger. Das nominale BIP Chinas liegt mit 1.447 Mrd. USD 2003
klar hinter dem der USA (11.004 Mrd. USD) und Europas (11.025 Mrd. USD).
Vergleicht man die Kaufkraftparitäten (BIP PPP), so erwirtschaftet China
mit 6.719 Mrd. USD aber bereits heute ein Sechstel des Welt-BIP und
erreicht damit zwei Drittel des BIP-Niveaus sowohl der EU (BIP 2004 PPP:
10.118 Mrd. USD) als auch der USA (BIP 2004 PPP: 10.154 Mrd. USD). Im
Ländervergleich ist Chinas BIP PPP schon heute das zweithöchste der
Welt.
2003 trug China 32 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum, 34
Prozent zum globalen Importwachstum und 60 Prozent zum
Investitionswachstum bei. "Bleibt dieses Wachstum weiter bestehen, wird
sich Chinas Anteil am weltweiten BIP innerhalb von fünfzehn Jahren
verdoppeln. Dem gegenüber sinkt der Anteil der EU am weltweiten BIP,
trotz EU-Osterweiterung", erläuterte Berger. Auch das BIP pro Kopf
wächst in China (+7,5 Prozent p.a.) dreimal so schnell wie in Europa
(2,0 Prozent) und den USA (+2,1 Prozent).
China - mehr Exporte, mehr Finanzflüsse
Die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit Chinas zeigt sich auch bei den
Exporten: Europa liegt mit einem Anteil von rund 20 Prozent an den
weltweiten Exporten noch deutlich an erster Stelle - China könnte jedoch
bald mehr exportieren als die USA. Während die jährliche Zuwachsrate in
der EU-15 6,9 Prozent und in den USA 5,4 Prozent beträgt, konnte die
Volksrepublik ihre absoluten Exporte 2003 um 19,5 Prozent steigern.
Zusätzlich zieht die chinesische Wirtschaft immer größere Mengen an
ausländischen Direktinvestitionen (FDI) ins Land. "Europa und die USA
sind zwar noch immer die Hauptzielländer von Direktinvestitionen.
Kapitalflüsse nach China sind aber weniger konjunkturabhängig als Flüsse
in die USA und Europa", so Berger. Die jährlichen FDI-Flüsse machten
2003 3,3 Prozent des chinesischen, 2,1 Prozent des EU-25-BIP und 1,4
Prozent des US-amerikanischen BIP aus. Mit den ausländischen
Investitionen in China werden gleichzeitig modernste Technologien und
Management-Know-how transferiert.
Beschäftigung - USA besser als Europa
Bei der Beschäftigung weist China mit einer offiziellen Arbeitslosenrate
von 9,1 Prozent ähnliche Strukturen wie Europa (8,7 Prozent) auf. In den
USA liegt der Arbeitslosenanteil derzeit bei 5,4 Prozent. "Die
Dunkelziffer ist in China natürlich höher. Auf absehbare Zeit gibt es
hier ein riesiges Reservoir an billigen Arbeitskräften, das weiteres
Wachstum ermöglicht", so Berger. Aber auch die Qualifikation der
chinesischen Arbeitnehmer steigt. Im Jahr 2002 hat China mit 590.000
Ingenieuren und Naturwissenschaftlern 70.000 mehr als die USA und
110.000 mehr als die EU ausgebildet.
Herausforderung für China
Doch wirtschaftliche, soziale und politische Probleme könnten das
chinesische Wirtschaftswunder bremsen und sich entsprechend negativ auf
die Weltwirtschaft auswirken. Noch immer ist die Industrie mit 51,2
Prozent am BIP der wirtschaftliche Hauptsektor in China. Der Anteil der
Dienstleistungen an der Wertschöpfung liegt in der Volksrepublik bei
33,6 Prozent, in Europa bei 70,9 Prozent und in den USA bei 78,7
Prozent. "China steht vor einer doppelten Transformationsaufgabe: dem
Wandel von der Agrar- zur Industrie- und gleichzeitig zu einer
Wissensgesellschaft", erläuterte Berger. Mit 80 Millionen
Wanderarbeitern und vielen Beschäftigten in der Landwirtschaft verläuft
der Transformationsprozess nicht ohne soziale Spannungen.
Das instabile Finanzsystem und die drohende Überhitzung der Wirtschaft
durch übermäßige Inflation und steigende Kredite führen zu weiterer
Verunsicherung. Neben dem hohen Maß an Korruption und Bürokratie müssen
"neue" Probleme wie Umweltverschmutzung und ein rasant steigender
Energieverbrauch bewältigt werden. Das Nebeneinander von
wirtschaftlicher Freiheit und politischer Unfreiheit ist langfristig
nicht denkbar. "Die Zukunft Chinas wird zu einem großen Teil von der
Bereitschaft der politischen Klasse zu Reformen abhängen", so Berger.
Über Roland Berger Strategy Consultants
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 31 Büros in 22 Ländern ist
das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 1.630 Mitarbeiter
haben im Jahr 2003 einen Honorarumsatz von über 530 Mio. EUR
erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft
im ausschließlichen Eigentum von mehr als 160 Partnern.
Laut CVU 2,8 Millionen manipulierte Stimmzettel bei ukrainischer Wahl
Kiew, Ukraine, November 24 (ots/PRNewswire) - Wie das unabhängige
Ukrainische Wählerkomitee (CVU) heute dem täglich erscheinenden
Geschäfts-Mitteilungsblatt Ukrainian Journal berichtete, wurden
mindestens 2,8 Millionen Stimmzettel zu Gunsten des Prämierministers
Viktor Janukowitsch manipuliert.
"Die Fälschung erfolgte systematisch, an der mindestens 85.000
örtliche Beamte der ganzen Ukraine beteiligt waren", erklärten der
stellvertretende Vorsitzende der CVU Oleksij Koschel und der
Rechtsexperte Andrej Duda dem Blatt. Sie sagten: "Das ist der
grösste Wahlbetrug in der Geschichte der Ukraine".
Die Beobachter berichten, dass die Regionen Donezk, Luhansk,
Saporischja und Mykolajiw am stärksten vom Betrug betroffen waren.
In einer Pressemeldung vom 22. November nannte die CVU als schwerste
Verstösse mit Beeinflussung der Wahlergebnisse: Massenstimmabgabe
organisierter Briefwahl; ungewöhnlich hoher Anteil an Wählern, die
zuhause ihre Stimmzettel abgaben; ungewöhnlich hohe Wahlbeteiligung
in den östlichen Gebieten der Ukraine; kriminelle Einmischung in den
Wahlvorgang einhergehend mit Gewalt gegen Beobachter, Journalisten
und Angriffe auf einzelne Wahllokale.
Ukraine, ein Land mit einer Bevölkerungszahl von 48 Millionen,
hielt am Sonntag, den 21. November eine Präsidentenstichwahl ab. Die
Mehrheit der ukrainischen Wähler stimmte für den demokratischen
Oppositionsführer Viktor Juschtschenko. Er war Herausforderer des
amtierenden Prämierministers Viktor Janukowitsch.
Die zentrale Wahlkommission des Landes hatte bei erfolgter
Auszählung von 99 % der Wahlbezirke bekannt gegeben, dass Viktor
Juschtschenko 14.154.153 Stimmen (46,71 %) und Prämierminister
Janukowitsch 14.966.336 der Stimmen (49,39 %) erhalten habe.
Die ukrainischen Wähler glauben nicht, dass eine freie und faire
Wahl in der Ukraine stattgefunden hat und halten die Ergebnisse der
zentralen Wahlkommission für realitätsfremd. Internationale
Wahlbeobachter bestätigten die Befürchtungen der Wähler, als sie
eine Manipulation des Wahlvorgangs durch die Regierung bezeugten.