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Humanoider Roboter für alltägliche Arbeitswelt
Integriertes System soll direkten Kontakt zum Menschen ermöglichen

In einem Sonderforschungsprojekt an der Universität Karlsruhe http://www.uni-karlsruhe.de wollen Wissenschaftler Konzepte, Methoden und konkrete mechatronische Komponenten für den Einsatz menschlicher Maschinen in der alltäglichen Arbeitswelt entwickeln. Ein eigenes "teilanthropomorphes Robotersystem" soll den direkten Kontakt zum Menschen ermöglichen.

Damit das Robotersystem "humanoid" wird, soll es über komplexe Fähigkeiten und Eigenschaften und eine zumindest menschenähnliche Gestalt verfügen. Nach den Vorstellungen der Karlsruher Wissenschaftler könnte das über ein mobiles Zweiarmsystem mit fünffingrigen Händen, einem flexiblen Torso sowie einem Sensorkopf mit visuellen und akustischen Sensoren realisiert werden. Den Bewegungsmechanismus und das Verhalten des Roboters wollen die Forscher ebenfalls der menschlichen Motorik anpassen. Kommandiert und belehrt werden soll der Roboter über die für den Menschen intuitiven Kommunikationskanäle wie Sprache, Gestik und Haptik (physischer Kontakt zwischen Mensch und Roboter).

Der Lernfähigkeit des Systems gilt besonderes Augenmerk: Der Roboter soll auch an unbekannte Aufgaben herangeführt werden können, sich neue Begriffe und Gegenstände erschließen und sich Bewegungsabläufe mit Hilfe des Menschen aneignen. Zudem hoffen die Wissenschaftler, differenzierte Kooperationen zwischen Mensch und Maschine zu ermöglichen. Der Roboter soll etwa menschliche Absichten erkennen können, sich an gemeinsame Handlungen erinnern und das daraus resultierende Wissen im Einzelfall korrekt anwenden.


 


 

Mobiles Solargerät passt in Rucksack
Sonnenkraftwerk für Reisezwecke, Freizeitautos und Katastrophenhilfe geeignet

Toby Kinkaid, Gründer und CEO des US-Unternehmens Solardyne Corporation, http://www.solardyne.com hat ein tragbares "Solarkraftwerk" entwickelt, das zweckmäßig in einem Rucksack transportiert werden kann. Das "Solar Power Pack" kann für Freizeitautos, Feldforschungen, die Notstromversorgung im Haus sowie für die Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Der Verkaufspreis für das Solarenergie-Gerät beträgt rund 9.000 Schilling (1.265 Mark, 985 Franken).

Das Package beinhaltet einen zusammenklappbaren Sonnenkollektor, ein Batterie-Ladekontrollgerät, Regler, acht Watt Lampen sowie Stecker und Kabeln. Der Solarteil verfügt über eine Lebensdauer von 20 Jahren, die Batterien reichen laut Entwickler für 600 Ladungszyklen, also für durchschnittlich zwei Jahre bei täglichem Gebrauch. Das Gewicht des portablen Solargeräts, das den Benützer mit durchschnittlich 120 Wattstunden pro Tag versorgt, beträgt rund elf Kilogramm .

Das Mini-Solarkraftwerk hat bei der US Army, Greenpeace International und Tauchbootbetreibern bereits erste Abnehmer gefunden. Greenpeace setzt das "Mini-Solarkraftwerk" in Indien ein. Dafür wurde es mit einem Stromumwandler ausgerüstet, da in Asien Strom eine höhere Spannung hat als in den USA. Zudem ist ein Wasser-Sterilisator inkludiert, der vom Solargerät angetrieben wird und verunreinigtes Trinkwasser mithilfe von ultravioletter Strahlung dekontaminiert.


 


 

Schafe aus eingefrorenem Eierstockgewebe gezüchtet
Kinderwunsch bei Frauen nach Chemotherapie könnte künftig erfüllt werden

Wissenschaftler am französischen Hospital Edouard Herriot in Lyon haben nach eigenen Angaben erstmals eingefrorenes Eierstockgewebe erfolgreich in Mutterschafe transplantiert, die anschließend trächtig wurden. Bruno Salle und Jacqueline Lornage vom Department de Médecine de la Reproduction der Klinik präsentierten ihre Forschungsergebnisse jetzt auf einem Kongress der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) http://www.eshre.com in Lausanne.

Wie die Forscher berichten, könnte bei krebskranken Frauen mit Kinderwunsch, die durch Chemotherapie oder Bestrahlungen unfruchtbar werden, in Zukunft rechtzeitig Eierstockgewebe entnommen und nach der Behandlung wieder eingesetzt werden. Die Technik sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reif für die Anwendung bei Frauen, so Salle: "Weitere Tests von uns und anderen Wissenschaftlern müssen unsere Ergebnisse zuerst nachvollziehen. Und es muss geklärt werden, wie lange das transplantierte Eierstockgewebe funktionsfähig bleibt."

Salle und sein Team hatten sechs Mutterschafen je einen Eierstock entnommen, diesen in zwei Hälften geteilt und für ein bis drei Monate bei minus 196 Grad in flüssigem Stickstoff aufbewahrt. Anschließend tauten sie das Gewebe wieder auf und transplantierten es zurück in die Schafe. Vier der Schafe wurden im Sommer 2000 trächtig - Tests hatten gezeigt, dass das Gewebe angewachsen war und die Eierstöcke ihre normale Funktion wieder aufgenommen hatten. Von den sechs daraufhin geborenen Lämmern verendeten drei, was die Forscher aber dem Zufall zuschreiben.

 

 


 

Magnetische Halbleiter für Spintronik-Elemente
Niederländische Forscher vermuten Halbleiter-Eigenschaften bei Kalzium-Bor-Verbindungen

Niederländische Physiker der Universität von Twente http://www.tn.utwente.nl haben erste Hinweise, dass eine Kalzium-Bor Legierung sowohl magnetische als auch Halbleiter-Eigenschaften in sich vereinen. Damit könnte dieses Material für zukünftige Anwendungen im Bereich der Spintronik dienen. Im Unterschied zur klassischen Elektronik wird bei der Spintronik nicht die Ladung von Elektronen, sondern die Ausrichtung des eigenen Drehimpuls, des Spins, zur Verarbeitung von Daten genutzt. Ihre Ergebnisse präsentieren Sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Physical Review Letters".http://www.aip.org/physnews/update/545-2.html

Bisher erwies es sich als sehr schwierig, halbleitende Materialien mit magnetischen miteinander zu verbinden. Die Kalzium-Bor-Verbindung, die zusätzliche mit einigen Lanthan-Atomen versetzt wurde, blieb zur Überraschung der Forscher bei Temperaturen oberhalb von 600 Grad Celsius noch magnetisch. Metallische Magnete verlieren ab einer Material abhängigen Schwelle, der Curie-Temperatur, ihre magnetischen Eigenschaften. Solche "heißen" Magnete finden sich bisher nur bei Nickel- oder Eisen-haltigen Legierungen. Daher vermuteten die Wissenschaftler, dass es sich bei der Kalzium-Bor-Verbindung um einen magnetischen Halbleiter handelt.

Spintronik ist ein wichtiger Forschungsbereich, um kleinere und leistungsfähigere Computer-Bauteile zu entwickeln. So könnten Wissenschaftler mit Spintronik-Transistoren sowohl Gleichrichter als auch Verstärker konstruieren. Auch für empfindliche magnetische Sensoren oder logische Magnetspeicher, die gleichzeitig über halbleitende Eigenschaften verfügen, wären in Zukunft mit Materialien wie dieser Kalzium-Bor Verbindung möglich.


 


 

Allergen-freie Katze soll geklont werden
US-Firma will Allergikern zum Haustier verhelfen

Eine US-Firma in Syrakus im US-Bundestaat New York will genetisch veränderte Katzen züchten, die bei Menschen keine Allergien auslösen. Wie die "New York Times" http://www.nytimes.com berichtet, hofft der Mediziner David Avner damit Millionen von allergisch reagierenden Tierfreunden ihren Wunsch nach einer Hauskatze erfüllen zu können. http://www.nytimes.com/2001/06/27/science/27CAT.html?searchpv=day01

Die Forschung zur Erschaffung der allergen-freien Katze sei aber näher am Konzept als an der Ausführung, schreibt die Zeitung. 2003 könnten die allergen-freien Tiere aber Realität sein, sagte Xiangzhong Yang von der University of Connecticut http://www.uconn.edu , der mit dem Avner einen Forschungsvertrag eingegangen ist. Xiangzhong ist bereits mehrmals das Klonen von Tieren gelungen. Um eine allergen-freie Katze zu produzieren, sind sowohl gentechnische als auch Klonierungsverfahren nötig. Die Katzen sollen zwischen 750 und 1000 Dollar kosten.

Es gibt bereits einige andere Firmen, in denen versucht wird, Haustiere zu klonen. Im Unterschied zu der Syrakuser Firma verfolgten sie aber bisher das Ziel, verstorbene Haustiere zu klonen. Gentechnisch wurden Tiere bisher nur verändert, wenn man sich davon Forschungserkenntnisse, verbesserte Lebensmittel oder Medikamente versprach.

 

 


 

Nanokristalle aus Silizium für winzige Transistoren
Japanische Forscher optimieren Herstellung von Nanoteilchen mit Lasern

 Japanischen Forschern des Research Center for Advanced Manufacturing on Nanoscale Science and Engineering http://www.aist.go.jp/ produzierten mit einem Laser winzige Kristalle aus dem Halbleitermaterial Silizium. Die Nanoteilchen können eine wichtige Grundlage für kleinere und schnellere Computerchips bilden und den Weg zu einem leistungsfähigen Computer der Zukunft ebnen.

"Solche Nano-Punkte haben einzigartige Eigenschaften und lassen neue Anwendungen wie den Ein-Elektron-Transistor erwarten"¸ berichtet Wissenschaftler Takafumi Seto in der Fachzeitschrift "Nano Letters" http://pubs.acs.org/journals/nalefd/index.html. Mit einem Laserstrahl löste der Physiker einen ganzen Schwarm der nur wenige milliardstel Meter (Nanometer) winzigen Kristalle aus einem Siliziumblock heraus. Über die verschiedenen Fluggeschwindigkeiten dieser Teilchen im Vakuum sortierte er die Silizium-Nanoteilchen mit den gewünschten Größen heraus. Die Einkristalle mit fünf, sieben und zehn Nanometer Durchmesser deponierte er auf eine hochreine Oberfläche.

Seto untersuchte die Struktur der Teilchen mit einem Transmission-Elektronen-Mikroskop. Dabei zeigte sich, dass Silizium-Teilchen unter vier Nanometer Durchmesser nicht kristallisierten, sondern sich in einer ungeordneten amorphen Struktur auf der Oberfläche absetzten. Da aber die Reinheit der etwas größeren Kristallite sehr hoch sei, hofft Seto auf eine mögliche Anwendung dieses Herstellungsprozess. Neben dem Nutzen für winzige Transistoren könnten diese Silizium-Teilchen auch als Kernstück von Lichtquellen im Nanomaßstab dienen.


 


 

Analyse-Labor in Briefmarkengröße
Plasmachip misst chemische Spurenelemente in geringsten Konzentrationen

 Doktoranden der Universität Dortmund http://www.uni-dortmund.de haben ein Verfahren entwickelt, das chemische Analysen – etwa von Lebensmitteln – mit chipkartengroßen Plasma-Quellen ermöglicht. Als "Plasma" bezeichnen die Forscher dabei eine heiße Gaswolke aus Ionen und Elektronen. Sie kann chemische Elemente anregen, ein ganz bestimmtes, jeweils unverwechselbares farbiges Licht auszustrahlen. Durch die Entschlüsselung der Farbcodes können Chemiker erkennen, welche Spurenelemente in den entsprechenden Proben enthalten sind.

Den Dortmunder Forschern gelang es, die Plasma-Quelle als briefmarkengroßen Mikrochip herzustellen. Dieser bringt das Plasma und die zu analysierende Probe in einem Kanal von 0,3 Millimetern Durchmesser zusammen. Mit Hilfe des Plasmachips konnten die Wissenschaftler beispielsweise den Quecksilbergehalt eines Lebensmittels in einer Konzentration messen, die einem Stück Würfelzucker entspricht, das in einer Talsperre aufgelöst wurde (50 Gramm in einer Mrd. Liter Wasser). Der Einsatz des Chips ist zudem nicht an ein Labor gebunden, sondern kann überall erfolgen.

Bisher war als effektive Plasma-Quelle bereits die so genannte "Mikrowellen-Plasmafackel" bekannt. Diese ist jedoch erheblich größer als der Plasmachip. Für dessen Entwicklung erhielten die Wissenschaftler am vergangenen Freitag den Karl-Heinz-Siepe-Preis. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Mark dotiert.


 


 

CD-fressender Pilz entdeckt
Schädling kann Daten löschen

 Spanische Wissenschaftler haben einen Pilz entdeckt, der sich von CDs ernährt. Laut einem Bericht des Online-Wissenschaftsmagazins "Ciencia Digital" http://www.cienciadigital.net/ ernährt sich der Pilz der Art Geotrichum von Kohlen- und Stickstoffen, die sich in dem auf CDs befindlichen Kunststoff Polycarbonat befinden. Dadurch werde der durchsichtige Kunststoff zersetzt. Die Gefahr in Mitteleuropa sei jedoch gering, da ein Experiment gezeigt habe, dass der Pilz erst ab 30 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent CDs zu zersetzen beginnt.

Die Experten des Centro de Investigaciones Biológicas, einer Einrichtung der spanischen Forschungsgemeinschaft Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC), sehen darin eine erstaunliche Entdeckung, denn bislang galt Polycarbonat als unverwüstlich. Gezielt eingesetzt, könnten die Pilze so zum Kompostieren von nicht mehr benötigten CDs genutzt werden.


 

Zebralift hebt Fußgänger über Straße
Entwickler suchen Gemeinden für Bau von Pilotanlage

Das Schweizer Unternehmen Horlacher AG http://www.horlacher.ch hat zum sicheren Überqueren von Straßen einen so genannten Zebralift konstruiert. Den Fußgängerlift, der weniger teuer als Unterführungen sein soll, gibt es bisher allerdings erst als Modell. Die Erfinder suchen nun eine Gemeinde, die am Bau einer Pilotanlage interessiert ist, wie http://www.ch-forschung.ch berichtet. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Thomas Elfer von der Horlacher AG auf schätzungsweise 300.000 CHF (2,7 Mio. Schilling, 386.000 Mark).

Zu diesem Lift gehört ein Stahlträger, der in Form eines Bogens in etwa vier Metern Höhe über die Straße schwingt. Daran fährt eine per Knopfdruck bedienbare Kabine von einer Straßenseite zur anderen. Um zu verhindern, dass sich wartende Passagiere an der Stelle aufhalten, wo die Kabine herunterkommt, steht beiderseits des Lifts ein nach oben offener Glaszylinder, in den die Kabine hineingleitet.

Das Bundesamt für Energie (BfE) hat die Entwicklung des Zebralifts als Pilot- und Demonstrationsprojekt anerkannt und finanziell unterstützt. "Unter dem Strich lässt sich mit dem Lift Energie sparen", so Martin Pulfer vom BfE. Die Bewegung der Kabine brauche wenig Strom und Autofahrer sparen laut Pulfer Treibstoff, da sie dank des Lifts einmal weniger anhalten und wieder anfahren müssen. Für Innenstädte würde dieses Mobilitätskonzept eine Reduktion der Lärm- und Schadstoffbelastung bedeuten.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:19
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