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Microsoft bringt Office näher an -.Net
Zwei Toolkits für Integration von Webservices
 

Microsoft hat zwei Tools für die Integration von XML Web-Services in Office XP ins Netz gestellt. Der Office XP Web Services Toolkit und der Smart Tag Enterprise Resource Toolkit sollen Entwicklern die Möglichkeit geben, Daten aus Web-Services direkt mit den vertrauten Umgebungen von Office-Anwendungen zu verbinden. Der Softwarekonzern will damit den Endnutzern einen leichteren Zugang zu den Daten eröffnen. Gleichzeitig stärkt Microsoft damit seine .Net-Initiative. http://www.microsoft.com/presspass/press/2002/Jan02/01-14ToolkitPR.asp
 

Mit dem Office XP Web Services Toolkit lassen sich nach Angaben des Softwarekonzerns XML Web-Services mit einem Klick in die Office XP-Lösung integrieren. Der Zugriff erfolgt dabei über UDDI (Universal Description, Discovery and Integration). Der Smart Tag Enterprise Resource Toolkit liefert Anleitungen, wie Unternehmenslösungen mit Smart Tags umgesetzt werden können. Der Toolkit bietet dazu eine Reihe von Beispielen mit kompletten Source Codes sowie mehrere Whitepapers zur Planung, Implementierung und Nutzung von Smart Tag-Lösungen. Beide Toolkits werden von Microsoft ab sofort kostenlos zum Download angeboten.
 


 

Virus greift .Net-Architektur von Microsoft an
"Donut" wird als "einfach" und "relativ ungefährlich" angesehen
 

Der finnische Antivirenspezialist F-Secure http://www.europe.f-secure.com/ warnt vor dem ersten Virus, der in der Microsoft C# und Microsoft Intermediate Language geschrieben ist. "Donut" greife binäre Daten unter Microsofts .Net-Architektur an, sei aber "sehr einfach" und sollte "nie ein weltweites Problem werden", heißt es in einem diesbezüglichen Artikel. http://www.europe.f-secure.com/v-descs/dotnet.shtml
 

Der Virus hat eine Größe von 8 kB. Er infiziert alle anderen .Net-Dateien im ".exe"-Format im gleichen und übergeordneten Verzeichnis. Nachdem dies geschehen ist, zeigt der Virus nach Angaben von F-Secure in zehn Prozent der Fälle eine Dialogbox mit dem Text "This cell has been infected by doNET virus! .NET.doNET by Benny/29a" an. Danach soll der Virus wieder verschwinden und auch nicht im Speicher verbleiben. Eine weitere Ausbreitungsgefahr sei nur dann gegeben, wenn eine infizierte Datei ein weiteres Mal aufgerufen wird. Das erste gänzlich .Net-kompilierte Betriebssystem von Microsoft soll 2003 auf den Markt geworfen werden. Es ist unter dem Namen "Blackcomb" bekannt.
 


 

VeriSign sichert .Net von Microsoft
Digitale Zertifikate werden in Passport integriert

 Microsoft geht für seine .Net-Initiative eine Allianz mit VeriSign http://www.verisign.com ein. Der kalifornische Sicherheitsspezialist wird mit seinen Zertifikaten die gegenwärtig unter dem Codenamen "Hailstorm" entwickelten Services einschließlich Passport unterstützen. Dabei geht es besonders um die Sicherung von sensiblen Daten, wie sie bei Internetbanking oder Gesundheitsdiensten anfallen. http://corporate.verisign.com/news/2001/pr_20010710.html

"VeriSign und Microsoft arbeiten zusammen, um sichere Voraussetzungen für Web-basierte Services einschließlich Online-Transaktionen zu schaffen", erklärte VeriSign CEO Stratton Sclavos. Wie die beiden Unternehmen bekannt gaben, wird VeriSigns Personal Trust Agent-Technologie ein Teil von Microsofts Passport Authentifikations-Systems. Benutzer können damit digitalen Zertifikate von Verisign auf ihrem PC oder auf einer Webpage des Sicherheitsunternehmens abspeichern. Diese Zertifikate gewähren für die Benutzer die Sicherheit der Kommunikation.

Mit der .Net-Plattform will Microsoft eine Reihe von XML-basierten kostenpflichtigen Services ermöglichen. Dem Passport kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da er dem Benutzer den Zugang zu verschiedenen Diensten mit einem einzigen Sign-in ermöglicht. Die dazu benötigten Daten werden zentral gespeichert. Sollte diese Datenbank allerdings gehackt werden, stehen dem Eindringling die unterschiedlichen Dienste offen.


 


 

Dezentrales System für frei verfügbare Software
Free Software Foundation will Alternative zu Microsoft .NET schaffen

Die Vereinigung freier Programmierer Free Software Foundation (FSF) http://www.gnu.org startet zwei Projekte für die nächste Generation der Internet-Kommunikation. Zusammengenommen sollen die Lösungen DotGNU und GNU mono eine frei verfügbare Alternative zu Microsofts Internet-Initiative .NET liefern und diese ersetzen, wie die FSF am Montag in Bosten mitteilte.

"Mit Mono und DotGNU hoffen wir, eine gute Alternative zu .NET anbieten zu können, die unsere Freiheit und unsere Privatsphäre respektiert", erklärte FSF-Präsident Richard Stallman. Das System soll vollständig aus frei verfügbarer Software bestehen. Während Microsoft mit .NET auf ein in sich geschlossenes System setzt, das auf der Software des Konzerns aufbaut, will die FSF ein dezentrales System schaffen.

Es gebe keinen technischen Grund, warum Internet-Dienste von einem einzigen Anbieter entwickelt und betrieben werden müssten, berichtet die FSF weiter. Deshalb werde DotGNU so angelegt, dass Unternehmen jeder Größe ebenso wie auch Einzelpersonen Dienste für das System bereitstellen können. Dabei sollen auch nicht-kommerzielle Nutzer teilnehmen können.

Free Software Foundation setzt sich seit 1985 für frei verfügbare Computer-Programme ein, die ohne Lizenzkosten kopiert, benutzt, weiter entwickelt und weiter gegeben werden können. Das prominenteste Beispiel der Arbeit der in der FSF zusammengeschlossenen Programmierer ist das frei verfügbare Betriebssystem Linux.

 

 


 

Open Source .Net gegen Microsoft .Net
Linux-Firma Ximian will mit "Mono" Gegenpol schaffen

Das US-Linux-Unternehmen Ximian http://www.ximian.com will ein Open Source Pendant zu Microsofts vollständig internetzentrierter Plattform-Initiative .Net schaffen. Wie der US-Dienst zdnet berichtet, sollen am kommenden Montag entsprechende Pläne bekannt gegeben werden. Der Name für die angeblich bisher größte Open Source-Initiative soll "Mono" lauten.

Ximian ist in der Branche als Anbieter einer Gnome-Oberfläche – mittlerweile in der Version 1.4 verfügbar – bekannt. Die Linux-Community zeigt sich vom Ximian-Vorhaben sehr angetan. So kündigte Red Hat-Cheftechniker Michael Tieman gegenüber zdnet "Support für jeden, der Microsoft von der Alleinherrschaft über die Softwarebranche abhält" an. Auch Caldera zeigte sich interessiert: "Wir haben durchaus Interesse daran, diese Leistung ebenfalls anzubieten". Die Kunden von Caldera würden laut Technik-Chef Drew Spencer künftig vermutlich sowohl .Net als auch Caldera-eigene Software nutzen. Ein Open Source .Net käme als Bindeglied durchaus gelegen.

Microsoft .Net soll die Transformation von klassischen Applikationen und Websites zu Webservices ermöglichen. Basierend auf standardisierten Internetprotokollen soll die Integration von Geschäftsprozessen auch über Unternehmens- und Plattformgrenzen hinaus erfolgen. So wurde von Microsoft u.a. eine neue Programmiersprache namens C # (C Sharp) kreiert. Nähere Informationen zur MS Philosophie, die mittlerweile auch auf Unis gelehrt wird, unter http://www.microsoft.at/net/wasist.html


 

Microsoft .NET Lehrveranstaltungsreihe an der Uni Linz: Linzer Informatik-Studenten erhalten umfassende Ausbildung

 

 

Fundierten Einblick in die Microsoft .NET Technologie erhalten Studenten an der Uni Linz mit der Lehrveranstaltungsreihe „Softwareentwicklung unter .NET“, eine der weltweit ersten und umfassenden Lehrveranstaltungen zu dieser Technologie. Dadurch wird den Studenten ermöglicht, bereits im nächsten Semester Programme auf .NET Basis zu entwickeln.

 

Das Institut für Praktische Informatik der Universität Linz bietet seinen Studenten nun ein komplettes Lehrveranstaltungsprogramm mit dem Titel „Softwareentwicklung unter .NET“ an. Die Studenten im 2. Abschnitt des Informatikstudiums sollen grundlegend in der zukunftsweisenden Microsoft-Technologie .NET ausgebildet werden. Die Lehrveranstaltungen finden im kommenden Wintersemester statt und bilden die Grundlage für das im Sommersemester stattfindende Projektpraktikum. Das Ausbildungs-Programm umfasst zwei Lehrveranstaltungen (Komponententechnologie und Softwareentwicklung mit C#), eine Vorlesung (Mensch-Maschine-Kommunikation) und ein Seminar (Softwareentwicklung unter .NET). Die Universität Linz ist damit weltweit eine der ersten Universitäten, die ein umfassendes Programm zur .NET-Technologie anbietet.

 

Prof. Dr. Hanspeter Mössenböck als Leiter der Gruppe Systemsoftware an der Uni Linz und international anerkannter Experte für Programmiersprachen ist der Initiator dieses fortschrittlichen Lehrplans. „Unser Ziel ist es, Studierenden innovative Software-Technologien wie .NET zu vermitteln. In .NET wurde z.B. die Implementierung verteilter Web-Services besonders einfach und elegant gelöst,“ so Prof. Mössenböck über das neue Lehrveranstaltungsprogramm. Prof. Mössenböck, ein Schüler des Pascal-Erfinders Niklaus Wirth und ehemaliger Assistenzprofessor an der ETH Zürich, gilt als einer der Vorreiter für Compilerbau und Programmiersprachen wie Java und C#.

 

Microsoft .NET erlaubt die Transformation von klassischen Applikationen und Websites zu leistungsstarken Web-Services. Basierend auf standardisierten Internetprotokollen wird die Integration von Geschäftsprozessen auch über Unternehmens- und Plattformgrenzen hinaus möglich. Mit dem .NET Framework werden Programme in Zukunft nicht mehr lokal, sondern über das Internet ausgeführt. Der Vorteil liegt darin, dass ein und dasselbe Programm auf den unterschiedlichsten Endgeräten arbeiten kann.

  Im Lehrveranstaltungs-Programm an der Uni Linz werden sowohl die grundsätzliche Struktur von .NET erläutert als auch bereits konkrete Programme in der neuen Programmiersprache C# erstellt und getestet. Visual Studio .NET, das voraussichtlich Ende 2001 auf den Markt kommt, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von .NET Programmen. Durch eine enge Kooperation mit Microsoft verfügt das Institut für Praktische Informatik über Beta Versionen von Visual Studio .NET. Dadurch wurde der „Meisterklasse“ des Instituts ermöglicht, bereits nächstes Semester Programme auf .NET Basis zu entwickeln.

Microsoft (Nasdaq "MSFT") wurde 1975 gegründet. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Software, Services und Internet-Technologien für die private und geschäftliche Nutzung. Microsoft bietet eine breite Palette an Produkten und Diensten an, die alle das Ziel haben, Menschen mit Software zu unterstützen - jederzeit, überall und auf jedem Gerät.

 

Wien, 20. Juni 2001 (SU/ML)


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:19
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