Musik in Wien
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2004 weiter schrumpfendes
Musikgeschäft
Schwaches Wachstum für 2005 prognostiziert
Die weltweiten Verkäufe in der Musikbranche
verzeichneten 2004 einen weiteren Verfall um einen Prozent von 32,4 Mrd.
Dollar im Jahr 2003 auf 32,4 Mrd. Dollar. Das Musikgeschäft wird sich
laut den Marktforschern von Informa
http://group.informa.com auch 2005 nicht wesentlich verbessern.
Die Studie der Marktforscher ergab, dass die Verkäufe im Audiobereich um
2,9 Prozent auf 29,4 Mrd. Dollar fielen, während das Geschäft mit
Musikvideos um 26,3 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar anstieg. Auch 2005 soll
der Verkauf von Musikvideos, insbesondere von Musikvideo-DVDs, um
geschätzte 17,6 Prozent wachsen.
Rechnungen der Marktforscher zu folge werden die Umsätze im
Musikgeschäft bis 2010 auf einen Wert von 38,7 Mrd. Dollar ansteigen.
Der Verkauf von Musikvideos bleibt dabei weiter das Zugtier der Branche.
Insgesamt wird sich das Wachstum vor allem in den weniger entwickelten
Märkten wie China oder Russland abspielen. Es wird erwartet, dass China
und Russland zum fünft- bzw. sechsstärksten CD-Markt aufsteigen werden. |

Das Musikfernsehen ist tot
- Es lebe das Musikfernsehen
OnlineMusikTV - die Alternative zu MTViva im Web
Das Musikfernsehen ist tot, so dachte man. Doch
nicht ganz, die Hoffnung:
http://www.tunespoon.tv . Musikbegeisterte haben es sich zur Aufgabe
gemacht endlich eine Alternative im Web zu bieten und auch wieder
frischen Wind in die Musikwelt zu bringen. Am 17. Januar wird es soweit
sein, tunespoon.tv geht online.
Nach den Schreckensmeldungen aus dem Bereich Musikfernsehen ist endlich
wieder Licht am Horizont - tunespoon.tv. Formate mit alternativem und
informativem Inhalt sowie charakterstarken Moderatoren wurden
nacheinander gestrichen, aber eigentlich hatte auch ohnehin schon keiner
mehr Lust auf das Klingelton verseuchte Gepiepe im Fernsehen. Deshalb
bietet tunespoon.tv nun OnlineMusikFernsehen zum Genießen.
Und tunespoon.tv kann noch mehr. Als interaktive und kostenlose
Plattform, auf welcher der Stream rund um die Uhr läuft, gibt es Infos
zu den Künstlern, im Forum kann man sich austauschen und ansonsten
einfach die gute Musik ohne nervige Unterbrechungen hören und sehen.
Speziell noch unbekannte Bands und kleine Labels sind aufgefordert
wieder Videos zu produzieren. Mit verschiedensten Genre-Formaten,
interaktiven Sendungen und frischen Inhalten soll den "Großen" gezeigt
werden wie Musikfernsehen aussehen kann.
Intuitive Bedienbarkeit und hohe Qualität ist der Anspruch. Was bis
jetzt als Testversion schon viele begeistert hat, ist jetzt noch
ausgefeilter und ab dem 17.Januar endlich unter
http://www.tunespoon.tv zu sehen.
Das Musikfernsehen ist tot - es lebe das Musikfernsehen. Und so kämpfen
die sechs Studenten zusammen mit Professor Schäfer-Schönthal aus dem
Fachbereich Digitale Medien der FH Furtwangen gemeinsam gegen den
gewohnten Einheitsbrei im Musikfernsehen.
Reinschauen und zuhören lohnt sich also auf jeden Fall!
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Kindliche Fanrekruten
promoten Boybands
Schulen als Werbefläche
Die Plattenfirmen der größten britischen Boybands
rekrutieren Schulkinder, um die Bands in Klassenzimmern und auf
Spielplätzen bekannt zu machen. Universal Records
http://www.universalrecords.com/ das Label, das hinter den Bands
Busted, McFly und V steht, ermutigt Kinder an einer speziellen
Werbekampagne teilzunehmen, berichtete der Guardian
http://www.guardian.co.uk/ .
Bei diesem Promotion-Modell sollen die Kinder Bandposter in der Schule
aufhängen und Flyers an die Klassenkameraden verteilen. Da die
Plattenfirmen mit dem Singlesverkauf im Verzug sind, greifen sie auf
raffinierte Taktiken zurück. Sie ermutigen die Fans dazu "school
chairmen" zu sein und somit aktiv für ihre Band zu werden. Die Labels
locken mit Gratisartikeln, "spezieller Kennung" und sogar mit
eventuellen Telefonanrufen der Band. Darüber hinaus werben die Labels
Minderjährige für so genannte street teams an. Diese sollen bei Umfragen
und Auszeichnungen für die Bands stimmen. Außerdem sollen sie ihre
Benutzernamen in Chatrooms ändern, um bevorstehende Veröffentlichungen
anzukündigen.
Der Guardian hat mit einer Anzahl von Kindern gesprochen, die an diesem
Modell teilnehmen und dafür unterschrieben haben. Eine Dreizehnjährige
zum Beispiel verteilt in den Schulgängen regelmäßig Flugblätter und hat
in ihrer Englischstunde sogar schon einen Vortrag über McFly gehalten.
Um die angepriesenen Gratisartikel zu erhalten hat sie sich beim
Verteilen von Flugblättern fotografieren lassen und die Fotos an
Universal geschickt. Alle interviewten Kinder beteuern, dass sie niemand
zur Teilnahme am der Promotion gezwungen habe. Aber John Bangs,
Erziehungsleiter der National Union of Teachers sagt: "Diese Methoden
sind unakzeptabel."
Ein Sprecher von Island Records
http://www.islandrecords.com/ , Herausgeber von Busted und McFly,
meint: "Wir betreiben das "school chairman-Modell" nun seit über zwei
Jahren. In dieser Zeit hatten wir von Seiten der Kinder, Eltern oder
Schulen nicht eine einzige Beschwerde. Im Gegenteil, die Kinder lieben
es chairman zu sein." |

Britische Musikindustrie
mit Rekord-Hoch
Steigende Verkäufe bei Alben und 7"-Vinyl geben
Hoffnung
Die britische Musikindustrie feiert ihr bestes
Ergebnis für Albumverkäufe, berichtet die BBC
http://news.bbc.co.uk
. In den zwölf Monaten bis September 2004 wurden 237 Mio. Stück
verkauft. Die British Phonographic Industry (BPI) macht einzelne
britische Bands wie Keane und The Streets für den Anstieg von drei
Prozent verantwortlich. Auch der Verkauf von Singles sei aufgrund von
legalen Download-Plattformen angestiegen. Die Verkäufe auf diesen
Plattformen würden zu den Singles-Charts erst ab dem nächsten Jahr
dazugezählt.
An die 1,75 Mio. einzelne Titel sind zwischen Juli und September dieses
Jahres von Online-Plattformen wie My CokeMusic und Wippit von
Konsumenten erworben worden. Wenn die Online-Verkäufe außer Acht
gelassen werden, dann haben die Singles-Verkäufe jedoch um 12 Prozent
abgenommen. Angestiegen ist jedoch der Absatz von 7"-Vinyl-Singles
bereits im 11. aufeinanderfolgenden Quartal mit einer aktuellen
Stückzahl von einer Million pro Jahr. Dies bedeutet eine Zunahme von
74,8 Prozent.
Die Top-Seller des Jahres waren "Life For Rent" von Dodi und Will Youngs
"Friday´s Child". An dritter Stelle rangiert "Elephunk" von den Black
Eyed Peas. Elf der Top-20-Alben sind Acts, die auf UK-Labels released
wurden. Mehr als 60 Prozent der Alben werden jedoch unter einem Preis
von 14 Euro verkauft. Was trotz der Zunahme bei den Verkäufen noch immer
einen Rückgang der Umsätze bedeutet.
Bei den Musik-DVDs haben die Verkäufe um 41 Prozent zum
Vergleichszeitraum des Vorjahres zugelegt. Hier liegt eine
Spezial-Edition einer Oasis-DVD an der Spitze der Bestseller. Der
BPI-Vorsitzende Peter Jamieson kommentiert den Erfolg auf dem UK-Markt
mit dem Investment der Platten-Industrie in neue britische Talente.
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Original-CDs weiterhin
hoch im Kurs
US-Musikindustrie büßt jedoch ein Fünftel der
Verkäufe durch Downloads ein
Die US-Musikindustrie verlor durch Online-Plattformen
und durch Downloads ein Fünftel aller Album-Verkäufe, berichtet die BBC
http://news.bbc.co.uk
. Dies ist eine Erkenntnis einer Studie der Universität von
Pennsylvania im Auftrag der US-National Bureau of Economic Research, die
die Gewohnheiten von 412 US-Studenten untersucht hat. Der Report
widerspricht einem vorangegangenen aus dem Jahr 2002, der besagt, dass
Musik-Downloads keinen negativen Effekt auf Musikverkäufe hat. Ein
Lichtblick für die Musikindustrie in der aktuellen Situation: Legal
erworbene Originalalben haben bei Musik-Fans weiterhin mehr Wert als
Downloads.
Im Rahmen der Studie wurden Studenten über Musik-Alben befragt, ob sie
diese gekauft oder heruntergeladen haben, ohne dafür zu bezahlen. Die
Erhebung ergab, dass 1.209 Alben heruntergeladen wurden. Dies war
doppelt so viel wie regulär gekaufte Originalalben, die insgesamt 617
Stück ausmachten. Die Ausgaben der Studenten für Musik sanken von 126
Dollar auf 100 Dollar.
Erhoben wurde auch die Wertschätzung gegenüber der Musik, die
heruntergeladen oder gekauft worden war. Ein Drittel der Befragten gab
an, dass ein Album der Red Hot Chili Peppers mit der Zeit für sie an
Wert zunahm. Hingegen verlor ein erworbenes Album der Pop-Ikone Britney
Spears bei 80 Prozent der Interviewten sehr bald an Bedeutung.
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www.musenalp.com
Das Mitmach-Portal "Musenalp Worldwide Online" -
www.musenalp.com - jetzt multimedial
Das Internet-Portal "Musenalp Worldwide Online" -
http://www.musenalp.com - hat neue Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung
der Userinnen und User geschaffen: Nach Mitlesen, Mitschreiben und
Mitfotografieren jetzt auch Mitkomponieren, Mitprogrammieren und Mitsimsen.
"Hast du Töne? Schick sie uns!" Nach diesem Motto ist das Web-Portal für
kreative Jugendliche und Erwachsene mit Besuchern aus über 90 Ländern, neu auch
eine Plattform und Talentbörse für Musikerinnen und Musiker: "Jede und jeder ein
"Superstar", "MusicStar" und "Starmaniac" bei
http://www.musenalp.com - und nicht nur bis zur nächsten Runde!" schreiben
die "Musenälpler".
"Hier hat jede und jeder Gelegenheit, die eigenen Kompositionen aller Art ins
Netz zu stellen und einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen" erklärt
Herausgeber Othmar Beerli die neue Audio-Dimension gegenüber pte. Derzeit sind
schon über 70 Tracks zu hören. Der Auftritt von
http://www.musenalp.com ist damit multimedial geworden. Per Mail oder per
Post können die UserInnen ihre selbstkomponierte Musik egal in welcher Form (von
der einfachen analogen Musikkassette bis zu digitalen Files jeden Formats, ob
mit oder ohne Gesang) an Musenalp einsenden. Die Musik wird dann in mp3-Files
konvertiert und aufs Musenalp-Portal geladen.
Ein permanenter Wettbewerb mit attraktiven Preisen sucht zusätzlich den
"ohrwurmigsten" Musenalp-Song. Jede Einsendung wird sofort veröffentlicht.
Neu ist auch das Musenalp-Open-Source-Project: Neben "User schreiben für User"
heißt es jetzt "User programmieren für User". Denn bei Musenalp Online kann jede
und jeder mitprogrammieren. Dadurch erlebt das interaktive nichtkommerzielle
Web-Portal
http://www.musenalp.com einen stürmischen Ausbau.
Dies alles ist möglich dank der aktiven Mitarbeit von begeisterten Usern, die
konkrete Programmieraufgaben übernehmen. Gesucht werden in IT-Ausbildung
Stehende sowie Profis mit Kenntnissen in ASP und Database (MySQL). Wer Spaß hat
am Mitprogrammieren einer multimedialen mehrsprachigen öffentlichen Site, die
schon Besucher aus über 90 Ländern zählt, findet Kontakt bei
info@musenalp.com . Diese Mailbox ist offen für Programmier-Vorschläge,
Ideen und Kritik und verspricht eine persönliche Antwort der "Musenälpler".
Beispiele von Aufgaben sind die Ausweitung des Content Management System, des
neuartigen direkt auf der Site integrierten Musenalp-Good-Newsletter, die
Weiterentwicklung bestehender Scripte, Interaktivität, Personalisierung,
Meinungsumfragen, Abstimmungen, Bewertungen, neue Funktionen, Features, Ideen,
Tools, Technologien usw.
Kreative Jugendliche können ihre "Jungen Texte" jetzt per SMS ins Internet
eingeben und Video-Freaks präsentieren demnächst ihre Kurzfilme vor
internationalem Publikum.
Engagierte Fotografen können ihre besten Fotos als ihre eigene Fotogalerie von A
bis Z selber gestalten und rund um die Welt schicken und an der englischen
Musenalp-Version wird bereits gearbeitet. Der Phantasie und Kreativität sind bei
Musenalp wie schon seit 1976 in den von Beerli gegründeten und herausgegebenen
legendären Musenalp-Zeitschriften in Deutschland und der Schweiz keine Grenzen
gesetzt.
Bei Musenalp engagieren sich inzwischen nicht nur Jugendliche, sondern auch
Erwachsene wie Eltern, Lehrer, Programmierer und fitte Senioren.
Engagiert zeigt sich Musenalp Online mit "Stop dem Jugend-Selbstmord! Schluss
mit dem Tabu "Selbstmord" oder "Suizid"", wie die Selbsttötung richtiger genannt
wird. Das Jugendportal
http://www.musenalp.com hat mit einem ersten "Musenalp-Special" eine
Aufklärungskampagne gestartet, die sich an Suizidgefährdete, an Eltern, Lehrer
und Jugendbetreuer richtet. Die Umfangreiche Dokumentation kann kostenlos
ausgedruckt werden.
Allein in der Schweiz sterben jedes Jahr über 1.400 Menschen durch Suizid - mehr
als durch Verkehrsunfälle. Dazu kommen noch Abertausende von Verletzten, die
nach misslungenem Suizidversuch im Spital landen. Besonders Suizid-gefährdet
sind junge Leute. Das Thema "Suizid" bleibt aber ein Tabu-Thema. Auch Lehrer und
Erzieher sind oft überfordert: Sie erkennen die Signale nicht, die verzweifelte
Jugendliche aussenden, und sie wissen nicht wie sie reagieren sollen.
Das "Musenalp-Special Suizid" bietet wichtige Informationen, ausgearbeitet vom
Experten Ebo Aebischer und der Psychologin Evelyne Rutgers, die helfen können,
verzweifelten Menschen Hilfe zu leisten und sie vor dem verhängnisvollen,
tödlichen Schritt zu bewahren. Wer sofortige Hilfe braucht, findet
Telefonnummern von Fachleuten, die zuhören und Rat geben können.
Im Jugendportal
http://www.musenalp.com publizieren junge Menschen, Schüler, Lehrlinge,
Angestellte und Studenten aus aller Welt, ihre Meinungen, ihre kreativen
Gedanken und Werke bislang in deutscher Sprache, demnächst auch in Englisch.
Trendforscher Gerd Gerken nannte die Musenalp-Idee in einem seiner Bücher "Consumer
Driven Company".
Der technische Start von Musenalp-Online wurde laut Beerli von der offiziellen
Schweizer Kulturstiftung "Pro Helvetia" unterstützt, als ersten Sponsor für den
weiteren Ausbau kann er heute "Pro Linguis - Sprachkurse weltweit" ankündigen.
Den größten Beitrag leisten jedoch seine Mitarbeiter und er selber durch
unbezahlte Freiwilligenarbeit.

Illegalen
Musik-Download wird es immer geben
Klagen
sollen nur Oberhoheit der Musikindustrie im Web sichern
Trotz
kostspieliger Klagen der Musikindustrie gegen Betreiber unautorisierter
Online-Tauschbörsen und Musikwebsites wird es immer illegalen Musik-Download im
Internet geben. Das räumte der Präsident der Lobby der US-Musikindustrie RIAA,
Cary Sherman, in einem Interview mit BBC Online ein. Ziel der RIAA
http://www.riaa.org sei es
lediglich, die Verbreitung von Musik im Internet unter Kontrolle zu bringen und
so das Geschäft der Industrie für die Zukunft zu sichern. Dafür müssten
Bedingungen geschaffen werden, die legalen Anbietern ein Überleben sichern.
Das Eingeständnis Shermans, illegale Online-Musikservices nie ausmerzen zu
können, kommt vor dem Hintergrund einer aktuellen Umfrage von Jupiter Research.
Demnach sind über 18 Prozent aller Breitband-User (elf Prozent der herkömmlichen
User) bereit für Musik aus dem Web zu bezahlen. Ein Jahr davor waren es 16
Prozent. Auch Mark Mulligan, Analyst bei Jupiter Research, sieht keine Chance
für die RIAA im Kampf gegen derartige Online-Services einen endgültigen Sieg zu
erreichen. KaZaA & Co müssten aus der Sicht der Industrie in den "Underground"
verdrängt werden. Die Oberhoheit über das Musikgeschäft im Internet könne jedoch
nicht nur durch Klagen erreicht werden. Die Industrie müsse legale Alternativen
anbieten, die die Konsumenten davon überzeugen, dafür zu bezahlen. Derzeit seien
auch legale Services noch in einer Experimentierphase. Die Verdrängung der
unautorisierten Musikservices würde daher ein Vakuum hinterlassen.

Musikindustrie: Piratenjagd nun auch auf Weihnachtsmärkten
RIAA will
aggressiver gegen Bootleg-Handel vorgehen
Die
Musikindustrie hat im Kampf gegen Copyright-Piraten im Internet Blut geleckt:
Nun will sie während der Weihnachtsfeiertage auch auf Flohmärkten und
Weihnachtsbasaren in Los Angeles und New York auf Piratenjagd gehen. Der Handel
mit unautorisierten Bootlegs soll so unterbunden werden, berichtet die Los
Angeles Times
http://www.latimes.com heute, Donnerstag. Außerdem plant die Recording
Industry Association of America (RIAA)
http://www.riaa.com ein
aggressiveres Vorgehen gegen die Verbreitung von Songs im Internet noch vor
ihrer Veröffentlichung.
Ziele der "Einsätze" der RIAA könnten laut LA Times auch Straßenhändler und
beliebte Plätze in Kalifornien und New York sein, an denen mit Musik gehandelt
wird. Ein Weihnachtsbummel könnte also unerwartet im Fangnetz eines "RIAA-Hunters"
enden. Gemeinsam mit der Lobby der Filmindustrie MPAA und anderen
Copyright-Inhabern will die RIAA Arbeitsgruppen zu Online-Piraterie und
Peer-to-Peer-Technologien bilden, die Strategien gegen den Strom illegaler Musik
im Web entwickeln sollen. Zudem will die RIAA erneut Druck auf Colleges und
Universitäten machen, damit dort der Download von illegalen Musikfiles gestoppt
wird.

Online-Services der Musikindustrie erfolglos
Feldzug gegen illegale Tauschbörsen stockt - Neue
Geschäftsmodelle sind gefragt
Der Feldzug der Musikindustrie gegen kostenlose Online-Musikservices wie
Morpheus oder KaZaA kommt immer mehr ins Stocken. Die Versuche durch den Launch
eigener, kostenpflichtiger Download-Services neue Kunden zu gewinnen zeigen
wenig Erfolge, berichtet der "Media Guardian"
http://media.guardian.co.uk
. Die Einnahmen aus den legalen Downloads brachten im vergangenen Jahr nicht
mehr als eine Mio. Dollar (1,15 Mio. Euro). Gleichzeitig wurden im Vorjahr mehr
als acht Mrd. Musiktitel über kostenlose Online-Services ausgetauscht. Es
scheint daher notwendig, neue Vertriebsformen, Produkte und Businessmodelle zu
entwickeln.
Die US-Musikindustrie schätzt, dass "digitale Piraterie" im vergangenen Jahr
fünf Prozent der CD-Verkäufe gekostet hat. In diesem Jahr könnten es bis zu zehn
Prozent werden. "Die digitale Revolution findet statt - aber derzeit nicht im
legalen Bereich, wo Milliarden Dollar lukriert werden könnten. Stattdessen
findet sie gratis durch Piraten-Tauschbörsen statt", zitiert der Guardian aus
einer Studie des Beratungsunternehmens OC & C Strategy Consultants
http://www.occstrategy.com
. OC & C geht davon aus, dass der digitale Vertrieb von Musik nur eine Frage der
Zeit ist. Es werde eine Explosion von Musikinhalten im Internet geben. Die CD
werde mittelfristig als Speichermedium durch Chips oder "Multi Media Cards"
ersetzt. In der Musikindustrie werde es bald Businessmodelle geben, die heute
schon in der Softwareindustrie bekannt sind: Freeware, Shareware und Commercial
Ware.
Steven Sheiner von Vivendi Universal Net USA gibt der Musikindustrie den Rat,
die Konzentration auf Piraten-Tauschbörsen zu vergessen. Stattdessen sollten die
Energien in die Entwicklung eines wirksamen und attraktiven
Online-Lieferservices gesteckt werden. "Konzentriert euch nicht auf Sicherheit.
Beschäftigt euch mit der Entwicklung von Produkten, die der Konsument will, und
die anderen Probleme werden sich von selbst lösen", wird Sheiner von der
Washington Post
http://www.washingtonpost.com zitiert. Die meisten User von illegalen
Tauschbörsen seien unzufrieden mit dem gebotenen Service. Er werde nur in
Anspruch genommen, weil er kostenlos sei. Als Möglichkeit nennt er den Verkauf
von Musikfiles als Give-aways. So könnte beispielsweise McDonalds auf seiner
Homepage eine eigene Musikabteilung haben. Jedes Mal, wenn ein Kunde z.B. sein
Menü in "Super Size bestellt, bekommt er einen Code, der ihm den Download eines
Musiktitels von der Homepage erlaubt.
Als die mächtige Record Industry Association of America (RIAA)
http://www.riaa.org gegen Napster
zu Felde zog, glaubten die Verantwortlichen der Musikindustrie nach ersten
Erfolgen, den illegalen Musiktauschbörsen im Internet einen tödlichen Schlag
versetzt zu haben. Aber nicht nur im Verfahren gegen Napster hat sich das Blatt
gewendet. Auch der illegale Download konnte durch legale Musikservices der
Musiklabels nicht eingedämmt werden. Die User weichen einfach auf eine andere
Software wie z.B. FastTrack aus. Sie wollen nicht für etwas zahlen, das sie auch
kostenlos haben können.

Frank Sinatra swingt digital
EMI relauncht alte Capitol-Platten von Frankie-Boy
EMI
http://www.emi.at legt die alten
Capitol-Platten des weltberühmten Sängers und Entertainers Frank Sinatra wieder
auf. Ab Montag, dem 4. Februar werden die wichtigsten Tondokumente aus den 50-er
Jahren wieder als CDs erhältlich sein. Die Platten "A Swingin´ Affair", "No One
Cares", "Come Dance With Me", "Come Swing With Me", "Point Of No Return", "Sings
For Only The Lonely" und "Where Are You?" werden demnächst wieder
veröffentlicht.
Für viele Kritiker, so auch den Sinatra-Biographen Will Friedwald, zählt die
Capitol-Periode zum Schaffenshöhepunkt des Sängers, der am 14. Mai 1998 im Alter
von 84 Jahren verstarb. Sinatra, der bereits in den späten 30-er Jahren eine
erfolgreiche Karriere als Sänger von Tommy Dorseys Big Band begann, erlitt in
den späten 40-er Jahren einen künstlerischen Schiffbruch. Anfang der 50-er Jahre
unterzeichnete der Sänger den Vertrag mit dem amerikanischen Plattenlabel
Capitol-Records
http://www.hollywoodandvine.com , das damals große Stars wie Nat King Cole
unter Vertrag hatte. Sinatras neues musikalisches Rezept, eingebettet in leichte
und swingende Arrangements des Posaunisten Nelson Riddle, wurde zum großen
kommerziellen Erfolg. Nelson Riddle, der in den 40-er Jahren ebenso mit Tommy
Dorsey arbeitete, verwendete bei seinen Arrangements bekannte Jazzmusiker und
verstand es gemeinsam mit Sinatra jene Konzeptalben einzuspielen, die auch immer
wieder von Jazzmusikern als musikalische Beispiele herangezogen wurden.
Diese Platten wurden damals wie Live-Konzerte im Studio aufgenommen unter
Anwesenheit aller beteiligten Musiker. "Sinatra, der ebenso wie Nelson Riddle
ein musikalischer Perfektionist war, schuf mit diesen Aufnahmen sein Lebenswerk,
das auch heute noch begeistern kann und das in seiner Subtilität bis heute
nahezu unerreicht blieb", so Friedwald. "Bei diesen Werken stimmt einfach alles,
Timing, Phrasing, das Arrangement und die Auswahl der Titel", meinte der
Berliner Musikkritiker Siegfried Schmidt-Joos, der in zahlreichen Artikeln
Sinatras Wirken beschrieb. "Sinatra hat als junger Sänger oft Jazz-Vokalisten
wie zum Beispiel Billie Holiday zugehört. Von ihr hat er die Dramaturgie seiner
Performance. Er wirkt immer echt und ungekünstelt und vermag die Gefühlsregungen
des Komponisten auszudrücken, ganz so als hätte er selbst all diese Songs
geschrieben", meinte ein Musikkritiker des Concerto-Magazins
http://www.concerto.at . "Es
gibt wenige Musiker, die so überzeugend interpretieren können, wie er."
1960 endete die Kooperation mit Capitol, da der Sänger sein eigenes
Musiklabel Reprise-Records gründete, bei dem er auch seine Freunde Dean Martin
und Sammy Davis jr. verpflichtete und jungen Künstlern wie Frank Zappa ein
Sprungbrett in die professionelle Musikwelt ermöglichte.

EMI schränkt Handel mit Klingeltönen weiter ein
Anbieter befürchten Kartell der Musiklabels
Der Musikkonzern EMI
http://www.emigroup.com hat von Mobilfunkunternehmen und Verkäufern von
Klingeltönen verlangt, die Nutzung der Musik seiner Stars als Klingeltöne zu
unterlassen. Diese Forderung entzieht Unternehmen, die sich auf das Anbieten von
downloadbaren Tönen für Mobiltelefone spezialisiert haben, eine ihrer
wichtigsten Einnahmequellen, berichtet der "Media Guardian"
http://media.guardian.co.uk
heute, Montag. Die meisten dieser Firmen haben Businesspläne, die auf dem
raschen Anbieten der neuesten Hitparadenstürmer als Klingeltöne aufbauen. EMI
hält die Rechte für populäre Stars wie Robbie Williams, Kylie Minogue, Blur und
David Bowie.
EMI hat bereits im Dezember vergangenen Jahres eine Liste von Künstlern
präsentiert, deren Musik nicht mehr als Klingeltöne angeboten werden darf (vgl.
pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=011204046 ). Damals berief sich das
Label auf die Wünsche der Künstler. Zudem hieß es, man werde keine weiteren
Rechte zurückziehen.
Es gibt bereits Spekulationen, dass EMI die Zwischenhändler aus dem Geschäft
drängen will, um die Töne selbst zu verkaufen. "EMI sagt, dass sie keinen
eigenen Klingelton-Service aufbauen wollen. Das glaube ich aber nicht", erklärt
James Winsoar, der Gründer des britischen Klingeltonanbieters Phat Tonez
http://www.tonez.co.uk . "Die
Klingeltöne, die sie zurückgezogen haben, sind alle sehr populär", so Winsoar
weiter. Unter anderem hat EMI den Verkauf der als Piepton sehr begehrten
Signation der TV-Serie "Die Simpsons" verboten. Phat Tonez wird EMI nun
boykottieren und geht davon aus, dass auch andere Anbieter das tun werden.
Unternehmen wie Phat Tonez zahlen derzeit laut Winsoar zehn Prozent des
Verkaufspreises der Töne als Lizenzgebühr an die Musiklabels.
Wenn das Vorgehen von EMI Schule macht, befürchtet Winsoar ein Kartell beim
Handel mit den begehrten Pieptönen. In diesem Fall hofft er auf das Einschreiten
der EU. Zurzeit wird nicht erwartet, dass auch andere Musikunternehmen dem
Beispiel von EMI folgen. Sie sehen das Geschäft mit Klingeltönen als Quelle für
Einnahmen aus Lizenzgebühren sowie Marketing. Sollte der Schritt von EMI aber
ein finanzieller Erfolg werden, könnte laut "Media Guardian" auch bei den
anderen Labels ein Umdenken einsetzen.

Musikindustrie kämpft weiter gegen Online-Tauschbörsen
Nach Napster geht es gegen Morpheus, Grokster und Kazaa
Die Recording Industry Association of America
http://www.riaa.org und die
Motion Picture Association of America
http://www.mpaa.org haben in Los Angeles Klage gegen drei
Online-Tauschbörsen eingereicht. Die Klagen betreffen die Dienste MusicCity
http://www.musiccity.com ,
Kazaa http://www.kazaa.com und
Grokster http://www.grokster.com
. Im Angebot dieser Portale sind copyright-geschützte Filme sowie Musik zum
Download frei erhältlich.
Der Tauschbörsenpionier Napster wurde bereits aus dem Verkehr gezogen. Jetzt
widmen sich insgesamt rund 30 Musik- und Filmunternehmen, darunter Disney,
Capitol Records und Paramount Pictures, den "Nachfolge-Piraten". Die Aussichten
auf Erfolg werden aber geringer eingeschätzt als bei der vergleichbaren Klage
gegen Napster. Die drei Tauschportale werden nämlich von einer Software des
niederländischen Providers FastTrack betrieben. Der Sitz der Grokster Ltd. ist
auf der Karibikinsel Nevis. Lediglich MusicCity, das Unternehmen hinter Morheus,
hat seinen Sitz im US-Bundesstaat Tennessee. Die Zugriffsmöglichkeiten der
US-Justiz und somit die Erfolgsaussichten einer Klage sind hier am besten.
Erschwerend kommt hinzu, dass selbst bei einer Abschaltung der Dienste der
Tausch vermutlich weitergehen wird. Die neue Generation der Tausch-Software
kommt anders als etwa bei Napster ohne zentralen Rechner aus, das heißt die
bisherigen Nutzer könnten auch ohne die Dienste weiter Dateien untereinander
austauschen. Allein im Download-Bereich des Informationsdienstes Cnet wurde die
Software, die bei MusicCity Morpheus und bei Kazaa MediaDesktop heißt, 35
Millionen Mal heruntergeladen.
In der Klage heißt es, die Napster-Nachfolger "haben einen Piraten-Basar des
21. Jahrhunderts geschaffen". Dieser Entwicklung könne man angesichts des
rasanten Fortschreitens von Datentransfertechniken im Internet nicht tatenlos
zusehen, meinten Vertreter der Musikindustrie. Zudem sei der Aufbau legaler,
aber kostenpflichtiger Tauschportale behindert. Die neuen Tauschportale bieten
im Gegensatz zu Napster nicht nur die Möglichkeit neueste Musikerscheinungen,
sondern auch Filme in voller Länge zu laden.
Napster hat seinen kostenlosen Service im Juli nach einer ähnlichen Klage
eingestellt. Nachdem der Bertelsmann-Konzern Napster übernommen hat (vgl.
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010925021 ), soll die Mutter aller
Tauschbörsen Ende des Jahres mit einem legalen Tauschservice starten.

Österreichische Musiker besorgt über Arbeitsmöglichkeiten
Offener Brief an Bundeskanzler Schüssel
In einem offenen Brief an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel kritisieren
heimische Musikschaffende heute, Montag, eine zunehmende Beschneidung der
Arbeitsmöglichkeiten in Österreich. Nur jede siebente CD, die im ORF gespielt
werde, komme aus österreichischer Produktion. Ein Wertschöpfungspotenzial von 30
Mrd. Schilling jährlich werde an das Ausland verschenkt. In dem von Peter Paul
Skrepek, Obmann der Musikergilde
http://www.musikergilde.at/
, formulierten Brief, wird Schüssel um ein Gespräch mit einer Abordnung der
Musikschaffenden gebeten. Dabei sollen Vorschläge erörtert werden, wie die
Forderung im neuen Rundfunkgesetz, "dem Publikum das kreative Potenzial
Österreichs zu präsentieren", auch zum Vorteil der heimischen Kreativindustrie
umzusetzen sei. 350 Musiker verschiedenster Stilrichtungen haben den offenen
Brief bereits unterzeichnet.
Ein großer Teil der österreischichen Musikszene sieht sich demnach "sowohl
von den großen Schallplattenfirmen als auch vom ORF und in seinem Gefolge auch
von privaten Radiosendern boykottiert". Die AKM-Sendezeitstatistik weise einen
ständig sinkenden Anteil heimischer Musikproduktion im ORF-Hörfunk aus. Nur mehr
jede siebente österreichische CD werde gespielt, der europäische
Durchschnittwert liege bei 40 Prozent.
"Durch die kontinuierliche Missachtung der österreichischen Musik im Radio
werden österreichische Musikschaffende vom größten Schaufenster und damit vom
heimischen Markt ausgeschlossen", kritisiert Skrepek. Kurzfristig bedeute das
weniger Arbeit für die Musikschaffenden, mittelfristig betreffe diese Politik
die österreichische Musikwirtschaft als Ganzes und gefährde auch "die Musik als
Imagefaktor".
Skrepek ist außer Obmann der Musikergilde auch Präsident der
Musikergewerkschaft und neu in den Publikumsrat des ORF nominiert. Die Liste der
Personen, die den Brief unterschrieben haben, darunter etwa Georg Danzer, Erich
Kleinschuster, Rainhard Fendrich und Georg Kreisler, ist auf der Website der
Musikergilde abrufbar.

Lieblingsmusik mit Sex vergleichbar
Schöne Songs aktivieren gleiche Kopf-Regionen wie eine
Liebesnacht
Lieblingssongs stimulieren die gleichen Kopf-Regionen wie gutes Essen oder
Sex. Das ergaben Forschungen am Massachusetts General Hospitals
http://www.massgeneral.org
. Die Wissenschaftler untersuchten die Gehirnaktivität von Musikern vor der
Geräuschkulisse des dritten Klavierkonzerts von Rachmaninow. Die Messung
erfolgte mit Hilfe der Positronen Emissions-Tomografie (PET), um zu erkennen,
welche Gehirnregionen von welchen Klängen stimuliert werden.
Im Rahmen der Studie spielte die Neurologin Anne Blood zehn Musikern 90
Sekunden lang das klassische Musikstück vor. Laut Angaben der Probanden lief
ihnen ein angenehmer Schauer über den Rücken. Zur Kontrolle mussten sich die
Musiker auch Sequenzen unterziehen, die sie nicht sonderlich berührten, so die
Forscherin im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS)
http://www.pnas.org . Laut Blood
tritt dieser neuronale Effekt des Wohlfühlens nicht nur bei der Kombination
Klassik und Musiker auf, sondern auch bei jenen Menschen, die ihre
Lieblingssongs hören. "Schöne Musikstücke aktivieren viele der Gehirnstrukturen,
die auch bei gutem Essen oder anderen Gefühlen einer starken Durchblutung
unterliegen", erklärte Blood. Einer wichtigen Rolle komme dabei wahrscheinlich
dem dopaminergen System zu, das schon aus anderen Versuchen als
"Belohnungssystem" bekannt ist.
Das zugrunde liegende System ist allerdings nicht neu, sondern
entwicklungsgeschichtlich überlebenswichtig. Die Neurologin hält die gesteigerte
Aktivität des ursprünglichen Belohnungssystems durch Musik für eine
Weiterentwicklung des Gehirns. Dabei ist die menschliche Wahrnehmung mit den
alten lebensnotwendigen Gehirnstrukturen verknüpft. So sei zwar Musik nicht
lebensnotwendig, aber für die Psyche des Menschen sehr wichtig.

Absolut Vodka startet Plattencover Revival
70er Jahre Kunstform als Imagepflege
Die
Absolut Company
http://www.absolut.com hat mit der aktuellen Print-Kampagne "Absolute Album
Covers" der Edelspirituose Absolut Vodka eine Hommage an die alte Kunstform des
Plattencovers gestartet. Das Tochterunternehmen der staatlichen V & S Spirit AB
fügt damit der altbekannten Beziehung Sex, Drugs and Rock´n´Roll einen kreativen
neuen Aspekt hinzu.
Die Print-Kampagne beginnt in der Ausgabe des Rolling Stone Magazine vom 13.
September mit dem Sujet Absolut Bowie. Weitere Sujets wie Absolut Underground,
Absolut Miles, etc. erscheinen in den Folgemonaten. Die künstlerische Gestaltung
der 31 x 31 Zentimeter großen Plattenhülle spielt seit den Anfängen der LP eine
ähnlich wichtige Rolle wie die Musik selbst. Seit dem Siegeszug der CD ist das
Plattencover eine aussterbende Kunstform, deren sich die Marke Absolut Vodka nun
effektvoll bedient.
"Absolut" verändert die ausgewählten Bilder nicht wesentlich, sondern baut
nur die typische Flaschenform ihres Produktes in die Kunstwerke ein. Die
Kampagne stellt eine Fortsetzung vorangegangener unkonventioneller
Werbestrategien des schwedischen Spirituosenherstellers dar, mit der er
versucht, den 70er Jahre Slogan "Sex, Drugs and Rock´n´Roll" für sich zu
vereinnahmen. Die einzelnen Sujets können auf der Seite der PR-Agentur Pro&Co
http://www.proco.at
heruntergeladen werden.

Madonna verschenkt Musik im Internet
"Amazing" bis 1. September gratis downloadbar
Das Musikportal Phonokomm.de
http://www.phonokomm.de bietet bis zum 1. September 2001 Madonnas neue
Single "Amazing" zum kostenlosen Download an. Phonokomm, ein Partner von
Madonnas offizeller Web-Site,
http://www.madonnamusic.com holte vorab die Zustimmung der Künstlerin ein.
Das Musik-File, das im ".wma"-Format gespeichert wird, kann allerdings nur
fünfmal abgespielt werden. Um in den Genuß der Gratismusik zu kommen, muss man
Vor- und Nachnahme sowie seine E-Mail-Adresse angeben. Der Erhalt eines
Newsletters wird angeboten, kann aber abgelehnt werden. Im vergangenen Herbst
hatten Warner und Maverick sogar die gesamten zehn Tracks des Madonna-Album
"Music" im Quicktime-Format ins Internet gestellt.

phonokomm2001 startet am 1. August im Web
Virtuelle Musikmesse im Rahmen der Popkomm.
Am 1. August startet die virtuelle Musikmesse phonokomm http://www.phonokomm.de
zum zweiten Mal. 31 Tage lang präsentiert sich die gesamte deutsche
Musikindustrie mit ihren Partnern und Künstlern online. Derzeit sind 79
Aussteller angemeldet, teilten die Veranstalter am Dienstag auf einer
Pressekonferenz zur Popkomm. http://www.popkomm.de
mit.
Die User sollen einen Überblick über aktuelle Online-Projekte aus der
Musikindustrie erhalten. Auf der gemeinsamen Aktionsplattform wird das digitale
Leistungsspektrum der Musikbranche gebündelt. Hinzu kommen Hintergrund-Infos,
Live-Web-Events, Chats mit den Stars und eigens für die phonokomm produzierte
Aktionen.
Einige Höhepunkte der virtuellen Messe sind laut Veranstalter Downloads der
neuen No-Angels-Single, von BAP, Björk, Busta Rhymes, Emma Bunton, Oomph! und
von O-Town. "Die Musikwirtschaft ist im Netz hoch präsent", erklärte
Martin Schäfer, der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Phonographischen
Wirtschaft e.V.. "Die phonokomm bündelt diese Präsenz und stellt Höhepunkte
der Branche online vor."
Die phonokomm2001 ist eine Initiative des Bundesverbandes der
phonographischen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit PopOnline und Popkomm. Die
phonokomm2001 wird unterstützt von den Musiksendern MTV und Viva, SAT.1 Online
und Flyer.
Die Musikmesse Popkomm. findet in diesem Jahr zum 13. Mal statt. Vom 16. bis
zum 18. August bietet die Veranstaltung eine Präsentations- und
Kommunikationsplattform für die internationale Musik- und Entertainmentbranche.
Bislang haben sich 779 Aussteller aus 32 Ländern angemeldet. Erstmals sind Stände
aus Mexiko, Kamerun und Israel dabei. Auf 15 Länderständen präsentieren sich
darüber hinaus 290 Labels, Verlage und Unternehmen.
Im Popkomm.Kongress werden mehr als 140 internationale Referenten die
aktuellsten Veränderungen und Entwicklungen in der Musik- und Entertainmentwelt
darstellen und diskutieren. Auf dem Popkomm.Festival werden darüber hinaus
Top-Acts wie Die Sterne, DJ Hell, Ferris MC, Manu Chao, Modjo, Slut, Sven Väth
erwartet.
Ein Höhepunkt wird die Keynote von Vivendi Universal-Chef Jean Marie Messier
unter dem Titel "Business models digital" am Freitag, dem 17. August,
sein. "Die im Markt derzeit bestehenden Wege und Optionen in der Musik- und
Entertainmentindustrie werden im Rahmen der Popkomm. dargestellt", erklärte
Uli Großmaas, Geschäftsführer der Musik Komm. GmbH.

Musikindustrie fordert Reform des Urheberrechts
Starker Umsatzrückgang beim CD-Verkauf
Vertreter der Musikindustrie haben zur Eröffnung der Popkomm
http://www.popkomm.de am
Donnerstag schärfere Gesetze zum Schutz des Urheberrechts gefordert. Der Umsatz
beim CD-Verkauf ist im ersten Halbjahr um fast elf Prozent zurückgegangen. Die
Musikindustrie macht vor allem das illegale CD-Brennen dafür verantwortlich.
"Die Summe aus den bespielten CD-Rohlingen sowie den Downloads des
vergangenen Jahres entsprecht in etwa einem Umsatz von 3,3 Mrd. Mark", sagte
Thomas M. Stein, Vorsitzender des Bundesverbandes der Phonographischen
Wirtschaft (IFPI) http://www.ifpi.de
und Präsident der Bertelsmann Music Group Europa
http://www.bmg.com . Politikern
wie der Bundesjustizministerin warf er mangelnde Unterstützung vor, man dürfe
sich jetzt nicht über einen Stellenabbau in der Branche wundern.
"Kopiert wird nicht, weil die Leute den Wert von Musik nicht erkennen,
sondern ganz einfach deshalb, weil es möglich ist", so Schmidt. Andere Branchen
würden ebenfalls darüber nachdenken, Gebühren für ihre Internet-Angebote zu
verlangen. Bei der anstehenden Umsetzung der EU-Richtlinien zum Urheberrecht
erwarte Schmidt Maßnahmen. Die europäische Musikbranche müsse sich außerdem
gemeinsam entwickeln, um mit nordamerikanischen Labels konkurrieren zu können.
Es gebe keinen Grund, sich hinter Amerika zu verstecken.
Auch Martin Schäfer, Geschäftsführer der IFPI, fordert auf der
Popkomm-Website dazu auf, "das Problem des unkontrollierten Kopierens" zu lösen.
"Wir wollen die heimische Kopie technisch kontrollieren können. Wir wollen
pauschale Vergütungen erhalten, wo eine technische Kontrolle mit individueller
Vergütungsmöglichkeit noch nicht möglich ist." Er denke dabei an ein System wie
beim Handy - mit Vertragsbindung oder einer "Prepaid Card" (Siehe auch
pte-Meldung
http://www.pressetext.com/show.php?pte=010815015 ).

Führende Musikportale wollen fusionieren
Vitaminic will Peoplesound zu 100 Prozent übernehmen
Das italienische Online-Musikportal Vitaminic SpA http://www.vitaminic.it/
will die britische Download-Plattform Peoplesound Peoplesound übernehmen. Im
Rahmen eines Vorvertrags wurde die Akquisition von 100 Prozent des in London ansässigen
Unternehmens unterzeichnet. Die Übernahme erfolgt über eine alle Aktien
umfassende Transaktion mit einem Gesamtvolumen von etwa 34 Mio. Euro und
entspricht damit dem derzeitigen Vitaminic-Börsenwert. Der endgültige Vertrag
soll innerhalb von 45 Tagen unterzeichnet werden. Dies teilten die beiden
Unternehmen in einer Aussendung mit.
Die Peoplesound-Aktionäre erhalten nach einer Kapitalerhöhung insgesamt 1,3
Mio neuer Vitaminic-Aktien und werden danach etwa 19 Prozent des Aktienkapitals
von Vitaminic besitzen. Die Hauptinvestoren von Peoplesound.com sind Europ@web http://www.europatweb.com/us/index.asp
, Sonera Corporation, Ladybird Capital und Zouk Ventures.
Die Geschäftsführer von Vitaminic und Peoplesound haben gemeinsam einen
Integrationsplan erarbeitet, der die Strukturen der beiden Unternehmen zusammenführt,
Kosten rationalisiert und gemeinsame Einnahmequellen erschließt. Peoplesound,
eine europaweit agierende Download-Website für qualitativ hochwertige Musik von
neuen und aufstrebenden Künstlern, ist das führende Unternehmen für digitale
Musik im Schlüsselmarkt Großbritannien. Anfang dieses Jahres hat Vitaminic die
IUMA Inc. (Internet Underground Music Archive) übernommen, eine der führenden
amerikanischen Künstler-Plattformen im Internet und wurde so zum zweitgrößten
Künstler Portal im Internet weltweit. Seit März 2001 bietet Vitaminic mit dem
"Vitaminic Music Club" Europas ersten Online-Abonnement-Dienst für
digitale Musik an.
http://de.peoplesound.com/index.htm
http://www.vitaminic.de/

Universal-Musikdienst geht im Sommer online
"Duet" in "Pressplay" umbenannt
Die Musikkonzerne Sony http://www.sonymusic.com
und Vivendi-Universal http://www.vivendi.com
haben ihre geplante Musiktauschbörse "Duet" in "Pressplay"
umbenannt und ein Managementteam vorgestellt. Dies gaben die Unternehmen
Montagabend in Los Angeles bekannt. "Der Name soll die einfache
Handhabung symobilsieren", so der ernannte Geschäftsführer Andy Schuon.
Er war zuvor zuständig für Universals Online-Recordlabel Jimmy and Dougs
Farmclub.com. Ihm zur Seite als zweiter Geschäftsführer steht Michael Bebel,
der seit 1998 als Vizepräsident für die E-Commerce-Tochter eLabs tätig war.
Der Start von Pressplay ist für Ende des Sommers vorgesehen.
Kritiker bezweifeln jedoch, dass der genannte Starttermin eingehalten
werden könne, da der technische Hintergrund fehle. "Wir führen mehrere
Gespräche mit möglichen technischen Partnern, ohne uns dabei von einer
bestimmten Technologie abhängig zu machen", sagte Schuon. Das Service
werde sowohl Streaming Music als auch Downloads ermöglichen. Über Preise
wurde bislang noch nichts bekannt. 70 Angestellte sollen an den Standorten Los
Angeles und New York Beschäftigung finden.
Meldungen, wonach Pressplay nach einer bereits beschlossenen Kooperation
mit Yahoo nun auch mit Microsoft verhandle, wollten die beiden
Verantwortlichen nicht bestätigen. Gespräche mit anderen Plattenlabels
werden aber weiterhin geführt, um auch deren Angebot ins Repertoire aufnehmen
zu können.

Napster muss Angebot einschränken
US-Gericht stoppt Tausch von urheberrechtlich geschütztem
Material
Die Internet-Musiktauschbörse Napster http://www.napster.com
muss ihr Angebot einschränken. Dies hat ein US-Berufungsgericht in San
Francisco heute, Montag, entschieden. Demnach dürfen keine Musikfiles mehr
angeboten werden, die urheberrechtlich geschützt sind. Napster ermuntere
wissentlich User, Musik herunterzuladen und dadurch finanzielle Vorteile zu
erlangen. Die Tauschbörse könne daher für die Verletzung von Urheberrechten
verantwortlich gemacht werden, so das Gericht in der Begründung. Damit wurde
ein Urteil vom Juli 2000 bestätigt, das auf Antrag der Musikindustrie erging,
später auf Antrag von Napster aber wieder aufgehoben wurde.
Jedoch, so schränkten die drei Bundesrichter in ihrer Urteilsfindung ein,
sei das Gericht damals zu weit gegangen und müsse nun seine Entscheidung überarbeiten.
Nun muss Napster eine Lösung finden, wie urheberrechtlich geschütztes Material
nicht mehr getauscht werden kann. Für den Verband der US-Musikindustrie (RIAA)
war die Entscheidung ein klarer Sieg. "Das Gericht hat in jedem Punkt
unserem Antrag Recht gegeben", so RIAA-Vorsitzende Hilary Rosen. Wann das
Urteil umgesetzt werden muss, ließen die Richter offen.
Die Musikkonzerne Sony, Warner, BMG, EMI und Universal hatten das
kalifornische Unternehmen verklagt und ihm den illegalen Vertrieb von
urheberrechtlich geschützten Musikwerken vorgeworfen. Um der drohenden Schließung
zu entgehen, ging die Tauschbörse im Herbst vergangenen Jahres eine Allianz mit
dem Bertelsmann-Konzern ein. Daraufhin zog Bertelsmann Music Group (BMG) unter
der Auflage, Napster in ein Abonnement-System zu verwandeln, die Klage zurück.
Von den Einkünften sollen Urheberrechtsgebühren an die Copyright-Inhaber
gezahlt werden.
Das 58-seitge Urteil ist entweder unter http://www.ce9.uscourts.gov/
oder unter http://a388.g.akamai.net/f/388/21/1d/www.cnn.com/LAW/library/documents/napster/napsterop0212.pdf
als pdf-File abrufbar.

Wieder Napster-User gesperrt
Unveröffentlichte Songs von "Rage Against The Machine"
können nicht getauscht werden
Erneut sind User vom Web-Musiktauschdienst Napster http://www.naspter.com
ausgeschlossen worden. All jene, die Songs aus dem in sieben Tage erscheinenden
Album "Renegades" der Gruppe "Rage Against The Machine"
anbieten, werden automatisch auf eine Seite umgeleitet, auf der den Nutzern
unterstellt wird, potenzielle Raubkopierer zu sein. Gleichzeitig wird der
Zutritt so lange gesperrt, bis der Nutzer eine eidesstattliche Erklärung
abgibt, unschuldig zu sein. Ein diesbezügliches Formular wird auf der Seite
angeboten.
Die betroffene Band "Rage Against The Machine" beteuert, nichts von
dieser Aktion gewusst zu haben. Auf der Website der Band entschuldigt sich der
Gitarrist der Gruppe, Tom Morello, bei den Fans: "Dieser Schritt gegen die
Rage-Fans wurde völlig einseitig von unserem neuen Management entschieden.
Nachdem ich von diesem schrecklichen Fehler informiert wurde, habe ich umgehend
mit meinem Management und der Platten-Firma telefoniert, um zu sehen, was wir
tun können, um die Accounts unserer Fans so schnell wie möglich wieder
herzustellen." http://ultimate.infopop.com/~rageagainst/ubb/Forum19/HTML/000009.html
In seinem Eintrag führt der Musiker zwei Alternativsites an, über die die
neuen Songs heruntergeladen werden könnten, doch sind diese mittlerweile
inaktiv.
Der Ausschluss der Fans überraschte diese umso mehr, da sich die Gruppe in
früheren Interviews des öfteren positiv über Napster geäußert hatte. Das
Problem dürfte bei der Plattenfirma Epic liegen, die zur Sony Music Group gehört.
Sony gehört mit zu jenen Unternehmen, die Napster aufgrund
Urheberrechtsschutz-Verletzungen verklagt haben.
