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Fritz Grünbaum "Grüß mich Gott!"
Fritz Grünbaum war der vielleicht bedeutendste österreichische
Kabarettist der Zwischenkriegszeit, war Operetten-, Revue- und
Drehbuchautor, Bühnen- und Filmschauspieler und nicht zuletzt angesehener
Kunstsammler. Auf Grund der Streitigkeiten um die ungeklärten
Besitzverhältnisse der in den USA beschlagnahmten Schiele-Bilder aus seinem
Nachlass geriet Grünbaum 1998 posthum in die Schlagzeilen der Weltpresse.
Die wichtigsten Stationen seines Lebens sind zugleich die Eckpunkte der
Ausstellung im Österreichischen Theatermuseum: Brünn, Wien, Berlin -
Buchenwald und Dachau.
Grünbaums Lebensweg begann im Jahre 1880 in der mährischen Hauptstadt
Brünn. 1899 ging er nach Wien, um Jus zu studieren, wurde aber bald für das
Kabarett entdeckt und entwickelte sich zu einer jener
Künstlerpersönlichkeiten, die, aus Mähren kommend, in den europäischen
Metropolen für Furore sorgten und dort mit ihrem typischen Idiom die Bühnen
von Kabarett bis Oper prägten.
In den Jahren 1931 und 1932 wirkte Fritz Grünbaum überdies in zehn
Tonfilmen als Schauspieler und Drehbuchautor mit. Sein Werk umfasst
unzählige Kabaretttexte sowie mehr als 100 Schlagertexte und Libretti zu
über 40 Operetten, darunter Leo Falls DOLLARPRINZESSIN und Emmerich Kálmáns
ZIGEUNERPRIMAS.
Fritz Grünbaum, nicht nur genialer Komiker, sondern auch politisch
engagierter Österreicher, entging der nationalsozialistischen Verfolgung
nicht. Sein Leben endete 1941 im Konzentrationslager Dachau.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr

Wien Museum: Erinnerung an John F.
Kennedy
Ein interessantes Stück Zeitgeschichte präsentiert das Wien Museum
mit der Schau "John F. Kennedy" (27.1. bis 24.4.) bzw. mit dem
Spezialkapitel über das Wiener Treffen von US-Präsident Kennedy und Nikita
Chrustschow, welches vom 2. bis 4. Juni 1961 stattfand. Im Rahmen eines
Mediengespräches am Mittwoch stellte WienMuseum-Direktor Wolfgang Kos, die
zusammen mit Deutschen Historischen Museum konzipiert wurde, Ausstellung
vor. Die Schau versucht sämtliche Facetten der "Ära Kennedy" zu
berücksichtigen. Schwerpunkt ist auch die bis heute anhaltende Wirkungsmacht
dieses damals 43jährigen, im Gegensatz zu vielen anderen Staatsmännern, sehr
jungen US-Präsidenten, der am 22.11.1963 in Dallas ermordet wurde.
Filmdokumente, Beispiele aus der Populärkultur, aber auch die rote Couch,
auf der Chrustschow und Kennedy bei ihrem Treffen in Wien Platz nahmen,
Erinnerungen von Zeitzeugen, Medienberichte, und - im Foyer - das
seinerzeitige Auto, mit dem die Kennedys durch Wien gefahren wurden, ergeben
in Summe einen guten Einblick in die damalige Zeit. Weiters erinnert die
Ausstellung auch daran, dass mit diesem Treffen in Wien, im neutralen
Österreich, die Zweite Republik erstmals wieder auf der internationalen
Ebene präsent war. Übrigens:
Die Ergebnisse des Treffens der beiden Spitzenpolitiker fielen äußerst mager
aus.
Die Schau wurde von Andreas Etges, Michaela Lininger und Monika Sommer
kuratiert. Die an die 50er, 60er Jahre erinnernde Ausstellungsarchitekur
stammt von der Gruppe "RAHM", die Grafik von "PUR PUR". Für die Schau wurden
zwei Kataloge konzipiert.
o "John F. Kennedy"
27.1. bis 24.405
Wien Museum
Karlsplatz(4., Karlsplatz)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag+Feiertag: 9.00 bis
18.00 Uhr, Mittwoch: 9.00 bis 20.00 Uhr
Am Freitag ist der Eintritt zwischen 9.00 und 12.00 Uhr frei.
Nähere Infos unter Tel.: 505 87 47-0
www.wienmuseum.at/

Österreichischer Museumspreis 2005
ausgeschrieben
Für das Jahr 2005 ist vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft
und Kultur als Auszeichnung für besondere Leistungen eines individuellen
Museums wieder der Österreichische Museumspreis ausgeschrieben. Alle zwei
Jahre erhalten drei österreichische Museen diese Auszeichnung in den Sparten
Haupt-, Förderungs- und Würdigungspreis.
Der Österreichische Museumspreis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert.
Davon entfallen auf den Hauptpreis 20.000 Euro, auf den Förderungspreis
10.000 Euro und auf den Würdigungspreis 5.000 Euro. Die Geldsumme wird an
die Museumsleitungen überwiesen und ist zweckgebunden für Belange der Museen
zu verwenden.
Als Bewertungskriterien gelten die Originalität der dem Museum zugrunde
liegenden Idee (Leitbild, Sammelkonzept); der Erhaltungszustand der
Sammlungsbestände; die ausstellungstechnische Umsetzung und
Gesamtatmosphäre; Intensität, Kreativität und Einfallsreichtum der gesamten
Vermittlungsarbeit; die Umsetzung eines adäquaten sammlungsbezogenen
Sicherheitskonzepts ("safety und security"); die wissenschaftliche
Aufarbeitung sowie die Verhältnismäßigkeit der aufgewendeten Mittel.
Die genaue Ausschreibung und das Bewerbungsblatt sind unter
www.bmbwk.gv.at/museumspreis abrufbar. Einreichungen sind bis spätestens
31. März 2005 an das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur,
Abt. IV/4, 1014 Wien, Minoritenplatz 5, zu richten. Nähere Informationen
unter Telefon 01/531 20-3612, Dr. Silvia Adamek, e-mail
silvia.adamek@bmbwk.gv.at.

Leichensärge und Miniaturfriedhöfe:
Das Wiener Bestattungsmuseum
Der Wiener hat bekannter Weise eine besondere Beziehung zu "seinen"
Toten. Was würde da besser passen, rund um Allerheiligen - Allerseelen das
Wiener Bestattungsmuseum zu besuchen. Auf über 300 Quadratmeter wird die
Geschichte des Friedhofs- und Bestattungswesen präsentiert und interessante,
historische Museumsstücke ausgestellt. Auch einen Souvenirshop gibt es. Das
Museum hat Montag bis Freitag (werktags) von 12.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist kostenlos. Um telefonische Voranmeldung unter 501 95/0 wird
gebeten.
Vom Herzstich bis zum Kranz
Seit 1967 gibt es das Wiener Bestattungsmuseum. Sogar eine eigene
Museumsbibliothek und ein Archiv mit fast 3000 Bänden ist angeschlossen. In
den Führungen werden die BesucherInnen nicht nur in alte Bestattungsritualen
eingeweiht. Auch die Entwicklung der verschiedenen Brauchtümer wird an Hand
von zahlreichen Ausstellungsstücken gezeigt. So ist etwa ein Stilett von
1900 zu sehen, dass von Ärzten zu Herzstichen gebraucht wurde. Diese heute
seltsam anmutende Methode war durchaus üblich. Viele Menschen wollten nach
dem Tod sicherheitshalber "ärztlich" erstochen werden, um die Möglichkeit
des "Lebendig-begraben-werdens" kategorisch ausschließen zu können. Neben
solchen "gruseligen" Exponaten sind auch Kerzenleuchter, historische Kränze
oder monarchische Grabbeigaben zu bestaunen und geben so über verschiedene
Bestattungsepochen Aufschluss.
Leichenwagen - Souvenir für zu Hause
Wer ein Andenken an einen spannenden Museumsbesuch sein eigen nennen
möchte, für den ist der Museumsshop genau das Richtige. Das eine oder andere
Souvenir könnte sich auch für ein "Halloween - Mitbringsel" eignen. So
werden etwa nicht nur Bücher über die Geschichte der Friedhöfe,
Ansichtskarten, CD's, Videos sondern auch Modellautos von Leichenwagen,
Modellsärge oder ein Miniaturfriedhof zum selber Basteln angeboten.
Das Museum hat Montag bis Freitag (werktags) von 12.00 bis 15.00 Uhr
geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Um telefonische Voranmeldung unter 501
95/0 wird gebeten.

Das Leopold Museum zeigt Goya
Das Leopold Museum Wien zeigt vom 4. Juni bis 20. September 2004 das
gewaltige grafische Werk des spanischen Künstlers Francisco de Goya. Rudolf
Leopold präsentiert die fünf vollständig erhaltenen Radier-Folgen
"Radierungen nach Velazquez", "Los Caprichos", "Los Desastres de la Guerra",
"La Tauromaquia" und "Los Disparates" mit rund 300 Blättern in den sehr
seltenen Erstausgaben.
Ursprünglich war eine gemeinsame Präsentation der Werke Goyas vorgesehen:
Die Gemälde im Kunsthistorischen Museum und die grafischen Arbeiten im
Leopold Museum. Aufgrund von Terminverschiebungen kann die Präsentation
jedoch nicht gemeinsam erfolgen. In Absprache und im Einvernehmen mit
Wilfried Seipel zeigt Rudolf Leopold nun wie ursprünglich geplant im Sommer
dieses Jahres die grafischen Zyklen.
Ein erfreuliches musikalisches Pendant zur Goya-Schau im Leopold Museum
ist mit der österreichischen Erstaufführung der Oper "GOYA" im Rahmen des
Festivals KlangBogen Wien 2004 ab 19. Juli im Theater an der Wien gegeben.
Der spanische Startenor Plácido Domingo singt die Titelrolle des Don
Francisco de Goya y Lucientes, die ihm der amerikanische Opernkomponist Gian
Carlo Menotti in Anlehnung an den Belcanto des 19. Jahrhunderts auf den Leib
schrieb. Weitere Informationen unter
www.klangbogen.at
Francisco de Goya (1746-1828) ist Maler und Grafiker von universalem Rang
und gilt zurecht als der bedeutendste spanische Künstler des 18.
Jahrhunderts. Rudolf Leopold: "Von Goya gingen entscheidende Impulse auf Max
Klinger, auf den in unserem Museum so hervorragend vertretenen Alfred Kubin
sowie auf James Ensor aus, und schließlich auch noch auf surrealistische
Künstler."
Goyas herausragendes Werk zeichnet sich durch ein hohes Maß an
Originalität, Emotionalität und künstlerischer Freiheit aus. Dies trifft
besonders auf seine Grafik-Zyklen zu, die in der Zeit von 1778 bis ca. 1824
entstanden sind.
Vom Geiste der historischen Umwälzungen des späten 18. und frühen 19.
Jahrhunderts inspiriert, schuf Goya diese zum größten Teil politischen und
gesellschaftskritischen Blätter mit oft gnadenlos ironischer und anklagender
Intension. Goyas Ruf als Wegbereiter der Moderne liegt zum einen im Wandel
der Themen und Inhalte begründet. Zum anderen betrat er hinsichtlich der
angewandten Techniken Neuland. In den großen grafischen Zyklen erhob Goya
die Aquatinta-Technik zum bildgestalterischen Mittel und erzielte damit
einzigartige malerische Effekte und räumliche Wirkungen.
Goya schuf die grafischen Zyklen in einer zweiten Schaffensphase, in der
er sich von der höfischen Welt zurückzog. Krankheit und Ertaubung trugen zur
Verinnerlichung bei.
Die Welt des Traumes, des Unbewussten und Phantastischen halten Einzug in
sein grafisches Schaffen. So werden die Grausamkeit des Krieges in "Los
Desastres de la Guerra" sowie die menschliche Dummheit und Eitelkeit in "Los
Caprichos" und "Los Disparates" in einer überhöhten, expressiven
Darstellungsweise geschildert, die künstlerisch brillant und zugleich
zutiefst erschütternd ist. Weitere Informationen unter
www.leopoldmuseum.org
Ausstellungstitel: FRANCISCO DE GOYA. Die grafischen Zyklen.
Ausstellungsort: LEOPOLD MUSEUM, Museumsplatz 1 im MQ, 1070 Wien
Ausstellungsdauer: 4.06.2004 - 20.09.2004

"Sternschnuppen-Advent" im
Historischen Museum
Das Historische Museum der Stadt Wien lädt unter dem Titel
"Sternschnuppen-Advent" Kinder ab 5 Jahren an den Adventsonntagen - 1.,8.,15.
und 22. Dezember, jeweils 15 Uhr - zu eigenen Führungen durch die Ausstellung
"Armut", die zur Zeit zu sehen ist.
Sternschnuppen symbolisieren ja auch Hoffnungen , Wünsche, das Adventprogramm
soll die Kinder an auch jene erinnern, deren Wunschlisten niemals Realität
werden können. Die Führungen werden jeweils von einem Musikprogramm begleitet,
die Teilnahme für die Kinder ist frei.
Zwtl.: Den Meistern über die Schulter geschaut
Am Sonntag, 1. Dezember, von 10 bis 15 Uhr, kann man im Uhrenmuseum der Stadt
Wien, 1010, Schulhof 2, sozusagen auch den "Meistern über die Schulter
schauen". Im Rahmen von Führungen ist vieles über Uhren zu erfahren, es gibt
Antworten auf alle möglichen Fragen wie "Wieso erzeugt das Rostpendel keinen
Rost?" oder "Was macht der Anker in der Uhr?".
Der Eintritt für die gesamte Familie (maximal zwei Erwachsene und Kinder) ist
frei.

MAK NITE 03/02 - Programm März
2002
Dienstag, 5. März 2002
21.00 Uhr: mic à MAK: Im Trockenraum 2.5. Ein Kopfhörerkonzert
mit 100 Kopfhörern.
Die Musiker und Komponisten Josef Klammer und Seppo Gründler gestalten im
Rahmen der MAK NITE eine Raumklang-Simulation für die Säulenhalle des MAK. Der
Raum und seine akustischen Besonderheiten werden vermessen und digital
"nachgebaut". Die variierenden Klangentwicklungen an den verschiedenen Punkten
in der Säulenhalle werden mittels digitaler Erfassung direkt über die
Kopfhörer vom Publikum wahrgenommen, unabhängig vom jeweiligen Standort im
Raum. Die Künstler nützen die Möglichkeit, die Zuhörer akustisch an jede
beliebige Stelle im dreidimensionalen Koordinatensystem zu schicken. Die vom
Publikum durch Bewegungen in der Säulenhalle produzierten Geräusche sind das
Basismaterial zur Klangkreation. Eine akustische Raumreise abseits der
Frontalbeschallungsguckkästen
MAK-Säulenhalle, Stubenring 5, Wien 1,
Eintritt Euro 6,60 /ermäßigt Euro 3,30
Dienstag, 12. März 2002
20.00 Uhr: Ausstellungseröffnung: Maria Hahnenkamp: Transparency
Ausstellungsdauer: 13.03. - 05.05.2002
Die österreichische Künstlerin Maria Hahnenkamp setzt sich in ihrer Arbeit
intensiv mit dem Bild der Frau und den gesellschaftlichen Projektionen von
Weiblichkeit auseinander, die sie als Realitätsmomente mit Hilfe
unterschiedlicher Medien einer vielschichtigen kritischen Analyse unterzieht.
In ihrer konsequenten Untersuchung heutiger Wahrnehmungssysteme bezieht Maria
Hahnenkamp den jeweiligen Präsentationsort in ihre Arbeit mit ein und
inszeniert Räume, in denen mehr als nur das Auge des Betrachters gefordert
wird.
MAK-Galerie, Stubenring 5, Wien 1
21.00 Uhr: Araboflamenco
Mit ARABOFLAMENCO bietet die international bekannte Tänzerin Dalyla Rami eine
weitere thematische Ergänzung zur Ausstellung "Fremde - Kunst der
Seidenstraße". Durch die Ausbreitung des Islam nach Ost und West wurden die
historischgewachsenen Kulturen nicht ausgelöscht sondern integriert. Eine
zentrale Rolle spielte der Tanz, der als Kommunikations- und Ausdrucksmittel
übernommen und weiterentwickelt wurde. Die Rythmen des Orients sind bis in den
spanischen Tanz zu erkennen. ARABOFLAMENCO wird diesen Einfluss sichtbar
machen.
MAK-Säulenhalle Stubenring 5, Wien 1
Eintritt Euro 6,60 /ermäßigt Euro 3,30
Dienstag, 19. März 2002
20.00 Uhr: Ausstellungseröffnung: NOFRONTIERE/SIEMENS - (Co)
Operating Systems
Ausstellungsdauer: 20.03. - 05.05.2002
Digitale Medien bestehen aus einem Interface und dem Backend, einer Oberfläche
und der Technologie dahinter. In dieser Hybridfunktion stellen sie Designer
vor neue Fragen: Wie sieht ihre Rolle aus? Sind sie diejenigen, die das
erscheinende Bild malen, oder jene, die das System im Hintergrund gestalten,
das wiederum ein Bild produziert? Nofrontiere experimentiert seit Jahren mit
Interaktionsmodellen, die digitale Medien als (Ver-)Mittler einsetzen. Siemens
produziert die technischen Komponenten, die ein solches System erst zum Leben
erwecken. Gemeinsam hinterfragen Nofrontiere und Siemens die Rolle des
Designers und des Kreativ- bzw. Kreationsprozesses mit digitalen Medien, der
erst durch die Einbeziehung des Benutzers in die "(Co)OPERATING SYSTEMS"
seinen Zweck erfüllen kann. Diese Kooperation ist der erste Joint Venture
"Designer-Industrie" der Reihe DESIGN SHOWCASES 2002. Die Eröffnung findet in
Zusammenarbeit mit der MAK NITE statt.
MAK-Säulenhalle, Stubenring 5, Wien 1
Dienstag, 26. März 2002
20.00 Uhr: Ausstellungseröffnung: Richard Artschwager: The
Hydraulic Door Check. Skulptur, Malerei, Zeichnung
Ausstellungsdauer: 27.03. - 16.06.2002
Unberechenbar ist die Kunst des amerikanischen Künstlers Richard Artschwager.
In rund 40 Jahren ist ein Werk entstanden, das die Grenzen der vertrauten
Kategorisierungen von Pop Art, Minimal Art, Konzeptkunst und New Sculpture in
Frage stellt. Artschwagers Objekte, Skulpturen und Möbel sind niemals
eindeutig: Seine charakteristischen Formica-Tische und Sessel sind einerseits
Möbel, aber auch Skulptur, schließlich bildliche Darstellung, "a painting
pushed into three dimensions", und letztlich Denkstationen über die
Eigenschaften der Dinge. Die MAK-Ausstellung präsentiert eine repräsentative
Auswahl aus Artschwagers Gesamtwerk, das sich dem "Über-gang vom Zugänglichen
zum Unzugänglichen" verschrieben hat.
MAK-Säulenhalle, Stubenring 5, Wien 1
Rückfragehinweis:
Presse MAK NITE
Martina Wachter
Tel.: (+43-1) 711 36-233
Fax: (+43-1) 711 36-227
mailto:presse@MAK.at
mailto:wachter@MAK.at

Museen der Stadt Wien an den
Feiertagen
Mit der "Kinderweihnacht" im Historischen Museum der Stadt Wien und dem
Offenhalten der Hermesvilla an den Festtagen bieten die Museen der Stadt Wien
allen Ausstellungsbesuchern ein spezielles Angebot für die Gestaltung der
Feiertage. Die übrigen Museen der Stadt Wien sind am Weihnachtstag, am
Christtag, Silvester und Neujahr geschlossen. Am Stephanitag können auch die
anderen Museen wie die Musikergedenkstätten oder das Uhrenmuseum besucht
werden. An den übrigen Tagen der Woche gelten die normalen Öffnungszeiten.****
Am Weihnachtstag hat das Historische Museum der Stadt Wien mit der aktuellen
Nestroy-Ausstellung "Die Welt steht auf kein Fall mehr lang" von 9 bis 15 Uhr
geöffnet. Von 9.30 bis 14.30 Uhr lädt das Museum an diesem Tag zur
"Kinderweihnacht" mit einem durchgehenden vielfältigen Programm ein. Der
Eintritt dazu ist für Kinder mit ihren begleitenden Familienmitgliedern frei.
Die einen Familienbesuch lohnende Ausstellung "Mode von Kopf bis Fuß" in der
Hermesvila im Lainzer Tiergarten kann sowohl am 25. wie auch am 26. Dezember
und am 1. Jänner 2002 von 9 Uhr bis 16.30 Uhr besucht werden.
Als genereller Museumstag bietet sich der Stephanitag an, an dem die Museen
der Stadt Wien durchwegs geöffnet sind. Eine Ausnahme bildet die Virgilkapelle
in der U-Bahn-Station Stephansplatz, die wegen Renovierungsarbeiten bis 20.
Jänner geschlossen bleibt.
Zwtl.: Führungen
Führungen durch die Nestroy-Ausstellung gibt es im Historischen Museum am 26.
Dezember um 11 und um 16 Uhr (weitere Führungstermine auch vom 27. bis 30.
Dezember), in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten finden Führungen an den
Feiertagen jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr statt.
Informationen über die Museen finden Sie auch im Internet unter:
www.wien.gv.at/index/ku_museu.htm

Dokumentation über Mahnmal Riga
im Museum Judenplatz
"Das Mahnmal und das Museum auf dem Judenplatz stehen so wie das Mahnmal in
Riga in engem Zusammenhang mit dem Gedenken an die Verbrechen des
Nationalsozialismus, betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny
anlässlich der Eröffnung einer Dokumentation über das Riga-Projekt im Simon
Wiesenthal-Raum des Museums auf dem Judenplatz am Freitag, dem 9. November.
Das Projekt Mahnmal Riga wurde im Gedenken der deutschen und österreichischen
Juden initiiert, die nach Riga deportiert wurden und in der Folge umgekommen
sind. Die Ausstellung, die das Projekt darstellt, ist bis zum Frühjahr 2002 im
Simon Wiesenthal-Raum des Museums auf dem Judenplatz, 1010 Wien, Judenplatz 8,
Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Freitag 10 bis 14 Uhr zu sehen. Zur
Ausstellung erscheint ein reich illustrierter zweisprachiger Katalog.
Mailath-Pokorny erinnerte, dass der 9. November als Eröffnungstag für diese
Dokumentation auch deshalb besonders gut geeignet sei, da dieser Tag dem
Gedenken an den Novemberpogrom von 1938 gewidmet sei, im Zuge dessen die
Synagogen und Bethäuser in Wien brannten.****
"Die Geschichte zeigt uns, dass die Menschen zu guten wie auch bösen
Handlungen fähig sind. Die Politik schafft die gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen dazu. Die Politik der Nationalsozialisten hat an die
niedrigsten Instinkte der Menschen appelliert und mit Terror und Manipulation
die Rahmenbedingungen für die Entfaltung dieser Instinkte geschaffen. Aufgabe
der heutigen Politik muss es sein, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen,
dass sich die positiven Eigenschaften des Menschen entfalten, meinte der
Kulturstadtrat, der im Anschluss an die Eröffnung die Initiatoren des Projekts
Mahnmal Riga mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien auszeichnete. Erich
Herzl, der die Ausstellung und das Projekt Mahnmal Riga maßgeblich initiierte,
dankte dem Kulturstadtrat namens der Ausgezeichneten und Direktor Karl
Albrecht-Weinberger für die Ausrichtung der Ausstellung im Museum auf dem
Judenplatz.
Zwtl.: Das Projekt Mahnmal Riga
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Baltikum im Jahre 1941 wurden in
Riga ein Ghetto und in der Umgebung verschiedene Arbeitslager eingerichtet.
Von den im Zeitraum Dezember 1941 bis Februar 1942 rund 4.000 österreichischen
Juden - Männer, Frauen und Kinder -, die nach Riga deportiert wurden, kamen
die meisten in das Ghetto oder mussten im Lager Salaspils Zwangsarbeit
leisten. Viele von ihnen wurden im nahe gelegenen Bikernieki-Wald erschossen.
Von den insgesamt 20.000 aus dem Deutschen Reich nach Riga deportierten Juden
überlebten nur 800 Personen die Selektionen, das Ghetto und die verschiedenen
Konzentrationslager, unter ihnen rund 100 Österreicher.
Auf Initiative von Ing. Erich Herzl wurde 1993 der Verein "Initiative Riga
gegründet. Die Mitglieder des Vereines waren wie Herzl Hinterbliebene oder
Freunde von nach Riga Deportierten, die sich das Ziel setzten, für die Opfer
des nationalsozialistischen Massenmordes in Riga ein würdiges Mahnmal zu
errichten. Schließlich gelang es dem Verein mit organisatorischer Hilfe des
Österreichischen Schwarzen Kreuzes die nötige Unterstützung für die Errichtung
des Mahnmals zu erreichen: Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 16
deutsche Städte, aus denen Juden nach Riga deportiert wurden, und auch die
Stadt Wien trugen zur Errichtung der Gedenkstätte im Bikernieki-Wald in Riga
bei, die nach den Plänen des lettischen Architekten Sergej Rysh verwirklicht
wurde. Anliegen von Rysh war es, für jedes Opfer der zehntausenden
österreichischen, deutschen und tschechischen Juden, für die russischen
Kriegsgefangenen, die ermordeten Antifaschisten und die Euthanasieopfer ein
namenloses Grabmahl zu schaffen. Steine wurden auf die Anlage gesetzt, die
erkennen lassen, dass der gesamte Ort ein einziger Hinrichtungsplatz war. Die
Steine stehen dicht beieinander, so wie die Menschen bei ihrer Ermordung. Im
Zentrum der Anlage steht eine Art Kapelle mit einem Gedenkstein, die einen Ort
für das Gedenken an die Toten bildet. Am 30. November wird die gesamte Anlage
eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben werden.

KOMMENDE
AUSSTELLUNGEN BZW. VERANSTALTUNGEN IN DEN MUSEEN DER STADT WIEN
Lange Nacht der
Museen:
Samstag, den
09.06.2001
Museen-Überblick
16. März2001,
17.00 Uhr
Bezirksvorsteherin Susanne Emmerling bittet zur Präsentation
,,Elisabeth
Flucht
Freiheit.
Skulptur
von Ulrike Troger". Präsentation am neuen Standort Karlsplatz
zwischen Karlskirche und dem Historischen
Museum der Stadt Wien.
18.
März
2001,15.00 Uhr
Sagensonntag
Historisches Museum der Stadt
Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Familienführungen ab 6 Jahren.
Alte Bilder und Gegenstände erzählen von Nixen, Teuferin und Drachen
sowie von merkwürdigen
Begebenheiten.
29. März 20Q1, 14,30 Uhr bis
16.00 Uhr
Zu Besuch
bei Herr
und Frau
Biedermeier
Historisches Museum der Stadt
Wien, A-1 040 Wien, Karlsplatz
lnformationsveranstaltung für
Lehrerinnen und Lehrer. Im Gedenkjahr von Joseph Lanner und Johann Nestroy
bietet das Historische Museum der Stadt Wien einen besonderen Einblick in die
Alltagsgeschichte der Biedermeierzeit in Wien. Mit der Kuratorin für
Stadtvolkskunde und Museumspädagogik, Frau Dr. Reingard Witzmann, wird das
große Stadtmodell mit den Befestigungsanlagen und anschließend die mit
Originalmäbeln von Franz Grillparzer im Museum aufgebaute Wohnung besichtigt.
1. April2001, 11.00 Uhr
Benefiz-Frühstückskonzert
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Die Freunde der
Mitglieder der Dilettant Mvsici laden zu einem Benefiz-Frühstückskonzert
zugunsten des
Entwicklungsprojektes ,,PAZ Y BIEN" in Kolumbien in das Historische Museum der
Stadt Wien.
Eintritu
freiwillige Spenden, die vollständig PAZ Y BIEN zugute kommen,
4. April 2001
Eröffnung der
Ausstellung ,,Die Kunst, als Mensch menschlich zu leben
...
Wiens Beitrag zum Welterbe
2000 und mehr"
(5. April2001 bis 20. Mai 2001)Ostermontag, 16, April 2001 geöffnet!
Presseeröffnung:
Mittwoch, 4, April 2001, 10.00 Uhr
Abenderöffnung:
Mittwoch, 4. April 2001, 18.00 Uhr
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Dienstag bis
Sonntag, 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Die Präsentation
der Ausstellung ,,Die Kunst, als Mensch menschlich zu leben
...
Wiens Beitrag
zum
Welterbe
2000 und mehr muss in verschiedenen Ebenen erfolgen, um ein
Ganzes zu werden, ihr
Kennzeichen ist
ferner Multivalenz, Man wird sie optisch und akustisch erleben, statisch und
bewegt, vor
allem aber
dreidimensional räumlich, wiewohl grenz- und raumüberschreitend, darin
determiniert durch den
Inhalt. Die ,,Ausstellung"
wird die Inszenierung der ,,Kunst, als Mensch menschlich zu leben" sein.
18, April2001,
18.00 Uhr
Präsentation des
Ölgernäldes ,,Carl, Mathias und Katherine Wisgrill als Kinder" von Mathias
Ranftl
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Das Exponat
wurde mit Hilfe von Sponsoren des Vereins der Freunde der Museen der Stadt
Wien für die
ständige
Schausammlung des Historischen Museums angekauft.
24. April
2001,19.00 Uhr
Benefizveranstaltung des mobilen Hospiz der Garitas.
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Es lesen
Kammerschauspieler Michael Heltau und Kammerschauspielerin Krista Stadler. Es
singt
Kammersänger
Prof. Robert Holl.
25. April 2001,
19.30 Uhr
Festakt 450
Jahre Jesuiten in Wien
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Die
Österreichische Provinz der Gesellschaft Jesu erlaubt sich zum Festakt im
Atrium des Historischen
Museums
einzuladen. Fesivorträge von Herrn Hofrat DDr, Gottfried Mraz und Herrn P.
Gernot Wisser,
Anschließend
bitten die Jesuiten zu einem Glas Wein. Für die musikalische Umrahmung sorgt
das HyperionQuintett-Wien.
16. Mai 2001
Eröffnung der
Ausstellung ,,Mode von Kopf bis Fuß" (17. Mai 2001 bis 17. Februar 2001>
Hermesvilla, A-1130 Wien, Lainzer Tiergarten
Dienstag bis
Sonntag und Feiertag, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Ab 1. Oktober
2001: Dienstag bis Sonntag, 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Da die Sammlung
in den letzten Jahren durch Schenkungen und Ankäufe beträchtlich erweitert
wurde, will das Historische Museum der Stadt Wien diesem Umstand Rechnung
tragen und die besonders charakteristischen und interessanten Artefakte aus
fast drei Jahrhunderten
viele davon
wurden noch nie gezeigt
der Öffentlichkeit im Rahmen der Ausstellung ,,Mode von Kopf
bis Fuß präsentieren. Wie der Titel schon sagt, beschäftigt sich diese
Ausstellung mit dem Bekleiden und dem Entkleiden, dem Verhüllen und dem
Enthüllen, dem Schmücken und dem Zur Schau stellen des menschlichen Körpers.
Äber nicht nur das, der Besucher kann anhand der ausgestellten Exponate den
modischen Wandet, die Modetrends, über mehr als zwei Jahrhunderte verfolgen.
17. Mai 2001,
14.30 Uhr bis 16.00 Uhr Franz Schubert und seine Freunde
Schubert-Gedenkatätte,
A-1090 Wien, Nußdorfer Straße 54
lnformationsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer. Im Geburtsjahr des
Komponisten 1797 hieß das Haus ,,Zum roten Krebsen" und lag in der Vorstadt
Himmelpfortgrund: Rauchküche, winzige Wohneinheiten und ein Innenhof mit
Brunnen dokumentieren lebendig und unmittelbar Alltagsgeschichte der ärmeren
Bevölkerungsschichte in Wien und bilden einen Kontrast zur bürgerlichen
Wohnkultur von Franz Grillparzer.
6. Juni 2001
Eröffnung der
Ausstellung ,,Franz Antel" (7. Juni 2001 bis 16. September 2001)
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Dienstag bis
Sonntag, 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
9. Juni 2001
Eröffnung der
Ausstellung ,,Wiener Melange. Wienfotografien aus dem Jahr 2000 von Reinhard
Mandl"
(9. Juni2001 bis
16. September 2001) im Zuge der ,,Langen Nacht der Museen" (9. Juni2001)
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Dienstag bis
Sonntag, 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
3. Oktober 2001
Eröffnung der
Ausstellung ,,Peter Sengl" (4. Oktober 2001 bis 18. November 2001)
Historisches
Museum der Stadt Wien, A-1040 Wien, Karlsplatz
Dienstag bis
Sonntag, 9.00 Uhr bis 18,00 Uhr
