Outlook auf Hotmail
Microsoft startet Test
Microsoft
http://www.microsoft.com hat einen Feldversuch gestartet, um
Kunden seines Webmailservices Hotmail Zugang zu seinem E-Mail-Client
Outlook zu ermöglichen. Das Angebot nennt sich Microsoft Office
Outlook Live und ist ein Premium-Service, für das die User zahlen
müssen. Die Nutzer werden mit Office Outlook live ihre
Hotmail-basierten E-Mail-, Kalender- und Kontaktinformationen
verwalten können.
Der Test begann in der Vorwoche, berichtet das Branchenportal Cnet.
In der Beta-Version steht ein E-Mail-Speicherplatz von 2 GB zur
Verfügung. User können Mails mit Attachments von bis zu 20 MB
versenden. Über die Kosten für das Service gab es vorerst keine
Angaben, die endgültige Version soll jedenfalls in der ersten Hälfte
des kommenden Jahres zur Verfügung stehen, teilte Microsoft mit.
Outlook live ähnelt dem MSN-Premiumservice Outlook connector, das
für 9,95 Dollar pro Monat zu haben ist. Der wesentlichste
Unterschied ist, dass sich Outlook connector an Kunden wendet, die
bereits die Outlook-Versionen ab 2002 benutzen. Für
Outlook-Live-Abonnenten sind dagegen die Nutzungsrechte für Outlook
2003 ein Teil des Packages. |

Microsoft beendet Fremdbrowser-Blockade bei MSN
Darstellungsprobleme können dennoch entstehen
Microsoft will die Zugriffs-Blockade auf seinen Online-Dienst MSN (
http://www.msn.com ) beenden,
berichtet CNet. Seit einer Aktualisierung des MSN-Internetlayouts war es
Nutzern von Alternativbrowsern wie denen von Mozilla oder Opera nicht mehr
möglich, auf MSN-Inhalte zuzugreifen. Die User bekamen stattdessen einen
Hinweis, dass ihr Browser nicht den Spezifikationen des WWW-Konsortiums
entspreche. Außerdem empfahl Microsoft im Rahmen der Fehlermeldung, zum
Internet Explorer zu wechseln.
Die Blockade der Alternativ-Browser führte zu einem Sturm der Entrüstung.
Der Aufruhr wiederum bewog Microsoft, den Schritt rückgängig zu machen.
MSN-Marketing Direktor Bob Visse kündigte gegenüber CNet an, dass sein
Unternehmen einen Zugang für die Mozilla- und Opera-Browser ermöglichen werde.
Der Manager betonte jedoch gleichzeitig, dass Microsoft prinzipiell an seiner
Position festhalte. Es sei sehr wahrscheinlich, dass bei einem Aufruf der neu
gestalteten MSN-Seiten mit einem Mozilla- oder Opera-Browser
Darstellungsprobleme entstehen würden. Dennoch entschuldigte sich Visse für
die Unannehmlichkeiten. MSN sei wie alle Wettbewerber angetreten, möglichst
viele User zu erreichen und niemanden aufgrund technischer Voraussetzungen
auszugrenzen.
Beobachter sehen in dem Vorfall jedoch mehr als nur ein Versehen. Bei
Mozilla handelt es sich um eine Arbeitsgruppe, die Open-Source-Browser für den
Microsoft-Konkurrenten AOL entwickelt. Nachdem die einstige Zweckgemeinschaft
zwischen AOL und Microsoft in die Brüche gegangen ist, versuchen beide
Unternehmen, im Browser-Bereich und bei den Online-Diensten dem jeweils
anderen Kunden wegzunehmen.
