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Medienjahr 2005: Geballtes Wissen oder geballte Ratlosigkeit?

Fernsehen, Internet, Radio, Zeitung. Sie alle buhlen um Jugendliche. Ihre Angebote sind vielfältig, aber treffen sie auch den Nerv der Jugend? Geballtes Wissen, geballte Ratlosigkeit? Wer hat das Geheimrezept? Wer spannt dem anderen das Publikum aus? Im neuen Jahrbuch für Journalisten, REDAKTION 2005, das in diesen Tagen im Medienfachverlag Oberauer erschienen ist, stehen dazu zahlreiche Beiträge für Journalisten und Medienmacher.

   2005 ist - wie eigentlich jedes Jahr - nicht nur ein Jahr der Aktualität, sondern auch der "Planungsanlässe". Das mag zwar ein hässliches Wort sein, dennoch sind solche Planungsanlässe wichtig und unverzichtbar - auch für Redaktionen und Journalisten. 60 Jahre Kriegsende, 40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel, 50 Jahre Bundeswehr, 15 Jahre deutsche Einheit. Eine ganze Reihe zeitgeschichtlicher Themen wird sich in diesem Jahr ihren Weg in die Mediengesellschaft bahnen. REDAKTION 2005 liefert dazu kreative Ansätze für den Recherche- und Redaktionsalltag.

   Zahlreiche Autoren zeigen, wie sich Journalisten und Medienmacher erfolgreich den Anforderungen dieses neuen Medienjahres stellen. Eine Auswahl der Themen im neuen Journalisten-Jahrbuch REDAKTION 2005:
"Tabloid-Zeitungen - große Erwartungen an ein kleines Format" (Katja Riefler), "Von der Pflicht zur Kür - Wie sich Redaktionen neu erfinden" (Susanne Sitzler), "Zeitungsdesigner Lukas Kircher über seine Arbeitsmethode" (Christian Meier), "Zehn Regeln des Qualitätsmanagements - Organisation in der Redaktion" (Paul-Josef Raue), "Mehr Reportage in der Tageszeitung - Plädoyer für ein vernachlässigtes Genre" (Michael Bechtel), "Nutzwert ohne Schnörkel - Der Verbraucherjournalismus in der Tageszeitung" (Simone Matthaei), "Willst du was gelten, mache dich selten - Warum nicht Inhalte verbessern und den Verkaufspreis stark erhöhen?" (Dirk Lübke), "Die Möglichkeit, Fehler zu machen - Journalistenausbildung mit Stress-Training" (Walter Bajohr), "Gute Ideen sind planbar - Warum Klauen kreativ ist" (Heike Groll), "Wir sind schon komische Heilige - Was Journalistinnen und Journalisten heute Richtung geben könnte" (Ernst Elitz), "News-Manager und Hamster-Rad(io) - Wie die Werbeflaute die Nachrichtenarbeit im privaten Radio verändert hat" (Norbert Linke), "Geheimnisvolle Geräusche und große Hits - Morningshows im deutschen Privatradio" (Inge Seibel-Müller), u.v.m.

   REDAKTION 2005 wendet sich an Journalisten, Verleger, Radiomacher und Führungskräfte in Medienhäusern. Das Journalisten-Jahrbuch wird im 14. Jahrgang von der Initiative Tageszeitung (ITZ) in Bonn herausgegeben und im Medienfachverlag Oberauer verlegt. Das Jahrbuch ist Teil des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung / bpb. In diesem Jahr beschäftigt sich ein umfangreicher Teil erstmals mit dem Thema Journalismus im Radio.

   Berthold L. Flöper, Anke Vehmeier: REDAKTION 2005, Jahrbuch für Journalisten, Verlag Oberauer, Salzburg, 2005, 228 Seiten, EUR 18,50, ISBN 3-901227-20-2, zu beziehen direkt über den Verlag (eMail:
vertrieb@oberauer.com), im Internet unter www.newsroom.de/shop oder über den Buchhandel.
 


 

US-Medienbranche hilft Flutopfern
Bill Clinton und George Bush sen. rufen zu Spenden auf

Innerhalb von zwei Tagen hat der US-Werberat Advertising Council http://www.adcouncil.org eine Werbekampagne zugunsten der Tsunami-Opfer auf die Beine gestellt. Die New York Times spricht von der schnellsten Reaktion in der 63-jährigen Geschichte des Werberats. Ein Werbespot, indem die zwei Ex-Präsidenten Bill Clinton und George Bush sen. um Spenden für die Opfer bitten, wurde am vergangenen Montag beschlossen und war am Mittwoch bereits fertig gestellt.

Verschiedene Medienunternehmen spendeten für die Kampagne in Form von Werbezeit und -platz. Neben dem TV-Spot soll es Radio- und Printwerbung sowie Werbebanner auf Websites geben. Bereits über 30 Unternehmen erklärten sich laut Peggy Conlon, Präsidentin des Werberats, bereit Werbeplatz, zur Verfügung zu stellen.

Nach den Terrorattacken auf das World Trade Center geriet der Rat unter heftigen Beschuss wegen seiner zögerlichen Haltung, seine Ressourcen dem Weißen Haus und dem State Department zur Verfügung zu stellen. Erst nach sechs Tagen konnte sich der Werberat durchringen, etwas zu unternehmen. Damals spendete die Medienbranche innerhalb eines Jahres umgerechnet 100 Mio. Dollar. Die Kampagnen wurden unter anderem von der Werbeagentur McCann Erickson produziert. Zu den Unternehmen, die sich für die aktuelle Kampagne engagieren, zählen unter anderen Google, NBC Universal, New York Times Company, News Corporation, Time Warner und Yahoo.


 

News Corp will Fox Group zur Gänze
Murdoch strafft komplizierte Konzernstruktur

Der Medienriese News Corp plant die 100-prozentige Übernahme der Fox Entertainment Group. Zurzeit hält News Corp rund 82 Prozent an dem Unterhaltungskonzern, zu dem neben dem Hollywood-Studio 20th Century Fox http://www.foxmovies.com auch die Fernsehsender Fox http://www.fox.com und Fox News http://www.foxnews.com gehören. Das Auszahlen der Minderheitsaktionäre dürfte den Konzern einige Mrd. Dollar kosten, berichtet die New York Times (NYT) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Es wird erwartet, dass der Deal heute, Montag, bekannt gegeben wird.

Die Übernahme der restlichen Anteile an der Fox Group vereinfacht die komplizierte Konzernstruktur von News Corp, so die NYT. Der Deal erhöhe die Fähigkeit des Gesamtkonzerns Verträge abzuschließen. Die Transaktion sei vor dem Hintergrund der Bemühungen Murdochs zu sehen, News Corp nach der Übersiedlung der Konzernzentrale in die USA zu einem Shareholder-freundlichen Unternehmen zu machen. Außerdem diene die Umstrukturierung auch der besseren Kontrolle des Konzerns durch Murdoch. Laut NYT wird es News Corp rund sieben Mrd. Dollar kosten, die Fox Group zur Gänze zu übernehmen.


 

Internet ist Wachstumsmotor der deutschen Medienwirtschaft
PwC-Studie: 2008 mit 72 Mrd. Euro Jahresumsatz

Elektronische Medien, allen voran das Internet, sind in den kommenden vier Jahren der Wachstumsmotor der deutschen Unterhaltungs- und Medienindustrie. Die aktuelle Studie "German Entertainment and Media Outlook 2004 - 2008" von PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwcglobal.com/de prognostiziert bis 2008 ein jährliches Wachstum der Branche von durchschnittlich 4,7 Prozent. Damit werde die Unterhaltungs- und Medienindustrie doppelt so stark wachsen wie die Gesamtwirtschaft. Im westeuropäischen Vergleich (5,7 Prozent) hinkt Deutschland aber hinterher. Die Details der Studie werden am 20. Oktober im Rahmen der Medientage in München http://www.medientage-muenchen.de vorgestellt.

"Die Werbung im Internet wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 18,1 Prozent jährlich das am stärksten wachsende Segment der Branche bis zum Jahr 2008 sein", erläutert Reinhard Müller, Partner bei PwC und Leiter der deutschen Branchengruppe Entertainment & Media von PwC. Neben dem Internet mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 15,7 Prozent bis 2008 werden aber auch andere elektronische Medien das Wachstum vorantreiben: Die Umsätze mit Videospielen wachsen demnach bis 2008 jährlich um 14,1 Prozent. Die Filmwirtschaft (inklusive Vermarktung von DVD und Video) kann sich über ein Plus von 8,4 Prozent pro Jahr freuen. Auch das Fernsehen soll laut PwC-Studie jährlich um 4,9 Prozent zulegen.

Stagnation beim Umsatz prägt das Bild bei den Buchverlagen bis 2008. Verlierer sei einmal mehr die Musik- und Tonträgerindustrie mit einem jährlichen Minus in Deutschland von 2,4 Prozent). Auch Zeitungen und Zeitschriften müssen demnach mit schrumpfenden Umsätzen rechnen (minus 0,6 Prozent).

Das Umsatzvolumen der deutschen Unterhaltungs- und Medienindustrie betrug im Vorjahr 57,1 Mrd. Dollar. Bis 2008 soll es laut PwC auf fast 72 Mrd. Dollar anwachsen. Der Umsatz in Westeuropa wird demnach im selben Zeitraum von 260 auf 343 Mrd. Euro zulegen. Der Anteil des deutschen Marktes schrumpft von 21,9 Prozent im Jahr 2003 auf 20,9 Prozent im Jahr 2008.


 

Medienmagazin COVER beleuchtet Wirklichkeitsverzerrung der Medien

REALITÄTSVERLUST - WIE MEDIEN DIE WIRKLICHKEIT VERZERREN lautet das Titelthema der neuen Ausgabe von COVER, die am 5.01.2005 erscheint. In der Januar-Nummer des unabhängigen Medienmagazins aus Hamburg melden sich wieder zahlreiche Autoren aus Medienpraxis und Medienwissenschaft zu Wort, etwa der als Borderline-Journalist bekannt gewordene Tom Kummer, SZ-Ressortleiter Hans-Jürgen Jakobs, Kommunikationswissenschaftler Siegfried J. Schmidt, Medienpolitikerin Monika Griefahn, der norwegische Friedensforscher Johan Galtung, Zapp-Redaktionsleiter Kuno Haberbusch, Deutsche-Welle-Intendant Erik Bettermann und der Herausgeber des Financial Times Magazine, John Lloyd.

   Wie wird unsere Wahrnehmung durch die Medien vorgeprägt? Wie konstruieren die Nachrichten eigene Weltbilder? Wo verschwimmt die Grenze zwischen Fakt und Fiktion? Wie beeinflussen Wirtschaftsunternehmen die Medienberichterstattung? Und: Können Medien überhaupt die Realität abbilden? Über 30 Autoren gehen diesen und anderen provokanten Fragen nach dem Realitätsverlust in der Mediengesellschaft auf den Grund. Sie schreiben beispielsweise darüber, warum manche wichtige Themen in den Nachrichten vernachlässigt werden, mit welchen Methoden Politik und Wirtschaft auf die Medien einwirken, wie Journalisten Kampagnen inszenieren, welche Online-Kanäle Terroristen bevorzugen und wie die Suchmaschine Google wirklich funktioniert.

   Mit der aktuellen Ausgabe gibt es einen personellen Wechsel in der Chefredaktion: Gemeinsam mit Stephan Alexander Weichert (31), der auch als Mitherausgeber redaktionell verantwortlich zeichnet, übernimmt Alexander von Streit (34) ab sofort die Aufgaben der bisherigen zweiten Chefredakteurin, Ruth Fuchs. Von Streit ist Medienjournalist und schreibt seit Jahren als freier Autor für überregionale Tageszeitungen und Zeitschriften sowie für die Fachpresse. Mit der neuen Doppelspitze wird der konzeptionelle Anspruch von COVER, Themen aus Medienpraxis und Medientheorie publizistisch in Einklang zu bringen, weiter konsequent eingelöst.
 


 

Netzeitung wächst auf niedrigem Niveau
Qualität der Online-Medien nicht schlechter als Print

Deutschlands Modellprojekt Netzeitung http://www.netzeitung.de trotzt nach eigenen Angaben dem anhaltend schlechten Anzeigengeschäft in der Verlagswirtschaft. Der Werbungsumsatz werde im laufenden Jahr um rund 60 Prozent gegenüber 2003 steigen, sagte Geschäftsführer und Chefredakteur Michael Maier im Gespräch mit pressetext.deutschland. Im ersten Halbjahr hat die Netzeitung den Angaben zufolge den Spartenumsatz sogar mehr als verdoppelt. Zahlengenaue Angaben wollte Maier auch nach mehrfacher Nachfrage nicht preisgeben. 3 bis 4 Mio. Euro Umsatz müsste die Netzeitung machen, um den Break Even zu schaffen, der ja schon im Frühjahr bekannt gegeben wurde, sagen Experten. Dieser Rechnung widerspricht Maier nicht. Die Netzeitung beschäftigt 30 fest angestellte und 20 freie Mitarbeiter.

Im Mai hat die Netzeitung nach eigenen Erhebungen die Millionengrenze an "Unique Users" überschritten. Das heißt, monatlich werden eine Mio. unterschiedliche IP-Adressen registriert. Am 2. November führte
die Internetpublikation die "News-Suche" ein. "Seither ist der Traffic um 30 Prozent gestiegen", so Maier. Die Netzeitung führt zu ihren Artikeln Links zu verwandten Berichten anderer Medien im Internet an.

Deutlich kleiner sind die "Abonnentenzahlen" der Netzeitung. Die Zahl der Newsletterbezieher bewegt sich laut Maier lediglich im "unteren vierstelligen Bereich". Externe Kontrollen der Userzahlen erachtet Maier
als nicht notwendig. Die Werbeperformance werde vom Kunden direkt überprüft. "Oft läuft sogar eine ganze Kampagne auf dem Ad-Server der Agentur", erklärt Maier. Dadurch sei der Kunde viel enger am Medium und seiner Kampagne und brauche keine zusätzlichen Kontrollgremien wie z.B. die IVW.

Als Kernkompetenzen in der Berichterstattung führte Maier den internationalen Terrorismus und die damit verbundene internationale Außenpolitik sowie arabische Welt an. Im Wirtschaftsressort, in dem die Netzeitung ihren Schwerpunkt auf Telekommunikation festgelegt hat, sieht der gebürtige Kärntner und ambitionierte Medienmacher Reuters als größten Mitbewerber.

Generell fordert Maier fundierte Berichterstattung ein und lehnt voreilige Meldungen wie zum Beispiel jene über Arafats Tod strikt ab. Die Qualität der Netzeitung sieht er darin bestätigt, dass das Medium seit der Gründung 4.000 mal mit eigenen Storys zitiert worden sei. "Eigene Geschichten werden in Zukunft die Überlebensfrage für alle Medien sein", meint Maier. Als Vorteil einer Internetpublikation führte Maier an, dass die Artikel jederzeit aktualisiert werden könnten und daher an den Texten länger gearbeitet wird.

Mit der Qualität des Journalismus in Deutschland ist der Netzeitungsmacher nicht zufrieden. Er sei ein Fan des angelsächsischen Journalismus. "Da wird recherchiert, recherchiert, recherchiert", so Maier. In Deutschland seien Meinungsjournalismus und Berichterstattung zu eng ineinander verwoben. "Ich kann allerdings definitiv nicht erkennen, dass Online-Medien schlechtere Qualität liefern als gedruckte", verteidigt Maier den oft geschmähten Onlinejournalismus.


 

Medienbeobachtung von PressWatch
PressWatch mit Full Service Angebot

 

 Der Spezialist für digitale Medienbeobachtung PressWatch hat seine Angebotspalette vervollständigt. PressWatch bietet nun auch das Monitoring von Printmedien an. Geliefert werden die Artikel im original Zeitungslayout. Das Medienprogramm umfasst ca. 1.800 Titel, davon ca. 40 im Early Morning Service (Lieferung tagesaktuell ab 6.00 Uhr).

Hinzu kommen TV-Watch, ein neuer Dienst für die Beobachtung von Fernsehsendungen sowie WebWatch die bewährte Beobachtung der Online Medien.

Über die reine Medienbeobachtung hinaus bietet PressWatch auch die zeitnahe Belieferung mit internationalen Medien aus mehr als 60 Ländern sowie Medienanalysen und Pressespiegel.

Für den Bereich Medienanalyse verfügt PressWatch über eine eigene web-basierte Software, die es den Kunden erlaubt, direkt auf die Analyseergebnisse zuzugreifen und gfs. eigene Auswertungen mit dem erfassten Datenmaterial anzustellen.

Testen Sie PrintWatch - schnell, digital, effizient!

Weitere Infos:

http://www.presswatch.ch/welcome.php?title=PressWatch-Printexpress&topcat=produkte&language=://www.presswatch.ch/welcome.php?title=PressWatch-Printexpress&topcat=produkte&language=german&category=Printexpress
 


Falsche Vorstellungen von Medienberufen bei Neueinsteigern
Mediengewerkschaft präsentiert Weiterbildungsbroschüre
 

Die Mediengewerkschaft comedia http://www.comedia.ch hat mit der Weiterbildungsbroschüre "Allerhöchste Zeit zum Ausbilden" eine Information zu Medienberufen präsentiert, die für Interessenten des "Traumberufes Medienschaffender" eine realistische Einführung und Orientierung bieten soll. Hintergrund der Broschüre sind die bei comedia seit Jahren zahlreich eingehenden Anfragen über Ausbildungsmöglichkeiten. Dabei habe die Gewerkschaft festgestellt, dass bei Jugendlichen sowie Berufseinsteigern oft "verklärte, idealisierte wie unangemessene Vorstellungen von den vermeintlichen Medientraumberufen“ vorherrschen.
 

Die Mediengewerkschaft sieht einen Zusammenhang zwischen fehlender Orientierung, diffusen Berufsvorstellungen und dem Ansturm auf die medienwissenschaftlichen Institute in der Schweiz. Die Studierendenzahlen haben sich im Fach Kommunikationswissenschaft zwischen 1995 und 2000 um beinahe 1.000 Prozent erhöht, so comedia. Insgesamt gibt es heute rund 6.000 Studenten der Kommunikationswissenschaft, deren Grundausbildung aufgrund der schwierigen Studien- und Forschungsbedingungen schlecht sei. Die Broschüre will hier eine frühzeitige Vororientierung.
 

In der Broschüre ist auch eine Liste mit Stage- und Volontariatsstellen enthalten, die auf einer umfassenden Befragung von über 150 Redaktionen von Presse, Radio und Fernsehen in der Deutschschweiz basiert. Die 106-seitige Publikation kostet 23 Franken und ist bei der Gewerkschaft oder online auf der Website erhältlich.
 


 

Neue Online-Fachblätter: Alles gratis
"Public Library of Sciences" als Alternative zu kostenpflichtigen Magazinen

Ein Gruppe prominenter Wissenschaftler rüstet sich zur "elektronischen" Herausforderung von führenden Wissenschaftsmagazinen wie Science und Nature. Da diese aufgrund des limitierten Online-Zuganges zu einzelnen Artikeln gewinnorientiert ausgerichtet seien, will man mit dem Projekt "Public Library of Sciences" (PLoS) http://www.publiclibraryofscience.org eine Alternative bieten. Mit einer neun-Mio.-Dollar-Unterstützung von der Gordon und Betty Moore Foundation werden zwei Journale mit dem Schwerpunkt Biologie (PLoS Biology) und Medizin (PLoS Medicine) online gehen. Die Artikel der Online-Publikationen können gratis gelesen, kopiert und abgedruckt werden. Finanzielle, legale und technische Hürden fallen weg. Vorsitzender des Non-profit-Projekts PLoS ist der Medizin-Nobelpreisträger 1989 Harold E. Vamus.

Das neue Publikationsprojekt ist die Nebenerscheinung einer seit Jahren offenkundigen Reiberei zwischen Wissenschaftlern und Fachmagazinen bezogen auf die Frage, wer den Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im elektronischen Zeitalter kontrollieren soll. Die meisten Forscher, die typischerweise ihr Copyright den Fachblättern unentgeltlich überlassen, wollen ihrer Arbeit die größtmögliche Öffentlichkeit zukommen lassen. Akademische Verlage argumentieren wiederum, dass sie durch einen umfassenden Zugang den Erlös registrierter User verlieren würden. Dieser stelle aber die Qualität des Herausgabe-Verfahrens sicher. "Wir haben hohe Standards und diese kosten eben", erklärte Science-Herausgeber Donald Kennedy in einem Bericht der New York Times http://www.nytimes.com . Science schätzt, dass in etwa 800.000 Menschen Science online lesen, die Printversion aber nur 140.000.

Für die Betreiber von PLoS ist aber nicht die Geschäftemacherei der Magazine der Punkt. Im Wesentlichen will man die Monopolstellung der Top-Magazine wie Science und Nature in der Kontrolle über die Literatur schwächen. Im Zeitalter des Internets muss es möglich sein, ein qualitativ hochwertiges Magazin ohne Einschreibgeführ erhalten zu können.


 

Veränderte Rolle der Medien im Internet
Websites werden zu Marken
 

Das Medienangebot im Internet werde sich verstärkt an der Nachfrage orientieren müssen. Das erklärte am Freitag Christian Eigner von 21st Channels http://www.21stchannels.com im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Ifabo 2001. Das entspricht auch dem Wunsch von Eduard Zehetner von jet2web, der von seiner persönlichen Nachrichtensendung träumt. Laut Eigner verändern sich außerdem die Surfgewohnheiten der User. Sie betrachten Sites als Marken, die sie gezielt anklicken.
 

Dem Vorschlag Zehetners, Medien sollten für Content im Internet Geld verlangen, begegnete Peter Mayer, Chefredakteur der Hightech und Telekom Presse, mit dem Hinweis, dass Content, den alle haben, nicht verkauft werden könne. Der Consulter Felix Josef glaubt, es werde zu einer Ausdifferenzierung der Medien im Internet kommen. Zum einen gingen die Medien dazu über, Abos zu verkaufen, was sich derzeit allerdings noch nicht rechne. Andererseits würde Inhalt an Portale verkauft. Außerdem gäbe es verstärkt User-generierten Content im Web. Derzeit nutzen die Medien die technischen Möglichkeiten des Internets jedoch noch zu wenig.
 

Unter den zehn meistbesuchten Websites Österreichs befinden sich, je nach Quelle, drei bis fünf Medien. Die Vielfalt sei jedoch von der öffentlichen Hand herbeigeführt, so Josef. So sei es kein Wunder, wenn der ORF an erster Stelle stehe. Was das Thema Konvergenz angehe, glaube er nicht, dass die Kunden mit dem Fernseher mit einer Diagonale von 1,5 Metern und einer inferioren Fernbedienung im Internet surfen und E-Mails verschicken oder auf 15-Zoll-Bildschirmen fernsehen wollen.


 


 

Verantwortung der Medien wächst
ARD-Gremienvorsitzende: Wirklichkeit ohne Sensationslust vermitteln
 

Die Anschläge in den USA und deren Folgen haben die Medien stärker in die Verantwortung für ausgewogene Berichterstattung gezogen. Wie die ARD-Gremienvorsitzenden auf einer Konferenz in Köln feststellten, seien die Attacken auch ein Anschlag auf die zivilisierte Welt gewesen, der eine Herausforderung an die Verantwortung der Medien darstelle. Wenn auch die Medien kaum an den Kern der "fundamentalistisch Verblendeten" herankämen, könnten sie durch Information und Aufklärung helfen, diejenigen zu stärken, die sich zu einer Weltgemeinschaft zählen, die ihre Probleme zivilisiert löst.
 

Bei der Umsetzung des Informationsauftrags über diese Ausnahmesituation habe sich das weltweite Korrespondentennetz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bewährt. Nach dem ersten Schock, der alle erfasst habe, so die Gremienvorsitzenden, komme die Pflicht zur Hintergrundberichterstattung und zur Analyse. Auch hier hätten die Medien einen bedeutenden Auftrag, verantwortungsbewusst mitzuwirken.
 

Die Wirklichkeit ohne Sensationslust und Verzerrung begreifbar zu vermitteln und zu analysieren, sei das Gebot der Stunde, so Reinhard Grätz, Vorsitzender der Gremienkonferenz. Die Rundfunkrats- und Verwaltungsratsvorsitzenden bestärken die Programmverantwortlichen darin, alle verfügbaren Ressourcen darauf zu verwenden, seriöse und umfassende Analysen zu vermitteln, um das Geschehen verstehen zu können.


 

Freie Medien vermindern Korruption
Hoher Demokratisierungsgrad bringt ebenfalls positiven Effekt

Je größer die Pressefreiheit und je besser die mediale Infrastruktur entwickelt ist, desto geringer die Korruption. Zu diesem Ergebnis führt eine Studie an der Universität Bonn http://www.uni-bonn.de . Der Soziologe Peter Graeff untersuchte den Einfluss der Medien auf den Korruptionsgrad von insgesamt 86 Staaten.

Graeff korrelierte in seiner Studie Daten zur medialen Versorgung und zur Pressefreiheit in 86 Staaten mit einem "Korruptions-Index" (Corruption Perception Index), in den verschiedene Beobachtungsdaten einfließen. Als Medien-Indikatoren nahm er - neben der Anzahl der Fernseh- und Radiogeräte pro 1.000 Einwohner und der Zahl der entsprechenden Sendestationen - den so genannten "Press Freedom Index". Der Index bewertet Einschränkungen der Pressefreiheit durch Gesetze, politischen oder wirtschaftlichen Druck oder Repressionen wie die Inhaftierung von Journalisten.

Graeff fand bei der Auswertung seiner Daten einen signifikanten Zusammenhang: "Je freier die Medien eines Landes - ob Demokratie oder nicht - sind, desto geringer die Korruption, wahrscheinlich, weil die Gefahr der Entdeckung wächst", resümierte der Soziologe. "Restriktive Pressegesetze, die Politiker und Regierungsangehörige schützen, scheinen demnach für die Bekämpfung der Korruption kontraproduktiv zu sein."

Die Studie bestätigt zudem die Vermutung, dass in stabilen Demokratien Korruption statistisch gesehen nicht so weit verbreitet ist wie in nicht-demokratischen Staaten. Die Notwendigkeit, wiedergewählt zu werden, schränkt die Freiheit von Regierungsangehörigen ein, ihre Position zum privaten Vorteil auszunutzen. "Aber selbst in Ländern mit einer langen demokratischen Geschichte existiert Korruption", betonte Graeff. Dennoch scheint eine funktionierende Demokratie in Verbindung mit kritischen Medien ein gutes Instrument zu sein, den "Filz" effizient zu bekämpfen.


 

Medienforum NRW beginnt in Köln
Treffpunkt für Journalisten und die Medienbranche

Im Zeichen der digitalen Medienwelt steht ab Sonntag das 13. Medienforum NRW http://www.medienforum.nrw.de , das bis zum 27. Juni in Köln stattfindet. Über 6.000 Fachbesucher können bei rund 70 Einzelveranstaltungen zu Themen wie Medienpolitik und -wirtschaft, digitale Medienproduktion und –distribution sowie Content Commerce und Aus- und Weiterbildung diskutieren. Bereits am Samstag startet im Rahmen des Medienforums "Medien Live", das nach eigenen Angaben größte Medienfest Deutschlands.

Filmpremieren und neue TV-Produktionen, technische Innovationen aus Kabel, Satellit und Online-Welt bieten eine Ballung von Themen, Namen und Nachtrichten für die Presse. Bisher haben sich über 1.000 Journalisten akkreditiert, um unter anderem bei "mecon", dem Fachkongress für digitale Medien, Perspektiven der Produktion von digitalen Film- und TV- sowie Internetinhalten zu diskutieren.

Bei "Cologne Conference & Screenings", dem Internationalen Fernseh- und Filmfest Köln und dem internationalen Markt, werden Senderechte und Lizenzen gehandelt, es wird eine Koproduktionsbörse geben sowie ein hochkarätiges Fernseh- und Filmfestival mit zahlreichen Premieren. Bei "Agenda 2001", dem Fachkongress für Medienpolitik und –wirtschaft, werden die Entwicklung neuer Formate diskutiert und Fragen nach gesellschaftlichen Standards oder Wertvorstellungen behandelt.

Rund 300.000 Besucher werden zu Medien Live erwartet, dem öffentlichen Medienfest, auf dem zwei Tage lang Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Branche werfen können. "Generation M" ist das Qualifizierungsforum für Medien und Kommunikation auf dem Medienfest. Ansprechpartner aus den Hochschulen, aus Unternehmen, Verbänden und Institutionen geben einen Überblick über Aus- und Weiterbildungsangebote und vermitteln Zugangswege.


 

Internationale Medienwoche feiert Premiere
Messe vereint drei etablierte Medienkonferenzen

Die Internationale Medienwoche Berlin-Brandenburg http://www.medienwoche.de findet erstmals vom 23. August bis 5. September 2001 statt. Die parallel zur Internationalen Funkausstellung startende Messe vereint die Medienkonferenzen "Medienforum 2001", "Babelsberg 2001" und "BerlinBeta version 2001".

Den Auftakt bildet das "Medienforum 2001" zu Themen wie der Entwicklung neuer Technologien bei der digitalen breitbandigen Kabelübertragung. Die internationale Konferenz für Film- und Fernsehproduktion "Babelsberg 2001" informiert über die Globalisierung der Medienlandschaft und neue Marketingstrategien. Die "BerlinBeta version 2001", Messe für digitale Medien, setzt zum Abschluss der internationalen Medienwoche den Schwerpunkt auf die Interessen der "young creative industries". Veranstaltungorte sind die Medienstadt Babelberg, das ICC-Berlin und das Haus der Kulturen der Welt Berlin.


 

 

INTERNATIONALE MEDIENMESSE 2001

Die Messe der deutschsprachigen Auslandsmedien.

Außerhalb des deutschen Sprachraums werden über
3.000 deutschsprachige Publikationen herausgegeben und mehr
als 400 deutschsprachige Rundfunkprogramme ausgestrahlt.
Diese Medien wenden sich hauptsächlich an deutschsprachige
Geschäftsleute und Touristen, Angehörige von deutschen
Minderheiten oder Sprachschüler im Ausland. Für diese
Menschen sind die Publikationen und Rundfunkprogramme von
großer Bedeutung, da sie wichtige Funktionen erfüllen. So
leisten sie beispielsweise einen großen Beitrag zur
Förderung des deutschen Außenhandels, dienen Touristen als
Orientierungshilfen und stellen einzigartige Werbeträger dar.
In den letzten Jahren wurden in Osteuropa und den großen
Touristen-Zentren der Welt viele neue deutschsprachige Medien
ins Leben gerufen. Die meisten dieser Neugründungen haben
sich mittlerweile zu erfolgreichen Unternehmungen entwickelt.

Am 23. und 24. November 2001 findet im Kölner Funkhaus der
Deutschen Welle die INTERNATIONALE MEDIENMESSE statt. Es
ist die größte Informationsveranstaltung des Jahres über
deutschsprachige Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und
Fernsehprogramme im Ausland. Referenten und Aussteller aus
allen Erdteilen informieren dort über die Besonderheiten
dieser Medien und geben jungen Leuten Auskunft darüber, wie
man an einen der begehrten Praktikumsplätze in den jeweiligen
Verlagen oder Sendern kommt. Organisator der Veranstaltung
ist die Internationale Medienhilfe (IMH).

 

 
WEITERE AUSKÜNFTE BEI:

Internationale Medienhilfe (IMH)
Büro Köln/Bonn
Postfach 11 22
D-53758 Hennef bei Köln
Telefax: (02242) 7359
E-Post: 
imh@imh-deutschland.de


 


 

Mediendidaktischer Hochschulpreis
der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft


Die Gesellschaft fuer Medien in der Wissenschaft (GMW)
schreibt  seit dem Jahr 2000 jaehrlich den MEDIDA-PRIX
- einen Wettbewerb im deutschsprachigen Raum - aus, um
didaktisch motivierte Medienprojekte zu unterstuetzen,
die einen besonderen Beitrag zur Qualitaetssicherung an der
Hochschule leisten.

Dieser ist eine gemeinsame Initiative vom oesterreichischen
Bundesministerium fuer Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk),
dem deutschen Bundesministerium fuer Bildung und Forschung
(bmb+f) und dem Schweizerischen Bundesamt fuer Bildung und
Wissenschaft (BBW).
Er wurde zum ersten Mal von Oesterreich 1999 ausgeschrieben und
im September 2000 in Innsbruck vergeben.

Das Preisgeld von EURO 100.000.- wird auf Basis einer
Juryentscheidung zweckgebunden fuer die weitere Projektentwicklung
vergeben. Der Preis richtet sich an alle Studierenden,
HochschulmitarbeiterInnen und -lehrerInnen in Deutschland,
Oesterreich und der Schweiz, die hiermit recht herzlich zur
Teilnahme eingeladen werden.

Weiterfuehrende Informationen unter:
www.medidaprix.org



Journalisten-Almanach "Redaktion 2001" erschienen
Zeitgeist als Herausforderung für Selbstverständnis der Zeitungen

Wie sich die Tageszeitung und ihre Macher erfolgreich an die sich ändernden Bedingungen anpassen können, zeigen zahlreiche Autoren im eben erschienenen Almanach für Journalisten, Redaktion 2001. Dies teilte der Medienfachverlag Oberauer heute, Donnerstag, mit. Nachdem die Layouts großteils dem Zeitgeist angepasst wurden, gehe es jetzt verstärkt um das Selbstverständnis der Zeitung und derer, die sie machen. Mit Print Control sei nun erstmals eine Methode der Leserforschung auf dem Markt, die es möglich mache, für jede Ausgabe der Zeitung den Quotenkönig zu bestimmen, so der Verlag.

Im neuen Almanach hat sich Hans-Jürgen Hippler von der Zeitungs Marketing Gesellschaft auf den Weg zur leser- und nutzerfreundlichen Tageszeitung gemacht. Er zeigt, dass in der mobilen Gesellschaft die alten Verbreitungsstrukturen, die sich an politischen Grenzen orientieren, nur noch wenig Sinn machen. Aber nicht nur die Verbreitungsstrukturen stehen auf dem Prüfstand, auch die Organisationsstrukturen der Zeitungshäuser. Was Outsourcing bedeutet und welche Folgen - positiv wie negativ - damit verbunden sind, fasst Jörg Marksteiner zusammen.

Nicht die Quotenzeitung sei sein Ziel, sondern herauszufinden, wie die "Rheinpfalz" für ihre Leser noch nützlicher werden kann, erklärte Rheinpfalz"-Chefredakteur Michael Garthe, der diese Methode als erster in Deutschland angewandt hat. Markus Zölch und Carlo Imboden, die Print Control aus der Schweiz nach Deutschland gebracht haben, sprechen bereits nicht mehr von den Lesern, sondern von den Nutzern einer Tageszeitung.

Bei so vielen tiefgreifenden Veränderungen ist die Diskussion um die Qualität der Tageszeitung etwas in den Hintergrund geraten, schreibt der Verlag. Doch auch in dieser Hinsicht tue sich einiges: neue Managementmethoden, Ombudsleute mit neuen Aufgaben, neue Weiterbildungsangebote oder ein hausinterner Journalistenpreis wie etwa bei der Verlagsgruppe Rhein-Main.

Der Almanach für Journalisten, Redaktion 2001, erscheint bereits im zehnten Jahrgang und wendet sich an Journalisten, Verleger und Führungskräfte in Verlagen. Das 228 Seiten starke Buch ist von der Initiative Tageszeitung (ITZ) in Bonn herausgegeben und kann um 32 DM bzw. 224 Schilling auch online vertrieb@oberauer.com bestellt werden. Nähere Informationen sind unter http://nfj.newsroom.de/shop abrufbar.

 


Medienpreis "Pons Pons 2000" erstmals verliehen
Österreicher Egyd Gstättner für "Uschiglasierung" ausgezeichnet

Der Medienpreis "Pons Pons 2000" für kreative Wortschöpfer ist erstmals in München verliehen worden. Den ersten Preis für die Verwendung des Wortes "Uschiglasierung" in der Süddeutschen erhielt der Österreicher Egyd Gstättner. Die Wörterbuch-Redaktion Pons im Ernst Klett Verlag http://www.klett-pressebox.de zeichnete neben ihm noch mehr als ein Dutzend Journalisten und Medienexperten aus. Diese hatten im Jahr 2000 eine "besonders originelle Wortschöpfung" kreiert und diese in Print- und audivisuellen Medien veröffentlicht.

Ob ein neues Wort den Weg in ein Wörterbuch schafft, hängt auch davon ab, wie oft es publiziert wurde, und ob es darüber hinaus in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden hat, erläutern die Verlagsverantwortlichen. Dies werde anhand von Frequenzanalaysen verfolgt.

Für das nächste Jahr sind Journalisten, die ein originelles Wort erfinden und veröffentlichen, aufgefordert, ihre Wortschöpfung ab Januar für den "Pons Pons 2001" einzureichen.


 

Deutschland: Bereits 2.000 Online-Journalisten
38 Prozent der Redakteure sind weiblich

Eine Redaktionsbefragung der Katholischen Universität Eichstätt http://www.ku-eichstaett.de hat ergeben, dass derzeit in Deutschland rund 2.000 Journalisten für das Internet tätig sind. Drei Viertel der Online-Redakteure sind in einer Festanstellung tätig, der Frauenanteil nimmt mit 38 Prozent einen überraschend hohen Anteil am Online-Journalismus ein. Insgesamt wurden 187 Redaktionsleiter im Zuge der Studie befragt.

Nur ein Drittel der Redakteure haben einen Online-Anbieter als Arbeitgeber, der nicht in der alten Medienwelt verwurzelt ist. Jeweils ein Viertel ist bei Tageszeitungen und im Rundfunkbereich beschäftigt. Der Rest arbeitet für sonstige Bereiche der Presse.

Projektleiter Christoph Neuberger bilanziert: "Der Online-Journalismus hat sich bisher nur teilweise von den "alten Medien" abnabeln können." Dies gelte vor allem für die Tageszeitungen, bei denen zwei Fünftel der Online-Journalisten zugleich regelmäßig an der Printausgabe mitarbeiten.

Das Angebot des Online-Journalismus bewertet Neuberger generell skeptisch: Der kostengünstige Zugang zur Öffentlichkeit würde einerseits zu einer Vielzahl "parajournalistischer" Angebote führen, anderseits sei zwischen redaktionellen und kommerziellen Inhalten oft keine klare Grenze gezogen worden. Journalistische Inhalte dienten oft als "Lockvogel" für Werbung und E-Commerce, so Neuberger.


 



Beste US-Webjournalisten ausgezeichnet
Emily Prager, MSNBC.com und Salon.com machen das Rennen

Die Journalismusschule der Columbia University und die Online News Organisation (Ona) haben die besten Web-Journalisten mit den Online Journalism Awards ausgezeichnet. Der heuer zum ersten Mal verliehene Preis gilt als das Internet-Pendant des renommierten Pulitzer Preises.

Zu den Gewinnern gekürt wurden die Journalisten des Online-Nachrichtendienstes Salon.com , der als bestes, exklusiv für das Netz konzipiertes Produkt gilt. MSNBC.com, die Website, die von NBC und Microsoft verwaltet wird, wurde für ihre Serviceleistung und die gute Zusammenarbeit mit anderen Medien ausgezeichnet. Zum Online-Journalisten des Jahres wurde Emily Prager von Oxygen.com gekürt.

Mehr als 600 Journalisten von 200 englischsprachigen Medien aus der ganzen Welt reichten ihre Texte ein. Bei der Preisverleihung der Ona http://www.journalists.org waren rund 150 Journalisten anwesend. Die Jury bestand aus einem Team renommierter Online Journalisten. Die Online Ausbildung an der Columbia University http://www.jrn.columbia.edu gilt in Fachkreisen als eine der renommiertesten.


 




Medien/Kommunikation, Bildung/Karriere

Journalistinnen-Kongress findet Ende November in Wien statt
Medienfrauen diskutieren über "virtuelle Chance"

Ende November findet der dritte Österreichische Journalistinnenkongress unter dem Motto "Frau im Bild - Darstellungen zwischen Realität und Vorurteil" statt. Dieser Gedankenaustausch im Haus der Industrie http://www.iv-net.at soll "ein starkes Signal für medienteressierte Frauen sein", hofft Mit-Organisatorin Maria Rauch-Kallat.

Die Veranstaltung will "weibliche Strategienfindung fördern um Medienfrauen schneller auf die Überholspur zu bringen", so Rauch-Kallat. Im Rahmen der Diskussion "Die virtuelle Chance" wird auch das Verhältnis Frauen und Neue Medien beleuchtet. Durchgeführt wird die Tagung von der Agentur "Die Schwarz" http://www.die-schwarz.at .

   

                                                                 

 
 

 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:15
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