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Umgebautes Planetarium Luzern zeigt "Planetenwelten"
Modernste Video- und Computertechnologie simuliert unser Sonnensystem

Am 1. Juli 2001 öffnet das umgebaute Planetarium im Verkehrshaus der Schweiz http://www.verkehrshaus.org mit dem neuen Programm "Planetenwelten" wieder seine Tore.

Nach sechsmonatiger Umbauzeit wird weltweit erstmals ein kuppelfüllendes, digitales Videoprojektions-System mit der klassischen Sternprojektion kombiniert. Nur der alte ameisenförmige Sternprojektor von Zeiss erinnert noch an das erste 1969 erbaute Planetarium, das seither 6,7 Mio. Besucher empfangen hat.

"Planetenwelten" wurde vom Verkehrshaus selbst produziert. Die Besucher des grössten Himmelssimulators der Schweiz erleben eine Reise durch Zeit und Raum aus der Perspektive eines Astronauten. Auf faszinierende und unterhaltsame Art wird ihnen das Sonnensystem verständlich gemacht. Zuletzt werfen sie einen Blick auf den aktuellen Sternenhimmel inmitten des fotorealistischen Panoramas von Luzern. Die Vorführungen dauern ca. 35 Minuten und werden simultan in vier Sprachen übersetzt.

Ein ganzes Autorenteam steht hinter der Realisation des neuen Programms. Die fotorealistischen Bilder stammen vom Berner Illustrator Stefan Blaser. Am Mondpanorama hat er beispielsweise drei Monate lang gearbeitet. Digital umgesetzt wurden seine Bilder schliesslich von Werner Pfäffli mittels modernster Video- und Computertechnologie. Er arbeitete mit fünf virtuellen Kameras. Eine der Herausforderungen bestand darin, die Bilder unverzerrt auf die runde Leinwand zu projizieren. Acht lautlose Videoprojektoren mit je drei Linsen ersetzten die 100 knackenden Diaprojektoren. Die Musikarrangements und der Ton von Ueli Thalmann und Nadia Maurizi werden durch keine Geräusche gestört. 21 Lautsprecher besorgen die 360-Grad-Beschallung. Für Texte und Regie verantwortlich zeichnet Daniel Schlup, der Leiter des Planetariums.

Den Kuppelraum und die Vorräume gestaltet hat der Berner Architekt Christian Anliker. Alles wurde auf das Wesentliche reduziert, die Farben Blau und Schwarz dominieren. Besonderen Wert wurde auf den Sitzkomfort gelegt. Die 232 Polstersessel sind nach hinten geneigt, zusätzlich steigt der Fussboden zur Raummitte hin an. Dies erlaubt einen entspannten Blick auf die Himmelskuppel.

Die Gesamtkosten des Umbaus betrugen 5 Mio. Franken. Davon wurden 4 Mio. Franken von der Luzerner Albert Koechlin Stiftung http://www.aks-stiftung.ch übernommen.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:13
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