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Hubschrauberinstrumentenflug jetzt auch in Österreich möglich

Als einer der letzten Länder Europas ist nun auch in Österreich der Instrumentenflug mit zivilen Hubschraubern möglich. Die Behörde hat eine entsprechende Novelle mit den Richtlinien über Ausbildung und Lizenzierung von Berufspiloten mit einer Instrumentenflugberechtigung (IR(H)) für zivile Hubschrauber veröffentlicht. Die Flugschule des Christophorus Flugrettungsvereins führt als erstes Unternehmen Österreichs diese Aus- und Fortbildungen durch.

   Die ÖAMTC-Flugrettung verfügt bereits seit zwei Jahren über Instrumentenflug zugelassene Hubschrauber. Flüge waren aber bisher wegen des Fehlens gesetzlicher Bestimmungen nur unter Sichtflugbedingungen möglich. Siegfried Schwarz, Leiter der ÖAMTC-Flugschule: "Die IR(H)-Zulassung bringt einen gewaltigen Sicherheitsgewinn. Jetzt können wir dringend notwendige Krankentransporte auch bei schlechten Wetterbedingungen Tag und Nacht durchführen." Geflogen wird wie bei Linienflugzeugen mit Radar, Satellitennavigation und Autopilot.

   Der Christophorus Flugrettungsverein besitzt seit 1988 eine eigene Flugschule. Für die Sparte "Instrumentenflug" werden die ÖAMTC-Flugkapitäne Martin Lackner (OÖ), Michael Umschaden (Kärnten) und Andreas Berger (Tirol) zuständig sein, die auch schon beim österreichischen Bundesheer eine entsprechende Ausbildung gemacht haben.
 


 

Visualisierungstechnik macht Flugzeuge sicherer
Virtuelle Boeing 777 via Echtzeit-Ray-Tracing

Philipp Slusallek, Professor für Computergraphik an der Universität Saarbrücken http://graphics.cs.uni-sb.de , hat mit seinem Team eine interaktive Visualisierungstechnik entwickelt, die es erlaubt, ein komplettes Flugzeug bis ins Detail interaktiv am Bildschirm zu präsentieren. Vorgestellt wird das Echtzeit-Ray-Tracing-Verfahren von dem US-Luftfahrtunternehmen Boeing, das am 27. Januar die interaktive Visualisierung via Internet gleichzeitig an vier US-amerikanischen Standorten übertragen wird.

Mit der Präsentation will Boeing seine Manager und Entwicklungsingenieure über den neuesten Stand der Technik informieren. Für die Darstellung des originalen CAD-Modells einer Boeing 777 müssen die Daten von mehr als 350 Mio. Dreiecken interaktiv verarbeitet werden. Die Datenmenge von insgesamt 30 Gigabyte würde laut Boeing etwa 40 CD-ROMs füllen. Die neue Technik soll Konstrukteuren erlauben, sich jederzeit interaktiv durch das virtuelle Flugzeug zu bewegen und dabei jedes Detail bis hin zur kleinsten Schraube und Niete unter die Lupe zu nehmen. Laut Slusallek können Flugzeugmodelle mit dem neuen Verfahren in ihrer Gesamtheit getestet und Probleme schon vor dem Bau erkannt werden.

Auf der CeBIT 2005 http://www.cebit.de wird Slusallek den weltweit ersten Echtzeit-Ray-Tracing-Chip zeigen, der interaktiv und photorealistisch dreidimensionale Grafiken erzeugen kann. Dies lässt für die Zukunft auch viel realistischere Computerspiele erwarten, in denen auch physikalisch korrekte Schatten, Reflexionen und Lichtbrechungen eingebunden werden können.

 


 

Mikroben gefährden Jumbo-Jets
Britisches Mikrobiologie-Unternehmen im Kampf gegen Mikroorganismen
 

Winzige Mikroben stellen für Jumbo-Jets eine große Gefahr dar. Die Mini-Lebewesen, die zum Teil im Kerosin vorkommen, können Treibstoffleitungen beschädigen und zu Störungen der empfindlichen Geräte führen. Ein kleines britisches Unternehmen namens ECHA-Microbilogy http://www.echamicrobiology.co.uk hat ein Gel entwickelt, das den Mikroben ein jähes Ende bereitet.
 

"Mikroben können nicht nur Treibstoffleitungen verstopfen, sondern auch Tankanzeigen verfälschen, indem sie falsche Angaben an die Piloten im Cockpit liefern", so Ted Hill, Gründer von ECHA. Insbesondere in tropischen Gebieten sind Flugzeuge gefährdet, da sich dort durch die klimatischen Verhältnisse mehr Lebewesen bilden können, erklärt Hill. Er selbst habe Flugzeuge zu Gesicht bekommen, deren Tragflächen durch kleine Lebewesen im wahrsten Sinn des Wortes zerfressen waren. Fluglinien sind von der International Air Transport Association (IATA) http://www.iata.org aufgefordert worden, Kerosin mit dem MicrobMonitor2-Equipment auf Mikroben oder andere Lebewesen zu untersuchen. Mikrobiologische Fäulnisprozesse, Abfälle und Korrosion werden von hunderten von Bakterien, Hefe- und Schimmelpilzen erzeugt.
 

ECHA mit seinem Sitz in Cardiff bereitet nun eine Expansion seiner Produktion vor. Derzeit arbeiten nur neun Angestellte in dem Unternehmen. Durch die IATA-Empfehlung erwartet das walisische Unternehmen einen raschen Aufschwung.
 


 

Boeing: Auslieferungen 2002 um 28 Prozent rückläufig
Insgesamt 381 Flugzeuge abgesetzt - Airbus auf dem Weg zur Nummer eins

Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing http://www.boeing.com hat im Jahr 2002 weit weniger Verkehrsflugzeuge als im Jahr davor ausgeliefert. Insgesamt wurden 2002 381 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert, teilte das Unternehmen in der Nacht auf heute, Dienstag, mit. Im Vergleich zum Jahr 2001 (527 Flugzeuge) bedeutet dies allerdings einen Rückgang von 28 Prozent. Als Ursache für die Flaute nannte Boeing die schlechte Lage der Flugzeugindustrie. Hunderte von Auslieferungen seien aufgrund der angespannten Situation der Fluglinien verschoben worden. Diese leiden seit dem 11. September 2001 unter stark rückläufigen Passagierzahlen. http://www.boeing.com/news/releases/2003/q1/nr_030106a.html

Mit 223 Flugzeugen entfiel ein bedeutender Teil der Auslieferungen auf die Boeing 737, das mit rund 5.200 Bestellungen und knapp 4.400 ausgelieferten Maschinen laut Boeing erfolgreichste Verkehrsflugzeug aller Zeiten. Ferner lieferte Boeing im vergangenen Jahr 47 Boeing 777 an verschiedene Airlines. Hinzu kamen insgesamt 27 Boeing 747, 29 Boeing 757, 35 Boeing 767 sowie 20 717. Ein Aufschwung sei allerdings noch nicht in Sicht. Im laufenden Jahr rechnet der US-Konzern mit einem weiteren Rückgang der Auslieferungen auf 275 bis 285 Flugzeuge. Damit könnte der US-Konzern erstmals vom europäischen Konkurrenten Airbus überholt werden, der 2003 mit 300 Auslieferungen rechnet.

Im militärischen Bereich (Integrated Defense Systems,IDS) wurden sechs Satelliten sowie drei Delta II-Trägerraketen und die erste Rakete der neuen Trägergeneration Delta IV verkauft. Ferner übergab IDS im abgelaufenen Kalenderjahr 98 Militärflugzeuge und Hubschrauber an seine Kunden. Die wichtigsten Programme waren die F/A-18 E/F Super Hornet mit 40 Auslieferungen und das Transportflugzeug C-17, von dem 16 Maschinen übergeben wurden. Insgesamt hatte Boeing seine Produktion im vergangenen Jahr auf das niedrigste Niveau seit 1997 zurückgeschraubt und 30.000 Stellen gestrichen.
 


 

Boeing baut bis zu 30.000 Mitarbeiter ab
United Airlines soll 20.000 Stellen streichen
 

 Der US-Flugzeughersteller Boeing http://www.boeing.com wird in Reaktion auf die Terroranschläge 20.000 bis 30.000 Mitarbeiter bis Ende 2002 abbauen. Boing stelle sich auf einen Rückgang in der Produktion von Zivilflugzeugen ein, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nach Berichten von CNN-Online soll United Airlines den Beschäftigtenstand ebenfalls um mindestens 20.000 Personen verringern http://cnnfn.cnn.com/2001/09/18/companies/ual_cuts . Das würde bedeuten, dass jeder Fünfte Mitarbeiter gehen muss. Continental Airlines und U.S. Airways haben bereits in den vergangenen Tagen die Streichung von 12.000 bzw. 13.000 Stellen angekündigt.
 

Boeing rechnet damit, dass im laufenden Jahr statt der ursprünglich geplanten 538 Flugzeuge möglicherweise nur 500 ausgeliefert werden können. Für 2002 könnte die Produktion auf etwas über 400 statt der bisher erwarteten 510 bis 520 Flugzeuge sinken. Für 2003 ist derzeit ein weiterer Rückgang zu erwarten. Diese Schätzungen basieren auf einer Reduzierung der Kapazität um 20 Prozent, wie sie von den Fluggesellschaften in den USA vorhergesagt war. Boeing-Chef Allan Mulally bedauerte die Maßnahmen, die aber notwendig seien, "um unsere Kapazitäten an das schwierige und unsichere Umfeld anzupassen, dem sich unsere Kunden gegenüber sehen".
 

Die Anleger zeigten schon am gestrigen Handelstag wenig Vertrauen in die Boeing-Aktie, deren Kurs um 7,43 Prozent absackte und bei 33,14 Dollar schloss. Nach den verheerenden Kursverlusten der Fluglinien von zum Teil an die 50 Prozent am Montag ging es am Dienstag wieder leicht berauf. United Airlines legten um 8,57 Prozent, Delta Airlines um 11,05 Prozent und Northwest Airlines um 3,95 Prozent zu. Grund dafür dürften Zusagen von U.S.-Präsident Bush gewesen sein, der den Airlines ein Hilfsprogramm zusicherte. CNN berichtete, dass 15 Mrd. Dollar locker gemacht werden sollen. Die Fluglinien ersuchten gestern, Dienstag, um ein Hilfspaket in der Höhe von 24 Mrd. Dollar (pte berichtete: http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010918027 ).


 

Boeing Sonic Cruiser bestätigt hohe Erwartungen im Windkanal / Extrem leise bei Start und Landung - Weniger Emissionen - Schnell und sparsam zugleich

Im Rahmen der Entwicklung des Sonic Cruisers hat
Boeing die erste Phase von Messungen im Windkanal erfolgreich
abgeschlossen. Dabei wurden Modelle des revolutionären Jets in
verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen getestet. "Unsere
hochgesteckten Erwartungen sind dabei auf der ganzen Linie erfüllt
worden", kommentierte Walt Gillett, Vice-President und Chef des Sonic
Cruiser-Programms die Ergebnisse. "Das gilt auch für die
ausgezeichnete Umweltverträglichkeit des Sonic Cruisers." Seit das
revolutionäre Konzept für dieses Flugzeug vor einem halben Jahr der
Öffentlichkeit vorgestellt wurde, stößt es bei Airlines in aller Welt
auf großes Interesse.
  
   Der Boeing Sonic Cruiser wird knapp unter Schallgeschwindigkeit
fliegen und so die Reisezeit auf Langstreckenflügen um 15 bis 20
Prozent verkürzen. Dabei wird er trotz der höheren Geschwindigkeit
genauso sparsam sein wie heutige Langstreckenflugzeuge. Aber auch in
Bezug auf Lärm und Emissionen bietet der neuartige Jet eine ganze
Reihe von Pluspunkten.
  
   Dank seiner besonderen Konfiguration wird der Sonic Cruiser bei
Start und Landung erheblich leiser sein als konventionelle Jets. Er
wird auf jeden Fall deutlich unterhalb der neuesten Grenzwerte
liegen, die gerade international diskutiert werden. Beim Start wirkt
sich dabei vor allem die besondere Anordnung der Triebwerke positiv
aus. Sie sind strömungsgünstig in die Flügel eingebettet, so dass ein
erheblicher Teil des Lärms gar nicht mehr nach außen dringt. Hinzu
kommt der steilere Abflugwinkel des zweistrahligen Jets, der den
Lärmteppich zusätzlich verkleinert.
  
   Eine der Hauptlärmquellen beim Landeanflug sind die
Luftverwirbelungen, die an den Landeklappen entstehen. Wegen seines
großen Delta-Flügels kommt der Sonic Cruiser als einziges
Langstreckenflugzeug aber ohne diese Landehilfen aus. Zudem wird
Boeing bei der Entwicklung des Sonic Cruisers die Ergebnisse
umfangreicher Messungen im Windkanal berücksichtigen, bei denen die
Entstehung von Lärm an Fahrwerk, Flügel und Rumpf genau untersucht
wurde.
  
   Triebwerke neuester Technologie, an denen die drei großen
Hersteller General Electric, Pratt & Whitney und Rolls-Royce zur Zeit
arbeiten, werden zusätzliche Entlastung für die Umwelt bringen. Die
Emissionen von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Unverbrannten
Kohlenwasserstoffen werden niedriger sein als heute. Damit ist der
Sonic Cruiser nicht nur leise und sparsam, sondern auch besonders
sauber.
  
   Als Flugzeug, das neue wirtschaftliche Direktverbindungen
eröffnet, wird der Jet mit dem futuristischen Design vor allem die
großen, hochbelasteten Drehkreuze des Weltluftverkehrs entlasten.
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sind generell umweltfreundlicher als
Umsteigeflüge, denn weniger Starts und Landungen bedeuten weniger
Treibstoffverbrauch, weniger Emissionen und natürlich auch weniger
Lärm.


 


 

Sicher fliegen mit vereisten Flügeln
Intelligentes Sensorsystem berechnet Störungen der Aerodynamik bei Flugzeugen

 Luftfahrtingenieure der University of Illinois http://www.uiuc.edu/ haben ein rechnergestütztes Sensorsystem entwickelt, das vereiste Flugzeuge sicher und manövrierfähig halten soll. Heutige Anti-Eis-Systeme sind vor allem darauf ausgerichtet, das Entstehen von Eisschichten am Flugzeugkörper zu verhindern, oder entstandenes Eis zu entfernen. Das neue Eis-Management-System hingegen setzt darauf, die Wirkung der Eisschichten auf die Flugdynamik zu messen und den Piloten darüber zu informieren. Zudem soll es dann Flugmanöver der Piloten unmöglich machen, die die Maschine wegen der Vereisung zum Absturz bringen könnten. In fernerer Zukunft könnte das System sogar direkt mit dem Autopiloten zusammenarbeiten und den Flug steuern helfen, während die menschliche Besatzung nur noch informiert wird.

Das System setzt ein, nachdem die herkömmlichen Anti-Eis-Systeme ihren Dienst getan haben, erklärt Michael Bragg vom Forscherteam. Über Sensoren analysiert das neuronale Netz den Status Quo der Flugdynamik und gleicht ihn mit gespeicherten Vorgaben ab. Eis auf den Tragflächen und dem restlichen Flugkörper verändert die Stabilität, Flugleistung und Kontrollierbarkeit des Flugzeugs. Flugmanöver, die im Normalzustand harmlos sind, können dann gefährliche Auswirkungen haben.

Die Forscher entwickelten zunächst Rechenmodelle für das Spektrum der Auswirkungen von Eisschichten auf die Flugdynamik. Dann entwickelten sie Methoden, diese Wirkungen mit Hilfe von Sensoren am realen Flugzeug zu entdecken und einzuordnen. Ein neuronales Netz berechnet aus den Informationen die Flugdynamik. Ein erster Test in der Luft diente dazu, die Modelle und Algorithmen der Forscher zu bestätigen. Im kommenden Jahr soll ein Prototyp des kompletten Systems fluggetestet werden.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:13
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