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"Brockhaus multimedial 2006 premium" mit
der "Giga-Maus 2005" ausgezeichnet
Der neue "Brockhaus multimedial 2006 premium" erhält die
"Giga-Maus 2005" in der Kategorie "Familie".
Im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist die Premiumversion des
neuen Multimedialexikons "Brockhaus multimedial 2006 premium" aus dem Verlag
Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG mit dem Softwarepreis "Giga-Maus
2005" in der Kategorie "Familie - Nachschlagen" ausgezeichnet worden. "Ein
solides, aktuelles und breit gefächertes Nachschlagewerk mit umfangreichen
Medien- und Lerninhalten für alle Familienmitglieder. Erwachsene greifen auf den
bewährten Brockhausbestand zurück, Schüler werden die Schülerbibliothek mit
Nachschlagewerken zu zehn Fächern und das Duden-Oxford-Kompaktwörterbuch
schätzen und selbst die Jüngsten können im Kinder- und Jugendlexikon bereits
nachschlagend die Welt erkunden", lautete die Begründung der Jury. bei der
Preisverleihung. Den Preis für empfehlenswerte Softwareangebote für Kinder,
Jugendliche und die ganze Familie verleihen die Zeitschrift "ELTERN for family"
und der Computerhersteller Hewlett-Packard.
Der "Brockhaus multimedial 2006" ist seit Ende August als Standard- und als
Premiumversion auf DVD und CD-ROM im Handel erhältlich. Er kostet 49,95 Euro,
die preisgekrönte Premiumversion ist für 99,95 Euro zu haben. Ende November
erscheint die Premiumversion auch für Mac OS X und Linux.
Der "Brockhaus multimedial 2006" enthält 255 000 Artikel und 330 000
Stichwörter, darunter 120 000 Wörterbucheinträge und einen 3-D-Globus mit zwei
Millionen Einträgen und Höheninformationen für jeden Flecken der Erde. Hunderte
von Animationen, Video- und Audioelementen veranschaulichen das Wissen.
Neu ist unter anderem das integrierte Kinder- und Jugendlexikon, das für die
jungen Benutzer das Wichtigste in sprachlich passender Form präsentiert. Zu den
Neuheiten im prämierten Multimedialexikon gehört auch der Brockhaus-Kulturführer
mit ausführlichen Artikeln von A wie "Aida" bis Z wie "Zwölf Uhr mittags" zu
jeweils 50 Werken aus Literatur, Oper, Theater und Film. Exklusiv im
Jubiläumsjahr von Brockhaus enthält der Preisträger einen Auszug aus der
Festschrift "200 Jahre Brockhaus" mit wissenswerten Fakten aus der
Verlagsgeschichte.
Der Bereich "Schule und Lernen" bereitet nun auch aufs Abitur vor:
Neben umfangreichem Basiswissen zu zehn Fächern für die Klassen 5 bis 10 ist nun
auch das Grundlagenwissen für die Oberstufe dabei.
Zum spielerischen Lernen animieren das auf 12 000 Fragen erweiterte
Mehrspielerquiz und ein Länderpuzzle. Bei der Aussprache schwieriger Wörter
helfen in der aktuellen Version mehr als 15 000 akustische Aussprachehilfen.
Das prämierte Lexikon gibt es erstmals zusätzlich als "Brockhaus-multimedial-Unterrichtsbox"
für Schulen: Sie enthält einen "Brockhaus multimedial 2006 premium" (DVD-ROM)
mit einer Klassenraumlizenz für 15 gleichzeitige Zugriffe und bietet viele
nützliche Unterrichtsmaterialien für Lehrer. Das Paket ist für 409,- Euro über
den Buchhandel zu bestellen.

125 Jahre Duden - mit über einer Million
Visits ins Jubiläumsjahr / Rekordergebnis für die Homepage des Dudenverlags
www.duden.de im Januar 2005
Der "Duden" feiert in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag. Am 7.7.1880
erschien Konrad Dudens "Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen
Sprache", der so genannte "Urduden", im Verlag Bibliographisches Institut in
Leipzig.
Mit über 1,2 Millionen Visits auf
www.duden.de im Januar fing das Jubiläumsjahr für den traditionsreichen
Dudenverlag gut an. Das sind die höchsten Besucherzahlen, die der
Duden-Internetauftritt je erzielt hat. Seit vier Jahren steigen die Visits
kontinuierlich; seit September 2004 haben sie sich sprunghaft nach oben
entwickelt und mehr als verdoppelt.
Zwei Faktoren haben diese Entwicklung wesentlich begünstigt und bestimmt:
Ende August 2004 erschien öffentlichkeitswirksam das Geburtstagskind "Duden -
Die deutsche Rechtschreibung" in 23. Auflage - auf allen technischen
Plattformen: als Buch, als CD-ROM für Windows, Mac und Linux sowie erstmals auch
als Software für Handhelds und Smartphones. "Wir waren auf das große Interesse
und Informationsbedürfnis vorbereitet. Selbstverständlich auch im Netz. Die
Zugriffszahlen auf die eingerichtete Produktseite
www.duden.de/rechtschreibduden haben die Erwartung bestätigt und
übertroffen", freut sich Dudensprecherin Angelika Böhm. "Wichtig für den
außergewöhnlichen Anstieg der Besucherzahlen waren außerdem unsere erfolgreichen
Onlineservices, allen voran die neue 'Duden-Suche', die im September letzten
Jahres an den Start gegangen ist." Unter
www.duden-suche.de lässt
sich jederzeit online in ausgewählten Wörterbüchern des Dudenverlags
nachschlagen.
Dazu passt die überdurchschnittliche Steigerung der Abonnentenzahlen des
Newsletters der Duden-Sprachberatung im letzten Jahr von 48 000 auf 80 500.
Aktuell beziehen ihn bereits über 82 000 Leserinnen und Leser. Der kostenlose
Newsletter erscheint alle vierzehn Tage, umfasst eine kurzweilige Mischung aus
Informationen zur Rechtschreibung, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem
rund um die deutsche Sprache und lässt sich unter
www.duden.de/newsletter
abonnieren.
Sehr erfolgreich entwickelt sich schließlich auch der Download-Shop, der
ausgewählte Titel des Dudenprogramms und kostenlose Demoversionen anbietet:
www.duden.de/downloadshop.

Diskussionen, Geschichte(n) und
Kinderplaneten
Wiens Büchereien bieten ein kritisches, engagiertes Februar-Programm 2005
Gleich zu Monatsbeginn starten Wiens Büchereien am 2. Februar mit der mutigen
Diskussion "Fair und sensibel - Polizei und AfrikanerInnen, wo die Formel
"Schwarzer = Dealer" und andere vorgefasste Denkweisen rund um Schwarzafrikaner
hinterfragt und diskutiert werden. Vertreter der Kriminalpolizei Wien, des
Institutes für Afrikanistik und Politiker gehen ab 19 Uhr diesem Thema nach.
Anderen Kulturkreisen widmet sich auch die Buchpräsentation am 10. Februar: Der
deutsch-irakische Autor Sherko Fatah wird aus seinem Roman "Onkelchen", einem
eindringlichen, dichten Reisebericht über Gewalt, Exil und die Unbehaustheit der
Opfer lesen. Ihr Prosadebüt "Reiche Mädchen" gibt hingegen am 16. Februar die
gefeierte junge deutsche Lyrikerin Silke Scheuermann zum Besten: Ironisch,
lakonisch, amüsant und messerscharf zeichnet sie das Bild einer Generation, die
sich nach dem Gewöhnlichen sehnt und doch so viel mehr als das Gewöhnliche will.
Beide AutorInnen stehen für Interviews zur Verfügung.
Ausstellung: Amerikanische Soldaten in Wien
Das Alltagsleben amerikanischer Besatzungssoldaten in Wien steht im
Mittelpunkt der Ausstellung "off limits. Amerikanische Soldaten in Wien
1945-1955". Anhand von Plakaten, Fotos und Dokumenten versucht die Schau der
Wiener Stadt- und Landesbibliothek vom 18. Februar bis 30. April Aspekte des
Alltagslebens anno dazumal nachzuzeichnen. In der Hauptbücherei am Gürtel ist
jener Teil der Schau zu Gast, der sich den Medien dieser Zeit, wie etwa die
Wandzeitung "Amerika ruft Österreich", widmet. Die Ausstellung der "Schönsten
Bücher Österreichs, Deutschlands und der Schweiz" wird aufgrund des großen
Publikumsinteresses um zwei Wochen bis zum 12.Februar verlängert.
Programmschwerpunkte für Kinder und Senioren
Der Kinderplanet Kirango lockt auch im Februar wieder mit zahlreichen
Events. Ob Girlanden basteln, Fotostories produzieren, Modellier-Workshops oder
das Lernen von Power-Point-Präsentationen - einige Veranstaltungen werden
türkisch und deutsch moderiert. Jeden Mittwoch um 15 Uhr findet zudem die
Kirango-Club-Veranstaltung statt. Eine Anmeldung unter
kirango@buechereien.wien.at ist
dafür erforderlich. Der Montag gehört hingegen der älteren Generation. Jeweils
von 11 bis 14 Uhr wartet ein Team der Hauptbücherei am SeniorInnentreffpunkt im
College eins und hilft bei der Mediensuche im elektronischen Katalog und am
Regal, gibt Tipps zur Orientierung im Haus und macht Bibliotheksführungen.
o Weitere Informationen:
www.buechereien.at/

Buchklub: Abschied vom traditionellen
Lesebegriff
"Verabschieden wir uns vom traditionellen Lesebegriff! Die derzeitige
Diskussion über die Lesekompetenz der Jugendlichen konzentriert sich aufs
Buchlesen und hängt sozialromantischen Erinnerungen nach. Tatsache ist: Viele
Jugendliche (vor allem Burschen) lesen zwar nicht gern Bücher, aber sie lesen
öfter und besser, als Erwachsene meinen. Denn sie lesen - ganz
selbstverständlich und gern - in den neuen Medien. Sie nutzen Internet, PC,
Computerspiele und oft auch Zeitschriften, sie kommunizieren lesend
untereinander per SMS, E-Mail, Chats", sagt Mag. Gerhard Falschlehner,
Geschäftsführer des Buchklubs. Bei allen genannten Kommunikationsformen sind
Lesefähigkeiten notwendig. Freilich unterscheidet sich Lesen am Bildschirm vom
Buchlesen gravierend: schnelles, punktuelles, selektives Lesen ist gefragt;
informationsorientiertes Lesen löst das belletristische Lesen ab.
Moderne Leserziehung muss bei dieser veränderten multimedialen Lesewelt
ansetzen. Die Verbindung von traditionellen und neuen Medien ist daher für den
Buchklub der richtige Weg, bei den Kids auch Lesefreude zu wecken. Dafür gibt es
einzigartige Angebote: Zu jedem Band der Buchklub GORILLA-Taschenbuchreihe für
10- bis 14-Jährige bietet das Web eine "Cybertour". Unter
www.buchklub.at/gorilla
finden sich Links, interaktive Quiz- und Übungsseiten sowie
Hintergrundinformationen. Mit dem Surfspaß für daheim oder für den Unterricht
können auch Buchverweigerer zum Schmökern verlockt werden. Für die Jüngeren
bietet der Buchklub mit den kindgerechten Zeitschriften PHILIPP und FAXI
spannenden Lesestoff für die Schule oder zu Hause. Auch dazu gibt's im Web
interaktive Seiten mit Spielen und Übungen.
Buchklub-Angebote auch für Eltern
Wichtig für die Entwicklung der Lesefreude ist die Familie, sind die
Leseerfahrungen zu Hause. Um Eltern über die neue Lesewelt zu informieren und
mit praktischen Tipps zu versorgen, gibt der Buchklub das "Elternmagazin"
heraus. Dieser Medienratgeber enthält Beiträge über Kinder- und Jugendliteratur,
Computerspiele, TV-Konsum und vieles mehr. Bei Leseproblemen der Kinder können
sich Eltern direkt an den Buchklub wenden: Der "Leichter lesen-Service"
beantwortet telefonische und Mailanfragen rund um das Lesen. Falschlehner
abschließend: "Was wir aus der PISA-Studie lernen sollten:
Verabschieden wir uns vom traditionellen Lesebegriff! Der Weg zum guten Leser
führt heute vor allem über die neuen Medien und dann - hoffentlich - zum guten
Buch."
www.buchklub.at
www.lesefit.at

Hörbuch Deutsch-Frau, Frau-Deutsch: Mario
"Frauenflüsterer" Barth jetzt auf CD / Nie war Zuhören so wertvoll wie heute
Nicht Spanisch, nicht Englisch, nein: FRAU ist die Sprache der Zukunft!
TV-Comedy-Star und Retter deutschsprachiger Liebesbeziehungen Mario Barth stürmt
mit seiner "Schnellen Hilfe für den ratlosen Mann" derzeit die
Sachbuch-Bestsellerlisten. 350.000 verkaufte Bücher in wenigen Wochen. Wenn das
nicht bedeutet, dass es dringenden Bedarf an zwischengeschlechtlicher
Übersetzungshilfe gibt. Doch lesen Jungs die Bücher, die sie kaufen, auch
wirklich? Und:
Verstehen sie beim Durchblättern alles? Simpler wird's nimmer: Jetzt einfach das
Hörbuch in den CD-Player stecken und die Lauscherchen aufsperren.
Der Langenscheidt Sprachführer Deutsch-Frau, Frau-Deutsch scheint für Männer
hier zu Lande das Werkzeug schlechthin zu sein, wenn es um die Entschlüsselung
komplizierter Frauensprache geht. Doch wissenschaftlichen Untersuchungen zum
Thema "Geschlechtsspezifisches Leseverhalten" zufolge haben Männer größere
Schwierigkeiten mit dem Verständnis von Büchern als Frauen. Sie sind halt
einfacher gestrickt und tun sich mit audiovisuellen Medien leichter. Zum Glück
hat der Münchner Kommunikationsprofi Langenscheidt in 150 Jahren
Verlagsgeschichte noch immer alles dafür getan, dass die Nutzer seiner
Sprachlernprodukte mit den Inhalten wirklich klar kommen.
Mario Barth hat seinen Erfolgstitel nun - speziell für die männliche
Zielgruppe - auf Tonträger gesprochen. Mit frecher Berliner Schnauze verklickert
er ab sofort auf CD, warum Frauensprache eine Wissenschaft für sich ist und
warum sie zu beherrschen wirklich lohnt. Und wie das bei Sprachen so ist: Je
öfter man die Lektion (=Track) wiederholt, desto mehr bleibt hängen.
In 15 Kapiteln unterrichtet Barth Männer in der Kunst, den weiblichen Subtext
zu verstehen. Merke: Bei allem, was frau von sich gibt, schwingt
Bedeutungsschwangeres mit. Zum Beispiel beim Shoppen:
Wie soll ein Mann denn riechen, dass beim Schuhkauf "Die laufen sich noch ein!"
nichts anderes bedeutet als "Sie sind ein bisschen klein, aber ich will sie
haben!"? Wem es gelingt, die subtilen Botschaften zu entschlüsseln, der wird zum
partnerschaftlichen Vollchecker. Und ein weibliches Wesen, das sich zutiefst
verstanden fühlt, gibt ihrem Liebsten einfach alles: Zügellose Freiheit
(Saufabende mit den Kumpels), Möglichkeiten zur Kontemplation
(Sportschaugucken), Streicheleinheiten (S**), Entspannung (S**), Liebe (S**) ...
Mindestens drei gute Gründe also, sich mit den weiblichen Gehirnwindungen näher
zu beschäftigen, Männer. Und wer nicht hören will, muss fühlen.
Wer sich's zutraut, kann sich auch das Buch (ISBN: 3-468-73122-1, Euro 9,95)
besorgen. Am Ende zählt sowieso nur, dass alle Männer endlich Frauenversteher
werden.
Das Erfolgsduo Barth-Langenscheidt - besser als mancher Paartherapeut:
www.langenscheidt.de/deutsch-frau
Alles über Mario Barth, sein Programm und seine TV-Präsenz:
www.mario-barth.de
DAS HÖRBUCH ZUM BESTSELLER: DEUTSCH-FRAU / FRAU-DEUTSCH
von und mit Mario Barth
ISBN: 3-468-73116-7 / EUR 14,95 (D) - EUR 15,50 (A) - sFr 28,30
Erscheinungstermin im Handel: Dezember 2004
LANGENSCHEIDT VERLAG MÜNCHEN

ORF-Bestenliste Dezember: Friederike
Mayröcker an der Spitze
Die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker setzt sich im Dezember
2004 an die Spitze der ORF-Bestenliste. Ihre "Gesammelten Gedichte" aus 64
Jahren, erschienen bei Suhrkamp, landeten mit großem Punktevorsprung auf Platz
eins. Auf Platz zwei:
die junge Deutsche Juli Zeh mit ihrem fulminanten Schülerroman "Spieltrieb",
einer zeitgemäßen Paraphrase auf Musils Novelle "Die Verwirrungen des Zögling
Törless". Auf Platz drei: der israelische Romancier Amos Oz mit seiner
monumentalen Familiensaga "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis".
ORF-Bestenliste Dezember 2004:
1) Friederike Mayröcker, "Gesammelte Gedichte", Suhrkamp 2) Juli Zeh,
"Spieltrieb", Schöffling 3) Amos Oz: "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis",
Suhrkamp 4) ex aequo: Barbara Honigmann, "Ein Kapitel aus meinem Leben", Hanser
4) ex aequo: Marlene Streeruwitz, "Morire in levitate", S. Fischer 6) ex aequo:
Sherko Fatah, "Onkelchen", Jung und Jung 6) ex aequo: Michael Hamburger,
"Unterhaltung mit der Muse des Alters", Hanser 6) ex aequo: Alice Munro, "Himmel
und Hölle", S. Fischer 9) ex aequo: Imre Kertész, "Detektivgeschichte", Rowohlt
9) ex aequo: Dezsö Kosztolányi, "Ein Held seiner Zeit", Rowohlt Berlin

Buchwoche im Wiener Rathaus: 130 Verlage,
60 Lesungen
Vom 16. bis 21. November, täglich von 10 bis 19 Uhr, wird das Wiener
Rathaus wieder zur ersten Adresse für Bücherfreunde. Rund 60 Verlage zeigen ihre
Publikationen im Festsaal und den angrenzenden Räumlichkeiten, bei 14
Buchhandlungen kann man die Bücher auch kaufen, 60 Lesungen und 20
Kinderveranstaltungen sorgen dafür, dass die Literatur lebendig präsentiert
wird. Der Eintritt ist frei.
Im Rahmen der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch" kommen heuer 100.000 Exemplare
von Johannes Mario Simmels Roman "Das geheime Brot" an die Lesergemeinde zur
Verteilung. Startschuss für die Aktion ist am Dienstag, 12.30 Uhr im Festsaal.
Bürgermeister Dr. Michael Häupl und der Autor enthüllen den "Bücherturm" mit den
begehrten Exemplaren von Simmels Roman, der auch in zahlreichen Buchhandlungen
gratis zu bekommen ist.
Auf dem Veranstaltungsprogramm der Buchwoche stehen so prominente
AutorInnen wie Martin Walser, Kathrin Röggla, Péter Nádas, Wolfgang und Heike
Hohlbein, Robert Schindel, Dietmar Grieser, Elfriede Hammerl, Georg Stefan
Troller, Eva Rossmann und Dagmar Koller. Das Kinderprogramm, bei dem 20
AutorInnen ihre jüngsten Bücher vorstellen, bestreiten unter anderem Renate
Welsh, Heinz Janisch und Alfred Komarek. Durch das Programm im Literaturcafé und
im Kindersaal führen Gabriele Madeja und Günter Kaindlstorfer. Bereits am
Eröffnungsabend vor der Publikumsöffnung der Buchwoche, am Montag 15. November,
wird der mit 7.200 Euro dotierte "Ehrenreis des Österreichischen Buchhandels
für Toleranz im Denken und Handeln" an den Schriftsteller und Essayisten Erich
Hackl verliehen.

Buch: Keine Zeit mehr zum Schlafen
Kulturhistorische Betrachtung japanischer Ruhegewohnheiten
Wien/ R E Z E N S I O N
Warum schlafen so viele Japaner in Zügen und Sitzungen? Was
machen die Bewohner im Land der aufgehenden Sonne in der Nacht? Der Frage nach
den Schlafgewohnheiten der Japaner geht ein Werk von Brigitte Steger nach. Die
Wissenschaftlerin für Japanologie am Institut für Ostasienwissenschaften der
Universität Wien betrachtet dabei aber auch Themen wie Zeitverwendung,
Arbeitsethik, Geschlechterverhältnisse, soziale Beziehungen, den Umgang mit
Ängsten und das Verhalten in der Öffentlichkeit. Das Buch "(Keine) Zeit zum
Schlafen" ist im LIT-Verlag
http://www.lit-verlag.de erschienen.
Ein Satz in der japanischen Philosophie lautet "Um etwas zu vollenden, schlafe
und warte". So könne man auch die Entstehungsgeschichte des Werkes umreißen,
meint Steger schon im Vorwort. Denn der zuständige Leiter der Forschungsstelle
beschied der Autorin 1993, dass ein Stipendienantrag über einen
Forschungsaufenthalt über kulturelle und sozialwissenschaftliche Aspekte des
Schlafens in Japan aussichtslos sei. Das Schlafen hängt aber mit dem Verständnis
für das Wirtschaftswunder Japans eng zusammen: Japaner sind beinahe ein Synomym
für "Arbeitstiere". Und dieses Synomyn hält sich auch in wirtschaftlichen
Krisenzeiten hartnäckig, erklärt die Autorin. Diese Tatsache wird auch im
täglichen Leben Japans permanent wiederholt. So lautet der Werbeslogan eines
Energy-Drinks "Kannst Du 24 Stunden durchkämpfen? Businessman. Japanischer
Businessman." Dabei scheinen selbst die Japaner über ihren Lebensstil zu sagen,
er wäre verrückt, weil es verrückt sei, so viel zu arbeiten. "Aber in diesem
Jammern schwang auch gleichzeitig ein Stolz mit, fleißiger und daher in
moralischer Sicht besser zu sein als der Rest der Menschheit", schreibt Steger.
Der Aufarbeitung der verschiedenen sozialen und kulturellen Aspekte des
täglichen Lebens in Japan widmet die Autorin reichlich Platz. So erklärt sie die
Schlafstätte, die Raumaufteilung in traditionellen japanischen Häusern, Theorien
über das Schlafen und Ruhen in medizinischen Lehren und in der Geistesgeschichte
des Landes und auch den Schlaf in physiologischer Sicht. Die Betrachtung der
Ruhezeiten führt erneut in die japanische Tageszeiteinteilung und in die
Zeitmessung, die dem chinesischen Kalendarium bzw. den chinesischen
Tierkreiszeichen entspricht. Die Japaner produzierten ab dem Beginn des 17.
Jahrhunderts, und damit wesentlich früher als die Chinesen, selbst mechanische
Uhren. Bis dahin waren Tempelglocken die einzige Methode der Zeitmessung. Die
Uhren waren Imitationen europäischer Uhren und hatten auch in Japan bald
römische Ziffernblätter anstelle der zwölf chinesischen Tierkreiszeichen, die
bis dahin den Stunden des Tages entsprachen. Steger geht in ihrem Buch auf die
Entwicklung dieser Zeitmessung genau ein.
In einem Kapitel vergleicht die Buchautorin die Kulturen der
Schlaforganisationen international miteinander: Die Japaner schlafen heute um
eine Stunde weniger als noch während der 50-er Jahre. Damals waren es acht
Stunden und 15 Minuten, heute sind es sieben Stunden und 23 Minuten. Im
internationalen Vergleich rücken die Japaner damit nahe an den Weltrekord, denn
im Durchschnitt schlafen männliche Europäer und Amerikaner täglich acht Stunden
und sieben Minuten, wobei die Frauen elf Minuten länger ruhen. Japanische
Autoren ziehen diese Statistik gerne als Hinweis für ihren Fleiß heran. Der
Zusammenhang scheine logisch, denn Fleiß führe zu Fortschritt und Entwicklung.
Dies sei ein Teil der Argumentation im Rahmen des internationalen Wettbewerbs
von Fortschritt, gesellschaftlicher Überlegenheit und Lebensqualität. Ad
absurdum geführt wird diese Studie aber gleich eine Seite weiter: Denn nach
neuesten Studien schlafen auch die männlichen Bewohner der indonesischen
Hauptstadt Jakarta nur sechs Stunden 19 Minuten. Die Frauen in Jakarta kommen
immerhin auf sieben Stunden und sechs Minuten. Es gibt keine Theorie ohne eine
Gegentheorie. Die Autorin packt das Thema wissenschaftlich aber dennoch mit
Humor an und untersucht die Schlafmethoden zum Gescheiterwerden, erstellt eine
Typologie von Kulturen der Schlaforganisation und prägt den Begriff der
"sozialen Tarnkappe". Nach knapp 430 Seiten ist der Leser erstaunt, dass es so
viele Aspekte zum Thema "Schlafen" gibt

Österreichs größte Buchgemeinschaft gibt neuen
Herbstkatalog heraus
Magazin "Büchergilde Gutenberg" punktet mit hochkarätigen
Werken
Pünktlich zu Beginn der "Lesezeit" gibt Österreichs größte
Buchgemeinschaft, die "Büchergilde Gutenberg" seinen neuen, gleichnamigen
Herbstkatalog heraus. Das Magazin rund um Bücher und Musik punktet mit
prämierten Werken aus nahezu allen Musikrichtungen und hochkarätiger
Literatur. Betrachter der viermal im Jahr erscheinenden "Büchergilde" sollen
nicht nur auf den literarischen Geschmack kommen, sondern werden unter anderem
auch auf einen kulinarischen Streifzug durch Österreichs Küchen eingeladen.
Die Distribution in Österreich erfolgt durch den Pichler Medienvertrieb.
Karl Kraus "Die letzten Tage der Menschheit" und Ernst Jandls "Aus dem
wirklichen Leben" sind nur zwei der bekannten Werke, die in der Büchergilde
vorgestellt werden. Ein weiterer bibliophiler Leckerbissen: Wolfgang Grätz,
der Meister der Textur, und seine künstlerische Ausseinandersetzung mit
Prosper Marimees Novelle Carmen. Im Exklusiv-Interview steht Inge Deutschkorn
Rede und Antwort und stellt ihr neues Buch "Das verlorene Glück des Leo H"
vor. Es geht um ihre Bekanntschaft mit Leo Hauser und ein jüdisches Schicksal
nach 1945. "Mattersberger zum Nachkochen", "Wo ißt Österreich" von Christoph
Wagner und Klaus Egle, sowie Wolfgang Dähnhards "Edelsüße Pracht" machen die
Büchergilde zu einem wahren Österreich-Schmankerl.

Die Büchergilde ein Dialog über Literatur, Kultur und Gesellschaft
Seit ihrer Gründung setzt sich die Büchergilde für den Erhalt
buchhandwerklicher Tradition ein und führt den Dialog über nationale und
internationale Literatur, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen. 1998
wurde sie von den Mitarbeitern übernommen und arbeitet seither als
konzernunabhängige Buchgemeinschaft mit einer Mitgliederzahl von rund 1,5
Millionen in Österreich und 130.000 in Deutschland. Mit einer Auflage von
insgesamt 80.000 bis 100.000 Exemplaren (in Österreich und Deutschland)
erscheint das Magazin rund 4mal im Jahr. Den Mitgliedern beschert das eine 20-
bis 30-prozentige Preisersparnis ohne Mitgliedsbeitrag und Kaufzwang.

Pichler Medienvertrieb ein Unternehmen der Pontes-Gruppe
Die Pichler Medienvertrieb GmbH ist ein Unternehmen der Pontes-Gruppe. Die
Ursprünge des Traditionshauses reichen bis ins Jahr 1793 zurück. Im Rahmen
einer Umstrukturierung wurde 1996 der Schwerpunkt auf den Vertrieb und
Versandbuchhandel gelegt, es entstand das Unternehmen in seiner heutigen Form.
Im vergangenen Jahr erzielte Pichler einen Umsatz von 60 Millionen Schilling.

Buch.de will buch.ch übernehmen
Heute wird in München über das Kaufangebot entschieden
Der deutsche Internetbuchhändler buch.de internetstores AG
http://www.buch.de mit Sitz in
Münster möchte die Schweizer buch.ch AG
http://www.buch.ch übernehmen.
Buch.ch ist eine Tochtergesellschaft der mediantis AG
http://www.mediantis.de in
München. Buch.de habe der mediantis AG ein verbindliches Kaufangebot über 2,7
Mio. DM übermittelt, wie der Internetbuchhändler heute Mittwoch mitteilt.
Mediantis kann das Kaufangebot nur annehmen, wenn der Vorstand heute an der
Hauptversammlung im München dazu ermächtigt wird. Zudem steht der Kauf noch
unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Mit der
Akquisition könnte buch.de die in Deutschland mit dem Marktführer im
stationären Handel Thalia-Phönix
http://www.phoenix-buecher.de (Douglas Holding AG) schon erfolgreich
etablierte Multi-Channel-Strategie auf die Schweiz ausdehnen. Die
Douglas-Gruppe
http://www.douglas-holding.de hatte letztes Jahr bereits die Schweizer
Buchhandlungen Jäggi und Stauffacher übernommen.

Internet-Datenbank für Buchlizenzen aus Österreich
Gemeinschaftsprojekt versteht sich als
Kommunikations-Plattform
Die Wirtschaftskammer Österreich
http://www.wko.at und die Buchmarketing GmbH
http://www.buchmarketing.at
haben im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die Internet-Lizenzbörse "foreign-rights.at"
http://www.foreign-rights.at/ vorgestellt, mit der österreichische Verlage
beim Verkauf von Lizenzen unterstützt werden sollen. In der mit einer
Suchmaschine ausgestatteten Datenbank finden sich detaillierte
Titelinformationen und aktuelle Angaben zu freien Rechten und vergebenen
Lizenzen. Das Projekt versteht sich als Kommunikations-Plattform, die Verlagen
bei der Suche nach Kooperationspartnern im In- und Ausland zur Verfügung
steht.
Er hoffe auf künftige erfolgreiche Lizenzgeschäfte der heimischen Verlage
mit Hilfe dieses professionellen Instruments, erklärte dazu
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Für Österreich spielt der Einkauf
von Lizenzen eine noch eher unbedeutende Rolle. So zeigt die aktuelle Studie
"Buchverlage in Österreich" (vgl. pte:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010917041 ), dass von 1989 bis 1999 in
Deutschland durchschnittlich 13 Prozent der jährlichen Buchproduktion auf
Übersetzungen beruhten, in Österreich hingegen nur rund fünf Prozent. Der
Verkauf von Lizenzen ins Ausland sei ebenfalls ausbaufähig, so die
Wirtschaftskammer in einer Aussendung.
Die Lizenz-Datenbank wurde von der Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem
Bundesgremium der Buch- und Medienwirtschaft im Rahmen der Exportoffensive ins
Leben gerufen. Als Basis dient das Portal der Wirtschaftskammer. Für die
Umsetzung und die professionelle Betreuung zeichnet die Buchmarketing GmbH
verantwortlich, die Kosten sowie das Providing, Hosting und die IT-Wartung
übernehmen Wirtschaftskammer und Bundesgremium. Bei der Nutzung der Plattform
fallen weder Provisionen noch andere Vermittlungsgebühren an. Voraussetzung
für den Eintrag in der Datenbank ist die Mitgliedschaft beim Bundesgremium.

Büchern droht gleiches Internet-Schicksal wie CDs
Nach der Musikindustrie fürchten nun Verlage
Internet-Piraterie
Die Angebote kostenloser Downloads von E-Books im Internet nimmt weiter zu.
Das hat die britische Internet-Monitor-Dienst Envisional
http://www.envisional.com
am Mittwoch mitgeteilt. Gerade die Bestseller von bekannten Autoren wie
Stephen King, Harry Potter-Mutter J.K. Rowling oder John Grisham seien als
Download frei erhältlich. Fast 7.300 verschiedene E-Books habe man bei der
Suche in Napster-ähnlichen Tauschbörsen wie gnutella gefunden.
Science Fiction und Fantasy sind laut Envisional die beliebtesten Genres.
Entweder seien die Kopien geknackte Copyright-E-Books oder traditionelle
Bücher würden gescannt und mit Adobe oder Microsoft Reader ins Netz gestellt.
"Ein ähnliches Problem wie das der Musikindustrie mit MP3s wird auf die
Verlage zukommen", meint Ben Coppin, COO bei Envisional. Der Umsatz beim
CD-Verkauf in Deutschland ist im ersten Halbjahr um fast elf Prozent
zurückgegangen. Die Musikindustrie macht vor allem das illegale CD-Brennen
dafür verantwortlich. Die Summe aus den bespielten CD-Rohlingen sowie den
Downloads des vergangenen Jahres entspricht in etwa einem Umsatz von 3,3 Mrd.
Mark.
Die neuen Technologien der E-Book-Reader hätten das Buch von seiner
physischen Form befreit, ein sofortiger Vertrieb sei jetzt möglich. Um so
wichtiger sei es, das geistige Eigentum zu schützen, so Coppin weiter. "Auch
Nutzer, die unzulässig kopierte Bücher nur am Bildschirm lesen, können haftbar
gemacht werden", sagte Clare Griffiths, Rechtsexpertin für geistiges Eigentum
bei der Kanzlei Briffa. Verlage sollten die betreffenden Seiten melden und
sperren lassen.
Einige Verlage regieren bereits offensiv auf die drohende Gefahr. Der
britische Verlag Penguin
http://www.penguin.co.uk/ will ab September mit rund 200 Buchtiteln,
darunter Klassiker wie Jane Austens "Emma" oder Mary Shelleys "Frankenstein",
in den Markt für E-Books einsteigen (Siehe auch pte-Meldung
http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=010820054 ).

Neuer Allende-Roman kostenlos im Web
50 Seiten von "Porträt in Sepia" vorab abrufbar
Das am 5. September erscheinende Werk der chilenischen Bestsellerautorin
Isabel Allende
http://www.isabelallende.com/ bietet die Verlagsgruppe Weltbild ab
Donnerstag kostenlos im Internet an. Dies teilte der Onlinehändler heute,
Dienstag, mit 50 Seiten des Romans "Porträt in Sepia" können unter
http://www.weltbild.de
online gelesen bzw. auch heruntergeladen und ausgedruckt werden. Weltbild hat
bereits im Frühjahr Stephen Kings Roman "Duddits" ins Netz gestellt. 450.000
Besucher wollten die ersten Kapitel dieses Buchs kostenlos vorab lesen.
Allendes Werk handelt von einer jungen Frau, die mehr über ihre Herkunft
herausfinden möchte. Ihre Kindheit am Ende des 19. Jahrhunderts hat sie in der
Obhut ihrer Großmutter in Kalifornien, Europa und Chile verbracht. Aber ihre
Eltern kennt sie nicht. Bruchstücke einer fremden Sprache in ihrem Gedächtnis
verwirren sie. Sie weiß, dass sie das Rätsel ihrer Vergangenheit lösen muss,
um aus eigener Kraft leben zu können. Das über mehrere Generationen reichende
Familienepos ist die Fortsetzung des 1999 veröffentlichten Romans "Fortunas
Tochter".
