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Sonnenbänke auf einen
Klick
SOLARIUM.CH startet erste Schweizer Solariendatenbank
Der schnellste und bequemste Weg, gut auszusehen und
mit gesunder Farbe privat wie beruflich zu überzeugen, geht übers
Sonnenstudio. Das ist kostensparend (gegenüber einem Urlaub im Süden)
und auch einer der Gründe, warum Solarien und Sonnenbänke derzeit
weltweit boomen. Kein Schauspieler, Model oder Politiker, die darauf
verzichten. Jeder zweite ist laut Umfragen der Meinung, dass eine
gesunde Gesichtsfarbe zu persönlichem Wohlbefinden und im Geschäftsleben
zu nachhaltigem Erfolg führt.
Die Macher der neuen Schweizer Internetseite SOLARIUM.CH haben lange
recherchiert, um dem breiten Modetrend mit Top-Informationen zu
begleiten. Seit kurzem ist die Seite online, und sie hält was sie
verspricht.
http://www.solarium.ch Hier erfährt der interessierte Internet-User
alles über Solarien in der Schweiz, über Wirkung und Nutzen von gesundem
Bräunen und die neuesten Trends und Produkte der Solarienbranche.
Besonders praktisch: Die Studiosuche nach Städten und Kantonen. So
findet man auf einen Klick, wo sich das beste Sonnenstudio in der Nähe
befindet.
Aber nicht nur das. Für den Sonnenanbeter gibt's eine Menge Tipps und
Tricks, wie sie schneller und länger braun werden, und was sie brauchen,
um selbst ein Solarium zu eröffnen. Solarium-Betreiber erfahren, wo man
Ersatzteile und komplette Solarien beziehen kann, mit Adressen,
Kontakten und vieles mehr. Kurzum, SOLARIUM.CH ist das Portal für die
ganze Solarienbranche der Schweiz, mit umfassenden,
herstellerunabhängigen Informationen.
An alles wurde gedacht: Kleinanzeigen für gerade mal 20 Franken pro
Monat, ein Forum zum Erfahrungsaustausch und Online-Shop sowie
Newsletter für weitergehende Informationen. So erhalten Werbetreibende
optimale Voraussetzungen, mit ihren Kunden gezielt in Kontakt zu treten.
Finanziert wird die Website übrigens durch Einträge von
Solarienbetreibern und Werbung. Das ermöglicht es, den Besuchern
kostenlosen Zugang zur umfassendsten Solarien-Datenbank der Schweiz
anzubieten.
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Bräunung ohne
Gesundheitsrisiko
Neue amerikanische Bräunungsmethode kommt nach
Europa, die Airbrush-Bräunung
Jennifer Lopez, Christina Aguilera und Jennifer Aniston tun es, wie USA
TODAY berichtet. J. Lo.: "Yes, I do it, and why not?"
Associated Press berichtet: "Immer mehr Bräunungsstudios steigen auf
Airbrush-Bräunungs-Systeme um, oder erweitern ihr Angebot.
In Amerika gibt es jährlich 45.000 Fälle von Hautkrebs und 7.300
Menschen davon erliegen der Krankheit. Dies ist nur ein Grund für den
Boom auf Airbrush-Bräunung. Ein entscheidender Grund für den Umstieg von
Solarium zu Airbrush ist die Geschwindigkeit des Vorgangs. In nur 10
Minuten sind Sie braun. Hautpflegende und Anti-Aging Substanzen
unterstützen darüber hinaus einen juvenilen Look der Haut.
Für viele Kosmetiker, Wellness Hotels und Bräunungsstudios ist aber auch
der kaufmännische Aspekt von Bedeutung, da mit sehr geringem Kapital
hohe Margen zu lukrieren sind und das bei geringen Kosten für den
Konsumenten.
Wie auch zahlreiche europäische Magazine in letzter Zeit häufig
berichten, pilgert auch zunehmend männliche Kundschaft in den
Beautysalon. Jugendliche Bräune vermittelt immer mehr ein Image von
Frische, Erfolg und Körperbewusstsein.
Der international tätigen Handelsfirma "Schillinger Partner" mit Sitz in
Wien ist es gelungen, den Vertrieb, der in Amerika führenden Marke Aruba
Tan für Europa zu übernehmen.
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Pillen gegen Kaufrausch
Ärzte verschreiben Psychopharmaka gegen Shopaholics
Ärzte haben begonnen Menschen, die dem Konsumwahn verfallen sind, mit
Medikamenten, die üblicherweise zur Behandlung von Depressionen verwendet
werden, zu behandeln, berichtet BBC-online heute, Dienstag. Nach Angaben des
Nachrichtensenders wird geschätzt, dass fast jeder Fünfte Probleme habe, seine
Kaufgewohnheiten unter Kontrolle zu halten.
Leichteres Überziehen von Konten und Werbung für Kreditkarten fördern das
Kaufverhalten, so Robert Lefever vom Promis Recovery Centre in Kent
http://www.promis.co.uk . Für
die Kaufsucht, die in erster Linie Frauen betrifft, wird das Antidepressivum
Cipramil verschrieben. Nach ersten Versuchen an 21 "Shopaholics" soll das
Medikament bereits positiven Einfluss auf die ungehemmte Kauflust gehabt haben,
bestätigt das Promis Recovery Centre, das eine Reihe von Suchtbehandlungen
durchführt.
"Der Kaufrausch ist der Spielsucht und dem Alkoholismus nicht unähnlich", so
Lefever. Diese Süchte führen zu schweren Problemen, und nicht zuletzt zu
finanziellen Schwierigkeiten bei den Betroffenen. "Es gibt das Beispiel der
1000-T-Shirt-Anne, die nicht mehr in ihr Schlafzimmer kann, weil es mit
Kleidungsstücken gefüllt ist. Diese Patientin packt die gekaufte Ware nicht
einmal mehr aus, sondern stapelt sie nur", so der Mediziner. Das Problem mit der
Konsumsucht trete häufig in Zusammenhang mit Essstörungen und Fitness-Wahn auf.
Der Mediziner ist im Zweifel, ob die Tabletten die richtige Behandlung sind.
"Die Vermutung ist die, dass Leute mit Medikamenten ruhig gestellt werden, damit
sie keinen Blödsinn machen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wahr ist, aber ich
glaube, dass man sie dadurch zu Zombies macht", so der Mediziner. Das Promis
Recovery Centre biete auch anonyme Hilfe für Shopaholics an.
http://news.bbc.co.uk/hi/english/health/newsid_1868000/1868364.stm

"Nackt sehe ich aus wie ein Muskelmodell im Anatomie-Museum" erzählt
Modeguru Karl Lagerfeld in der neuen Ausgabe von VOGUE
Normalerweise macht Karl Lagerfeld als Stilist von Chanel, Fendi und Lagerfeld
Gallery, mit seiner Exzentrik oder mit seinem Mundwerk Schlagzeilen. In
jüngster Zeit jedoch mit seinem Körper: In einem Jahr hat der Modepapst 42
Kilo abgenommen: "Ich erschuf mich neu" offenbarte er im Gespräch mit VOGUE.
Wer nun Probleme wittert, liegt falsch: Der Modemeister ist weder körperlich
noch seelisch krank, er hat sich kein Fett absaugen lassen und ist auch nicht
verliebt. Warum dann die Rosskur? In der Januar-Ausgabe von VOGUE verrät er:
"Aus modischer Eitelkeit." Konkreter Anlass: die neuen, schmalen Anzugschnitte
seines Lieblingsdesigners Hedi Slimane von Dior Homme. "Viele meinen, wenn sie
20 Kilo abgenommen haben, sei das genug. Aber für die Mode, die mich
interessiert, genügte das nicht. "
Lagerfelds Erfolgsgeheimnis: eine entschlackende, pflanzliche und mineralische
Diät von Leibarzt Jean-Claude Houdret, eine Eminenz der Pariser
Schönheitsmedizin; kein Sport - das führt zu Hungerschüben; drei Liter
Flüssiges am Tag (stündlich eine Cola light), Selbsterhaltungstrieb ("Ich
brauche ein Ziel, das mich amüsiert") und Anti-Cellulite-Cremes (von La
Prairie und Sisley).
"Ich bin als junger Mann geschwommen und Fahrrad gefahren. Muskeln, die man
mit 20 aufbaut, bleiben. Unter uns gesagt, ausgezogen fängt man an, wie ein
Muskelmodell aus dem anatomischen Museum auszusehen. Aber ich hungerte ja
nicht, um sexy auszusehen."
Dem eigenen Äußeren schenkte Lagerfeld übrigens schon als Kind große
Aufmerksamkeit: "Als Fünfjähriger wollte ich einen Kammerdiener haben und nach
meinem Mittagsschlaf wollte ich nicht mehr das Gleiche anziehen wie morgens."

ID-Card für Zigarettenautomaten entwickelt
Minderjährigen in Japan soll Kauf durch Kartensystem
untersagt werden
Ein Konsortium aus drei japanischen Tabakorganisationen, hat die Entwicklung
eines Zigarettenautomaten bekanntgegeben, der Jugendlichen den Verkauf verwehrt.
Für die Automaten benötigen Käufer eine elektronische Identifikationskarte, die
allerdings nur Erwachsene erwerben können, so ein Bericht der Japan Times
http://www.japantimes.co.jp
.
Im April 2002 wollen das Tabak-Institut von Japan (TIOJ), die Japanische
Tabakvereinigung und die Hersteller-Vereinigung von Verkaufsautomaten in der
Stadt Yokaichiba einen ersten Testlauf für die neuen Automaten starten. Im
Stadtgebiet werden dazu 160 entsprechend ausgerüstete Automaten aufgestellt, die
nur mit der Identifikationskarte zu bedienen sind. Auf der Karte ist das
Geburtsdatum registriert. Nur bei einer Verifizierung des Alters nimmt die
Maschine Bargeld an. Bis 2008 sollen in ganz Japan rund 620.000 Tabakautomaten
mit dem neuen Kartensystem ausgerüstet werden.
In Japan werden rund 60 Prozent der Zigaretten mittels Automaten verkauft.
Legal können Zigaretten erst ab 20 Jahren erworben werden. Automaten erleichtern
allerdings den Zugriff in bereits jüngeren Jahren.

Reality-TV im simulierten Gefängnis
Psychologisches Experiment von 1971 wird wiederholt
"Das Experiment", bekannt aus dem gleichnamigen Kinofilm, wird zur
Reality-Soap: Zufällig ausgewählte Wächter und Gefangene sollen vor dem
Fernsehpublikum Gefängnis spielen. Die Sendung basiert auf einem Experiment des
amerikanischen Psychologen Philip Zimbardo von 1971, das dieser wegen
Gewaltakten abbrechen musste. Zwei britische Psychologen wiederholen jetzt
erstmals den Versuch vor laufenden Kameras des britischen Fernsehsenders BBC
http://www.bbc.co.uk/ , wie das
Fachjournal "Science"
http://sciencenow.sciencemag.org/ auf seinen Online-Seiten berichtet.
Die Forscher Stephen Reicher von der Universität St. Andrews und Alex Haslam
von der Universität Exeter wollen verschiedene Sicherheitsvorkehrungen treffen,
um Gewalt zu verhindern. So sollen auch unabhängige Beobachter teilnehmen,
strikte Regeln gelten und eine angenehmere Atmosphäre herrschen als im
ursprünglichen Experiment. Andere Psychologen befürchten aber, dass der Durst
der Zuschauer nach Spannung den Fernsehproduzenten wichtiger ist als die
Sicherheit.
Wie schon im ursprünglichen Experiment wollen Reicher und Haslam die so
genannte "Soziale Identitätstheorie" testen. Demnach kann die Zugehörigkeit zu
einer Gruppe die Persönlichkeit des Einzelnen übertünchen und sein Verhalten
beeinflussen. Solche Gruppenzwänge spielten auch in rassistischen und
terroristischen Vereinigungen eine wichtige Rolle, sagen die Psychologen. Die
Sendung soll Ende kommenden Jahres auf BBC ausgestrahlt werden.

Website der Woche: Ovivo.de
Berliner Portal bietet Internetgenuss für Lebenskenner
Am Anfang hatten viele für
Uwe Brodtmann, Sebastian Küster und Ingo Saleck nur ein müdes Lächeln übrig:
Die drei ehemaligen Studienkollegen von der Wissenschaftlichen Hochschule für
Unternehmensführung (WHU) in Koblenz wollten ein Internetportal gründen, das
sich an Menschen über 50 wendet. Obwohl die meisten Internet-Muffel in diesem
goldenen Alter sind, blieb das Trio hartnäckig und gründete im Oktober 1999
die Ovivo.com AG. Zwei Monate später wurde
http://www.ovivo.de , das nach
eigenen Angaben erste deutschsprachige Angebot für Lebenskenner im Web,
freigeschaltet.
Die Ovivo-Site macht einen schlanken Eindruck. Die Gestaltung ohne unnütze
Spielereien und Farben schont die Augen. Der Bildschirm folgt dem
Geschäftsmodell und teilt die Aufmerksamkeit der User in zwei Bereiche:
Magazin (links) und Shop (rechts). Der Magazin-Teil bietet Schlagzeilen und
Infos aus 13 Rubriken, darunter Gesundheit, Ego, Lust und Liebe sowie Reise.
Im Gegensatz zu vielen anderen Internet-Projekten, die Content von Dritten
kaufen und ins Netz stellen, setzt ovivo.de auf eine eigene Redaktion. "Wir
beleuchten Themen und Fragen, die sich ein Mensch erst um die 50 stellt" ,
erklärt Ingrid Hüchtker, die als Redaktionsleiterin von evita, dem
Shoppingportal der Deutschen Post, schon einmal ein Online-Projekt
mitgestaltet hat.
Bei Ovivo.de geht es um die Wechseljahre, ums Fasten, um die Gentherapie.
Die User erhalten Tipps gegen Schnarchen und über schöne Häuser in Spanien.
Bei den Finanzen geht es zielgruppengerecht nicht um die Erstfinanzierung
einer Immobilie, sondern um die Verlängerung eines Hypothekardarlehens. Die
Site ist aber nicht prüde, nicht zu übersehen sind die Beiträge über Sex Toys.
Prominente freie Autoren haben bei Ovivo ihre Exklusiv-Kolumnen.
TV-Moderator Jörg Wontorra hat sein Ohr an der Bundesliga und verrät alles
über die besten Kicker Deutschlands. Die ganze Wahrheit über die Formel 1 weiß
der Ex-Pilot Jochen Mass. Mit den Börsenschikanen kennt sich der Experte Bernd
Niquet aus, der die User über die Wertpapieranlage und die Risiken bei Aktien
aufklärt.
Die Einkaufssparte des Portals lädt zur Shoppingtour in zehn Kategorien
ein, darunter Bücher, Geschenke und Wein. Die Werbung ist nicht zu
aufdringlich, die Navigation ist übersichtlich. Auf ladezeit-intensive Bilder
wurde verzichtet. Allerdings wollen die Macher von Ovivo künftig mehr Services
und Themen auf den ersten Blick bieten, die User gleich "packen". Einladend
sind die kleinen Ecken "Zum Mitmachen" und "Gewinnspiele".
Wie bei den meisten Portalen findet sich die Site Map (hier treffend Inhalt
genannt) und die unternehmensrelevante Information ganz unten. Die technischen
Voraussetzungen für den Auftritt schuf Lars Henssen, der davor beim Aufbau des
Angebots des US-Auktionshauses e-bay in Deutschland mitgewirkt hat.
Mittlerweile, ein Jahr nach dem Startschuss, gibt es bei ovivo.de 470.000
Besucher im Monat.
media@commerce, eine Verknüpfung von Info und Shopping, ist das
Schlüsselwort im Geschäftsmodell von ovivo.de. Die Macher glauben an die Idee,
schließlich gehört die "Kukident-Generation" nicht mehr zum alten Eisen. Die
Gruppe der "50plus" wächst. In zehn Jahren werden 25 Prozent der 82 Mio.
Menschen in Deutschland älter als 60 sein. Auf etwa 20 Mrd. Mark beläuft sich
die monatliche Kaufkraft der Senioren. Und vor allem: Die Geldtasche sitzt bei
den Lebenskennern locker heute ist Sparen nur für ein Viertel der Gruppe
wichtig.
Big Player der deutschen Medien und des Versandhandels haben das
wirtschaftliche Potenzial der Zielgruppe erkannt: Seit März 2000 sind die
Burda Beteiligungs Holding und seit September 2000 die Klingel Gruppe, eines
der größten Versandhandelsunternehmen, jeweils mit 20 Prozent an ovivo.de
beteiligt. Sechs leitende Mitarbeiter und einige Business Angels, darunter
Günter Jauch, gehören ebenso zu den Aktionären. 710.000 Euro Eigenkapital und
7,4 Mio. Euro Kapitalrücklage sollen dafür sorgen, dass Ovivo mit 19
Mitarbeitern in diesem Jahr einen Umsatz von fünf Mio. Mark und den Breakeven
schon 2002 erreicht. Ein Börsengang ist jedoch noch nicht in Sicht.
Mittlerweile arbeitet Ovivo aber an seiner Internationalisierung. Der Auftritt
ist bereits auch in Frankreich online gestellt.
Das Ziel des Geschäftsmodells ist klar: Die intelligente Verbindung von
redaktionellem Angebot und Services, mit denen Menschen über 50 ihr Leben
lustiger, angenehmer, praktischer, schneller und harmonischer gestalten
können. So dass man nur lächeln kann, wenn man den Gedanken von Salvador Dali
liest, der die Ovivo-User willkommen heißt: "Viele Menschen werden deshalb
nicht achtzig, weil sie zu lange versuchen, vierzig zu bleiben".

Mit Versace im Bett
In Australien steht das erste Versace-Hotel. Die
neueste Ausgabe von Architechtural Digest (AD) zeigt die ersten Fotos
des "Palazzo Versace", steingewordene Hommage an Gianni Versace.
Erst zögerten Donatella und Santo Versace, die Geschwister des
1997 ermordeten italienischen Modemachers und Verwalter dessen
Modeimperiums. Doch ein Hotel als bewohnbarer Showroom mit eigener
Boutique - das war noch nie da. Es ist "das erste Markenhotel in der
Geschichte der Menschheit", sagt Hotelbesitzer Soheil Abedian in AD.
Nun soll Architekt Desmond Brooks fünf weitere Versace-Hotels in die
Welt stellen.
In der Lobby ein Kronleuchter aus der Mailänder Staatsbibliothek,
den Versace noch selbst erworben hat. Die Mosaiken legten Versaces
frühere Handwerker und vor den antiken Lieblingsmotiven des
italienischen Modezaren gibt es kein Entkommen: Das züngelnde Haupt
der Medusa lockt am Bett, in der Kaffeetasse und auf den Krawatten
des Personals.
Die Krönung ist eine Disco-Medusa, die ständig in anderen Farben
leuchtet - eine Mickey Mouse für Erwachsene oder Versaces Antwort auf
Andy Warhols Marilyn, wie AD schreibt.
Kitschig? Schlechter Geschmack? Weit gefehlt, denn ein
Versace-Projekt darf, nein, muss so sein: "Ich glaube nicht an den
guten Geschmack," war ein Credo des Meisters. Also wird ein
Aufenthalt in diesem 200-Betten-Hotel wie ein Leben in der Oper,
Versace - das ist schließlich der Triumph des Theaters über die
Realität, so AD. So hat jede der 70 Wohnungen im Hotel einen eigenen
Pool und das große Hotelbecken ist mit aufgeschüttetem Ministrand
ausgestattet. Früher lebten Fürsten so, heute Pop-Stars. Elton John
hat sich schon angemeldet.
