REGIO-PRESS-MEDIEN

Berlin - Wien - New York - Düsseldorf - München

Automobil Finanzmarkt Foren Gaestebuch Gesellschaft Grusskarten Horoskop Kontakt Int.-Versions Journalismus Justiz Kontaktanzeigen Kultur Links Literatur Medizin Mitarbeiter Models News Österreich PC u. Technik Politik Sport Stellenmarkt Suchen WAP Wissenschaft

Leukaemie

 


 

 

Home
Nach oben  

REGIO-PRESS ist Mitglied im Journalisten-Ring
<< Info Alle >>

REGIO-PRESS-Medizin, Passwortgeschützter Bereich für medizinische Berufsgruppen!

 

     Voting.. Top-99 Site

        

                       

 

US-Forscher entdecken Pflanze gegen Leukämie
Hoffnung auf neues Medikament gegen den Krebs

Eine in Nord-Amerika weit verbreitete Pflanze enthält einen Wirkstoff, der Leukämiestammzellen abtötet. Den US-amerikanischen Forschern der Universität Rochester http:// http://www.urmc.rochester.edu/ ist es gelungen, aus dem so genannten Mutterkraut den Leukämiehemmenden Stoff Parthenolide zu extrahieren, berichtet der amerikanische Branchendienst Science Daily http://www.sciencedaily.com . "Die Untersuchungsergebnisse sind ein Meilenstein bei der zukünftigen Entwicklung neuer Behandlungsmethoden gegen Leukämie", erklärte Craig Jordon von der Universität Rochester.

Parthenolide ist der erste Wirkstoff, der myeliode Leukämie schon auf Stammzellenniveau angreift. Dies ist der signifikante Unterscheid zu derzeitigen Krebsbehandlungsmethoden, die nicht so umfassend wirken, als dass sie auch mutierende Zellen bekämpfen könnten. Selbst die derzeit aggressivste Behandlungsmöglichkeit mit dem Medikament Gleevec ist nicht so effektiv, erklären die Forscher.

Das Mutterkraut (engl. Feverfew) ist schon seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Fieber, Entzündungen, Migräne und Artrithis. Die Forscher wurden auf das Kraut aufmerksam, als eine Studie der Pflanze eine vorbeugende Wirkung gegen Hautkrebs attestierte. Daraufhin untersuchten die Forscher wie sich hochkonzentriertes Parthenolide auf akute- und chronisch-myeliode Leukämiezellen sowie gesunde Zellen auswirkt. Das Parthenolide tötete die kranken Leukämiezellen, während gesunde Zellen weitgehend verschont blieben. Dies ist ein weiterer Vorteil des pflanzlichen Derivats im Unterschied zu anderen chemotherapeutischen Produkten, so die Forscher.

Die Forscher hoffen auf Grund der neuen Erkenntnisse möglichst schnell ein entsprechendes Leukämieprodukt entwickeln zu können. Das National Cancer Institute http://www.nci.nih.gov/ hat die Forschungsarbeit in ihr Rapid Acess Program aufgenommen, das darauf abzielt, experimentelle Medikamente möglichst schnell vom Labor in den klinischen Versuchslauf zu bringen. Es wird jedoch voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein entsprechendes pharmazeutisches Produkt auf der Basis von Parthenolide hergestellt werden kann.

 


 

Impfstoff gegen Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse
Entscheidende Myelomzellen werden direkt angegriffen

Ein Impfstoff gegen Blutkrebs könnte schon bald Wirklichkeit werden. Wissenschafter des National Cancer Institute http://www.nci.nih.gov haben in den vergangenen vier Jahren Tests mit Patienten durchgeführt und viel versprechende Ergebnisse erzielt. Zum Einsatz kommt speziell behandeltes Material aus dem Krebs des Patienten, um das Immunsystem des Körpers dazu zu motivieren Myelomzellen zu erkennen und anzugreifen. Der Impfstoff kann problemlos gesunden Menschen verabreicht werden, die ihr Knochenmark für die Behandlung von Patienten mit der Kahler-Krankheit spenden. Der leitende Wissenschafter Michael Bishop erklärte, dass so bei einer konventionellen Knochenmarkstransplantation ein neues gesundes Immunsystem übertragen wird, das entsprechend reagieren kann.

Ein Myelom entsteht aus Plasmazellen im Knochenmark, die Antikörper zur Bekämpfung von Infektionen bilden. Entwickelt eine einzelne Plasmazelle einen Defekt und vermehrt sich unkontrolliert, entstehen große Mengen einer einzelnen Art von Antikörpern. Auch mit einer Chemotherapie und einer Knochenmarksübertragung liegt die Lebenserwartung von Betroffenen derzeit bei nur zwei bis vier Jahren. Aus diesem Grund sind neue Behandlungsansätze dringend erforderlich. Eine Transplantation könne jedoch auch ein vergleichsweise willkürliches Vorgehen bedeuten. Verabreicht man den Impfstoff dem Spender, kann gezielt eine Immunität gegen Krebs aufgebaut werden. "Die transplantierten Knochenmarkszellen verfügen so über eine entsprechende "Erinnerung" und reagieren entsprechend."

Frühere Forschungen hatten laut BBC bereits gezeigt, dass die Verabreichung des Impfstoffes das Immunsystem der Patienten verbessert. Laut Bishop sei die umstrittene Idee der Impfung der gesunden Spender mit keinen Risiken verbunden. "Das Protein im Impfstoff basiert auf einem Nebenprodukt des Krebses. Es kann keine Erkrankung verursachen. Es bestehen keine anderen Risiken als bei jeder anderen Impfung." Der entscheidende Vorteil dieses Behandlungsansatzes bestehe darin, dass nur die Myelomzellen angegriffen würden und gesunde Zellen keinen Schaden nähmen. Es sei vorstellbar, dass auch andere vergleichbare Erkrankungen wie einzelne Lymphomformen ebenfalls mittels dieses Ansatzes behandelt werden können.
 


 

Studienergebnisse zeigen, dass neu diagnostizierte Patienten mit chronischer myeloider Leukämie aus First-line-Therapie mit Imatinib langfristigen Nutzen ziehen



   Das CHU in Poitiers, Frankreich, hat heute die Ergebnisse einer Studie bekannt gegeben, die zeigen, dass bei neu diagnostizierten Patienten mit einer bestimmten Form von Leukämie, die früh mit Imatinib behandelt werden, vollständige zytogenetische Antworten (die Elimination von Leukämiezellen, ein wichtiges Therapieziel) mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit auftreten; weiterhin weisen sie verbesserte Langzeit-Ergebnisse auf.

   Neue Daten aus der grössten, je mit CML-Patienten (1106 teilnehmende Patienten) durchgeführten International Randomized IFN vs. ST1571 (IRIS)-Studie wurden heute auf der amerikanischen Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorgestellt. Neu diagnostizierte Patienten mit Philadelphia-Chromosomen positiver (Ph+), chronischer myeloider Leukämie (CML) in chronischer Phase, bei denen früh zytogenetische Antworten auftraten, zeigten verbesserte, progressionsfreie Überlebensraten im Vergleich zu den Patienten, bei denen keine frühen Antworten auftraten. Es zeigte sich, dass Antworten auf Imatinib noch nach 42 Monaten auftraten.

   "Die IRIS-Studie zeigt weiterhin dauerhafte Antworten bei Patienten, die mit Imatinib behandelt wurden", sagte Dr. Francois Guilhot, Leiter der Abteilung Hämatologische Onkologie und Zelltherapie, CHU La Miletrie, Poitiers, Frankreich. "Bei Patienten, welche die höchste Antwortrate nach 12 Monaten erzielten, war die Wahrscheinlichkeit, leukämiefrei zu bleiben, sehr hoch."

   Einzelheiten der Studie

   Die Datenanalyse zeigte, dass nach 42 Monaten 84% der Patienten, die mit Imatinib behandelt wurden, progressionsfrei blieben, und nur 6% erreichten fortgeschrittenere Stadien (beschleunigte Phase und Blastenkrise). Die Gesamt-Überlebensrate (basierend auf CML-bedingten Todesfällen) bei Patienten, die mit Imatinib behandelt wurden, betrug 97% nach 42 Monaten. Patienten, denen Imatinib als erste Behandlung verabreicht wurde und die innerhalb von 12 Monaten nach Therapiestart eine vollständige Antwort (CcyR) erzielten, wiesen nach 42 Monaten eine progressionsfreie Überlebensrate von 93% auf; bei Patienten ohne CcyR lag diese, im Vergleich, bei 74%.

   Bei Patienten, die nach 12 Monaten eine CcyR sowie eine tausendfache (3 log) oder höhere Reduktion des Bcr/Abl-Transkripten-Spiegels (molekulare Antwort genannt) erzielten, betrug die Wahrscheinlichkeit, progressionsfrei zu bleiben, nach 42 Monaten 98% im Vergleich zu 90% bei Patienten mit CcyR und weniger als einer tausendfachen Reduktion, und 75% bei Patienten, die keine CcyR erzielten.

   Bei CML heisst eine molekulare Antwort das Verschwinden oder die Reduktion der Menge an Bcr-Abl-Transkripten, welche das anomale Protein produzieren, das für die Proliferation von weissen Blutzellen, wie sie bei CML-Patienten auftritt, verantwortlich ist. CHR bezieht sich auf die Normalisierung des Blutbildes, die über mindestens vier Wochen andauert; allerdings können Zellen, die Ph-Chromosom-positiv sind (Ph+), immer noch anwesend sein. Bei McyR werden weniger als 35% der Zellen, die ein Philadelphia-Chromosom enthalten, (die genetische Abnormalität, welche die meisten CML-Fälle charakterisiert) nachgewiesen. Bei CcyR bleiben Ph+-Zellen anwesend.

   Diese Studie, Abstrakt ndegrees21, wurde veröffentlicht in Blood, Volume 104, Issue 11, 16. November 2004

   Über die IRIS-Studie

   IRIS: bis heute die grösste CML-Studie der Phase III

   Von Juni 2000 bis Januar 2001 wurden 1106 Patienten von 117 Studienzentren in 16 Ländern in die IRIS-Studie aufgenommen (553 Patienten in jeden Behandlungsarm randomisiert). Diese CML-Studie Phase III ist bis heute die Studie mit der höchsten Anzahl rekrutierter Patienten.

   Das Protokoll der IRIS-Studie (Studie 106) erlaubt ein Crossover im Falle fehlender Antworten, Verlust von Antworten oder Intoleranz der Behandlung.

   Nach einer Zwischenanalyse der Studiendaten wurde das ursprüngliche Studienprotokoll vom Independent Data Monitoring Board (IDMB) ergänzt, um den Patienten zu erlauben, in dem Fall in einen der jeweils anderen Behandlungsarme überzuwechseln, dass nach 1 Jahr (anstatt nach 2 Jahren, wir ursprünglich vorgesehen) der Behandlung keine MCR auftrat, und den Patienten im IFN + ara-C-Arm zu erlauben, jederzeit, falls gewünscht, zu Imatinib überzuwechseln.
 


 

Allergien erhöhen Blutkrebsrisiko bei Erwachsenen
Heuschnupfen hat keinen Einfluss auf Krebsrisiko

Einige allergische Erkrankungen können das Risiko von Blutkrebs bei Erwachsenen erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Karolinska Institutet http://info.ki.se/index_en.html gekommen. Menschen mit Nesselausschlag verfügten über ein erhöhtes Leukämierisiko. Betroffene, die als Kind unter Ekzemen gelitten hatten, waren gefährdeter an einem Non-Hodgin-Lymphom zu erkranken. Andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen schienen das Krebsrisiko nicht zu erhöhen. Die Ergebnisse der Studie wurden in BMC Public Health http://www.biomedcentral.com/bmcpublichealth veröffentlicht. Britische Wissenschafter wie Hazel Nunn von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org haben laut BBC die allgemeine Gültigkeit dieser Forschungsergebnisse in Frage gestellt.

Die Wissenschafter begleiteten 16.539 Zwillinge für die Dauer von 31 Jahren und zeichneten auf, ob es in diesem Zeitraum zu einer Blutkrebsdiagnose kam. Alle Teilnehmer hatten einen Fragebogen beantwortet, der 1967 über die Swedish Twin Registry verteilt wurde und der Fragen über Allergien beinhaltete. Die Wissenschafterin Karin Söderberg erklärte, dass eine Stärke der Studie darin bestehe, dass die Daten über Allergien vor der Entstehung einer etwaigen Krebserkrankung gesammelt wurden. Entscheidend sei die chronische Stimulierung des Immunsystems, die durch allergische Erkrankungen hervorgerufen werde. Sie führe zur Bildung von größeren Mengen weißer Blutkörperchen und damit zur Erhöhung des Risikos von krebserregenden Mutationen.

Einige Wissenschafter gehen davon aus, dass Allergien einen Schutz gegen Krebs bieten können. Dieser Schutz soll durch die Verbesserung der Fähigkeit des Immunsystems bösartige Zellen zu entdecken und zu zerstören ermöglicht werden. Die schwedischen Forscher argumentieren, dass ihre Ergebnisse diese Hypothese nicht bestätigten. Sie betonen, dass obwohl Ekzeme in der Kindheit das Risiko eines Non-Hodgin-Lymphoms etwa verdoppelten, die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung noch immer gering sei.


 

Alzheimermedikament gegen Leukämie
Überaktivität von Genmutationen wird blockiert

Forscher am Brigham and Womens Hospital (BWH) http://www.brighamandwomens.org/ und dem Dana-Farber Cancer Institute (DFCI) http://www.dfci.harvard.edu/ haben herausgefunden, dass ein Alzheimermedikament gegen die Ausbreitung einer bestimmten Form von Leukämie wirkt. Zunächst identifizierten sie eine Mutation bei der T-Zelllymphom-Leukämie (T-ALL), einer sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen verbreiteten Krebsform. Die Auswirkungen des mutierten Gens NOTCH1 können von einem Alzheimer-Medikament blockiert werden. Für die Wissenschaftler ist das ein großer Durchbruch, weil sie hoffen, dass sie diese Form der Leukämie mit einer neuen, sehr spezifischen Therapie stoppen können. Da diese Medikamente schon seit mehreren Jahren entwickelt werden, werden klinische Tests schon in naher Zukunft möglich sein.

"Diese Entdeckung ist signifikant, weil sie uns erstens zeigt, dass NOTCH1-Mutationen in allen Formen von T-ALL eine Rolle spielen, und zweitens, weil die so genannten Gamma-Secretase-Hemmer, eine Medikamentenklasse, die die abnormale NOTCH1-Tätigkeit abschaltet, bereits in Vorbereitung sind", sagte Jon C. Aster vom BWH. Die Forscher hoffen, dass sich diese Präparate schon nächstes Jahr als sicher und effektiv in der Behandlung von T-ALL erweisen.

Während eine Chemotherapie 75 Prozent der T-ALL Patienten heilt, erliegen 25 Prozent ihrem Leiden und die gängigen Chemotherapiekuren sind hochgiftig. Die Wissenschaftler gaben an, dass die Gamma-Secretase-Hemmer weniger giftig sind, weil sie direkt auf das mutierte NOTCH1 abzielen, das nur in der Krebszellen der T-ALL-Patienten vorhanden ist. Der normale NOTCH1-Rezeptor löst Signale aus, die den Blutstammzellen eine Umwandlung in T-Zellen erlaubt, einer Form von weißen Blutzellen, die für die Bekämpfung von Infektionen zuständig ist. Wenn das Signal überaktiviert ist, entwickelt es zu viele T-Zellen, der erste Schritt am Weg zum Krebs. In der aktuellen Studie verwendeten die Forscher vom BWH Gamma-Secretase-Hemmer, um das NOTCH1 in allen T-ALL Zellen zu unterdrücken. Manche Zelllinien stoppten bei dieser Behandlung das Wachstum und weitere Untersuchungen zeigten, dass diese Zelllinien oft Mutationen im NOTCH1 hatten, die seine Überaktivität verursachten.

In Kooperation mit einem Team vom DFCI fanden die Wissenschaftler heraus, dass in fast 60 Prozent der Tumore Mutationen eine Überaktivität des NOTCH1 verursachen und somit der entscheidende Auslöser für diese Art von Krebs sind. "Diese Erkenntnisse wecken in uns die Neugier, ob NOTCH1-Proteine auch in anderen Krebsarten vorkommen. Zusammen mit unseren Kollegen vom DFCI suchen wir derzeit ähnliche Mutationen bei Brust-, Prostata- und Gehirntumoren", so Aster. Die beiden Teams planen einen klinischen Versuch an 20 Patienten, die einen Rückschlag erlitten haben, nachdem vorherige Therapien eine Remission erzielten. Dieser Test soll in den nächsten Monaten beginnen. Die Forscher werden biochemische Veränderungen messen, um die Aktivität des Medikaments zu untersuchen.


 

Die Behandlung von gerade diagnostizierter akuter promyelozytischer Leukämie mit Arsentrioxid könnte den Bedarf an Anthrazyklin-Chemotherapien beseitigen


   - Langanhaltende, vollständige Remission bei 88% der Patienten berichtet

   Eine iranische Forschungsstudie über den Einzelwirkstoff Arsentrioxid zur Behandlung von akuter promyelozytischer Leukämie (APL) wurde am 29. September auf der 16. Jahrestagung der "European Organization for Research and Treatment of Cancers", "National Cancer Institute" und "American Association for Cancer Research" (EORTC-NCI-AACR) präsentiert. In der Studie wurden 63 Patienten mit gerade diagnostizierter APL mit Arsentrioxid behandelt, und während des Verlaufs von zwei Behandlungen wurde bei 90 Prozent der Patienten eine vollständige Remission erzielt. Die 11 Patienten, bei denen ein Rezidiv auftrat, gingen nach einer dritten Behandlung in Remission. Zur Zeit sind 88,5 Prozent der Patienten in dieser fortdauernden Studie noch am Leben, wobei die mittlere Überlebenszeit 34 Monate vom Beginn der Behandlung an beträgt. Cell Therapeutics, Inc. (CTI) (Nasdaq: CTIC; Nuovo Mercato) vermarktet Arsentrioxid (TRISENOX(R)) in den Vereinigten Staaten und Europa bei rezidivierender und refraktärer APL.

   Auf der EORTC-NCI-AACR-Tagung wurden auch Daten einer Phase-I-Studie von Polyglutamat-Camptothecin von CTI präsentiert. Diese Daten zeigten, dass CT-2106 bei gleichzeitig auftretenden behandelbaren Toxizitäten gut vertragen wurde, und sie zeigten Hinweise einer Anti-Krebs-Aktivität bei drei Tumorarten. Bei einem Patienten mit Pankreaskrebs und Lungenmetastasen trat eine Teilantwort auf, bei zwei Patienten mit Kolorektumkrebs war die Krankheit über mehr als 12 Wochen stabil, und bei zwei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs war die Krankheit über mehr als 35 Wochen stabil. Die vorläufige Krankheitskontrollrate betrug 33 Prozent (8 von 24 Patienten).

   Über TRISENOX(R)

   TRISENOX(R) (Arsentrioxid) wird von CTI vermarktet. TRISENOX erhielt im Jahre 2000 von der amerikanischen "Food and Drug Administration" die Markt-Zulassung zur Behandlung von Patienten mit rezidivierender oder refraktärer akuter promyelozytischer Leukämie (APL), einer seltenen, lebensbedrohlichen Blutkrebsart. TRISENOX erhielt im März 2002 die Marktzulassung von der Europäischen Kommission.

   Von den mehr als 20.000 jedes Jahr mit akuter myeloider Leukämie (AML) diagnostizierten Patienten haben 10-15% APL, eine von acht Unterarten der AML. TRISENOX wird gegenwärtig in mehr als 40 klinischen und von Prüfärzten gesponsorten Studien bei einer Vielzahl von Krebsarten getestet. Die amerikanische Marktzulassung für TRISENOX wurde aufgrund der Ergebnisse einer amerikanischen Multizenterstudie gewährt, in der 40 Patienten mit rezidivierender APL mit 0,15 mg/kg TRISENOX bis zur Knochenmarksremission oder maximal 60 Tage behandelt wurden. Bei vierunddreissig Patienten (85 Prozent) wurde eine vollständige Remission erzielt. Als die Ergebnisse dieser 40 Patienten mit denjenigen der 12 Patienten einer Pilotstudie kombiniert wurden, konnte eine Gesamt-Antwortrate von 87 Prozent festgestellt werden.

   WARNUNG: TRISENOX sollte unter Aufsicht eines Arztes/Ärztin verabreicht werden, der/die Erfahrung mit der Behandlung von Patienten mit akuter Leukämie hat. Bei einigen mit TRISENOX behandelten Patienten mit APL trat das APL-Differenzierungssyndrom auf- mit Symptomen, die denjenigen ähneln, die beim "Retinsäure-aktivierten akuten Promyelozytenleukämie" -(RA-APL)- Syndrom auftreten. Arsentrioxid kann eine QT-Verlängerung (welche zu Torsade de pointes führen kann) und einen vollständigen atrioventrikulären Block verursachen.

   Die häufigsten mit TRISENOX verbundenen Nebenwirkungen waren im allgemeinen therapierbar, reversibel und erforderten keine Unterbrechung der Therapie. Sie umfassten Hypokalämie, Hypermagnesämie, Hyperglykämie und Thrombozytopenie, wie in 13 Prozent der Patienten (n=40) berichtet. Bauchschmerzen, Dyspnoe, Hypoxie, Knochenschmerzen und Neutropenie wurden bei 10 Prozent dieser Patienten berichtet, wobei Arthralgie, febrile Neutropenie und disseminierte intravaskuläre Koagulation bei acht Prozent der Patienten berichtet wurde.

   Über die akute promyelozytische Leukämie (APL)

   APL, eine von acht Unterarten der akuten myeloiden Leukämie (AML), ist eine bösartige Krankheit der weissen Blutzellen. Sie kann Patienten jeden Alters befallen. APL ist durch eine spezifische chromosomale Abnormalität gekennzeichnet-eine Übertragung, oder Translokation, von genetischem Material des Chromosoms 17 auf Chromosom 15. Diese genetische Veränderung führt zu einem abnormalen Protein, welches das normale Zellwachstum inhibiert und die Reifung der Vorstufen der weissen Blutkörperchen im Knochenmark verhindert, was schliesslich zu Krebs führt. Die Standardbehandlung für eine jüngst diagnostizierte APL ist eine Kombination von Chemotherapie mit all-trans-Retinsäure (ATRA), welche eine vollständige Antwort bei 70-90% der gerade diagnostizierten Patienten bewirkt. Allerdings tritt bei ungefähr 20-30 Prozent der Patienten, die dieses Behandlungregimen erhalten, ein Rezidiv auf. Diese schlechte Antwort auf die Arzneimitteltherapie hat zur Anwendung der allogenischen Stammzellen-Transplantation geführt (Übertragung von gesunden, jungen Zellen aus dem Knochenmark oder Blutstrom eines Spenders), um die Überlebenszeit zu verlängern. TRISENOX bietet eine andere Behandlungsoption für diese Patientenpopulation.

   Über CT-2106

   CT-2106 ist der zweite Wirkstoff im CTI Portfolio, nach XYOTAX(TM) (Paclitaxel-Poliglumex), das die Polyglutamat-Konjugat-Technologie ausschöpfen soll, bei der ein Antikrebs-Wirkstoff an eine natürlich-abbaubare Polyaminosäure gebunden ist.

   Über Cell Therapeutics, Inc.

   CTI, mit Hauptsitz in Seattle, ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf dem Gebiet der Entwicklung eines integrierten Portfolios aus Onkologieprodukten engagiert, welche Krebs besser behandelbar machen sollen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.cticseattle.com.

   Website: www.cticseattle.com/media.htm

   Website: www.cticseattle.com/investors.htm

   Website: www.cticseattle.com
 


 

Arsen zur Behandlung von Leukämie
Westliche Experten halten an Chemotherapie fest

Eine giftige Substanz, die als Unkrautvertilgungsmittel eingesetzt wird und als berüchtigte Waffe bei Krimiautoren gilt, hat Erfolge in der Behandlung von Leukämie erzielt. Das iranische Forscherteam, das die Studie durchgeführt hat, sagte, Arsenik könne als Behandlung für akute Promylozytenleukämie (APL) verwendet werden. Nach zwei Behandlungszyklen ist bei mehr als 90 Prozent der 63 Patienten eine vorübergehende Besserung eingetreten. Das berichtet die BBC http://news.bbc.co.uk .

Arsenik wird auch im Westen als zusätzliche Behandlung für Leukämie (neben der Chemotherapie) verwendet. Jährlich erkranken 20.000 Menschen weltweit an Leukämie. Die Eingangsbehandlung bezieht Chemotherapie und Atra ein, eine Vitamin A basierte Substanz. Diese Kombination erzielt eine fünfjährige Überlebensrate zwischen 60 und 80 Prozent. Im Vergleich dazu erreicht die Arsenik-Methode der Teheraner Forscher ein Überleben von 88,5 Prozent der Patienten nach 34 Monaten.

Laut Studie, die im Rahmen einer Konferenz der Europäischen Organisation für Erforschung und Behandlung von Krebs in Genf veröffentlicht wurde, kann Arsenik auch bei der Behandlung anderer Krebsarten wie Morbus Kahler eingesetzt werden. Arsenik verursacht Veränderungen in den Krebszellen, die die Apoptose, den programmierten Zelltod, auslösen. Die Wissenschaftler glauben auch, dass die Substanz jenes Gen korrigiert, das das fehlerhafte Protein produziert, das APL verursacht.

Eine chinesische Studie war bereits vor einigen Monaten zu dem Ergebnis gekommen, dass Arsenik in Kombination mit Atra erfolgreich wirkt. Forschungsleiter Ardeshir Ghavamzadeh sagte, es handle sich um eine neue Behandlung für APL, die ohne Chemotherapie auskommt. Knochenmarkstransplantationen könnten weitgehend vermieden werden. David Grimwade von der Guys, Kings und St. Thomas School of Medicine glaubt nicht, dass sich die Arsenik-Therapie in Westeuropa durchsetzen kann. Ärzte seien "ein bisschen nervös" bezüglich möglicher Herz- und Leberkomplikationen durch den Gebrauch von Arsenik. Weiters hätten westliche Länder ausreichende Ressourcen zur Verwendung der Chemotherapie. Für Entwicklungsländer, wo es weniger Ressourcen gibt, könnte der Ansatz aber interessant sein, weil er die grundlegenden Ursachen der Leukämie direkt bekämpft. Ken Campbell vom Leukaemia Research Fund http://www.lrf.org.uk/ begrüßt die neue Möglichkeit für Patienten, für die eine Standard-Chemotherapie ungeeignet ist.


Genetischer Schalter heizt Zelltod-Progamm an
Gen lässt durch Aktivierung mit Retinsäure Leukämiezellen absterben
 

 Krebsforscher der Dartmouth Medical School http://www.hitchcock.org/dhmcentr.htm haben ein Gen identifiziert, das Leukämiezellen absterben lässt. Der neue genetische Schalter initiiert ein Programm, das gewisse Leukämiezellen und möglicherweise auch andere Tumorzellen zerstört http://www.hitchcock.org/pages/public_affairs/cancer_gene.htm. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe von Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) http://www.pnas.org publiziert.
 

Das Gen wird durch die Behandlung mit einem Vitamin-A-Derivat, der Retinsäure, wie sie in der Krebstherapie und zur Prävention eingesetzt wird, aktiviert. Retinsäure verursacht eine Remission einer seltenen, aber tödlichen Form der Leukämie, der so genannten akuten Promyelozytenleukämie. Remission bedeutet, dass längere Zeit keine Symptome nachgewiesen werden können. Bei dieser Leukämieform besteht ein ungewöhnlicher genetischer Defekt, der den Rezeptor für Retinsäure neu arrangiert. Kennzeichen dafür ist die Schwächung des abnormen Rezeptors, der infolge auch die Erkrankung auslöst.
 

Forscher, die den Retinsäure-Übertragungsweg untersuchten, entdeckten nun ein Gen, das diesen abnormen Rezeptor schwächt und den Zelltod induziert. Wird Das Gen namens UBE1L in Leukämiezellen eingeschleust, ahmt es die Wirkung von Retinsäure nach und tötet Leukämiezellen ab. "Wir haben ein potenzielles pharmakologisches Ziel entdeckt, das den programmierten Zelltod bei Leukämie signalisiert", erklärten die Autoren. "Der Mechanismus, der das Zelltod-Programm auslöst, ebnet den Weg für die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs", so der Forschungsleiter der Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie Ethan Dmitrovsky.



Wissenschaftler identifizieren neue Leukämie-Form
Neue Behandlungsansätze sollen Heilungschancen verbessern
 

Wissenschaftler des Dana-Farber Cancer Institute http://www.dfci.harvard.edu haben nachgewiesen, dass es sich bei einer seltenen Blutkrebsform, um einen deutlich unterscheidbaren Typ von Leukämie handelt. Das Team um Stanley Korsmeyer untersuchte mittels Genetechnologie den Aufbau der so genannten akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL). Gefunden wurde eine sich deutlich unterscheidende Form der Erkrankung, die in Zukunft die Bezeichnung Mixed-Lineage Leukaemia (MLL) tragen soll. Neue Behandlungsansätze sollen die Heilungschancen der Patienten verbessern, berichtet Nature Genetics http://www.nature.com/ng in seiner aktuellen Ausgabe.
 

MLL verfügt über eine chromosomale Translokation. Diese Verlagerung eines Chromosomenteils bedeutet hier, dass ein Teil des Chromosoms 11 abgebrochen ist und sich an ein anderes Chromosom angehängt hat. Patienten mit dieser chromosomalen Translokation verfügen über Gen-Expressionsprofile, die sich deutlich von anderen Leukämieformen unterscheiden. Diese Entdeckung könnte erklären, warum Patienten häufig nur schlecht auf eine Behandlung ansprechen. Von dieser in 60 Prozent der Fälle tödlich endenden Erkrankung sind Kinder im ersten Lebensjahr betroffen. In den USA erkranken jährlich weniger als 100 Babys. Details: Eurekalert http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-12/dci-sug112801.php
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



This site is powered by the ICQ2Go Panel © 2002 ICQ Inc. All Rights Reserved. Use of ICQ2Go Panel is subject to the ICQ Terms of Service.

Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:12
Copyright REGIO-PRESS-MEDIEN
© 1998 - 2007
V.i.S.d.P. CR Joerg W. Baur
 
Diese Seiten sind optimiert für: IE 7 u. Netscape 8.1
sowie Mozilla Firefox 2 & Opera 9
Empfohlene Bildschirmauflösung : 1280 x 1024  

 

           WEBCounter by GOWEB 


Bitte stimmen Sie für diese Homepage ab.
Wählen Sie einfach den entspechenden Punkt.
naja... gut sehr gut zu empfehlen TOP SITE