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US-Forscher entdecken
Pflanze gegen Leukämie
Hoffnung auf neues Medikament gegen den Krebs
Eine in Nord-Amerika weit verbreitete Pflanze
enthält einen Wirkstoff, der Leukämiestammzellen abtötet. Den
US-amerikanischen Forschern der Universität Rochester http://
http://www.urmc.rochester.edu/ ist es gelungen, aus dem so
genannten Mutterkraut den Leukämiehemmenden Stoff Parthenolide zu
extrahieren, berichtet der amerikanische Branchendienst Science
Daily
http://www.sciencedaily.com . "Die Untersuchungsergebnisse sind
ein Meilenstein bei der zukünftigen Entwicklung neuer
Behandlungsmethoden gegen Leukämie", erklärte Craig Jordon von der
Universität Rochester.
Parthenolide ist der erste Wirkstoff, der myeliode Leukämie schon
auf Stammzellenniveau angreift. Dies ist der signifikante
Unterscheid zu derzeitigen Krebsbehandlungsmethoden, die nicht so
umfassend wirken, als dass sie auch mutierende Zellen bekämpfen
könnten. Selbst die derzeit aggressivste Behandlungsmöglichkeit mit
dem Medikament Gleevec ist nicht so effektiv, erklären die Forscher.
Das Mutterkraut (engl. Feverfew) ist schon seit Jahrhunderten ein
bewährtes Hausmittel gegen Fieber, Entzündungen, Migräne und
Artrithis. Die Forscher wurden auf das Kraut aufmerksam, als eine
Studie der Pflanze eine vorbeugende Wirkung gegen Hautkrebs
attestierte. Daraufhin untersuchten die Forscher wie sich
hochkonzentriertes Parthenolide auf akute- und chronisch-myeliode
Leukämiezellen sowie gesunde Zellen auswirkt. Das Parthenolide
tötete die kranken Leukämiezellen, während gesunde Zellen weitgehend
verschont blieben. Dies ist ein weiterer Vorteil des pflanzlichen
Derivats im Unterschied zu anderen chemotherapeutischen Produkten,
so die Forscher.
Die Forscher hoffen auf Grund der neuen Erkenntnisse möglichst
schnell ein entsprechendes Leukämieprodukt entwickeln zu können. Das
National Cancer Institute
http://www.nci.nih.gov/ hat die Forschungsarbeit in ihr Rapid
Acess Program aufgenommen, das darauf abzielt, experimentelle
Medikamente möglichst schnell vom Labor in den klinischen
Versuchslauf zu bringen. Es wird jedoch voraussichtlich noch Monate
dauern, bis ein entsprechendes pharmazeutisches Produkt auf der
Basis von Parthenolide hergestellt werden kann.
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Impfstoff gegen
Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse
Entscheidende Myelomzellen werden direkt
angegriffen
Ein Impfstoff gegen Blutkrebs könnte schon bald
Wirklichkeit werden. Wissenschafter des National Cancer Institute
http://www.nci.nih.gov haben in den vergangenen vier Jahren
Tests mit Patienten durchgeführt und viel versprechende Ergebnisse
erzielt. Zum Einsatz kommt speziell behandeltes Material aus dem
Krebs des Patienten, um das Immunsystem des Körpers dazu zu
motivieren Myelomzellen zu erkennen und anzugreifen. Der Impfstoff
kann problemlos gesunden Menschen verabreicht werden, die ihr
Knochenmark für die Behandlung von Patienten mit der
Kahler-Krankheit spenden. Der leitende Wissenschafter Michael Bishop
erklärte, dass so bei einer konventionellen
Knochenmarkstransplantation ein neues gesundes Immunsystem
übertragen wird, das entsprechend reagieren kann.
Ein Myelom entsteht aus Plasmazellen im Knochenmark, die Antikörper
zur Bekämpfung von Infektionen bilden. Entwickelt eine einzelne
Plasmazelle einen Defekt und vermehrt sich unkontrolliert, entstehen
große Mengen einer einzelnen Art von Antikörpern. Auch mit einer
Chemotherapie und einer Knochenmarksübertragung liegt die
Lebenserwartung von Betroffenen derzeit bei nur zwei bis vier
Jahren. Aus diesem Grund sind neue Behandlungsansätze dringend
erforderlich. Eine Transplantation könne jedoch auch ein
vergleichsweise willkürliches Vorgehen bedeuten. Verabreicht man den
Impfstoff dem Spender, kann gezielt eine Immunität gegen Krebs
aufgebaut werden. "Die transplantierten Knochenmarkszellen verfügen
so über eine entsprechende "Erinnerung" und reagieren entsprechend."
Frühere Forschungen hatten laut BBC bereits gezeigt, dass die
Verabreichung des Impfstoffes das Immunsystem der Patienten
verbessert. Laut Bishop sei die umstrittene Idee der Impfung der
gesunden Spender mit keinen Risiken verbunden. "Das Protein im
Impfstoff basiert auf einem Nebenprodukt des Krebses. Es kann keine
Erkrankung verursachen. Es bestehen keine anderen Risiken als bei
jeder anderen Impfung." Der entscheidende Vorteil dieses
Behandlungsansatzes bestehe darin, dass nur die Myelomzellen
angegriffen würden und gesunde Zellen keinen Schaden nähmen. Es sei
vorstellbar, dass auch andere vergleichbare Erkrankungen wie
einzelne Lymphomformen ebenfalls mittels dieses Ansatzes behandelt
werden können.
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Studienergebnisse zeigen, dass neu
diagnostizierte Patienten mit chronischer myeloider Leukämie aus
First-line-Therapie mit Imatinib langfristigen Nutzen ziehen
Das CHU in Poitiers, Frankreich, hat heute die Ergebnisse einer Studie
bekannt gegeben, die zeigen, dass bei neu diagnostizierten Patienten mit
einer bestimmten Form von Leukämie, die früh mit Imatinib behandelt werden,
vollständige zytogenetische Antworten (die Elimination von Leukämiezellen,
ein wichtiges Therapieziel) mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit
auftreten; weiterhin weisen sie verbesserte Langzeit-Ergebnisse auf.
Neue Daten aus der grössten, je mit CML-Patienten (1106 teilnehmende
Patienten) durchgeführten International Randomized IFN vs. ST1571 (IRIS)-Studie
wurden heute auf der amerikanischen Jahrestagung der American Society of
Hematology (ASH) vorgestellt. Neu diagnostizierte Patienten mit
Philadelphia-Chromosomen positiver (Ph+), chronischer myeloider Leukämie
(CML) in chronischer Phase, bei denen früh zytogenetische Antworten
auftraten, zeigten verbesserte, progressionsfreie Überlebensraten im
Vergleich zu den Patienten, bei denen keine frühen Antworten auftraten. Es
zeigte sich, dass Antworten auf Imatinib noch nach 42 Monaten auftraten.
"Die IRIS-Studie zeigt weiterhin dauerhafte Antworten bei Patienten, die
mit Imatinib behandelt wurden", sagte Dr. Francois Guilhot, Leiter der
Abteilung Hämatologische Onkologie und Zelltherapie, CHU La Miletrie,
Poitiers, Frankreich. "Bei Patienten, welche die höchste Antwortrate nach 12
Monaten erzielten, war die Wahrscheinlichkeit, leukämiefrei zu bleiben, sehr
hoch."
Einzelheiten der Studie
Die Datenanalyse zeigte, dass nach 42 Monaten 84% der Patienten, die mit
Imatinib behandelt wurden, progressionsfrei blieben, und nur 6% erreichten
fortgeschrittenere Stadien (beschleunigte Phase und Blastenkrise). Die
Gesamt-Überlebensrate (basierend auf CML-bedingten Todesfällen) bei
Patienten, die mit Imatinib behandelt wurden, betrug 97% nach 42 Monaten.
Patienten, denen Imatinib als erste Behandlung verabreicht wurde und die
innerhalb von 12 Monaten nach Therapiestart eine vollständige Antwort (CcyR)
erzielten, wiesen nach 42 Monaten eine progressionsfreie Überlebensrate von
93% auf; bei Patienten ohne CcyR lag diese, im Vergleich, bei 74%.
Bei Patienten, die nach 12 Monaten eine CcyR sowie eine tausendfache (3
log) oder höhere Reduktion des Bcr/Abl-Transkripten-Spiegels (molekulare
Antwort genannt) erzielten, betrug die Wahrscheinlichkeit, progressionsfrei
zu bleiben, nach 42 Monaten 98% im Vergleich zu 90% bei Patienten mit CcyR
und weniger als einer tausendfachen Reduktion, und 75% bei Patienten, die
keine CcyR erzielten.
Bei CML heisst eine molekulare Antwort das Verschwinden oder die
Reduktion der Menge an Bcr-Abl-Transkripten, welche das anomale Protein
produzieren, das für die Proliferation von weissen Blutzellen, wie sie bei
CML-Patienten auftritt, verantwortlich ist. CHR bezieht sich auf die
Normalisierung des Blutbildes, die über mindestens vier Wochen andauert;
allerdings können Zellen, die Ph-Chromosom-positiv sind (Ph+), immer noch
anwesend sein. Bei McyR werden weniger als 35% der Zellen, die ein
Philadelphia-Chromosom enthalten, (die genetische Abnormalität, welche die
meisten CML-Fälle charakterisiert) nachgewiesen. Bei CcyR bleiben Ph+-Zellen
anwesend.
Diese Studie, Abstrakt ndegrees21, wurde veröffentlicht in Blood, Volume
104, Issue 11, 16. November 2004
Über die IRIS-Studie
IRIS: bis heute die grösste CML-Studie der Phase III
Von Juni 2000 bis Januar 2001 wurden 1106 Patienten von 117
Studienzentren in 16 Ländern in die IRIS-Studie aufgenommen (553 Patienten
in jeden Behandlungsarm randomisiert). Diese CML-Studie Phase III ist bis
heute die Studie mit der höchsten Anzahl rekrutierter Patienten.
Das Protokoll der IRIS-Studie (Studie 106) erlaubt ein Crossover im Falle
fehlender Antworten, Verlust von Antworten oder Intoleranz der Behandlung.
Nach einer Zwischenanalyse der Studiendaten wurde das ursprüngliche
Studienprotokoll vom Independent Data Monitoring Board (IDMB) ergänzt, um
den Patienten zu erlauben, in dem Fall in einen der jeweils anderen
Behandlungsarme überzuwechseln, dass nach 1 Jahr (anstatt nach 2 Jahren, wir
ursprünglich vorgesehen) der Behandlung keine MCR auftrat, und den Patienten
im IFN + ara-C-Arm zu erlauben, jederzeit, falls gewünscht, zu Imatinib
überzuwechseln.

Allergien erhöhen
Blutkrebsrisiko bei Erwachsenen
Heuschnupfen hat keinen Einfluss auf Krebsrisiko
Einige allergische Erkrankungen können das Risiko
von Blutkrebs bei Erwachsenen erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine
Studie des Karolinska Institutet
http://info.ki.se/index_en.html gekommen. Menschen mit
Nesselausschlag verfügten über ein erhöhtes Leukämierisiko.
Betroffene, die als Kind unter Ekzemen gelitten hatten, waren
gefährdeter an einem Non-Hodgin-Lymphom zu erkranken. Andere
allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen schienen das Krebsrisiko
nicht zu erhöhen. Die Ergebnisse der Studie wurden in BMC Public
Health
http://www.biomedcentral.com/bmcpublichealth veröffentlicht.
Britische Wissenschafter wie Hazel Nunn von Cancer Research UK
http://www.cancerresearchuk.org haben laut BBC die allgemeine
Gültigkeit dieser Forschungsergebnisse in Frage gestellt.
Die Wissenschafter begleiteten 16.539 Zwillinge für die Dauer von 31
Jahren und zeichneten auf, ob es in diesem Zeitraum zu einer
Blutkrebsdiagnose kam. Alle Teilnehmer hatten einen Fragebogen
beantwortet, der 1967 über die Swedish Twin Registry verteilt wurde
und der Fragen über Allergien beinhaltete. Die Wissenschafterin
Karin Söderberg erklärte, dass eine Stärke der Studie darin bestehe,
dass die Daten über Allergien vor der Entstehung einer etwaigen
Krebserkrankung gesammelt wurden. Entscheidend sei die chronische
Stimulierung des Immunsystems, die durch allergische Erkrankungen
hervorgerufen werde. Sie führe zur Bildung von größeren Mengen
weißer Blutkörperchen und damit zur Erhöhung des Risikos von
krebserregenden Mutationen.
Einige Wissenschafter gehen davon aus, dass Allergien einen Schutz
gegen Krebs bieten können. Dieser Schutz soll durch die Verbesserung
der Fähigkeit des Immunsystems bösartige Zellen zu entdecken und zu
zerstören ermöglicht werden. Die schwedischen Forscher
argumentieren, dass ihre Ergebnisse diese Hypothese nicht
bestätigten. Sie betonen, dass obwohl Ekzeme in der Kindheit das
Risiko eines Non-Hodgin-Lymphoms etwa verdoppelten, die
Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung noch immer gering sei.
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Alzheimermedikament
gegen Leukämie
Überaktivität von Genmutationen wird blockiert
Forscher am Brigham and Womens Hospital (BWH)
http://www.brighamandwomens.org/ und dem Dana-Farber Cancer
Institute (DFCI)
http://www.dfci.harvard.edu/ haben herausgefunden, dass ein
Alzheimermedikament gegen die Ausbreitung einer bestimmten Form von
Leukämie wirkt. Zunächst identifizierten sie eine Mutation bei der
T-Zelllymphom-Leukämie (T-ALL), einer sowohl bei Kindern als auch
bei Erwachsenen verbreiteten Krebsform. Die Auswirkungen des
mutierten Gens NOTCH1 können von einem Alzheimer-Medikament
blockiert werden. Für die Wissenschaftler ist das ein großer
Durchbruch, weil sie hoffen, dass sie diese Form der Leukämie mit
einer neuen, sehr spezifischen Therapie stoppen können. Da diese
Medikamente schon seit mehreren Jahren entwickelt werden, werden
klinische Tests schon in naher Zukunft möglich sein.
"Diese Entdeckung ist signifikant, weil sie uns erstens zeigt, dass
NOTCH1-Mutationen in allen Formen von T-ALL eine Rolle spielen, und
zweitens, weil die so genannten Gamma-Secretase-Hemmer, eine
Medikamentenklasse, die die abnormale NOTCH1-Tätigkeit abschaltet,
bereits in Vorbereitung sind", sagte Jon C. Aster vom BWH. Die
Forscher hoffen, dass sich diese Präparate schon nächstes Jahr als
sicher und effektiv in der Behandlung von T-ALL erweisen.
Während eine Chemotherapie 75 Prozent der T-ALL Patienten heilt,
erliegen 25 Prozent ihrem Leiden und die gängigen Chemotherapiekuren
sind hochgiftig. Die Wissenschaftler gaben an, dass die
Gamma-Secretase-Hemmer weniger giftig sind, weil sie direkt auf das
mutierte NOTCH1 abzielen, das nur in der Krebszellen der
T-ALL-Patienten vorhanden ist. Der normale NOTCH1-Rezeptor löst
Signale aus, die den Blutstammzellen eine Umwandlung in T-Zellen
erlaubt, einer Form von weißen Blutzellen, die für die Bekämpfung
von Infektionen zuständig ist. Wenn das Signal überaktiviert ist,
entwickelt es zu viele T-Zellen, der erste Schritt am Weg zum Krebs.
In der aktuellen Studie verwendeten die Forscher vom BWH
Gamma-Secretase-Hemmer, um das NOTCH1 in allen T-ALL Zellen zu
unterdrücken. Manche Zelllinien stoppten bei dieser Behandlung das
Wachstum und weitere Untersuchungen zeigten, dass diese Zelllinien
oft Mutationen im NOTCH1 hatten, die seine Überaktivität
verursachten.
In Kooperation mit einem Team vom DFCI fanden die Wissenschaftler
heraus, dass in fast 60 Prozent der Tumore Mutationen eine
Überaktivität des NOTCH1 verursachen und somit der entscheidende
Auslöser für diese Art von Krebs sind. "Diese Erkenntnisse wecken in
uns die Neugier, ob NOTCH1-Proteine auch in anderen Krebsarten
vorkommen. Zusammen mit unseren Kollegen vom DFCI suchen wir derzeit
ähnliche Mutationen bei Brust-, Prostata- und Gehirntumoren", so
Aster. Die beiden Teams planen einen klinischen Versuch an 20
Patienten, die einen Rückschlag erlitten haben, nachdem vorherige
Therapien eine Remission erzielten. Dieser Test soll in den nächsten
Monaten beginnen. Die Forscher werden biochemische Veränderungen
messen, um die Aktivität des Medikaments zu untersuchen. |

Die Behandlung von gerade
diagnostizierter akuter promyelozytischer Leukämie mit Arsentrioxid könnte
den Bedarf an Anthrazyklin-Chemotherapien beseitigen
- Langanhaltende, vollständige Remission bei 88% der Patienten berichtet
Eine iranische Forschungsstudie über den Einzelwirkstoff Arsentrioxid zur
Behandlung von akuter promyelozytischer Leukämie (APL) wurde am 29.
September auf der 16. Jahrestagung der "European Organization for Research
and Treatment of Cancers", "National Cancer Institute" und "American
Association for Cancer Research" (EORTC-NCI-AACR) präsentiert. In der Studie
wurden 63 Patienten mit gerade diagnostizierter APL mit Arsentrioxid
behandelt, und während des Verlaufs von zwei Behandlungen wurde bei 90
Prozent der Patienten eine vollständige Remission erzielt. Die 11 Patienten,
bei denen ein Rezidiv auftrat, gingen nach einer dritten Behandlung in
Remission. Zur Zeit sind 88,5 Prozent der Patienten in dieser fortdauernden
Studie noch am Leben, wobei die mittlere Überlebenszeit 34 Monate vom Beginn
der Behandlung an beträgt. Cell Therapeutics, Inc. (CTI) (Nasdaq: CTIC;
Nuovo Mercato) vermarktet Arsentrioxid (TRISENOX(R)) in den Vereinigten
Staaten und Europa bei rezidivierender und refraktärer APL.
Auf der EORTC-NCI-AACR-Tagung wurden auch Daten einer Phase-I-Studie von
Polyglutamat-Camptothecin von CTI präsentiert. Diese Daten zeigten, dass
CT-2106 bei gleichzeitig auftretenden behandelbaren Toxizitäten gut
vertragen wurde, und sie zeigten Hinweise einer Anti-Krebs-Aktivität bei
drei Tumorarten. Bei einem Patienten mit Pankreaskrebs und Lungenmetastasen
trat eine Teilantwort auf, bei zwei Patienten mit Kolorektumkrebs war die
Krankheit über mehr als 12 Wochen stabil, und bei zwei Patienten mit
nicht-kleinzelligem Lungenkrebs war die Krankheit über mehr als 35 Wochen
stabil. Die vorläufige Krankheitskontrollrate betrug 33 Prozent (8 von 24
Patienten).
Über TRISENOX(R)
TRISENOX(R) (Arsentrioxid) wird von CTI vermarktet. TRISENOX erhielt im
Jahre 2000 von der amerikanischen "Food and Drug Administration" die
Markt-Zulassung zur Behandlung von Patienten mit rezidivierender oder
refraktärer akuter promyelozytischer Leukämie (APL), einer seltenen,
lebensbedrohlichen Blutkrebsart. TRISENOX erhielt im März 2002 die
Marktzulassung von der Europäischen Kommission.
Von den mehr als 20.000 jedes Jahr mit akuter myeloider Leukämie (AML)
diagnostizierten Patienten haben 10-15% APL, eine von acht Unterarten der
AML. TRISENOX wird gegenwärtig in mehr als 40 klinischen und von Prüfärzten
gesponsorten Studien bei einer Vielzahl von Krebsarten getestet. Die
amerikanische Marktzulassung für TRISENOX wurde aufgrund der Ergebnisse
einer amerikanischen Multizenterstudie gewährt, in der 40 Patienten mit
rezidivierender APL mit 0,15 mg/kg TRISENOX bis zur Knochenmarksremission
oder maximal 60 Tage behandelt wurden. Bei vierunddreissig Patienten (85
Prozent) wurde eine vollständige Remission erzielt. Als die Ergebnisse
dieser 40 Patienten mit denjenigen der 12 Patienten einer Pilotstudie
kombiniert wurden, konnte eine Gesamt-Antwortrate von 87 Prozent
festgestellt werden.
WARNUNG: TRISENOX sollte unter Aufsicht eines Arztes/Ärztin verabreicht
werden, der/die Erfahrung mit der Behandlung von Patienten mit akuter
Leukämie hat. Bei einigen mit TRISENOX behandelten Patienten mit APL trat
das APL-Differenzierungssyndrom auf- mit Symptomen, die denjenigen ähneln,
die beim "Retinsäure-aktivierten akuten Promyelozytenleukämie" -(RA-APL)-
Syndrom auftreten. Arsentrioxid kann eine QT-Verlängerung (welche zu Torsade
de pointes führen kann) und einen vollständigen atrioventrikulären Block
verursachen.
Die häufigsten mit TRISENOX verbundenen Nebenwirkungen waren im
allgemeinen therapierbar, reversibel und erforderten keine Unterbrechung der
Therapie. Sie umfassten Hypokalämie, Hypermagnesämie, Hyperglykämie und
Thrombozytopenie, wie in 13 Prozent der Patienten (n=40) berichtet.
Bauchschmerzen, Dyspnoe, Hypoxie, Knochenschmerzen und Neutropenie wurden
bei 10 Prozent dieser Patienten berichtet, wobei Arthralgie, febrile
Neutropenie und disseminierte intravaskuläre Koagulation bei acht Prozent
der Patienten berichtet wurde.
Über die akute promyelozytische Leukämie (APL)
APL, eine von acht Unterarten der akuten myeloiden Leukämie (AML), ist
eine bösartige Krankheit der weissen Blutzellen. Sie kann Patienten jeden
Alters befallen. APL ist durch eine spezifische chromosomale Abnormalität
gekennzeichnet-eine Übertragung, oder Translokation, von genetischem
Material des Chromosoms 17 auf Chromosom 15. Diese genetische Veränderung
führt zu einem abnormalen Protein, welches das normale Zellwachstum
inhibiert und die Reifung der Vorstufen der weissen Blutkörperchen im
Knochenmark verhindert, was schliesslich zu Krebs führt. Die
Standardbehandlung für eine jüngst diagnostizierte APL ist eine Kombination
von Chemotherapie mit all-trans-Retinsäure (ATRA), welche eine vollständige
Antwort bei 70-90% der gerade diagnostizierten Patienten bewirkt. Allerdings
tritt bei ungefähr 20-30 Prozent der Patienten, die dieses Behandlungregimen
erhalten, ein Rezidiv auf. Diese schlechte Antwort auf die
Arzneimitteltherapie hat zur Anwendung der allogenischen
Stammzellen-Transplantation geführt (Übertragung von gesunden, jungen Zellen
aus dem Knochenmark oder Blutstrom eines Spenders), um die Überlebenszeit zu
verlängern. TRISENOX bietet eine andere Behandlungsoption für diese
Patientenpopulation.
Über CT-2106
CT-2106 ist der zweite Wirkstoff im CTI Portfolio, nach XYOTAX(TM) (Paclitaxel-Poliglumex),
das die Polyglutamat-Konjugat-Technologie ausschöpfen soll, bei der ein
Antikrebs-Wirkstoff an eine natürlich-abbaubare Polyaminosäure gebunden ist.
Über Cell Therapeutics, Inc.
CTI, mit Hauptsitz in Seattle, ist ein biopharmazeutisches Unternehmen,
das sich auf dem Gebiet der Entwicklung eines integrierten Portfolios aus
Onkologieprodukten engagiert, welche Krebs besser behandelbar machen sollen.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte
www.cticseattle.com.
Website:
www.cticseattle.com/media.htm
Website:
www.cticseattle.com/investors.htm
Website:
www.cticseattle.com

Arsen zur Behandlung
von Leukämie
Westliche Experten halten an Chemotherapie fest
Eine giftige Substanz, die als
Unkrautvertilgungsmittel eingesetzt wird und als berüchtigte Waffe
bei Krimiautoren gilt, hat Erfolge in der Behandlung von Leukämie
erzielt. Das iranische Forscherteam, das die Studie durchgeführt
hat, sagte, Arsenik könne als Behandlung für akute
Promylozytenleukämie (APL) verwendet werden. Nach zwei
Behandlungszyklen ist bei mehr als 90 Prozent der 63 Patienten eine
vorübergehende Besserung eingetreten. Das berichtet die BBC
http://news.bbc.co.uk .
Arsenik wird auch im Westen als zusätzliche Behandlung für Leukämie
(neben der Chemotherapie) verwendet. Jährlich erkranken 20.000
Menschen weltweit an Leukämie. Die Eingangsbehandlung bezieht
Chemotherapie und Atra ein, eine Vitamin A basierte Substanz. Diese
Kombination erzielt eine fünfjährige Überlebensrate zwischen 60 und
80 Prozent. Im Vergleich dazu erreicht die Arsenik-Methode der
Teheraner Forscher ein Überleben von 88,5 Prozent der Patienten nach
34 Monaten.
Laut Studie, die im Rahmen einer Konferenz der Europäischen
Organisation für Erforschung und Behandlung von Krebs in Genf
veröffentlicht wurde, kann Arsenik auch bei der Behandlung anderer
Krebsarten wie Morbus Kahler eingesetzt werden. Arsenik verursacht
Veränderungen in den Krebszellen, die die Apoptose, den
programmierten Zelltod, auslösen. Die Wissenschaftler glauben auch,
dass die Substanz jenes Gen korrigiert, das das fehlerhafte Protein
produziert, das APL verursacht.
Eine chinesische Studie war bereits vor einigen Monaten zu dem
Ergebnis gekommen, dass Arsenik in Kombination mit Atra erfolgreich
wirkt. Forschungsleiter Ardeshir Ghavamzadeh sagte, es handle sich
um eine neue Behandlung für APL, die ohne Chemotherapie auskommt.
Knochenmarkstransplantationen könnten weitgehend vermieden werden.
David Grimwade von der Guys, Kings und St. Thomas School of Medicine
glaubt nicht, dass sich die Arsenik-Therapie in Westeuropa
durchsetzen kann. Ärzte seien "ein bisschen nervös" bezüglich
möglicher Herz- und Leberkomplikationen durch den Gebrauch von
Arsenik. Weiters hätten westliche Länder ausreichende Ressourcen zur
Verwendung der Chemotherapie. Für Entwicklungsländer, wo es weniger
Ressourcen gibt, könnte der Ansatz aber interessant sein, weil er
die grundlegenden Ursachen der Leukämie direkt bekämpft. Ken
Campbell vom Leukaemia Research Fund
http://www.lrf.org.uk/ begrüßt die neue Möglichkeit für
Patienten, für die eine Standard-Chemotherapie ungeeignet ist.
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Genetischer Schalter heizt Zelltod-Progamm an
Gen lässt durch Aktivierung mit Retinsäure Leukämiezellen
absterben
Krebsforscher der Dartmouth Medical School
http://www.hitchcock.org/dhmcentr.htm haben ein Gen identifiziert, das
Leukämiezellen absterben lässt. Der neue genetische Schalter initiiert ein
Programm, das gewisse Leukämiezellen und möglicherweise auch andere
Tumorzellen zerstört
http://www.hitchcock.org/pages/public_affairs/cancer_gene.htm. Die Studie
wurde in der aktuellen Ausgabe von Proceedings of the National Academy of
Sciences (PNAS) http://www.pnas.org
publiziert.
Das Gen wird durch die Behandlung mit einem Vitamin-A-Derivat, der
Retinsäure, wie sie in der Krebstherapie und zur Prävention eingesetzt wird,
aktiviert. Retinsäure verursacht eine Remission einer seltenen, aber tödlichen
Form der Leukämie, der so genannten akuten Promyelozytenleukämie. Remission
bedeutet, dass längere Zeit keine Symptome nachgewiesen werden können. Bei
dieser Leukämieform besteht ein ungewöhnlicher genetischer Defekt, der den
Rezeptor für Retinsäure neu arrangiert. Kennzeichen dafür ist die Schwächung
des abnormen Rezeptors, der infolge auch die Erkrankung auslöst.
Forscher, die den Retinsäure-Übertragungsweg untersuchten, entdeckten nun
ein Gen, das diesen abnormen Rezeptor schwächt und den Zelltod induziert. Wird
Das Gen namens UBE1L in Leukämiezellen eingeschleust, ahmt es die Wirkung von
Retinsäure nach und tötet Leukämiezellen ab. "Wir haben ein potenzielles
pharmakologisches Ziel entdeckt, das den programmierten Zelltod bei Leukämie
signalisiert", erklärten die Autoren. "Der Mechanismus, der das
Zelltod-Programm auslöst, ebnet den Weg für die Entwicklung neuer Medikamente
gegen Krebs", so der Forschungsleiter der Abteilung für Pharmakologie und
Toxikologie Ethan Dmitrovsky.

Wissenschaftler identifizieren neue Leukämie-Form
Neue Behandlungsansätze sollen Heilungschancen verbessern
Wissenschaftler des Dana-Farber Cancer Institute
http://www.dfci.harvard.edu
haben nachgewiesen, dass es sich bei einer seltenen Blutkrebsform, um einen
deutlich unterscheidbaren Typ von Leukämie handelt. Das Team um Stanley
Korsmeyer untersuchte mittels Genetechnologie den Aufbau der so genannten
akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL). Gefunden wurde eine sich deutlich
unterscheidende Form der Erkrankung, die in Zukunft die Bezeichnung
Mixed-Lineage Leukaemia (MLL) tragen soll. Neue Behandlungsansätze sollen die
Heilungschancen der Patienten verbessern, berichtet Nature Genetics
http://www.nature.com/ng
in seiner aktuellen Ausgabe.
MLL verfügt über eine chromosomale Translokation. Diese Verlagerung eines
Chromosomenteils bedeutet hier, dass ein Teil des Chromosoms 11 abgebrochen
ist und sich an ein anderes Chromosom angehängt hat. Patienten mit dieser
chromosomalen Translokation verfügen über Gen-Expressionsprofile, die sich
deutlich von anderen Leukämieformen unterscheiden. Diese Entdeckung könnte
erklären, warum Patienten häufig nur schlecht auf eine Behandlung ansprechen.
Von dieser in 60 Prozent der Fälle tödlich endenden Erkrankung sind Kinder im
ersten Lebensjahr betroffen. In den USA erkranken jährlich weniger als 100
Babys. Details: Eurekalert
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-12/dci-sug112801.php

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