Mehr Sicherheit für
Blutprodukte
Europäische Blutsicherheitsallianz kämpft für
neue Standards
Acht Patientenorganisationen aus ganz Europa haben
eine neue Plattform für ein Höchstmaß an Blutsicherheit in Europa
geschaffen. Dies gab heute, Freitag, der Vorsitzende der
Hepatitishilfe Österreich
http://www.gesundeleber.at Ernst Leitgeb auf einer
Pressekonferenz bekannt. Durch die Gründung der Pan-Europäischen
Blutsicherheitsallianz (PBSA) soll zukünftig die Sicherheit für Blut
und Blutprodukte wesentlich mitbestimmt und verbessert werden. Bei
der von der Hepatitishilfe Österreich
http://www.gesundeleber.at veranstalteten ersten
Generalversammlung wurde die offizielle Satzung unterzeichnet.
"Dies ist das Ergebnis von zwei Jahren intensiver und engagierter
Arbeit", sagte Panos Englezos (Bild), Vorsitzender der PBSA. Obwohl
es sich um acht verschiedene Patientenorganisation mit Schwerpunkten
auf ganz unterschiedlichen Erkrankungen handelt, haben wir doch alle
ein gemeinsames Interesse: Die Sicherheit und die Verfügbarkeit von
Blut und Blutprodukten zu sichern und voran zu treiben."
Die PBSA ist eine Kooperation von acht Patientenorganisationen aus
ganz Europa, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das öffentliche
Bewusstsein für Blutsicherheit in Europa zu verbessern und das Recht
aller Patienten auf die sichere Behandlung mit Blutprodukten zu
fördern. Die Gründung der PBSA wurde von der Internationalen
Thalassämie Föderation (TIF)
http://www.thalassaemia.org initiiert und von der Firma Baxter
finanziell unterstützt.
Die dringende Notwendigkeit für eine europäische Partnerschaft sehen
die Experten in der Schaffung einheitlicher rechtlicher
Gesetzeslagen sowie in der internationalen Normierung der
Qualitätsstandards. Auf diesen Gebieten sollen zukünftig noch
einschneidende Veränderungen vorgenommen werden. "Während die
Versorgung mit sicheren Blutprodukten in Westeuropa über einen hohen
Sicherheitsstandard verfügt, so ist dies in den meisten Ländern
Osteuropas nicht 100-prozentig gegeben", sagte die Vorsitzende der
PBSA, Androulla Eleftheriou. "Benötigt man in diesen Ländern,
beispielsweise auf Grund eines Unfalls, eine Blutspende, so birgt
dies ein mögliches Risiko."
Die besonderen Problemfelder im Bereich der Sicherung von
Bluttransfusionen und Blutprodukten sehen die Experten in vier
zentralen Punkten. Ein erstes ernsthaftes Problem liegt in der
zunehmenden Globalisierung sowie der Veränderung von Klima und
Umwelt. Bakterien, Parasiten und Krankheitserreger, die bislang in
bestimmten Regionen heimisch waren, werden so zu "migrierenden
Bakterien". Dieser Trend bedingt die Entwicklung von neuen,
spezifischen und schnellen Testverfahren, die momentan noch nicht
vorhanden sind. Weiters liegt eine potenzielle Gefahrenquelle in der
kontinuierlich bestehenden Bedrohung durch neue, noch unbekannte
Krankheitserreger. Und nicht zuletzt darf menschliches Versagen bei
der Arbeit mit Blutprodukten nicht unterschätzt werden.
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Notfalllabor.de begrüßt den 100.000sten Besucher
Im Laufe des Februars verzeichnete das Laborportal Notfalllabor.de
den 100.000sten Besucher. Dies ergab eine Auswertung der aktuellen
Zugriffs-Statistiken.
Die Betreiber zeigten sich sehr zufrieden. "Diese Zahl hatten wir
erst Mitte des Jahres erwartet", so Firmenchef Bernhard Liebchen.
Notfalllabor.de war im Juli 2002 gestartet und bietet interessierten
Kunden einen unabhängigen Marktüberblick über den gesamten
medizinischen Labor-Bereich.
Neben den Brachengrößen Bayer, Roche, Ortho oder VWR finden sich auch
zahlreiche kleine und mittlere Firmen auf Notfalllabor.de und
präsentieren ihre Produkte den Besuchern.

Verbesserte Sicherheitsstandards für Blutkonserven
Europaparlament verabschiedet einheitliche Richtlinie - Regelung ab 2005
Ab 2005 sollen
in der Europäischen Union einheitliche und strenge Sicherheitsstandards für
Blutspenden gelten. Heute, Mittwoch, hat das Europaparlament
http://www.europarl.eu.int in dritter und abschließender Lesung eine
entsprechende Richtlinie verabschiedet. Die Prüfung von Blutspenden darf nur
durch medizinisches oder biowissenschaftliches Fachpersonal mit einschlägiger
Berufserfahrung geschehen. Die Frage der Verantwortung war bis dato nicht
eindeutig geklärt.
Darüber hinaus führt die Gemeinschaft ein System ein, mit dem Zwischenfälle
und unerwünschte Reaktionen während des Transfusionsprozesses erfasst werden.
Durch dieses System sollen Blutkonserven vom "Spender bis zum Empfänger"
rückverfolgbar werden. Die Richtlinie regelt zusätzlich die Eignungsprüfung
der Spender, die Zulassung und Ausstattung der Einrichtungen der
Transfusionsmedizin, die Qualifikation und Fortbildung des ärztlichen,
technischen und Pflegepersonals sowie die Überprüfungs- und
Inspektionsmechanismen der Einrichtungen. Zudem sieht die Richtlinie
einheitliche Standards für die Gewinnung, das Testen, die Lagerung und die
Verteilung von menschlichen Blut- und Blutbestandteilen vor.

E-Nase erschnüffelt Krankheitserreger im Blut
Pathogene an charakteristischen Gasen mittels Sensoren
erkennbar
Studenten des Illinois Institute of Technologie (IIT)
http://www.iit.edu haben eine
Messtechnologie entwickelt, mit der Ärzte Krankheitserreger im Blut schneller
erkennen und identifizieren können als durch herkömmliche Labortests. Das
Prinzip, bekannt als elektronische Nase, besteht aus einer Anordnung kleiner
Sensoren, die die abgegebenen Gase der Mikroorganismen detektieren. Die
Anwendung funktioniert laut Entwicklern auch bei infektiösen Bakterien wie E.
coli und Staphylococcus aureus.
Die Sensoren werden mit einem PC verlinkt, um die charakteristischen Gase
zu analysieren und sie mit bekannten Pathogenen zu vergleichen. Derzeit
benötigen Labors bis zu zwei Tage um Krankheitserreger im Blut zu erkennen.
Die elektronische Nase soll dies in 24 Stunden schaffen. Das künstliche
"Schnüffelorgan" reagiert wie Rezeptoren in der Nase auf mikroskopische
Partikel. "Es gibt Millionen Neuronen, die Moleküle in der Nase binden und vom
Gehirn als spezifische Gerüche wahrgenommen werden", erklärte Christopher
Morong von der IIT. Die E-Nase funktioniere ähnlich, bestehe allerdings aus
lediglich acht Sensoren. Sie können aber hunderte spezifische Geruchsmerkmale
erkennen. Eine Tuberkulosebakterien identifizierende elektronische Nase
befindet sich bereits in der Entwicklung, so Morong.
Langfristig soll es möglich sein, Patienten Blut abzunehmen und mittels der
elektronischen Nase sofort Krankheitserreger zu "erschnüffeln". Einziger
Nachteil: Die Detektion der Gase ist ohne die Züchtung der Pathogene
schwierig. Derzeit muss das Blut 24 Stunden kultiviert werden, damit mögliche
Bakterien auf ein detektierbares Niveau wachsen können.

Biotechnologisches Diagnosegerät für die Arztpraxis
Siemens und November AG entwickeln gemeinsam automatisiertes
Minilabor
Siemens
http://www.siemens.de und die November AG
http://www.november-ag.de
haben die gemeinsame Entwicklung eines neuartigen biotechnologischen
Analysegerät für die humanmedizinische Diagnostik angekündigt. Einen
entsprechenden Vertrag hat die November AG mit dem Siemens-Bereich Medical
Solutions unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bei dem Gerät
handelt es sich um ein automatisiertes Minilabor, das eine schnellere Diagnose
vor Ort, etwa in der Arztpraxis, ermöglichen soll. Das Gerät übernimmt dabei
die Rolle der Laboranten und untersucht Speichel- und Blutproben auf
Infektionserreger wie Hepatitisviren oder Krebszellen.
Teure und technisch aufwändige optische DNA-Analyseverfahren sollen durch
ein kostengünstigeres elektrochemisches Nachweis-Prinzip ersetzt werden. Das
automatisierte Diagnoseverfahren soll die Ladung und das elektrochemische
Verhalten von Biomolekülen nutzen. Eine geringe Menge Blut genügt, um in
kürzester Zeit Infektionserreger wie Hepatitisviren oder Krebszellen
nachzuweisen. Aufbauend auf dieser Technologie werden Siemens und die November
AG zusammen die Produktentwicklung durchführen.
Das geplante "Labor im Kleinformat" soll die Integration aller
üblicherweise im Großlabor durchgeführten Prozessschritte in einem einzigen
Gerät ermöglichen - von der Aufbereitung der Patientenprobe bis zur fertigen
Analyse. Als Einsatzgebiete kommen neben Arztpraxen auch Intensivstationen,
Operationsbereiche, Neugeborenenstationen und Notaufnahmen in Frage. Die
Markteinführung der Technologie soll im Jahr 2003 erfolgen. Nach Einschätzung
von Experten soll der Markt für die Molekulare Diagnose von derzeit etwa drei
Mrd. Dollar auf 5,5 Mrd. Dollar im Jahr 2005 wachsen.

Neues elektrochemisches Nachweisverfahren revolutioniert die medizinische
Diagnostik
Siemens und november AG entwickeln biotechnologisches
Diagnosegerät für die Arztpraxis
Der Siemens-Bereich Medical Solutions (Med) und die november AG
entwickeln gemeinsam ein neuartiges biotechnologisches Analysegerät
für die humanmedizinische Diagnostik. Ein entsprechender Vertrag
wurde unterzeichnet. Bei dem Gerät handelt es sich um ein
automatisiertes Minilabor, das eine schnellere Diagnose vor Ort,
beispielsweise in der Arztpraxis, ermöglichen soll. Das Gerät
übernimmt dabei die Rolle der Laboranten und untersucht Urin-,
Speichel-und Blutproben auf Infektionserreger wie Hepatitisviren oder
Krebszellen.
Basierend auf einer von der november AG entwickelten Technologie
("Lab-on-a-Strip") werden teure und technisch aufwändige optische
DNA-Analyseverfahren durch ein kostengünstigeres elektrochemisches
Nachweis-Prinzip ersetzt. Das neuartige automatisierte
Diagnoseverfahren macht sich die Ladung und das elektrochemische
Verhalten von Biomolekülen, also etwa der DNA, zu Nutze. Eine geringe
Menge Blut genügt, um in kürzester Zeit Infektionserreger wie
Hepatitisviren oder Krebszellen nachzuweisen.
Aufbauend auf dieser Technologie werden Siemens und die november
AG zusammen die Produktentwicklung durchführen. Die Markteinführung
der Technologie soll im Jahr 2003 erfolgen. Der Markt für die
Molekulare Diagnose wächst schnell: Experten erwarten einen Anstieg
von derzeit etwa 3 Mrd. US-Dollar auf 5,5 Mrd. US-Dollar im Jahr
2005.
Das neuartige "Labor im Kleinformat" ermöglicht die Integration
aller üblicherweise im Großlabor durchgeführten Prozessschritte in
einem einzigen Gerät - von der Aufbereitung der Patientenprobe bis
zur fertigen Analyse.
Aufgrund der kompakten Bauweise des Gerätes ergeben sich als
bevorzugte Einsatzgebiete neben den Praxen niedergelassener Ärzte
auch Intensivstationen, Operationsbereiche, Neugeborenenstationen und
Notaufnahmen.
Med erweitert mit der Entwicklung und Fertigung dieses einfach
bedienbaren Gerätes das Spektrum von medizinischen Lösungen in der
Disease-Management-Kette um ein biotechnologisches
Diagnose-verfahren. Dadurch wird auch die Entwicklung neuer Therapien
unterstützt.
Um im Sinne einer optimalen Patientenversorgung leistungsfähige und
kosteneffiziente medizinische Prozesse in der Diagnostik anbieten zu
können, investiert Siemens Medical Solutions über die medizinische
Informationstechnologie hinaus vermehrt in die Biotechnologie.
Bereits Anfang 2000 hatte das Unternehmen eine finanzielle
Beteiligung an dem Leipziger Start-up Biotech Unternehmen peS
diagnostiksysteme bekannt gegeben, das Systeme für die
Proteindiagnostik entwickelt. Die Entwicklung des neuartigen
Diagnosegeräts zusammen mit der november AG komplettiert somit die
technologische Basis der Siemens AG im Bereich Molekulare Diagnose
durch die Bereitstellung integrierter Nukleinsäure-Diagnostika.

Cholesterin-Spiegel mit NMR-Technologie analysieren
Effektivität von Medikamenten wird signifikant erhöht
Die Effektivität von Medikamenten, die den Cholesterin-Spiegel senken,
bestimmen Mediziner der North Carolina State University
http://www.ncsu.edu/ und der
Northwestern University Medical School
http://www.nums.nwu.edu/
jetzt mit Hilfe der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR). Dabei analysieren sie
Größe und Konzentration des LDL.
Dieses "Low Density Lipoprotein" versorgt die Zellen mit Cholesterin. Wie
viel Lipoprotein der Körper bildet, ist erblich bedingt. Daher wirken auch
cholesterinsenkende Medikamente bei jedem Patienten anders. "Wissen die Ärzte
um die jeweilige Lipoprotein-Menge, können sie die Medikamente und deren Dosis
auf die Größe und Konzentration der Lipoproteine abstimmen und so bessere
Behandlungserfolge erzielen", sagte Dr. Robert Rosenson, Leiter des Preventive
Cardiology Center an der Northwestern University Medical School. "Zudem
entstehen keine zusätzlichen Kosten dadurch, dass erst verschiedene Therapien
ausprobiert werden, bis eine quasi per Zufall Erfolg bringt." Bislang
bestimmten die Ärzte mit Hilfe einfacher Bluttests, wie effektiv die einzelnen
Medikamente den Cholesterin-Spiegel im Blut beeinflussen.
Die NMR-Technologie hat auf Grund ihrer Detailgenauigkeit und Risikoarmut
in den letzten Jahren eine weite Verbreitung gefunden. Im Gegensatz zur
Röntgendiagnostik und zur herkömmlichen Computertomographie basiert das
Verfahren nicht auf Röntgenstrahlung. Der Körper oder das zu untersuchende
Körperteil wird vielmehr einem starken Magnetfeld ausgesetzt, was das Gewebe
zur Aussendung messbarer Signale anregt. Im Computer werden diese Daten dann
zu Bildern verarbeitet.
