Digitaler Spiegel
lässt auf Knopfdruck altern
Dorian Gray wird Wirklichkeit
Die Accenture Technology Labs
http://www.accenture.com haben einen digitalen Spiegel
entwickelt, der zeigt, wie man in fünf Jahren aussehen wird, wenn
man keinen Sport betreibt, zuviel ungesundes Essen in sich
hineinstopft und zu viel Alkohol trinkt. Die Forscher verbanden
einen flachen LCD-Fernsehbildschirm mit einer Reihe von Kameras und
einem leistungsstarken bildverarbeitenden Computer. Zu Beginn
funktioniert das System wie ein sehr guter Spiegel, der das
aufgenommene Bild wiedergibt. Sein Hauptzweck ist jedoch, laut dem
leitenden Wissenschafter Martin Illsey, ein computergeneriertes Bild
der Auswirkungen von übermäßigem Genuss auf Knopfdruck sichtbar zu
machen.
Der Computer erstellt mittels einer Vielzahl von hoch auflösenden
Kameras, die im Haus angebracht werden, ein Profil des Lebensstils.
Diese Webcams geben Bilder aus dem täglichen Leben an eine
Computersoftware weiter, die verschiedene Verhaltensmuster erkennen
kann. Sie kann zum Beispiel erkennen, ob man den Großteil des Tages
auf dem Sofa verbracht hat anstatt auf den Hometrainer. Besuche am
Kühlschrank für Getränke und Zwischenmalzeiten werden ebenfalls
erhoben. Der Computer fragt in diesem Fall nach, was konsumiert
wird. Die Ehrlichkeit der Antworten bleibt dabei allerdings dem
Benutzer überlassen.
Hat der Computer das Profil erstellt, ermittelt eine andere
Software, wie dieses Verhalten das Gewicht auf lange Sicht
beeinflussen wird. Ist der Rechner der Meinung, dass zuviel gegessen
wird, berechnet er, wie viel Kilos er dem Bild des Betrachters vor
dem Spiegel hinzufügen muss. Ein weiteres Programm konzentriert sich
auf das Gesicht. Zuviel Alkohol führt zu frühen Falten und einer
fleckigen Haut. Die Technik kann laut Illsey ziemlich überzeugende
Bilder liefern. "Es gibt mehrere Optionen für das visuelle Feedback,
das der User bekommt. Die Palette reicht von mehr Gewicht über
Veränderungen des Hauttons bis zur Vertiefung der Ringe unter den
Augen." Er hofft laut NewScientist, dass ein Prototyp des Spiegels
bis zur Mitte dieses Jahres fertig gestellt werden kann. Ziel ist
eine Darstellung in Echtzeit, um dem Betrachter den Eindruck eines
wirklichen Blicks in einen Spiegel zu ermöglichen. Oscar Wildes
"Bildnis des Dorian Gray" scheint damit Wirklichkeit zu werden.
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Skurrilste Webseite in
Deutschland gesucht
Internetgemeinde kürt Sieger
Der Deutsche Multimedia Kongress (DMMA)
http://www.deutscher-multimedia-award.de und der Bundesverband
Digitale Wirtschaft (BVDW)
http://www.bvdw.de
suchen erstmals die skurrilste Homepage Deutschlands.
Internetbenutzer sind aufgerufen ihre Vorschläge bis zum 1. Mai
einzureichen. "Mit dem Publikumspreis soll der Unterhaltungswert des
Mediums dokumentiert werden", so DMMA-Sprecher Christoph Salzig.
Gesucht werden Websites jenseits der Norm. Die Vorschläge werden
nach dem 1. Mai von einer Jury gesichtet, die die zehn besten
Vorschläge aussucht. Über einen Zeitraum von vier Wochen kann die
Internetgemeinde ihren Favoriten küren. Der Gewinner wird bei der
Preisverleihung des Deutschen Multimedia Award am 28. Juni in Berlin
bekannt gegeben.
Auch die Ausschreibung zum Deutschen Multimedia Award, die ebenfalls
vom BVDW veranstaltet wird, läuft noch bis zum 2. März. Dieser Preis
wird seit 1996 an herausragende Online-, Offline- und
Terminalanwendungen, die wegen ihrer Innovationskraft und
Leistungsfähigkeit herausstechen, vergeben. Agenturen, Dienstleister
und Auftraggeber können ihre Arbeiten in neun Kategorien einreichen.
Die Gewinner im vergangenen Jahr waren in der Kategorie Verkauf/E-Commerce
http://www.quelle.de und in der Kategorie Werbung/PR
http://www.jaegermeister.de ,
http://www.olympus-pro.de/e1sim/e1bde.html und
http://www.ogilvy-interactive.de/awards/dmma2004/funanyone . Den
Sonderpreis für Kreativität erhielten die österreichischen Werber
von Demler, Merlicek und Bergmann
http://www.dmb.at
. 2004 musste die Jury aus 423 Einreichungen die Gewinner ermitteln.
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Standbild-Krieg
zwischen Puls TV und ORF
Gassi gehen oder kleine Prinzen zeugen statt
"Wien heute"
Puls TV
http://www.pulstv.at hat dem ORF den "Standbild-Krieg" erklärt.
Den Wiener Stadtsender ärgert, dass der ORF nach seiner Sendung
"Wien heute", die von 19 bis 19.25 Uhr das Puls TV-Programm
unterbricht, ein Standbild sendet. Das Standbild fordert die Zuseher
zum Umschalten auf einen ORF-Kanal auf, wo in Kürze die ZiB folgt.
Da der ORF "diesen Unfug" nicht abstellen wollte, antwortet Puls TV
nun mit einem eigenen Standbild.
"Ab sofort senden wir täglich jeweils 30 Sekunden vor Beginn von
'Wien heute' ein eigenes Standbild", verkündet Puls
TV-Geschäftsführer Helmut Brandstätter. "Und im Gegensatz zum ORF
ist unseres origineller!", so Brandstätter weiter. Wer darin
kindische Liebenswürdigkeit eines jungen Senders erkennen kann, der
wird auch den Slogans der Standbilder einen gewissen jugendlichen
Humor nicht absprechen können. So fordert ein Standbild
beispielsweise auf "Gehen Sie jetzt mit ihrem Hund Gassi - Um 19.25
sendet Puls TV wieder!" (Bild). Andere Anregungen zum Zeitvertreib
während "Wien heute" läuft sind "Plündern Sie jetzt den Kühlschrank"
oder "Zeugen Sie jetzt kleine Prinzen". Und das soll nur die erste
Auswahl sein.
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Bestattung im Weltraum:
US-Unternehmen lässt Asche in den Orbit schießen
Wer ein extravagantes Ende mag, kann seine Asche ins All schießen
lassen - und einige Zeit später als Sternschnuppe heimkehren. Das berichtet
die aktuelle Ausgabe des Magazins GEO WISSEN zum Thema "Die Geheimnisse des
Universums". Die US-Firma Celestis hat bereits die Asche von 100
Verstorbenen in den Orbit befördert, darunter die von Gene Roddenberry,
Erfinder der Serie "Star Trek", Eugene Shoemaker, Mitentdecker des Kometen
Shoemaker-Levy und die des LSD-Propheten Timothy Leary; auch Japaner,
Niederländer und neun Deutsche gehören zum Kundenkreis.
Die meisten Starts fanden bislang in Vandenberg, Kalifornien, statt, oft
unter den Augen von Hinterbliebenen. In diesem Jahr ist erstmals eine
Mission vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur geplant. Die
Miniatur-Urnen enthalten jeweils sieben Gramm Asche und werden zusammen mit
Satelliten in 550 bis 800 Kilometer hohe Umlaufbahnen geschossen. Da den
Urnen ein Antrieb fehlt, kommen sie der Erde langsam wieder näher und
verglühen durch die Reibungshitze schließlich wie Sternschnuppen.
11 000 Euro verlangt der deutsche Celestis-Repräsentant Manfred Lessing
für eine Bestattung, inklusive Gedenk-Video vom Raketenstart, aller
Formalitäten und ordnungsgemäßer, anonymer Entsorgung der Restasche auf
Erden. In den USA kostet der Transport der üblichen sieben Gramm 5300
Dollar. Weniger Betuchte lockt das Unternehmen mit einem Sonderangebot: Für
995 Dollar wird ein Gramm Asche ins All expediert - Ratenzahlung ist
möglich.

DVD soll Vierbeiner
glücklich machen
US-Besitzer geben jährlich 32,4 Mrd. Dollar für
ihre Haustiere aus
In den USA verspricht eine neue DVD mit dem Titel
"Dog on Television" Non-Stop-Unterhaltung für Hunde 60 Minuten lang.
Produziert und vertrieben wird die DVD von BowWow TV
http://www.bowwowtv.com . Das Ziel dieses Unterhaltungs-Videos
ist die Hunde bei Laune zu halten, während der Besitzer unterwegs
ist. Die DVD kostet inklusive Porto 19,95 Dollar. Und die jährlichen
Ausgaben für US-Haustiere lassen auf großen Absatz hoffen. Im
vergangenen Jahr gaben Konsumenten 32,4 Mrd. Dollar für ihre
Haustiere aus. Davon gingen alleine 2,2 Mrd. Dollar in
Dienstleitungen wie Therapien und Massagen. Und die Haustiere sind
zahlenmäßigen der US-Bevölkerung überlegen: 378 Mio. Tiere kommen
auf 290 Mio. Einwohner, berichtet AdAge.com.
Die Haustiere zu beschäftigen ist mittlerweile ein großes Geschäft
im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Pet Sitters International
spricht von 6.000 Mitgliedern in 50 Bundesstaaten und der Markt für
Haustier-Bedarf verzeichnet enorme Zuwächse. TV, Musik, Gourmet
Snacks und sogar knochenförmige Pools werden den Konsumenten für
ihre Lieblinge angeboten.
15,2 Mrd. US-Amerikaner haben im vergangenen Jahr Geld für den
Veterinärmediziner und medizinischen Haustier-Bedarf ausgegeben. Dog
on Television soll nicht nur als Unterhaltungs-DVD am Markt
positioniert werden, sondern auch als Faktor, der das Wohlbefinden
steigert. Denn Hunde, die das Video konsumieren, sind viel
glücklicher und zufriedener, wenn sie alleine zu Hause gelassen
werden, so Nick Loren von BowWow TV. Außerdem würden die Tiere auch
mit ihren Herrchen zufriedener sein.
Der Inhalt der DVD ist zur Gänze auf "Hunde-Unterhaltung"
zugeschnitten. In der Handlung sind meist Close-ups von
Hundeschnauzen zu sehen und Vierbeiner, die schnüffelnd herumlaufen.
Einige werden auch dabei gefilmt, wie sie sich im Dreck wälzen.
Unterstützung für BowWow TV kommt von prominenter Seite. Barbra
Streisand und Oprah Winfrey würden die DVD lieben. Beide hätten
Loren ein Dankesschreiben geschickt, verfasst in der Person ihrer
Hunde.
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Mail aus dem Jenseits
Zehn letzte Grüße um 15 Euro
Sich nach seinem Tod per Mail von seinen
Angehörigen zu verabschieden, dieses Service bietet eine spanische
Internet-Firma an. Auf der Website von Global Spectrum
http://www.thelastemail.com/main.aspx kann man seine letzten
Gedanken und Wünsche online hinterlassen. Für zehn Mails muss man
allerdings der Firma noch im Diesseits 15 Euro vermachen. Eine
vorher bestimmte Vertrauensperson des Verstorbenen informiert dann,
im Falle des Falles, die Firma über den eigenen Tod.
Ein Einschreibeformular online auf"El ultimo Email" (Das letzte
Mail) ausfüllen und schon erhält man per elektronischer Post seinen
persönlichen Identifikationscode, der es einem erlaubt seine
persönlichen Mails zu verfassen. Absolute Anonymität sei durch ein
persönliches Passwort mit 128-bit und einen verschlüsselten
Algorithmus gesichert. Nur der Kunde, und nicht die Webbetreiber
hätten drauf Zugriff, heißt es von Seiten des Unternehmens. Man kann
seine Botschaften noch jederzeit ändern und Musik, Fotos, Videos und
andere Applikationen hinzufügen. "Die Menschen finden Computer
intimer und privater als Briefe und sie fühlen sich freier ihre
wahren Gefühle auszudrücken", ist der Geschäftsführer der Firma
Alberto Iriarte
überzeugt.
Das Service der Firma reicht von einer einzigen -kostenlosen-
letzten Botschaft bis zum so genannten Masterplan, der unbegrenzten
Speicherplatz, 5 MB für Fotos oder Videobotschaften enthält. Die
Kosten für diesen Vip-Service können allerdings bis zu 200 Euro
betragen. Die Preise variieren generell pro Datenmenge. Sie bewegen
sich pro Jahr zwischen 8,99 und 18,99 Euro. Für zehn elektronische
Grußbotschaften mit Dateianhängen im Umfang von insgesamt zwei MB
werden beispielsweise 15 sehr irdische Euro verlangt.
Seit der "Letzte Gruß" im Jänner 2004 online ist, haben sich schon
300 Kunden eingeschrieben, sagt Iriarte. Die meisten davon aus
Spanien, Brasilien und den USA. Verfügbare Sprachen für die
Botschaften aus dem Jenseits sind dementsprechend spanisch, englisch
und portugiesisch. "Manche Leute behaupten, dass wir versuchen aus
dem Tod Kapital zu schlagen, aber so ist es nicht. Wir versuchen
vielmehr über den Schmerz hinweg zu helfen", betont Iriarte.
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Pizza gegen
Herzinfarkt
Nach französischem Nahrungsmittel-Paradoxon folgt
das italienische
Häufiger Genuss von Pizza soll nach einer jüngsten
Studie das Herzinfarkt-Risiko gewaltig senken. Und das Erstaunliche
an der Studie ist die Tatsache, dass sogar weniger als vier Pizzas
im Monat Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten. Die Studie
der italienischen Forscher aus Mailand wird von Kollegen im Ausland
allerdings unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, berichtet etwa
das British Medical Journal
http://bmj.bmjjournals.com .
Die Mailänder Studie mit mehr als 900 Personen zwischen 25 und 79
Jahren, darunter 478 Herzinfarkt-Patienten, machte deutlich, dass
das individuelle Risiko eines akuten Herzinfarkts umso niedriger
war, je häufiger die Befragten Pizza konsumierten. Die Studie
erinnert frappant an jene vor wenigen Jahren, bei der der
französischen Küche trotz cholesterinreicher Nahrung bessere Werte
ausgestellt wurden, als manch anderer. So erleiden in der
südfranzösischen Metropole Toulouse nur 53 von 100.000 Einwohnern
pro Jahr einen Herzinfarkt während es in Glasgow mehr als 330 sind,
berichtet der Spiegel.
Kritiker sehen in den Studien allerdings verschiedene andere
Aspekte, die für den hohen Gesundheitswert verantwortlich sind: die
traditionelle Pizza wird in einer Pizzeria verspeist und der Konsum
von "Fast Food Pizzas" ist eher unüblich. Zusätzlich dazu ist der
durchschnittliche Nährwert einer Pizza mit 500-800 Kilokalorien
relativ niedrig. 100 Gramm Pizza enthalten 20 Gramm Tomatensauce, 20
Gramm Mozzarella-Käse, vier Gramm Olivenöl und zwei Gramm Hefe.
Erklärungen für den positiven Gesamteffekt der flachen belegten
Hefescheiben lieferten die Autoren nicht. Der beschriebene positive
Gesundheitswert der Pizza stellt jedenfalls jedes
Herz-Kreislauf-Medikament in den Schatten, denn nach den Ergebnissen
würde eine Pizza-Diät das Herzinfarktrisiko um die Hälfte senken.
Das schafft bis jetzt kein Medikament. |

Freispruch in Prozess um sarkastisches Online-Posting
Behörde
unterschlägt "Disclaimer" - Ermittlungen gegen T-Online laufen
Knalleffekt in
Münster. In dem viel beachteten Prozess um ein sarkastisches Posting im Forum
des telepolis-Magazines
http://www.heise.de/tp ist der Angeklagte Holger Voss freigesprochen
worden, nachdem sich auch die Staatsanwaltschaft dem Plädoyer des Angeklagten
angeschlossen hatte. Dies meldet der Heise Verlag, Herausgeber des
telepolis-Magazines, in seinem Newsticker
http://www.heise.de/newsticker . Offenbar hatten die Ermittlungsbehörden
der Staatsanwaltschaft das inkriminierte Posting
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=1916234&forum_id=30631
des Users nur unvollständig übermittelt. Der Disclaimer "Wer Sarkasmus findet,
der/die möge ihn bitte weiterverwenden." war in den Handakten des
Staatsanwaltes nicht enthalten, weshalb dieser auch "sanfte Kritik an der
Vorarbeit der Ermittlungsbehörden übte", wie der Heise Verlag schreibt.
pressetext.austria hatte am Dienstag über den Fall berichtet
http://web.pressetext.at/show_md.php?pte=030107005 . Der Prozess hatte
bereits im Vorfeld für Aufsehen und viele Diskussionen gesorgt. Bei
vollständiger Übermittlung des Mitteilungsinhaltes an die Staatsanwaltschaft,
die sich offensichtlich nicht selbst im Forum umgesehen hat, wäre es aber
wahrscheinlich gar nicht zu dem Prozess gekommen. Auch heute hatten die
Behörden die Brisanz des Verfahrens unterschätzt und einen viel zu kleinen
Verhandlungssaal gewählt. Der nun freigesprochene Holger Voss hatte, wie
berichtet, auch seinen Provider T-Online kritisiert. Dieser hätte die
Verbindungsdaten, auf deren Basis sein Computer als Absender des Textes
eruiert wurde, illegal gespeichert, so Voss, der sich dabei auf eine Reihe von
Rechtsexperten beruft. Nach dem deutschen Teledienstedatenschutzgesetz dürfen
Verbindungsdaten vom Provider nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden.
Der genutzte T-Online-Anschluss wird aber auf Flat-Fee-Basis bezahlt, die
Speicherung der Verbindungsdaten ist also für Abrechnungszwecke nicht
erforderlich.
"T-Online speichert Daten lediglich im Rahmen der rechtlichen Bestimmungen."
meint T-Online-Pressesprecher Michael Schlechtriem auf den Vorwurf
angesprochen gegenüber pressetext.austria. "Die dynamischen IP-Adressen werden
zu Abrechnungszwecken im Sinne der gesetzlichen Grundlagen gespeichert." Diese
Auffassung hat aber nicht nur in Juristenkreisen wenig Anhänger. Wie
pressetext.austria in Erfahrung bringen konnte ermittelt die zuständige
Aufsichtsbehörde gegen T-Online wegen des Verdachtes der illegalen
Verbindungsdatenspeicherung.

Strafprozess nach sarkastischem Online-Posting
T-Online
soll Beweisdaten illegal gespeichert haben
Ein
Münsteraner muss morgen, Mittwoch, vor dem Amtsgericht seiner Stadt
erscheinen. Er hat gegen einen Strafbescheid über 1.500 Euro Rechtsmittel
ergriffen und kann nun seinen Standpunkt zum Vorwurf der Billigung von
Straftaten darlegen. Im Diskussionsforum zu einem im Juni 2002 bei telepolis
http://www.heise.de/tp
erschienenen Artikel über ein Massaker an 5.000 Taliban
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12758/1.html hatte ein unter dem
Nickname "Engine_of_Aggression" schreibender Unbekannter den Terroranschlag
vom 11. September 2001 gebilligt. Der nun im Fadenkreuz der Justiz stehende
User hatte in einer Weise auf diesen Beitrag reagiert, die er selbst als
"sarkastisch und ironisch überspitzt" bezeichnet.
Er schrieb dabei unter anderem: "Engine_of_Aggression, Du hast völlig Recht:
Die Aktionen vom 11.09.2001 waren ein hervorragender Schritt, um das Böse in
dieser Welt auch in unserer überkritischen Zeit auszureißen. Danke für Deine
klaren Worte! Ach ja: Wer Sarkasmus findet, der/die möge ihn bitte
weiterverwenden."
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=1916234&forum_id=30631
Was folgte, war eine anonyme Anzeige per E-Mail und ein Strafbescheid über
1.500 Euro.
Der Beschuldigte ist sich keiner Schuld bewusst, sieht er sich doch als
absoluten Kriegsgegner. Außerdem verweist er auf "illegale Beweismittel". Der
Heise Verlag, Herausgeber des telepolis-Magazins, war vom Gericht gezwungen
worden, die IP-Daten des Postings herauszugeben. Aufgrund der vom Provider
T-Online gespeicherten Verbindungsdaten konnte der Computer des Münsteraners
als Absender eruiert werden. Doch T-Online hätte die Verbindungsdaten gar
nicht speichern dürfen, meint der Beschuldigte und beruft sich auf eine Reihe
von Rechtsexperten. Nach dem deutschen Teledienstedatenschutzgesetz dürfen
Verbindungsdaten vom Provider nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden.
Der genutzte T-Online-Anschluss wird aber auf Flat-Fee-Basis bezahlt, die
Speicherung von Verbindungsdaten ist also für Abrechnungszwecke nicht
erforderlich.
Der Prozess wird sowohl von Seiten der Datenschützer als auch der Verfechter
freier und auch sarkastischer Meinungsäußerung gespannt verfolgt werden. Der
Justiziar des Heise Verlages, Jörg Heidrich, erklärt in einer Aussendung, dass
der Verlag im vergangenen Jahr bei zehntausenden von Postings nur drei Mal von
Gerichten zur Herausgabe von Daten gezwungen worden ist, und meint: "Die
Anschuldigungen gegen Herrn Holger Voss empfinde ich persönlich als rechtlich
haltlos. Würden wir hier eine strafrechtlich relevante Äußerung sehen, so
hätten wir den Beitrag gelöscht, was jedoch bewusst nicht geschah. Insofern
wünschen wir Herrn Voss gutes Gelingen bei der Verhandlung am Mittwoch und
erwarten einen Freispruch."
Termin: Mittwoch 08. 01. 2003, 9 Uhr, Amtsgericht Münster, Gerichtsstr. 2,
Raum 185, 48149 Münster

Britischer Professor will erster Cyborg sein
Implantierter Chip erfasst Nerven-Signale für Bewegungen und
Sinneswahrnehmungen
Ein britischer Cybernetics-Professor der Universität von Reading will als
erster Mensch einen direkten Kontakt zwischen Mensch und Maschine herstellen.
Wie die Universität heute, Freitag, mitteilte, ließ sich Ken Warwick einen
Mikrochip in seinen Arm implantieren, der direkt an den Median-Nerv seiner
linken Hand angeschlossen ist. Von dem Projekt versprechen sich Warwick und
seine Kollegen vor allem Vorteile für Menschen mit Rückenmarksverletzungen.
Langfristig wollen die Wissenschaftler leistungsfähige
Mensch-Maschine-Schnittstellen für Cyborgs entwickeln.
http://www.rdg.ac.uk/UnivRead/vr/Information_office_web/Publish/press_releases
Der Chip mit drei Millimeter Kantenlänge verfügt über 100 Kontakte, die
unmittelbar mit der Nervenbahn von Warwick verbunden sind. Damit registriert
das Gerät die Signale in den Nerven und übermittelt diese an einen Sender, den
Warwick an der Außenseite seines Armes trägt. Die Informationen werden danach
per Funk an einen Computer gesendet.
Das System soll dabei nicht nur die Nerven-Befehle für die Bewegung der
Hand aufzeichnen, sondern auch Nervenaktivitäten in Reaktion auf Stimuli wie
Hitze, Druck oder Vibrationen. Gleichzeitig wollen die Wissenschafter die
Muskeln der Hand von außen anregen.

Inzzide III - SO 15 Bunker Sektion ZZoo
700 Computerexperten verbarrikadieren sich drei Tage in
einem Atomschutzbunker
Vom 13.-15. Juli findet die größte Computerparty von Berlin und
Brandenburg statt. Über 700 Spielbegeisterte treffen sich, um 40 Stunden in
einem Atomschutzbunker direkt am Kudamm gegen- und miteinander spielen zu können.
Ein massives Medieninteresse und 1.200 Anmeldungen lassen die Party zu einem
Mega-Event werden.
Die Firma Inzzide, die zum dritten Mal die Computerspielszene nach Berlin
lockt, hat es sich zum Ziel gesetzt, innovative, atmosphärische und
begeisternde Computerparties zu organisieren. Auf Grund der großen Nachfrage,
wurde die Teilnehmerzahl dem "Bedarf" angepasst. Auf 3.500 qm bietet
der Atomschutzbunker am Kurfürstendamm Platz für über 700 Freaks.
Durch die gute Zusammenarbeit mit der Ausstellung "Story of
Berlin", die die Räume für dieses Event zur Verfügung stellt, ist
dieses Riesenspektakel überhaupt erst durchführbar.
Der 1974 eröffnete Bunker diente zum Schutz der Zivilbevölkerung gegen
atomare Angriffe im Keller eines Parkhauses. Ca. 3.500 Menschen sollten dort
im Ernstfall eine Zuflucht finden.
Die zentrale Lage am Berliner Kurfürstendamm trägt sehr zur Attraktivität
dieser Location bei. Das Motto der Party lautet deshalb: "inzzide III -
SO15 Bunker Sektion Zzoo", wobei die 15 für die alte Postleitzahl steht.
Natürlich wird sich auf der Lanparty nicht alles um atomare Ernstfälle
und den "Kalten Krieg" drehen, aber die engen Gänge, die kalte,
fast schon unangenehme Atmosphäre des Bunkers lassen die 3 Tage zu einem
unvergessenen Erlebnis für alle Teilnehmer und Besucher werden.
Des Weiteren wird auch wieder für das leibliche Wohl durch professionelles
Catering gesorgt. Weitere Infos unter http://www.inzzide.com
.

Neuer Fall von Rinderwahnsinn in Österreich
Skandal: BSE kann auch im Internet übertragen werden
Trotz schärfster EU-Kontrollen und Auflagen des
Landwirtschaftsministeriums ist in Österreich ein Fall von Rinderwahnsinn
aufgetaucht. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, handelt es sich
dabei auch noch um eine völlig neue Art, die sich rasant über das Internet
ausbreitet. Offizielle Stellen schweigen noch über die Herkunft, es dürfte
aber erwiesen sein, dass ein Stall in Eibiswald (Steiermark) der Ausgangspunkt
ist.
Ein Betroffener, der Nebenerwerbsbauer und Webmister Josef Melker:
"Ich kann es noch nicht fassen. Gestern war mit meiner Kuh, der Resi,
noch alles in Ordnung, aber heute ist alles anders!" In der Nacht hat der
Rinderwahnsinn also wieder zugeschlagen und zwar im Internet bei kuh.at - http://www.kuh.at
- dem verrücktesten Muhgazin der Welt. Verantwortlich dafür ist die
Web-Agentur Factory - http://www.factory.cc
-, die das neue Design für den Relaunch dieser einzigartigen Web-Site
erstellte.
Bei kuh.at dreht sich - Sie haben es längst erraten - alles um das liebe
Rindvieh. Besucher können beim I-Kuh-Test ihre Intelligenz testen oder im
"Kuhrier" verrückte Nachrichten lesen. Eine neue Rubrik der Site
ist der "Ochskar". Die Surfer können unter drei Prominenten wählen.
Dem Sieger wird der "Ochskar des Monats" verliehen. Diesmal stehen
Muhgarete Schreinemuhkers, Dieter Bohlen und Silvio Berluhskuhni zur Wahl. Im
"Muhgazin" werden "kuhriose" Geschichten veröffentlicht.
So ist kuh.at z.B. davon überzeugt, dass die Vegetarier daran Schuld haben,
dass die Dinosaurier ausgestorben sind.
Bei so vielen Kühen auf einem Internet-Fleck kann es natürlich vorkommen,
dass man leicht vom Wahnsinn gepackt werden kann. Dann wendet man sich am
besten an Frau Dr. Kassandra, einer ausgezeichneten Psychologin, die die
Kuhmmerecke leitet. Ihre interessantesten Fälle werden auch im Web
vorgestellt. Oder man holt sich bei http://www.kuh.at/muhgazin/bse/
alle Informationen über Rinderwahnsinn und BSE.
Abschließend möchten wir sehr davon abraten, das Schimpfwörter-Lexikon
von kuh.at anzusehen, da man sonst eventuell auf unflätige Gedanken kommen könnte.
Rund 1.500 Schimpfwörter aus verschiedensten deutschen Dialekten haben die
Besucher schon eingetragen. Alle Schimpfwörter kann man übrigens auch per
E-Mail verschicken. Nun, höflichere Menschen verschicken lieber
Kuh-Postkarten im Kuhkarten-Center.
Über kuh.at
Das Erfolgsrezept von kuh.at ist einfach erklärt: Man nehme möglichst
viele Kühe, mische guten Humor dazu, stecke das Ergebnis in eine Web-Site -
fertig ist das verrückteste "Muhgazin" der Welt. Im Frühjahr 1999
ging kuh.at online, mittlerweile wurde sie von über 1,1 Mio. Kuh- und
Comedy-Freunden besucht. Im Durchschnitt verzeichnet die Site 350.000 page
views pro Monat, Tendenz weiter steigend. Produziert wird die Web-Site vom
Verlag Franz, weitere Informationen sind bei http://www.kuh.at/kuhstall.php
zu finden. Die Vermarktung der Werbeflächen wird von Active Agent - http://www.active-agent.com
- durchgeführt.
