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Kunsthalle Wien: Schwerpunkte "Islam" und
"Stars"
Die Auseinandersetzung mit dem Islam - so auch bei der "Literatur im
März" - und dem Thema "Stars" sind zwei wesentliche Schwerpunkte, mit denen sich
die Kunsthalle Wien im Jahr 2005 auseinandersetzt. Generell, so Dir. Gerald
Matt, geht das Haus seinen Weg mit der Schärfung des zeitgenössischen Profils
als "Agora" für wesentliche kulturelle und gesellschaftliche Fragen weiter.
Ausstellungen werden eigenständig oder in Kooperationen erarbeitet, die
Kunsthalle soll keine Abspielstätte für vazierende Ausstellungen und auch kein
Ort für ein Mainstream-getrimmtes Angebot sein. Rund 172.000 Besucher und einen
gute internationale Medienresonanz gaben der Kunsthalle mit ihrem
Programmangebot im Jahr 2004 recht. Die Besucher sind zumeist gebildet, 58,3
Prozent davon weiblich, 53,3 Prozent WienerInnen, von denen viele das Haus auch
mehrmals im Jahr besuchen. Den größten Anteil an den Touristen in der Kunsthalle
haben die Deutschen mit 65,6 Prozent.
"Islam und Abendland"
"Islam und Abendland - der Ursprung des Westens" ist das Thema der
diesjährigen "Literatur im März", die in der Kunsthalle vom 10. bis 13. März vom
Kunstverein Wien veranstaltet wird. Im deutschen Sprachraum lebende islamische
Autoren wie der Eröffnungsredner Navid Kermani sind ebenso bei der
Veranstaltungsreihe zu Gast wie Autoren, die in islamischen Ländern leben und
schreiben. Der Auseinandersetzung mit dem Islam wird dabei ein Forum auf
verschiedenen Ebenen geboten, darunter auch im künstlerischen Bereich: Feridun
Zaimoglu, in Deutschland lebender türkischer Autor und Künstler stattet die
Fassade des Kunsthallentraktes mit einer türkischen "Nationaltapete" aus kleinen
Fahnen aus.
Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Themenbereich ist die Ausstellung
"Konstruktion von Weiblichkeit im Islam" (1. bis 24. April). Die Ausstellung
soll sich diesem Thema aus Sicht der islamischen Kultur annähern und damit ein
authentisches Bild geben.
Zeitgenössische Künstler in Wien
Der zeitgenössischen Kunst in Wien ist die Ausstellung "Lebt und arbeitet
in Wien II" gewidmet. Wesentliches Element der Schau ist die Sicht von außen,
Kuratoren aus Tokio, New York und Warschau werden die Schau gestalten,
ausgewählte Positionen der Ausstellung werden auch in diesen Städten gezeigt
werden.
"Superstars" in Zusammenarbeit mit dem Kunstforum Bank Austria
In Kooperation mit dem Kunstforum Bank Austria geht die Kunsthalle Wien an
das ehrgeizige Projekt "Superstars". Das "Prinzip Prominenz in der Kunst. Von
Warhol bis Madonna" soll dabei in dieser Großausstellung hinterfragt werden. Es
geht um die mediale Bilderflut, um Markt- und Prominenzmechanismen, um
Imagebildung, um die Beziehung der kapitalistischen Wirtschaft zur Kunst. Die
Ausstellung ist vom 26. Oktober 2005 bis 19. Februar 2006 zu sehen.
Bereits am 21. Februar startet die nächste Ausstellung in der Kunsthalle,
die dem Künstler "Yang Fudong" gewidmet ist, der sich mit der kulturellen
Entwicklung Chinas zwischen Tradition und Moderne in Filmen und Fotoarbeiten
auseinandersetzt. Ein weiteres gewichtiges Vorhaben ist die Ausstellung "Das
unmögliche Theater", die dem Schaffen von Theaterkünstlern wie Tadeusz Kantor
nachgeht: einem Theater, das in der Überschreitung zwischen Kunst und Leben das
Unmögliche, Phantastische, Unerkannte erprobt. (8. Juli bis 20. Oktober)
"Ort des Experiments" am Karlsplatz
Der "project space" am Karlsplatz soll weiterhin als "Ort des Experiments"
verschiedensten Ausstellungen und Veranstaltungen vor allem für ein junges
Publikum dienen, das auch die Öffnungszeiten bis 24 Uhr schätzt.
o Weitere Informationen:
Tel.: 521 89-33
Internet:
www.kunsthallewien.at/

MASC FOUNDTION + 39 DADA
"room to move" in der Kunsthalle Exnergasse
PAINTING
- PHOTOGRAPHY - SCULPTURE - INSTALLATION
PERFORMANCE -
FILM/VIDEO - LITERATURE
Vernissage: Mittwoch,
10. Februar 2004, 19 Uhr
opening
special:
DDr. - visuals
and garage noise, made with analog instruments
Ausstellungsdauer:
15. Januar 2004 bis 14. Februar 2004
Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr
Performance: Freitag, 19. März
2004, 20:00 Uhr
Mora
and Fur performance - art - music - projekt, New York - London
finissage und brunch: Samstag 10. April 2004, 10:00 - 13:00 Uhr
Teilnehmende KünstlerInnen:
James Clay, Filip Gregorowicz, Heinz Großkopf, Helmhart, Alina Kunitsyna, Oliver
Marceta, Ursula Nicolussi, Markus Orsini-Rosenberg, SC MASC, Arno Schmid and
friends
Die beiden Ausstellungsräume MASC FOUNDATION und 39 DADA präsentieren in der
Kunsthalle Exnergasse anlässlich der Ausstellung "room to move" eine Reihe von
KünstlerInnen, die im, von der Künstlergruppe SC MASC vorgegebenen Raumkonzept,
ihre künstlerisch eigenständigen Arbeiten aus den Bereichen Skulptur (SC MASC,
James Clay), Malerei (Filip Gregorowicz, Oliver Marceta, Markus
Orsini-Rosenberg), Fotografie (Heinz Großkopf), Konzeptkunst (Ursula Nicolussi),
Lichtinstallation (Arno Schmid), Performance, Literatur (Helmhart, Alina
Kunitsyna, DDr., Mora and Fur), Film/Video (SC MASC, James Clay, Alina
Kunitsyna, Oliver Marceta), präsentieren.
Nach "außen" hin nicht sichtbar, verbergen sich die künstlerischen Zellen im
Inneren. Der Besucher muss selbst eine Entscheidung treffen ob er Teil einer
zusätzlichen künstlerischen Inszenierung sein möchte oder auch nicht.
Die Abgrenzung nach außen hin mit zum teil diffustransparenten, sowie
undurchsichtigen weißen Bändern soll den Besucher dazu einladen hinter die
"Fassade" zu blicken und sich der Arbeit der KünstlerInnen zu stellen.
Kunststoffbahnen ermöglichen es dem Besucher die Räume an beliebiger Stelle
zu betreten als auch zu verlassen. Dadurch ergeben sich neue Blickwinkel und
Situationen.
"Room to move" soll nicht als übergeordnetes Thema, zu dem KünstlerInnen
etwas ausarbeiten, sondern als Metapher zu den Räumlichkeiten der Künstlergruppe
in der Grundsteingasse gesehen werden.

Kunsthalle Wien: Rückblick und Ausblick
Annähernd 200.000 Besucher in der Kunsthalle im Museumsquartier, 23.000 im
project space am Karlsplatz:
Kunsthallen-Direktor Gerald Matt zog am Dienstag eine positive Bilanz des Jahres
2001, des erste im Vollbetrieb im Museumsquartier und im neuen Kubus am
Karlsplatz. Die Kunsthalle hat mir ihrem ausschließlich zeitgenössischen
Programm, vielfach mit Positionen abseits des Mainstreams, auch unter
Einbeziehung der Kunst von Drittweltländern, ihr Publikum gefunden: viele,
großteils studentische junge Besucher, neben den Wienern mit 56 Prozent sind
auch die Touristen mit 44 Prozent gut im Besucherspektrum des Hauses vertreten.
Mit dem Ausstellungsprogramm des kommenden Jahren hofft man in der Kunsthalle
auf eine Fortsetzung des positiven Trends, wenn auch die Besucherdecke erreicht
sei. Das Jahresprogramm ist gekennzeichnet durch viele Bezüge zur realen Welt,
die uns umgibt, zu Phänomenen und Problemen, mit denen die Menschen konfrontiert
sind:
so etwa in der Ausstellung "Attack!", Kunst und Krieg in Zeiten der Medien
oder "Go Johnny Go!", welche dem Phänomen Elektrogitarre gewidmet ist.
Mit ihrem Ausstellungsprogramm verfolgt die Kunsthalle das Ziel der
Authentizität, der Eigenständigkeit im internationalen Getriebe, Kooperationen
mit ähnlich gelagerten Häusern sollen ein internationales Netzwerk schaffen. Mit
eigenem Know How ist man und will man exportfähig sein, weitere Pläne gelten dem
Ausbau des project space als Ort des wissenschaftlichen Transfers, der
künstlerischen Intervention am Karlsplatz und einer verstärkten
Vermittlungsschiene, um das Publikum an die Kunst heranzuführen.
Probleme gebe es Dank der im neuen Haus um das Dreifache höheren Betriebskosten
bei der Finanzierung, insbesonders, da sich der Bund völlig von der
Subventionierung der Kunsthalle zurückgezogen hat. Die Stadt Wien steuert
jährlich rund vier Millionen EUR zum Betrieb bei. Im Museumsquartier benötige
man für alle Institutionen mehr Signale außerhalb des Komplexes, um Touristen
auf das Gebotene aufmerksam zu machen, weiters ein entsprechende Leitsystem.
Die Ausstellungen 2003:
o 31. Jänner bis 27. April, Halle 1,
"Walter Niedermayr"
Eine Personale des Künstlers, der sich mit dem Begriff
der "Nichtorte", von Liftstationen bis Spitälern, fotografisch
auseinandersetzt und durch spezielle Techniken eine
Transponierung auf andere Realitätsebenen erreicht. o 28. März bis 8. Juni,
Halle 2,
"Anri Sala"
Der junge albanische Künstler lebt in Paris und zeigt in der
Kunsthalle eine umfassende Werkschau seiner vielbeachteten
Kurzfilme und Videoinstallationen, die sich mit globalen
gesellschaftspolitischen Veränderungen auseinandersetzen. o 23. Mai bis 21.
September, Halle 1,
"Attack!"
Unter dem Untertitel "Kunst und Krieg in den Zeiten der Medien"
versteht sich die Ausstellung als Investigation im
unübersichtlichen Feld der manipulierten Medienereignisse und
der Ästhetisierung des Grauens. o 4. Juli bis 26. Oktober, Halle 2,
"Marcel Broodthaers"
Die dem belgischen Künstler gewidmete Ausstellung folgt den
Spuren seiner Kunst, die zwischen Medien und Rollen, den Welten
und Sprachen wechselte und dabei immer den Vorstoß zu fremden
Ufern suchte. o 24. Oktober 2003 bis 14. März 2004, Halle 1,
"Go Johnny Go!"
Kunst und Mythos der E-Gitarre werden in dieser Ausstellung
ausgeleuchtet: Als Werkzeug der ästhetischen und
gesellschaftlichen Intervention als Metapher des Aufbegehrens
und der Selbsterhöhung, wie sie Legenden wie Jimi Hendrix,
Pete Townsend oder Eric Clapton dem Publikum näher brachten. o 14. November 2003
bis 15. Februar 2004, Halle 2,
"Heiliger Sebastian"
Den kulturhistorischen Mittelpunkt dieser Ausstellung "Heiliger
Sebastian oder A Splendid Readiness For Death" bildet Gabriele
D'Annunzios "Martyrium des Heiligen Sebastian. Ein Mysterium in
fünf Handlungen". Analog dazu wird in fünf Themenschwerpunkten
Sebastian als vielgestaltige Ikone der Kulturgeschichte
dargestellt.
Im project space, in dem ab sofort die Schau des Preisträgers des
Kunsthallenpreises "Peter Kozek" zu sehen ist, bringt das kommende Jahr die
Schau "fact - fiction" des malaysischen Künstlers Wong Hoy Cheong, sowie "Crossing
The Line. human trafficking", eine Ausstellung, die sich mit dem internationalen
Schmuggel insbesonders auch von Menschen auseinandersetzt. Unter dem Titel "handlungsanweisungen"
laden Künstler auf dem Kunstpfad am Karlsplatz, vermittels Anschlägen auf
Laternenmasten Passanten zur spontanen Auseinandersetzung mit Kunst ein.
o Kunsthalle Wien
Tel.: 521 89-33
Internet: http://www.kunsthallewien.at/

- Die KUNSTHALLE EXNERGASSE läd im Rahmen der Ausstellung
AKT 1/AKT 2/AKT 3 (Konzept: Christine
Braunersreuther, Dietmar Schwärzler, Rike Frank) zu folgenden
Veranstaltungen ein:
- Freitag, 16. 11. 20001
- 19.00 Uhr Screening
Menschenbilder: Oliver Pietsch: Out, D
2000, Video, 11 min.; Berit Scheska: Testing
Reality or
How To Interfere With The Real III, D 2001,
Video, 8' ; Uwe Trierweiler: Immer, D 2001,
Video, 8 min.
- 20.00
Uhr Vortrag Friedrich C. Burschel:
Rassismen und Sexismen in
Menschenbildern, wie
sie durch Menschen und Medien gemacht und verbreitet werden.
- Friedrich C. Burschel :
Historiker, Politologe, Antifaschist, Redakteur der Ebersberger Süddeutschen
Zeitung. Ehedem Anti-WAA-Aktivist, Kabarettist mit der "Gruppo di Valtorta"
und Leiter der Kleinkunstbühne "altes kino" in Ebersberg, Bayern.
Mitbegründer der unabhängigen Münchener Gruppe zur Unterstützung von
Flüchtlingen und MigrantInnen [über die grenze]. 1997/98 aktive Beteiligung
und Mitarbeit an der Kampagne "Kein Mensch ist illegal", u.a. im Rahmen der
documenta X (Hybrid workspace). Mitarbeiter der gemeinnützigen
"Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V."(FFM) - u.a. als
Hauptorganisator des "antirassistischen Grenzkamps" und als Vortragender zu
aktuellen Thematiken. Mitbegründer der Prozessbeobachtungsgruppe zum
Hetzjagd-Verfahren von Guben, Brandenburg, dem am 13. Februar 1999 Farid
Guendoul zum Opfer fiel. Mitarbeit an der Veranstaltungsreihe "Nur ein Toter
mehr?" und an einer Dokumentation zum Prozess und zu den gesellschaftlichen
Hintergründen.
- Für weiterführende Informationen zum
Ausstellungsprojekt ersuchen wir Sie, unsere site
http://kunsthalle.wuk.at zu
besuchen.
Die KUNSTHALLE
EXNERGASSE präsentiert:
akt 1 / akt 2 / akt 3
Ein Gemeinschaftsprojekt von Best Before, Projektor und Kunsthalle
Exnergasse
Eröffnung von akt 1 /Die
Macht der Gewohnheit
/ Freitag, 9.11.2001 / 19 Uhr/
kuratiert von Christine Braunersreuther
Mit Arbeiten u.a. von:
Richard Fung, Sharon Hayes, Mathilde ter Heijne, Lynn Hershman, Thorsten
Kellermann, Bjargey Olafdottir, Michaela Pöschl, Catherin Russell, Lisa Steele......
Für nähere Informationen zum Programm bitte klicken Sie auf unsere
Homepage:
http://www.kunsthalle.wuk.at
Dauer der Ausstellung : Freitag,
9.11. - Samstag,15.12.2001
Kunsthalle Exnergasse, Währinger Strasse 59, 1090 Wien
Öffnungszeiten: Di - Fr 14.00 - 19.00 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr

"Flash Afrique" in der Kunsthalle
"Flash Afrique" - Fotografie aus Westafrika - ist vom 7. September bis 11.
November in der Kunsthalle Wien zu sehen. Die Ausstellung zeigt Fotografie
sowohl aus der kunstvoll inszenierten Studioperspektive - vor allem Porträts,
die für das afrikanische Selbstverständnis stehen -, wie auch dokumentarische
Arbeiten, die sich mit dem Alltag, dem lebensfrohen Treiben der afrikanischen
Jugend , aber auch dem oft tristen Leben in den übervölkerten afrikanischen
Metropolen auseinandersetzen. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr,
Donnerstag von 10 bis 20 Uhr zu sehen.
o Infoline: 521 89 33
www.KUNSTHALLEwien.at
Eintritt: 70 Schilling, ermäßigt: 50 Schilling
Führungen: jeden Sonntag, 16 Uhr, sowie nach Voranmeldung
Neben Arbeiten des Klassikers unter den afrikanischen Studiofotografen Seyduo
Keita und des Studiokünstlers der nächsten Generation Philip Kwame Apagya sind
Fotografien zu sehen, die den urbanen Alltag, das Leben auf der Straße
porträtieren und in ihrer Spannweite von überschäumender Ausgelassenheit bis
zur Tristesse der "Trottoirs de Dakar" (Bouna Medoune Seye) mit ihren
Verückten, mit den Bettlern und Obdachlosen eindrucksvolle Bilder der
afrikanischen Gesellschaft zeichnen.
Begleitet wird die Ausstellung von einer Reihe von Konzerten in der Szene Wien
und einer allsamstäglichen "Afro Lounge" mit "Surprise Life Acts" in der
Kunsthalle, jeweils 21 Uhr, Eintritt frei.

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