Aktuelle Umfrage des Kunstmagazins "State
Of The Art": Österreichs Kunstszene in Bezug auf Mäzenatentum illusionslos
Österreichs bildende Künstler zertrümmern das Image der vielbesungenen
Mäzenaten: In einer aktuellen Umfrage der Kunstzeitschrift "State of the Art"
apostrophieren nicht weniger als 86 Prozent der Künstler Mäzene in Österreich
als "eigentlich nicht existent". Anstatt mit freigebigen Gönnern habe man es
vielmehr mit knallhart berechnenden Sponsoren zu tun, die Steuervorteile und
Imagetransfer für ihre Betriebe im Auge haben und auf günstige
Einkaufsmöglichkeiten aus sind. Lediglich jeder siebente meint, Mäzene spielen
eine wichtige Rolle für die Chancenerhöhung der Künstler.
Noch schlechter als die Mäzene kommt nur das "Cultural Industries"-Programm
von Kunststaatssekretär Franz Morak weg: Im Vergleich zu Initiativen anderer
Länder sei es lachhaft, sagen 89 Prozent.
"State of the Art" fragte auch "die drei Ausstellungshallen mit der größten
Bedeutung für die Kunstentwicklung des 21. Jahrhunderts" ab: Am meisten
vertrauen die Künstler dem Kunsthaus Bregenz, dem Mumok und der Secession.
Dennoch denken die heimischen Kunstschaffenden weder ans Aufgeben noch ans
Wechseln in eine Dienstleister-Rolle: Praktisch 100 Prozent der Befragten sehen
sich auch in der Zukunft "als KünstlerIn, die/der der Welt etwas
zeigen/mitteilen will".

Würdigungspreis für Kunst- und
Kulturprojekte zur Integration von Menschen mit Behinderung 2004 an Theater Ecce
verliehen
"Mit den Preisen wollen wir ganz bewusst ein Signal setzen im Umgang mit
der Verantwortung der Gesellschaft mit Menschen mit Behinderung. Wir wollen
jener Arbeit verstärkt Aufmerksamkeit widmen, die die aktive Einbeziehung von
Menschen mit Behinderung in den künstlerischen Prozess zum Ziel hat", so
Kunststaatssekretär Franz Morak gestern Nachmittag, anlässlich der
Preisverleihung des 2003 erstmals gestifteten Würdigungspreises und
Förderungspreises für Kunst- und Kulturprojekte zur Integration von Menschen mit
Behinderung.
Der mit 11.000 Euro dotierte Würdigungspreis für realisierte Kulturprojekte
geht heuer an das Salzburger THEATER ECCE, das seit ungefähr 10 Jahren
integrative Tanz- und Theaterarbeit leistet und in seine Produktionen mehrfach
behinderte Schauspielerinnen und Schauspieler integriert. Der mit 7.500.- Euro
dotierte Förderungspreis für aktuelle Kunst- und Kulturprojekte geht an das
steirische Künstlerkollektiv sinnlos, das in Graz im Jahr 2003 ein
umfangreiches Programm entwickelt hat, mit dem Ziel, die "Differenz als Qualität
und nicht als Stigma" anzuerkennen. Die soeben erschienene Publikation
"sinnlos, wider die methoden der be- und verhinderung" (Springer-Verlag,
Wien/New York), in der die Arbeit des Jahres 2003 dokumentiert ist, fand darüber
hinaus besondere Anerkennung.
"Mit dem Preis wollen wir die Arbeit an der Sensibilisierung der Bevölkerung
für die vielfältigen Begabungen behinderter Menschen und den nachhaltigen
gesellschaftlichen Integrationsprozess mit Mitteln der Kunst und Kultur in
Angriff nehmen" so Morak. Es gebe noch viel zu tun, aber der Preis könne "wie
ein Mosaikstein" ein Beitrag dazu sein, so Morak abschließend.

Die Kunst der Zeichnung
Die AMI Agrolinz Melamine International GmbH schreibt zum zweiten Mal mit
Unterstützung der OÖ Landesmuseen einen internationalen Kunstwettbewerb aus, der
5 Jahre lang vergeben wird, sich "Lines on Paper" nennt und mit 10.000,- EUR
dotiert ist.
Werkstoff Papier
Der Preis konzentriert sich ausschließlich auf die Kunst der Zeichnung. AMI
Vorstandssprecher Grill: "Wir sprechen mit diesem Preis Künstler an, die sich
mit dem Werkstoff Papier, im weitesten Sinne allen Formen von Zeichnungen
verschrieben haben.
Die eingereichten Arbeiten werden einer kunstsachverständigen Jury anonym
vorgelegt und von dieser bewertet. Ihr gehören als Vorsitzender Peter Assmann,
Direktor der Oberösterreichischen Landesmuseen, Joachim Grill, Sprecher des
Vorstandes der AMI Agrolinz Melamine International, Martin Hochleitner, OÖ
Landesmuseen, Antonia Hörschelmann, Albertina Wien, Gerhard Ketscher, tech.
Vorstand der AMI , Charlotte Kreuzmayr, Parnass Kunstmagazin, Markus Mittringer
vom Standard und die Künstlerin und Vorjahressiegerin Ulrike Lienbacher an.
Der Teilnehmerkreis
Eingeladen zur Teilnahme sind alle Künstler, die sich intensiv mit der
Fragestellung "Linienkunst auf Papier" (im weitesten Sinn alle Formen der
"Zeichnung") auseinandersetzen. Bei diesem Wettbewerb gibt es keine
Einschränkung im Hinblick auf Nationalität oder Alter.
Für Juni 2005 ist die zweite Preisvergabe und Präsentation in den
Räumlichkeiten der Landesgalerie am OÖ. Landesmuseum vorgesehen. Infos zur
Ausschreibung unter :
www.agrolinz.com
Die AMI Gruppe
Die AMI Agrolinz Melamine International GmbH ist eine 100%ige
Tochtergesellschaft der OMV AG und veredelt Erdgas zu hochwertigen Rohstoffen
für Landwirtschaft und Industrie. Hauptprodukte sind Melamin und
Pflanzennährstoffe. Im Geschäftsbereich Melamin ist AMI Marktführer in Europa
und weltweit Nummer zwei und nimmt im Bereich Pflanzennährstoffe im Donauraum
eine führende Position ein.
Zur AMI Gruppe gehören als Kernunternehmen die AMI Agrolinz Melamine
International GmbH mit Standort in Linz (Ö), weiter die 100%ige
Tochtergesellschaft Agrolinz Melamine International Italia S.r.l. mit Standort
in Castellanza (I), das Joint Venture Unternehmen (75% bei AMI und 25 % bei SKWP)
Agrolinz Melamine International Deutschland GmbH mit Standort in Piesteritz /
Sachsen-Anhalt und Vertriebsgesellschaften in Ungarn, Tschechien und der
Slowakei sowie eine Vertriebsgesellschaft in Chicago/USA, die Agrolinz Melamine
International North America Inc. und in Singapur die Agrolinz Melamine
International Asia Pacific Pte Ltd. In der AMI Agrolinz Melamine International
Gruppe erwirtschaften rund 1.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 406 Mio. Euro.
Ausschreibung
Der Preis
Die AMI Agrolinz Melamine International GmbH mit Unterstützung der OÖ.
Landes-museen schreiben einen Kunstwettbewerb in der Höhe von insgesamt Euro
10.000,- aus.
Der Teilnehmerkreis
Eingeladen zur Teilnahme sind alle Künstler, die sich intensiv mit der
Fragestellung "Linienkunst auf Papier" (im weitesten Sinne alle Formen der
"Zeichnung") auseinandersetzten. Bei diesem Wettbewerb gibt es keine
Einschränkung im Hinblick auf Nationalität oder Alter.
Die Einreichbedingungen
Eingereicht werden können pro Teilnehmer maximal drei Arbeiten auf Papier im
Format von maximal A3 (ungerahmt, ev. mit Passepartout). Arbeiten, die nicht
diesen Ausschreibungsbedingungen entsprechen, werden nicht der Jury vorgelegt
und sind daher nicht zum Wettbewerb zugelassen. Bei den Arbeiten muss ein
Versicherungswert angegeben sein. Die Arbeiten dürfen auf der Vorderseite nicht
signiert sein. Jede Arbeit erhält auf der Rückseite eine Nummer mit Bleistift.
Der Transport
Der Teilnehmer übernimmt die Kosten des Antransportes der Werke, die auf dem
Postweg verschickt (Kennwort "AMI Award", OÖ Landesmuseum, Museumstrasse 14,
A-4010 Linz) oder persönlich abgegeben werden können (bei Fr. Petra Eidinger,
Sekretariat der Landesgalerie, Museumstrasse 14, A-4010 Linz). Der Zeitraum der
postalischen Einsendung ist von 25. Jänner 2005 bis 25. März 2005. Die
persönliche Abgabe kann zwischen dem 21. und 22. März 2005 in der Zeit von 8:00
bis 12:00 und 13:00 bis 16:30 Uhr erfolgen. Die Firma AMI Agrolinz Melamine
International GmbH übernimmt die Kosten für den Rückversand der Arbeiten, jedoch
keinerlei Haftung für eventuell auftretende Schäden während der Manipulation
beim Wettbewerb bzw. Beschädigung oder Verlust am Postweg.
Die Arbeiten werden in sorgfältiger Neuverpackung an die vom Künstler
angegebene Adresse retourniert. In Einzelfällen können die Arbeiten nach
telefonischer Vereinbarung (Fr. Petra Eidinger, +43/70/774482-44) auch abgeholt
werden.
Die Jury
Die eingereichten Arbeiten werden der Jury ANONYM vorgelegt. Die Jury besteht
aus folgenden Experten:
Mag. Dr. Peter Assmann, Vorsitz (OÖ. Landesmuseen)
Dr. Martin Hochleitner (Landesgalerie am OÖ. Landesmuseum)
Dr. Antonia Hoerschelmann (Albertina)
Dipl.-Ing. Gerhard Ketscher (AMI Agrolinz Melamine Internatonal)
Fr. Charlotte Kreuzmayr (Parnass)
Fr. Ulrike Lienbacher (Künstlerin, Preisträgerin des Vorjahres)
Markus Mittringer (Der Standard)
Die Jurysitzung findet im April 2005 statt.
Die Dotierung
Der Erstprämierte erhält Euro 5.000,-, weiters werden zwei Mal Euro 2.500,-
für die danach Gereihten vergeben. Zusätzlich steht ein Ankaufsbudget von Euro
5.000,- zur Verfügung.
Die Preisübergabe und Präsentation der Arbeiten findet im Juni 2005 in den
Räumlichkeiten der Landesgalerie am OÖ. Landesmuseum statt.
Allgemeines
Der Preis wird jährlich durchgeführt. Die AMI Agrolinz Melamine
International strebt den Aufbau einer entsprechenden Kunstsammlung an.
Mit der Einsendung zum Wettbewerb erklärt sich jeder Künstler mit den
Wettbewerbsbedingungen einverstanden.

Wiederauferstehung des
"Österreichischen Kleinkunstpreis"
Premiere setzt auf Kabarett & Co
Der 1994 letztmalig verliehene "Österreichische
Kleinkunstpreis" ist vom TV-Sender Premiere
http://www.premiere.at wieder eingeführt worden. Jeder
österreichische Kabarettist ist teilnahmeberechtigt. Der Preis wird im
Rahmen einer TV-Gala im Dezember 2004 im Grazer Orpheum vergeben,
berichtete der TV-Sender heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz.
Eine 20-köpfigen Jury entscheidet über den Gewinner des vom Linzer
Posthof und Spektakel ins Leben gerufenen "Österreichischen
Kleinkunstpreis". "Die Regeln für die Verleihung des Preises sind
bewusst weit gehalten", erklärte der Journalist Peter Blau, der
Vorsitzender dieser Jury ist. Der Preis ist mit je 7.500 Euro dotiert
und besteht eigentlich aus zwei Einzelpreisen: dem Hauptpreis und dem
Förderpreis. "Damit sollen auch junge bisher weniger bekannte Künstler
gefördert werden", so Blau. Premiere setzt ab 23. Februar einen
Programmschwerpunkt mit österreichischen Kabarettisten.
"Ein privater TV-Anbieter übernimmt einen öffentlich-rechtlichen
Bildungsauftrag", meint Erich Schindlecker, E&A Agenturchef, der diesen
Schritt von Premiere begrüßt. "Das ist eine ernst zunehmende Plattform
für Kabarettisten", so Schindlecker, der auch betont, dass gerade auf
dem Gebiet der Nachwuchstalente ein Fernsehauftritt ein wichtiger
Schritt des PR-Marketings ist. TV-Formate, die zunehmend auf
werbewirksame Casting-Sternchen setzen, interessieren auch
Premiere-Austria-Geschäftsführer Markus Schmid nicht. Kabarett genieße
in Österreich einen hohen Stellenwert, darum wurde der Kleinkunstpreis
wieder belebt. |

Das "Jüngste Gericht" von Hieronymus Bosch: Echtheit bestätigt
Seit Anfang September 2001 präsentiert Europas diesjährige Kulturhauptstadt
Rotterdam eine umfangreiche Schau zu Leben Werk und Nachwirkung bis in die
Gegenwartskunst hinein des wohl geheimnisvollsten Malers der spätgotischen
Niederlande, von Hieronymus Bosch (s'Hertogenbosch um 1450 - 1516).
Siebzehn der bislang schon als eigenhändig geltenden Tafelbilder - von insgesamt
etwa fünfundzwanzig - konnten die Ausstellungsorganisatoren in Rotterdam
versammeln, dazu noch sämtliche Handzeichnungen, die mit Bosch in Beziehung
gebracht wurden, sieben davon autographe Arbeiten.
Nicht möglich war es jedoch, die großformatigen Werke zu leihen, darunter vor
allem die vier Flügelaltäre in Lissabon, Madrid und in Wien.
So blieb auch das "Jüngste Gericht" der Akademiegalerie in Wien an seinem
angestammten Ort und gibt somit dem Wiener Publikum die Gelegenheit, eines der
Hauptwerke von Hieronymus Bosch in Wien zu sehen.
Dennoch, noch nie waren so viele Arbeiten dieses immer noch geheimnisvollen
Malers der Niederlande zwischen Spätgotik und Renaissance an einem Ort
versammelt. Damit war auch die einmalige Gelegenheit gegeben, die unzähligen
Widersprüche und Rätsel in seinem Werk auf den Prüfstand einer kunstkritischen
Betrachtung zu stellen:
Die naturwissenschaftliche Untersuchung des Holzes der Bildtafeln, die
Rückschlüsse auf das Alter des Holzes erlaubt, hat einige traditionelle
Datierungen der Tafeln über den Haufen geworfen. Sie hat auch gezeigt, dass
heute in Museen als Einzeltafeln aufbewahrte Bilder ursprünglich Teile eines
Flügelaltares waren und somit zusammengehörten.
Alle diese umwälzenden Erkenntnisse wurden auf dem Kongress "Hieronymus Bosch
revealed?", der rezent vom 05. bis zum 07. November in Rotterdam und in Boschs
Heimatstadt s Hertogenbosch stattfand, der internationalen Fachwelt vorgestellt.
Wenn auch nicht selbst in der Ausstellung anwesend, so standen in der Diskussion
über das unter den neuen Erkenntnissen nun in Umfang und Datierung zu
revidierende Werk die vier großen Triptychen im Zentrum der Aufmerksamkeit:
Neben der "Antoniusversuchung" in Lissabon und dem "Heuwagen" im Prado besonders
der "Garten der Lüste"
ebendort und das "Jüngste Gericht" der Wiener Akademiegalerie.
Die Präsenz so vieler Tafelbilder und Handzeichnungen erlaubte nun erstmals auch
eine differenzierte Analyse der unterschiedlichen Zeichen- und Malstile, die
sich innerhalb des bis heute akzeptierten Oeuvres von Bosch finden und die
bislang nicht erklärt werden konnten: Die Fachwelt flüchtete sich in die
Feststellung unterschiedlicher "Handschriften", über die Hieronymus Bosch
verfügte.
Am Ende dieses Überprüfungsprozesses von Boschs Werk liegt nun ein geringfügig
erweitertes Gesamtoeuvre vor, das aller Wahrscheinlichkeit nach auf zwei
Künstlerpersönlichkeiten verteilt werden muss: Auf den namentlich bekannten
Meister Hieronymus Bosch selbst und auf einen jüngeren Mitarbeiter, der in
seiner nächsten Nähe in seinem Stil und in seinem Sinn gearbeitet hat, aber wohl
anonym bleiben wird.
In diesem Erkenntnisprozess ist das Wiener Gerichtstriptychon - das in den
Dimensionen das größte erhaltene Werk von Hieronymus Bosch - in die Kerngruppe
der Gemälde von Hieronymus Bosch selbst gerückt in die nächste Nachbarschaft zum
rätselhaftesten Werk dieses Künstlers, des "Gartens der Lüste".
Das Wiener Publikum hat damit das Privileg, einen "echten Bosch" hier in Wien
sehen und studieren zu können, und zwar jederzeit in der Gemäldegalerie der
Akademie der bildenden Künste, im 1. Stock am Schillerplatz.
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
Öffnungszeiten: DI-SO 10.00-16.00, MO geschl.
Eintritt: ATS 50,-- / Euro 3,63

Kunstsponsoring-Preis Maecenas 2001 ausgeschrieben
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kunst soll verbessert werden
Unternehmer und Unternehmen, die Kunstprojekte gefördert haben, können sich
bis zum 21. September um den österreichischen Kunstsponsoring-Preis "Maecenas
2001" bewerben. Der Preis wird von den Initiativen Wirtschaft für Kunst
(IWK) http://www.iwk.at , einem
unabhängigen Wirtschaftskomitee, gemeinsam mit dem ORF http://www.orf.at
in den drei Kategorien "Einsteiger", "Projekt/Klein- und
Mittelbetriebe" sowie "Konzept" vergeben. Dies gaben die IWK
heute, Dienstag, im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, bei der auch "Der
Österreichische Sponsoringführer 2001" vorgestellt wurde.
Der "Maecenas" bietet Unternehmen laut IWK einerseits Feedback über
deren Kunstsponsoring-Bemühungen, sorgt andererseits aber auch für Promotion für
die private Kunstförderung in der Öffentlichkeit. Ziel des Preises sei es, die
Qualität des österreichischen Kunstsponsorings zu heben und es zu einer
zweiten Säule der Kunstförderung neben der staatlichen Kunstförderung
aufzubauen. Ausschlaggebend für die Prämierung durch eine Fachjury sind
"Kriterien der Kreativität, der Qualität und der Publikumswirksamkeit,
unabhängig von Betriebsgröße und finanziellem Aufwand". Die vergebenen
Preis haben rein ideellen Charakter und sind mit keiner finanziellen Dotierung
verbunden.
Die IWK wurden 1987 von Martin Schwarz nach dem Muster der international
verankerten Business Committees for the Arts gegründet. Ihr Ziel ist es,
"sinnvolle Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kunst
aufzuzeigen" und "Kultursponsoring zu einem festen Bestandteil der
Unternehmenskultur in der Wirtschaft zu machen". Bis Ende 2001 werden die
weltweit eingesetzten Sponsoring-Mittel laut IWK rund 24,6 Mrd. Dollar
erreichen. Der Sektor wächst demnach fast doppelt so schnell wie die Wirtschaft
ingesamt. In Österreich steht der staatlichen Kunst- und Kulturförderung von
rund 20 Mrd. Schilling ein geschätztes Sponsoringvolumen von 500 Mio. Schilling
gegenüber.

kk-artline.com: Internet-Galerie für zeitgenössische
Kunst
Factory realisiert Kunst Plattform im Auftrag von T-Online
Zeitgenössische Kunst in einem zeitgemäßen Medium präsentiert die
Plattform KK-Artline http://www.kk-artline.com
. Auf über 1.000 Web-Seiten finden Besucher Werke junger Künstler, Interviews
und Statements der Kunstschaffenden bis hin zu einem Kunstshop. Die Wiener
Multimedia-Schmiede Factory - http://www.factory.cc
- setzte im Auftrag von T-Online Österreich sowohl Design als auch die
Programmierung des interaktiven Kunsttempels um.
Für die Nachwuchs-Künstler, die derzeit rund 120 Werke online ausstellen,
ist kk-artline.com eine ideales Medium, um ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Fritz Vesely, Geschäftsführer von Factory, zeigt sich
rundum zufrieden: "Da wir hauptsächlich Internet-Projekte für Business-
und Medien-Kunden durchführen, war dieses erste Kunstprojekt besonders
reizvoll. In einem sehr engen Zeitrahmen konnten wir das Design für diese
umfangreiche Web-Site erstellen und diese dann programmieren. Es freut uns, mit
unserem Know-how zeitgenössische Kunst unterstützen zu können."
Zu den ausgestellten Kunstobjekten gehören New Media Art, Gemälde,
Photographien und Graphiken. Weitere Features bei KK-Artline, wie z.B.
detaillierte Informationen zu den Künstlern mit Kunstkritiken, Art Consulting
oder Online Auktionen runden den elektronischen Kunstgenuss ab. In der nächsten
Ausbaustufe ist vorgesehen, weitere Künstler aus dem In- und Ausland in die
Online-Galerie aufzunehmen.
Factory Background
Seit dem Gründungsjahr 1994 unterstützt Factory Unternehmen mit der
Produktion von Kommunikations-Design Lösungen. Das Spektrum reicht von der
Konzeption bis hin zur Realisierung. Schritt für Schritt wurden die klassischen
Kompetenzen erweitert (Entwicklung von Corporate Designs, Corporate
Communications) und neue Medien (CD ROM, Internet) erschlossen.
Seit 1999 richtet die Agentur ihren primären Focus auf das Internet. So
wurden z.B. Projekte für e-Lisa, Ingenio, Kiwwi Telecom, ÖBAU,
pressetext.austria und T-Online erfolgreich abgeschlossen.

Kunstausstellung "Raffael" im WWW
Multimediale Internetpräsentation begleitet Ausstellung
Das Kunstgeschichtliche Institut (KGI) der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
http://www.kgi.ruhr-uni-bochum.de begleitet die Ausstellung "Raffael und die
Folgen" in der Staatsgalerie Stuttgart im Internet. Die Online-Präsentation
bietet auf über 100 Bildschirmseiten mit mehr als 150 Abbildungen eine Einblick
in vier Jahrhunderte Kunstgeschichte. Das Projekt basiert auf dem Zusammenspiel
von musealer Praxis sowie universitärer Lehre und Forschung. Die Präsentation
bleibt über den Ausstellungszeitraum, der bis 22. Juli vorgesehen ist, bestehen.
Es ist mittlerweile das fünfte Projekt, bei dem das KGI mit der Staatsgalerie
seit 1997 kooperiert. In Seminaren konzipiert das RUB-Institut
Kunstausstellungen, die im Museum zu sehen sind, für das Internet neu und
bereitet sie multimedial auf. Das KGI versucht dabei neue Möglichkeiten zu
entwickeln, Kunst im WWW zu vermitteln und umzusetzen.
Drei Bilder von Raffaello Sanzio zieren noch heute die mit 500.000 Lire
wertvollste Banknote. Seine Werke, die er oft an für die Öffentlichkeit kaum
zugänglichen Orten - wie dem Vatikan hinterließ, wurden tausendfach in
druckgraphischen Techniken reproduziert. Künstler wie Dürer, Rubens, Rembrandt
oder Manet ließen sich von den Bilderfindungen inspirieren.

artnet.com kooperiert mit eBay
Kunstportal erhält Zugang zu eBay-Nutzern
Das auf E-Kunsthandel spezialisierte Unternehmen artnet.com
http://www.artnet.com hat
einen Vertrag mit dem E-Handelshaus eBay
http://www.ebay.com
geschlossen. Als Informationsquelle steht nun auf eBay eine
Kunstpreis-Datenbank von artnet.com zur Verfügung. Kunden von eBay Premier
haben damit direkten Zugriff auf das elektronische Kunsthandels-Archiv von
artnet.com.
Mit der Kooperation erhält das zuletzt von Verlusten gebeutelte Unternehmen
artnet.com (pte berichtete
http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=001118016 ) Zugang zu den eBay-Nutzern.
Die Geschäftsbasis von artnet.com werde sich durch die Millionengemeinde der
eBay Kunden verbessern, sagte artnet-Vorstand Hans Neuendorf.

Die deutsche Gesellschaft für Kunstvermarktung GmbH hat auf der
Frankfurter Buchmesse einen Internet-Marktplatz rund um die Kunst vorgestellt.
Unter http://www.art-edition.de
finden Verleger und Galeristen Angebote zu den Themen Druckgrafik, Skulptur,
Fotographie, Multiples und Künstlerbücher.
In der Art-Edition Datenbank sind bereits rund 200 internationale und 100
europäische Editeure zu finden. Das fünfköpfige Team der Gesellschaft für
Kunstvermarktung mit Sitz in Tübingen bietet Dienstleistungen für die
Kunstszene, zahlreiche Informationen aus dem Bereich Markt und Messe, Termine,
Gesprächsthemen, Biografien und Specials.
