"Literatur für junge LeserInnen" im Künstlerhaus
Helga Bansch, der im Rahmen der derzeit stattfindenden Kinderliteraturtage im
Wiener Künstlerhaus eine eigene Schau gewidmet ist, wurde am 23. Februar 1957
in Leoben (Steiermark) geboren. Nach Absolvierung der Pädagogischen Akademie
in Graz war sie ab 1976 als Volksschullehrerin in der Südsteiermark tätig. Im
gleichen Jahr begann sie auch mit der Ausbildung zur Lebens- und
Sozialberaterin. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in einem Bauernhaus in der
Südsteiermark.
Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kindern zieht sich bei Helga Bansch wie
ein roter Faden durch das Leben. Seit sechs Jahren beschäftigt sich die
Künstlerin intensiv mit Kinderbuch-Illustrationen. Wichtige Anregungen
verdankt sie dem Grazer Illustrator und ehemaligen Verleger Paul Mangold.
Angesprochen auf die Frage, was denn eine gute Kinderbuchillustration
ausmache, erklärt die Künstlerin im Gespräch mit der Rathaus-Korrespondenz:
"Sie muss Kinder ansprechen. Sie sollte von ihnen verstanden werden, ihre
Phantasie anregen und nicht alles vorgeben. Kinder sind für mich Lehrmeister
in ihrer klaren Ausdrucksweise und ihrem faszinierendem Farbgefühl."
Bislang illustrierte Helga Bansch die beiden von Heinz Janisch geschriebenen
Bücher "Zack Bumm!" (2000) und "Es gibt so Tage...". (2001). Beide Werke sind
im Verlag Jungbrunnen erschienen. Helga Bansch ist Trägerin des
Illustrationspreises der Stadt Wien 2000, des Österreichischen Kinder- und
Jugendbuchpreises 2000 bzw. auch des Kinder- und Jugendbuchpreises der Stadt
Wien 2001. Weiters ist das Erfolgsduo Helga Bansch und Heinz Janisch auch für
den "LESERstimmen"-Preis nominiert, der im Juni 2002 erstmals vergeben wird.
Der Preis (Preissumme: 5.100 EUR) basiert maßgeblich auf dem literarischen
Urteil der 1,1 Millionen Leser und Leserinnen der Öffentlichen Bibliotheken
und Schulbibliotheken in Österreich.
Im Rahmen der Kinderliteraturtage, die noch bis 20. März im Wiener
Künstlerhaus bei freiem Eintritt stattfinden, sind um die 20
Original-Illustrationen der prämierten Künstlerin zu sehen.
Weitere Information:
o Künstlerhaus: www.kuenstlerhaus.at/
DIE ENTDECKUNG DER WELT - DIE WELT DER ENTDECKUNGEN Österreichische
Forscher, Sammler, Abenteurer
27.10.2001 bis 13.1.2002
Künstlerhaus, Wien I, Karlsplatz 5
Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums mit Museum für
Völkerkunde, in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum und dem
Heeresgeschichtlichen Museum
www.khm.at/entdeckungen
Das Kunsthistorische Museum mit Völkerkundemuseum präsentiert zusammen mit dem
Naturhistorischen Museum und dem Heeresgeschichtlichen Museum ausgewählte
Objekte aus Sammlungen österreichischer Forscher im Künstlerhaus. Über 1000
Exponate geben einen profunden Einblick in 150 Jahre österreichische
Entdeckungsgeschichte. Der Bogen spannt sich dabei von der josephinischen
Aufklärungszeit bis hin zum Ende der k. u. k. österreichisch-ungarischen
Monarchie 1918.
Sicher als Höhepunkte sind die im Auftrag des Kaisers Franz I. unter-nommene
Brasilienreise (1817-1835) und die Dokumentation der S.M. Fre-gatte Novara
(1857-1859) zu bezeichnen, jenes Forschungsschiffs der k.k. Kriegsmarine, das
unter österreichischer Flagge erstmals die Welt umsegel-te. Darüber hinaus
werden Objekte zu den Expeditionen berühmter Forscher gezeigt, darunter
Zeichnungen, Gemälde, Reiseandenken, Fotoalben, Tagebücher sowie Kameras und
Vermessungsgeräte. Sie beleuchten die unterschiedlichen persönlichen
Beweggründe der Forscher, derartige meist mit Strapazen verbundene
Expeditionen durchzuführen. Im Vordergrund steht der biographische Aspekt
unter Berücksichtigung des zeitgeschichtlichen und wissenschaftstheoretischen
Hintergrundes.
Ein Ausstellungsprojekt wie dieses befaßt sich mit der eigenen
Wissen-schaftsgeschichte. Viele Sammlungen wurden im Lauf der Zeit getrennt
und lagern heute über mehrere Museen verstreut. Zweck dieser einzigartigen
Zusammenschau ist es daher auch, diese erstmals gemeinsam zu präsentieren.
Öffnungszeiten
Täglich von 10 bis 18 Uhr Donnerstag von 10 bis 20 Uhr