Monatliche Kriminalstatistik des BM.I
- Oktober 2005
Kriminalität in Österreich sinkt um 5,8% - Aufklärungsquote steigt um
1,9%
Bis Ende Oktober 2005 wurden in Österreich um 30.710 Straftaten weniger als
im Vergleichzeitraum des Vorjahres angezeigt. Das bedeutet einen Rückgang
der Kriminalität um 5,8%.
Die Aufklärungsquote ist im gleichen Zeitraum um 1,9% auf 39,4%
angestiegen.
In Wien war dieser positive Trend besonders deutlich: 17.388 angezeigte
Fälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeuten einen
Rückgang der Kriminalität um 8,6%. Aber auch in den anderen Bundesländern
ist fast durchwegs die gleich positive Entwicklung zu beobachten: In
Niederösterreich sank zum Beispiel die Zahl der angezeigten Fälle gegenüber
dem Vorjahr um 7,7%, die Aufklärungsquote stieg sogar um 2,8%.
Für Innenministerin Liese Prokop sind diese Erfolge eine Beweis für die
Wirksamkeit der neuen Kriminalitätsbekämpfungsstrategien, die gemeinsam vom
Bundeskriminalamt und den Sicherheitsverantwortlichen in den Ländern
erarbeitet wurden. Da die beste Strategie aber immer nur so gut ist, wie die
Menschen, die sie umsetzen, müssen die Leistungen aller Polizistinnen und
Polizisten besonders betont werden. Das herausragende Engagement der
österreichischen Polizei wird von der Bevölkerung auch entsprechend
gewürdigt: nicht umsonst ist die Polizei in Meinungsumfragen regelmäßig eine
der Institution, der die Österreicher am meisten vertrauen.
"Meine Aufgabe als Innenministerin ist es diesen hoch motivierten
Kolleginnen und Kollegen, die besten Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
Die mit 1. Juli in Kraft getretene Exekutivreform hat bereits wesentliche
Verbesserungen gebracht. Die Steigerung der Aufklärungsquote und der
Rückgang der Kriminalität zeigen deutlich, dass sich die neuen Strukturen
schon bewähren und dass unsere Polizistinnen und Polizisten durch die
vereinfachten Arbeitsabläufe jetzt effektiver arbeiten können", so
Innenministerin Liese Prokop.
Österreich
Angezeigte Fälle Jän - Okt Jän - Okt + / -
2004 2005 Jän-Okt in %
Wien 201.727 184.339 -8,6%
Niederösterreich 77.522 71.527 -7,7%
Steiermark 56.426 53.264 -5,6%
Salzburg 31.397 29.880 -4,8%
Tirol 43.278 41.624 -3,8%
Vorarlberg 17.734 17.138 -3,4%
Oberösterreich 66.574 64.879 -2,5%
Kärnten 25.596 26.345 2,9%
Burgenland 9.653 10.201 5,7%
Österreich 529.907 499.197 -5,8%
Geklärte Fälle Jän - Okt Jän - Okt + / -
2004 2005 Jän-Okt in %
Burgenland 4.679 5.473 17,0%
Kärnten 12.135 12.709 4,7%
Tirol 18.157 18.552 2,2%
Oberösterreich 32.261 32.115 -0,5%
Niederösterreich 33.274 32.710 -1,7%
Salzburg 11.058 10.793 -2,4%
Steiermark 24.939 24.109 -3,3%
Wien 53.277 51.483 -3,4%
Vorarlberg 9.295 8.905 -4,2%
Österreich 199.075 196.849 -1,1%
Aufklärungsquoten Jän - Okt Jän - Okt + / -
2004 2005 Vormonat %punkte
Burgenland 48,5% 53,7% 5,2
Niederösterreich 42,9% 45,7% 2,8
Tirol 42,0% 44,6% 2,6
Wien 26,4% 27,9% 1,5
Steiermark 44,2% 45,3% 1,1
Oberösterreich 48,5% 49,5% 1,0
Salzburg 35,2% 36,1% 0,9
Kärnten 47,4% 48,2% 0,8
Vorarlberg 52,4% 52,0% -0,5
Österreich 37,6% 39,4% 1,9

RAFFINIERTER TRICKDIEBSTAHL
Rund 27.000 Fälle jährlich - Im Visier: Geschäfte, Häuser oder
Wohnungen - Ältere Personen besonders gefährdet - So ködern Diebe ihre
Opfer
Wenn es an der Haustüre klingelt, ist in Österreich besondere Vorsicht
geboten. Alle 20 Minuten schlagen Trickdiebe auf raffinierte Weise in
fremden Wohnungen zu. Die Opfer sind meist alleinstehende Pensionisten. "So
altbekannt die Tricks auch sind - organisierte Banden verschaffen sich nach
wie vor mit findigen Ausreden Zugang in private Haushalte", warnt DI
Bernhard Noll, Leiter des Instituts für technische Sicherheit (ITS). Die
Liste der Standardtricks ist endlos lang: Vom Vortäuschen einer Notlage über
die Mitleidstour bis hin zum Auftritt als Amtsperson ist alles dabei. Noll:
"Beliebt ist beispielsweise die Bitte um ein Glas Wasser aufgrund von
Übelkeit oder Schwangerschaft oder die Frage telefonieren zu dürfen."
Besonders dreist: Die Bitte, sein Kind kurz wickeln zu dürfen.
Viele der Täter agieren dabei in Zweier- oder Dreierteams. Üblicherweise ist
beim Blick durch den Spion vorerst nur eine Person vor der Haustür zu sehen.
Steht der Betreffende dann bereits mit einem Bein im Vorzimmer folgt meist
die Bitte noch schnell die Toilette benutzen zu dürfen. In diesem Moment
tritt der Komplize auf den Plan, der das Opfer in ein Gespräch verwickelt
und so ablenkt. Auf diese Weise kann der Täter auf seinem Weg zur Toilette
die Wohnung in aller Ruhe nach Wertsachen durchsuchen - Bestohlene merken
oft erst Stunden später, dass ihnen ein übler Streich gespielt worden ist.
Doch wer denkt, Trickdiebe lauern nur an der Haustüre, täuscht sich:
Das Repertoire der raffinierten Langfinger geht bis zum Hilfeangebot -
beispielsweise eine schwere Tasche für das Opfer nach Hause zu tragen - um
sich so Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Noll: "Auch der so genannte
Enkeltrick - hier gibt sich eine fremde Person am Telefon als Verwandter
oder Bekannter in finanzieller Not aus; der erbetene Geldbetrag wird
anschließend von einem 'Freund' abgeholt - stößt immer wieder auf
bereitwillige Opfer."
Gesundes Misstrauen schützt
In erster Linie muss man die Hilfsbedürftigkeit von Menschen mit Vorsicht
genießen, so der Sicherheitsexperte. "Möchte man helfen, kann man das Glas
Wasser genauso gut auf den Gang reichen. Wichtig ist nur, niemanden in die
Wohnung zu lassen!" Bei unangekündigtem Besuch sollte man immer einen Blick
durch den Spion werfen. Sperrbügel oder Sicherheitskette ermöglichen, dass
die Tür nur einen Spalt geöffnet werden kann. Weiters sollte man von
Amtspersonen immer den Ausweis verlangen und Handwerker nur hereinbitten,
wenn sie bestellt wurden. "Im Notfall kann man bei den betreffenden Firmen
telefonisch nachfragen. Aber Vorsicht: Die Nummer immer selbst
heraussuchen!", warnt Noll. Auch kostenpflichtige Postsendungen sollte man
für den Nachbarn nur nach vorheriger Absprache übernehmen. Das wichtigste
ist jedoch: "Niemand ist verpflichtet die Tür zu öffnen", stellt Noll klar.
"Ungebetene Gäste kann man jederzeit wegschicken oder zu einem anderen
Zeitpunkt wiederbestellen."

Gorbach: Besorgniserregende
Entwicklungen bei der Kriminalität
Straftaten werden brutaler und Anteil der Ausländer daran ist
steigend
"Wenn zwar die aktuelle Monatsstatistik im Jänner 2005 gegenüber dem Vorjahr
österreichweit ein Minus von 5,2% an angezeigten Fällen ausweist und die
Aufklärungsquote um 0,6% auf 37,8% gesteigert wurde, so gibt der Anstieg der
Täter im Bereich der Ausländer und der Asylwerber sehr wohl Anlass zur
Sorge. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht über besonders brutale
Überfälle und Bandenkriminalität informiert wird, was den Ruf der
österreichischen Bevölkerung nach mehr Sicherheit rechtfertigt", meinte
heute Vizekanzler und Bundesminister Hubert Gorbach.
"Interessant wird ein Sicherheitsbericht dann, wenn man die Straftäter
nach Nationen aufgliedert und in diesem Bereich die Veränderungen
ersichtlich werden. Ebenso Anlass zur Sorge gibt die Verlagerung der
Intensität der Straftaten. Während nämlich in Wien strafbare Handlungen
gegen fremdes Vermögen zurückgingen (und dies maßgeblich zum Rückgang der
Kriminalität in Wien beitrug, Anm.), nahmen jene gegen Leib und Leben um
13,7 % zu", erläuterte Gorbach.
"Angesichts dieser Steigerung, fordert die FPÖ die Einführung von
verpflichtenden DNA-Proben und eine verbesserte Vernetzung innerhalb der EU,
sowohl um straffällige Asylwerber rascher identifizieren zu können, als auch
mehrfache Asylanträge unter verschiedenen Identitäten eindeutig zuzuordnen
und abschlägig beurteilen zu können. Experten berichten von unerträglichen
Zuständen in diversen Asylämtern, Meldebehörden und im Exekutivbereich,
wonach rasch effektive Maßnahmen eingeführt werden müssen, um die Sicherheit
für die österreichische Bevölkerung gewährleisten zu können", schloss
Gorbach und kündigte dabei an, dies ebenfalls beim bevorstehenden von der
FPÖ initiierten Sicherheitsgipfel zu thematisieren.

SP-Haider zu Kriminalität: Aufklärung
bricht in Oberösterreich noch weiter ein
Tüchtige Exekutive leidet unter Personalmangel Bundesregierung lässt
sie im Stich
Die Aufklärungsquote liegt in Oberösterreich laut Bundesministerium für
Inneres aktuell nur mehr bei 48,2 Prozent. "Obwohl die tüchtigen
Exekutivbeamten in Oberösterreich mit vollstem Einsatz arbeiten, wofür ihnen
unser Dank gebührt, bricht die Aufklärungsquote weiter ein. Wurden im Jänner
2004 noch 50 Prozent der angezeigten Delikte geklärt, waren es im Jänner
2005 nur mehr 48,2 Prozent. Die Ursache dafür ist der von der schwarz-blauen
Regierung verursachte und seit Jahren nicht beseitigte Personalmangel der
Exekutive, die damit bei der Bekämpfung der Kriminalität im Stich gelassen
wird", kritisierte heute Oberösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Erich
Haider.
Noch 1999 unter einem SP-Innenminister lag die Aufklärungsquote in
Oberösterreich bei 60 Prozent. Jetzt kann nicht einmal mehr jedes zweite
Delikt geklärt werden. Das Hauptproblem liegt nach wie vor im Bereich der
Eigentumskriminalität. Dort bleiben etwa bei den Einbrüchen sogar vier von
fünf Fällen ungeklärt.
"Gerade diese Delikte können aber nur durch mehr Prävention sowie verstärkte
Streifen und Aufklärungstätigkeit wirksam bekämpft werden", ergänzte Erich
Haider. "Die SPÖ sagt ganz klar: Auf Kosten der Sicherheit darf keinesfalls
mehr gespart werden! Im Gegenteil, es muss wieder eine Sicherheitsmilliarde
für die Kriminalitätsbekämpfung geben. Ich erneuere daher meine Einladung an
Innenministerin Prokop, gemäß der Vereinbarung zwischen dem Land OÖ und der
Bundesregierung zu einem Sicherheitsgespräch nach Oberösterreich zu kommen.
Ziel muss es sein, wesentlich mehr Personal für die oö. Exekutive zu
bekommen. Bisherige Neuaufnahmen sind zwar zu begrüßen, sind aber nicht mehr
als ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen", machte Erich Haider klar.

VP-Ulm zur Kriminalstatistik:
Gratulation an Wiener Polizei!
Stadt Wien muss trotzdem eigene Verantwortung wahrnehmen
"Dass die neueste Kriminalstatistik für Wien einen weiteren Rückgang der
Kriminalität um knapp 7 Prozent aufweist, zeigt, dass die Wiener Polizei -
besonders im Bereich der Prävention - ganz hervorragende Arbeit leistet. Der
deutliche Kriminalitätsrückgang ist auch Beweis dafür, dass die von
Ex-Bundesminister Strasser eingeleitete und nun von seiner Nachfolgerin
Prokop fortgeführte Polizeireform der richtige Weg für mehr Sicherheit in
Wien ist", so ÖVP Wien Sicherheitssprecher LAbg. Wolfgang Ulm in einer
Stellungnahme zur jüngsten Kriminalstatistik.
Die Verantwortlichen der Wiener SP-Stadtregierung dürfen sich jetzt nicht
auf den Lorbeeren, die Frau Minister Prokop und den Wiener Polizistinnen und
Polizisten zustehen, ausruhen, sondern sind vielmehr aufgefordert, sich
ihrer Verantwortung bewusst zu werden und ihren Beitrag für mehr Sicherheit
in unserer Stadt zu leisten. "Es gibt eine Vielzahl landesgesetzlicher
Vorschriften, die derzeit von der Wiener Polizei zu exekutieren sind, obwohl
sie nichts mit Verbrechensbekämpfung, der ureigensten Aufgabe der Polizei,
zu tun haben. Hier hätte die Stadt Wien das Ihre beizutragen und könnte die
Wiener Polizei mit der Schaffung einer eigenen Stadtpolizei von diesen
Aufgaben entlasten", fordert Ulm.
"Den Wiener Polizistinnen und Polizisten ist jedenfalls für ihren
großartigen Einsatz zu danken und zu den Erfolgen zu gratulieren", so Ulm
abschließend.

Findeis: Kriminalität steigt in
Niederösterreich nach wie vor
Rasches Handeln ist dringend geboten
Während österreichweit die Kriminalitätsrate im Vergleich zum Jänner des
Vorjahres um rund 5 % gesunken ist, stieg sie in Niederösterreich erneut
stark an. "Niederösterreich hat mit spezifischen Problemen zu kämpfen.
Gerade die Größe unseres Bundeslandes und die Weitläufigkeit der ländlichen
Regionen stellen die BeamtInnen, die im täglichen Einsatz ihr Bestes geben,
vor besondere Probleme. Wenn nur ein Streifenwagen für ein mehrere
Quadratkilometer großes Gebiet zuständig ist, dann kann auch der
engagierteste Beamte nichts machen", so der Sicherheitssprecher der SPNÖ,
LAbg. Hermann Findeis. Zwar ist auch in Niederösterreich die
Kriminalitätsrate im Vergleich zum Vormonat gesunken, die Vergleichszahlen
mit dem Jänner 2004 sprechen aber eine deutliche, andere Sprache: Plus 8
Prozent. Wurden im Jänner 2004 noch 6.257 Fälle zur Anzeige gebracht, waren
es im Jänner diesen Jahres bereits 6.775. "Selbstverständlich ist es positiv
zu bewerten, dass die Zahl der angezeigten Straftaten gegenüber Dezember
rückläufig war. Das ist aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung
- schließlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer! So hat es auch im
Vergleich zum Dezember des Vorjahres in einigen Regionen noch einen,
teilweise massiven, Anstieg der Kriminalität gegeben", so Findeis weiter.
"Meine Forderung ist daher ganz klar: Wir brauchen bedeutend mehr BeamtInnen
auf den Straßen unseres Bundeslandes, die Ausrüstung der Exekutive muss
dringend verbessert werden. Ich möchte es in diesem Zusammenhang aber nicht
versäumen, den BeamtInnen für ihr Engagement und ihren Einsatz zu danken.
Sie leisten Tag für Tag Großartiges für die Sicherheit der
NiederösterreicherInnen. Dieses Engagement muss aber auch von Seiten der
Bundes-Politik gewürdigt werden. Die Kürzungsorgien der vergangenen Jahre
zeigen in den heute veröffentlichten Daten einmal mehr ihre verheerende
Wirkung. Es kann nicht länger sein, dass die Struktur ausgedünnt wird,
Posten geschlossen werden oder Nachts nicht besetzt sind. Die Exekutive
braucht bessere Ausrüstung und mehr Personal um wirkungsvoll für die
Sicherheit der NiederösterreicherInnen und Niederösterreicher arbeiten zu
können", so Findeis abschließend.

Findeis: Kriminalitätsstatistik 2004
weist dramatische Zahlen aus
Dramatische Zahlen weist die aktuelle Kriminalstatistik für 2004 für
Niederösterreich aus. Während österreichweit die Zahl der Anzeigen gegenüber
dem Jahr 2003 nahezu gleich geblieben ist, stieg die Anzahl der Delikte in
Niederösterreich gleich um 7,8 % an. "Fast 8 Prozent mehr Kriminalfälle -
das ist ein wirklich dramatischer Anstieg! Im letzten Jahr wurden fast
94.700 strafbare Handlungen gemeldet, das sind um rund 6.800 mehr als noch
im Jahr davor! Die rücksichtslose Kürzungspolitik bei der Exekutive zeigt
ihre katastrophalen Auswirkungen", kommentiert der Sicherheitssprecher der
SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis, die aktuellen Zahlen. Gleichzeitig mit dem
Ansteigen der strafbaren Handlungen ist die Aufklärungsquote gesunken. Im
vergangenen Jahr konnten nur 43,3 % der Straftaten aufgeklärt werden, das
ist ein Rückgang der Aufklärungsquote von 4,1 %. "Es ist nur dem
persönlichen Einsatz der ExekutivbeamtInnen in unserem Land zu verdanken,
dass diese Zahlen nicht noch schlechter aussehen. Die BeamtInnen wurden in
den letzten Jahren vom Innenministerium völlig allein gelassen, ja sogar bei
ihrer Arbeit behindert. Anders kann man die massive Kürzungspolitik, die ja
letztendlich zu dieser dramatischen Bilanz geführt hat, nicht beschreiben",
so Findeis weiter.
"In der nächsten Zeit wird ein massiver Umdenkprozess notwendig sein. Ohne
eine nachhaltige Aufstockung des Personalstandes und eine Verbesserung der
Ausrüstung wird es nicht möglich sein, für das Jahr 2005 eine Trendumkehr zu
erreichen. Das Engagement der BeamtInnen allein wird nicht ausreichen, um
der ausufernden Kriminalität in unserem Bundesland endlich Einhalt zu
gebieten - man kann es eben einfach nicht schönreden, wenn ein einziges
Streifenfahrzeug riesige Gebiete überwachen soll. Mit dem von
Innenministerin Prokop angekündigten Sicherheitsprogramm wird tendenziell
der richtige Weg eingeschlagen. Die darin enthaltenen Pläne zur
Personalaufstockung und Verbesserung der Ausrüstung sind ein Schritt in die
richtige Richtung, nachdem ja bisher von Seiten der ÖVP der dringende Bedarf
nach einer Verbesserung der Ausstattung und mehr BeamtInnen strikt geleugnet
wurde", so Findeis abschließend.

Kriminalitätsentwicklung: Strache
lädt Prokop zu Lokalaugenschein nach Wien
Der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache kündigte heute an, die
designierte ÖVP-Innenministerin Liese Prokop zu einem Lokalaugenschein nach
Wien einzuladen.
"Ich nehme an, daß Prokop die Zustände in Traiskirchen nicht unbekannt sind.
In Wien gibt es mittlerweile viele kleine Traiskirchen, was sich in Summe zu
einem veritablen Sicherheitsproblem entwickelt hat. Alleine die heutigen
Tageszeitungsberichte, wonach 3.000 Moldawier von einer Asylwerberin in Wien
nach Österreich geschmuggelt worden sind, müsste bei ihr mehr als die
Alarmglocken läuten lassen. Der organisierte Asylbetrug betrifft
mittlerweile nicht mehr alleine Schwarzafrikaner, sondern auch Moldawier,
Tschetschenen, Georgier oder Ukrainer, die in großen Strömen ins
Asylparadies Österreich einsickern.
"Wenn Prokop vor diesem Hintergrund ankündigt, nach Kärnten zu Gesprächen
über das Asylthema fahren zu wollen, ist dies die falsche Richtung. In der
Bundeshauptstadt konzentriert sich diese Problematik und droht außer
Kontrolle zu geraten. Statt sich von den NGO´s, die zu einem Gutteil aus der
Flüchtlingsbetreuung wirtschaftlichen Nutzen ziehen, Sand in die Augen
streuen zu lassen, wäre die designierte Innenministerin gut beraten, sich in
Wien vor Ort und aus erster Hand über die Missstände informieren zu lassen.
Ich organisiere gerne für Liese Prokop eine Tour durch Wien, um ihr die
verheerende Sicherheitssituation vor Augen zu führen", so Strache.
Der Obmann der Wiener FPÖ deponierte in diesem Zusammenhang seinen
sicherheitspolitischen Forderungskatalog an Prokop. Dies betreffe vorrangig
mehr Polizisten für Wien, mindestens 1.600, um den Personalstand aus dem
Jahr 1994 zu erreichen. Dazu müsse das Asylgesetz massiv verschärft werden,
eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogenhändlern betrieben werden oder
auch der Abschub krimineller Ausländer tatsächlich gewährleistet sein. Die
Exekutive braucht auch dringend wieder eine Person an der Spitze des
Innenressorts, die sich schützend vor sie stellt und nicht in einem etwaigen
Konfliktfall auf der Seite der Täter steht, so Strache. Ob Prokop dafür
richtig sei, bleibe abzuwarten.
"Mit Prokop hat die ÖVP jedenfalls ein Zeichen in Richtung großer Koalition
gesetzt. Die Freude von Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll und Wiens
Bürgermeister Häupl sei unüberhörbar. Gerade diese rot-schwarze
Regierungskonstellation sei es aber gewesen, welche den Boden für die
katastrophale Sicherheitsentwicklung politisch aufbereitet hat. Die Wiener
FPÖ wird hier ein sehr waches Auge auf die Politik Prokops haben und bei
Fehlentwicklungen in gebotener Deutlichkeit die Stimme erheben", kündigte
Strache an.

DONNERBAUER: SICHERHEIT DER
ÖSTERREICHER MUSS GEWAHRT BLEIBEN
ÖVP-Abg. Mag. Heribert Donnerbauer präsentierte heute, Donnerstag, in
der Aktuellen Stunde des Nationalrats als Beispiel für die Auswirkungen von
illegalem Aufenthalt und Kriminaltourismus den Fall eines polnischen
Ehepaars, das Mitglied eines Schlepperringes ist. Die Mitglieder dieses
Schlepperringes hätten ausnahmslos bestätigt, dass sie Asylwerber in
Traiskirchen abgeholt und "verschoben" haben. "Das zeigt, dass
manche Menschen, die unter dem Vorwand, Schutz vor Verfolgung zu suchen, in
Wahrheit anderes im Sinn haben. Denn sonst würden sie in Österreich bleiben
und sich nicht weiter transportieren lassen", so Donnerbauer. Dieser
Eindruck verstärke sich durch folgende Zahlen: Zwischen Jänner und Oktober
2004 sind 9.246 Asylwerber konkreter strafbarer Handlungen verdächtigt
worden. Das bedeute gegenüber dem Vergleichszeitraum 2003 eine Steigerung um
fast 50 Prozent.
Donnerbauer: "Es geht nicht um Fremdenfeindlichkeit oder darum, Menschen,
die Schutz vor Verfolgung brauchen, zu diskriminieren. Es geht aber darum,
die Sicherheit und berechtigten Interessen der Österreicherinnen und
Österreicher genauso im Auge zu behalten wie jene Menschen, welche die
Asylgesetze, die zu ihrem Schutz dienen, missbrauchen und kriminelle
Handlungen begehen.
Der ÖVP-Abgeordnete forderte die Opposition abschließend auf, konstruktiv
an der in Begutachtung befindlichen Novelle des Asylgesetzes und damit an
der Lösung dieses Problems mitzuwirken, um jenen, die in Österreich Schutz
suchen, diesen auch zu bieten und gleichzeitig die Sicherheitsinteressen der
Österreicherinnen und Österreicher zu wahren.

Phishing-Attacken
gegen Weihnachts-Shopper
Gezippte Trojaner lauern in vorgetäuschten
Online-Shops
Die Webwasher AG
http://www.webwasher.com , Tochter des US-amerikanischen
Content-Security-Spezialisten CyberGuard
http://www.cyberguard.com , warnt vor einer neuen
Phishing-Variante die Online-Shopper auf falsche Seiten locken will.
Da Weihnachtseinkäufe im Internet immer beliebter werden, steigt
laut Webwasher derzeit auch das Phishing-Risiko. Suchmaschinen
liefern daher immer mehr Treffer auf seriös aussehende
Online-Shopping-Seiten mit verlockenden Sonderangeboten. Klickt der
User jedoch auf Links zu Artikelbildern, verbirgt sich dahinter eine
selbstextrahierende Datei, die einen Trojaner auf dem Rechner
installiert. Anschließend lenkt der Malicious-Code auf
Phishing-Seiten, wo dem ahnungslosen Weihnachtseinkäufer
Zugangsdaten und Transaktionsnummern abgeknöpft werden.
"Ein Filter allein ist mittlerweile zuwenig gegen Phishing, da die
heutigen Angreifer immer raffinierter vorgehen", kommentiert Horst
Joepen, CEO von Webwasher. "Um auf der sicheren Seite zu bleiben
empfehlen wir deshalb, eine mehrstufige Strategie bestehend aus
traditionellen URL-Filtern und proaktiven Filtering-Technologien. So
können verdächtige Formate wie ZIP-Archive erkannt und sofort
blockiert werden", so Joepen. |

Wohnungseinbrüche steigen um 61%!
Der effektivste Schutz vor einem Wohnungseinbruch ist nach Ansicht
der Behörden eine Alarmanlage mit lauter Sirene. Doch hohe Kosten und
komplizierter Einbau schrecken viele Österreicher vor einem Einbau ab.
Endlich findet der sicherheitsgewohnte Bürger im Internetshop
www.handyalarm.at die
perfekte Alarmlösung zu einem attraktiven Sensationspreis. Ab Euro 59,--
bietet das Einsteigermodell effektiven Schutz, der kinderleicht selber
einzubauen und zu bedienen ist. Bei unbefugtem Öffnen der Wohnungstüre
ertönt eine laute Sirene (auch während des Schlafes ist die Wohnung vor
Einbrechern gesichert). Dazu informiert die Alarmanlage mit einem
Telefon-Notruf am Handy, um weiteren Schaden zu verhindern. Alle
Alarmanlagen zeichnen sich durch folgende Besonderheiten aus:
- ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis
- einfachste Installation ohne Kabel
- verständliche, deutsche Anleitung und Bedienung
- sicherer Schutz durch 3 Stufen-Alarm
1) sehr laute Sirene
2) Blinksignal der Lampen im Wohnobjekt
3) Alarmnotruf auf 6 frei programmierbare Telefonanschlüsse
(z.B. eigenes Handy oder Nachbar)
Die Bestellung der Alarmanlage erfolgt über den Internet-Shop oder per
Fax, die Lieferung per Post oder man holt die Alarmanlage selber ab.

Schutzgelderpressung
bei österreichischen Websites
Täter drohen mit DDoS-Angriffen
Die Websites von mindestens drei österreichischen
Unternehmen sind in den vergangenen Wochen Opfer von
DDoS-(Distributed Denial of Service)-Attacken geworden. Wie die
Computerwelt
http://www.computerwelt.at heute, Donnerstag, unter Berufung auf
inoffizielle Stellungnahmen der Betroffenen mitteilte, seien bislang
jedoch weder Kundendaten noch die Seiten selbst gefährdet gewesen.
Die ersten gezielten Angriffe sind demnach am Vormittag des 6.
Februars gestartet worden. Nach einer kurzfristigen Belastung der
Server auf rund 30 Prozent, wurden die Opfer per E-Mail zur Zahlung
von 50.000 Dollar aufgefordert, um für den Zeitraum eines Jahres von
Angriffen verschont zu bleiben. Nach 120 Minuten stieg die Belastung
der Server durch die Erhöhung der DDoS-Attacken auf 70 Prozent, kurz
danach auf 98 bis 102 Prozent. Durch den Ausfall der Server
entstanden den Unternehmen erhebliche Kosten durch
Geschäftsausfälle.
"Die österreichischen Behörden können dann aktiv werden, wenn die
Opfer auch Anzeige erstatten", sagte der IT-Experte der
Cyber-Crime-Unit des Bundeskriminalamtes, Markus Blank. "Bei uns hat
Diskretion oberste Priorität", versicherte Blank weiter. Auf
internationaler Ebene arbeite man in solchen Fällen sehr erfolgreich
mit Interpol zusammen. Die Internet Service Provider Austria (ISPA)
planen aus gegebenem Anlass einen speziellen Workshop zum Thema
"Krisenreaktion bei DDoS-Attacken".
Die erstmals bekannt gewordene Bedrohung österreichischer Websites
ist allerdings kein Einzelfall. Bereits im September wurden konkrete
Fälle aus Großbritannien und der Karibik gemeldet. Insgesamt sechs
Erpressungsversuche von Online-Wettbüros wurden zur Anzeige
gebracht. Experten der britischen Hi-Tech Crime Unit vermuten die
Täter in Osteuropa, insbesondere in Russland, da in diesen Ländern
die Verbrechensbekämpfung schwere Defizite in punkto Cybercrime
aufweise. |

Scheibner: Kriminelle Asylwerber:
Realität spricht klare Sprache
Sehr interessant findet es FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner, daß "die
Opposition und die verschiedensten Gruppierungen Statistiken nur dann
glauben, wenn ihnen die Ergebnisse passen. Die Realität spricht aber in der
Frage der kriminellen Asylwerber eine klare Sprache, wenn die Menschen
beispielsweise Drogendealern in Wien in öffentlichen Verkehrsmitteln bei
ihrer "Arbeit" zusehen müssen." ****
"Alle diese Organisationen werden aufgerufen, auch strikt zwischen den
wirklich Hilfebedürftigen, die nicht kriminell werden, da sie froh sind, daß
sie in unserem Land in Sicherheit sind, und jenen, die einfach das System
mißbrauchen, zu unterscheiden. Ich verstehe nur nicht, daß nun versucht
wird, eine sehr bedenkliche Entwicklung zu verharmlosen. Die Situation
zeigt, wie wichtig eine Neuregelung und Verschärfung des Asylrechts ist",
sagte Scheibner.
Auch bei der Bekämpfung der importierten Kriminalität gibt es noch viel zu
tun. In diesem Zusammenhang forderte der freiheitliche Klubobmann eine
Visumspflicht für Menschen aus Ländern, die mittlerweile den Status des
EU-Beitrittskandidaten haben. "Wir sollten überlegen, für Rumänien eine
partielle Visumspflicht einzuführen", so Scheibner.

Biometriesystem soll
Putzfrauen am Stehlen hindern
Reinigungsfirma setzt auf digitale Fingerscans
Mit dem auf Biometrie basierenden Konzept Top
Secure Service Reinigung will das Reinigungsunternehmen ASSA
Objektservice GmbH
http://www.assa.at die Zahl der vom Reinigungspersonal
begangenen kriminellen Vermögensdelikte minimieren. Die
Reinigungskräfte, für deren Qualität ein besonders intensives
Auswahlverfahren sorgen soll, müssen sich beim Kunden per digitalem
Fingerscan identifizieren. Danach erhalten sie einen zeitlich
begrenzten Zutritt zum Objekt, teilte ASSA heute, Donnerstag, mit.
Das Verlassen des Objekts wird dann ebenfalls durch einen Fingerscan
registriert.
"Dieses Produkt ist maßgeschneidert für die vielen sehr sensiblen
Kunden wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Anwälte,
Beratungsunternehmen, Hotels und Lebensmittelindustrie", sagte
ASSA-Eigentümer Roland Singer (Bild). Mit dem System garantiere das
Unternehmen, dass ausschließlich Personal von ASSA Zutritt und
Aufenthalt während der vordefinierten Zeiten hat.
Top Secure Service Reinigung wurde gemeinsam mit dem
Sicherheitsexperten und ehemaligen Leiter der Spezialeinheit Cobra,
Wolfgang Bachler, entwickelt. ASSA beschäftigt rund 500 Mitarbeiter
und erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von mehr
als zehn Mio. Euro. Damit gehört ASSA zu den zehn größten
Reinigungsunternehmen in Österreich. |

Monatliche Kriminalstatistik:
Die aktuelle Statistik weist eine rückläufige Tendenz der angezeigten
Fälle aus. Im März 2004 zeigte die monatliche Kriminalstatistik noch ein
Plus von 9,7% an angezeigten Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Im September
sind es österreichweit nur mehr 0,5%. Besonders erfreulich stellt sich die
Situation in Wien dar. Verglichen mit dem Vorjahr geht die Kriminalität in
Wien mit den ersten 9 Monaten des Jahres 2004 um 5,3% zurück.
Die Aufklärungsquote beträgt österreichweit von Jänner bis September 2004
37,48 Prozent, im Vergleich September zum Vormonat August konnte die
Aufklärungsquote auf 39,1 Prozent gesteigert werden.
Strasser: Österreich ist nach einer aktuellen Studie des
Lausanne-Instituts IMD das sicherste Land der Welt. Diesen Standard gilt es
zu halten und auszubauen. Die Zusammenlegung der Wachkörper wird die
Exekutive noch effizienter machen.
ÖSTERREICH
Bekannt gewordene Fälle Jän-Sept 2003 Jän-Sept 2004 Veränderung in %
Niederösterreich 64.571 72.221 11,8%
Burgenland 8.101 8.567 5,8%
Oberösterreich 57.492 60.325 4,9%
Steiermark 48.971 50.668 3,5%
Vorarlberg 16.043 16.366 2,0%
Tirol 39.580 39.703 0,3%
Salzburg 28.720 28.565 -0,5%
Kärnten 23.213 23.032 -0,8%
Wien 194.225 183.940 -5,3%
ÖSTERREICH GESAMT 480.916 483.387 0,5%
Geklärte Fälle Jän-Sept 2003 Jän-Sept 2004 Veränderung in %
Wien 53.014 48.423 -8,7%
Salzburg 10.641 10.044 -5,6%
Tirol 17.069 16.448 -3,6%
Kärnten 11.244 10.930 -2,8%
Niederösterreich 31.360 31.276 -0,3%
Vorarlberg 8.586 8.566 -0,2%
Oberösterreich 28.908 28.941 0,1%
Steiermark 21.595 22.432 3,9%
Burgenland 3.872 4.093 5,7%
ÖSTERREICH GESAMT 186.289 181.153 -2,8%
Aufklärungsquoten Jän-Sept 2003 Jän-Sept 2004 Veränderung
absolut
Niederösterreich 48,57% 43,31% - 5,26
Oberösterreich 50,28% 47,98% - 2,31
Salzburg 37,05% 35,16% - 1,89
Tirol 43,13% 41,43% - 1,70
Vorarlberg 53,52% 52,34% - 1,18
Kärnten 48,44% 47,46% - 0,98
Wien 27,30% 26,33% - 0,97
Burgenland 47,80% 47,78% - 0,02
Steiermark 44,10% 44,27% 0,17
ÖSTERREICH GESAMT 38,74% 37,48% - 1,26

100.000
Dollar Belohnung nach Datendiebstahl
Gesundheitsdaten 500.000 Militärangehöriger in falschen Händen
TriWest
Healthcare Alliance
http://www.triwest.com hat nun eine Belohnung von 100.000 Dollar für
Informationen augesetzt, die zur Ergreifung und Verurteilung der für den
Diebstahl von Gesundheitsdaten von etwa 500.000 Angehörigen des US-Militärs
und deren Familien Verantwortlichen führen. Am 14. Dezember 2002 war in ein
Büro des Unternehmens eingebrochen worden. Dabei wurden Computer gestohlen, in
deren Datenspeichern vertrauliche und persönliche Angaben zusammen mit Namen,
Adressen, Sozialversicherungsnummern und mit weiteren persönlichen
Informationen abgelegt sind. TriWest managet die Gesundheitsversorgung von
insgesamt 1,1 Mio. aktiven oder bereits in den Ruhestand getretenen
Miltärangehörigen und deren Familien.
http://www.triwest.com/announcement/
Offenbar sind die Daten nicht besonders sicher oder gar nicht verschlüsselt,
weshalb nun zu dem Mittel der Auslobung einer Belohnung gegriffen werden
musste. Nach der Entdeckung des Diebstahles am 16. Dezember wurden Polizei,
Staatsanwaltschaft, FBI und Verteidigungsministerium mit der Ermittlung
befasst, konnten bislang aber weder Täter noch Tatmotiv eruieren.
Falls die Täter nicht bloß an der Hardware sondern an den Daten selbst
interessiert waren, scheint die Belohnung jedoch ziemlich niedrig angesetzt zu
sein. Nicht nur würde ein fremder Geheimdienst wohl deutlich höhere Summen für
Informationen über frühere und gegenwärtige Krankheiten von bestimmen Soldaten
und deren Angehörigen zahlen. Sondern auch für "Identitätsdiebstahl" eignen
sich die Daten hervorragend, zumal sie entsprechend verknüpft gespeichert sein
dürften.
TriWest will nun alle Betroffenen anschreiben und eine eigene Website und
Hotline einrichten. Auch die Federal Trade Commission informiert unter
http://www.consumer.gov/idtheft/index.html über die Gefahren des
"Identitätsdiebstahls" und mögliche Gegenmaßnahmen.

Korrelation: Jugendkriminalität und Umweltverschmutzung
US-Forscher sehen Zusammenhang mit Bleivergiftung
Forscher der
Universität von Pennsylvania in Pittsburgh
http://www.pitt.edu haben
in einer Studie eine Korrelation zwischen der Umweltverschmutzung und der
Jugendkriminalität hergestellt. Untersucht wurden Jugendliche, die straffällig
geworden sind und bei denen extrem hohe Bleiwerte in den Knochen gefunden
wurde, berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk .
Die Wissenschaftler um Herbert Needleman haben 200 Jugendliche von
verschiedenen High-Schools in Pittsburgh und rund 200 jugendliche Straftäter,
die beim Juvenile Court of Allegheny County verurteilt wurden, genauer
untersucht. Mithilfe einer Röntgen-Fluoreszenz-Spektroskopie wurden die
Bleigehalte in Beinknochen gemessen. Die Knochen der Verurteilten wiesen einen
durchschnittlichen Wert von elf ppm (parts per million) auf, während bei
anderen Jugendlichen lediglich 1,5 ppm Blei in ihren Knochen gefunden wurde.
Nach Angaben des Studienleiters zeigt die Untersuchung eine deutliche
Korrelation zwischen dem Bleigehalt und der veränderten Verhaltensweise. In
ärmeren Haushalten sind Kinder zum Beispiel durch schlechte Wasserleitungen,
alte giftige Farben und Anstriche sowie von Abgasen aus dem Straßenverkehr
höheren Belastungen ausgesetzt. "Seit Jahren berichten Kinderärzte davon, dass
Kinder ihr Verhalten nach Bleivergiftungen verändern. Kinder werden aggressiv,
überaktiv und reizbar", so Needleman, der fordert, dass auch in einfachen
Haushalten Wasserleitungen und alte, giftige Farben von den Vermietern
gesetzlich verpflichtend ausgetauscht werden müssten.
Stuart Pocock, Mediziner an der London School of Hygiene and Tropical Medicine,
hatte bereits in den 90-ger Jahren in einer breitangelegten Studie berichtet,
dass erhöhte Bleibelastungen bei Kindern zu niedrigeren IQ-Werten führen.
Pocock weist aber daraufhin, dass geringe Mengen von Blei kaum zu merklichen
Unterschieden führen würden. "Es könnte sein, dass beim Vorliegen einer
Tendenz zur Begehung von Straftaten, diese aus dem Hintergrund, der zur
Straftat führt, stammen kann". Es sei aber extrem schwierig einen kausalen
Zusammenhang zwischen geringer Bleibelastung und behavorialen Problemen zu
ziehen. Unklar bleibt in der Studie die Korrelation der Bleiwerte auf die
Mentalität der Straftäter oder ob nur Jugendliche, die in ärmeren sozialen
Verhältnissen aufwachsen, davon betroffen sind. Nach Meinung verschiedener
Forscher ist hinlänglich bekannt, dass hohe Dosen von Blei toxisch wirken.
Besonders schadet Blei dem Hirnwachstum bei Kindern.

UK veranstaltet ersten Cyber-Crime-Kongress
NHTCU setzt sich für sicheres digitales Umfeld ein
Die National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU)
http://www.nhtcu.org und AKJ
Associates veranstalten derzeit den ersten E-Crime-Kongress Großbritanniens.
Von 9. bis 11. Dezember befassen sich Vertreter von Universitäten, Unternehmen
und öffentlichen Stellen mit Themen wie Cyber-Terrorismus, Hacking und
Computerviren als Gefahrenquellen im Bereich der Online-Information. Die
weltweit wachsende Abhängigkeit von Informationssystemen und Netzwerken stelle
Organisationen im öffentlichen und privaten Sektor immer stärker vor die
Gefahr des Verlustes von Anlagewerten, Umsatz und Reputation sowie Anleger und
Investoren. Diese Entwicklung könne bis zum völligen wirtschaftlichen Ausfall
führen, so die NHTCU.
http://www.e-crimecongress.org/default.asp?nextstep=home
Über den Weg des Internets könne die organisierte Kriminalität bei einem
geringen Risiko einen hohen Profit schlagen, so Len Hynds, Geschäftsführer der
NHTCU. Der Kongress biete der Regierung, der Industrie und der Exekutive die
Möglichkeit, effektive Partnerschaften aufzubauen und somit ein geschütztes
digitales Umfeld zu schaffen.
Die Idee zur NHTCU wurde im November 2000 als Teil der National Hi-Tech
Crime Strategy ins Leben gerufen, die Unit selbst wurde im April 2001 auf
nationaler Basis gegründet. In Großbritannien befasst sie sich als erste
Exekutivbehörde mit der Bekämpfung von computerbasierten Verbrechen.

KRIMINALITÄTSSTATISTIK GIBT AUFSCHLUSS ÜBER SICHERHEIT IN ÖSTERREICH
Sicherheitsbericht über das Jahr 2000 liegt Parlament vor
Noch detaillierter und umfassender als bisher ist der Sicherheitsbericht für
das Jahr 2000, den die Bundesregierung dem Parlament vorgelegt hat,
ausgefallen. Auf rund 770 Seiten wird die innere Sicherheit dargestellt.
KRIMINALITÄTSBERICHT
Bekannt geworden sind in Österreich vom Feber bis Dezember 2000 516.929
strafbare Handlungen, davon waren 42.733 Delikte im Straßenverkehr. Die
Gesamtzahl der Verbrechen belief sich auf 104.489 (Aufklärungsquote 35 %), die
Gesamtzahl der Vergehen 412.440 (Aufklärungsquote 52,2 %). Die
gesamtösterreichische Aufklärungsquote betrug 48,7 %; am höchsten war sie in
Vorarlberg mit knapp 60 %, am niedrigsten in Wien mit etwa 37 %.
14,4 % aller gerichtlich strafbaren Handlungen wurden von 14- bis unter
19-Jährigen, 19,6 % von 19- bis 25-Jährigen, 36,1 % von 25- bis 40-Jährigen
und 29,9 % von Personen ab 40 Jahre begangen.
Österreichweit wurden gegen Leib und Leben 92.932 (davon 441 Verbrechen),
gegen fremdes Vermögen 353.385 (davon 96.894 Verbrechen) und gegen die
Sittlichkeit 3.642 (davon 1.517 Verbrechen) strafbare Handlungen gesetzt.
Neu aufgenommen in diesem Bericht ist die Täter - Opfer-Beziehung bei den
strafbaren Handlungen: 5.600 strafbare Handlungen gegen Leib und Leben gehen
auf familiäre Beziehungen in Hausgemeinschaft, über 8.000 auf ein
Bekanntschaftsverhältnis und knapp 3.000 auf eine Zufallsbekanntschaft zurück.
Das Bekanntschaftsverhältnis spielt auch bei den strafbaren Handlungen gegen
die Freiheit und gegen die Sittlichkeit eine besondere Rolle, gehen doch über
1.000 strafbare Handlungen gegen die Freiheit und 580 strafbare Handlungen
gegen die Sittlichkeit auf das Bekanntschaftsverhältnis zurück; familiäre
Beziehungen in Hausgemeinschaft waren bei 715 strafbare Handlungen gegen die
Freiheit und bei 356 strafbaren Handlungen gegen die Sittlichkeit
ausschlaggebend.
Vom Feber bis Dezember 2000 wurden in Österreich nicht ganz 42.240 fremde
Tatverdächtige festgestellt. Davon waren knapp 15 % Jugoslawen, 13 % Türken,
10 % Deutsche und 9 % Personen aus Bosnien- Herzegowina.
EXTREMISMUS UND TERRORISMUS
Die kurdische terroristische Organisation PKK stand im Jahr 2000 ganz im
Zeichen der neuen Linie der Organisation, die Gewaltverzicht, Frieden,
Demokratie und Freiheit für Öcalan propagierte. Obwohl Veranstaltungen und
Schulungen durchgeführt wurden, um auch die Basis von der neuen politischen
Linie zu überzeugen, konnte unter den PKK- Anhängern ein abnehmendes Interesse
an der Organisation festgestellt werden, heißt es im Bericht.
Hinsichtlich des islamischen Extremismus war die Situation gegenüber den
Vorjahren im Wesentlichen unverändert. Die meisten der etwa 300.000 in unserem
Land aufhältigen Moslems sind Anhänger eines gemäßigten Islam und respektieren
die österreichischen Gesetze.
Aufgrund der Eskalation der Gewalt in Israel und in den Palästinensergebieten
ab September 2000 war auch bei uns eine zunehmende Emotionalisierung innerhalb
der palästinensischen Szene zu erkennen. Aber seit dem 27.12.1985 (Anschlag
auf den Flughafen Wien- Schwechat im Bereich des Abfertigungsschalters der
israelischen Fluggesellschaft EL AL) wurde kein weiterer Anschlag der
palästinensischen Terrorszene verübt; es gibt derzeit auch keine Hinweise auf
das Bestehen von Strukturen palästinensischer Terrororganisationen in
Österreich. - Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, ist dem Bericht zu
entnehmen, dass so genannte "Schläfer" einer radikalen Terrororganisation auf
"Abruf" bereitstehen.
Die Sicherheitslage in Bezug auf die serbische und kosovarische Diaspora in
Österreich entspannte sich nach dem Ende des Kosovo- Krieges im Jahr 1999
deutlich. Im Verlauf des Jahres 2000 fanden kaum mehr Demonstrationen oder
sonstige politische Aktivitäten der beiden Volksgruppen statt.
Im Zusammenhang mit der Bekämpfung rechtsextremer Aktivitäten wurden im Jahr
2000 bundesweit 450 Anzeigen (1999: 717) erstattet.
Die Zahl der strafbaren Handlungen von radikalen und gewaltbereiten
Tierschützern nahm im Jahr 2000 zwar weiter ab, aber es wurde ein
beträchtlicher Sachschaden verursacht.
SUCHTMITTELKRIMINALITÄT
In unserem Land wurden 17.568 Anzeigen wegen Zuwiderhandlung gegen die
Strafbestimmungen des Suchtmittelgesetzes für Suchtgifte an die Justizbehörden
erstattet; dies stellt gegenüber 1999 einen Anstieg um 2 % dar. Während in
Vorarlberg, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich ein Rückgang der Anzeigen
registriert werden konnte, war in den übrigen Bundesländern ein Anstieg
zwischen knapp 10 % und 40 % zu verzeichnen.
Sichergestellt wurden: 1.560 kg Cannabiskraut, 244 kg Cannabisharz, 231 kg
Heroin, 20 kg Kokain, 865 LSD-Trips und 162.100 Stück Ecstasy.
Es gab 227 Drogenopfer (1999: 174). Davon waren 183 männlichen (1999:
126), 44 weiblichen (1999: 48) Geschlechts. In der Altersgruppe der unter
20-Jährigen waren 32 % der Opfer weiblich.
ORGANISIERTE KRIMINALITÄT
Internationale Kfz-Verschiebungen sind nach wie vor ein wesentliches
Betätigungsfeld organisierter Tätergruppen. Im Jahr 2000 wurden insgesamt
6.514 Kfz-Entfremdungen angezeigt, wovon 3.505 Fahrzeuge nicht wieder
aufgefunden wurden.
ROTLICHTBEREICH
Im Bundesgebiet wurden 589 Lokale erfasst, in denen Prostitution ausgeübt
wurde, 2.408 Frauen waren offiziell als Prostituierte registriert.
Verschiedene Indikatoren wie die Kontaktanzeigen in einschlägigen Magazinen
und in Tageszeitungen sowie die stichprobenartigen Kontrollen bordellartiger
Betriebe weisen aber darauf hin, dass es mehr als drei- bis viermal so viele
Geheimprostituierte gibt. In Wien arbeiten etwa 1.000 nicht registrierte
Animiermädchen in solchen Lokalen, aber auch auf dem so genannten
"Babystrich", davon 40 % bis 60 % aus dem Ausland.
SCHLEPPEREI
Von den österreichischen Sicherheitsdienststellen wurden 2000 18.495 Aufgriffe
registriert; dies entspricht einem Anstieg um 2.699 Amtshandlungen gegenüber
dem Jahr 1999. Im Zuge der Amtshandlungen wurden an Österreichs Grenzen bzw.
im Bundesgebiet 45.730 Personen, Organisatoren, Schlepper, Beitragstäter,
Geschleppte sowie illegale Grenzgänger, angehalten.
Von den Aufgegriffenen kamen knapp 15.000 Menschen über Binnengrenzen,
insbesondere aus Italien, nach Österreich. Dabei handelt es sich vorwiegend um
rumänische und ukrainische Staatsangehörige.
Die Herkunftsländer der illegalen Migranten sind Rumänien, Ukraine,
Afghanistan, Jugoslawien, Irak, Iran, Moldawien, Indien, Polen und China. Die
Abwanderung aus diesen Regionen erfolgte - wie schon in den Jahren zuvor - zu
je einem Drittel aus wirtschaftlichen und persönlichen Gründen
(Familienzusammenführung). Weitere Gründe bildeten politische Verfolgung,
Flucht aus Kriegsgebieten und Strafverfolgung im Heimatland.
NUKLEARKRIMINALITÄT
In Österreich gab es im Jahr 2000 7 Verdachtsfälle wegen des illegalen Handels
mit nuklearen oder radioaktiven Materialien. International gab es 52 Fälle von
illegalem Handel mit Kernmaterialien oder anderen radioaktiven Quellen, welche
durch das IAEO-Meldeverfahren im Rahmen des Programms "Illicit Trafficking"
registriert wurden. Der Hauptschwerpunkt der Nuklear-Schmuggelfälle liegt in
Russland, in Osteuropa und im Baltikum.
FALSCHGELDKRIMINALITÄT
Im Berichtsjahr wurde ein Ansteigen von Kopierfälschungen österreichischer
Banknoten verzeichnet mit einer Gesamtsumme von 1,3 Mill. S. Echte
Druckfälschungen von österreichischen Banknoten wurden nicht registriert.
KFZ-ENTFREMDUNGEN
Bei den Kfz-Entfremdungen ist seit 1999 ein Anstieg zu verzeichnen. Über 6.500
Kfz-Entfremdungen sind im EKIS aufgenommen; 3.500 Fahrzeuge konnten bis dato
nicht aufgefunden werden. Der Anstieg bei den Fahrzeug-Diebstählen ist - wird
im Bericht vermutet - auf eine relativ oft gelungene Überwindung der
elektronischen Wegfahrsperren bei den Marken Audi und VW zurückzuführen.
DNA-DATENBANK
Mit Einführung der DNA-Analyse wurde die Effizienz der Erhebungen und die
Schnelligkeit der Verbrechensaufklärung gesteigert. Im Zeitraum 1.10.1997 bis
31.12.2000 wurden insgesamt 32.334 Mundhöhlenabstriche bei
erkennungsdienstlichen Behandlungen abgenommen und 6.617 Tatortspuren
gesichert, ausgewertet und in den DNA-Datenbanken erfasst. Der Datenabgleich
ergab Hinweise auf 747 Tatverdächtige, denen mehr als 1.040 Delikte
zuzurechnen sind.
VON EKIS, AGIS, GREKO UND AIS
Das Elektronische Kriminalpolizeiliche Informationssystem (EKIS) verzeichnete
eine bedeutende Zunahme der Anfragen. Gab es 1996 noch knapp 18,5 Millionen
Anfragen, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 50,1 Millionen.
Im Rahmen des AGIS (Automationsunterstütztes Grenzinformationssystem) wurden
von den Finanzlandesdirektionen und den Grenzkontrollen, der Bundesgendarmerie
und Bundespolizei die erzielten Fahndungserfolge statistisch festgehalten.
Waren 1992 noch 443.200 Anfragen zu verzeichnen, gab es 1996 bereits über 2
Millionen und im Berichtsjahr über 14 Millionen.
Von den im AGIS registrierten Anfragen wurden 10,2 Millionen Anfragen durch
Grenzkontrollstellen (GREKO) gestellt.
Im AIS-Asylwerberinformationssystem - darin sind Informationen über die
Asylwerber gespeichert - waren mit Stand 31.12.2000 2.886 bundesbetreute
Personen gespeichert.
ASYLWESEN
18.284 Fremde stellten im Jahr 2000 einen Antrag auf Gewährung von Asyl. Die
Asylwerber stammten aus 97 Ländern, die meisten Anträge (4.205) stellten
Afghanen, gefolgt von Iranern (2.559) und Indern (2.441).
Mit Stand 31.12.2000 wurden 3.233 Personen (Asylwerber und
Konventionsflüchtlinge) betreut. Sie waren in den Betreuungseinrichtungen des
Bundes in Traiskirchen, Vorderbrühl, Reichenau, Bad Kreuzen, Thalham und in
der Wiener Nussdorferstraße sowie in 75 privaten Beherbergungsunternehmen
untergebracht.
STAATSBÜRGERSCHAFTS- UND PASSWESEN
24.645 Fremden wurde im Jahr 2000 die österreichische Staatsbürgerschaft
verliehen.
Ausgestellt wurden 1,3 Millionen Reisepässe und 83.860 Personalausweise.
UNFALL- UND VERKEHRSSTATISTIK
Bei 42.126 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 54.929 Personen
verletzt und 976 Personen getötet. Wie in den Vorjahren war die nicht
angepasste Fahrgeschwindigkeit (36 %) die Hauptursache der tödlichen
Verkehrsunfälle. Eine Alkoholisierung hat es bei 5,5 % der Unfälle gegeben.
Die tödlichen Verkehrsunfälle wurden zu 63,5 % von Pkw-Lenkern, zu 11 % von
Motorradlenkern, zu 5 % von Radfahrern und zu knapp 4 % von Mopedlenkern
verursacht.
42 % aller tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich auf Bundes-, 26 % auf
Landesstraßen, über 15 % auf Autobahnen und Schnellstraßen und über 16 % auf
Gemeinde-, Bezirks- und sonstigen Straßen.
129.670 Atemluftalkoholuntersuchungen wurden von der Exekutive durchgeführt;
das sind um 6 % mehr als 1999. In 42.500 Fällen wurde Anzeige wegen Lenkens
eines Pkw in alkoholbeeinträchtigtem Zustand erstattet; 24.750 Führerscheine
wurden vorläufig abgenommen.
Für rund 25.500 Interventionen bei Straßenverkehrsunfällen mit Sachschaden
haben die Exekutivbeamten bundesweit Kostenersätze in der Höhe von 14 Mill. S
eingehoben.
KRIMINALITÄT IM SPIEGEL DER STRAFRECHTSPFLEGE
Die Staatsanwaltschaften haben im Berichtsjahr 62.898 Straffälle gegen
bekannte und 91.045 gegen unbekannte Täter erledigt. 154.685 Anzeigen waren
neu angefallen und 8.807 anhängig übernommen worden.
Von den österreichischen Gerichten wurden 41.624 Personen rechtskräftig
verurteilt; das bedeutet gegenüber dem Jahr 1999 einen Rückgang um knapp ein
Drittel.
Einen leichten Rückgang verzeichneten auch die Verurteilungen von
Jugendlichen. Im Berichtsjahr 2000 wurden 3.720 14- bis 19-Jährige
rechtskräftig verurteilt. Von den Verurteilungen der Jugendstraftäter betraf
etwas weniger als die Hälfte strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen; der
Anteil der Verurteilungen wegen Körperverletzung sank leicht.
Insgesamt wurden 6.477 Strafgefangene aus dem Strafvollzug bedingt oder
unbedingt entlassen, davon 1.104 aufgrund einer gerichtlichen bedingten
Entlassung.
5 Männer mit lebenslanger Freiheitsstrafe sind auf Probe entlassen worden; 4
von ihnen hatten zwischen 10 und 20 Jahren, einer mehr als 20 Jahre in
Strafhaft zugebracht.
