Neue Ausstellungen im Karikaturmuseum
Krems 2005
Start mit umfassender Erich Sokol-Retrospektive am 20. März
Neben der ständigen - und immer wieder erneuerten - Dauerausstellung "Die Welt
des Manfred Deix" und der noch bis 29. Mai anlässlich des
Staatsvertragsjubiläums laufenden Schau "Ironimus - Das wahre Österreich" zeigt
das Karikaturmuseum Krems im Jahr 2005 vier weitere hochkarätige Ausstellungen.
Den Beginn macht ab 20. März eine mit rund 150 Arbeiten umfassende Erich
Sokol-Retrospektive unter dem Titel "Machtspiele". Diese erste Überblicksschau
seit dem Tod des Cartoonisten 2003 fußt auf den im Vorjahr vom Land
Niederösterreich aus dem Nachlass erworbenen Werken und auf den Beständen der
Privatstiftung Erich Sokol (bis 28. August 2005).
Ab 5. Juni wird ein bisher unveröffentlichtes Buchprojekt des Zeichners
Wilfried Zeller-Zellenberg aus den fünfziger Jahren präsentiert, das die
russische Besatzungszeit zum Inhalt hat (bis Frühjahr 2006).
Ab 11. September geht "Erotik in der Karikatur" mit rund 120 Werken
internationaler Provenienz den expliziten Formen der erotischen Karikatur auf
unterschiedlichsten Ebenen nach. Den Großteil der Arbeiten bilden Leihgaben der
Collection Spiesshofer, erstmals nach Rom und New York sind auch erotische
Zeichnungen von Federico Fellini aus der Sammlung Bulgari zu sehen (bis März
2006).
Die letzte Ausstellung des Jahres 2005 widmet sich ab 13. November
Karikaturen und satirischen Zeichnungen von Lyonel Feininger und Eduard Thöny,
zwei Meistern der Malerei des 20. Jahrhunderts (bis März 2006).
Nähere Informationen beim Karikaturmuseum Krems unter 02732/90 80 20, e-mail
office@karikaturmuseum.at und
www.karikaturmuseum.at.

Häuslbauermesse in Krems
Immer mehr ÖsterreicherInnen erfüllen sich den Traum von den eigenen vier
Wänden und errichten ihr individuell geplantes Eigenheim. Der Weg dorthin ist
aber oft von vielen Hürden und Mühen gepflastert, und erst im Nachhinein erkennt
man Fehler, die bei besserer Information zu verhindern gewesen wären. Die
Häuslbauermesse, die bereits zum sechsten Mal von Freitag, 28., bis Sonntag, 30.
Jänner, täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Messegelände in Krems stattfindet,
bietet die Gelegenheit, diese Fehler durch Informationen aus erster Hand zu
vermeiden. Auf über 4.000 Quadratmeter Fläche bietet die Messe in zwei Hallen,
dem Stadtsaal und einem Zelt Informationen über die Themen Neubau, Umbau,
Renovieren und Energiesparen. Über 100 Firmen präsentieren Neuheiten und
Altbewährtes aus ihrem Produktsortiment. Auch jede Menge Beratung, etwa, wie und
wo man Förderungen lukrieren kann, wird geboten. Vorträge zur neuen
Wohnbauförderung in Niederösterreich runden das Programm ab.

Winzer Krems präsentieren die Weine für
den Wiener Opernball 2005
Am 3. Februar 2005 findet der Höhepunkt der Ballsaison, der Wiener
Opernball, statt. Heimische und internationale Prominenz aus Wirtschaft,
Politik, Kultur und Kunst wird an diesem schillernden Fest in der Staatsoper
teilnehmen. Der Opernball ist eine einzigartige Plattform, die den hohen
Qualitätsstandard heimischer Produkte - wie die Spitzenweine der Winzer Krems -
und die österreichische Lebensart eng miteinander verbindet. Dieses Jahr werden
exklusiv für den Opernball die Weine Goldberg Grüner Veltliner 2004, Chardonnay
2003, Gelber Muskateller 2003, Kremsleiten Riesling 2003 und Blauer Zweigelt
2003 ausgeschenkt. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien unterstützt
Winzer Krems bei der Präsentation ihrer Weine für den Opernball 2005.
"Wir machen Kultur erlebbar und für die Bevölkerung nachhaltig zugänglich!"
Mit diesen Worten eröffnet Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Christian Konrad die
Pressekonferenz und anschließende Weinpräsentation der Winzer Krems am 10.
Jänner 2005 im Wiener Raiffeisenhaus. Der Gastgeber bekräftigt damit das
kulturelle und gesellschaftspolitische Engagement der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien.
"Für uns ist es selbstverständlich, dass wir die Winzer Krems bei der
Präsentation ihrer Spitzenweine für den Opernball 2005 unterstützen. Denn nicht
nur der Opernball, sondern auch der niederösterreichische Wein hat hohen
kulturellen Stellenwert. Diese Kulturgüter gilt es zu unterstützen."
Für den niederösterreichischen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist die
Tatsache, dass heuer erneut Weine der Winzer Krems am international bekanntesten
Ball Österreichs ausgeschenkt werden, ein weiterer Beweis für das gestiegene
Renommee des Weinlands Niederösterreich. Pröll: "Wir sind wirklich stolz, dass
die Winzer Krems ihre Niederösterreichischen Spitzenweine beim Opernball 2005
einem internationalen Kreis präsentieren und zeigen können, dass der
österreichische Wein zu den Besten der Welt gehört, der im In- und Ausland sehr
geschätzt wird."
1.360 Spitzenwinzer des Traditionsbetriebes "Winzer Krems - Sandgrube 13"
bürgen für die Qualität der Weine, die exklusiv für den Opernball 2005
produziert wurden: der Grüne Veltliner "Kremser Goldberg", der Riesling "Kremser
Kremsleiten", ein "Gelber Muskateller", ein Chardonnay sowie der Rotwein "Blauer
Zweigelt". Außer am Wiener Opernball werden diese speziellen Weine nur ab Hof
bei Winzer Krems verkauft. "Für uns ist es eine Ehre und eine Bestätigung
zugleich, dass wir bereits zum vierten Mal vom Organisationskomitee des Wiener
Opernballs eingeladen wurden, unsere Weine bei diesem internationalen
bedeutenden kulturellen Ereignis vor Ort zu präsentieren", ist Direktor Franz
Ehrenleitner, Geschäftsführer der Winzer Krems, stolz. Die Winzer Krems, die
kürzlich mit dem Kunstsponsoringpreis MAECENAS 2004 ausgezeichnet wurden, sind
Österreichs größte Qualitätsweinproduzenten (990 Hektar). Die Vermarktung
erfolgt zu 75 % in Österreich, 25 % der Ernte wird exportiert.
Dkfm. Elisabeth Gürtler, langjährige Leiterin des Wiener Opernballs, sieht
die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung immer mehr in den Vordergrund
rücken: "Der Opernball hat sich über Jahrzehnte hinweg zu einem bedeutenden
Wirtschaftsfaktor in Wien entwickelt. Der Werbeeffekt für den österreichischen
Tourismus ist enorm und reicht weit über Europa bis in die USA, Japan und nach
China". Die Internationalität wird auch durch die Besetzung der Debütantenpaare
unterstrichen: Heuer werden zwei japanische, ein chinesisches und ein englisches
Debütantenpaar den Opernball 2005 am 3. Februar eröffnen. Grund genug für die
englische BBC ein eigenes Team nach Wien zu schicken, um den Ball der Bälle zu
filmen.

Neuer Bezirkshauptmann für Krems
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verabschiedete heute in der Dominikanerkirche in
Krems Dr. Gerhard Hetzer, der seit 1989 Bezirkshauptmann von Krems war. Der
Jurist (Jahrgang 1942) trat 1970 in den NÖ Landesdienst ein.
Seit 1. Jänner dieses Jahres ist Dr. Werner Nikisch, der von Pröll heute
vorgestellt wurde, neuer Bezirkshauptmann von Krems. Nikisch, 1947 in Gmünd
geboren, absolvierte das Jus-Studium und wurde 1971 in den NÖ Landesdienst
aufgenommen. Er wirkte zunächst als Jurist in der Bezirkshauptmannschaft Horn
und war bereits 1972 auf der Bezirkshauptmannschaft Krems tätig. Ab 1983 war er
stellvertretender Bezirkshauptmann von Wien-Umgebung, 1992 wurde er
Bezirkshauptmann von Zwettl.
"Bezirkshauptleute müssen exzellente Juristen mit Managerqualitäten sein",
betonte Landeshauptmann Pröll. Werner Nikisch verfüge über diese Anforderungen
und sei damit Garant dafür, dass die exzellente Arbeit im Bezirk Krems
fortgesetzt werde. "Die Bezirkshauptmannschaften haben sich zu den
bürgernahesten Landesbehörden entwickelt und sind das Aushängeschild unserer
Landesverwaltung", so Pröll. Hier werde der Grundsatz "Näher zum Bürger,
schneller zur Sache" praktiziert. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung, so eine
Umfrage, seien mit der Arbeit der Verwaltung mehr als zufrieden und 83 Prozent
der Befragten sagen, dass das Land auf dem richtigen Weg sei. Pröll: "Eine
sparsame, serviceorientierte und bürgernahe Verwaltung ist ein wichtiger
Standortfaktor im internationalen Wettbewerb. Aus diesem Grund wurden die
Bezirkshauptmannschaften im Zuge der Verwaltungsreform aufgewertet und mit
Bürgerbüros ausgestattet." Das Land habe es sich zum Ziel gesetzt,
Erweiterungsgewinner Nummer ein zu werden und brauche dazu eine effiziente und
schlanke Verwaltung.

Wanderausstellung "Alles im Griff?" startet in Krems
"Wir haben für die Suchtprävention in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr
heuer die Ausgaben verdoppelt - ca. 15 Millionen Schilling (1.090.092 Euro)
stehen zur Verfügung. Davon wird ein Großteil für die Streetwork-Projekte in
St.Pölten, Mödling und Wiener Neustadt ausgegeben: Facheinschlägig ausgebildete
Sozialarbeiter suchen Jugendliche in ihrer Lebenswelt (z.B. auf Straßen, in
Parks, in Diskotheken, Clubbings etc.) auf, informieren sie über Suchtgefährdung
und animieren zu sinnvoller Freizeitgestaltung", stellt
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop anlässlich der Ausstellung über
Sucht und Suchtvorbeugung "Alles im Griff?" fest, die ab 8. November im Rathaus
Krems gezeigt wird und in den nächsten zwei Jahren durch alle
niederösterreichischen Bezirke wandern soll.
Sucht ist eine weithin unterschätzte Krankheit, kein gesellschaftliches
Randproblem. Eine Suchterkrankung kann jeden Menschen treffen. Es gibt
Möglichkeiten - persönliche und gesellschaftliche -, sich und andere davor zu
schützen. Die von der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ konzipierte Ausstellung
ist vor allem der Suchtvorbeugung gewidmet und für Jugendliche ab dem 12.
Lebensjahr geeignet.
Präsentiert werden "alltägliche" Süchte (z.B. Alkohol, Medikamente, Nikotin)
sowie handlungsbezogene Suchtformen (z.B. Essstörungen, Arbeits-, Spiel-,
Konsumsucht), wobei auch der Konsum illegaler Drogen thematisiert wird. Die
Ausstellung bietet zeitgemäße Information zu Entstehung, Merkmalen und
Mechanismen von Süchten und veranschaulicht moderne Suchtvorbeugung anhand
vielfältiger Beispiele (Projekte, Jugendkultur, Freizeitgestaltung).
In einem eigenen Animationsbereich können einzelne Ausstellungsschwerpunkte für
Gruppen (SchülerInnen, Jugendliche, Vereine, Betriebe etc.) inhaltlich und
methodisch auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt auch in Seminarform
vermittelt werden.
Prof. Kurt Fellöcker, Leiter der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ, erläutert
die Bedeutung dieser neuen Ausstellung: "Diese Ausstellung soll die
Kommunikation über das Thema Sucht fördern. Sie soll zu persönlicher
Auseinandersetzung mit diesem Phänomen anregen und Möglichkeiten geben, eine
Sensibilität zu Fragen der Suchtvorbeugung zu entwickeln. Viele Module und
Projekte in dieser Ausstellung sind nicht als vorgegebene Rezepte gegen Sucht zu
verstehen, sondern als Lösungsansätze."
In Krems läuft die Ausstellung "Alles im Griff?" vom 8. bis 25. November,
Führungen werden Donnerstag und Freitag von 10 bis 15 Uhr, Samstag und Sonntag
von 12 bis 18 Uhr angeboten. Der Eintritt und die Führung sind kostenlos.
Kontakt für Führungen und/oder spezielle Gruppenseminare:
Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ, Telefon 02742/314 40, e-mail
info@fachstelle.at.

"Tolles Kulturjuwel und Beitrag zu einer humanistischen Welt"
In Krems eröffnete heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll offiziell nach rund
einem Jahr Bauzeit Österreichs erstes Karikaturmuseum. Pröll betonte dabei, es
sei ein besonderer Tag für Niederösterreich, das um ein tolles Kulturjuwel
reicher geworden sei und damit einmal mehr unter Beweis stelle, dass es ein
offenes, lebendiges und kulturbewegtes Land sei. Zudem sei das Karikaturmuseum
auch von der Architektur her eine tolle Belebung für Niederösterreich bzw. seine
Kulturhauptstadt Krems und erfülle voll und ganz die Verpflichtung, heute so zu
bauen, dass die künftigen Generationen auf die heutige Gestaltung stolz sein
können. In ernster werdenden Zeiten erfülle dass Karikaturmuseum zudem die
Funktion einer Oase des Humors, in der die Menschen auftanken und neue Kraft
schöpfen können. Solcherart sei es auch ein Beitrag zu einer humanistischen
Welt. "Wer über sich selbst lachen kann, hat sich selber gefunden und nimmt
keine Waffe zur Hand", so der Landeshauptmann abschließend.
Österreichs erstes Museum, in dem gelacht werden muss, bietet, nach Plänen von
Gustav Peichl errichtet, an der Kunstmeile in Krems auf 550 Quadratmetern
Ausstellungsfläche wechselnde Präsentationen zu Karikatur, Satire und kritischer
Grafik. Zur Eröffnung sind drei Ausstellungen zu sehen: "Alles Karikatur"
versammelt die international bedeutendsten Karikaturisten der letzten 100 Jahre
in Originalwerken, die beiden weiteren Ausstellungen widmen sich dem Werk von
Ironimus Gustav Peichl und Manfred Deix. In Zukunft soll es zwei bis drei
Wechselausstellungen pro Jahr auf internationalem Niveau geben

Kremser Hafen um 240 Millionen Schilling ausgebaut
Der Hafen Krems ist auf dem besten Weg, einer der bedeutendsten Knotenpunkte der
Wasserstraße Donau in Österreich zu werden. Die Voraussetzungen dafür wurden mit
einem umfangreichen Investitionsprogramm geschaffen, das neben der Verlängerung
der Kai Mauer Nord, auch die Erneuerung und Erweiterung der Gleisanlagen, die
Anschaffung leistungsfähiger Krananlagen und die Errichtung von Lagerflächen
etc. beinhaltet. Inklusive des neuen Containerterminals wurden von der Kremser
Hafen- und Industriebahn Gesellschaft mbH und der Stadt Krems mit Unterstützung
des Landes, des Bundes und der EU seit 1994 240 Millionen Schilling investiert.
Weitere 120 Millionen Schilling haben hier der operative Partner, die im Hafen
ansässigen Firmen der MIRKA Gruppe, für Lagerhallen, Lagerflächen, EDV-Hard- und
Software usw. aufgewendet.
Der Abschluss dieses Investitionsprogramms, dem in den kommenden Jahren noch
weitere folgen sollen, wurde heute mit einem Hafenfest gefeiert. Neben
zahlreichen Geschäftspartnern und Kunden waren auch Vertreter aus der Wirtschaft
und Politik gekommen. Die Festredner zeigten sich zuversichtlich, dass mit dem
Ausbau des Hafens Krems ein wichtiger Schritt gemacht wurde, die enormen
Kapazitäten der Donau für den Güterverkehr stärker zu nutzen als bisher. Darüber
hinaus habe Krems einmal mehr gezeigt, welches Potenzial, welche wirtschaftliche
Leistungskraft und welche Attraktivität diese Stadtgemeinde als
Wirtschaftsstandort hat, meinte Landesrat Gabmann. Dieses Engagement im Hafen
Krems sei auch ein Spiegelbild für die wirtschaftliche Entwicklung im Land und
trage dazu bei, Niederösterreich unter die Top Regionen Europas zu führen.

Denkmalamt: Rätsel um den Hadersdorfer Fund
Nach dreijähriger Restaurierungstätigkeit und wissenschaftlicher Bearbeitung
sind die Rätsel um den Aufsehen erregenden "Hadersdorfer Fund" aus den Jahren
1997/98 noch immer nicht gelöst. Allerdings kann man die geheimnisvollen
Gegenstände aus der Bronzezeit (1900 bis 1600 v. Chr.) jetzt erstmals
betrachten: Das Bundesdenkmalamt zeigt den Fund im Rahmen der Ausstellung
"Gerettet:
archäologische Schätze Österreichs" bis 25. November im Weinstadtmuseum in der
Kremser Dominikanerkirche. Die Eröffnung findet heute Abend um 18.15 Uhr im
Rahmen der heuer vom 10. bis 14. September in Krems stattfindenden
Österreichischen Konservatorentagung statt.
Der Hadersdorfer Fund gibt Rätsel auf: Rund 100 kleine Tongefäße mit Farbresten,
Tonkugeln, pfeilspitzenartige Gegenstände sowie Tonplastiken in Form von
Menschenmasken und Tierköpfen wurden gefunden. Größtes Objekt ist ein
vogelförmiges Tongefäß mit menschlichem Kopf, in dessen Hohlkörper sich weitere
Tonobjekte und Gegenstände aus reinem Kupfer befanden: eine Pfeilspitze, ein
herzförmiger Anhänger, zwei Ringe sowie eine Säge.
Wozu diese Objekte verwendet und weshalb sie sorgsam deponiert wurden, weiß noch
niemand zu sagen. Dr. Christa Farka, Archäologin im Bundesdenkmalamt: "Es dürfte
sich um einmalige Zeugnisse ritueller Praktiken der Frühbronzezeit handeln. Der
geistige und kulturelle Hintergrund ist bisher in Mitteleuropa unbekannt."
Das Hadersdorfer Beispiel zeigt wie andere, noch nie gezeigte archäologische
Funde aus Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes Methoden, Ziele und
Ergebnisse der archäologischen Denkmalpflege. Dokumentiert wird aber auch, dass
bei zahllosen Bauarbeiten Zeugnisse vergangenen Lebens unwiederbringlich
verloren gehen. Farka: "Das ist bedauerlich, sind doch die Archive im Boden
oft die einzigen Quellen, aus denen man Erkenntnisse über Lebensweisen, Arbeit,
Sitten und Gebräuche gewinnen kann. Für Zeiten mit schriftlicher Überlieferung
bilden archäologische Sachquellen eine wesentliche Ergänzung."
Weinstadtmuseum Krems: "Gerettet: archäologische Schätze Österreichs", 12.
September bis 25. November, geöffnet jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18
Uhr. Auskünfte: 01/534 15-267.

"Symphonie der Sinne"
Im Weinstadtmuseum in Krems findet in der Zeit vom 14. bis 16. September eine
"Symphonie der Sinne" statt, die von den Veranstaltern als "orgiastisches
Barock-Erlebnis" angekündigt wird. "Symphonie der Sinne" soll ein ganzheitliches
Erlebnis eines Kulturspektakels initiieren, so dass die normalerweise mehr oder
weniger passiven Zuhörer bzw. Zuschauer durch Aktivieren aller ihrer Sinne zu
Miterlebenden werden, als Regisseur und Autor zeichnet Wolfgang A. Bartko
verantwortlich.
An Aktionen vorgesehen sind u.a. ein Parcours der Sinne, ein Labyrinth aus mit
Duftplättchen behängten Pflanzen und Stellwänden, ein Duftspiel mit
Basisduftnoten verschiedener Weine, ein Labyrinth-Partnerspiel, versteckte
Videos mit den berühmtesten Lachszenen aus "Dick & Doof" u.a., Graffitis aus
Kaolinsand und ein "Handschmeichler". Barockmusik, Tänzer als Schattenspiel,
Dichter im Schattenriss, live gemalte und anschließend für "Licht ins Dunkel"
versteigerte Bilder, ein Feuerwerk und ein Buffet mit "orgiastischen
Dekorationen" aus der Barockzeit runden das Spektakel ab.

Wachaufilmfestival in der Kremser Altstadt
Krems ist auch heuer wieder Schauplatz des Wachaufilmfestivals, das diesmal vom
4. bis 8. September am Dominikanerplatz stattfindet. Insgesamt fünf Filme werden
bei der fünften Auflage dieses Festivals gezeigt und bringen jeden Filmabend
Stimmung und Unterhaltung in die Kremser Altstadt. Der Auftakt erfolgt mit dem
Film "Überfall" mit Roland Düringer in der Hauptrolle, des weiteren sind Filme
wie "Lang lebe Ned Devine", "Schwarze Katze, weißer Kater", "Die WonderBoys" und
"Chocolat" zu sehen. Alle Vorführungen finden heuer im Freien statt und beginnen
jeweils um 20 Uhr.
Das Wachaufilmfestival ist in den vergangenen fünf Jahren zu einem Fixpunkt in
der Kremser Altstadt geworden. Über 25.000 Besucher wurden bisher verzeichnet.
Großen Zuspruch finden dabei nicht nur die gezeigten Filme, sondern auch das
herrliche Ambiente. Zählt doch der Dominikanerplatz zu den schönsten
Freilichtbühnen Niederösterreichs.
Die Dominikanerkirche steht heuer als Veranstaltungsort nicht zur Verfügung,
weil dort die Sonderausstellung "Martin Schmidt. Im Rausch der Sinne" zu sehen
ist. Sie wird am 11. September gemeinsam mit der Ausstellung "geRETTET:
Archäologische Schätze Österreichs" eröffnet. Bei dieser Schau werden
Sensationsfunde der Archäologie der letzten Jahrzehnte gezeigt.

Großes Festival der Volkskultur in Krems
Ganz im Zeichen des internationalen Kulturaustausches stand heute die
Stadtgemeinde Krems, wo derzeit mit der niederösterreichischen Landesmesse und
dem Wachauer Volksfest die größte Messeveranstaltung Niederösterreichs
stattfindet. Rund 100 Blasmusikkapellen, Volkstanzgruppen, Trachten und
Schützenvereine aus Niederösterreich, aus den Bundesländern sowie aus
Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Deutschland beteiligten sich beim großen
Festumzug "Tradition in Bewegung" durch die Kremser Altstadt und boten den
tausenden Zuschauern ein farbenprächtiges und lautstarkes Spektakel. Den
Abschluss der Veranstaltung bildete im Kremser Fußballstadion ein Großkonzert
der Blasmusikkapellen und ein Auftanz aller Volkstanzgruppen.
Die Volkskultur Niederösterreich, der Veranstalter dieses Festumzugs, wollte
damit einmal mehr österreichisches Brauchtum und anspruchsvolle in- und
ausländische Volksmusik fernab aller Klischees einem breiten Publikum näher
bringen. Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist diese Tradition auch Ausdruck
der Heimatverbundenheit und des Miteinanders über alle Grenzen hinweg. Krems
habe dafür ein außergewöhnliches Ambiente geboten und mit dieser Veranstaltung
wesentlich beigetragen, den internationalen Kulturaustausch zu fördern, ist
Pröll überzeugt. "Volkskultur ist ein fester Anker, der Kraft gibt auf dem Weg
nach vorne".

e-Bazar 2000 in Krems
St.Pölten (NLK) - Veranstaltet vom Frauenreferat des Amtes der NÖ
Landesregierung in Kooperation mit der NÖ Landesakademie und anderen
Institutionen fand heute in Krems der "e-Bazar 2000" statt. Unter dem
Motto "Frauen in der e-Region Niederösterreich" sollten dabei
e-shopping, e-banking, e-commerce und e-business aus der Perspektive der Frauen
in den Mittelpunkt gestellt werden.
Landesrätin Christa Kranzl betonte, in Österreich werde zwar jeder dritte
Betrieb von einer Frau geführt und Frauen gestalteten zunehmend Projekte und
Geschäfte im wirtschaftlichen, sozialen und bildungspolitischen Bereich mit
Hilfe neuer Informationstechnologien, Frauenaktivitäten im
"e-Bereich" wären aber der Öffentlichkeit zu wenig bekannt. Frauen würden
zwar als Kundinnen und Zielgruppe für IT-Produkte erkannt und beworben, die
Information und Vermittlung der Angebote und Dienstleistungen erfolge aber zu
wenig frauenadäquat. Initiativen wie der "e-Bazar 2000" als
Folgeveranstaltung zur Enquete "human e-Region Niederösterreich"
seien ein wichtiges Zeichen für die aktive Beteiligung von Frauen in Niederösterreich
an der entstehenden Informationsgesellschaft.
VP NÖ-Geschäftsführerin Mag. Johanna Mikl-Leitner bezog sich in Vertretung
von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop auf den Informationsauftrag der
Landesregierung, insbesondere Frauen zu informieren, wie das Medium Internet
nutzbar gemacht werden könnte. Internet sei heute das
Basiskommunikationsinstrument und bedeute das gleiche wie die Dampfmaschine für
das Industriezeitalter. Jeder fünfte österreichische Haushalt verfüge über
Internet, 2,5 Millionen Österreicher über 15 Jahre bedienten täglich das
Internet, 73 Prozent der Unternehmen hätten einen Internet-Anschluss. Alleine
durch die Mobilnetze seien in den letzten Jahren 10.000 Jobs geschaffen worden,
insgesamt seien in der Telekommunikationsbranche mehr als 42.000 Menschen beschäftigt.
In den USA seien bereits 50,4 Prozent der User weiblich, in Österreich halte
man derzeit bei einem Frauenanteil von 40 Prozent. Vorteile ortete Mikl-Leitner
insbesondere in der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie im
Ausgleich regionaler Nachteile.
