Krankenkasse
Immenses Einsparpotenzial für
Krankenversicherer
Sensationelle Daten überzeugen erste private Versicherungen
Reizdarmsyndrom (IBS) ist eine Volkskrankheit. Bereits Studien aus den 80er
und 90er Jahren, die sich mit den "wirtschaftlichen Auswirkungen von IBS" in
den USA auseinandersetzen 1, brachten folgende Ergebnisse:
- IBS ist die siebenthäufigste, von Ärzten diagnostizierte
Krankheit (!)
- 3,500,000 Arztbesuche pro Jahr gehen auf das Konto von IBS
- Die direkten IBS zuordenbaren Kosten belaufen sich in den USA auf
8 Mrd. U$ jährlich
- Die Kosten pro Patient (bei zu dieser Zeit 18% der Bevölkerung,
die unter IBS litten) belaufen sich somit auf durchschnittlich
300U$ pro Jahr
Der Zusammenhang von Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) und IBS ist
längst bekannt. Erst im September letzten Jahres wurde dies wieder durch
eine im renommierten GUT-Magazin publizierte Goldstandardstudie bestätigt,
welche von den Universitäten South Manchester und York durchgeführt wurde.
Die Studie belegt, dass die auf den Resultaten des NMU Tests FoodSCAN
durchgeführte Eliminationsdiät eine statistisch signifikante Verbesserung
der IBS -Symptomatik erzielt werden konnte. FoodSCAN der Firma Yorktest
basiert auf semi-quantitativer IgG - Messung.
Die so gewonnenen Daten führten dazu, dass das Fachjournal "GUT der
Thematik seinen Leitartikel widmete und von "Neuen Fakten" und "Alten
Trugschlüssen" gesprochen wird. Von österreichischen Ärzten durchgeführte
Anwendungsbeobachtungen, sowie von Yorktest durchgeführte
Patientenbefragungen ergaben des Weiteren folgende Fakten:
- massive Symptomverbesserungen traten in 90,3% der Fälle ein
- Bei 64,9% trat diese Verbesserung bereits innerhalb der ersten
20 Tagen ein
- Die Frequenz der Arztbesuche verringerte sich drastisch: bei
69,4% der Fälle
- Ebenfalls verringerte sich die Medikation in 65,8% der Fälle
- 70,2% gaben an, insgesamt "gesünder" zu leben
Diese Tatsachen, sowie die durchwegs positiven Aussagen von Ärzten, unter
Anderem von Prof. Dr. Harald Vogelsang vom AKH Wien, welcher ein offizielles
Statement abgab, belegen das immense Einsparpotential von FoodSCAN.
Bereits reagiert hat hierbei die UNIQA Tirol: Dort werden die Tests "FoodSCAN"
bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen für die Versicherten mit "QA" -
Tarifen bereits übernommen.
1: (Drossman et al. 1988, Everhart & Renault 1991, Talley et al 1995:
Economic Impact of IBS)

Ansturm auf einsurance.ch: Server ist zusammengebrochen
Alle wollen Prämien der Krankenkassen vergleichen
Die ganze Schweiz ist geschockt über die happigen Prämienerhöhungen der
Krankenkassen. Rund 10 Prozent sollen die Beiträge im nächsten Jahr steigen.
Online-Prämienvergleiche haben darum Hochkonjunktur. Einsurance.ch
http://www.einsurance.ch,
ein Online-Marktplatz für Versicherungen, kann die Prämienberechnung für
Krankenkassen vorübergehend nicht mehr anbieten. Nach einem Ansturm von
Anfragen ist der Server heute Montag wegen Überlastung zusammengebrochen.
"Wir haben gestern erst die neuen Prämien aufgeschaltet", so Anatol Reist,
IT-Office-Manager bei einsurance.ch zu pressetext.schweiz. "Allerdings kam
noch ein internes Serverproblem dazu." Das IT-Team arbeite mit Hochdruck an
der Behebung des Fehlers. Reist: "Wahrscheinlich können wir heute Nacht oder
spätestens morgen früh den Dienst wieder anbieten."
Wer nicht solange warten möchte, kann es bei Comparis
http://www.comparis.ch
versuchen, oder beim Büro für kostenlose Prämienvergleiche
http://www.praemienvergleiche.ch. Bei diesem Angebot muss allerdings der
neue Vertrag mit der Krankenkasse über das Büro eingereicht werden - dafür
bezahlt die Kasse.

Der Cosama-Index beweist es: die Prämien decken die Kosten nicht mehr
Im Bestreben, die Transparenz zu verbessern, hat
die Vereinigung schweizerischer Kranken- und Unfallversicherer
(Cosama) einen neuen Index geschaffen, der die wirtschaftliche
Realität der Gesundheitskosten genau erfasst. Dieser Index zeigt,
dass die Differenz zwischen dem Prämienbetrag, den die
Krankenversicherer einkassieren, und ihren Ausgaben für die
Pflegeleistungen unvermindert steigt. In den letzten vier Jahren
stiegen die Ausgaben zu Lasten der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung um 17.6 %, die Prämien hingegen nur um
12.5 %.
Die Jahreskosten pro versicherte Person der 22 Versicherer der
Cosama (insgesamt mehr als 1.6 Millionen Versicherte) stiegen letztes
Jahr um 6.3 %. Dieser Anstieg fiel deutlich höher aus als die
durchschnittliche Entwicklung der Prämien auf schweizerischer Ebene
(+ 3.8 % im Jahre 2000). Die gleiche Feststellung kann auch für das
Jahr 1999 gemacht werden. Untersucht man zudem die letzten vier
Jahre, so stellt man fest, dass die Differenz zwischen Kosten und
Prämien mehr als 5 % beträgt. In den Kassen der Versicherer fehlte
somit Geld. Deshalb mussten sie auf ihre Eigenmittel zurückgreifen,
um ihre Pflicht in Bezug auf die Rückerstattung der
Leistungserbringer zu erfüllen. Heute sind diese Mittel teilweise
erschöpft. Zahlreiche Krankenkassen halten sich nicht mehr an die
Mindestbeträge, welche das Gesetz in Bezug auf die finanzielle
Sicherheit vorschreibt. Die Versicherer haben deshalb nicht mehr die
Möglichkeit, für das Jahr 2002 Prämien festzusetzen, die niedriger
als die Kosten sind, da sie sonst nicht mehr in der Lage wären, die
Rechnungen der Leistungserbringer zurückzuerstatten. Die Eigenmittel
der Krankenkassen sind in den letzten drei Jahren unter dem
politischen Einfluss zurückgegangen. Letzten Endes ist es der
Versicherte selbst, der ärmer wird.
Cosama-Index: Kosten pro Pflegeleistungserbringer und Kanton
In welchen Bereichen sind im Jahre 2000 die Kosten (in Franken)
pro Jahr und Versicherten am stärksten gestiegen? Es sind dies die:
- Spitäler (+ Fr. 45.-- / + 6.5 %)
- Apotheken (+ Fr. 32.-- / + 10.6 %)
- Ärzte (+ Fr. 30.-- / + 5.4 %)
Untersucht man die Kantone, so stellt man fest, dass die Kantone
der Deutschschweiz vom grössten Kostenanstieg betroffen sind:
Solothurn (+ 10.7 %), Bern (+ 10 %), Aargau (+ 9.5 %). Doch auch das
Wallis und das Tessin (+ 9.2 %) sowie Neuenburg (+ 7.7 %) verzeichnen
einen überdurchschnittlichen Kostenanstieg. Dies führt zu einem
gewissen Nachholbedürfnis seitens der Kantone mit niedrigeren Kosten.
Freiburg (+ 5.7 %), Waadt (+ 4.6 %) und Genf (+ 4.1 %)
verzeichneten gemässigtere Kostenanstiege (siehe beigelegte
Graphiken).
Sollte in Anbetracht dieser Feststellung keine wirksame Massnahme
zur Bremsung dieser Tendenz getroffen werden, so wird sich die
Kostenentwicklung fortsetzen. Dies wird zu neuen Prämienerhöhungen
führen, die bereits heute für die nächsten Jahre auf 6 % bis 10 %
geschätzt werden können.
Was ist der neue Cosama-Index?
Um das Gesundheitssystem auf kohärente Weise zu verwalten, muss
die Kostenentwicklung genau erfasst werden. Die Cosama ist sich der
Unzulänglichkeit der aktuellen Messinstrumente bewusst und schlägt
deshalb einen neuen Index vor, welcher der Realität der
Gesundheitskosten besser entspricht.
An den Statistiken der Entwicklung der Gesundheitskosten wird
häufig Kritik geübt. Die aktuellen gesamtschweizerischen Daten werden
auf der Grundlage des Rückerstattungsdatums der Rechnungen
zusammengetragen. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass zirka ein
Viertel der Rückerstattungen erst im Jahr, welches der Behandlung
folgt, vorgenommen werden. Dieser Zeitabstand führt zu einer
Verzerrung in der Kostenstatistik. Der Cosama-Index löst das Problem,
indem er als Statistik-Richtwert das Datum der Behandlung des
Patienten nimmt. Mit dieser Lösung kommt die wirtschaftliche Realität
besser zum Ausdruck, da sie das Problem der Überträge umgeht.
Mitgliedsversicherer der Cosama:
Assura, Krankenkasse SBB, Groupe Mutuel (16 Versicherer), Hotela,
Intras, Philos und Supra
