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Großbritannien:
Erlaubnis zum Klonen erteilt
"Dolly Klonschaf"-Erfinder soll nach Ursachen von
Krankheiten forschen
Der Vater des "Klonschafs Dolly", Ian Wilmut, hat
die Erlaubnis von der zuständigen Aufsichtsbehörde bekommen, nun
auch menschliche Embryos zu klonen, berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk . Grund dafür ist eine genauere
Erforschung der Nervenkrankheit Amytrophe Lateralsklerose (ALS),
unter der auch der Physiker Stephen Hawking
http://www.hawking.org.uk leidet.
Wilmut vom Roslin Institute in Edinburgh
http://www.roslin.ac.uk und das Forscherteam vom Kings College
in London werden schon demnächst mit dem therapeutischen Klonen
beginnen. BBC berichtet, dass dies erst das zweite Mal in der
Geschichte ist, dass menschliche Embryos zu Forschungszwecken
geklont werden dürfen. Die Erlaubnis dazu ist von der Human
Fertilisation and Embryology Authority erteilt worden. Wilmuts Team
will der Entstehung der Nervenkrankheit damit auf die Spur kommen.
Die meisten Wissenschaftler wollten Lizenzen zum therapeutischen
Klonen erhalten. Embryonen werden durch die Übertragung des
Zellkerns einer ausdifferenzierten Körperzelle auf eine zuvor
entkernte Eizelle hergestellt. Der sich im Anschluss an die
Zellkernübertragung im Labor entwickelnde Embryo ist genetisch
nahezu vollständig identisch mit dem Spender des übertragenen
Zellkerns. Diese Methode wurde bei Säugern erstmals bei der
Herstellung von Dolly angewendet. Bei der Anwendung dieses
Verfahrens beim Menschen sollen die auf diesem Wege erzeugten
Embryonen als Quelle für die Gewinnung menschlicher embryonaler
Stammzellen dienen. Problematisch ist dabei, dass die Embryonen bei
der Entnahme der Stammzellen vernichtet werden. Die embryonalen
Stammzellen sind für die Forschung deshalb interessant, weil sie
über die Fähigkeit verfügen, sich unter den entsprechenden
Bedingungen in nahezu alle verschiedenen Typen von Körperzellen
entwickeln zu können.
Wilmut will nun Zellen von ALS-Patienten klonen, um, wie er selbst
berichtet, die Erkrankung in den verschiedenen Stadien zu verstehen.
Die Zellen würden sich darüber hinaus auch dafür eignen, neue
Medikamente zu testen, die bereits die Entstehung der Erkrankung
verhindern sollen. |

Erstmals Affen-Embryos
geklont
Organersatz aus embryonalen Stammzellen
Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern an der
Pittsburgh School of Medicine
http://www.medschool.pitt.edu/ gelungen, Affenembryos zu klonen
und Stammzellen zu entnehmen. Dieser Erfolg könnte Auswirkungen auf
Therapieansätze beim Menschen haben, weil Stammzellforscher eines
Tages Therapien an nicht-menschlichen Primaten testen könnten, bevor
ein klinischer Versuch durchgeführt wird. Seit das Schaf Dolly 1996
das erste erfolgreich geklonte Säugetier wurde, haben
Wissenschaftler versucht, Primaten zu klonen, bislang jedoch ohne
Erfolg.
Im Februar 2004 gelang es einem südkoreanischen Team menschliche
Embryos zu klonen. Sie bedienten sich einer neuen, schonenderen
Methode um die Embryonen bis zum Blastozysten-Stadium fortzubilden.
Dabei handelt es sich um eine hohle Masse von Zellen, die embryonale
Stammzellen enthält, die universalen Vorläufer aller Zelltypen im
Körper. Diese unspezialisierten Zellen wecken die Hoffnung der
Mediziner, beschädigte Organe oder Gewebe zu reparieren. Aber das
Klonen menschlicher Embryos steckt voller ethischer Probleme,
zusätzlich zu den praktischen Problemen Eizellenspender
aufzutreiben. Nun hat ein Team unter Gerald Schatten von der
Pittsburgh School of Medicine in Zusammenarbeit mit den koreanischen
Forschern die Methode an Macaque-Affen angewandt.
Von 49 geklonten Embryonen entwickelten sich drei zum
Blastozysten-Stadium und brachten embryonale Stammzellen hervor.
Kein Embryo überlebte bis zu späteren Stadien. Damit rückt die
Produktion eines lebensfähigen geklonten Nachkommens weit in die
Ferne. Bisher haben die Forscher keine permanenten Kulturen der
Stammzellen angelegt, aber die Studie deutet darauf hin, dass
Experimente mit geklonten embryonalen Stammzellen in
nicht-menschlichen Primaten möglich sind. Ein wichtiges Ziel ist die
Feststellung, ob solche Zellen als Gewebe- oder Organersatz
verwendet werden können, weil sie ja aus den körpereigenen Zellen
gewonnen werden und deshalb immunologisch identisch sind. |

US-Uni
will menschliche Embryonen klonen
Anonyme
Geldspende für Stammzellen-Forschung
Als erste
US-Universität will die kalifornische Stanford-University menschliche
Embryonen für die Forschung mit Stammzellen klonen. Die entwickelten
Stammzellen-Linien sollen laut einem Bericht von USA Today
http://www.usatoday.com
für die Erforschung bzw. die Behandlung von Erkrankungen wie Krebs,
Diabetes und Parkinson verwendet werden. Die Forschung wird durch eine anonyme
Spende von zwölf Mio. Dollar unterstützt.
Die Stanford-Universität ist mit diesem Schritt die erste US-Hochschule die
sich öffentlich zu einer politisch umstrittenen Forschungsmethode bekennt. Die
Forschungsarbeit wird das neue "Institute for Cancer /Stem Cell Biology and
Medicine" unter der Leitung von Irving Weissman übernehmen. Weissman gilt als
starker Befürworter der Stammzellen-Forschung. Um nicht mit der Bush-Regierung
in Konflikt zu geraten, wird das Institut privat finanziert.
Die US-Regierung unterstützt nur die Arbeit mit Zelllinien, die vor August
2002 aus Embryonen gewonnen wurden. Nach diesem Datum sollen gemäß der Order
aus Washington keine neuen Embryonen für staatlich finanzierte
Forschungszwecke verwendet werden. Laut Medienbericht sollen die neuen
Zelllinien auch anderen Forschern zur Verfügung stehen.

Normal aussehende Klone verfügen über Gen-Anomalien
Erste Beweise für Unsicherheit von reproduktivem Klonen
Wissenschaftler haben erste Beweise dafür gefunden, dass auch auf den
ersten Blick normal aussehende Klone ernste Anomalien in sich tragen, die die
Gen-Expression beeinflussen können. Die Ergebnisse der Forschungen des
Whitehead Institute for Biomedical Research http://www.wi.mit.edu/home.html
und der University of Hawaii http://www.hawaii.edu
scheinen den Verdacht zu bestätigen, dass reproduktives Klonen nicht nur
wenig effektiv sondern auch unsicher ist. Das therapeutische Klonen zur
Gewinnung von Transplantationsgewebe soll nicht betroffen sein, da es dabei
nur um die Ausdifferenzierung und Vermehrung bestimmter Zelltypen geht.
Science http://www.sciencemag.org
Die Teams um Rudolf Jaenisch und Ryuzo Yanagimachi untersuchten die
Mechanismen, die der geringen Überlebensrate und übermäßigem Wachstum bei
geklonten Tieren zugrunde liegen. Sie stellten Mäuseklone aus embryonalem
Stammzellen (ES) her und beobachteten die Aktivitäten der so genannten
eingeprägten Gene. Diese Entwicklungsgene werden durch spezielle
Kennzeichnungen kontrolliert, die die Basissequenz nicht beeinträchtigen.
Untersucht wurde, ob diese Kennzeichnungen bei den geklonten Mäusen und in
den Spenderzellen für die Klone korrekt reproduziert wurden. Die Ergebnisse
sollten klären, ob die Probleme mit dem Klonen auf Anomalien der
Spenderzellen oder auf das Klonen selbst zurückzuführen waren.
Es stellte sich heraus, dass der Großteil des Problems auf die
Zusammenstellung der ES-Zellen zurückzuführen war, die sich in der Kultur
als extrem unstabil erwiesen. Wenn sie sich in der Kultur aufteilten, verloren
sie die Kennzeichnungen, die einem eingeprägten Gen während der Entwicklung
Anweisungen erteilen. Sogar Klone die von Schwester-Stammzellen kamen, zeigten
Unterschiede in der Gen-Expression. Trotz dieser Instabilität überlebten
viele Embryos bis ins Erwachsenenalter. Was nahelegt, dass die Entwicklung von
Säugetieren erstaunlich tolerant auf anomale Gen-Anordnungen reagiert.
Jaenisch erklärte, dass diese Ergebnisse zeigten, dass auch anscheinend
normale Klone über subtile Veränderungen der Gen-Expression verfügen können,
die beim geklonten Tier nur schwer zu entdecken sind. Eurekalert http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-07/wifb-nss070301.php

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