KLM und British Airways kooperieren im Nahen Osten
Code-Sharing-Abkommen soll noch diese Woche unterzeichnet
werden
Amsterdam/London (pte, 7. Januar 02/15:16) - KLM
http://www.klm.com/ und British
Airways http://www.ba.com/
stehen kurz vor der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages über ein so
genanntes Code-Sharing-Programm. Wie die Financial Times heute, Montag,
berichtete, sollen vor allem Kapazitäten im Nahen Osten gebündelt werden, um
Einsparungspotenziale zu nutzen. Mit dem Deal haben die beiden Fluglinien die
Möglichkeit, auch Flüge auf Maschinen des Partners zu verkaufen. Spekulationen
bezüglich neuerlicher Übernahmeverhandlungen könnten damit neuen Nährboden
erhalten, heißt es weiter.
Der Flugverkehr in den Nahen Osten war nach den Terroranschlägen in den USA
und dem Krieg in Afghanistan stark zurückgegangen. British Airways meldete
erst in der vergangenen Woche ein zehnprozentiges Minus in den Nahen Osten und
nach Afrika. Die Gesellschaft konnte sich im abgelaufenen Quartal gerade noch
in der Gewinnzone halten (pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=010920031 ) und gab unmittelbar nach den
Ereignissen des 11. Septembers die Entlassung von 7.000 Mitarbeitern bekannt.
Auch die niederländische KLM strich in diesem Zusammenhang 2.500 Arbeitsplätze
(siehe auch pte-Meldung
http://www.pte.at/pte.mc?pte=011004033 ).

KLM streicht 2.500 Stellen und plant Lohnkürzungen
Kapazität wird stärker als erwartet reduziert
Die niederländische Fluglinie KLM
http://www.klm.com wird ab dem mit Ende Oktober beginnenden Winterflugplan
die Flugkapazitäten stärker als erwartet reduzieren und infolgedessen
schmerzhafte Schnitte beim Personal vornehmen. 2.500 Stellen werden gestrichen
und 12.000 Mitarbeiter sollen auf Kurzarbeit gesetzt werden, heißt es in einer
Pressemitteilung von heute, Donnerstag. Das Unternehmen werde dafür beim
Sozialministerium ebenso ansuchen wie bei Gewerkschaften bereits um
"substanzielle" Lohnkürzungen angefragt wurde. Weiterreichende Maßnahmen
könnten aufgrund der unsicheren zukünftigen Entwicklungen in der globalen
Luftfahrtindustrie folgen, so KLM.
http://about.klm.com/news/newsitems/File_110920011004082327.asp
Die viertgrößte Airline Europas wird künftig die Flugkapazitäten um 15
Prozent verringern. Knapp nach den Terroranschlägen war noch von fünf Prozent
die Rede. Die Zahl der wöchentlichen Nordatlantik-Flüge, wo eine
Zusammenarbeit mit Northwest Airlines besteht, wird beispielsweise von 188 auf
163 gesenkt, im innereuropäischen Verkehr kommt es zu einer Reduktion von
sechs Prozent. Die bisherigen Frachtkapazitäten sollen jedoch "in Abstimmung
mit der Marktnachfrage" beibehalten werden.
KLM ist einer von mehreren europäischen Fluglinien, die durch die
Ereignisse in den USA getroffen wurden. Swissair und Sabena sind schwer ins
Trudeln geraten und der europäische Branchenführer British Airways wird
aufgrund der Ereignisse 5.200 Mitarbeiter zusätzlich abbauen (pte berichtete:
http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010920031 ). KLM hatte schon vor den
Anschlägen mit dem Wirtschaftsabschwung, steigenden Arbeitskosten und hohen
Treibstoffpreisen zu kämpfen. Die rosigen Zeiten liegen jedoch noch nicht
lange zurück: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde noch ein Reingewinn von 77
Mio. Euro geschrieben (siehe auch pte-Meldung
http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010517026 ).