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Türkei: Papst-Attentäter wünscht Gute Besserung und verkündet Ende der
Welt
Mehmet Ali Agca, der Papst-Attentäter von 1981,
sitzt seitdem im Gefängnis und ließ nun über seinen Anwalt in einem
Brief seine Genesungswünsche an den Papst weiterleiten, der momentan im
Krankenhaus liegt.
Darin erwähnt Mehmet Ali Agca, dass er und der Papst
wegen der Erfüllung eines göttlichen Plans leiden müssen und der Papst
bestätigen soll, das Ende der Welt sei nahe und er betont: 'Dies ist die
letzte Generation der Menschheit auf dem Planeten Erde.'
Seit dem Attentat verbüßt Mehmet Ali Agca auch wegen
anderen Delikten eine mehrjährige Haftstrafe. Was es mit der
rätselhaften Botschaft auf sich hat, ist nicht ersichtlich. Die
Hintergründe des Attentats sind bis heute nie aufgeklärt worden.

Kirchenaustritte: Evangelische Kirche
gegen den Trend
2004 weniger Austritte als 2003
Über einen Rückgang der Austrittszahlen im Jahr 2004 freut sich die
Evangelische Kirche in Österreich. Derzeit werden von den evangelischen
Pfarrgemeinden die Ein- und Austrittszahlen in das Kirchenamt nach Wien
gemeldet. Unter den bis jetzt vorliegenden Zahlen zeigt sich ein deutlicher
Trend mit regionalen Unterschieden:
Weniger Austritte, in manchen Diözesen eine starke Zunahme der Eintritte im
Vergleich zu 2003.

US-Sender setzen
liberale Kirchenwerbung ab
Bush-Doktrin zieht in Medienlandschaft immer
weitere Kreise
Die US-Sender CBS
http://www.cbs.com
und NBC
http://www.nbc.com fürchten sich vor negativen Reaktionen von
politisch-konservativen und religiösen Gruppen. Dehalb wurde ein
TV-Spot der als liberal geltenden "United Church of Christ"
abgesetzt, berichtet die New York Times
http://www.nytimes.com . In der Werbung ging es um religiöse
Toleranz und einer angedeuteten Aussage, dass andere
Glaubensgemeinschaften Homosexuelle nicht dulden. Als Grund für die
Absetzung des Spots geben beide Sender das Nicht-Erlauben von so
genannten "Advocacy-Advertising" an. CBS und NBC behaupten zu ihrer
Verteidigung, dass sie einen anderen Spot der Glaubensgemeinschaft
zu genau diesem Thema ohne Probleme gesendet hätten.
In der Werbung stehen zwei Türsteher vor einer Kirche und lassen nur
Menschen mit weißer Hautfarbe hinein. Eine schwarze Frau, ein
Hispanic und zwei Männer, die durchaus als homosexuell gelten
können, werden abgewiesen. Und dann erscheinen die Worte: "Jesus
didn´t turn away people and neither do we." Die Schlusssequenz ist
eine Panorama-Aufnahme einer Menschenmenge, die auch zwei sich
umarmende Frauen beinhaltet.
Von Seiten einiger Konsumenten und Medienbehörden wurde den beiden
Sendern Heuchelei vorgeworfen und dass sie sich an der politischen
Agenda des Weißen Hauses orientieren. Ein CBS-Mitarbeiter, der nicht
genannt werden will, bestätigt diesen Vorwurf und das interne
Streamlining der Belegschaft im Rahmen eines Reports, der auf die
aktuelle Bush-Doktrin abzielt vor allem was das Verbot
gleichgeschlechtlicher Hochzeiten betrifft. Dieser interne
CBS-Report stammt laut NYT aus dem vergangenen März.
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Neuer Kirchensex-Skandal kommt nach
25 Jahren vor Gericht
Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden
Ausgabe berichtet, ist in der katholischer Kirche ein neuer
Pädophilie-Skandal aufgeflogen. Der mutmaßliche Kinderschänder aus dem Stift
Geras mit dem Ordensnamen "Pater Robert" war rund 25 Jahre lang an
verschiedenen Pfarren Österreichs tätig und hat dort nach Ermittlungen der
Behörden "minderjährige Ministranten dazu verleitet, an sich geschlechtliche
Handlungen vorzunehmen." Obwohl die homosexuellen Neigungen der
Stiftsleitung bereits seit 1970 (!) bekannt waren, konnte der Pater
ungehindert seinen sexuellen Abartigkeiten nachgehen. Als Religionslehrer,
Pfarrer und Präfekt war unter anderem in der Wiener Karlskirche, der Wiener
Volksschule Reisnerstraße, einer Schule in Strebersdorf (NÖ), sowie Schulen
in Zissersdorf, Drosendorf und Karlstein tätig.
Die sexuellen Handlungen des Paters dauerten bis zum Jahr 2001. Als sich
immer mehr besorgte Eltern gemeldet haben, wurde schließlich von der
Staatsanwaltschaft Krems Erhebungen eingeleitet.
Der Fall wird ab Donnerstag kommender Woche vor Gericht verhandelt.
"Pater Robert" ist nach Auskunft der Behörden im wesentlichen geständig.
Nachweisbar sind bis jetzt allerdings "nur" sieben Missbrauchsfälle.

Bischof Küng: "Alle zusammen sind wir
stark"
Einen Appell zum Miteinander in der Kirche hat der neue
Diözesanbischof von St. Pölten, Klaus Küng, am Sonntag beim Festgottesdienst
anlässlich seiner Amtsübernahme an alle Gläubigen gerichtet. "Alle zusammen
sind wir stark", so Küng in seiner Predigt im St. Pöltner Dom. Gemeinsam sei
es mit Gottes Hilfe "trotz aller persönlichen Schwächen und trotz Versagen"
möglich, die Sendung der Kirche in der heutigen Zeit zu verwirklichen. Es
gehe darum, nicht im Streit zu leben, sondern sich "der dringenden Aufgabe
der Aussaat des Gotteswortes" in Gesellschaft und Kirche zuzuwenden.
Wörtlich sagte der neue St. Pöltner Bischof: "Um auf dem richtigen Weg zu
gehen, müssen wir uns auf jeden Fall auf dem Weg des Evangeliums - vereint
mit der Weltkirche - bewegen".
Mehr "Wachsamkeit" zur Vermeidung von Skandalen
Bischof Küng ging auch auf die "vielen Kirchenskandale" ein, die das
Vertrauen der Gläubigen erschüttert hätten. Dies sei "bedrückend" und
"schmerzhaft". Dennoch gebe es auch Hoffnung, weil "irgendwie uns allen
bewusst ist, dass nur ein Weg aus der Krise herausführt: Es ist der Weg der
Wahrheit", so Küng. Man müsse der Wahrheit - auch im Sinn der Aufrichtigkeit
sich selber und den anderen gegenüber - ins Auge schauen. Es sei notwendig,
dass die Kirche sowohl jenen, die Unrecht erfahren haben als auch jenen, die
beschuldigt werden, Gerechtigkeit zuteil werden lässt, "ohne zu vergessen,
dass Barmherzigkeit dazugehört". Die Vorfälle zeigten: "Wir müssen
aufwachen, wachsam sein, wachsamer werden, damit vorhandene Missbräuche
behoben und durch entsprechende Maßnahmen in Hinkunft vermieden werden", so
Küng.
Der neue St. Pöltner Bischof erinnerte in seiner Predigt daran, dass sich
heute in den Herzen vieler Menschen die Sehnsucht nach dem Religiösen, nach
Gott, regt. Es bestehe die "Chance, dass eine Wende eintritt". Freilich habe
sich in vielen Ländern Europas in den vergangenen Jahrzehnten bei einem
größeren Teil der Bevölkerung die Glaubenspraxis gelockert, die
Folgeerscheinungen seien "unübersehbar". Wo der Glaube nachlasse, komme es
zu "Zeichen der Unerlöstheit": Obwohl materiell alles da sei, was man
braucht, würden "Lebenskrisen" häufiger.
Innerhalb der Kirche, so Bischof Küng in seiner Predigt, sei ein "gewisser
Nachdenkprozess" in Gang gekommen, es gebe einen neuen Aufbruch. Es sei
notwendig, inne zu halten, zu beten und "das Wesentliche" zu suchen. Küng
wörtlich: "Es geht darum zu entdecken, dass Gott uns nahe ist, dass er durch
Christus da ist, unter uns zugegen, dass er uns auf allen unseren Wegen
beisteht, uns heilt. Es wäre mir ein Herzenswunsch, wenn wir auf diese Weise
die persönliche Erneuerung und die Erneuerung der Kirche erstreben".
Ausdrücklich betonte der neue St. Pöltner Bischof, dass er die Arbeit seiner
Vorgänger "mit großem Respekt" betrachte. Er nannte insbesondere die Namen
der Diözesan- und Weihbischöfe der letzten Jahrzehnte von Bischof Michael
Memelauer bis zu Weihbischof Heinrich Fasching. Viele in der Diözese St.
Pölten seien "trotz aller Schwierigkeiten und Turbulenzen" der vergangenen
Jahre zum "vollen Einsatz" bereit.
Der neue St. Pöltner Bischof äußerte sich besonders erfreut über die
Anwesenheit der Repräsentanten der anderen christlichen Kirchen. Denn es sei
wichtig, "dass wir mit einem großen Respekt voreinander, auch vor den
unterschiedlichen Auffassungen, in allem, in dem es uns möglich ist, eins
sind", so Küng.

Erzdiözese Wien:
Neustart im Printbereich "Der Sonntag" erscheint erstmals am ersten Advent
Nach einer medialen Ruhepause unternimmt die
Erzdiözese Wien mit der Zeitung "Der Sonntag"
http://www.dersonntag.at/
einen Neustart im Printmedienbereich.
Nachdem die Publikation "Der Dialog" 2003 aufgrund finanzieller
Schwierigkeiten eingestellt werden musste, kommt die Kirchenzeitung
der Erzdiözese Wien nun wieder heraus. Am diesem Sonntag, dem ersten
Advent wird die neu gestaltete regionale Wochenzeitung zum ersten
Mal erscheinen. "Der Name ist Programm," ließ Anton Gatnar,
Geschäftsführer des Dom-Verlages, heute, Freitag, bei einem
Pressegespräch verlauten. Am Sonntag würden sich die Christen
versammeln, um die Messe zu feiern. Aus dieser Feier gewännen sie
die Kraft für die Gestaltung des Alltags, ihres Lebens und der
Gesellschaft.
Hauptmerkmal der neu gestalteten Zeitung sei neben dem neuen Namen
und dem Druck auf qualitativ höherwertigem Papier eine verstärkte
Regionalisierung. Chefredakteurin Elvira Groiss: "Besonderes Ziel
der Neugestaltung ist es, noch stärker über das vielfältige Leben
und die Aktivitäten in den 660 Pfarren der Erzdiözese Wien zu
berichten." Dazu sei ein herausnehmbarer, zwölfseitiger Lokalteil
geschaffen worden, der neben den Neuigkeiten aus den drei Vikariaten
auch diözesenweit interessante Chronikthemen aufgreifen. "Mit dem 'Diözesen-Special'
verbinden wir die Hoffnung, neue Leser zu gewinnen", so Gatnar. "Am
liebsten wäre es mir, wenn jeder Kirchenbesucher den 'Sonntag'
kauft. Und darüber hinaus werden wir versuchen, mit dem 'Sonntag'
,möglichst vielen Menschen näher zu kommen, vor allem jenen, die mit
Sympathie auf die Kirche schauen, aber auch auf jene, die 'auf der
Suche' sind."
Mit dem neuen Lokalteil wächst die Zeitung der Erzdiözese Wien, die
derzeit in einer wöchentlichen Auflage von 25.000 Stück produziert
wird, im Umfang von 24 auf 32 Seiten an. Neu im "Sonntag" ist unter
anderem auch ein "Runder Tisch", bei dem jeden Monat vier Gäste zu
einem aktuellen Thema aus dem kirchlichen Bereich diskutieren. "Dies
ist mein Lieblingskind", so Chefredakteurin Groiss. Erstmals würden
im "Sonntag" auch theologisch versierte Laien als Autoren zum
Sonntagsevangelium zu Wort kommen. Diese Aufgabe blieb bis dato den
Priestern vorbehalten. |

Krenn in NEWS. "Meine Kritiker sind
Nullen"
St. Pöltner Alt-Bischof im ersten Interview nach seinem Rücktritt über Schönborn & Co: "Es stimmt nicht, was sie über mich sagen."
In einem Interview in der morgen erscheinenden neuen Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS meldet sich Kurt Krenn erstmals nach seinem
Rücktritt als St. Pöltner Bischof öffentlich wieder zu Wort. Und geht mit
seinen innerkirchlichen Gegnern auch nach seinem Sturz hart ins Gericht:
Meine Kritiker sind Nullen."
Die jüngsten überraschenden offenherzigen Erklärungen seiner
Bischofskollegen Christoph Schönborn, ohne ihn laufe es in der
Bischofskonferenz ohne Schreiduelle und "wieder offener und
vertrauensvoller", kommentiert Krenn in NEWS nur noch spöttisch: "Lassen wir ihnen halt die Freud, nur stimmen tut`s halt nicht, was sie
sagen."
Zu seiner persönlichen Zukunft sagt Krenn, er wolle auch als Alt-Bischof
weiterhin innerhalb der Diözese öffentlich auftreten: "Ich werde mir nicht den Luxus leisten beleidigt zu sein."

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