Filme sollen weltweit
zur gleichen Zeit in die Kinos
Filmindustrie sieht akuten Handlungsbedarf bei
Piraterie
Die Filmindustrie muss das Internet mit
einbeziehen, um die Online-Piraterie einzudämmen, so die
Einschätzung von Alex Sparks, Chef des Videoversandhandels
Blockbuster
http://www.blockbuster.com , beim European Film Piracy Summit in
London. Wie die BBC berichtet, fordert Sparks, dass die
Filmindustrie ihre Kinofilme zur gleichen Zeit im Kino, im Internet
und auf DVD veröffentlichen müsse, um die Nachfrage nach illegalen
Kopien zu verringern.
Den rund 100 Delegierten beim Kongress, der vom Fachmagazin Screen
International
http://www.screendaily.com organisiert wird, wurde mitgeteilt,
dass Filmpiraterie die Industrie jährlich um sieben Mrd. Dollar
bringt. Außerdem ist Sparks der Meinung, alle Filme sollten weltweit
zum selben Zeitpunkt in die Kinos kommen. Das Fazit von Sparks ist
logisch: indem man bei der Nachfrage ansetzt, kann das Problem
eingedämmt werden. Die Nachfrage ist umso höher, wenn ein Produkt
noch nicht erhältlich ist. Sobald der Film legal auf dem Markt ist,
sinkt die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt deutlich.
Die Filmindustrie sollte sich auch ein Beispiel am Vorgehen der
Musikindustrie nehmen, die nach Möglichkeiten sucht, Musiktitel
legal im Internet erhältlich zu machen. Der Handlungsbedarf sei
akut, stehen doch viele Jobs auf dem Spiel, wenn die Filmindustrie
die Piraterie nicht in den Griff bekommt, meinte John Woodward vom
UK Film Council
http://www.ukfilmcouncil.org.uk . Woodward weist auch darauf
hin, dass die Preise für DVDs ebenfalls viele Konsumenten zum Kauf
von Raubkopien bewegen würden. |

Shrek 2
erfolgreichster Film in den USA
2004: Mehr Umsätze bei weniger Besuchern
Die US-Kinokassen haben im vergangenen Jahr wieder
ordentlich geklingelt. Die Umsätze stiegen laut Exhibitor Relations
http://www.exhibitorelations.com auf ein Rekordhoch von 9,4 Mrd.
Dollar. Im Jahr 2003 waren es 9,2 Mrd. Dollar. Verantwortlich für
2004 waren die gestiegenen Ticketpreise. Zurückgegangen sind jedoch
die Besucher um 1,7 Prozent auf 1,51 Milliarden. Mit eingespielten
436 Mio. Dollar war Shrek 2 der erfolgreichste Film in den
Vereinigten Staaten. Die Passion Christi von Mel Gibson und
Fahrenheit 9/11 von Michael Moore waren die Überraschungserfolge im
abgelaufenen Jahr. Das Jesus-Epos spielte 370 Mio. Dollar ein und
die Moore-Dokumentation 119 Mio. Dollar.
In den letzten Monaten des Jahres 2004 fielen die Umsätze zwar
insgesamt hinter die des Vorjahres zurück, aber die Komödie "Meet
the Flockers" konnte das Ergebnis mit Einspielergebnissen von 162,5
Mio. Dollar wieder aufbessern. Der durchschnittliche Ticketpreis lag
2004 bei 6,22 Dollar. 2003 betrug dieser noch 6,03 Dollar.
Analysten sehen laut BBC in der Entwicklung der vergangenen beiden
Jahre noch keinen Grund zur Aufregung. 2002 sei mit dem ersten "Spider-Man"
und "My Big Fat Greek Wedding" ein überdurchschnittlich gutes Jahr
gewesen.
Dieses Jahr sollen Kassenschlager wie "Star Wars: Episode III" und
eine Batman-Fortsetzung die Besucher in die Kinos locken. "King Kong"
von Peter Jackson und "War of the Worlds" von Steven Spielberg
werden auch zu den Highlights für 2005 gezählt.
|

Sensationeller Weihnachtserfolg für
"Die Unglaublichen - The Incredibles"
Buena Vista International (Austria) freut sich Ihnen mitteilen zu
können dass "Die Unglaublichen - The Incredibles", das neueste Meisterwerk
aus den Häusern von Walt Disney Pictures & Pixar Animations Studios, das
seit 8.12.04 in Österreichs Kinos zu sehen ist, sich über 322.860 Besucher
und somit über
die Verleihung eines GOLDEN TICKETS freuen kann.
Am Weihnachtswochenende des vergangenen Jahres (24.12.03 - 26.12.03)
strömten 37.508 Besucher in die Kinos um "Findet Nemo" zu sehen.
Mit 42.250 Besuchern im Zeitraum vom 24.12.04 - 26.12.04 konnten Mr.
Incredible und seine Familie von Superhelden um 13 % mehr Besucher während
der Weihnachtsfeiertage in die Kinos locken.

Super-Size-Me auf
Oskar-Kurs Beim Sundance-Festival ausgezeichnete
Dokumentation ebenfalls auf der Liste
Der dokumentierte Selbstversuch "Super-Size-Me"
http://www.supersizeme.com
des australischen Filmemachers Morgan
Spurlock steht auf der ersten Auswahl-Liste für die Oskars nächstes
Jahr, berichtet die BBC
http://news.bbc.co.uk
. Die Dokumentation zeigt Spurlock während
einer ein-monatigen Fast-Food-Diät bei McDonald´s und deren
Auswirkungen. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=040820018
. Michael Moore, der 2002
für "Bowling for Columbine" eine Auszeichnung in dieser Kategorie
erhielt, wird Fahrenheit 9/11 in der Kategorie "Best Picture"
einreichen.
Ebenfalls auf der Oskar-Liste steht "Touching the Void", eine
Dokumentation mit Interviews und einer Rekonstruktion einer
Bergsteigergeschichte in den Anden aus dem Jahr 1985. Diese
Dokumentation wurde zur erfolgreichsten in der UK-Kino-Geschichte.
Die zwölf Filme wurden von der Dokumentations-Abteilung der
Filmakademie ausgewählt, die auch die fünf Final-Nominierten bekannt
gibt. Die nächste Oskarverleihung findet am 27. Februar 2005 statt.
Zu den anderen Nominierungen gehört "Meanwhile, Born Into Brothels",
ein Bericht über das Leben von Kindern in Calcutta, der bereits beim
Sundance-Film-Festival ausgezeichnet wurde. Die weiteren Filme sind
"Home of the Brave", "Howard Zinn: You Can´t Be Neutral on a Moving
Train"; "In the Realms of the Unreal","The Richie Boys" und "Twist
of Faith". |

D-Cinema: Abschied von der
Filmrolle Schlüsseltechnologien auf dem Weg zum digitalen Kino
Forscher des Fraunhofer Instituts für Integrierte
Schaltungen (IIS)
http://www.iis.fraunhofer.de
werden auf der CeBIT in Hannover
Schlüsselkomponenten vorstellen, die schon in naher Zukunft digitales
Kino ermöglichen. Die Forscher haben einen mobilen Speicher entwickelt,
der direkt am Set eingesetzt werden kann. Das handliche Gerät (24 x 16 x
8 cm) wiegt drei Kilogramm und speichert etwa 30 Minuten unkomprimierten
digitalen Film in HDTV-Auflösung.
Das neue System nimmt bewegte Bilder in extrem hoher Qualität auf und
erlaubt digitale Filme in "Kinoqualität". Aus den komprimierten Daten
können Previews erstellt werden, die Regisseuren eine sofortige
Kontrolle ermöglichen. Dabei setzen die IIS-Forscher auf Motion
JPEG2000. MJPG2000, einen internationalen offenen Standard.
Um digitales Kino zu realisieren, muss vor allem ein Problem gelöst
werden, die Speicherung einer enormen Datenmenge. Ein 90-minütiger
Spielfilm belegt einen Speicher von etwa zwei Terabyte. "Die Speicherung
so vieler Daten stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Alleine beim
Dreh einer Minute digitalen Kinofilms entstehen etwa 40 Gigabyte Daten",
erklärt Siegried Flößel vom Fraunhofer-Institut.
Ein zweiter wichtiger Schritt zum digitalen Kino ist die Beschallung.
Perfekten Surround-Sound gibt es bisher nur auf wenigen Kinoplätzen.
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie
(IDMT)
http://www.emt.iis.fraunhofer.de
setzen deshalb die
Klangfeldsynthese ein. Das System IOSONO schafft einen perfekten und
natürlichen Raumeindruck für alle Plätze.
Der große Vorteil des digitalen Kinos ist vor allem die einfache und
preiswerte Vervielfältigung und Verteilung. Beim D-Cinema kommen die
Filme einfach via Breitbandkabel, DVD oder Satellit in die Kinos.
Während beim Vertrieb Kosten gespart werden, müssen Kinobetreiber aber
künftig kräftig in die Tasche greifen. Die neuen Projektoren und die
notwendige digitale Infrastruktur werden etwa 150.000 bis 300.000 Euro
kosten. |

Digitalisierung als Chance und Bewährungsprobe für Kinos
Studie
beleuchtet Stand der neuen Technologie
Die
Digitalisierung der Filmproduktion wird künftig auch die Kinobranche
bestimmen. Weltweit gibt es Ende 2002 erst 120 Kinos, die mit der neuen
Projektionstechnik ausgestattet sind. 64 davon in den USA, zwölf in China, 19
in Europa. Nur zwei davon in Deutschland, eines in Österreich, eines in der
Slowakei, keines in der Schweiz. "Digitales Kino kommt ...", so der Titel
einer aktuellen Studie der deutschen Filmförderungsanstalt FFA
http://www.ffa.de . Die
Frage, so FFA-Vorstand Rolf Bähr, sei, ob der Kinobranche "eine Evolution oder
eine Revolution bevorsteht".
Zur außerordentlich kostenaufwändigen Projektionstechnik müsse noch die dazu
gehörende IT-Infrastruktur angeschafft werden. Angesichts in den vergangenen
Jahren angefallener Kosten für aufwändige Tonwiedergabesysteme seien dies für
viele kleinere Kinos "nicht realisierbare Kosten". Aber die Studie erkennt
auch Chancen im Zeitalter des digitalen Kinos.
Immer mehr Filme werden vollständig digital produziert und vertrieben. Der
erste komplett digital produzierte Film war "The Last Broadcast" im Jahr 1998.
1999 folgten vier weitere, darunter StarWars: Episode I vom digitalen
Filmpionier George Lucas, der für seine Produktionen eigene digitale Kameras
entwickeln lässt. Episode III wird mit dem neuen Prototyp von Sony gedreht,
der auf eine Auflösung von bis zu zehn Megapixeln kommt. Disney will ab 2004
nur noch digital produzieren.
Die Digitalisierung lohnt sich laut Studie vor allem für Produktion und
Verleih. Der "Flaschenkopf der Verbreitung des digitalen Kinos sind die
Filmtheater", so die Studie. Die großen Verleihfirmen schaffen sich durch die
Teilfinanzierung der Digitalisierung bei den großen Kinoketten einen direkten
Draht zum Publikum. Die kleineren und mittleren Kinounternehmen bleiben hier
auf der Strecke, weil die Kosten zu hoch sind. So koste derzeit ein digitaler
Projektor mit einer "Halbwertszeit" von etwa drei Jahren rund 150.000 Euro.
Klassische Geräte kommen nur auf ein Fünftel des Preises bei einer
"Halbwertszeit" von zehn Jahren. Für die Administration der IT-Infrastruktur
fallen weitere Kosten an.
Ausgaben sind aber nicht alles, was die Studie in der neuen Technologie aus
der Sicht der Kinos erkennt. So erschließe die Digitalisierung auch neue
Einkommensquellen. LiveEvents wie Konzerte oder Sportveranstaltungen könnten
via Satellit übertagen werden. Dies ist bereits im vergangenen September in 20
europäischen Kinos bei einem Konzert der Rockband Bon Jovis passiert. Ein
Beispiel für neue Formen der Werbung sei der Automobilkonzern BMW mit dem Film
"Standing In The Shadow Of Motown" und der Kurzfilmserie "The Hire" (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=021108035
).

Deutsche Filmtheater erwägen Boykott von "Herr der Ringe"
Knebelverträge von US-Produzent Warner Bros.
Die Spannungen zwischen den deutschen Kinos und dem Verleih Warner Brothers
http://www.warnerbros.com/
zum Filmstart der Kinoproduktion "Herr der Ringe"
http://www.lordoftherings.com/ am 19. Dezember nehmen zu. Warner Bros.
verlangt, dass die Kinos den Film dreimal täglich an allen sieben Tagen der
Woche zeigen. Der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) http://
www.kino-hdf.de/ erwägt daraufhin einen Boykott des mit Spannung erwarteten
Kinofilms. Der Verband befürchtet, dass der US-Produzent die Filmtheater mit
Knebelverträgen binden könnte. Die Verleihfirma wollte sich auf Anfrage nicht
zu den Vorwürfen äußern.
HDF-Geschäftsführer Andreas Kramer betonte, dass es "gerade für kleine
Kinos sehr schwierig ist, den Film dreimal täglich zu zeigen". Der Verleih
hätte es nach seinen Worten gar nicht nötig, den Kinos vorzuschreiben, wie oft
sie die Filme zeigen müssen. Kramer fügte hinzu: "Es gibt sogar eine
Mitteilung von Warner, dass die Häuser Herr der Ringe am 24. und am 31.
Dezember je mindestens einmal spielen müssen. Gerade in katholischen Gegenden
ist das unvorstellbar - da haben manche Kinos noch nie an diesen Tagen
gespielt."
Der HDF rufe die Kinos auf, sich unter Umständen auch gegen den Film zu
entscheiden. "Wenn man es sich nicht leisten kann, soll man nein sagen",
betont Kramer. Wenn das viele tun, käme der Verleih vielleicht zum Nachdenken.
Bei dem Rekord-Hit "Harry Potter und der Stein der Weisen" gelten ähnliche
Auflagen, die mancherorts schwer zu erfüllen seien, betonte Kramer. "Manche
Kinos spielen Potter nur einmal täglich. Ob sie das vertraglich ausgehandelt
haben oder es eigenmächtig tun, ist uns nicht bekannt."
Dem Magazin "Focus" http://www.focus.de zufolge hat Warner beim Kinohit "Harry Potter und der
Stein der Weisen" die Vertragsklauseln teilweise in Nachverhandlungen
verschärft. So mussten sich die Kinos, die eine der über 1.200 Kopien erhalten
wollten, verpflichten, den Film dreimal täglich zu spielen. Vielerorts seien
aber Mittags- und Abendvorstellungen nicht den Erwartungen gemäß besucht.
Dennoch bleibt "Harry Potter und der Stein der Weisen" weiter auf
Erfolgskurs. Am zweiten Wochenende nach dem Start sahen rund 1,7 Mio.
Zuschauer in Deutschland die Künste des Zauberlehrlings. Damit steht der
Kinohit bereits nach zehn Tagen kurz vor der Marke von fünf Mio. Besuchern. Am
Startwochenende hatte "Harry Potter" mit 2,6 Mio. Besuchern das beste Ergebnis
der Filmgeschichte erzielt und Hits wie "Men in Black" und "Star Wars" hinter
sich gelassen.

Jüdische Filmwoche mit Klassikern und neuesten Filmen
Klassiker, Fundstücke, aber auch eine Reihe neuester Filme, die in
österreichischen Erstaufführungen zu sehen sein werden, stehen bei den
Jüdischen Filmwochen vom 22. November bis 9. Dezember auf dem Programm. In
Wien ist das Votivkino der Schauplatz des von der Kulturabteilung der Stadt
geförderten Festivals, bei dem erstmals auch alle Bundesländer einbezogen
sind. Die repräsentative Filmauswahl beinhaltet rund 40 Spielfilme und
Dokumentationen, die neben der jüdischen Autorenschaft und der
Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Holocaust, Themen wie jüdischer
Alltag, jüdische Feiertage oder auch der jüdische Humor prägen.
Eröffnet werden die Filmwochen am 22. November mit der südafrikanischen
Komödie "Inside Out" von Neal Sundstrom im Gartenbaukino. Den Abschluss für
Wien bildet der Ernst Lubitsch-Klassiker "To be or not to be" am 6. 12. im
Votiv-Kino. Mit "Anne Frank. The Whole Story" ist bereits der vor kurzem in
Hollywood preisgekrönte Film von Robert Dornhelm zu sehen. Weitere Höhepunkte:
Das aus BBC-Dokumentationen zusammengestellte Sonderprogramm "Human Rights,
Human Wrongs" von Rex Bloomstein und dessen Anthologie jüdischen Humors "Next
Time Dear God, Choose Someone Else", "vergessene" Klassiker wie "The Singing
Blacksmith/Jankl, der Schmid" und "The Light Ahead/ Fischke der Krumer" von
Edgar G. Ulmer, Filme nach Stoffen des vor kurzem verstorbenen
jüdisch-kanadischen Schriftstellers Mordecai Richler, Erstaufführungen wie die
israelisch-französische Coproduktion "Late Marriage" von Dover Kosashvili,
Stephen Frears "Liam", eine Geschichte um eine katholische Kindheit in
Liverpool, oder "The Loved Ones", die wahre Geschichte eines englischen
Börsenmaklers, der 1939 664 jüdische Kinder aus Prag nach England rettete.

153 Kinos erhalten 2,3 Mio. Mark für
ihre Programme
Preisverleihung am 11. Oktober im Dresdner Filmtheater
Schauburg
Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin hat 153
gewerblichen Filmkunsttheatern Geldpreise für herausragende Filmprogramme
des Jahres 2000 zuerkannt. Dies geschah auf Vorschlag der
Kinoprogrammkommission des Auswahlausschusses für Filmförderung. Für die
Auszeichnungen stehen insgesamt 2,3 Mio. Mark zur Verfügung. Nida-Rümelin
wird die Kinoprogrammpreise zusammen mit den Verleiherpreisen 2001 am 11.
Oktober in Dresden überreichen. Der Preis wird seit 1979 vergeben.
208 Kinos hatten sich für den Programmpreis beworben. Von ihnen erhalten
136 Filmhäuser Geldprämien von bis zu 40.000 Mark. Für herausragendes
Kinder- und Jugendkino bekommen 52 Kinos Geldprämien bis zu 10.000 Mark
verliehen. Hier hatten sich 119 Kinos beworben. Mit einem Sonderpreis für
herausragende Kurzfilmprogramme werden 17 Kinos aus 46 Bewerbern mit einem
Geldpreis von bis zu 10.000 Mark prämiert.
Einen Sonderpreis von bis zu 10.000 Mark für ihr herausragendes
Dokumentarfilmprogramm erhalten 20 Kinos. In dieser Kategorie hatten 44
Kinos Anträge eingereicht. Für hervorragende Programmgestaltung werden drei
Urkunden mit einer Prämie von 1.000 Mark an Programmgestalter vergeben, die
nicht Inhaber von Kinos sind.
Ort der Preisverleihung am 11. Oktober wird das Filmtheater Schauburg in
Dresden sein. Dieses Kino ist der Spitzenpreisträger des Vorjahres. Die
Verleihung findet erstmals getrennt von der Vergabe des Deutschen
Kurzfilmpreises in einem Kino statt, womit die Branchennähe hervorgehoben
werden soll. Zur Kinoprogrammkommission gehören Joachim Junghans
(Kinobesitzer), Andrej Krabbe (Filminitiative Dresden), Eva Matlok
(Kinobesitzerin), Thomas Matlok (Verleiher), und Gerd Albrecht
(Filmwissenschaftler).

"Yu"
Drehstartmeldung
"YU"
Eine Produktion der Novotny & Novotny Filmproduktion GmbH mit Unterstützung
des ÖFI und des WFF.
Dieses Roadmovie ist eine Studie über die Erlebnisse und Abenteuer dreier
verwöhnter Wohlstandsbürger
(ANDRE EISERMANN, GEDEON BURKHARD und DAVID SCHELLER) in den
bürgerkriegsähnlichen Unruhen des Restjugoslawien, in die sie unfreiwillig
geraten.
Es ist aber auch mehr.
Drehbuch/Regie:
Franz Novotny
Hauptrollen:
André Eisermann, Gedeon Burkhard, David Scheller,
Ana Maljevic, Ljubisa Samardzic, Vanja Edjus, Dejan Lutkic, Nikola Djuricko,
Ana Stefanovic, u.a.
Team:
Kamera: Andreas Hutter
Schnitt: Cordula Werner
Ton: Bruno Pisek
Ausstattung: Nikola Bercek
Kostüm: Nicole Fischnaller, Jelena Andelkovic
Maske: Aurie Hummer, Visnja Laiovic
Casting: Josef Platt und Cinema Design
Produzent: Franz Novotny
Drehzeit: 15. September bis Ende Oktober
Drehorte: Montenegro und Österreich
INHALT "YU"
Chris: "Denen hat´s allen irgendwie die Kette ausgehängt."
Erlebnisse und Abenteuer dreier verwöhnter Buddies um die 30, die
unfreiwillig in bürgerkriegsähnliche Unruhen geraten.
Zuerst ist es nur eine Spritzfahrt mit dem Porsche der Ehefrau.
Dann wird es eine Abenteuer-Reise in ein von Kombattanten und Gaunern
durchsetztes, sich auflösendes Land.
Es ist auch die Geschichte des Zerbrechens von Männerfreundschaften.
Warum grad Jugoslawien? Reiner Zufall, genaugenommen wegen einer
bildhübschen Autostopperin, die grad einen Lift nach Krk, einer Insel,
braucht.
Drei gegen eine:
Sonja (ANA MALJEVIC), eine Schauspielerin, die aus allen Filmen
rausgeschnitten wurde und das zum Punkt der Begierden und der Krisen der
jungen Männer wird.
Chris (ANDRE EISERMANN), ein angeblich erfolgreicher Enddreißiger, mit
Beziehungskisten Frau/Freundin.
Tom (GEDEON BURKHARD), ein cooler Barmann um die 25, scheinbar beziehungskalt.
Alex (DAVID SCHELLER), 28, der sich als "Literat" irgendwie durchschlägt.
Die drei Burschen können sich mit Witz und Lavieren aus heiklen Situationen
stehlen daheim. Die Krise in einem fremden Land bringt jedoch dort, wo kein
Tourismus mehr ist, alles auf den Punkt. Da ist der Sportwagen um 125.000 Euro
die groteske Antithese zu Monatslöhnen von 50 Euro. Das löst kriminelle
Energie aus.
Und es ist die Konfrontation dreier junger Westeuropäer mit Männern des
Südostens und dem echten "Machismo". Diese "Männer" des ehemaligen Jugoslawien
weisen andere, überholte Charakterzüge auf aber deswegen sind sie den
westlich geprägten Halbmännern in Konfliktsituationen überlegen.
Mann ist Mann und Frau ist Frau.
Bleiben die drei Buddies Weicheier oder nehmen sie die Abenteuer, die
Prüfungen zum Anlass, ihr Leben zu ändern sofern sie am Ende noch eines
haben?
Was ist der Reiz und die Fragestellung?
Mutproben. Bewährung und Versagen von Charakteren in Ausnahmesituationen.
Lebensprüfungen. Nach der Läuterung die Hoffnung.
Konfrontation zweier Zivilisationen. Sich aufführen können wie ein Krösus,
den ausgeflippten Ballermann spielen.
Und, wenn die Rechnung kommt, welcher Preis dafür gezahlt werden muss.

DER SCHUH DES MANITU versenkt "TITANIC"
wochenlang die nr.1 mit über 1,4 mio besucher in österreich
Der Schuh des Manitu versenkt Titanic.
Wochenlang die Nummer 1 mit über 1,4 Millionen Besucher in Österreich.
Die Rauchzeichen standen gut, der Prosecco war eingekühlt. Am Samstag, den 15.
September 2001 um 17.46 Uhr war es soweit. In Oberösterreich wurde die 1,4
Millionste Kinokarte für den Film "Der Schuh des Manitu" gekauft. Somit hat
die deutsche Winnetou-Parodie den Blockbuster Titanic ( 1.389.000 Millionen
Besucher ) endgültig versenkt. Mit 1.432.583 Besuchern in den letzten 9 Wochen
ist nun Bullys Herbig Komödie der erfolgreichste Film aller Zeiten. "Keiner
hatte diesen Erfolg erwartet. Wir sind überglücklich und sagen Danke an alle
Besucher", so Christian Langhammer, Geschäftsführer von Constantin Film.
Besonders freut sich Langhammer darüber, dass wieder ein deutschsprachiger
Film gezeigt habe, dass es weder auf das Produktionsbudgets noch auf das
Werbebudget ankomme. Vielmehr stehe guter Humor und Liebe zum Detail im
Vordergrund.
Die Rekorde im Detail:
Tagesschnitt von sagenhaften 51.163 Kinobesuchern in den letzten 28 Tagen. Die
Nummer 1 Platzierung des Filmes acht mal innerhalb der letzten 9 Wochen. Das
Golden Ticket für 300.000 Besucher in der ersten Spielwoche, das Diamond
Ticket für 1 Million Besucher bereits in der 5. Spielwoche. 98 Kopien
erwirtschafteten 126 Millionen Schilling Boxoffice.
Die Wochenzahlen im Detail:
Donnerstag Previews am 19. Juli mit 21.515
1. Woche mit 309.233
2. Woche mit 199.960
3. Woche mit 235.813
4. Woche mit 184.798
5. Woche mit 132.459
6. Woche mit 87.596
7. Woche mit 115.410
8. Woche mit 99.301
9. Woche mit 46.498

Kinopremiere für ORF-geförderte Doku "homemad(e)" von Ruth Beckermann:
Im Wiener Metro-Kino präsentierten gestern, Mittwoch, dem 12. September 2001,
die Ruth Beckermann Filmproduktion, der Filmladen und der ORF Ruth Beckermanns
jüngsten Dokumentarfilm "homemad(e)", der am Freitag, dem 14. September, im
Kino start. Mit "homemad(e)" gestaltete Beckermann ein Filmessay über den
Mikrokosmos der Wiener Marc-Aurel-Straße. In ihrer eigenen Nachbarschaft
filmte die Österreicherin rund ein Jahr lang - von Sommer 1999 bis Frühling
2000 -, in einer Zeit, die als politische "Wende" in die österreichische
Geschichte eingehen sollte, und stieß dabei auf sagenhaft interessante
Menschen. Die Marc-Aurel-Straße und ihre unmittelbare Umgebung waren einst das
Zentrum des Wiener Judenviertels, und einige sind nach dem Zweiten Weltkrieg
doch wieder dorthin gesiedelt. "homemad(e)" wurde nicht nur das liebevolle
Porträt einer der ältesten Straßen Wiens und ihrer Bewohner, sondern vor allem
ein Dokument österreichischer Zeitgeschichte und Befindlichkeit. Kurz vor
Kinostart wurde "homemad(e)" von der Vereinigung der Europäischen
Dokumentarfilmer als ausgewähltes Beispiel für das Motto ihrer diesjährigen
Veranstaltung "Totally local is truly universal" Ende September in die irische
Hauptstadt Dublin eingeladen. Nach der Uraufführung des Films bei den
Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2001 im Programm des Internationalen
Forums des Jungen Films war "homemad(e)"zu zahlreichen Festivals eingeladen,
unter anderem beim renommierten Dokumentarfilmfestival "Cinéma du réel" in
Paris und beim Jerusalem Film Festival. Im März dieses Jahres wurde "homemad(e)"
beim Festival des österreichischen Films, der "Diagonale" in Graz gezeigt, und
mit dem heuer erstmals vergebenen, mit 80.000 Schilling dotierten "Booz, Allen
& Hamilton-Preis" ausgezeichnet. Am Freitag, dem 14. September, läuft "homemad(e)"
in drei österreichischen Kinos an: in Wien im Votivkino, in Linz im Moviemento
und in Innsbruck im Cinematograph. Weitere Programmkinoeinsätze folgen.
Die 48-jährige Autorin und Regisseurin Ruth Beckermann, die für Filme wie "Die
papierene Brücke" oder "Jenseits des Krieges" mehrfach ausgezeichnet wurde und
Bücher zur Geschichte der österreichischen Juden ("Die Mazzesinsel",
"Unzugehörig"), zur Geschichte des österreichischen Kinos ("Ohne Untertitel")
sowie zu den Erinnerungen österreichischer Wehrmachtssoldaten ("Jenseits des
Krieges") herausgegeben hat, wurde für ihre bisherigen Leistungen im Oktober
2000 mit dem Manès-Sperber-Preis gewürdigt.

Österreichischer Kinofilm in Venedig ausgezeichnet
Bei den 58. Filmfestspielen von Venedig wurde gestern,
Samstag, Ulrich Seidls kontroversielle Milieustudie
"Hundstage" mit dem "Großen Preis der Jury" ausgezeichnet.
Nach dem begehrten "Goldenen Löwen", den heuer
die indische Regisseurin Mira Nair für ihre Hochzeitskomödie "Monsoon
Wedding" erhielt, ist dies die zweitgrößte Auszeichnung, die das
renommierte Festival jährlich am Lido die Venezia vergibt.
Schon im Vorfeld der Preisverleihung zählte Ulrich Seidls
Spielfilmdebüt zu den Favoriten des Wettbewerbs, obwohl er die Presse
am Lido erregte, wie kaum ein anderer Streifen. In "Hundstage"
porträtiert der für seine provokanten und polarisierenden
Dokumentarstudien wie "Good News", "Die letzten Männer" oder
"Tierische Liebe" bekannte Filmemacher eine Gruppe von Menschen an
der südlichen Peripherie Wiens. Die aus sechs losen, fragmentarischen
Episoden verdichtete Milieustudie bringt umbarmherzig ans Licht, was
sich in der trügerischen Stille eines hochsommerlichen Wochenendes -
den sogenannten Hundstagen - hinter den Fassaden kleinbürgerlicher
Durchschnittlichkeiten verbirgt. Seidls zentrale Themen darin sind
Liebe, Einsamkeit, enttäuschte Sehnsüchte und die Schrecklichkeit des
Alltags. Vordergründig skandalträchtig angesichts seiner
Tabulosigkeit entpuppt sich "Hundstage" nach und nach als behutsames
Menschenbild eines gnadenlosen Beobachters der Abgründe der
menschlichen Seele.
Die Stärke seines jüngsten Werks liegt laut Regisseur Ulrich
Seidl, in der Authentizität: Die Hauptrollen - neben den
professionellen Schauspielern Maria Hofstätter und Georg Friedrich -
sind alle mit Laiendarstellern besetzt, teilweise spielen sie sich
sogar selbst. Die Dialoge im Film sind improvisiert, denn das
Drehbuch, das Seidl gemeinsam mit der Journalistin Veronika Franz
verfasste, bestand nur aus Szenenbeschreibungen.
Die Dreharbeiten zum Film erstreckten sich aufgrund der
notwendigen Wetterbedingungen, der titelgebenden "Hundstage", in etwa
auf drei Jahre. "Hundstage" ist eine Produktion der Wiener Allegro-Film in
Koproduktion mit The Coproduction Office/Berlin, hergestellt mit
Unterstützung des ORF, des Österreichischen Filminstituts, des Wiener
Film Fonds sowie des Landes Niederösterreich. Der österreichische
Kinostart von "Hundstage" ist für Jänner 2002 geplant. (ORF, ots)

Der Schuh des Manitu
Bereits 1 Million Besucher in Österreich
In nur 32 Tagen sahen über 1 Million Besucher die deutsche Winnetou-Parodie
"Der Schuh des Manitu".
Somit ist diese Komödie bereits einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten
im deutschprachigen Raum.
Die Millionen-Schallmauer der letzten Jahre durchbrachen bis dato nur die
US-Produktionen "Der König der Löwen" und "Titanic".
Mit einem Tagesschnitt von über 31.000 Besuchern sicherte sich "Der Schuh
des Manitu" das beste Ergebnis eines deutschen Filmes in Österreich.
Seit dem Filmstart am 19.Juli konnten ihm auch die US-Starts von JURRASIC
PARK 3, Doktor Dolittle 2 und THE MEXICAN von seiner führenden Position auf
Platz 1 in den österreichischen Filmcharts nicht verdrängen.
Somit bekommt Michael "Bully" Herbigs Western-Komödie mit dem Millionsten
Besucher auch das "Diamond Ticket", das von der Wirtschaftskammer Österreich
für Filme über 1 Million
Zuschauer verliehen wird.
Nur 2 Filme haben in Österreich bisher diese Auszeichnung erhalten: Disneys
"Der König der Löwen" mit 1,164.000 Besuchern und "Titanic" mit 1,389.000
Besuchern.
Christian Langhammer, geschäftsführender Gesellschafter der Constantin Film
Holding meint dazu: "Der Film hat eindeutig den Nerv der Zeit getroffen, viele
Besucher sehen sich diesen Film ein zweites Mal an. Unterhaltung nicht nur für
kids und Familien, sondern auch für Senioren - die sich dabei 84 Minuten
unbeschwert unterhalten."
