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Lernspielzeug liegt voll im Trend

"Kinder haben ein Recht auf Bildung", sagt Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis und stellt weiter fest: "Dieses Recht wird nicht erst mit Eintritt in die Schule wirksam, sondern bereits mit der Geburt." Der Direktor des Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik fand klare Worte, als er am 9. Februar auf der Nürnberger Spielwarenmesse den Förderkreis "Neue Lernwege" der Öffentlichkeit vorstellte. Dessen Ziel, mehr gesellschaftliches Engagement für die frühkindliche Bildung zu wecken, trifft sich mit einem Trend, der sich auf der Spielwarenmesse bereits deutlich abzeichnet: Lernspielzeug ist gefragt wie nie zuvor.

   Die Ursachen dieses Trends liegen auf der Hand: Angesichts der letzten PISA-Studie suchen immer mehr Eltern nach Wegen, die Bildung ihrer Kinder schon zu Hause so früh wie möglich voran zu treiben und die sprachlichen, mathematischen und musischen Fähigkeiten ihrer Sprösslinge so früh wie möglich zu fördern. Dieses Bedürfnis beschert den Anbietern von Lernspielzeug derzeit ungeahnte Wachstumsraten: In den USA stehen ihre Umsätze bereits für 10 Prozent des gesamten Spielwarenmarkts.

   Die wachsende Nachfrage nach Lernspielzeug kann sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Professor Fthenakis betonte in Nürnberg die immense Bedeutung frühkindlichen Lernens. "Befunde der neurowissenschaftlichen Forschung und der Entwicklungspsychologie belegen, dass die frühe Kindheit eine sehr lernintensive Zeit im Leben eines Menschen ist." Versäumnisse in der frühkindlichen Bildung ließen sich nur schwer wieder wettmachen, da es für bestimmte Entwicklungs- und Lernschritte nur schmale Zeitfenster gebe. Allen Kindern frühe Bildungserfahrungen und -chancen zu ermöglichen, sei deshalb eine Hauptaufgabe verantwortungsvoller Bildungspolitik.

   Ein Mittel, seinen Zielen näher zu kommen, ist der LeapFrog Learning Award, den der Förderkreis im Jahr 2005 erstmals ausschreibt. Mit ihm sollen besonders innovative Ideen zur Förderung frühkindlicher Bildung prämiert werden. Sponsor des mit 12.000 Euro dotierten Preises ist die Salzburger Stadlbauer Ges.m.b.H. Sie vertreibt Lernspielzeug von LeapFrog im deutschsprachigen Raum.
 


 

Jugendliche zusehends wettsüchtig
Studie: 13 Prozent der Befragten investieren wöchentlich bereits 20 Euro

Kommerzielles Glücksspiel steht bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs.. Dies hat eine Studie der Universität Bielefeld http://www.uni-bielefeld.de ergeben. Das Engagement geht mittlerweile über selbstorganisiertes Kartenspielen mit Geldeinsatz, das bei etwa einem Drittel beliebt ist, hinaus. Dabei liegt die erst im Jahr 2000 in Deutschland eingeführte staatliche "Oddset-Sportwette" mit einer Verbreitung von 18 Prozent bereits auf Platz zwei hinter dem "Rubbel-Lotto" (36 Prozent). In den vergangenen zwölf Monaten haben sich zwölf Prozent aller befragten Jugendlichen an Oddset beteiligt.

Hauptzielgruppe der Oddset-Sportwette sind laut Studie männliche Kinder und Jugendliche. 89 Prozent aller Teilnehmer sind Jungen und nur elf Prozent Mädchen. Auffallend ist auch die Regelmäßigkeit, mit der gewettet wird. Die meisten Jugendlichen reichen wöchentlich ein, einige jedoch auch täglich. Auch der Online-Zugang zu Oddset habe ebenfalls zu einer Zunahme der Nutzung dieser Wettvariante geführt.

Bei den 5.009 befragten Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren fand das Forscherteam einen Anteil von zehn Prozent, die als "Problemspieler" bezeichnet werden können. In diese Gruppe fallen all jene, die regelmäßig und über einen längeren Zeitraum spielen und hohe Geldeinsätze tätigen. Nach Angaben der Jugendlichen investiert ein Drittel wöchentlich bis zu zehn Euro in die Oddset-Sportwette. 13 Prozent würden sogar 20 Euro pro Woche investieren.

Klaus Hurrelmann von der Uni-Bielefeld weist hier auf ein Suchtpotenzial hin, das bis hin zur Abhängigkeit führen kann. Betroffen davon seien vornehmlich junge Männer in Hauptschulen. Diese Problemspieler würden im Freundeskreis nicht akzeptiert werden und seien häufiger Belastungen ausgesetzt. Im Vergleich zu Normalspielern herrsche bei Problemspielern eine allgemeine Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation vor.

Diese Ergebnisse verlangen laut Uni-Bielefeld nach einer Aufnahme der Diskussion um eine Altersbegrenzung bei kommerziellem Glücksspiel. Vor allem im Zusammenhang mit der Oddset-Sportwette und dem aktuellen Ereignissen rund um den Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer. Im Jahr 2000 war die Debatte um ein Mindestalter zurückgestellt worden.
 


 

In Österreich sind noch längst nicht alle Kinderrechte erfüllt!

Österreichische Kinderrechtsorganisationen veröffentlichen Empfehlungen des UNO  Kinderrechtsausschusses

"Der Ausschuss empfiehlt, dass Österreich seinen Staatenbericht und die Empfehlungen dieses Ausschusses breit zugänglich macht, und zwar der Bevölkerung im allgemeinen, allen relevanten Organisationen, Jugendgruppen, und Kindern, um zur Bewusstseinsbildung zur Kinderrechtskonvention beizutragen." So heißt es in den heute, am 28. Jänner 2005, am Nachmittag veröffentlichten Empfehlungen des UNO-Kinderrechtsausschusses an Österreich. Die "National Coalition - Netzwerk Kinderrechte", ein österreichweiter Zusammenschluss von Kinderrechtsorganisationen im Nichtregierungsbereich (Mitglieder siehe unten) will diese Aufgabenliste des UNO-ExpterInnengremiums als Arbeitsprogramm für die nächsten fünf Jahre sehen und hat dementsprechend die UNO-Empfehlungen in der englischen Originalfassung auch bereits auf ihre Internetseite www.kinderhabenrechte.at gestellt. Die Empfehlungen schließen das bislang zweite Berichtsprüfungsverfahren gemäß der UN-Kinderrechtskonvention (KRK), die in Österreich seit 1992 in Kraft ist, ab, an dem die National Coalition mit einem eigenen Schattenbericht und einem Hearing vor dem Ausschuss beteiligt war.

   Die sehr konkreten und breit angelegten Empfehlungen umfassen mehr als 20 Bereiche in Österreich, in denen der Kinderrechtsausschuss Verbesserungen für angebracht sieht: Verankerung der KRK in den Verfassungen auf Bundes- und Länderebene; Gesetzgebung nicht im Einklang mit der KRK bezüglich Familienzusammenführung und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Einrichtung einer bundesweiten Koordinierungsstelle; Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,7 % des BIP; Bewusstseinsbildung und Ausbildungsstandards zu Kinderrechten bei Kindern und Erwachsenen; Maßnahmen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Erfüllung des Grundsatzes der Nicht-Diskriminierung durch unterschiedliche Verwaltungspraxis; Harmonisierung der Jugendwohlfahrtsregelungen der Länder auf hohem Standard und Ausstattung der Jugendwohlfahrt mit verstärkten finanziellen Mittel; Demokratisierung der Bundesjugendvertretung; Vermeidung von anonymen Geburten und "Babyklappen"; Schutz der Kinder vor gefährlicher Information im Internet, im Fernsehen und bei Computerspiele; Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt gegen Kinder; öffentliche Bewusstseinsbildungskampagnen für eine gewaltfreie Erziehung; Vermeidung von Konsum bzw. Missbrauch von Drogen, Tabak und Alkohol; Prävention der Genitalverstümmelung bei Frauen; Maßnahmen gegen Kinderarmut; Verbesserungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge; Maßnahmen gegen Sexuelle Ausbeutung, Pornographie und Kinderhandel; Reformen in der Jugendgerichtsbarkeit. Darüber hinaus wurden in einer separaten Stellungnahme des Ausschusses Maßnahmen der Bundesregierung zum Thema "Kinder und bewaffnete Konflikte" überprüft.

   Für die Kinderrechtsorganisationen ist auf alle Fälle großer Handlungsbedarf gegeben. Auch der UNO-Ausschuss empfiehlt als Follow-up die Befassung aller relevanten Stellen einschließlich Ministerrat, Parlament und Länder mit diesen Empfehlungen. Der erst im November 2004 vom Ministerrat beschlossene, aber in der Öffentlichkeit noch kaum bekannte "National Aktionsplan zur Umsetzung der Kinderrechte" könnte hier eine Chance sein, diesen Auftrag der Vereinten Nationen für Österreich zu erfüllen. Mitgliedsorganisationen der National Coalition sind die Österreichische Bundesjugendvertretung, die Österreichische Kinderfreunde / Rote Falken, das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, das Kinderbüro Graz, SOS Kinderdorf Österreich, die Katholische Jungschar Österreichs, das Österreichisches Komitee für UNICEF, alle Kinder  und Jugendanwaltschaften der Länder, Pro Juventute, Akzente Salzburg, die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Osterreich, das Kuratorium Kinderstimme, die Asylkoordination Österreich und "Rat auf Draht".
 


 

Kinder-Sicherheits-Olympiade 2005

Unter dem Motto "Gefahren erkennen - vermeiden - bewältigen" werden auch heuer wieder die besten und sichersten Volksschulklassen Niederösterreichs gesucht. Bei der bereits zum 6. Mal veranstalteten Kinder-Sicherheits-Olympiade können Jugendliche ihr Sicherheitswissen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Mit diesem Teambewerb, der vom NÖ Zivilschutzverband initiiert wurde, sollen Kinder durch Spiel und Spass mit den Grundsätzen des Zivilschutzes konfrontiert und zum Sicherheitsdenken motiviert werden.

   Der Wettbewerb umfasst u. a. ein "Safety-Würfelspiel", bei dem die allgemeine Sicherheit ein Thema ist, einen Radfahrbewerb, einen Wasser-Zielspritzen-Löschbewerb und ein Puzzle-Spiel mit Gefahren-Symbolen.

   In jedem Landesviertel werden ab April zwei Vorbewerbe veranstaltet, bei denen jeweils an acht Austragungsorten zwölf Klassen gegeneinander antreten. In den Grenzregionen werden auch Partnerschulen aus den neuen EU-Mitgliedsländern zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die Sieger aus diesen Ausscheidungen und zwei weitere Klassen mit der höchsten Punktezahl treten dann am 3. Juni in der städtischen Sportanlage in St. Pölten zum Landesfinale an. Der Landessieger fährt am 10. Juni zum Bundesfinale nach Irdning in die Steiermark.

   Nähere Informationen: NÖ Zivilschutzverband, Telefon 02272/618 20-0, www.noezsv.at.


 

Spielzeug hat einen bleibenden Einfluss auf das Gehirn
Frühe Kenntnisse sind auch später noch abrufbar

Spielzeug, das den Geist eines kleinen Kindes anregt, kann die Gehirnfunktion auf Dauer fördern. Wissenschafter der Stanford University http://www.stanford.edu haben nachgewiesen, dass Fähigkeiten, die sehr früh erlernt werden, zu permanenten Änderungen in der Gehirnstruktur führen können. Die Ergebnisse, die auf einer Studie mit Eulen basieren, betonen laut BBC die Wichtigkeit der frühzeitigen Wahl des richtigen Spielzeugs. Der leitende Wissenschafter Eric Knudsen erklärte, dass das sehr frühe Lernen neuer Fähigkeiten die Neuronen dazu anregt, neue Verbindungen zu bilden, die im Erwachsenalter noch immer funktionieren. Details der Studie wurden in der Online Edition von Nature Neuroscience http://www.nature.com/neuro veröffentlicht.

So genanntes pädagogisch wertvolles Spielzeug ist seit vielen Jahren beliebt. Viele Eltern kaufen es ihren Kindern, um ihnen in der Schule einen Vorsprung zu ermöglichen. Die letzten Studien zeigen jedoch, dass dieses Spielzeug auch jene Bereiche des Gehirnes fördert, die später für das Treffen von Entscheidungen eingesetzt werden. Knudsen erklärte, dass diese Forschungsergebnisse die Wichtigkeit der Investition in kindliche Erfahrungen bestätigen. "Frühes Lernen kann langfristige Auswirkungen auf die Architektur des Gehirns haben." In früheren Studien wies das Team mit jungen Eulen nach, dass sie rasch neue Fähigkeiten erlernten, die ältere Tiere verwirrt zurückließen. In den aktuellen Experimenten wurde überprüft, ob diese Vögel sich als erwachsene Tiere noch an diese Fähigkeiten erinnerten.

Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf jenen Bereich des Gehirns der Eulen, der Schall zur Unterstützung der Jagd nutzt. Die Tiere erstellen aus den Geräuschen, die sie hören, eine Art von Abbildung. Dazu gehören zum Beispiel Geräusche einer Maus oder von Blättern. Die Forscher rüsteten die Vögel mit speziellen Brillen aus, die die Welt auf eine Seite kippen ließen und so die in den Gehirnen eingeprägten Landkarten empfindlich störten. Sahen die Tiere durch die Brillen, schien eine seitlich positionierte Maus sich gerade vor ihnen zu befinden. Die Eulen waren verwirrt und die Beute entkam. Zur Lösung dieses Problems schuf das Gehirn der Tiere schrittweise eine neue Landkarte der Geräusche, die den verzerrten Bildern entsprach. Wurden die Brillen wieder entfernt, kehrten die Vögel wieder zu der ursprünglichen Struktur zurück. Entscheidend war jedoch, dass die Eulen sich später beim Tragen der Brillen wieder an ihre frühren Erfahrungen erinnerten.


 

Umfrage: Kino- und Videofilme gefährlicher als Fernsehen
Deutsche beurteilen Private schlechter für Kinder

80 Prozent der Deutschen finden es "vollkommen richtig", dass es für das Fernsehen rechtliche Bestimmungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gibt. Das geht aus einer telefonischen Repräsentativerhebung hervor, die das ZDF http://www.zdf.de im November 2004 bei 1.000 Personen, davon 525 Eltern mit Kindern, durchführen ließ. Doch werden Video- und Kinofilmen, aber auch Internet sowie Computer- und Videospielen ein größeres Gefahrenpotenzial zugeschrieben als dem Fernsehen. Ein weiteres Ergebnis zeigte, dass beim Fernsehen die öffentlich-rechtlichen Sender hinsichtlich des Jugendschutzes besser beurteilt werden als die Privatsender.

Von sechs vorgegebenen gesellschaftsbezogenen Themen ist für 27 Prozent der Befragten der Kinder- und Jugendschutz das wichtigste Thema. Er wird lediglich übertroffen von dem Thema Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (40 Prozent). Im Bereich der Medien hält die Bevölkerung Regelungen vor allem für Verkauf und Verleih von Videofilmen (39 Prozent), für den Zugang zu Internetangeboten (36 Prozent) und für den Verkauf und Verleih von Computer- und Viedeospielen (33 Prozent) für "sehr wichtig". Für die Ausstrahlung von Fernsehsendungen sind 29 Prozent der Befragten entsprechende Regelungen "sehr wichtig", gefolgt von Kinofilmen sowie Büchern und Zeitschriften.

Jeder vierte Bundesbürger hat laut der Umfrage in jüngerer Zeit für unter Zwölfjährige problematische Sendungen zu deren üblichen Sendezeiten gesehen. Dabei nennen die Befragten in erster Linie Talkshows am Nachmittag (26 Prozent), in zweiter Linie japanische Zeichentrickfilme und Nachrichten (je zwölf Prozent). Darauf folgten Gerichtssendungen (elf Prozent) und brutale, gewaltverherrlichende Filme (neun Prozent). Nach dem Empfinden der Befragten sind es fast ausschließlich kommerzielle Sender, die besonders häufig Sendungen bringen, die für Kinder unter zwölf Jahren ungeeignet sind. Umgekehrt wird den öffentlich-rechtlichen Sendern zugeschrieben, am meisten Sendungen zu bringen, die man Kindern unter zwölf Jahren bedenkenlos sehen lassen kann.

Auch bei den Online-Angeboten des ZDF würden die gleichen Richtlinien gelten wie für die Sendungen des ZDF, so der ZDF-Intendant Markus Schächter. Der ZDF-Fernsehrat richtete den Appell an die Kontrolleinrichtungen der Privatsender, "sich in Wahrnehmung der ihnen gesetzlich zugewiesenen Aufgaben und unter dem Gesichtspunkt des Jugendmedienschutzes unverzüglich den Online-Angeboten von Privatveranstaltern anzunehmen".


 

Lernprogramme als Weihnachtsgeschenk für Kinder oft nicht sinnvoll

Auf der Suche nach einem passenden und vor allem sinnvollen Weihnachtsgeschenk für ihre Jüngsten klingt für viele Erwachsene verführerisch, was Werbung und Produktbeschreibungen versprechen: Ob Mathematik, Deutsch oder Naturwissenschaften, mit Lernprogrammen werde zu Hause spielerisch gelernt, was in der Schule versäumt wurde und im Leben wichtig sei. Für die nötige Motivation sorge schon das Medium Computer. Doch das sinnvollste und beste Geschenk ist immer noch ein gutes Buch. Falls das Kind nicht gerne liest oder Probleme mit dem Lesen und Schreiben hat, kann zunächst auch ein Hörbuch das Interesse für Bücher wecken.

   Für viele Eltern ist es sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, gut gemachte Computerprogramme von schlechten zu unterscheiden. Häufig werden bei der Konzeption von Lernsoftware systematische und lernpsychologische Gesetzmäßigkeiten außer Acht gelassen. So sind zum Beispiel bei vielen Lese- und Schreiblernprogrammen die verwendeten Wortschätze nicht auf den individuellen Leistungsstand des jeweiligen Kindes hin ausgerichtet. Selbst bei pädagogisch wertvollen Lernprogrammen ist ohne ständige Aufsicht und fachliche Anleitung nicht garantiert, dass die Kinder das lernen, was sie lernen sollen. Der Versuch der Eltern, durch den Einsatz von Lernsoftware die schulischen Probleme ihres Kindes zu Hause zu lösen, kann sogar dessen Situation weiter verschärfen. Denn in der Regel verzichten diese Eltern auf andere, Erfolg versprechendere Maßnahmen.

   Eltern sollten daher zu Weihnachten anstatt zu Lernprogrammen lieber zu traditionellen Geschenken wie Büchern greifen und bei Schulschwierigkeiten des Kindes Spezialisten zu Rate ziehen. Eine Liste mit empfehlenswerten - und dennoch spannenden - Büchern und Hörbüchern für Kinder und Jugendliche gibt es kostenlos im nächstgelegenen LOS, das in Deutschland über die einheitliche Rufnummer 0180 5 060606 zu erreichen ist (12 Cent/Minute). Ansprechpartner der LOS in Österreich und Luxemburg finden sich auf der Homepage www.LOSdirekt.de.

   Die LOS, die Lehrinstitute für Orthographie und Schreibtechnik, widmen sich seit mehr als zwanzig Jahren ausschließlich der wissenschaftlich fundierten, pädagogischen Diagnose und Therapie der Lese-/Rechtschreibschwäche. An über 200 Standorten in Deutschland, Luxemburg und Österreich fördern die LOS inzwischen jedes Jahr im Durchschnitt 20.000 Kinder und Jugendliche erfolgreich im richtigen Lesen und Schreiben.
 


 

Eltern nicht besorgt über fette Couch-Kinder
2020 wird ein Drittel der Erwachsenen übergewichtig sein

Vier von fünf britischen Elternpaaren kümmern sich trotz in die Höhe schießender Übergewichtsraten nicht darum, ob ihr Kind genug Bewegung macht. Die Britische Herz Foundation (BHF) http://www.bhf.org.uk/ sagt, diese Apathie zum "Couch Potato Lifestyle" könne bedeuten, dass die jungen Menschen von heute die Herzpatienten von morgen werden. Das berichtet die BBC http://news.bbc.co.uk .

Mehr als 22 Mio. Kinder unter fünf Jahren sind laut Daten der World Health Organization http://www.who.org fettleibig oder übergewichtig. Bei den Kindern zwischen zwei und vier Jahren haben sich die Raten jener mit Übergewicht zwischen 1995 und 1998 von fünf auf neun Prozent fast verdoppelt. Bei den Sechs- bis 15-Jährigen haben sich die Übergewichtsraten zwischen 1990 und 2001 von fünf auf 16 Prozent mehr als verdreifacht. Wenn die aktuellen Trends so fortlaufen, wird bis 2020 ein Drittel der Erwachsenen fettleibig sein.

Die Umfrage der Britischen Herz Foundation wurde an 500 Eltern und 1.000 Kindern zwischen sieben und 16 Jahren durchgeführt. Die Experten fanden heraus, dass sich nur ein Viertel der jungen Menschen eine Stunde am Tag körperlich betätigte, wie es empfohlen wird. Nur ein Fünftel der Eltern zeigte sich angesichts dieser Tatsache besorgt. Im Rahmen seiner "Well Fit!"-Kampagne möchte die BHF Eltern ermutigen, ihren Kindern zu helfen aktiver zu sein. Die Organisation bezeichnet die Eltern als Schlüssel zur Lösung des Übergewichts-Problems. Fast die Hälfte der befragten Eltern glaubte, sie hätten sich als Kind mehr bewegt als ihre eigenen Kinder heute. Acht von zehn Eltern gaben an, sie sähen sich verantwortlich dafür, dass ihr Kind genug Sport treibe.

David Haslam vom National Obesity Forum http://www.nationalobesityforum.org.uk/ sagte, körperliche Aktivität sei essenziell. Sie biete nicht nur Schutz gegen Übergewicht, sondern auch gegen Herzleiden und Krebs später im Leben. Er sieht das Problem einerseits in der Motivation und andererseits in der Erziehung. Haslam glaubt, dass sich die Eltern nicht bewusst darüber sind, dass sie ihrem Kind Schwierigkeiten bereiten, wenn sie nicht einen aktiven Lifestyle sicherstellen.


 

Drillinge entwickeln sich langsamer als Einzelkinder
Unterschied zwischen Zwillingen und Drillingen entscheidend

Drillinge entwickeln sich langsamer als Einzelkinder und Zwillinge. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Bar Ilan University http://www.biu.ac.il/index_eng.shtml gekommen. Die Forscher analysierten die kognitive Entwicklung von 23 Drillingen, 23 Zwillingspaaren und 23 Einzelkindern. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres hatten sich die Drillinge in den Bereichen Wort, Gesten und Grundspiele schlechter entwickelt. Laut Studie ist dafür verantwortlich, dass die Mütter nicht so viel Zeit für die Förderung ihrer Kinder aufwenden konnten. Der Großteil ihrer Zeit wurde für die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse aufgebraucht. Die Anzahl der Drillingsgeburten hat sich laut BBC seit 1980 in den Industrieländern verzehnfacht.

Die Mütter tendierten zusätzlich dazu, sich dem bei der Geburt schwächsten Drilling weniger zu widmen und ihm mit weniger Wärme zu begegnen. Dieses Kind zeigte im Vergleich zu seinen Geschwistern die schwächste kognitive Entwicklung in den Bereichen Wahrnehmung, logischem Denken und Kreativität auf. Zusätzlich ergab die Studie, dass der elterliche Stress in den ersten sechs Monaten der Drillinge besonders groß war. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass die Drillinge später von der Interaktion untereinander profitieren können. Die aktuelle Studie widerspricht früheren Untersuchungen, wonach auch Zwillingen in ihrer Entwicklung benachteiligt sind.

Die leitende Wissenschafterin Ruth Feldman erklärte, dass der Unterschied zwischen Zwillingen und Drillingen ganz entscheidend sei. "Unterhalb eines bestimmten Grenzbereiches gehen wir davon aus, dass das Kind nicht jene elterliche Betreuung erhält, die es für eine optimale Entwicklung bräuchte. Das Verhältnis zwischen Kind und Elternteil geht nicht zu Gunsten der Eltern aus. Eltern berichten, dass dieses eine Kind mehr den Unterschied zwischen überschaubar und unüberschaubar ausmacht." So gab es laut Feldman mehrere Fälle von Drillingen, die das Haus in den ersten Monaten ihres Lebens nicht verließen, weil es die Eltern nicht schafften. Derartige Ereignisse seien von Zwillingen noch nie berichtet worden.
 


 

NASA entwickelt Sicherheitssystem für Kindersitze
Daueralarm bei einminütiger Elternabsenz – Suche nach Vertriebspartnern
 

Die US-Raumfahrtbehörde NASA http://www.nasa.gov hat ein System für Auto-Kindersitze entwickelt, damit Eltern ihre Kindern nicht, wie es unabsichtlich passieren kann, mit Gurten befestigt im Fahrzeug vergessen. Mit Hilfe einer eingebauten Elektronik erkennt der so genannte Child Presence Sensor, wenn das Kind unbewacht im Fahrzeug zurückbleibt. Das Nasa Langley Forschungscenter in Hampton http://www.larc.nasa.gov sucht nun für die weitere Entwicklung und Vermarktung des Produktes nach Vertriebspartnern.
 

Das Alarmsystem, das für den Schlüsselbund des Fahrers entwickelt wurde, gibt, wenn sich der Fahrer zu weit vom Auto entfernt, zehn Warntöne aus. Ist dieser länger als eine Minute abwesend, erfolgt ein nicht abstellbarer Daueralarm. Das Aus erfolgt erst dann, wenn der Lenker wieder zum Sicherheits-Kindersitz zurückgekehrt ist. Der Sensorschalter wird sofort zu jenem Zeitpunkt aktiviert, wenn das Kind im Sitz platziert wird und beim Entfernen deaktiviert. Der Schalter verfügt über eine große Aktivierungsfläche und erkennt Gewichtsunterschiede von rund 230 Gramm.
 

Der Sensor registriert das Gewicht des Kindes, wenn dieses in den Kindersitz gehoben wird und sendet mittels Radiofrequenz einen Code an den Schlüsselanhänger. Im System integriert ist eine Dauerbatterie. Wird diese schwächer, alarmiert das System den Fahrer mit einem hörbaren Signal. Der Sensor ist eine Art "zweites Paar" Augen und Ohren, so der Entwickler William Edwards. "Bestehende Kindersitze können einfach und kostengünstig zusätzlich mit dem Sicherheitssystem ausgestattet werden", erklärte Edwards. Es gebe bereits im Fahrzeug installierte Systeme, die Alarm schlagen, wenn der Lenker den Schlüssel in der Zündung stecken lässt oder die Fahzeugbeleuchtung nicht abschaltet. "Höchste Zeit auch an die Sicherheit von Kindern zu denken", so Edwards.



 

Ortungsgerät für Kinder
Hightech-Firma entwickelt Sicherheitslösung für Drei- bis Zehnjährige
 

Die Hightech-Firma GAP AG http://www.gapag.de will auf der CeBIT 2002 (13. bis 20. März) mit HiPer Junior eine Sicherheitslösung für drei- bis zehnjährige Kinder vorstellen. Dabei handelt es sich um einen GSM/GPS-Telematik-Computer, der zur einfachen Bedienung nur über zwei Knöpfe verfügt. Eine Notruftaste gibt dem Kind die Möglichkeit, in einer Gefahrensituation seine Position zu senden und mit einer Notrufzentrale zu kommunizieren, eine Sprechtaste ermöglicht normales Telefonieren mit einer vorher festgelegten Nummer über GSM. Darüber hinaus können Eltern jederzeit über eine Soforthilfe-Zentrale per Telefon und Kennwort die aktuelle Position ihres Kindes in Erfahrung bringen.
 

Die dazugehörige Technologie wurde von dem Unternehmen mit Sitz im bayrischen Oberhaching im August 2001 entwickelt. Laut Firmenangaben ist HiPer (High Precision Personal Location System) das weltweit erste persönliche Telematikendgerät für GSM. Primäre Zielgruppe des Systems sind neben Extremsportlern und Einsatzkräften vor allem ältere Menschen und Kinder. "Unser Ziel ist es, heute verfügbare Technologien einzusetzen, um die Sicherheit einer der schwächsten gesellschaftlichen Gruppen entscheidend zu verbessern", so Ditmar Prigge, Firmengründer und Vorstandsvorsitzender.
Der Kostenpunkt und die Verfügbarkeit des HiPer Junior stehen noch nicht fest.



 

www.kindergeldrechner.at - der Kindergeldrechner der ÖGB-Frauen ist online!

Ab sofort ist der Kindergeldrechner der ÖGB-Frauen unter www.kindergeldrechner.at online. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten die ÖGB-Frauen heute dieses kostenlose Service für WiedereinsteigerInnen. ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits über die Gründe für die Entwicklung des Rechners:"Wir wollen, dass die Frauen trotz der komplizierten Zuverdienstgrenzen, die es beim Kindergeld gibt, den Wiedereinstieg erfolgreich bewältigen. Schlummerstecker, wie sie die Kanzlerpartei als Symbol für das Kindergeld verteilt, leisten dazu sicher keinen Beitrag. Unser Kindergeld-Rechner dagegen sehr wohl."++++

Konkret berechnet der Rechner, wie viel frau/man nach dem Wiedereinstieg bis zum Ende des Anspruchs auf Kindergeld pro Monat verdienen darf, damit die per Gesetz festgelegte jährliche Einkommensgrenze von 14.600 € nicht überschritten wird. Denn tappt der/die WiedereinsteigerIn in die "Zuverdienst-Falle", hat das gravierende Folgen: Das Kindergeld für das gesamte Kalenderjahr muss zurückgezahlt werden. Daran werde auch die mittlerweile erlassene Härtefall-Verordnung wenig ändern, sind die ÖGB-Frauen überzeugt. Denn sie toleriert eine Überschreitung der Einkommensgrenze um maximal zehn Prozent nur bei "Unvorhersehbarkeit" oder bei "Unbilligkeit" der Rückforderung aufgrund der individuellen Einkommensverhältnisse. "Was darunter zu verstehen ist, werden wahrscheinlich erst die Gerichte beantworten können, wenn die ersten Fälle dort landen", so ÖGB-Frauensekretärin Sylvia Ledwinka. Damit ArbeitnehmerInnen gar nicht erst in die missliche Lage kommen, bieten die ÖGB-Frauen den Online-Rechner.

Wie viel dazuverdient werden darf, hängt von vielerlei ab....

Schon um die im Gesetz festgelegte jährliche Einkommensgrenze auf ein monatliches Bruttoeinkommen umzurechnen, ist einiges an Aufwand und Wissen nötig. Für Angestellte gilt ein monatlicher Richtwert von € 1.136, für ArbeiterInnen von 1.144 €. Allerdings greifen diese "Richtwerte" in vielen Fällen zu kurz. Sie stimmen nur dann, wenn in jedem Monat des Kindergeldbezugs dazuverdient wird. Verdient frau/man während der Karenz jedoch nichts oder weniger dazu, sieht die individuelle Einkommensgrenze nach dem Wiedereinstieg gleich ganz anders aus. Wie viel dann tatsächlich neben dem Kindergeld verdient werden kann, hängt auch davon ab, in welchem Monat das Kind geboren wurde und in welchem der Wiedereinstieg erfolgt!

Von optimalen und ungünstigen Geburtsmonaten...

Hinsichtlich der Zuverdienstgrenze gibt es optimale und weniger günstige Geburtsmonate. Kommt das Kind Anfang Juli zur Welt und kehrt die Mutter nach Ablauf der Karenz, die nach wie vor zwei Jahre dauert, auf den Arbeitsmarkt zurück, kann sie für die folgenden sechs Monate, in denen sie noch Kindergeld erhält, das Doppelte des vorhin angeführten monatlichen Richtwerts verdienen, ohne die Zuverdienstgrenze zu überschreiten. Als Angestellte also 2.272 € /31.263,4 ATS pro Monat. Wird das Kind dagegen im Jänner geboren und steigt die Mutter - ebenfalls nach dem Ablauf der Karenz - zwei Jahre später im Jänner wieder ein, darf sie in den folgenden sechs Monaten nur ein Einkommen bis zum einfachen Richtwert erzielen, wenn sie gleichzeitig Kindergeld erhalten will. Im Falle einer Angestellten also 1.136 € oder 15.631 Schilling pro Monat. Der Grund: Läuft der Anspruch auf Kindergeld über das gesamte Kalenderjahr, kommt beim Wiedereinstieg die jährliche Einkommensgrenze von 14.600 € zum Tragen. Endet der Anspruch auf Kindergeld mitten im Jahr, gilt aliquot dazu eine niedrigere Zuverdienstgrenze.

"Das alles berücksichtigt der Kindergeld-Rechner. Was allerdings auch unser Rechner nicht lösen kann, das ist das Chaos bei den Zuverdienst-Bestimmungen. Was als Einkommen angerechnet wird und was nicht, ist nicht durchschaubar", kritisierte ÖGB-Frauensekretärin Sylvia Ledwinka. So werden beispielsweise Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung oder Arbeitslosengeld angerechnet, 13., 14. und ein etwaiges 15. Gehalt, Beihilfen nach dem Arbeitsmarktförderungsgesetz oder Prämien dagegen nicht.

Forderungen der ÖGB-Frauen

Kritik gab es von den ÖGB-Frauen auch erneut am Kindergeld selbst. Es fördere den Berufsausstieg anstatt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Die partnerschaftliche Teilung der Betreuung werde erschwert, die Höhe der Leistung sei für eine Existenzsicherung nicht ausreichend. Csörgits plädierte im Rahmen der Pressekonferenz deshalb neuerlich dafür, für ArbeitnehmerInnen das Modell der ÖGB-Frauen umzusetzen, Karenzgeld PLUS. Es sieht in Abhängigkeit vom vorhergehenden Erwerbseinkommen eine Karenzleistung vor, die sich zwischen dem Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende als Minimum (derzeit etwa 630 € / 8.670 ATS) und dem höchsten Arbeitslosengeld als Maximum (derzeit etwa 1.090 €/15.000 ATS pro Monat) bewegt. Zusätzlich fordern die ÖGB-Frauen den Ausbau von Kindertbetreuungseinrichtungen und mehr AMS-Mittel zur Qualifizierung von WiedereinsteigerInnen. (mfr)

Service: Den Kindergeld-Rechner der ÖGB-Frauen und umfassende Information rund um Karenz und Kindergeld finden Sie unter www.kindergeldrechner.at


 

Internet-Kinder allein zu Hause
"Noch nie war Medienkindheit so einsam wie heute"
 

 "Internet-Generation", ein Buch des Medienexperten Thomas Feibel zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, sorgt nach seinem Erscheinen für erheblichen Diskussionsstoff. Die Kernthese des Buches lautet: "Die Medienkindheit in Deutschland war noch nie so einsam wie heute." Kinder seien alleine im Internet unterwegs, die Eltern haben sich praktisch abgemeldet. So kontrollieren nur etwa elf Prozent der Eltern, was die Kinder im Internet machen.
 

Die Aussagen von "Internet-Generation" basieren auf einer Erhebung des Hamburger Marktforschers EarsandEyes http://www.earsandeyes.net . Demnach scheinen Eltern in der Internet-Welt nach dem Motto "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" zu agieren. So bestimmen 81 Prozent der Sprösslinge selbst, wann und wie lange sie surfen. 63 Prozent der Eltern vertrauen ihrem Nachwuchs ohne Kontrolle, nur elf Prozent kontrollieren überhaupt, wohin ihre Kinder im Web surfen. Darüber hinaus finde beim Medium Internet kein Transfer von den Kindern zu den Eltern statt. "Im Gegensatz zum regen Austausch über Filme in TV und Kino stößt Internet auf wenig Interesse bei den Eltern. Zum einen haben Erwachsene immer noch Berührungsängste, zum anderen nehmen sie sich für ihre Kinder und ihre Computererlebnisse kaum noch Zeit", heißt es in der Studie.
 

Der Nachwuchs scheint auch, was Computer und Web betrifft, besser gerüstet zu sein als die Eltern-Generation. Denn satte 81 Prozent der Kinder sind zu Hause am eigenen PC online. Dabei kommt immerhin mehr als ein Drittel von ihnen auf mehr als 15 Stunden wöchentlich. Weiteres Detail der Studie: Am Wochenende gehen immerhin 19 Prozent nach Mitternacht ins Netz.
 

Auch was Computerspiele betrifft, sind die Eltern nicht wirklich up-to-date: Nur neun Prozent suchen sie aus und kaufen sie auch, 35 Prozent kennen die Spiele erst gar nicht und 41 Prozent schauen zwar kurz zu, interessieren sich aber nicht wirklich dafür. Schlussfolgerung der Autoren: "Während in der realen Welt kaum noch Freiräume zum Austoben existieren, können Kids online unkontrolliert, unkommentiert und ungeschützt stöbern, plaudern und spielen – und genau das tun sie."
 

Das Buch "Internet-Generation" ist bei Langen Müller Buchverlage München erschienen. http://www.herbig.net
 


 

Internet-Riesen beteiligen sich an Kinderschutzprogramm
Eltern sollen kostenlose Software erhalten
 

Namhafte US-Internet-Unternehmen wollen das Filtersystem der Internet Content Rating Association (ICRA) http://www.icra.org einsetzen. Sie beteiligen sich damit an einer Kinderschutz-Intitiative dieser Vereinigung zur Klassifizierung von Internet-Inhalten. Die Internet-Riesen Yahoo, AOL Time Warner und Microsoft verständigten sich darüber, Eltern darin zu unterstützen, kindergerechte Web-Inhalte zu finden und ungeeignete auszuschließen. Dies berichtete die "Washington Times" http://www.washtimes.com in ihrer Online-Ausgabe.
 

Im Rahmen der Initiative beschreiben Content-Anbieter selbst die Inhalte ihrer Site - von Nacktszenen bis hin zu Informationen über Waffen oder Drogen. Eltern sollen sich ab dem nächsten Frühjahr von der ICRA-Site eine kostenlose Software herunterladen können, die nicht kindgerechte Sites blockiert. Rund 200.000 Unternehmen haben sich den Angaben zufolge bereits dazu bereit erklärt, an dem Projekt teilzunehmen, das von ICRA geleitet werden wird. So habe beispielsweise auch Playboy.com zugestimmt, seine Sites für das Projekt zu indizieren.
 

"Wir werden nur dann erfolgreich sein, wenn sich möglichst viele Content-Anbieter beteiligen. Wir hoffen, dass das Beispiel des Playboy Schule macht", betonte ICRA-Vorsitzende Sheridan Scott. Mit dem Projekt will ICRA einen anderen Weg beschreiten, als es mit herkömmlichen Filtersysteme möglich ist.
 

Übliche Filter- oder Blocking-Systeme arbeiten meist als HTTP-Proxy: Sie sperren nur Sites aus, die von den Anbietern solcher Filtersysteme als potenziell kindergefährdend erkannt wurden. Bislang nicht bekannte Sites können daher diese Filter unterwandern. ICRA beschreitet einen anderen Weg: Die Initiative baut auf die Selbst-Indizierung der Content-Anbieter, Filterlücken zumindest bei den teilnehmenden Content-Anbietern sind somit nicht möglich.


 

Online-Spiele vermitteln Kindern Unfallrisiko
Institut "Sicher leben" entwickelt Unterrichtsmaterialien für PC
 

Um Kindern das Risiko von Unfällen besser zu vermitteln, hat das Institut "Sicher Leben" http://www.sicherleben.at mehr als 100 Unterrichtshilfen entwickelt. Zu manchen der Unterrichtsvorschläge wurden Online-Spiele entwickelt, damit Schüler direkt auf der Homepage arbeiten können. Die Materialien zum spielerischen Umgang können ab heute, Dienstag, im Internet abgerufen werden. In Österreich müssen jährlich 230.000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren nach einem Unfall ins Krankenhaus. Davon passieren 190.000 Unfälle zu Hause, in der Freizeit und beim Sport.
 

"Die hohe Zahl an Kinderunfällen zeigt, wie wichtig es ist, Kindern zu vermitteln, dass Unfälle keine Zufälle sind", erklärte Marion Jaros, Pädagogin am Institut "Sicher leben". Bereits im Volksschulalter könnte eine wichtige Grundlage dafür gelegt werden. Online-Spiele ersetzten zwar nicht die Bearbeitung des Themas im Unterricht, aber sie seien eine Möglichkeit, spielerisch an das Thema heranzugehen, erklärte die Pädagogin. "Wenn die Spiele Anklang finden, ist geplant, diesen Bereich der Schulseite auszubauen", so Jaros.
 

Die Materialien sind für Kinder aller Schulstufen verwendbar und beinhalten Vorschläge für verschiedene Fächer wie Mathematik, Deutsch, Sach-, Musik- und Turnunterricht. Die Inhalte wurden von Lehrbuchautoren für Volks- und Sonderschulen entwickelt und thematisieren Sicherheitsrisiken in den Bereichen Heim, Sport und Freizeit. Die Themen reichen von "spitze und scharfe Gegenstände" bis "Stolperfallen auf der Spur".



 

Kinderängste wahrnehmen


Weil Konflikte sich nicht einfach beiseite schieben lassen, bleibt ihre
Aufarbeitung eine zentrale Aufgabe von Schule und Jugendhilfe. Häufig
sind die Lehrer überfordert. Wie aber reagieren Pädagogen und
Schulpsychologen, die Kindern und Jugendlichen eine konstruktive
Konfliktkultur vermitteln wollen, auf Fragen und Ängste von Schülern
angesichts der angespannten internationalen Lage?
Am 20. September veranstaltete das Institut für Forschung und Lehre für
die Primarstufe der Universität Münster in Kooperation mit der
Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster und dem
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Soest) die Tagung
"Konstruktive Konfliktkultur - Alltagsprobleme wahrnehmen, benennen und
händeln". Auf der Tagung, die bereits zum sechsten Mal stattfand, wurden
Konzepte und Projekte zur konstruktiven Konfliktbearbeitung vorgestellt
und diskutiert. Den Pädagogen und Schulpsychologen ging es in der
Diskussion vor allem darum, die alltäglichen Probleme von Kindern und
Jugendlichen wahrzunehmen, sie zu benennen und in die pädagogische
Praxis umzusetzen. Nicht zuletzt sollte die Tagung Impulse für den immer
wieder nötigen Dialog zwischen Theorie und Praxis geben.
Durch die Geschehnisse in New York am 11. September 2001 hat das Thema
an Bedeutung, aber auch an Brisanz gewonnen. Jetzt ist es umso
wichtiger, die Nöte und Ängste von Kindern zu hören und mit ihnen zu
sprechen, damit sie das Unfassbare bewältigen können. "Wenn man sich vor
Augen führt, dass in deutschen Familien durchschnittlich 18 Minuten am
Tag miteinander gesprochen wird, ist klar, dass wir etwas tun müssen, um
die Sprachohnmacht zu überwinden", unterstrich der
Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Herbert Ulonska. Nur wenn über die
entsetzlichen Bilder, die im Fernsehen zu sehen waren, gesprochen werde,
könnten Kinder ihre Ängste bewältigen.
Dementsprechend wurde in der Diskussion über Konzepte zur Aus- und
Weiterbildung von Lehrern auf dem Gebiet der Konfliktbewältigung die
aktuelle Thematik aufgegriffen. Der Bedarf an Austausch und Bildung zur
Konfliktkultur ist nicht zu unterschätzen. Mit 150 Teilnehmern war die
Tagung restlos ausgebucht. Vielen Interessenten musste abgesagt werden.
Deshalb würden es die Veranstalter begrüßen, wenn sie künftig mehr
finanzielle Ressourcen zur Verfügung hätten, damit die Tagung im
größeren Rahmen stattfinden kann.



 


Ängstlich, hilflos und frustriert: Verwöhnte Kinder kommen im Leben schwer zurecht

75 Prozent der Deutschen glauben, dass wir auf dem
Weg zu einer  Gesellschaft von Egoisten sind, insbesondere dadurch,
dass wir unsere  Kinder zu sehr verwöhnen. Dies hat eine
repräsentative Exklusiv-Umfrage von Infratest im Auftrag von
FAMILIE&CO ergeben. Verwöhnen bedeutet aber nicht nur materielle
Geschenke, sondern auch, Kindern Alltagsaufgaben abzunehmen und alle
Probleme für sie zu lösen. In der neuen Ausgabe der
Familienzeitschrift warnen Experten vor den Folgen: Ängstlichkeit,
Hilflosigkeit und Frustration, aber auch übertriebener Egoismus oder
ein übersteigertes Selbstbewusstsein sind das Resultat, wenn Eltern
ihre Kids zu sehr verwöhnen. "Verwöhnte Kinder sind weder in der
Lage, sich selbst Erfolge zu erkämpfen, noch können sie später auf
andere eingehen", sagt der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert
Wunsch, "nur wer herausgefordert wird, kann sich in unserer
Gesellschaft beweisen."
  
   "Manche Eltern erfüllen ihren Kindern auch jeden Wunsch, um Liebe
von ihnen zu bekommen. Vor allem Mütter verwöhnen ihre Kinder",
erklärt Dr. Albert Wunsch, "weil sie sich vom Partner vernachlässigt
fühlen. Aber dieses Bedürfnis zu erfüllen - dafür ist der Partner
zuständig. Das darf man dem Kind nicht auflasten."
   
   Mehr zu diesem Thema in der neuen FAMILIE&CO, ab 19. September
2001 im Handel
  
 

  
 


Videokamera im Teddybär überwacht Babys
TeddyCam hat Kamera in der Nase und Mikrofon unterm Fell

Das auf Videoüberwachung spezialisierte schottische Unternehmen Livecam hat Kamera und Mikrofon in einen Kuschelbär eingebaut. Die TeddyCam http://www.teddycam.co.uk soll vor allem als modernes "Babyfon" fungieren und drahtlos Kinderzimmer überwachen. So können Eltern während sie fernsehen auf einem eigenen Kanal sehen, ob ihr Baby auch brav schlummert. Der bereits länger angkündigte Hightech-Bär ist Donnerstag offiziell vorgestellt worden.

Die technische Ausstattung des Videobären besteht aus einem Audio/Video-Receiver, der via CCTV-Technologie drahtlos über die 2,4 GHz-Frequenz mit einem Transmitter im Bäreninneren verbunden ist. Die Antenne ist im rechten Arm versteckt, im linken Fuß steckt die Kontroll-Box mit den Schnittstellen. Um eine drahtlose Verbindung zu ermöglichen, muss das Fell mit einem Zipp-Verschluss ein wenig hochgezogen werden. Der Receiver wird wiederum mit einem TV- oder Audiogerät verbunden.

Die CMOS-Kamera in der Nase des Bären verfügt über eine Auflösung von 628 x 582 Pixel und kann bis zu 72 Grad geschwenkt werden. TeddyCam kann nach Angaben des Herstellers nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Garten verwendet werden. Die maximale Reichweite beträgt 100 Meter. Eine genaue technische Beschreibung befindet sich auf der Homepage http://www.teddycam.co.uk/screen.htm

Um die TeddyCam in Massenfertigung zu erzeugen, sucht Geschäftsführer Robert Adam noch einen Partner in Fernost. Eine Kooperation mit einem Produzenten, der auch für Microsoft arbeitet, habe sich bereits angebahnt. "Wir sind sehr gespannt über die Nachfrage nach der TeddyCam sowohl in England als auch im Ausland", so Adam. Die Kuschelkamera kann ab dieser Woche zum Preis von 120 Pfund (200 Euro) online geordert werden.

 

 


Sicherer Schulweg fördert soziale Kontakte
Bad Hofgasteiner SchülerInnen präsentieren Schulprojekt

 Mit den Themen Umwelt, Verkehr und Mobilität haben sich die 450 SchülerInnen der Volks- und Sonderschule Bad Hofgastein zwei Monate lang beschäftigt. Am 4. Juli wurden die Ergebnisse in Bad Hofgastein unter anderem Bürgermeister Benedikt Lang präsentiert. In einem ersten Schritt haben sich die LehrerInnen um Direktorin Gabriele Jebinger dazu entschlossen, den Schulhof ab Herbst 2001 autofrei zu halten.

Bgm. Lang betonte die Wichtigkeit eines erlebnisreichen Schulweges. "Zu Fuß gehen oder mit dem Rad zur Schule zu fahren ist für die Kinder aufregender, als mit dem Auto gebracht zu werden", so der Bürgermeister. Die dadurch gewonnene Zeit könne zur Vertiefung der Kontakte mit anderen Kindern genützt werden. "Tratschen oder Raufen ist genauso wichtig wie das Wissen, das man sich in der Schule aneignet", erklärte Lang. Auf diese Weise seien auf dem Schulweg schon lebenslange Freundschaften entstanden. Der Gemeinde komme es nun zu, durch verkehrsberuhigende Maßnahmen entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen: "Nur wenn der Schulweg wirklich sicher ist, kann man die Eltern davon überzeugen, ihr Kind alleine auf den Weg zu schicken".

Direktorin Jebinger lobte den Einsatz ihrer Kolleginnen: "Es war das erste derartige Projekt an unserer Schule, und die SchülerInnen wurden bei ihren Arbeiten großartig unterstützt". Die Kinder selbst haben sich mit dem Thema "Sanfte Mobilität – Sicherer Schulweg" kreativ und kritisch auseinandergesetzt. So wurde nicht nur ein Lied angestimmt, sondern auch ein "Autobusspiel" von der Schulspielgruppe entworfen. Ein Schulbustanz stand ebenso auf dem Programm wie die Präsentation der Ergebnisse einer Verkehrszählung im Schul- und Kindergartenbereich und einer Befragung in der Fußgängerzone.

Doch dabei soll es nicht bleiben, erklärt Jebinger. "Das Projekt soll fortgesetzt werden und in ein umfassendes Mobilitätsmanagement-Konzept für die Volks- und Sonderschule Bad Hofgastein münden." Neben Eltern und LehrerInnen sollen künftig auch wichtige Dialoggruppen wie Gendarmerie, GemeindevertreterInnen und das Bauamt eingebunden werden. Das Schulprojekt wurde im Rahmen des von Bund, Land Salzburg, den Gemeinden Bad Hofgastein und Werfenweng sowie der EU unterstützten Modellvorhabens "Sanfte Mobilität – Autofreier Tourismus" http://www.sanftmobil.at realisiert



 

CD-ROMs für Kinder
Spiel - und Lern- Spass mit getesteten und speziell ausgesuchten CD-ROM's

 Unter dem logo "emkTopWare" hat sich die Firma Kinderparadies GmbH auf den Vertrieb qualitativ hochstehender PC-Software für Kinder spezialisiert. Im November ist der Katalog 2001 erschienen, und im Sommer wird dieser jeweils mit den Frühjahr/Sommer-Neuheiten via Emails ergänzt. Interessierte Eltern und Lehrpersonen können den Katalog gratis bestellen. Neuheiten können im Internet unter http://www.emktopware.ch abgerufen werden.

Das Angebot an PC-Software für Kinder und Jugendliche wird laufend grösser und ist beinahe unüberschaubar. Für Eltern wird es zunehmend schwieriger, die richtigen Programme für ihre Kinder zu finden.

Hier steht die Firma emkTopWare hilfreich zur Seite und bietet eine Auswahl von sorgfältig ausgesuchten und speziell getesteten Softwarepaketen an. Das diesjährige Motto lautet "Lernen mit Spass - Spass am Lernen". Jede CD-ROM wird ausführlich getestet und bewertet. Verlangt werden Programme, die sich reibungslos installieren lassen, störungsfrei funktionieren und die Möglichkeiten moderner PCs bezüglich Grafik, Animation und Sound voll und ganz ausnützen. Nur wenn ein Produkt diesen hohen Qualitätsanforderungen genügt und zudem absolut gewaltfrei ist, wird es in das Sortiment aufgenommen. Damit ist sichergestellt, dass sich die Kinder mit sinnvoller Software beschäftigen und nebenbei auch noch eine Menge dazulernen können. Die Vorteile für eine Auswahl zu Hause sind :

- ausgesuchte und getestete Softwarepakete
- führen nur gewaltfreie PC-Spiele
- ausführliche Beschreibung jeder CD-ROM
- Angaben zu den Systemvoraussetzungen
- Software für Kinder mit Altersangabe


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:08
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