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Seebühnen-Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag gut gestartet

Der "Seebühnen-Untersuchungsausschuss" im Kärntner Landtag habe in seiner heute stattgefundenen ersten Arbeitssitzung mit durchwegs einstimmigen Beschlüssen einen guten und konstruktiven Start hingelegt, berichtet der freiheitliche stellvertretende Ausschussvorsitzende LAbg. Johann A. Gallo nach Beendigung der Beratungen.

Die FPÖ habe sich, sowohl mit der Forderung nach gesetzeskonformer Sacharbeit als auch der Einsetzung eines kompetenten Rechtsberaters, im Sinne eines optimalen Zeugenschutzes voll durchgesetzt.

Die heutigen Beratungen haben aber auch gezeigt, dass die bisher veröffentlichten Erwartungshaltungen einiger "Prüfer" von den tatsächlichen Möglichkeiten weit abweichen würden und ein politischer Untersuchungsausschuss, insbesondere dann, wenn Parallelprüfungen durch die Justiz bzw.  andere Kontrollinstanzen durchgeführt werden, nur mit stumpfer Klinge arbeiten könne, schloss Gallo.
 


 

Spitzelaffäre in Velden?

Detektiv hätte Auftrag gar nicht übernehmen dürfen 

Der laut den Medienberichten in Kärnten verurteilte Detektiv hätte nach den vorliegenden Informationen, der Meinung des Österreichischen Detektiv-Verbandes nach, diesen Auftrag in dieser Form nicht übernehmen dürfen. Beauftragt jemand einen Detektiv, muss er ein berechtigtes Interesse nachweisen können. In dem vorliegenden Fall konnte dies offenbar nicht zur Gänze nachgewiesen werden. Überhaupt kann ein Auftrag, der eine strafbare Handlung, wie in diesem Fall eine Nötigung, herbeiführt, von einem Detektiv nur abgelehnt werden. Die Rechte und Pflichten der österreichischen Berufsdetektive sind zu Recht eine der strengsten in der EU.

   Berufsdetektive müssen sich in Österreich einer Befähigungsprüfung unterziehen und besondere Voraussetzungen nachweisen können. Geschieht dies nicht, können gefinkelte Berufsanwärter in Zuge einer individuellen Befähigung das Berufsdetektivgewerbe erhalten, obwohl sie in machen Fällen über keinerlei fachliche Qualifikation darüber verfügen. Der Österreichische Detektiv-Verband versucht seit jeher, in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftskammern, die Behörden zu einer genaueren Prüfung der beruflichen und fachlichen Qualifikation potentieller Anwärter zu bewegen. Aber: In Kärnten erteilte man innerhalb von zwei (!) Tagen die Gewerbeberechtigung (Der Normalfall ist 30 Tage für eine korrekte Überprüfung!). In zwei anderen Fällen bekamen EU-Bürger die österreichische Detektivlizenz, ohne ein Wort Deutsch sprechen zu können.

   Gerade im Fall dieses Kärntner Detektivs wenden sich vermehrt Auftraggeber mit massiven Beschwerden an den Österreichischen Detektiv-Verband.
 


 

Bezirksgerichte: Ferlitsch fordert "Taten statt Worte"

Scharfen Protest gegen die Schließung der Bezirksgerichte in Kärnten übte am Dienstag der Vorsitzende des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes in Kärnten, Landtagspräsident Hans Ferlitsch. "Die Bezirksgerichte in Kärnten sind in den Bezirksstädten zusammen geführt und erfüllen wichtige Aufgaben für die Bevölkerung. Eine Auflösung wäre ein weiterer Kahlschlag insbesondere gegen den ländlichen Raum und die Kärntner Bevölkerung", so Ferlitsch, der als SP-Vorsitzender im Bezirk Hermagor auch das Bezirksgericht Hermagor bedroht sieht.

   Heftige Kritik übte Ferlitsch in diesem Zusammenhang auch an Justizministerin Karin Miklautsch. Diese könne die Angelegenheit nicht einfach auf die Länder abschieben und ihre eigenen Hände in Unschuld waschen, so Ferlitsch. Zur Ankündigung der Justizministerin es werde keinerlei Schließungen in Kärnten geben meinte Ferlitsch lapidar: "Die Botschaft von Miklautsch hör' ich wohl. Allein mir fehlt der Glaube." Ferlitsch erinnerte in diesem Zusammenhang an die Abfangjäger. Auch hier hatte die FPÖ angekündigt, dass der Ankauf gestoppt wurde. Ferlitsch:"Und jetzt kommt das teure Klumbert Europleiter dennoch."
 


 

Flutkatastrophe: LH Haider startet Kärntner Hilfsaktion

Eine Hilfsaktion für von der Flutkatastrophe in Südostasien betroffene Kärntner hat Landeshauptmann Jörg Haider gestartet. Das Land übernimmt die Hin- und Rückflugkosten für Kärntnerinnen und Kärntner, die in die Krisenregion aufbrechen und Angehörigen in dieser an die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit stoßenden Situation persönlichen Beistand und Hilfe geben wollen. Ebenfalls finanziert wird laut Haider die Rückholung von Kärntner Asienurlaubern, die über keine eigene Reiseversicherung verfügen. Entsprechende Informationen gibt es rund um die Uhr unter 0664-6202 210 (Siegfried Wuzella).

    Das Land wolle den Menschen, die von dieser unvorstellbaren Katastrophe betroffen sind, rasch und unbürokratisch helfen, betonte Haider. Die Finanzierung erfolge aus dem Ansatz für "humanitäre Hilfe". Mit der heute gestarteten Aktion sollten aber auch Pannen, die bei der Koordination der Hilfestellungen im Außenministerium passiert seien, etwas ausgeglichen werden.
 


 

Martinz: Wird der Stadionbau Fall im Kärntner Wirtschaftskriminal?

Entsetzt über die bisherige Vorgangsweise des Landesverantwortlichen Haider reagiert heute LR Josef Martinz. "Es gleicht einer Bauernschnapserrunde, wie im Fall des EM-Stadions vorgegangen und über ein Millionen-Projekt entschieden wird. Der Kartenverteiler am Spieltisch möchte der Landeshauptmann sein", so Martinz. Und weiter: "Der Landeshauptmann führt offensichtlich Gespräche hinter den Kulissen während eines Vergabeverfahrens. Auch den Kontakt zu den Medien hält, wie immer wieder zu lesen ist, der Landeshauptmann", sagt Martinz. Nur auf Grund dieser Gespräche mit den Anbietern, könne der Landeshauptmann in der Öffentlichkeit von einer 60:40-Auftragsaufteilung der Baufirmen sprechen.

"Mit dieser Vorgangsweise entsteht ein Schaden für unser Land - wir werden zur Lachnummer und der Bau des EM-Stadions wird immer fragwürdiger und das Projekt massiv gefährdet", fasst Martinz zusammen. Stimmten die Informationen, die bislang an die Öffentlichkeit gedrungen sind, würde der EM-Stadionbau noch vor dem Spatenstich ein Fall im Kärntner Wirtschaftskriminal. Er, Martinz, stelle daher die Frage, ob denn eine Auftrags-Aufteilung während eines öffentlichen Vergabeverfahrens nicht schon ein Fall für den Staatsanwalt wäre.

Martinz erinnert auch an den Stadion-Bau in Bayern. Resultat dort:
Ein Verantwortlicher sei verurteilt worden, da er Vorabinformationen an die Baufirma weitergegeben und im Gegenzug eine beträchtliche Summe erhalten habe. "Wenn unser Landeshauptmann in diesem Zusammenhang in Kärnten von Parteienförderung spricht, dann gebe ich zur Antwort: Wie der Schelm denkt, so ist er", schließt Martinz. Denn welche Baufirma alleine in den letzten Jahren zahlreiche Aufträge durch das Land Kärnten erhalten habe, sei für jeden rasch nachvollziehbar.
 


 

PISA-Studie: Kärnten will Zusammenführung von AHS-Unterstufe und Hauptschule

Mit dem Bündnis "Zukunft Jugend - Schule Neu" will Kärnten die bundesweite Diskussion zur PISA-Studie nachhaltig beeinflussen sowie wesentliche Verbesserungen im Bildungsbereich bewirken. Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider präsentierte dazu heute, Freitag, in Klagenfurt mehrere Vorschläge. So sprach er sich für eine fünfjährige Volksschule bzw. vier Jahre Volksschule plus ein Jahr verpflichtende Vorschule aus, auch ist er für eine Zusammen-führung von AHS-Unterstufe und Hauptschule zu einer Gesamtschule. Statt eines Schuldirektors sollte sowohl ein pädagogischer Leiter als auch ein organisatorischer Manager an jeder Schule eingesetzt werden. Grundlegend sei außerdem die "Befreiung aus den Fesseln der Zweidrittelmehrheit" bei parlamentarischen Entscheidungen im Bildungsbereich, dafür solle sich auch der Bundespräsident aussprechen. Eine Schulreform sollte mit einfacher Mehrheit möglich sein, forderte Haider.

    Kärnten wolle sich im Zusammenhang mit der PISA-Studie nicht an der Polemik, sondern am Finden von Lösungen beteiligen, betonte der Landeshauptmann, der die Studie als Chance für grundlegende Erneuerungen und positive Veränderungen sieht. Wichtig sei u.a., dass die Schule auch zwischenmenschliche Verhaltensformen und Grundtugenden des Zusammenlebens vermittle. "Künstlicher Stress" schon bei Kindern im Volksschulalter sei zu vermeiden.

    Für Haider sollte die Grundschule auf eine einheitliche Basis gestellt werden. So sollte die Volksschulzeit auf fünf Jahre ausgeweitet werden, auch die Kindergärten sollten sich stärker als Bildungseinrichtung sehen. Die AHS-Unterstufe und die Hauptschule sollten organisatorisch und inhaltlich in einer Gesamtschule zusammengeführt werden. Der Landeshauptmann forderte weiters, die Sinnhaftigkeit des "Wurmfortsatzes" neuntes Schuljahr zu überdenken. Vom Polytechnischen Lehrgang bis hin zu einem Jahr AHS stünden acht verschiedene Angebotsformen dafür zu Verfügung, was Schüler und Eltern häufig bei der Entscheidung überfordere. Abgesehen davon sollte das neunte Schuljahr viel berufsorientierter sein.

    Der Landeshauptmann erteilte außerdem der Überbürokratisierung und Kompetenzaufsplitterung im Schulbereich eine deutliche Absage. Die Verwaltung sollte reduziert werden, um mehr Mittel für die Qualitätsverbesserung im Unterricht zur Verfügung zu haben. Auf Landesebene sollten der Landesschulrat und die Schulabteilung zu einer Schulverwaltungsbehörde zusammengelegt werden. Auch im Bereich der Schulinspektoren sowie landwirtschaftlichen Schulen sollte es einheitlichere Regelungen in Bezug auf die Kompetenzen geben. Bei den Schuldirektionen ist Haider für eine Zweiteilung der Aufgaben. So sollte es hier einen pädagogischen Leiter und einen organisatorischen Schulmanager geben. Ein Ansatz wäre auch, mehr Verantwortung auf örtliche Ebene zu legen. Ein Schulmanager könnte beispielsweise alle Volksschulen Klagenfurts in baulichen, organisatorischen, usw. Belangen verwalten. Weiters sollten die Schulen die Möglichkeit zur freien Lehrerwahl - etwa aus einem "Landeslehrerpool" - erhalten.

    Für die Lehrer forderte der Landeshauptmann laufende, verpflichtende und einheitliche Weiterbildung. Auch solle die Nachmittagsbetreuung massiv ausgebaut werden. So könne der Nachhilfeaufwand verringert werden, weiters könne man den Jugendlichen schülergerechte Ernährung anbieten. Freizeitangebote wie Sport oder Musik könnten so ebenfalls besser genutzt werden. Den Bund forderte Haider daher auf, das Lehrerdienstrechtgesetz in Hinblick auf die Anwesenheitspflicht an der Schule abzuändern, damit das Lehrpersonal für die Betreuung am Nachmittag zur Verfügung stehen müsse.

    Bei der heutigen Pressekonferenz ebenfalls anwesend waren die amtsführende Landesschulratspräsidentin Claudia Egger sowie die Landesschulinspektoren Karl Maier und Herbert Torta. Egger kündigte die Bildung einer Expertenrunde aus Vertretern der Universität, der Pädagogischen Akademie und der Lehrerfortbildungseinrichtungen an. Diese Expertenrunde könnte künftig als Bildungsforum institutionalisiert werden und entscheidend im Bündnis "Zukunft Jugend - Schule Neu" mitwirken.


 

Torta: FPÖ muss verpfändete Parteienförderung zurückzahlen

Die dreiste Selbstbedienung der FPÖ aus dem Steuertopf durch die geplante Verdoppelung der Parteienförderung und die von FPÖ-Chef Strutz angekündigten zusätzlichen Erhöhungen für FPÖ und SPÖ sei nur durch die akute Finanzmisere der FPÖ zu erklären, kritisierte heute ÖVP-Landesgeschäftsführer Siegfried Torta. Schließlich hätten die Freiheitlichen vor der Landtagswahl einen Teil der ihr zustehenden Parteienförderung bis zum Jahr 2014 an die Hypobank zur Finanzierung des Wahlkampfs verpfändet und müsse nun laut Ambrozy jedes Quartal 90.000 Euro zurückzahlen. Torta: "Unter dem Diktat von Millionenschulden greift die einstige Anti-Privilegien-Partei FPÖ nun bis zu den Ellenbogen in die Landeskasse und lässt den Steuerzahler für ihre Verschwendungssucht büßen." Diesen Skandal habe vor der Landtagswahl SPÖ-Chef Peter Ambrozy aufgedeckt, nach Abschluss der Chianti-Koalition mit dem früheren Erbfeind FPÖ aber sofort wieder vergessen, um sich im Windschatten der FPÖ-Finanzierungsnöte selbst ein sattes Körberlgeld zu verschaffen. Darüber hinaus müsse geklärt werden, ob und wie viel Kärntner Steuergeld die Kärntner FPÖ in die politisch dahinvegetierenden übrigen FP-Landesorganisationen pumpe, um der Bundes-FPÖ das Überleben zu ermöglichen. Torta: "Sollten die Kärntnerinnen und Kärntner mit ihrem Steuergeld die in allen anderen Bundesländern am Boden liegende FPÖ finanzieren, wäre das ein weiteres Kapitel der unappetitlichen FPÖ-Politik in Kärnten."


 

Asyl: Kärnten hat Kündigung der 15a Vereinbarung vollzogen

Den Rücktritt Kärntens von der 15a Vereinbarung zur Grundversorgung von Asylanten hat Landeshauptmann Jörg Haider am Freitag allen Landeshauptleuten sowie dem Bundeskanzler mitgeteilt. Damit sei Kärnten unter Berufung auf die Wiener Vertragsrechtskonvention mit sofortiger Wirkung aus dem Vertrag zwischen Bund und Ländern ausgestiegen, betonte Haider heute, Samstag, vor Journalisten in Klagenfurt. Grund dafür sei, dass es seit Vertragsabschluss zu einem enormen Anstieg der Personen in der Grundversorgung durch die Aufnahme von Illegalen oder nicht hilfsbedürftigen Fremden gekommen sei. Kärnten sei nicht bereit, die damit entstandene massive budgetäre Belastung zu übernehmen, sagte Haider und sprach von einer Kostenverzehnfachung seit dem Jahr 2002. Zur von Innenminister Ernst Strasser geplanten Verschärfung des Asylgesetztes meinte der Landeshauptmann, dass diese zu begrüßen sei, Strassers vorgeschlagene Maßnahmen aber nicht ausreichend seien.

    Grundlage bei Vertragsabschluss seien 16.800 Personen in der Grundversorgung gewesen, erklärte Haider. Innerhalb weniger Monate sei diese Zahl jedoch auf rund 27.000 Personen angestiegen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass viele Illegale mit der Vereinbarung in die Legalität geführt worden seien. Massive Kritik übte er in diesem Zusammenhang am Wiener Bürgermeister Michael Häupl sowie an solchen freiwilligen Hilfsorganisationen, die Asylmissbrauch unterstützten. Beim Abschluss der Grundversorgungsvereinbarung sei klar hervorgegangen, dass nur Asylanten mit positivem Bescheid, Asylwerber in einem laufenden Asylverfahren sowie Flüchtlinge in Betreuung durch die Bundesländer von der Regelung erfasst werden sollten. Dies sei dem damaligen Vorsitzenden der Landeshauptleutekonferenz, Tirols Herwig van Staa, auf Anfrage beim Innenministerium nochmals bestätigt worden. Van Staa sei in dieser Angelegenheit auch bereit, als "Zeuge" für das Land Kärnten aufzutreten, betonte Haider.

    Ein weiterer Grund Kärntens sei die enorme budgetäre Belastung durch den Anstieg an zu betreuenden Personen. Nach 670.000 Euro im Jahr 2002 habe man heuer bereits 6,5 Mio. Euro dafür aufwenden müssen, Berechnungen würden für die kommenden Jahre sogar 11,3 Mio. Euro prognostizieren. Obwohl es einen Rückgang von 24 Prozent bei den Asylwerbern gebe, steige die Zahl der zu Versorgenden, da immer mehr aus der Illegalität auftauchen würden. Haider sprach von rund 93.000 Untergetauchten in den letzten Jahren, deren Finanzierung sei eine "Vernichtung von Steuergeld". Für die Kündigung der Vereinbarung habe Kärnten somit eine "klare rechtliche und sehr gute Position", betonte er. Die übrigen Vertragspartner hätten nunmehr eine dreimonatige Einspruchsfrist, die von diesen wohl nicht genützt werde, wie der Landeshauptmann meinte.

    Die von Innenminister Strasser vorgeschlagene Verschärfung des Asylgesetztes bezeichnete Haider als nicht ausreichend. So sei beispielsweise die Abschaffung der dritten Instanz Verwaltungsgerichtshof bei Asylverfahren nicht zielführend. Vielmehr sollte das "Problemkind", der Unabhängige Bundesasylsenat (UBAS), abgeschafft werden. Dieser habe trotz seiner vielen Mitarbeiter und einem Kostenaufwand von Hunderten Mio. einen Rückstand von 23.000 Fällen. Die Agenden des UBAS sollten auf die "leistungsfähigen" Unabhängigen Verwaltungssenate der Länder aufgeteilt werden, anstatt sie dieser "Schläfertruppe" zu überlassen, die "Legionen von Scheinasylanten" produziere, so der Landeshauptmann.

    Ebenfalls forderte Haider, dass Beihilfe zu Asylmissbrauch unter Strafe gestellt werde und dass straffällig gewordene Asylanten sofort in sichere Drittstaaten abgeschoben würden. Auch sollten Erstaufnahmezentren an den Grenzen installiert werden, die ausschließlich Flüchtlingen im Sinne der Genfer Konvention aufnehmen sollten. Asylwerber sollten weiters eine klare Verpflichtung zur Identitätsklärung haben und Sozialleistungen sollten nach Erhalt des Asylbescheids nicht rückwirkend ausbezahlt werden. Neben einer Absage an die "großzügige Regelung" beim Familiennachzug forderte Haider vom Bund auch klar deklarierte Gründe für Asyl. Nur noch 14 bis 16 Prozent der Asylanten sind laut dem Landeshauptmann nämlich Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention.


 


 

"Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Wenn einer alle Türen zuschlägt

Utl.: Ausgabe vom 26.01.2002=

Während man sich bei der Europäischen Zentralbank darüber freut, wie zügig und problemlos die Euro-Bargeldumstellung vor sich geht, scheint man anderswo die Zeit anhalten zu wollen - in den Presseunterlagen, die LH Jörg Haider und LR Karl Pfeifenberger gestern zur Förderinitiative für die Klein- und Mittelbetriebe und den Tourismus ausgab, werden auch Förderbeträge für das heurige Jahr - in dem wir uns unwiderruflich vom Alpendollar verabschieden müssen - konsequent in Schilling angeführt.

Bloß ein Versehen? - oder Methode bei jemandem wie Haider, der kürzlich via ZiB2 verkündete, dass "man in so einem Europa eigentlich gar nicht sein sollte". Und dabei immer so tut, als ob Europa "die dort" seien und standhaft negiert, dass Österreich ein Teil dieses Europa ist.

Ein Teil, von dem sich die Europäische Union einmal sehr viel erhofft hat, nämlich den Brückenschlag zu den Beitrittsländern im Osten. Als Herzstück eines erweiterten Europa hätte Österreich hier eine besondere Rolle. Stattdessen arbeitet der eine Koalitionspartner - unter der Regie des einfachsten aller Parteimitglieder - konsequent daran, eine Tür nach der anderen zu den beitrittswilligen Nachbarn zuzuschlagen. So eifrig, dass der Bundeskanzler gar nicht damit nachkommt, als Türstopper zu fungieren. Vielleicht sollten wir uns ja wirklich die Frage stellen, ob wir in einem vereinten Europa am richtigen Platz sind, mit einer Regierung, von der ein Teil so wenig von der europäischen Idee begriffen hat. Vielleicht haben sich das auch unsere europäischen Partner schon dann und wann gefragt.
 

In Kärnten werden im Baubereich und in der Facharbeiterausbildung neue Akzente zugunsten der heimischen Firmen und Mitarbeiter gesetzt. Landeshauptmann Jörg Haider und Kärntens Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger stellten heute nach einer gemeinsamen ersten Sitzung mit dem neuen Wirtschaftspolitischen Beirat unter dem Vorsitzenden Univ. Prof. Gerfried Zeichen (TU Wien) fest, dass mit dem vorbereiteten 20 Milliarden-Schilling-Paket des Landes den Intentionen des Wirtschaftspolitischen Beirates Rechnung getragen werde. Der Beirat ist ein 13köpfiges Beratungsgremium der Landesregierung, darunter befinden sich namhafte Unternehmer, Interessensvertreter, Sozialpartner, Wissenschafter sowie Vertreter des Städte- und Gemeindebundes.

Wie Haider mitteilte, werde als Sofortprogramm im Herbst eine Milliarde Schilling im öffentlichen Bau wie Kanal-, Wohnbau und kommunalen Projekten umgesetzt, um damit die Baukonjunktur anzukurbeln. Die Bauindustrie weist nach wie vor die größte Bruttowertschöpfung in Kärnten auf. Ziel sei es, für Unternehmen und Beschäftigung das Maximale umzusetzen. Dazu brauche es eine Gliederung in kleinere Baulose, ein verbessertes Baumanagement und realistische Chancen für Klein- und Mittelbetriebe, indem das Generalunternehmer-Prinzip verlassen bzw. gelockert werde. Auch im Bereich der Althaussanierung, wo ein enormes Potential von 700 Millionen Schilling vorhanden sei, habe die Wirtschaft die Chancen noch nicht ausgeschöpft.

Wie der Landeshauptmann weiter erklärte, werde es zu einer Überprüfung aller Lehrwerkstätten kommen. Hier gebe es hinsichtlich der Ausbildung bzw. Förderung eine Ungleichbehandlung und daher sei eine Bereinigung nötig.

Haider wies zudem auf die Summe von 13 Milliarden Schilling hin, die mit dem Bund für Kärnten gesichert werden konnten. Ein Großteil davon stehe für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten im Bereich Bahn und Straße (wie Koralmbahnprojekt, Autobahnausbau usw.) zur Verfügung.

LHStv. Pfeifenberger sagte, dass die vorhandenen Kärntner Netzwerke in den Bereichen Holz, Umwelt, Software, Elektronik, Kunststoff usw. nun durch ein neues, nämlich "Bau und Infrastruktur" erweitert werde. Neben Qualifizierung und Kooperation sei auch professionelles Marketing sehr wichtig, so Pfeifenberger. Es gehe darum, neue Marktchancen zu finden. Was die öffentliche Hand anlange, so müsse die vorhandene "vergaberechtliche Schwäche" beseitigt werden, unterstrich der Wirtschaftsreferent. Die Förderinstrumentarien sollten unter dem Blickwinkel von EU-Vorgaben auch zukunftsfit gemacht werden.

Professor Zeichen von der TU Wien als Vorsitzender des Beirates anerkannte die vielen Leistungen Kärntens etwa im Bereich des Elektronik- und Softwareclusters, des Forschungsinstitutes CTR , des Technikums und der Netzwerke. Kärnten habe viele gute Ideen und auch die Finanzierung dazu gebe es. Die Situation Kärntens werde nach und nach besser, so Zeichen.Wichtig sei eine Fortsetzung der branchenspezifischen sowie auch fachübergreifenden Qualifikationsoffensive, auch eine Weiterbildung für Baufacharbeiter sei nötig.

Kärnten brauche mehr Forschung und die Wirtschaft müsse Forschungsthemen stärker behandeln, so Zeichen, der sich auch eine technische Fakultät an der Uni Klagenfurt wünscht. Kärnten habe eine Mangel an stark exportorientierten Unternehmen. Kärnten müsse einen schwierigen Aufholprozess machen, sagte Haider und wies darauf hin, dass mit dem 20-Milliarden-Paket sehr viel bewegt werden könne.


 

Futuristisches Kärntner Freizeitprojekt geht online
Wie sehen 3.000 Mio. Schilling aus?
 

Drei Milliarden investierte Schilling, 1,75 Millionen Besucher und 115.000 Nächtigungen jährlich, 1000 Arbeitsplätze. Eckdaten aus einer "anderen Dimension"? Tatsächlich könnte man es so bezeichnen. Denn was der Kärntner Unternehmer Egon Putzi vorhat, sprengt den Rahmen alles bisher in Österreich – ja, sogar in Europa - Dagewesenen.
 

"Kärnten Arena" ( http://www.kaerntenarena.com ) nennt er das ehrgeizige Projekt, das Putzi in Villach-Federaun verwirklichen will. Die riesige Sport- und Veranstaltungsarena, kombiniert mit Eishalle, Vier-Stern-Hotelkomplex und einem futuristischen Erlebnispark auf 49 Hektar soll Besucher aus ganz Europa in die Kärntner Region locken und dort für ein kräftiges Umsatzplus vor allem im Tourismus sorgen. "In der Arena finden z.B. bei Konzerten 45.000 Besucher Platz, in der Eishalle 10.000. So kann sie nicht nur für Sportveranstaltungen, sondern auch für Events aller Art genützt werden und Tausende Touristen ins Land bringen.
 

Weil 90% der Nutzungsmöglichkeiten indoor sind, können 1000 Mitarbeiter ganzjährig beschäftigt werden, weitere 500 saisonal," erläutert Egon Putzi die wesentlichsten Vorteile des Großvorhabens. 60 Millionen Schilling hat der Industrielle, der mit seiner SEZ AG (Semiconductor-Equipment Zubehör) seit 1986 permanente Erfolgsgeschichte schreibt, bisher allein in die Planung des Zukunftsprojekts investiert. Internationale Experten bestätigen dem Konzept exzellente Zukunftsaussichten und hohe Wirtschaftlichkeit.
 

Um Interessierten eine Vorstellung von den gigantischen Ausmaßen der geplanten Kärnten Arena zu vermitteln, ließ Egon Putzi die Erlebniswelt nun vorab – ohne die noch ausständige UVP und Baugenehmigung - "errichten".
 

Die Villacher Internet- und Multimedia-Spezialisten der Firmen 2M-Service Int. ( http://www.2m-service.com ) und Screenpainting ( http://www.screenpainting.at ) erhielten gemeinsam den Auftrag, das komplexe Milliarden-Projekt möglichst plastisch und realitätsnah im Internet zu visualisieren. Das spannende Ergebnis dieser selbst für die erfahrenen Webprofis ungewöhnlichen Herausforderung ist ab sofort im Internet unter www.kaerntenarena.com für virtuelle Besucher geöffnet.
Mit der anspruchsvollen Präsentation, die sich neuester Internet-Technologien bedient, ist es möglich, die Kärnten Arena zu betreten und mit allen Details zu besichtigen, noch ehe die Erlebniswelt mit ihren unzähligen Attraktionen, Sportangeboten und umfangreichen Nutzungsmöglichkeiten Wirklichkeit wird


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:07
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