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Ungarische Journalisten in Schladming

Pappas Auto und Tourismusverband luden 17 Medienvertreter aus Budapest ein

   Schladming/Budapest (OTS) - Von den großartigen Verhältnissen auf Pisten und Straßen in der Sportregion Schladming zeigte sich kürzlich eine ungarische Journalistengruppe sehr beeindruckt. Auf Einladung der Firma Pappas Auto und des Tourismusverbandes Schladming-Rohrmoos kamen 17 Reise-, Auto- und Societyjournalisten aus Budapest in die steirische Skimetropole. Fritz Lixl, Geschäftsführer von Pappas Auto in Ungarn, präsentierte die neuesten Geländewagen der Marken Mercedes, Jeep und Chrysler. Peter Donabauer, Direktor des Schladminger Tourismusverbandes, präsentierte den ungarischen Medienvertretern die Feriendestination Schladming-Rohrmoos.
 


 

Florian Klenk ist Österreichs "Journalist des Jahres"

Florian Klenk ist "Journalist des Jahres". Der "Falter"-Journalist, der nun für zwei Jahre den Österreich-Teil der "Zeit" macht, hat 2005 "Meilensteine" gesetzt - "wieder einmal", wie die Jury feststellt.

   Zum zweiten Mal hat der "Österreichische Journalist" eine Jahresbilanz der journalistischen Arbeit in diesem Land gezogen. Chefredakteure wie Herbert Lackner, Karl Amon, Andreas Unterberger haben in der Jury mitgewirkt, auch renommierte Medienjournalisten, wie Bernhard Baumgartner und Harald Fidler. Und auch Armin Wolf, "Journalist des Jahres 2004", war in der Jury.

   Die Ergebnisse waren in einigen Kategorien deutlich. Andreas Koller von den "Salzburger Nachrichten" ist mit großem Abstand "Innenpolitikjournalist des Jahres". Auch Wilhelm Sinkovicz von der "Presse" ist als "Kulturjournalist des Jahres" ganz klar vorne. Dagegen liegen die Kolumnisten unglaublich eng beisammen und sie wurden von der Jury insgesamt alle sehr hoch benotet. Keine Kategorie erhielt so großzügig Punkte. Den ersten Platz teilen sich hier Herbert Hufnagl (posthum), Rainer Nikowitz und Christian Ortner.

   Beeindruckt hat die Stärke der Journalistinnen im Ressort Innenpolitik. Ab Platz 2 liegen nur noch Frauen auf den Spitzenplätzen: Martina Salomon, Barbara Toth, Daniela Kittner, Christa Zöchling, Isabella Daniel. Die "Profil"-Journalistin Sibylle Hamann ist "Außenpolitikjournalistin des Jahres". Sie ist damit die einzige Frau, die eine Ressortwertung gewonnen hat. "Sportjournalist des Jahres" ist Johann Skocek vom "Standard". "Profil"-Ressortchef Michael Nikbakhsh ist "Wirtschaftsjournalist des Jahres". Er hat diese Wertung auch im Vorjahr für sich entschieden und ist zugleich der einzige Journalist, der seinen Spitzenplatz halten konnte.

   "Chefredakteur des Jahres" ist Erwin Zankel von der "Kleinen Zeitung" vor Michael Lang, APA und Armin Thurnher, "Falter". Die Kategorie Unterhaltung entschied Karl Hohenlohe für sich.

   Erstmals gibt es 2005 vier Sonderpreise. Hugo Portisch, ORF, wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Datum"-Macher Klaus Stimeder für "Innovation", Rainer Nowak von der "Presse" als "Durchstarter des Jahres" und Gerlinde Hinterleitner von "standard.at" für ihre Leistungen in Bereich Online.

   Der ORF hat in der Redaktionswertung die meisten Auszeichnungen erhalten, allerdings überraschend dicht gefolgt von "Presse", "Kurier", "Profil" und "Standard".

   Die Preise werden Anfang 2006 feierlich in Wien überreicht. Die kompletten Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des "Österreichischen Journalist" publiziert. Dieser erscheint diese Woche am Donnerstag.
 


 

Journalisten wehren sich gegen Apple-Klage
Offenlegung der Informationsflüsse soll nicht zwingend werden

US-Online-Journalisten wehren sich gegen eine Klage des Computerherstellers Apple, der wegen Vorausberichten über neue Apple-Produkte vor Gericht gegangen ist. Der Konzern versuche zusehends, gegen Journalisten und deren Informationsbeschaffung rechtlich vorzugehen, heißt es in einer Stellungnahme von Rechtsanwälten der Journalisten. Für ihre Mandaten haben die Anwälte nun laut dem IT-Portal Cnet gemeinsam mit der Electronic Frontier Foundation http://www.eff.org ein Schreiben bei einem Gericht eingereicht, worin der Schutz der Online-Journalisten gefordert wird.

Denn diese sollen nach dem Willen Apples in gewissen Situationen ihre Informanten Preis geben müssen. Nach Ansicht Apples können die verbreiteten Informationen durch die vorzeitliche Veröffentlichung dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Im Dezember hatte Apple bereits eine Klage gegen Unbekannte eingereicht, die Informationen über neue Produkte an die Öffentlichkeit getragen hatten. Die Computerfirma geht konkret gegen die News-Portale von PowerPage und Apple Insider vor, die solche Berichte veröffentlichen.

Diese Maßnahmen gegen die News-Websites haben die Frage aufgeworfen, ob Online-Journalisten, im Speziellen freie Mitarbeiter, denselben rechtlichen Schutz genießen sollen wie ihre Kollegen im Print-Bereich. Die kalifornischen Gesetze schützen im Allgemeinen Journalisten, "die mit Zeitungen, Magazinen und periodischen Publikationen im Zusammenhang stehen oder von eben solchen beschäftigt werden". Online-Medien werden hier jedoch nicht explizit angeführt.

Online-Journalisten sollten nach Ansicht eines Vertreters der Reporters Committee for Freedom of the Press den selben Status genießen wie ihre Kollegen im Print-Bereich. In den 1950er Jahren habe es einen ähnlichen Fall gegeben, wo TV-Journalisten um die Gleichstellung mit ihren Kollegen im Print-Bereich gekämpft haben.

Erst Mitte Januar wurde die Klage des Computerherstellers Apple gegen die Fan- und Insider-Website Think Secret http://www.thinksecret.com bekannt. Die Website hat immer wieder über neueste Produktveröffentlichungen von Apple berichtet, die sich dann als im Wesentlichen richtig herausgestellt haben. Dadurch ist die Website nicht nur zu einem Forum für Apple-Fans geworden, sondern auch zu einer beachteten Anlaufstelle für Analysten und andere Medien. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050114011 .


 

Neuer Journalistenindex 2005 mit Online-Datenbank
Vollzugang mit laufender Aktualisierung und neuen Funktionen

Mitte Februar erscheint bereits der aktualisierte Journalisten-, Medien- & PR-Index 2005 als Handbuch und als Onlineausgabe im Internet mit laufender Datenaktualisierung. Beide Instrumente für effektive Pressearbeit wurden neuerlich Ausgebaut: Das Handbuch und die Datenbank weisen 12.278 Journalisten und 2995 Medien aus, um rund 1.200 Journalisten und 500 Redaktionen mehr als vor einem Jahr! Der Online-Journalistenindex bietet neue Funktionen für die Suche nach neuen oder gelöschten Daten. Das eignet sich besonders für die Wartung von Kundendatenbanken.

"Im ersten Jahr hat die neue Internetdatenbank des Journalistenindex die Bewährungsprobe bestanden, denn es gelang einen umfangreichen Datenbestand zu erweitern und zu warten" stellt Index Verlag Herausgeber Dkfm. Peter Hoffer fest. Er fügt hinzu: "Zahlreiche Redaktionen haben von der neuartigen Möglichkeit gebrauch gemacht die eigenen Journalisten- und Mediendaten über ihren Internetzugang selbst zu warten. Es entstand somit eine enge Zusammenarbeit mit der Redaktion im Sinne der vom Index Verlag erstmals angebotenen laufenden Aktualisierung;" erklärt der Herausgeber und er fügt hinzu: "Für die PR- und die Werbefachleute zählen vor allem aktuelle Informationen. Damit ersparen sie sich die eigenen umfangreichen Recherchen, insbesondere wenn es nun möglich ist, mit den neue Suchkriterien nur neue oder gelöschte Daten, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu finden, um die eigene Datenbank häufig zu warten."

Der Journalisten-, Medien- & PR-Index 2005 erscheint seit 1983 jeweils im Februar und September. Das Handbuch, 440 Seiten, mit eigenem Internetzugang kostet Euro 162,80, der Online-Journalistenindex mit laufender Aktualisierung Euro 59,80 monatlich im Jahresabonnement zuzüglich MwSt. Demoversion: http://www.journalistenindex.at .
 


 

China hält Rekord an inhaftierten Journalisten
Auch USA im Visier von Journalistenorganisation

Laut Studie des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) http://www.cpj.org sind vergangenes Jahr in China 42 Journalisten wegen Ausübung ihres Berufes in Haft gewesen. Im bevölkerungsreichsten Staat sind damit zum sechsten Mal in Folge die meisten Journalisten eingesperrt. In den Gefängnissen von Burma, China, Eritrea und Kuba sitzen über drei Viertel aller inhaftierten Journalisten weltweit. Insgesamt befanden bis Ende Dezember 2004 122 Journalisten im Gefängnis - 16 weniger als im Vorjahr.

Kuba hält mit 23 verhafteten Reportern den zweiten Platz, gefolgt von Eritrea (17) und Burma (elf). 74 Journalisten sind wegen angeblicher Gefährdung des Staates, Volksverhetzung, Verrat von Staatsgeheimnissen oder wegen Handlungen, die sich gegen Staatsinteressen richten, verhaftet worden. "Das Schwergewicht der Vorwände, dass Staatsinteressen sind durch die Journalisten gefährdet sind, zeigt den Hang repressiver Regime, kritische Journalisten einfach einzusperren", kommentiert Ann Cooper, Präsidentin von CPJ, die Studie.

2004 befindet sich mit dem zu Hausarrest verdonnerten US-Journalisten Jim Taricani von WJAR-TV auch die USA auf der Liste der Staaten, die Reporter in Ausübung ihrer Tätigkeit verhaftet haben. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041211003 Die Studie der in New York ansässigen Organisation erfasst alle Journalisten, die von Regierungen verhaftet werden. Verschwundene oder von nichtstaatlichen Gruppen entführte Reporter werden nicht erfasst.


 

Schlacht um Internet-Nachrichtenportale
Onlinewerbung löst zweiten Boom aus

News- und Informationsportale im Internet sind 2005 wieder stark gefragt. Die Schlacht um die Übernahme des Finanznewsportals CBS MarketWatch http://www.marketwatch.com deutet auf einen erneuten Boom der bis vor kurzem noch schwächelnden dot.com-Industrie. Dow Jones & Company http://www.dowjones.com , zu der auch die Onlineversion des Wall Street Journals gehört, konnte sich gegenüber der New York Times, Viacom und Gannett durchsetzen und hat den Zuschlag bekommen die Finanznews Site marketwatch.com für 519 Mio. Dollar zu kaufen.

Gordon Crovitz, Präsident von Dow Jones & Company, will im Rahmen eines Drei-Jahres-Plans Online-Newsportale aufkaufen, um der wachsenden Nachfrage nach Onlinewerbung gerecht zu werden. Seinen Berechnungen zu Folge können nämlich das Wall Street Journal Online der wachsenden Nachfrage nicht genügend Werbeplatz bieten, berichtet die New York Times. Dieses Problem versuchten auch andere Medienunternehmen auf die gleiche Weise zu lösen, was als weiteres Zeichen eines Comebacks der Onlineportale zu deuten ist.

Eine Studie von Merrill Lynch ergab, dass sich in den USA 2004 die Onlinewerbung auf 9,7 Mrd. Dollar belief. Das entspricht 3,7 Prozent der gesamten Werbeausgaben in den USA. Die Studie erwartet für 2005 einen sprunghaften Anstieg auf 19 Prozent, da die größten Werber in den USA ihre Werbebudgets von Print- und TV-Medien stärker auf das Internet verlagern werden.

Die Schlacht um die noch verbliebenen Onlineportale hat längst begonnen. Im August vergangenen Jahres kaufte Viacom das Internet Sportmagazin Sportsline.com um 46 Mio. Dollar und die Washington Post holte im Dezember das Onlinemedium Slate an Board. "Wenn man sich umschaut gibt es nicht mehr viele Wege ins Internet rein zu kommen. Die Firmen sind entweder verschwunden oder sie haben sich konsolidiert. Viele sind nicht übrig geblieben. Man kann schließlich nicht einfach Yahoo kaufen", so ein Experte von Think Equity Partners gegenüber der New York Times.


 

Ein trauriger Rekord: Das Jahr 2004 war eines der tödlichsten Jahre für Journalisten. Weltweit wurden mindestens 117 Reporter getötet, wobei der Irak als der gefährlichste Ort galt: Allein dort starben 42 Journalisten.

Im vergangenen Jahr sind die meisten Journalisten seit einem Jahrzehnt ums Leben gekommen. Mindestens 117 Reporter und ihre Mitarbeiter wurden weltweit getötet, wie das Internationale Institut für Nachrichtensicherheit (INSI) mitteilte. "Der Irak war der gefährlichste Ort für Journalisten und ihre Teams", heißt es in einer Erklärung der Organisation vom Sonntagabend. Allein dort hätten 42 Medienschaffende ihr Leben verloren, sechs von ihnen Iraker.

Zwölf Tote gab es den Angaben zufolge auf den Philippinen zu beklagen, acht in Indien sowie jeweils fünf in Brasilien, Mexiko und Bangladesch. Noch mehr Journalisten wurden zuletzt 1994 getötet. Für diese hohe Zahl war damals der Völkermord in Ruanda verantwortlich.

Irak: Kugeln, Bomben und Entführungen

"Die Opferzahl von Journalisten und ihren Mitarbeitern ist erschreckend und nirgendwo erschreckender als im Irak", sagte INSI-Direktor Rodney Pinder. "Dort nehmen unglaublich mutige Frauen und Männer jeden Tag das Risiko von Kugeln, Bomben und Entführungen in Kauf." Auf der Liste der Organisation stehen auch Helfer von Reportern, etwa Übersetzter und Fahrer.

Insgesamt wurden die meisten Opfer laut Pinder wegen ihrer Arbeit im eigenen Land ums Leben gebracht. "Es ist beunruhigend, dass nicht in erster Linie krisenerfahrene Kriegskorrespondenten betroffen waren, sondern Menschen, die sich um scheinbar gewöhnliche Angelegenheiten in ihrem Heimatland kümmerten." Es sei höchste Zeit für die Regierungen mit Journalistenblut an den Händen, für die Bestrafung der Mörder zu sorgen.

Paul Klebnikow wurde in Moskau erschossen

Unter den von INSI registrierten Opfern sind fünf Iraker, die im Oktober bei der Explosion einer Bombe im Bagdader Büro von Al Arabija starben. Nicht aufgeklärt ist nach wie vor auch der Mord von Paul Klebnikow, dem Chefredakteur der russischen "Forbes"-Ausgabe, der in Moskau auf offener Straße erschossen wurde. Weitere Namen auf der Liste sind Alberto Rivera Fernandez, der einen Korruptionsskandal in Peru aufdeckte, sowie der Nepalese Dekendra Thapa, der von maoistischen Rebellen entführt und getötet wurde.

Die Organisation INSI wurde 2003 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss mehrerer Medienorganisationen und setzt sich für die Arbeitssicherheit von Journalisten auf der ganzen Welt ein.


 


 

Muttonen zu Künstlersozialversicherung: Zurück an den Start!

"Die heutigen Stellungnahmen von ÖVP-Staatssekretär Morak und verschiedenen KünstlerInnen haben es deutlich gezeigt: die Regierung ist den Wünschen und Bedürfnissen nach einer existenzsichernden Sozialversicherung für  Künstlerinnen und Künstler Österreichs in keinster Weise gerecht geworden", stellte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Die SPÖ fordert seit langem eine komplette Künstlersozialversicherung. Denn gerade in einer Zeit, in der immer mehr Menschen im Bereich von Kultur und Medien tätig sind, sei es hoch an der Zeit, ein System zu schaffen, das diese Menschen auch in Zeiten der Selbstständigkeit und der Arbeitsunterbrechung absichert. Die Untätigkeit bzw. Verschiebungspolitik der Regierung ist für Muttonen in keiner Weise nachvollziehbar.

Wiederholte SPÖ-Forderungen nach einer Evaluierung der derzeitigen Regelungen haben die Regierungsfraktionen regelmäßig abgelehnt, dementsprechende SPÖ-Anträge in den Ausschüssen vertagt. Nun soll laut der heutigen Aussage des Staatssekretärs ein weiterer Anlauf im Sozialministerium gemacht werden. FPÖ-Minister Haupt wird laut ÖVP-Staatssekretär Morak eine Diskussionsrunde einberufen. Die Frage wird sein, wie weit die schwarz-blaue Regierung bereit ist, von ihrer bisherigen Blockadepolitik abzuweichen und den österreichischen KünstlerInnen entgegenzukommen, schloss die SPÖ-Kultursprecherin.


 

US-Gericht erklärt Informantenschutz für kriminell
Journalisten bangen um Grundpfeiler ihrer Arbeit

In den USA ist der Informantenschutz, einer der Grundpfeiler der journalistischen Arbeit, in Gefahr, kritisiert die Non-Profit-Organisation Reporter ohne Grenzen http://www.rsf.org . Der US-Journalist Jim Taricani vom TV-Sender WJAR-TV 10 ist von einem Gericht zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt worden. Weil er die Identität seines Informanten geschützt hat, erklärte Richter Ernest C. Torres vom US-Bundesbezirksgericht den Journalisten für kriminell. Aus gesundheitlichen Gründen blieb Taricani eine Gefängnishaftstrafe erspart.

Der Informant übergab Taricani eine Videokassette, auf der zu sehen ist, wie ein Mitarbeiter des Bürgermeisters von Providence Bestechungsgeld in der Höhe von 1.000 Dollar entgegennimmt. Zur gleichen Zeit führte das FBI bereits eine Geheimermittlung in diesem Fall durch. Obwohl der Informant seine Identität schließlich selbst bekannt gab, hält Richter Torres an seiner Entscheidung fest.

Das Urteil kommt in den USA inmitten einer Reihe von Klagen gegen Journalisten, die die Identität ihrer Informanten schützen. Die Reporter ohne Grenzen drängen den Kongress zur Unterstützung des Gesetzesentwurfs des Senators Christopher J. Dodd, der es Bundesgerichten, dem Kongress sowie der Exekutive untersagt, Journalisten zu zwingen ihre Quellen bekannt zu geben.


 

Montenegro klagt Journalisten wegen Rufschädigung
Grund: Angeblich verfälschter Bericht über Kinderhandel

Nach einer Reportage über den Kinderhandel
in Montenegro drohen einem britischen Journalisten und seinen vier
Mitarbeitern bis zu drei Jahre Gefängnis. Der 27-jährige Dominic Hipkins
berichtete für den Sunday Mirror http://www.sundaymirror.co.uk, dass ihm
drei Kinder zum Kauf angeboten worden waren, nachdem er sich diesbezüglich
interessiert gezeigt hatte. Dies entspricht nach Ansicht des Staatsanwalts
in der Hauptstadt Podgorica nicht der Wahrheit. Vielmehr habe Hipkins
zusammen mit seinem Team drei Frauen für ihre Falschaussage bezahlt und
dadurch das Image Montenegros geschädigt. Dies berichtete der Media Guardian
http://media.guardian.co.uk heute, Mittwoch.

Außer vom Sunday Mirror, der angab, voll hinter dem Bericht zu stehen,
bekommt das Team um Hipkins auch von anderer Seite Unterstützung. Ohne sich
zur Substanz des Berichtes zu äußern, merkten die Reporter ohne Grenzen
http://www.reporter-ohne-grenzen.de an, dass die Reaktionen von Seiten
Montenegros unverhältnismäßig seien. "Journalisten sollten niemals wegen
angeblicher Imageschädigung eines Landes der Gefahr einer Gefängnisstrafe
ausgesetzt werden", erklärte ein Sprecher der Interessensvertretung
gegenüber dem Media Guardian.

"Im Gegenteil. Den Behörden sollte etwas daran liegen, dass Themen von
höherem Interesse zum Gegenstand öffentlicher Diskussion werden", führte der
Sprecher aus. "Besonders wenn es sich um eine so wichtige Frage wie
Kinderhandel handelt."


 

PR als Trojanisches Pferd für Journalisten
Trend zu unkritischer Berichterstattung in ausgedünnten Redaktionen

Personalreduktion und gesteigerter Produktionsdruck sowie zunehmende Professionalisierung der PR-Branche fördern die Tendenz zu unkritischer Berichterstattung in den Medien. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit mehreren Jahren laufende Benchmark-Studie des Instituts für Journalistik der Universität Leipzig http://www.uni-leipzig.de/journalistik . "Die Macht der PR geht einher mit der Ohnmacht der Journalisten", meinte Studienleiter Michael Haller, Professor für Journalistik, etwas überspitzt am 18. Journalistentag in Berlin. Der "Einbahnstraßen-Journalismus", der nur auf einer Quelle beruht und im wesentlichen die Botschaft des Absenders transportiert, nehme auch in personell gut ausgestatteten Redaktionen großer Tageszeitungen zu.

"Öffentlichkeitsarbeit simuliert Journalismus oder versucht sich als Trojanisches Pferd unerkannt einzuschleichen", so Haller. In den vergangenen fünf bis acht Jahren habe sich die Arbeit der PR-Agenturen erheblich verbessert und auf die Bedürfnisse der Journalisten eingestellt. PR-Texte sind für die überwiegende Mehrheit der Journalisten für die tägliche Arbeit notwendig, was an sich kein Problem darstellt. Allerdings sei durch "schwindende Manpower" in den Redaktionen der Produktionsdruck gestiegen, wodurch immer weniger Zeit für Recherche bleibt oder sogar ganz darauf verzichtet wird. Seit 1993 ist laut Haller die täglich für Recherche zur Verfügung stehende Zeit in den deutschen Redaktionen von 130 Minuten auf 90 Minuten geschrumpft. Ein "dramatischer Rückgang", so Haller, der nur ein Anzeichen für den Trend zu unkritischer Berichterstattung sei.

Diese Tendenz sei nicht nur bei personell ausgedünnten Redaktionen kleiner Medien zu beobachten, sondern auch in den personell gut ausgestatteten Tageszeitungen. Die Ursache der Entwicklung ortet Haller weniger bei den Journalisten, sondern viel mehr bei den Verlegern, die durch Sparmaßnahmen die Leistungsfähigkeit der Redaktionen herunterfahren. Die Analyse des Lokalteils von sechs Regionalzeitungen habe ergeben, dass nur noch rund zehn Prozent der Beiträge zwei oder mehr Quellen angeben. Haller forderte vor diesem Hintergrund eine Stärkung der redaktionellen Unabhängigkeit und einen Ausbau der journalistischen Infrastruktur. Auch Aus- und Weiterbildung der Redakteure sowie Journalismus- und Mediennutzungsforschung seien für eine Stärkung des Journalismus gegenüber der PR notwendig.


 

Online-Journalismus weiter brotlose Kunst
Umfrage: Honorare haben sich an Erlöslage im Internet angepasst

 

Online-Journalisten müssen mit sehr viel weniger auskommen als ihre Kollegen bei Print- und audiovisuellen Medien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von pressetext.deutschland in den letzten Wochen. Während sich etablierte Medien noch an der Reputation des jeweiligen Redakteurs und an Zeilen- sowie Seitenhonoraren im Printbereich orientieren, müssen Redakteure bei weniger bekannten Online-Medien zufrieden sein, wenn sie stundenweise oder auch tageweise abrechnen können. Kenner der Branche sprechen bereits von Journalisten als Tagelöhnern, entsprechend der allgemein schlechten Finanzsituation bei Online-Medien.

Wie die Umfrage von pressetext.deutschland, an der viele Medien nicht teilnehmen wollten, ergab, bewegen sich die Honorare in einer sehr großen Spannweite. Im Allgemeinen gilt, dass die Vergütungen Verhandlungssache sind und eng an Textqualität und Berufserfahrung geknüpft werden. Das bestätigte unter anderem Christian Persson, Chefredakteur von heise online. http://www.heise.de Journalistische Anfänger können dort für einen Text mit ca. 5.000 Zeichen mit etwa 220 Euro rechnen. Profis werden bis zu 350 Euro für dieselbe Textlänge geboten. Beim Onlineticker werden die Honorare mit der Begründung halbiert, dass es sich dabei um "schnellen Journalismus" handle, der nicht so tiefgehend sei.

Bei der dpa beläuft sich das Zeilenhonorar (62 Anschläge) auf 1,03 Euro. Wenn die für einen Bericht benötigte Zeit aber nicht mit einem Zeilenhonorar in Übereinstimmung gebracht werden kann, erhalten Freie einen Tagessatz. "Und der richtet sich sehr nach Aufwand und Qualität des Mitarbeiters", erklärte dpa-Pressesprecher Justus Demmer. Nachrichtenagenturmitbewerber ddp http://www.ddp.de vergütet kurze Meldungen von Freien mit etwa 15 Euro. Für längere Beiträge steigt das Honorar laut Chefredakteur und geschäftsführendem Gesellschafter Lutz Schumacher auf bis zu 70 Euro. Netzeitung-Chefredakteur Michael Maier entlohnt Beiträge freier Autoren für seine Internet-Tageszeitung mit 50 bis 130 Euro. http://www.netzeitung.de

Viele Online-Redaktionen entlohnen die freien Journalisten mit Stunden- oder Tagessätzen. Die Süddeutsche Zeitung bezahlt im Schnitt 13 Euro brutto pro Stunde. Freie eigens für den Onlinebereich gibt es dort nicht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net zahlt einen Tagessatz von 150 bis 200 Euro. Das Zeilenhonorar beträgt nach Auskunft von Isabell Arnold, geschäftsführende Redakteurin bei der FAZ, 1,28 Euro, die Textpauschalen liegen zwischen 200 und 250 Euro. Eigene Mitarbeiter für den Online-Bereich gibt es bei der FAZ nicht, die hier sehr stark mit studentischen Aushilfskräften arbeitet. Bei der Nachrichtenagentur ddp, die zuletzt mit Insolvenz und Gehaltskürzungen von 20 Prozent Schlagzeilen machte, beträgt das Tageshonorar "weniger als 300 Euro". Die Netzeitung bietet ihren Mitarbeitern einen Tagessatz zwischen 90 und 120 Euro.

Jürgen Marks, Chefredakteur von FOCUS Online, ließ wissen, dass sich die "Online-Honorare für freie Journalisten an die Erlöslage im Internet angepasst haben". Aufgrund der "wirtschaftlich schwierigen Situation" sei das Budget für freie Mitarbeiter gekürzt worden. Freie würden nur auf Basis von Tagessätzen beschäftigt, die frei ausgehandelt werden und sich an "den Fähigkeiten der Kollegen" orientieren. Nähere Angaben wollte Marks nicht machen. In dieses Fahrwasser schlägt auch Matthias Großmann, Verlagsleiter für Capital und Impulse der Gruner + Jahr-Gruppe. "Für Qualität zahlen wir unverändert gute, faire und angemessene Honorare", erklärte er kurz. Mehr ließ er aber nicht raus.

Der Nachrichtensender n-tv, die Verlagsgruppe Handelsblatt, stern und stern online wollten keine Auskünfte über die Honorare erteilen. Auch bei Spiegel, Welt und FAZ waren trotz mehrmaliger Anfrage keine Informationen erhältlich. Das Magazin Cash hat sich nach Angaben von Chefredakteur Markus Deselaers von Beiträgen freier Journalisten vollständig verabschiedet. Andere Magazine arbeiten hingegen ausschließlich mit Freien oder verzichten ganz auf journalistische Mitarbeiter. Bei Wallstreet:online http://www.wallstreet-online.de etwa zahlen die zuliefernden Redakteure dafür, dass sie publizieren dürfen. Dort handelt es sich aber in der Regel um Börsen-Experten, die Publizität für ihre anderweitigen Geschäfte brauchen.

In Österreich ist die Lage für Online-Redakteure nicht besser. Grundsätzlich scheint die Tendenz vorzuherrschen, dass die neuen Medien auf billige Arbeitskräfte, meist Berufseinsteiger setzen, um sich über Wasser zu halten. "Der große Andrang von journalistischen Volontären in den neuen wie alten Medien hält unverändert an, wieso sollte man also mehr als nötig zahlen", so ein Chefredakteur, der nicht genannt werden will. Die Gehaltsspannen liegen für freie wie fixe Mitarbeiter bei 1.400 bis 2.000 Euro monatlich. Wer mehr verdient, hat schon mal gut verhandelt.

Auch in der Schweiz können sich freie Journalisten keine goldene Nase mehr verdienen. Zwar sind die Honorare für sich betrachtet verhältnismäßig hoch, aber die Lebenshaltungskosten liegen deutlich über denen in Deutschland oder Österreich. Die Werbewoche http://www.werbewoche.ch entlohnt ihre Freelancer mit einem Tagessatz von umgerechnet 290 bis 325 Euro. "Reine Online-Journalisten beschäftigen wir keine", erklärte Chefredakteur Pierre C. Meier auf Anfrage. Das Branchenmagazin persoenlich.com http://www.persoenlich.com vergütet Texte mit rund 390 bis 3.300 Euro - "ja nach Umfang der Arbeit", sagt Verleger und Chefredakteur Oliver Prange, ohne näher auf Print und Online einzugehen.

Klare Verhältnisse herrschen auch beim Manstein Verlag in Wien. Die Freien erhalten laut Chefredakteur Maximilian Mondel für eine Magazinseite 150 Euro. Für den Online-Bereich sind keine freien Mitarbeiter beschäftigt, er wird von den angestellten Redakteuren mitbetreut. http://www.horizont.at Beim Medianet Verlag ist die Bandbreite größer: tagesaktuelle Texte werden durchschnittlich mit rund 120 Euro vergütet, für Magazinstorys winken den Freelancern mehr. "Da kann eine Story dann schon mal ein, zwei tausend Euro kosten", so Herausgeber Chris Radda im Gespräch mit pressetext. http://www.medianet.at

Auch wenn die schreibende Zunft immer mehr online ist, die Zukunft ist deshalb noch lange nicht rosig. Nur 40 Kilometer von Wien entfernt, in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, werken bei der unabhängigen Nachrichtenagentur SITA http://www.sita.sk 100 Redakteurinnen und Redakteure, die im Schnitt 150 bis 250 Euro monatlich für einen Fulltimejob bezahlt bekommen. Das Preisniveau in derselben Stadt ist - auch durch den EU-Beitritt - mittlerweile bei 50 - 70 Prozent des Wiener Niveaus angelangt. Schrieben mehr Slowaken deutsch (statt englisch), sagt ein Insider, würden die Wiener Medien deutlich mehr in Bratislava rekrutieren.
 


 

Internet hängt Tageszeitungen und Magazine ab
Ein Fünftel des Medienkonsums online

Das Internet macht bereits ein Fünftel des Medienkonsums der Europäer aus. Die rasante Zunahme der Internet-Nutzung lässt sogar klassische Informationsmedien wie Tageszeitungen und Magazine hinter sich. Das geht aus zwei aktuellen Studien hervor: In Deutschland hat das Forsa-Institut im Auftrag des Werbevermarkters Sevenone Media http://www.sevenonemedia.de für die 10. TimeBudget-Studie eine repräsentative Zahl von 14- bis 49-jährigen Deutschen befragt. Die European Interactive Advertising Association (EIAA) http://www.eiaa.net hat insgesamt 7.000 Telefoninterviews in den europäischen Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Belgien und den Niederlanden sowie in Skandinavien durchgeführt. Beide Studien kommen zum gleichen Ergebnis: Das Internet ist bei der Mediennutzung auf der Überholspur.

In Deutschland stellt die TimeBudget-Studie fest, dass das Internet die Tageszeitungen bei der Mediennutzung abgehängt hat. Nach wie vor ist das Fernsehen mit täglich 178 Minuten die Nummer eins beim Medienkonsum. Auch das Radio (151 Minuten pro Tag) verteidigt seinen zweiten Rang mit einigem Abstand zum Internet: 58 Minuten pro Tag verbringen die Deutschen online. Das ist immerhin mehr als doppelt so viel Zeit wie täglich für das Lesen von Tageszeitungen (26 Minuten) und dreimal so viel wie für Magazine (18 Minuten) aufgebracht wird.

In Europa werden laut EIAA-Umfrage 20 Prozent des Medienkonsums online bezogen. Damit liegt das Internet bereits auf dem dritten Platz hinter Fernsehen (33 Prozent) und Radio (30 Prozent) und ebenfalls deutlich vor den Tageszeitungen (elf Prozent) und Magazinen (acht Prozent). Zudem geben 35 Prozent der Internet-User an, als Folge der Internet-Nutzung weniger Zeit vor dem Fernseher zu verbringen. Als Vorteile des Internet werden Aktualität, Zeiteffizienz und beste Möglichkeiten, die Information zu finden, die gesucht wird, angegeben. Während 83 Prozent der Meinung sind, dass im TV zuviel Werbung gesendet wird, sind nur halb so viele Befragte derselben Meinung im Bezug auf das Internet (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041110048 ). (pte-Trend)


 

Internetkonsum bedroht Printmedien
Jeder dritte ohne Internet "verloren"

10.11.04 - Laut einer Studie der European Interactive Advertising Association (EIAA) http://www.eiaa.net verbringen Europäer mittlerweile doppelt so viel Zeit im Internet wie mit dem Lesen von Zeitungen. An der Spitze steht nach wie vor das Fernsehen mit 33 Prozent Anteil am gesamten Medienkonsum. An zweiter Stelle steht der Hörfunk mit 30 Prozent, gefolgt vom Internet mit 20 Prozent.

Während das Internet im Vorjahr nur zu zehn Prozent von allen Medien genutzt wurde, ging der Anteil der Schriftmedien um zwei Prozent auf elf Prozent zurück. Insgesamt verbringen Europäer durchschnittlich elf Stunden pro Woche im Web, berichtet der Guardian. 88 Prozent der Internet-User gaben an wegen E-Mail ins Netz zu gehen und 61 Prozent benutzen das Medium um Nachrichten zu lesen. Immerhin die Hälfte aller User gab an, das Internet als ihre bevorzugte Quelle für Informationsbeschaffung zu benutzen. Jeder dritte User gab sogar an, ohne das Internet verloren zu sein und jeder zehnte verbringt 25 Stunden in der Woche online.

Alison Fennah, Geschäftsführerin von EIAA, führt die zunehmende Zeit, die Konsumenten im Web verbringen, zurück auf vermehrte Breitbandanschlüsse. Für die Studie wurden insgesamt 7.000 telefonische Interviews in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlanden, Skandinavien und Spanien durchgeführt.


 

6. Österreichischer Journalistinnenkongress
"Frauen fördern Frauen" - am 15. März im Haus der Industrie

Der Journalistinnenkongress ist eine Initiative von Dr. Maria Schaumayer, Frauenministerin Maria Rauch-Kallat und dem Chef der Industriellenvereinigung, Dkfm. Lorenz Fritz. Mit aktuellen Inputs und der Möglichkeit zu aktivem Netzwerken wird nunmehr zum 6. Mal für mehr Frauenpower in den Medien gekämpft.

Der 15. März wird wieder ein Tag für Medienfrauen im Haus der Industrie in Wien. Trotz Teilerfolgen ist das Phänomen der "gläsernen Decke" aktuell wie beim ersten Kongress.
Weniger Ursachenforschung, mehr lösungsorientierte und nutzenstiftende Beiträge stehen diesmal am Programm.

Zwei hochkarätige Podiumsdiskussionen sind angesetzt: "Frauenzeitschriften. Leitbildfunktion und Verantwortung" mit Chefredakteurinnen von Frauenmagazinen Uschi Fellner "Woman", Dr. Veronika Pelikan "Wienerin" und Dr. Christine Haiden "Welt der Frau", der Kommunikationswissenschaftlerin Univ.Prof. Dr. Elisabeth Klaus (Univ. Salzburg) und Prof. Dr. Rotraud Perner (Moderation und psychologische Inputs).
Abends wird in der Diskussion "Mentoring - Vom Geben und Nehmen zur Win-win-Strategie" analysiert, inwieweit Mentoring als Beschleunigungstool für Frauenkarrieren auch im Medienbereich verstärkt genützt werden sollte. Expertinnen von Mentoring-Initiativen und Frauen, die es bereits ausprobiert haben, werden dazu ihre Meinung einbringen.
Auf dem Podium: Mag. Maria Buchmayr (Gender-Expertin), Mag. Dr. Dagmar Hackl (Projektmanagerin FrauenMentoring des BMGF), Mag. Dagmar Hofstätter (Politische Akademie, Mentorin), Claudia Martini (Mentée eines Medienprogramms), Mag. Gabriela Oberzill (Frauennetzwerk Medien), Mag. Christiana Weidel (Mentoring-Plattform Österreich), Dr. Senta Ziegler (News, Mentorin).

In Impulsreferaten werden aktuelle Themen wie "Leseforschung und Vorbildwirkung" (Mag. Dr. Margit Böck, Univ. Wien) "Wie entsteht Veränderung?" (Univ.Prof. DDr. Schachtner, Univ. Klagenfurt), "Integrativer Journalismus" (Mag. Michaela Braunreiter, Beate Firlinger) "Medienjournalistinnen" (Katharina Schell (APA)/Karin Strobl, freie Journalistin) oder die aktuelle Kongress-Studie über "Ausbildungskompetenz" (Daniela Schwarz, Kongressorganisation), ein Fokus aus der Tagespresse (Dr. Doris Kostera, MMO) oder der Iststand der Expertinnen-Datenbank (Mag. Alexandra Buhl) präsentiert.

Zum Thema "Medienzukunft - Frauenzukunft" wird die Zukunftsforscherin Karin Frick vom Gottlieb-Duttweiler-Institut (CH) die Herausforderungen und Veränderungen der kommenden Jahre skizzieren.

Die insgesamt 46 hochkarätigen Referentinnen werden, wie bei allen bisherigen Journalistinnenkongressen, von Kongress-Vordenkerin ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner mit einem Impulsreferat begrüßt.

In fünf parallelen Workshops - mit jeweils 4 Referentinnen - wird speziell auf die Fragen und Probleme einzelner Gruppen eingegangen. Der Arbeitskreis "Chancenmaximierung für Jungjournalistinnen" ist mit Mag. Petra Klikovits (Format), Mag. DDr. Gabriele Russ (FH Joanneum), Mag. Angela Beier (Die Presse) und Mag. Sabine Bures (ORF) besetzt.
Tipps für "Wiedereinsteigerinnen, Anforderungen an Arbeitsmarkt, Weiterbildung und Frauenförderung" geben Marlies Hesse (Deutscher Journalistinnenbund), Monika Posch (Club alpha), Mag. Hilde Stockhammer (AMS) und Elisabeth Wasserbauer (Kuratorium für Journalistenausbildung).
In "Karriere: Qualität und Finanzen" geht es um weibliche Puzzle-Karrieren, den Vergleich zwischen angestellter oder freier Tätigkeit und Pensionsvorsorge. Hier werden Dr. Jutta Garbe (Lektorin und Kommunkationsberaterin), die Steuerberaterin Mag. Christine Hapala, die ORF-Betriebsrätin Roswitha Prazsjenka und die Pensionsexpertin der Erste Bank, Mag. Beatrice Schobesberger nützliche Tipps einbringen.
Im Workshop "Vom Journalismus zur PR und retour" diskutieren Mag. Lydia Ninz (Pressesprecherin ARBÖ), Mag. Sigrid Brandstätter (OÖ Nachrichten), Mag. Dagmar Lang (Manstein Verlag) und Corinna Milborn (Format) über den Wechsel zwischen den Berufen.
Beim fünften Workshop "Zauberwort NLP - Erkennen und Nützen" kann man einiges über Anwendung und Bedeutung dieser vielzitierten Technik erfahren. - Hier als Inputgeberinnen im Workshop Mag. Elfriede Schlamberger (GÖD, NLP Practicioner), Dkfm. Dr. Felicitas Girisch (MMO), Mag. Manuela Mätzener (Kaweh&Mätzener) und Sigrid Winter (Team Winter).

Online-Anmeldung und Information zu diesem wichtigen Medienfrauen-Event unter www.medienfrauen.net.


Falsche Vorstellungen von Medienberufen bei Neueinsteigern
Mediengewerkschaft präsentiert Weiterbildungsbroschüre
 

Die Mediengewerkschaft comedia http://www.comedia.ch hat mit der Weiterbildungsbroschüre "Allerhöchste Zeit zum Ausbilden" eine Information zu Medienberufen präsentiert, die für Interessenten des "Traumberufes Medienschaffender" eine realistische Einführung und Orientierung bieten soll. Hintergrund der Broschüre sind die bei comedia seit Jahren zahlreich eingehenden Anfragen über Ausbildungsmöglichkeiten. Dabei habe die Gewerkschaft festgestellt, dass bei Jugendlichen sowie Berufseinsteigern oft "verklärte, idealisierte wie unangemessene Vorstellungen von den vermeintlichen Medientraumberufen“ vorherrschen.
 

Die Mediengewerkschaft sieht einen Zusammenhang zwischen fehlender Orientierung, diffusen Berufsvorstellungen und dem Ansturm auf die medienwissenschaftlichen Institute in der Schweiz. Die Studierendenzahlen haben sich im Fach Kommunikationswissenschaft zwischen 1995 und 2000 um beinahe 1.000 Prozent erhöht, so comedia. Insgesamt gibt es heute rund 6.000 Studenten der Kommunikationswissenschaft, deren Grundausbildung aufgrund der schwierigen Studien- und Forschungsbedingungen schlecht sei. Die Broschüre will hier eine frühzeitige Vororientierung.
 

In der Broschüre ist auch eine Liste mit Stage- und Volontariatsstellen enthalten, die auf einer umfassenden Befragung von über 150 Redaktionen von Presse, Radio und Fernsehen in der Deutschschweiz basiert. Die 106-seitige Publikation kostet 23 Franken und ist bei der Gewerkschaft oder online auf der Website erhältlich.
 


Dr. Karl Renner- Publizistikpreis für "Falter"-Chefredakteur Armin Thurnher
 

Armin Thurnher, Chefredakteur der Wiener
Stadtzeitung "Falter", ist der Empfänger des Dr. Karl
Renner-Publizistikpreises 2002. Montag Mittag (30.12.2002)
wurde der vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) für besondere
journalistische Leistungen vergebene Preis, der unter Insidern als
das österreichische Gegenstück zum amerikanischen "Pullitzer Preis"
gehandelt wird, im Innsbrucker Landhaus von ÖJC-Präsidenten Fred
Turnheim und dem Tiroler Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa dem
52jährigen, gebürtigen Vorarlberger, überreicht. Der "Falter", der im
selben Jahr wie der ÖJC - 1977 - gegründet wurde, hatte es sich
damals noch als Studentenzeitung zur Aufgabe, Kritik an den
kommerziellen Medien zu üben, und noch heute kämpft Thurnher mit
seinem inzwischen österreichweit etablierten Medium gegen
Medienkonzentration und den immer stärker werdenden Einfluss
deutscher Konzerne auf die österreichische Medienlandschaft.

Der Dr. Karl Renner-Publizistikpreis, der heuer zum 29. Mal
vergeben wurde, ist mit 7.000 Euro dotiert; die Preisträger werden von
einer unabhängigen Jury, der heuer Dimitris Dimitrakoudis, Eduard
Grossmaier, Dr. Hakan Gürses, Dr. Peter Huemer, Dr. Fritz Knöbl,
Doris Piringer und Ing. Alfred Worm angehörten, ermittelt. (ÖJC)
 


Berlusconi übernimmt Kontrolle bei Telecinco
Kirchs 25-Prozent-Anteil verliert an Wert

Silvio Berlusconis Medienkonzern Mediaset hat seinen Anteil an dem spanischen Fernsehsender Telecinco von bisher 40 Prozent auf 52 Prozent erhöht. Damit sichert er sich die Kontrolle über den Sender und stärkt seine Macht auf dem spanischen TV-Markt. Die zwölf Prozent zur Mehrheit übernimmt Mediaset für 276 Mio. Euro von der Verlagsgruppe Correo, teilte Mediaset http://www.gruppomediaset.it in einer Aussendung mit. Die Financial Times Deutschland geht von einer Wertminderung des Telecinco-Aktienpakets der Dresdner Bank aus.

Die spanische Verlagsgruppe Correo reduziert mit dem Deal ihren Anteil auf 13 Prozent, sichert sich aber trotzdem den Vorsitz im Vorstand des TV-Unternehmens. Die Dresdner Bank hält ein Aktienpaket in der Höhe von 25 Prozent als Pfand für einen 460 Mio. Euro Kredit an die Kirch-Holding (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020913009 ). Bei KirchMedia wurde der Wert des Anteils mit 500 Mio. Euro veranschlagt. Die Bank will die Beteiligung ab dem 20. Dezember an den Meistbietenden versteigern. Das Mindestgebot soll laut FTD bei 375 Mio. Euro liegen, die Bank rechnete aber bisher mit einem deutlich höheren Ergebnis. Da nun Mediaset als möglicher Bieter ausscheidet, könnte der Erlös der Auktion kleiner ausfallen.

Möglich wird die Übernahme durch eine Gesetzesänderung, die Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt. Davor war es einzelnen Medieninvestoren in Spanien nicht erlaubt, mehr als 49 Prozent an einem Sender zu besitzen. Berlusconi gilt als guter Freund des spanischen Regierungschefs Jose Maria Aznar und ist Trauzeuge von dessen Tochter. Zudem wird in Spanien immer noch gerichtlich gegen den Medientycoon ermittelt. Als Ministerpräsident von Italien genießt er jedoch Immunität. Telecinco hat laut Mediaset einen Marktanteil am spanischen TV-Werbemarkt von 28,4 Prozent und eine Reichweite von 23,9 Prozent bei den Zusehern.


Journalisten bevorzugen digitale Pressebilder

Anhänge zur Meldung:
http://www.ots.at/meldung.php?schluessel=OTS_20021206_OTS0015

   Digitale Bilder sind heute das bevorzugte Arbeitsmaterial von
Fotoredaktionen. 86 Prozent von ihnen geben Bilddateien den Vorzug. Nur
14 Prozent wollen noch mit Fotoabzügen (Hardcopy) beliefert werden. Das
zeigt die media studie 2002 "Journalisten online" von news aktuell. Die
Tochter der Deutschen Presseagentur wertete zusammen mit dem
Marktforschungsinstitut dpm-Team die Antworten von mehr als 700
Journalisten zu Internetnutzung, E-Mail, Pressearbeit und digitalem
Fotomaterial aus.

   Obwohl digitale Pressebilder generell bevorzugt werden, sind bei den
Journalisten verschiedener Mediengattungen Unterschiede festzustellen:
Redakteure von Wochen- und Fachzeitschriften sind dem analogen Foto
deutlicher zugeneigt als der Durchschnitt. Sie bevorzugen zu knapp einem
Viertel die Hardcopy (23 Prozent). Ihre Kollegen von Tageszeitungen und
Nachrichtenagenturen dagegen sprechen sich überdurchschnittlich oft für
digitale Bilder aus (87 Prozent). Jüngere Journalisten unter 30 Jahren
wollen sogar zu 93 Prozent mit digitalem Bildmaterial beliefert werden.

   Unterschiede gibt es auch bei den einzelnen Ressorts, in denen die
Befragten arbeiten. Unter den Journalisten von Politik, Computer und aus
dem Lokalen hat sich die digitale Fototechnik fast vollständig
durchgesetzt. Gut 90 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus.
Dagegen bleibt ein Drittel der Tourismus-Redakteure dem klassischen
Papierbild treu. Die Journalisten aus den Ressorts Gesundheit, Service
und Kultur plädieren immerhin noch zu knapp einem Viertel für Hardcopys.

   Ein Grund dafür, dass Journalisten digitale Pressebilder bevorzugen,
ist die Möglichkeit, diese in elektronischen Bilddatenbanken zu
archivieren. Rund drei Viertel der befragten Journalisten setzt
mittlerweile auf die digitale Speicherung. Nur in ungefähr jeder
sechsten Redaktion werden die Bilder weiterhin in Papierform archiviert.
Bei den tagesaktuelle Medien setzen überdurchschnittliche 80 Prozent auf
die Vorteile von digitalen Bilddatenbanken. Bei Wochen- und
Fachzeitschriften dagegen greift fast ein Viertel noch auf ein
traditionelles Papierarchiv zurück.

   Die komplette media studie 2002 ist für EUR 150,00 über news aktuell
zu beziehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist unter
www.newsaktuell.de zu finden.(ots)
 


Neue Journalistensektion in der Gewerkschaft KMSfB gegründet


Nach dem Abgang der Sektion Journalisten zur Gewerkschaft Druck und
Papier startete in der Mediengewerkschaft KMSfB (Kunst, Medien, Sport,
freie Berufe) die neue Sektion "Kommunikation und Publizistik" ihre
Tätigkeit. Zum Präsidenten wurde der langjährige frühere Sekretär der
Sektion Journalisten, Michael Kress, gewählt, zum Vizepräsidenten Dr.
Georg Tidl (ORF). Gemeinsam kündigten beide an, dass sich die Sektion
ganz bewußt auch modernen Formen der Medienarbeit widmen und öffnen
will. Zudem wird "Kommunikation und Publizistik" durch Kooperation mit
anderen Journalistenverbänden ein über die klassische
Gewerkschaftstätigkeit weit hinausreichendes Angebot an
Serviceleistungen offerieren, wie es dies in Österreich noch nie zuvor
gegeben hat, darunter auch Journalistenreisen.

Die Neugründung dieser Sektion trägt den modernsten technischen
Kommunikationsentwicklungen Rechnung. Schon durch den Begriff
"Kommunikation" im Titel dieser Sektion soll ein Zeichen in Richtung
jener Arbeitnehmer gesetzt werden, die in den Bereichen Internet,
Online-Dienste, Web-Design und ähnlichen Berufssparten tätig sind. Meist
handelt es sich dabei um atypische Arbeitsverhältnisse, die eines
besonderen gewerkschaftlichen Schützes bedürfen.

Auch mit der Wahl auf einer gemeinsamen, überfraktionellen Liste wollten
Kress und Tidl ein Signal geben: "Back to the roots! Wir wollen wie in
den erfolgreichen Nenning-Zeiten für die Mitglieder arbeiten und nicht
Fraktionsstreitereien betreiben und damit Mitglieder abschrecken.

Derzeit zählt die neue Sektion "Kommunikation und Publizistik" ca. 450
Mitglieder, man rechnet bis zum ordentlichen Gewerkschaftstag zu
Jahresmitte auf einen Zuwachs auf 1.000. "Die Mediengewerkschaft sind
wir und nicht Papier und Pappe," hieß es selbstbewußt in einer
Aussendung der neuen Sektion "Kommunikation und Publizistik".
 

Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Klaus
Pekarek, bestellte in seiner Sitzung am Freitag, dem 8. Februar 2002, mit 34
Stimmen, bei einer Gegenstimme, die von Generaldirektorin Dr. Monika Lindner
vorgeschlagenen Direktoren wie folgt: Informationsdirektor wird Gerhard
Draxler, Programmdirektor Reinhard Scolik, Hörfunkdirektor Kurt
Rammerstorfer, Kaufmännischer Direktor Alexander Wrabetz. Die Besetzung der
Funktionen des Technischen Direktors und des Direktors für Online und neue
Medien ist für die nächste Sitzung des Stiftungsrats am 12. März 2002
vorgesehen.

Auf Vorschlag von Lindner bestellte der ORF-Stiftungsrat folgende
Landesdirektoren: Brigitte Wolf, Wien, Karlheinz Papst, Burgenland, Willy
Mitsche, Kärnten, Norbert Gollinger, Niederösterreich, Helmut Obermayr,
Oberösterreich, Hubert Nowak, Salzburg, Edgar Sterbenz, Steiermark, Robert
Barth, Tirol, Wolfgang Burtscher, Vorarlberg.

 

                    

 

 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:06
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