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Ungarische Journalisten in Schladming
Pappas Auto und Tourismusverband luden 17 Medienvertreter aus
Budapest ein
Schladming/Budapest (OTS) - Von den großartigen Verhältnissen auf Pisten
und Straßen in der Sportregion Schladming zeigte sich kürzlich eine
ungarische Journalistengruppe sehr beeindruckt. Auf Einladung der Firma
Pappas Auto und des Tourismusverbandes Schladming-Rohrmoos kamen 17 Reise-,
Auto- und Societyjournalisten aus Budapest in die steirische Skimetropole.
Fritz Lixl, Geschäftsführer von Pappas Auto in Ungarn, präsentierte die
neuesten Geländewagen der Marken Mercedes, Jeep und Chrysler. Peter
Donabauer, Direktor des Schladminger Tourismusverbandes, präsentierte den
ungarischen Medienvertretern die Feriendestination Schladming-Rohrmoos.

Florian Klenk ist Österreichs
"Journalist des Jahres"
Florian Klenk ist "Journalist des Jahres". Der "Falter"-Journalist,
der nun für zwei Jahre den Österreich-Teil der "Zeit" macht, hat 2005
"Meilensteine" gesetzt - "wieder einmal", wie die Jury feststellt.
Zum zweiten Mal hat der "Österreichische Journalist" eine Jahresbilanz
der journalistischen Arbeit in diesem Land gezogen. Chefredakteure wie
Herbert Lackner, Karl Amon, Andreas Unterberger haben in der Jury
mitgewirkt, auch renommierte Medienjournalisten, wie Bernhard Baumgartner
und Harald Fidler. Und auch Armin Wolf, "Journalist des Jahres 2004", war in
der Jury.
Die Ergebnisse waren in einigen Kategorien deutlich. Andreas Koller von
den "Salzburger Nachrichten" ist mit großem Abstand "Innenpolitikjournalist
des Jahres". Auch Wilhelm Sinkovicz von der "Presse" ist als
"Kulturjournalist des Jahres" ganz klar vorne. Dagegen liegen die
Kolumnisten unglaublich eng beisammen und sie wurden von der Jury insgesamt
alle sehr hoch benotet. Keine Kategorie erhielt so großzügig Punkte. Den
ersten Platz teilen sich hier Herbert Hufnagl (posthum), Rainer Nikowitz und
Christian Ortner.
Beeindruckt hat die Stärke der Journalistinnen im Ressort Innenpolitik.
Ab Platz 2 liegen nur noch Frauen auf den Spitzenplätzen: Martina Salomon,
Barbara Toth, Daniela Kittner, Christa Zöchling, Isabella Daniel. Die "Profil"-Journalistin
Sibylle Hamann ist "Außenpolitikjournalistin des Jahres". Sie ist damit die
einzige Frau, die eine Ressortwertung gewonnen hat. "Sportjournalist des
Jahres" ist Johann Skocek vom "Standard". "Profil"-Ressortchef Michael
Nikbakhsh ist "Wirtschaftsjournalist des Jahres". Er hat diese Wertung auch
im Vorjahr für sich entschieden und ist zugleich der einzige Journalist, der
seinen Spitzenplatz halten konnte.
"Chefredakteur des Jahres" ist Erwin Zankel von der "Kleinen Zeitung" vor
Michael Lang, APA und Armin Thurnher, "Falter". Die Kategorie Unterhaltung
entschied Karl Hohenlohe für sich.
Erstmals gibt es 2005 vier Sonderpreise. Hugo Portisch, ORF, wird für
sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Datum"-Macher Klaus Stimeder für
"Innovation", Rainer Nowak von der "Presse" als "Durchstarter des Jahres"
und Gerlinde Hinterleitner von "standard.at" für ihre Leistungen in Bereich
Online.
Der ORF hat in der Redaktionswertung die meisten Auszeichnungen erhalten,
allerdings überraschend dicht gefolgt von "Presse", "Kurier", "Profil" und
"Standard".
Die Preise werden Anfang 2006 feierlich in Wien überreicht. Die
kompletten Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des "Österreichischen
Journalist" publiziert. Dieser erscheint diese Woche am Donnerstag.

Journalisten wehren
sich gegen Apple-Klage
Offenlegung der Informationsflüsse soll nicht
zwingend werden
US-Online-Journalisten wehren sich gegen eine
Klage des Computerherstellers Apple, der wegen Vorausberichten über
neue Apple-Produkte vor Gericht gegangen ist. Der Konzern versuche
zusehends, gegen Journalisten und deren Informationsbeschaffung
rechtlich vorzugehen, heißt es in einer Stellungnahme von
Rechtsanwälten der Journalisten. Für ihre Mandaten haben die Anwälte
nun laut dem IT-Portal Cnet gemeinsam mit der Electronic Frontier
Foundation
http://www.eff.org ein Schreiben bei einem Gericht eingereicht,
worin der Schutz der Online-Journalisten gefordert wird.
Denn diese sollen nach dem Willen Apples in gewissen Situationen
ihre Informanten Preis geben müssen. Nach Ansicht Apples können die
verbreiteten Informationen durch die vorzeitliche Veröffentlichung
dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Im Dezember hatte Apple
bereits eine Klage gegen Unbekannte eingereicht, die Informationen
über neue Produkte an die Öffentlichkeit getragen hatten. Die
Computerfirma geht konkret gegen die News-Portale von PowerPage und
Apple Insider vor, die solche Berichte veröffentlichen.
Diese Maßnahmen gegen die News-Websites haben die Frage aufgeworfen,
ob Online-Journalisten, im Speziellen freie Mitarbeiter, denselben
rechtlichen Schutz genießen sollen wie ihre Kollegen im
Print-Bereich. Die kalifornischen Gesetze schützen im Allgemeinen
Journalisten, "die mit Zeitungen, Magazinen und periodischen
Publikationen im Zusammenhang stehen oder von eben solchen
beschäftigt werden". Online-Medien werden hier jedoch nicht explizit
angeführt.
Online-Journalisten sollten nach Ansicht eines Vertreters der
Reporters Committee for Freedom of the Press den selben Status
genießen wie ihre Kollegen im Print-Bereich. In den 1950er Jahren
habe es einen ähnlichen Fall gegeben, wo TV-Journalisten um die
Gleichstellung mit ihren Kollegen im Print-Bereich gekämpft haben.
Erst Mitte Januar wurde die Klage des Computerherstellers Apple
gegen die Fan- und Insider-Website Think Secret
http://www.thinksecret.com bekannt. Die Website hat immer wieder
über neueste Produktveröffentlichungen von Apple berichtet, die sich
dann als im Wesentlichen richtig herausgestellt haben. Dadurch ist
die Website nicht nur zu einem Forum für Apple-Fans geworden,
sondern auch zu einer beachteten Anlaufstelle für Analysten und
andere Medien. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=050114011 . |

Neuer
Journalistenindex 2005 mit Online-Datenbank
Vollzugang mit laufender Aktualisierung und neuen
Funktionen
Mitte Februar erscheint bereits der aktualisierte
Journalisten-, Medien- & PR-Index 2005 als Handbuch und als
Onlineausgabe im Internet mit laufender Datenaktualisierung. Beide
Instrumente für effektive Pressearbeit wurden neuerlich Ausgebaut:
Das Handbuch und die Datenbank weisen 12.278 Journalisten und 2995
Medien aus, um rund 1.200 Journalisten und 500 Redaktionen mehr als
vor einem Jahr! Der Online-Journalistenindex bietet neue Funktionen
für die Suche nach neuen oder gelöschten Daten. Das eignet sich
besonders für die Wartung von Kundendatenbanken.
"Im ersten Jahr hat die neue Internetdatenbank des Journalistenindex
die Bewährungsprobe bestanden, denn es gelang einen umfangreichen
Datenbestand zu erweitern und zu warten" stellt Index Verlag
Herausgeber Dkfm. Peter Hoffer fest. Er fügt hinzu: "Zahlreiche
Redaktionen haben von der neuartigen Möglichkeit gebrauch gemacht
die eigenen Journalisten- und Mediendaten über ihren Internetzugang
selbst zu warten. Es entstand somit eine enge Zusammenarbeit mit der
Redaktion im Sinne der vom Index Verlag erstmals angebotenen
laufenden Aktualisierung;" erklärt der Herausgeber und er fügt
hinzu: "Für die PR- und die Werbefachleute zählen vor allem aktuelle
Informationen. Damit ersparen sie sich die eigenen umfangreichen
Recherchen, insbesondere wenn es nun möglich ist, mit den neue
Suchkriterien nur neue oder gelöschte Daten, innerhalb eines
bestimmten Zeitraumes zu finden, um die eigene Datenbank häufig zu
warten."
Der Journalisten-, Medien- & PR-Index 2005 erscheint seit 1983
jeweils im Februar und September. Das Handbuch, 440 Seiten, mit
eigenem Internetzugang kostet Euro 162,80, der
Online-Journalistenindex mit laufender Aktualisierung Euro 59,80
monatlich im Jahresabonnement zuzüglich MwSt. Demoversion:
http://www.journalistenindex.at .
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China hält Rekord an
inhaftierten Journalisten
Auch USA im Visier von Journalistenorganisation
Laut Studie des Komitees zum Schutze von
Journalisten (CPJ)
http://www.cpj.org sind vergangenes Jahr in China 42
Journalisten wegen Ausübung ihres Berufes in Haft gewesen. Im
bevölkerungsreichsten Staat sind damit zum sechsten Mal in Folge die
meisten Journalisten eingesperrt. In den Gefängnissen von Burma,
China, Eritrea und Kuba sitzen über drei Viertel aller inhaftierten
Journalisten weltweit. Insgesamt befanden bis Ende Dezember 2004 122
Journalisten im Gefängnis - 16 weniger als im Vorjahr.
Kuba hält mit 23 verhafteten Reportern den zweiten Platz, gefolgt
von Eritrea (17) und Burma (elf). 74 Journalisten sind wegen
angeblicher Gefährdung des Staates, Volksverhetzung, Verrat von
Staatsgeheimnissen oder wegen Handlungen, die sich gegen
Staatsinteressen richten, verhaftet worden. "Das Schwergewicht der
Vorwände, dass Staatsinteressen sind durch die Journalisten
gefährdet sind, zeigt den Hang repressiver Regime, kritische
Journalisten einfach einzusperren", kommentiert Ann Cooper,
Präsidentin von CPJ, die Studie.
2004 befindet sich mit dem zu Hausarrest verdonnerten
US-Journalisten Jim Taricani von WJAR-TV auch die USA auf der Liste
der Staaten, die Reporter in Ausübung ihrer Tätigkeit verhaftet
haben. pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041211003 Die Studie der in
New York ansässigen Organisation erfasst alle Journalisten, die von
Regierungen verhaftet werden. Verschwundene oder von
nichtstaatlichen Gruppen entführte Reporter werden nicht erfasst.
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Schlacht um Internet-Nachrichtenportale
Onlinewerbung löst zweiten Boom aus
News- und Informationsportale im Internet sind
2005 wieder stark gefragt. Die Schlacht um die Übernahme des
Finanznewsportals CBS MarketWatch
http://www.marketwatch.com deutet auf einen erneuten Boom der
bis vor kurzem noch schwächelnden dot.com-Industrie. Dow Jones &
Company
http://www.dowjones.com , zu der auch die Onlineversion des Wall
Street Journals gehört, konnte sich gegenüber der New York Times,
Viacom und Gannett durchsetzen und hat den Zuschlag bekommen die
Finanznews Site marketwatch.com für 519 Mio. Dollar zu kaufen.
Gordon Crovitz, Präsident von Dow Jones & Company, will im Rahmen
eines Drei-Jahres-Plans Online-Newsportale aufkaufen, um der
wachsenden Nachfrage nach Onlinewerbung gerecht zu werden. Seinen
Berechnungen zu Folge können nämlich das Wall Street Journal Online
der wachsenden Nachfrage nicht genügend Werbeplatz bieten, berichtet
die New York Times. Dieses Problem versuchten auch andere
Medienunternehmen auf die gleiche Weise zu lösen, was als weiteres
Zeichen eines Comebacks der Onlineportale zu deuten ist.
Eine Studie von Merrill Lynch ergab, dass sich in den USA 2004 die
Onlinewerbung auf 9,7 Mrd. Dollar belief. Das entspricht 3,7 Prozent
der gesamten Werbeausgaben in den USA. Die Studie erwartet für 2005
einen sprunghaften Anstieg auf 19 Prozent, da die größten Werber in
den USA ihre Werbebudgets von Print- und TV-Medien stärker auf das
Internet verlagern werden.
Die Schlacht um die noch verbliebenen Onlineportale hat längst
begonnen. Im August vergangenen Jahres kaufte Viacom das Internet
Sportmagazin Sportsline.com um 46 Mio. Dollar und die Washington
Post holte im Dezember das Onlinemedium Slate an Board. "Wenn man
sich umschaut gibt es nicht mehr viele Wege ins Internet rein zu
kommen. Die Firmen sind entweder verschwunden oder sie haben sich
konsolidiert. Viele sind nicht übrig geblieben. Man kann schließlich
nicht einfach Yahoo kaufen", so ein Experte von Think Equity
Partners gegenüber der New York Times.

Ein trauriger Rekord: Das Jahr 2004 war eines der tödlichsten Jahre
für Journalisten. Weltweit wurden mindestens 117 Reporter getötet,
wobei der Irak als der gefährlichste Ort galt: Allein dort starben
42 Journalisten.
Im vergangenen Jahr sind die meisten Journalisten seit einem
Jahrzehnt ums Leben gekommen. Mindestens 117 Reporter und ihre
Mitarbeiter wurden weltweit getötet, wie das Internationale Institut
für Nachrichtensicherheit (INSI) mitteilte. "Der Irak war der
gefährlichste Ort für Journalisten und ihre Teams", heißt es in
einer Erklärung der Organisation vom Sonntagabend. Allein dort
hätten 42 Medienschaffende ihr Leben verloren, sechs von ihnen
Iraker.
Zwölf Tote gab es den Angaben zufolge auf den Philippinen zu
beklagen, acht in Indien sowie jeweils fünf in Brasilien, Mexiko und
Bangladesch. Noch mehr Journalisten wurden zuletzt 1994 getötet. Für
diese hohe Zahl war damals der Völkermord in Ruanda verantwortlich.
Irak: Kugeln, Bomben und Entführungen
"Die Opferzahl von Journalisten und ihren Mitarbeitern ist
erschreckend und nirgendwo erschreckender als im Irak", sagte
INSI-Direktor Rodney Pinder. "Dort nehmen unglaublich mutige Frauen
und Männer jeden Tag das Risiko von Kugeln, Bomben und Entführungen
in Kauf." Auf der Liste der Organisation stehen auch Helfer von
Reportern, etwa Übersetzter und Fahrer.
Insgesamt wurden die meisten Opfer laut Pinder wegen ihrer Arbeit im
eigenen Land ums Leben gebracht. "Es ist beunruhigend, dass nicht in
erster Linie krisenerfahrene Kriegskorrespondenten betroffen waren,
sondern Menschen, die sich um scheinbar gewöhnliche Angelegenheiten
in ihrem Heimatland kümmerten." Es sei höchste Zeit für die
Regierungen mit Journalistenblut an den Händen, für die Bestrafung
der Mörder zu sorgen.
Paul Klebnikow wurde in Moskau erschossen
Unter den von INSI registrierten Opfern sind fünf Iraker, die im
Oktober bei der Explosion einer Bombe im Bagdader Büro von Al
Arabija starben. Nicht aufgeklärt ist nach wie vor auch der Mord von
Paul Klebnikow, dem Chefredakteur der russischen "Forbes"-Ausgabe,
der in Moskau auf offener Straße erschossen wurde. Weitere Namen auf
der Liste sind Alberto Rivera Fernandez, der einen
Korruptionsskandal in Peru aufdeckte, sowie der Nepalese Dekendra
Thapa, der von maoistischen Rebellen entführt und getötet wurde.
Die Organisation INSI wurde 2003 gegründet. Sie ist ein
Zusammenschluss mehrerer Medienorganisationen und setzt sich für die
Arbeitssicherheit von Journalisten auf der ganzen Welt ein.

Muttonen zu
Künstlersozialversicherung: Zurück an den Start!
"Die heutigen Stellungnahmen von ÖVP-Staatssekretär Morak und
verschiedenen KünstlerInnen haben es deutlich gezeigt: die Regierung ist den
Wünschen und Bedürfnissen nach einer existenzsichernden Sozialversicherung
für Künstlerinnen und Künstler Österreichs in keinster Weise gerecht
geworden", stellte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen Donnerstag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Die SPÖ fordert seit langem eine
komplette Künstlersozialversicherung. Denn gerade in einer Zeit, in der
immer mehr Menschen im Bereich von Kultur und Medien tätig sind, sei es hoch
an der Zeit, ein System zu schaffen, das diese Menschen auch in Zeiten der
Selbstständigkeit und der Arbeitsunterbrechung absichert. Die Untätigkeit
bzw. Verschiebungspolitik der Regierung ist für Muttonen in keiner Weise
nachvollziehbar.
Wiederholte SPÖ-Forderungen nach einer Evaluierung der derzeitigen
Regelungen haben die Regierungsfraktionen regelmäßig abgelehnt,
dementsprechende SPÖ-Anträge in den Ausschüssen vertagt. Nun soll laut der
heutigen Aussage des Staatssekretärs ein weiterer Anlauf im
Sozialministerium gemacht werden. FPÖ-Minister Haupt wird laut
ÖVP-Staatssekretär Morak eine Diskussionsrunde einberufen. Die Frage wird
sein, wie weit die schwarz-blaue Regierung bereit ist, von ihrer bisherigen
Blockadepolitik abzuweichen und den österreichischen KünstlerInnen
entgegenzukommen, schloss die SPÖ-Kultursprecherin.

US-Gericht erklärt
Informantenschutz für kriminell
Journalisten bangen um Grundpfeiler ihrer Arbeit
In den USA ist der Informantenschutz, einer der
Grundpfeiler der journalistischen Arbeit, in Gefahr, kritisiert die
Non-Profit-Organisation Reporter ohne Grenzen
http://www.rsf.org
. Der US-Journalist Jim Taricani vom TV-Sender WJAR-TV 10 ist
von einem Gericht zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt worden.
Weil er die Identität seines Informanten geschützt hat, erklärte
Richter Ernest C. Torres vom US-Bundesbezirksgericht den
Journalisten für kriminell. Aus gesundheitlichen Gründen blieb
Taricani eine Gefängnishaftstrafe erspart.
Der Informant übergab Taricani eine Videokassette, auf der zu sehen
ist, wie ein Mitarbeiter des Bürgermeisters von Providence
Bestechungsgeld in der Höhe von 1.000 Dollar entgegennimmt. Zur
gleichen Zeit führte das FBI bereits eine Geheimermittlung in diesem
Fall durch. Obwohl der Informant seine Identität schließlich selbst
bekannt gab, hält Richter Torres an seiner Entscheidung fest.
Das Urteil kommt in den USA inmitten einer Reihe von Klagen gegen
Journalisten, die die Identität ihrer Informanten schützen. Die
Reporter ohne Grenzen drängen den Kongress zur Unterstützung des
Gesetzesentwurfs des Senators Christopher J. Dodd, der es
Bundesgerichten, dem Kongress sowie der Exekutive untersagt,
Journalisten zu zwingen ihre Quellen bekannt zu geben. |

Montenegro klagt Journalisten wegen Rufschädigung
Grund: Angeblich verfälschter Bericht über Kinderhandel
Nach einer Reportage über den Kinderhandel
in Montenegro drohen einem britischen Journalisten und seinen vier
Mitarbeitern bis zu drei Jahre Gefängnis. Der 27-jährige Dominic Hipkins
berichtete für den Sunday Mirror
http://www.sundaymirror.co.uk, dass ihm
drei Kinder zum Kauf angeboten worden waren, nachdem er sich diesbezüglich
interessiert gezeigt hatte. Dies entspricht nach Ansicht des Staatsanwalts
in der Hauptstadt Podgorica nicht der Wahrheit. Vielmehr habe Hipkins
zusammen mit seinem Team drei Frauen für ihre Falschaussage bezahlt und
dadurch das Image Montenegros geschädigt. Dies berichtete der Media Guardian
http://media.guardian.co.uk heute,
Mittwoch.
Außer vom Sunday Mirror, der angab, voll hinter dem Bericht zu stehen,
bekommt das Team um Hipkins auch von anderer Seite Unterstützung. Ohne sich
zur Substanz des Berichtes zu äußern, merkten die Reporter ohne Grenzen
http://www.reporter-ohne-grenzen.de an, dass die Reaktionen von Seiten
Montenegros unverhältnismäßig seien. "Journalisten sollten niemals wegen
angeblicher Imageschädigung eines Landes der Gefahr einer Gefängnisstrafe
ausgesetzt werden", erklärte ein Sprecher der Interessensvertretung
gegenüber dem Media Guardian.
"Im Gegenteil. Den Behörden sollte etwas daran liegen, dass Themen von
höherem Interesse zum Gegenstand öffentlicher Diskussion werden", führte der
Sprecher aus. "Besonders wenn es sich um eine so wichtige Frage wie
Kinderhandel handelt."

PR als Trojanisches
Pferd für Journalisten
Trend zu unkritischer Berichterstattung in
ausgedünnten Redaktionen
Personalreduktion und gesteigerter
Produktionsdruck sowie zunehmende Professionalisierung der
PR-Branche fördern die Tendenz zu unkritischer Berichterstattung in
den Medien. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit mehreren Jahren
laufende Benchmark-Studie des Instituts für Journalistik der
Universität Leipzig
http://www.uni-leipzig.de/journalistik . "Die Macht der PR geht
einher mit der Ohnmacht der Journalisten", meinte Studienleiter
Michael Haller, Professor für Journalistik, etwas überspitzt am 18.
Journalistentag in Berlin. Der "Einbahnstraßen-Journalismus", der
nur auf einer Quelle beruht und im wesentlichen die Botschaft des
Absenders transportiert, nehme auch in personell gut ausgestatteten
Redaktionen großer Tageszeitungen zu.
"Öffentlichkeitsarbeit simuliert Journalismus oder versucht sich als
Trojanisches Pferd unerkannt einzuschleichen", so Haller. In den
vergangenen fünf bis acht Jahren habe sich die Arbeit der
PR-Agenturen erheblich verbessert und auf die Bedürfnisse der
Journalisten eingestellt. PR-Texte sind für die überwiegende
Mehrheit der Journalisten für die tägliche Arbeit notwendig, was an
sich kein Problem darstellt. Allerdings sei durch "schwindende
Manpower" in den Redaktionen der Produktionsdruck gestiegen, wodurch
immer weniger Zeit für Recherche bleibt oder sogar ganz darauf
verzichtet wird. Seit 1993 ist laut Haller die täglich für Recherche
zur Verfügung stehende Zeit in den deutschen Redaktionen von 130
Minuten auf 90 Minuten geschrumpft. Ein "dramatischer Rückgang", so
Haller, der nur ein Anzeichen für den Trend zu unkritischer
Berichterstattung sei.
Diese Tendenz sei nicht nur bei personell ausgedünnten Redaktionen
kleiner Medien zu beobachten, sondern auch in den personell gut
ausgestatteten Tageszeitungen. Die Ursache der Entwicklung ortet
Haller weniger bei den Journalisten, sondern viel mehr bei den
Verlegern, die durch Sparmaßnahmen die Leistungsfähigkeit der
Redaktionen herunterfahren. Die Analyse des Lokalteils von sechs
Regionalzeitungen habe ergeben, dass nur noch rund zehn Prozent der
Beiträge zwei oder mehr Quellen angeben. Haller forderte vor diesem
Hintergrund eine Stärkung der redaktionellen Unabhängigkeit und
einen Ausbau der journalistischen Infrastruktur. Auch Aus- und
Weiterbildung der Redakteure sowie Journalismus- und
Mediennutzungsforschung seien für eine Stärkung des Journalismus
gegenüber der PR notwendig. |

Online-Journalismus
weiter brotlose Kunst
Umfrage: Honorare haben sich an Erlöslage im
Internet angepasst
Online-Journalisten müssen mit sehr viel weniger
auskommen als ihre Kollegen bei Print- und audiovisuellen Medien.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage von pressetext.deutschland in den
letzten Wochen. Während sich etablierte Medien noch an der
Reputation des jeweiligen Redakteurs und an Zeilen- sowie
Seitenhonoraren im Printbereich orientieren, müssen Redakteure bei
weniger bekannten Online-Medien zufrieden sein, wenn sie
stundenweise oder auch tageweise abrechnen können. Kenner der
Branche sprechen bereits von Journalisten als Tagelöhnern,
entsprechend der allgemein schlechten Finanzsituation bei
Online-Medien.
Wie die Umfrage von pressetext.deutschland, an der viele Medien
nicht teilnehmen wollten, ergab, bewegen sich die Honorare in einer
sehr großen Spannweite. Im Allgemeinen gilt, dass die Vergütungen
Verhandlungssache sind und eng an Textqualität und Berufserfahrung
geknüpft werden. Das bestätigte unter anderem Christian Persson,
Chefredakteur von heise online.
http://www.heise.de
Journalistische Anfänger können dort für einen Text mit ca.
5.000 Zeichen mit etwa 220 Euro rechnen. Profis werden bis zu 350
Euro für dieselbe Textlänge geboten. Beim Onlineticker werden die
Honorare mit der Begründung halbiert, dass es sich dabei um
"schnellen Journalismus" handle, der nicht so tiefgehend sei.
Bei der dpa beläuft sich das Zeilenhonorar (62 Anschläge) auf 1,03
Euro. Wenn die für einen Bericht benötigte Zeit aber nicht mit einem
Zeilenhonorar in Übereinstimmung gebracht werden kann, erhalten
Freie einen Tagessatz. "Und der richtet sich sehr nach Aufwand und
Qualität des Mitarbeiters", erklärte dpa-Pressesprecher Justus
Demmer. Nachrichtenagenturmitbewerber ddp
http://www.ddp.de
vergütet kurze Meldungen von Freien mit etwa 15 Euro. Für längere
Beiträge steigt das Honorar laut Chefredakteur und
geschäftsführendem Gesellschafter Lutz Schumacher auf bis zu 70
Euro. Netzeitung-Chefredakteur Michael Maier entlohnt Beiträge
freier Autoren für seine Internet-Tageszeitung mit 50 bis 130 Euro.
http://www.netzeitung.de
Viele Online-Redaktionen entlohnen die freien Journalisten mit
Stunden- oder Tagessätzen. Die Süddeutsche Zeitung bezahlt im
Schnitt 13 Euro brutto pro Stunde. Freie eigens für den
Onlinebereich gibt es dort nicht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
(FAZ)
http://www.faz.net zahlt einen Tagessatz von 150 bis 200 Euro.
Das Zeilenhonorar beträgt nach Auskunft von Isabell Arnold,
geschäftsführende Redakteurin bei der FAZ, 1,28 Euro, die
Textpauschalen liegen zwischen 200 und 250 Euro. Eigene Mitarbeiter
für den Online-Bereich gibt es bei der FAZ nicht, die hier sehr
stark mit studentischen Aushilfskräften arbeitet. Bei der
Nachrichtenagentur ddp, die zuletzt mit Insolvenz und
Gehaltskürzungen von 20 Prozent Schlagzeilen machte, beträgt das
Tageshonorar "weniger als 300 Euro". Die Netzeitung bietet ihren
Mitarbeitern einen Tagessatz zwischen 90 und 120 Euro.
Jürgen Marks, Chefredakteur von FOCUS Online, ließ wissen, dass sich
die "Online-Honorare für freie Journalisten an die Erlöslage im
Internet angepasst haben". Aufgrund der "wirtschaftlich schwierigen
Situation" sei das Budget für freie Mitarbeiter gekürzt worden.
Freie würden nur auf Basis von Tagessätzen beschäftigt, die frei
ausgehandelt werden und sich an "den Fähigkeiten der Kollegen"
orientieren. Nähere Angaben wollte Marks nicht machen. In dieses
Fahrwasser schlägt auch Matthias Großmann, Verlagsleiter für Capital
und Impulse der Gruner + Jahr-Gruppe. "Für Qualität zahlen wir
unverändert gute, faire und angemessene Honorare", erklärte er kurz.
Mehr ließ er aber nicht raus.
Der Nachrichtensender n-tv, die Verlagsgruppe Handelsblatt, stern
und stern online wollten keine Auskünfte über die Honorare erteilen.
Auch bei Spiegel, Welt und FAZ waren trotz mehrmaliger Anfrage keine
Informationen erhältlich. Das Magazin Cash hat sich nach Angaben von
Chefredakteur Markus Deselaers von Beiträgen freier Journalisten
vollständig verabschiedet. Andere Magazine arbeiten hingegen
ausschließlich mit Freien oder verzichten ganz auf journalistische
Mitarbeiter. Bei Wallstreet:online
http://www.wallstreet-online.de etwa zahlen die zuliefernden
Redakteure dafür, dass sie publizieren dürfen. Dort handelt es sich
aber in der Regel um Börsen-Experten, die Publizität für ihre
anderweitigen Geschäfte brauchen.
In Österreich ist die Lage für Online-Redakteure nicht besser.
Grundsätzlich scheint die Tendenz vorzuherrschen, dass die neuen
Medien auf billige Arbeitskräfte, meist Berufseinsteiger setzen, um
sich über Wasser zu halten. "Der große Andrang von journalistischen
Volontären in den neuen wie alten Medien hält unverändert an, wieso
sollte man also mehr als nötig zahlen", so ein Chefredakteur, der
nicht genannt werden will. Die Gehaltsspannen liegen für freie wie
fixe Mitarbeiter bei 1.400 bis 2.000 Euro monatlich. Wer mehr
verdient, hat schon mal gut verhandelt.
Auch in der Schweiz können sich freie Journalisten keine goldene
Nase mehr verdienen. Zwar sind die Honorare für sich betrachtet
verhältnismäßig hoch, aber die Lebenshaltungskosten liegen deutlich
über denen in Deutschland oder Österreich. Die Werbewoche
http://www.werbewoche.ch entlohnt ihre Freelancer mit einem
Tagessatz von umgerechnet 290 bis 325 Euro. "Reine
Online-Journalisten beschäftigen wir keine", erklärte Chefredakteur
Pierre C. Meier auf Anfrage. Das Branchenmagazin persoenlich.com
http://www.persoenlich.com vergütet Texte mit rund 390 bis 3.300
Euro - "ja nach Umfang der Arbeit", sagt Verleger und Chefredakteur
Oliver Prange, ohne näher auf Print und Online einzugehen.
Klare Verhältnisse herrschen auch beim Manstein Verlag in Wien. Die
Freien erhalten laut Chefredakteur Maximilian Mondel für eine
Magazinseite 150 Euro. Für den Online-Bereich sind keine freien
Mitarbeiter beschäftigt, er wird von den angestellten Redakteuren
mitbetreut.
http://www.horizont.at Beim Medianet Verlag ist die Bandbreite
größer: tagesaktuelle Texte werden durchschnittlich mit rund 120
Euro vergütet, für Magazinstorys winken den Freelancern mehr. "Da
kann eine Story dann schon mal ein, zwei tausend Euro kosten", so
Herausgeber Chris Radda im Gespräch mit pressetext.
http://www.medianet.at
Auch wenn die schreibende Zunft immer mehr online ist, die Zukunft
ist deshalb noch lange nicht rosig. Nur 40 Kilometer von Wien
entfernt, in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, werken bei der
unabhängigen Nachrichtenagentur SITA
http://www.sita.sk
100 Redakteurinnen und Redakteure, die im Schnitt 150 bis 250
Euro monatlich für einen Fulltimejob bezahlt bekommen. Das
Preisniveau in derselben Stadt ist - auch durch den EU-Beitritt -
mittlerweile bei 50 - 70 Prozent des Wiener Niveaus angelangt.
Schrieben mehr Slowaken deutsch (statt englisch), sagt ein Insider,
würden die Wiener Medien deutlich mehr in Bratislava rekrutieren.
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Internet hängt
Tageszeitungen und Magazine ab
Ein Fünftel des Medienkonsums online
Das Internet macht bereits ein Fünftel des
Medienkonsums der Europäer aus. Die rasante Zunahme der
Internet-Nutzung lässt sogar klassische Informationsmedien wie
Tageszeitungen und Magazine hinter sich. Das geht aus zwei aktuellen
Studien hervor: In Deutschland hat das Forsa-Institut im Auftrag des
Werbevermarkters Sevenone Media
http://www.sevenonemedia.de für die 10. TimeBudget-Studie eine
repräsentative Zahl von 14- bis 49-jährigen Deutschen befragt. Die
European Interactive Advertising Association (EIAA)
http://www.eiaa.net
hat insgesamt 7.000 Telefoninterviews in den europäischen
Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien,
Belgien und den Niederlanden sowie in Skandinavien durchgeführt.
Beide Studien kommen zum gleichen Ergebnis: Das Internet ist bei der
Mediennutzung auf der Überholspur.
In Deutschland stellt die TimeBudget-Studie fest, dass das Internet
die Tageszeitungen bei der Mediennutzung abgehängt hat. Nach wie vor
ist das Fernsehen mit täglich 178 Minuten die Nummer eins beim
Medienkonsum. Auch das Radio (151 Minuten pro Tag) verteidigt seinen
zweiten Rang mit einigem Abstand zum Internet: 58 Minuten pro Tag
verbringen die Deutschen online. Das ist immerhin mehr als doppelt
so viel Zeit wie täglich für das Lesen von Tageszeitungen (26
Minuten) und dreimal so viel wie für Magazine (18 Minuten)
aufgebracht wird.
In Europa werden laut EIAA-Umfrage 20 Prozent des Medienkonsums
online bezogen. Damit liegt das Internet bereits auf dem dritten
Platz hinter Fernsehen (33 Prozent) und Radio (30 Prozent) und
ebenfalls deutlich vor den Tageszeitungen (elf Prozent) und
Magazinen (acht Prozent). Zudem geben 35 Prozent der Internet-User
an, als Folge der Internet-Nutzung weniger Zeit vor dem Fernseher zu
verbringen. Als Vorteile des Internet werden Aktualität,
Zeiteffizienz und beste Möglichkeiten, die Information zu finden,
die gesucht wird, angegeben. Während 83 Prozent der Meinung sind,
dass im TV zuviel Werbung gesendet wird, sind nur halb so viele
Befragte derselben Meinung im Bezug auf das Internet (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041110048 ). (pte-Trend)
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Internetkonsum bedroht
Printmedien
Jeder dritte ohne Internet "verloren"
10.11.04 - Laut einer Studie der European Interactive
Advertising Association (EIAA)
http://www.eiaa.net
verbringen Europäer mittlerweile doppelt so viel Zeit im Internet wie
mit dem Lesen von Zeitungen. An der Spitze steht nach wie vor das
Fernsehen mit 33 Prozent Anteil am gesamten Medienkonsum. An zweiter
Stelle steht der Hörfunk mit 30 Prozent, gefolgt vom Internet mit 20
Prozent.
Während das Internet im Vorjahr nur zu zehn Prozent von allen Medien
genutzt wurde, ging der Anteil der Schriftmedien um zwei Prozent auf elf
Prozent zurück. Insgesamt verbringen Europäer durchschnittlich elf
Stunden pro Woche im Web, berichtet der Guardian. 88 Prozent der
Internet-User gaben an wegen E-Mail ins Netz zu gehen und 61 Prozent
benutzen das Medium um Nachrichten zu lesen. Immerhin die Hälfte aller
User gab an, das Internet als ihre bevorzugte Quelle für
Informationsbeschaffung zu benutzen. Jeder dritte User gab sogar an,
ohne das Internet verloren zu sein und jeder zehnte verbringt 25 Stunden
in der Woche online.
Alison Fennah, Geschäftsführerin von EIAA, führt die zunehmende Zeit,
die Konsumenten im Web verbringen, zurück auf vermehrte
Breitbandanschlüsse. Für die Studie wurden insgesamt 7.000 telefonische
Interviews in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien,
Niederlanden, Skandinavien und Spanien durchgeführt. |

6. Österreichischer Journalistinnenkongress
"Frauen fördern Frauen" - am 15. März im Haus der Industrie
Der Journalistinnenkongress ist eine Initiative von Dr.
Maria Schaumayer, Frauenministerin Maria Rauch-Kallat und dem Chef der
Industriellenvereinigung, Dkfm. Lorenz Fritz. Mit aktuellen Inputs und der
Möglichkeit zu aktivem Netzwerken wird nunmehr zum 6. Mal für mehr Frauenpower
in den Medien gekämpft.
Der 15. März wird wieder ein Tag für Medienfrauen im Haus der Industrie in
Wien. Trotz Teilerfolgen ist das Phänomen der "gläsernen Decke" aktuell wie
beim ersten Kongress.
Weniger Ursachenforschung, mehr lösungsorientierte und nutzenstiftende
Beiträge stehen diesmal am Programm.
Zwei hochkarätige Podiumsdiskussionen sind angesetzt: "Frauenzeitschriften.
Leitbildfunktion und Verantwortung" mit Chefredakteurinnen von Frauenmagazinen
Uschi Fellner "Woman", Dr. Veronika Pelikan "Wienerin" und Dr. Christine
Haiden "Welt der Frau", der Kommunikationswissenschaftlerin Univ.Prof. Dr.
Elisabeth Klaus (Univ. Salzburg) und Prof. Dr. Rotraud Perner (Moderation und
psychologische Inputs).
Abends wird in der Diskussion "Mentoring - Vom Geben und Nehmen zur
Win-win-Strategie" analysiert, inwieweit Mentoring als Beschleunigungstool für
Frauenkarrieren auch im Medienbereich verstärkt genützt werden sollte.
Expertinnen von Mentoring-Initiativen und Frauen, die es bereits ausprobiert
haben, werden dazu ihre Meinung einbringen.
Auf dem Podium: Mag. Maria Buchmayr (Gender-Expertin), Mag. Dr. Dagmar Hackl
(Projektmanagerin FrauenMentoring des BMGF), Mag. Dagmar Hofstätter
(Politische Akademie, Mentorin), Claudia Martini (Mentée eines
Medienprogramms), Mag. Gabriela Oberzill (Frauennetzwerk Medien), Mag.
Christiana Weidel (Mentoring-Plattform Österreich), Dr. Senta Ziegler (News,
Mentorin).
In Impulsreferaten werden aktuelle Themen wie "Leseforschung und
Vorbildwirkung" (Mag. Dr. Margit Böck, Univ. Wien) "Wie entsteht Veränderung?"
(Univ.Prof. DDr. Schachtner, Univ. Klagenfurt), "Integrativer Journalismus"
(Mag. Michaela Braunreiter, Beate Firlinger) "Medienjournalistinnen"
(Katharina Schell (APA)/Karin Strobl, freie Journalistin) oder die aktuelle
Kongress-Studie über "Ausbildungskompetenz" (Daniela Schwarz,
Kongressorganisation), ein Fokus aus der Tagespresse (Dr. Doris Kostera, MMO)
oder der Iststand der Expertinnen-Datenbank (Mag. Alexandra Buhl) präsentiert.
Zum Thema "Medienzukunft - Frauenzukunft" wird die Zukunftsforscherin Karin
Frick vom Gottlieb-Duttweiler-Institut (CH) die Herausforderungen und
Veränderungen der kommenden Jahre skizzieren.
Die insgesamt 46 hochkarätigen Referentinnen werden, wie bei allen bisherigen
Journalistinnenkongressen, von Kongress-Vordenkerin ORF-Generaldirektorin Dr.
Monika Lindner mit einem Impulsreferat begrüßt.
In fünf parallelen Workshops - mit jeweils 4 Referentinnen - wird speziell auf
die Fragen und Probleme einzelner Gruppen eingegangen. Der Arbeitskreis
"Chancenmaximierung für Jungjournalistinnen" ist mit Mag. Petra Klikovits
(Format), Mag. DDr. Gabriele Russ (FH Joanneum), Mag. Angela Beier (Die
Presse) und Mag. Sabine Bures (ORF) besetzt.
Tipps für "Wiedereinsteigerinnen, Anforderungen an Arbeitsmarkt, Weiterbildung
und Frauenförderung" geben Marlies Hesse (Deutscher Journalistinnenbund),
Monika Posch (Club alpha), Mag. Hilde Stockhammer (AMS) und Elisabeth
Wasserbauer (Kuratorium für Journalistenausbildung).
In "Karriere: Qualität und Finanzen" geht es um weibliche Puzzle-Karrieren,
den Vergleich zwischen angestellter oder freier Tätigkeit und
Pensionsvorsorge. Hier werden Dr. Jutta Garbe (Lektorin und
Kommunkationsberaterin), die Steuerberaterin Mag. Christine Hapala, die
ORF-Betriebsrätin Roswitha Prazsjenka und die Pensionsexpertin der Erste Bank,
Mag. Beatrice Schobesberger nützliche Tipps einbringen.
Im Workshop "Vom Journalismus zur PR und retour" diskutieren Mag. Lydia Ninz
(Pressesprecherin ARBÖ), Mag. Sigrid Brandstätter (OÖ Nachrichten), Mag.
Dagmar Lang (Manstein Verlag) und Corinna Milborn (Format) über den Wechsel
zwischen den Berufen.
Beim fünften Workshop "Zauberwort NLP - Erkennen und Nützen" kann man einiges
über Anwendung und Bedeutung dieser vielzitierten Technik erfahren. - Hier als
Inputgeberinnen im Workshop Mag. Elfriede Schlamberger (GÖD, NLP Practicioner),
Dkfm. Dr. Felicitas Girisch (MMO), Mag. Manuela Mätzener (Kaweh&Mätzener) und
Sigrid Winter (Team Winter).
Online-Anmeldung und Information zu diesem wichtigen Medienfrauen-Event unter
www.medienfrauen.net.

Falsche Vorstellungen von Medienberufen bei
Neueinsteigern
Mediengewerkschaft präsentiert Weiterbildungsbroschüre
Die Mediengewerkschaft comedia
http://www.comedia.ch hat mit der Weiterbildungsbroschüre "Allerhöchste
Zeit zum Ausbilden" eine Information zu Medienberufen präsentiert, die für
Interessenten des "Traumberufes Medienschaffender" eine realistische
Einführung und Orientierung bieten soll. Hintergrund der Broschüre sind die
bei comedia seit Jahren zahlreich eingehenden Anfragen über
Ausbildungsmöglichkeiten. Dabei habe die Gewerkschaft festgestellt, dass bei
Jugendlichen sowie Berufseinsteigern oft "verklärte, idealisierte wie
unangemessene Vorstellungen von den vermeintlichen Medientraumberufen“
vorherrschen.
Die Mediengewerkschaft sieht einen Zusammenhang zwischen fehlender
Orientierung, diffusen Berufsvorstellungen und dem Ansturm auf die
medienwissenschaftlichen Institute in der Schweiz. Die Studierendenzahlen
haben sich im Fach Kommunikationswissenschaft zwischen 1995 und 2000 um
beinahe 1.000 Prozent erhöht, so comedia. Insgesamt gibt es heute rund 6.000
Studenten der Kommunikationswissenschaft, deren Grundausbildung aufgrund der
schwierigen Studien- und Forschungsbedingungen schlecht sei. Die Broschüre
will hier eine frühzeitige Vororientierung.
In der Broschüre ist auch eine Liste mit Stage- und Volontariatsstellen
enthalten, die auf einer umfassenden Befragung von über 150 Redaktionen von
Presse, Radio und Fernsehen in der Deutschschweiz basiert. Die 106-seitige
Publikation kostet 23 Franken und ist bei der Gewerkschaft oder online auf der
Website erhältlich.

Dr. Karl Renner- Publizistikpreis für "Falter"-Chefredakteur Armin Thurnher
Armin Thurnher, Chefredakteur der Wiener
Stadtzeitung "Falter", ist der Empfänger des Dr. Karl
Renner-Publizistikpreises 2002. Montag Mittag (30.12.2002)
wurde der vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) für besondere
journalistische Leistungen vergebene Preis, der unter Insidern als
das österreichische Gegenstück zum amerikanischen "Pullitzer Preis"
gehandelt wird, im Innsbrucker Landhaus von ÖJC-Präsidenten Fred
Turnheim und dem Tiroler Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa dem
52jährigen, gebürtigen Vorarlberger, überreicht. Der "Falter", der im
selben Jahr wie der ÖJC - 1977 - gegründet wurde, hatte es sich
damals noch als Studentenzeitung zur Aufgabe, Kritik an den
kommerziellen Medien zu üben, und noch heute kämpft Thurnher mit
seinem inzwischen österreichweit etablierten Medium gegen
Medienkonzentration und den immer stärker werdenden Einfluss
deutscher Konzerne auf die österreichische Medienlandschaft.
Der Dr. Karl Renner-Publizistikpreis, der heuer zum 29. Mal
vergeben wurde, ist mit 7.000 Euro dotiert; die Preisträger werden von
einer unabhängigen Jury, der heuer Dimitris Dimitrakoudis, Eduard
Grossmaier, Dr. Hakan Gürses, Dr. Peter Huemer, Dr. Fritz Knöbl,
Doris Piringer und Ing. Alfred Worm angehörten, ermittelt. (ÖJC)

Berlusconi übernimmt Kontrolle bei Telecinco
Kirchs
25-Prozent-Anteil verliert an Wert
Silvio
Berlusconis Medienkonzern Mediaset hat seinen Anteil an dem spanischen
Fernsehsender Telecinco von bisher 40 Prozent auf 52 Prozent erhöht. Damit
sichert er sich die Kontrolle über den Sender und stärkt seine Macht auf dem
spanischen TV-Markt. Die zwölf Prozent zur Mehrheit übernimmt Mediaset für 276
Mio. Euro von der Verlagsgruppe Correo, teilte Mediaset
http://www.gruppomediaset.it in einer Aussendung mit. Die Financial Times
Deutschland geht von einer Wertminderung des Telecinco-Aktienpakets der
Dresdner Bank aus.
Die spanische Verlagsgruppe Correo reduziert mit dem Deal ihren Anteil auf 13
Prozent, sichert sich aber trotzdem den Vorsitz im Vorstand des
TV-Unternehmens. Die Dresdner Bank hält ein Aktienpaket in der Höhe von 25
Prozent als Pfand für einen 460 Mio. Euro Kredit an die Kirch-Holding (vgl.
pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020913009 ). Bei KirchMedia wurde der
Wert des Anteils mit 500 Mio. Euro veranschlagt. Die Bank will die Beteiligung
ab dem 20. Dezember an den Meistbietenden versteigern. Das Mindestgebot soll
laut FTD bei 375 Mio. Euro liegen, die Bank rechnete aber bisher mit einem
deutlich höheren Ergebnis. Da nun Mediaset als möglicher Bieter ausscheidet,
könnte der Erlös der Auktion kleiner ausfallen.
Möglich wird die Übernahme durch eine Gesetzesänderung, die Anfang nächsten
Jahres in Kraft tritt. Davor war es einzelnen Medieninvestoren in Spanien
nicht erlaubt, mehr als 49 Prozent an einem Sender zu besitzen. Berlusconi
gilt als guter Freund des spanischen Regierungschefs Jose Maria Aznar und ist
Trauzeuge von dessen Tochter. Zudem wird in Spanien immer noch gerichtlich
gegen den Medientycoon ermittelt. Als Ministerpräsident von Italien genießt er
jedoch Immunität. Telecinco hat laut Mediaset einen Marktanteil am spanischen
TV-Werbemarkt von 28,4 Prozent und eine Reichweite von 23,9 Prozent bei den
Zusehern.

Journalisten bevorzugen digitale Pressebilder
Anhänge zur Meldung:
http://www.ots.at/meldung.php?schluessel=OTS_20021206_OTS0015
Digitale Bilder sind heute das bevorzugte Arbeitsmaterial von
Fotoredaktionen. 86 Prozent von ihnen geben Bilddateien den Vorzug. Nur
14 Prozent wollen noch mit Fotoabzügen (Hardcopy) beliefert werden. Das
zeigt die media studie 2002 "Journalisten online" von news aktuell. Die
Tochter der Deutschen Presseagentur wertete zusammen mit dem
Marktforschungsinstitut dpm-Team die Antworten von mehr als 700
Journalisten zu Internetnutzung, E-Mail, Pressearbeit und digitalem
Fotomaterial aus.
Obwohl digitale Pressebilder generell bevorzugt werden, sind bei den
Journalisten verschiedener Mediengattungen Unterschiede festzustellen:
Redakteure von Wochen- und Fachzeitschriften sind dem analogen Foto
deutlicher zugeneigt als der Durchschnitt. Sie bevorzugen zu knapp einem
Viertel die Hardcopy (23 Prozent). Ihre Kollegen von Tageszeitungen und
Nachrichtenagenturen dagegen sprechen sich überdurchschnittlich oft für
digitale Bilder aus (87 Prozent). Jüngere Journalisten unter 30 Jahren
wollen sogar zu 93 Prozent mit digitalem Bildmaterial beliefert werden.
Unterschiede gibt es auch bei den einzelnen Ressorts, in denen die
Befragten arbeiten. Unter den Journalisten von Politik, Computer und aus
dem Lokalen hat sich die digitale Fototechnik fast vollständig
durchgesetzt. Gut 90 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus.
Dagegen bleibt ein Drittel der Tourismus-Redakteure dem klassischen
Papierbild treu. Die Journalisten aus den Ressorts Gesundheit, Service
und Kultur plädieren immerhin noch zu knapp einem Viertel für Hardcopys.
Ein Grund dafür, dass Journalisten digitale Pressebilder bevorzugen,
ist die Möglichkeit, diese in elektronischen Bilddatenbanken zu
archivieren. Rund drei Viertel der befragten Journalisten setzt
mittlerweile auf die digitale Speicherung. Nur in ungefähr jeder
sechsten Redaktion werden die Bilder weiterhin in Papierform archiviert.
Bei den tagesaktuelle Medien setzen überdurchschnittliche 80 Prozent auf
die Vorteile von digitalen Bilddatenbanken. Bei Wochen- und
Fachzeitschriften dagegen greift fast ein Viertel noch auf ein
traditionelles Papierarchiv zurück.
Die komplette media studie 2002 ist für EUR 150,00 über news aktuell
zu beziehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist unter
www.newsaktuell.de zu finden.(ots)

Neue Journalistensektion in der Gewerkschaft KMSfB gegründet
Nach dem Abgang der Sektion Journalisten zur Gewerkschaft Druck und
Papier startete in der Mediengewerkschaft KMSfB (Kunst, Medien, Sport,
freie Berufe) die neue Sektion "Kommunikation und Publizistik" ihre
Tätigkeit. Zum Präsidenten wurde der langjährige frühere Sekretär der
Sektion Journalisten, Michael Kress, gewählt, zum Vizepräsidenten Dr.
Georg Tidl (ORF). Gemeinsam kündigten beide an, dass sich die Sektion
ganz bewußt auch modernen Formen der Medienarbeit widmen und öffnen
will. Zudem wird "Kommunikation und Publizistik" durch Kooperation mit
anderen Journalistenverbänden ein über die klassische
Gewerkschaftstätigkeit weit hinausreichendes Angebot an
Serviceleistungen offerieren, wie es dies in Österreich noch nie zuvor
gegeben hat, darunter auch Journalistenreisen.
Die Neugründung dieser Sektion trägt den modernsten technischen
Kommunikationsentwicklungen Rechnung. Schon durch den Begriff
"Kommunikation" im Titel dieser Sektion soll ein Zeichen in Richtung
jener Arbeitnehmer gesetzt werden, die in den Bereichen Internet,
Online-Dienste, Web-Design und ähnlichen Berufssparten tätig sind. Meist
handelt es sich dabei um atypische Arbeitsverhältnisse, die eines
besonderen gewerkschaftlichen Schützes bedürfen.
Auch mit der Wahl auf einer gemeinsamen, überfraktionellen Liste wollten
Kress und Tidl ein Signal geben: "Back to the roots! Wir wollen wie in
den erfolgreichen Nenning-Zeiten für die Mitglieder arbeiten und nicht
Fraktionsstreitereien betreiben und damit Mitglieder abschrecken.
Derzeit zählt die neue Sektion "Kommunikation und Publizistik" ca. 450
Mitglieder, man rechnet bis zum ordentlichen Gewerkschaftstag zu
Jahresmitte auf einen Zuwachs auf 1.000. "Die Mediengewerkschaft sind
wir und nicht Papier und Pappe," hieß es selbstbewußt in einer
Aussendung der neuen Sektion "Kommunikation und Publizistik".
Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Klaus
Pekarek, bestellte in seiner Sitzung am Freitag, dem 8. Februar 2002, mit 34
Stimmen, bei einer Gegenstimme, die von Generaldirektorin Dr. Monika Lindner
vorgeschlagenen Direktoren wie folgt: Informationsdirektor wird Gerhard
Draxler, Programmdirektor Reinhard Scolik, Hörfunkdirektor Kurt
Rammerstorfer, Kaufmännischer Direktor Alexander Wrabetz. Die Besetzung der
Funktionen des Technischen Direktors und des Direktors für Online und neue
Medien ist für die nächste Sitzung des Stiftungsrats am 12. März 2002
vorgesehen.
Auf Vorschlag von Lindner bestellte der ORF-Stiftungsrat folgende
Landesdirektoren: Brigitte Wolf, Wien, Karlheinz Papst, Burgenland, Willy
Mitsche, Kärnten, Norbert Gollinger, Niederösterreich, Helmut Obermayr,
Oberösterreich, Hubert Nowak, Salzburg, Edgar Sterbenz, Steiermark, Robert
Barth, Tirol, Wolfgang Burtscher, Vorarlberg.

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