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Bärendrama im Innsbrucker Alpenzoo geht weiter!

Im Juli 2004 hat der Österreichische Tierschutzverein auf die tierquälerischen Zustände im Bärengehege des Innsbrucker Alpenzoos hingewiesen. Damals hat die Zoodirektion die Kritik der Tierschützer als unberechtigt abgetan. Nun hat man aber doch reagiert, allerdings wieder falsch, wie der Österreichische Tierschutzverein meint.

   Bärin Martina und der seine körperliche Überlegenheit ausspielende männliche Bär Fritz dürfen jetzt nur mehr einzeln und abwechselnd Freigehege und Innengehege nutzen. Zum einen war wohl die andauernde Verfolgungsjagd für die Zoobesucher nicht mehr "zumutbar" und vielleicht glaubt man auch der Bärin damit einen Gefallen zu tun.

   Das Abtrennen der beiden Bären ist hauptsächlich eine Maßnahme zur Beruhigung der menschlichen Zoobesucher mit kaum positiver Wirkung auf die betroffenen Tiere. Der Vorteil, dass die unmittelbare körperliche Bedrohung für Martina durch Fritz derzeit unterbrochen ist, wird aufgehoben durch die nach wie vor massive geruchliche Anwesenheit und Dominanz von Fritz sowie die phasenweise beengten Platzverhältnisse für jenen Bären, der gerade die Zeit im Innengehege im wahrsten Sinne des Wortes tot schlagen muss. Also weiterhin eine sehr unbefriedigende Situation, jetzt kommt auch der Bär Fritz als natürlicher Einzelgänger durch seine von ihm nicht gesuchte und wohl auch nicht wirklich erwünschte Partnerin zu Nachteilen. Bei der hohen Intelligenz von Bären ist es leider durchaus möglich, dass er diesen Umstand mit der Anwesenheit der neuen Bärin in Zusammenhang bringt und es ihr beim nächsten gemeinsamen Spaziergang "heimzahlt"! Der Österreichische Tierschutzverein und viele Tierschützer fordern daher, dass Martina ein eigenes Gehege bekommt, oder zumindest eine Abtrennung im jetzigen Freigehege. Denn Bären sind Einzelgänger!
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:05
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