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Influenza-Impfaktion 2001 der Stadt Wien gestartet

"Bei den momentanen sommerlichen Temperaturen denken wir zwar noch nicht an den Winter, trotzdem sollten alle WienerInnen und Wiener sich bereits jetzt vor der kalten Jahreszeit schützen und sich Grippeimpfen lassen ", appelliert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker. Die Influenza-Impfaktion der Stadt Wien läuft bis 21. Dezember 2001: Gegen einen Unkostenbeitrag von ATS 90.- (EUR 6,50) wird die Influenza-Impfung an allen Wiener Bezirksgesundheitsämter angeboten.****

Grundsätzlich sollten sich besonders gefährdende Personen ab dem 60. Lebensjahr, Diabetiker, Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, mit Krankheiten der Atemwege und mit chronischen Nierenerkrankungen impfen lassen. Empfohlen wird die Impfung auch all jenen, die einem erhöhten Ansteckrisiko ausgesetzt sind, wie etwa medizinisches Personal, Feuerwehr, Müllabfuhr, Kindergarten- und Lehrpersonal, Angestellte und ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst und in Großbetrieben.

Für die Stadtphysika der Magistratsabteilung 15, Dr. Christine Bruns, ist insbesondere erfreulich, dass in den letzten Jahren eine generelle Zunahme an der Impfbeteiligung zu verzeichnen ist. "Wir konnten im letzten Jahr, während der Aktion 2000, über 50.500 Impfungen in den öffentlichen Stellen der MA 15 und von Betriebsärzten in Krankenanstalten (Krankenhauspersonal) durchführen. Es freut uns, dass sich immer mehr Wienerinnen und Wiener impfen lassen. " Die letzte große Grippewelle war zu Beginn dieses Jahres. Nach Schätzungen des Grippeinformationsdienstes der Stadt Wien erkrankten innerhalb von 5 Wochen ca. 87.100 Personen an Influenza. Der Höhepunkt lag bei 23.700 Neuerkrankungen innerhalb einer Woche. Dr. Bruns: "Internationalen Untersuchungen zufolge muss man während einer Influenza-Epidemie mit 2 bis 50 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern rechnen. Auch in Österreich ist während einer solchen Epidemie eine Steigerung der Todesfälle zu beobachten."

o Service:

Informationen zur Influenza-Impfaktion sowie die Impfstellen der
Stadt Wien finden Sie unter: www.wien.gv.at/ma15/grippe.htm/
Sowie unter der Telefonnummer: 01/ 533 28 28


 

Krieg den kleinen Mördern

Influenza ist keine harmlose Erkrankung. Ganz im Gegenteil. Die jährlich rund um die Welt rollende Epidemie fordert tausende Todesopfer. Das auch in Österreich. Hierzulande erkranken jährlich rund 140.000 Personen an der Seuche und 2.500 müssen den Kontakt mit dem heimtückischen Virus mit ihrem Leben bezahlen. Sicheren Schutz gegen die Influenzainfektion bietet die vorbeugende Impfung. Diese muss allerdings jedes Jahr neu verabreicht werden, da die Viren sich ständig verändern.

Jahr für Jahr nehmen führende Forscher in den Labors, der Industrie und den Spitälern den Kampf gegen die sich ständig verändernden Influenzaviren auf. Jahr für Jahr müssen neue Impfstoffe entwickelt, getestet und produziert werden. Und Jahr für Jahr müssen diese lebensrettenden Spritzen rechtzeitig auf allen Punkten der Welt vorhanden sein, damit die Menschen vor dem Influenzavirus geschützt werden können. Der Wettlauf der Forscher beginnt meistens im Februar, wenn die Weltgesundheitsorganisation festgestellt hat, welche Virusarten für die nächste Wintersaison zu erwarten sind. Gerade ein halbes Jahr bleibt den Verantwortlichen Zeit, einen neuen Impfstoff zu erforschen und zu produzieren. Obwohl diese Arbeit im Laufe der Jahre bereits Routine geworden ist, muss doch der Kampf jedes Jahr aufs Neue gewonnen werden.

Führende Fachleute der Medizin in Österreich haben sich darauf geeinigt, wer in erster Linie durch eine Influenzaepidemie gefährdet ist und so vorbeugend gegen Influenza geimpft werden sollte:

+Personen ab dem 60. Lebensjahr
+Personen mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise
Asthma oder Herz-Kreislauferkrankungen
+Schwangere ab dem zweiten und dritten Trimenon
+Berufsgruppen, die Viren auf Risikogruppen übertragen können,
wie beispielsweise Personal in Spitälern und Arztpraxen,
Pflegeheimen und Familienangehörige von Risikopersonen
+Interkontinentalreisende
+Schlüsselberufe wie beispielsweise Exekutive, Rettungsdienste
oder Feuerwehr

Darüber hinaus ist die Influenzaimpfung, so die Meinung der führenden österreichischen Experten, für jeden sinnvoll und geeignet, der sich selbst schützen und andere nicht anstecken will.

Generell ist der Unterschied zwischen den Impfstoffen minimal. Sie garantieren alle einen sicheren und zuverlässigen Schutz für die Grippesaison. Solvay hat ein patentiertes Spritzen-System mit speziell geschliffener Nadel entwickelt, die eine besonders sanfte Verabreichung möglich macht (erhältlich unter dem Markennamen Influvac(R).

Für die Produktion des Influenzaimpfstoffes dienen jährlich Millionen von Hühnereiern als Bioreaktoren. Nach 10-jähriger Entwicklungsarbeit gelang es den Forschern von Solvay, den Influenzaimpfstoff mittels Zellkulturen zu produzieren. Dr. Bram Palache von der Medizinischen Forschung bei Solvay Pharmaceuticals in Weesp, Holland: "Durch Herstellung mittels Zellkulturen wird endlich eine bedarfsgerechte Produktion des Impfstoffes möglich. Mit Zellkulturen kann der Start der Produktion zu jeder Zeit, unabhängig von der Verfügbarkeit von Hühnereiern, erfolgen. Dadurch können wir flexibler, effizienter und schneller auf das Auftreten neuer Epidemien reagieren. Meldungen über den Ausverkauf von Grippeimpfungen wird es dann nicht mehr geben." Der mittels Zellkulturen hergestellte Influenzaimpfstoff wurde heuer in Holland unter dem Handelsnamen Influvac TC(R) erstmals zugelassen. Mit der EU-weiten Zulassung wird seitens des Unternehmens für das Jahr 2003 gerechnet. (Dr. Johanna Pötsch)
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:04
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