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Indien zieht bei Handys langsam nach
Bis 2007 rund 100 Mio. User erwartet

Indien, das bisher bei der Mobilfunkpenetration gegenüber vergleichbaren Schwellenländern nachhinkt, soll bei Handys in den kommenden Jahren langsam aber doch aufholen. Laut einem vom asiatischen IT-Portal DigiTimes veröffentlichten Bericht soll die Zahl der Handyuser am Subkontinent von derzeit 47 Millionen innerhalb der nächsten drei Jahre auf 100 Millionen anwachsen. Die im Telekom-Sektor allgemein erwirtschafteten Umsätze sollen sich von gegenwärtig zehn auf 20 Mrd. Dollar im Jahr 2008 verdoppeln, sagte Vijay Gokhale, Generaldirektor der India Taipei Association (ITA)

Die Wachstumsaussichten in dem Milliarden-Land haben auch schon einige Handy-Produzenten angezogen. So will die südkoreanische LGE http://www.lge.com Ende des Jahres eine Fabrik in Pune aufsperren. Der finnische Handyriese Nokia http://www.nokia.com hatte vorigen Dezember bereits Pläne verlautbaren lassen, wonach seine zehnte Handy-Fabrik auf dem Subkontinent errichtet werden soll. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=041201045 Und der US-amerikanische Konzern Motorola http://www.motorola.com wirft ebenfalls ein Auge auf Indien, um dort Produktionskapazitäten anzusiedeln, sagte Gokhale.

Marktführer bei den in Indien verkauften Handys ist der weltweite Branchenprimus Nokia, der auf dem Subkontinent auf einen Anteil von fast 59 Prozent kommt. Samsung auf Platz zwei hält 13 Prozent Marktanteil vor Motorola, das auf sieben Prozent Marktanteil verweisen kann. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU - Average Revenue per User) ist nach wie vor niedrig, sagte Gokhale. So dürften auch in der Zukunft in Indien vor allem "einfache" Handys verkauft werden und Mobiltelefone mit fortschrittlichen Features eher zu den Ausnahmeerscheinungen zählen.


 

Indien jetzt bereisen

Es gibt einige Gründe, die dagegen sprechen, Indien nach dem Seebeben zu bereisen. Aber man kann mit Sicherheit viele aufzählen, die klar machen, das genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist. So würde z. B. das Fernbleiben der Touristen das Land um die für den Wiederaufbau benötigten Devisen bringen. Und: Die meisten Landesteile sind von den Auswirkungen des Seebebens überhaupt nicht betroffen.

   Rajasthan und der Norden der Indiens zählen hierzu. Reisen in diese Regionen sind ohne Einschränkungen möglich. Doch auch große Teile Südindiens können weiterhin bereist werden - mit Ausnahme der Küste des Bundesstaates Tamil Nadu und Teile der Küste Keralas und Andhra Pradeshs. Diese Regionen sollten laut Auswärtigem Amt im Rahmen von Rundreisen nicht besucht werden, damit u. a. der Wiederaufbau nicht gestört wird. Durch geringfügige Veränderungen des Reiseverlaufs hat Marco Polo genau das bei allen seinen Südindien-Touren erreicht, ohne dabei den Gesamtzuschnitt der Reisen zu verändern.

   Marco Polo bietet insgesamt 13 verschiedene Indien-Programme - in der Gruppe, ohne Gruppe oder als Young Line-Reise für Traveller zwischen 20 und 35 Jahren. Preisbeispiele Rajasthan: 9-Tage Rundreise zu den Highlights der Region, wie z. B. dem Taj Mahal, kostet in der Gruppe im Basispaket (Flüge, ÜF im DZ, Deutsch sprechende Reiseleitung) ab 899 Euro. Wer stattdessen lieber neun Tage individuell in eigenem Fahrzeug und mit eigenem Reiseleiter die Region erkunden möchte, wird schon ab 1199 Euro fündig. Preisbeispiel Südindien: 15-Tage Rundreise in der Gruppe im Basispaket ab 1599 Euro.

   Info: In guten Reisebüros oder unter 00800/ 44 01 44 01 (aus
   Deutschland, Österreich und der Schweiz gebührenfrei) und im
   Netz unter www.marco-polo-reisen.com.
 


 

Indische Tata weiter auf Wachstumskurs
Zweistelliger Umsatz- und Gewinnsprung dank Outsourcing-Boom

Der indische Softwarekonzern Tata Consultancy Services http://www.tcs.com hat im dritten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres (31. März 2005) erneut von der anhaltenden Auslagerungswelle profitiert und sowohl bei Gewinn als auch Umsatz zweistellig zulegen können. Den Umsatz steigerte die Nummer eins unter den indischen Softwarekonzernen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 38,2 Prozent auf 25,78 Mrd. Rupien (450 Mio. Euro). Beim Nettogewinn legte Tata um 54,1 Prozent auf 7,09 Mrd. Rupien (123,7 Mio. Euro) zu.

Tata konnte im abgelaufenen Quartal nach eigenen Angaben 72 neue Kunden gewinnen, darunter so prominente wie den italienischen F1-Rennstall Ferrari. Der Konzern verzeichnet aktuell mehr als 500 Kunden. Der dominierende Großkunde General Electric ist noch für 15 Prozent der Umsätze verantwortlich. Um der wachsenden Nachfrage nach den eigenen Dienstleistungen Herr werden zu können, hat Tata im dritten Quartal 2.733 neue Mitarbeiter an Bord geholt. Insgesamt beschäftigt der Konzern inklusive in- und ausländischer Tochterfirmen 43.681 Menschen.

Auf dem Weg, der erste Softwarekonzern auf dem indischen Subkontinent zu sein, der die Zwei-Mrd.-Dollar-Umsatzgrenze knackt, ist Tata erfolgreich auf die Zielgerade eingekehrt. Nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten zusammengenommen mehr als 1,6 Mrd. Dollar umgesetzt hat, sollten die zwei Mrd. Dollar Jahresumsatz erreicht werden. Erst vor kurzem hatte auch der zweitgrößte indische Softwareexporteur Infosys für sein abgelaufenes drittes Geschäftsquartal ein deutlich zweistelliges Umsatz- und Gewinnplus verzeichnet (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050112030 ).


 

Seebeben im Indischen Ozean: World Vision-Helfer finden große Verwüstungen in Aceh vor

32.000 Tote allein in der nördlichen Sumatra-Provinz; Provinzhauptstadt im Chaos - Bis zu 100.000 Häuser eingestürzt; Obdachlose stehen vor dem Nichts; Hunger droht - Hilfe läuft zögerlich an, da Straßen überflutet sind u. Kommunikation zusammenbrach - Aceh offenbar von Erdbeben UND Flut betroffen - Deutscher Mitarbeiter in Sri Lanka berichtet von erschütternden Szenen

   Erst allmählich werden die verheerenden Ausmaße des Bebens im Norden Sumatras offenkundig. Die nördlichste Provinz der indonesischen Insel Sumatra liegt in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum des Bebens vom 26. Dezember und wurde vermutlich vom Beben selbst sowie von den Tsunami-Flutwellen betroffen. "Die nächsten Tage werden zeigen, dass die verheerendsten Schäden und die meisten Opfer hier in Aceh zu beklagen sind", meint Harry Donsbach, Leiter der Humanitären Hilfe bei WORLD VISION Deutschland. Indonesische WORLD VISION- Mitarbeiter, die heute in der Provinzhauptstadt Banda Aceh eintrafen, fanden praktisch eine zerstörte Stadt vor. Bis zu 100.000 Häuser sollen eingestürzt sein; rund eine halbe Million Menschen sind betroffen. Zahlreiche Leichen liegen unversorgt herum; es besteht Seuchengefahr. Viele Teile der Provinz sind noch vom Wasser überflutet. Im Augenblick sind die meisten Überlebenden noch ohne jegliche Hilfe oder Versorgung. Hilfsgüter lagern derzeit noch in Medan.

   In Aceh wird WORLD VISION Plastikplanen für Notunterkünfte, Kochgeschirr, Wassertanks und Wasserkanister, Kleider und Hygieneartikel verteilen; weitere Hilfe hängt von einer genaueren Bestandsaufnahme ab. Im Augenblick ist es schwierig, die entlegeneren Gebiete zu erreichen. Nach Auskunft der indonesischen Regierung fehlt es an Hubschraubern, um Wasser, Nahrung und andere Hilfsgüter in die entlegeneren Gebiete zu transportieren.

   In Sri Lanka, wo 23.000 Tote beklagt werden, helfen zehn WORLD VISION-Teams derzeit 10 Distrikten, darunter in den Orten Galle und Matara. Dort steht unser Mitarbeiter Sönke Weiss für Interviews zur Verfügung.

   WORLD VISION ist für die Hilfe in Südostasien dringend auf Spenden angewiesen. Da in allen betroffenen Gebieten langfristige Entwicklungsprogramme laufen, sind die Mitarbeiter seit Beginn der Katastrophe direkt am Ort des Geschehens.  Gespendet werden kann über unsere Webpage www.worldvision.at oder über das P.S.K-Konto: 90 890 000, BLZ 60 000, Kennwort: Flutopfer

KONTAKT: Sönke Weiss in Sri Lanka ist für Interviews erreichbar über 0049 162-9078430.

HINTERGRUND

   WORLD VISION GEV ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. WORLD VISION Österreich ist Teil der weltweiten WORLD VISION- Partnerschaft mit rund 20.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. WORLD VISION unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. Weitere Infos unter  www.worldvision.at
 


 

Telekom Malaysia und STT setzen auf Indiens Mobilfunkmarkt
Konsortium steigt für 390 Mio. Dollar mit 47,7 Prozent bei Idea ein

Ein Konsortium aus den asiatischen Konzernen Telekom Malaysia http://www.telekom.com.my und Singapore Technologies Telemedia (STT) http://www.sttelemedia.com hat 47,7 Prozent der Anteile an dem indischen Mobilfunkprovider Idea Cellular übernommen. Wie beide Unternehmen in einer Aussendung mitteilten, ist die Transaktion rund 390 Mio. Dollar schwer. STT und Telekom Malaysia steigen damit zum größten Anteilseigner an dem indischen Unternehmen auf.

Das Konsortium übernimmt dabei den kompletten Anteil des US-Providers Cingular Wireless sowie Aktien der anderen beiden Hauptaktionäre Aditya Birla Group und Tata Industries. Die Transaktion soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Birla wird danach noch 26,3 Prozent, Tata 24,7 Prozent halten. Christian de Faria, CEO des Finanzarms der Telekom Malaysia, TM International äußerte große Zuversicht in den indischen Telekommarkt und sprach von einer viel versprechenden Wachstumsregion.

Indien ist einer der am schnellsten wachsenden Telekommärkte der Welt. Jeden Monat werden rund zwei Mio. neue Mobilfunkkunden hinzugewonnen. Die indische Regierung hat laut Wall Street Journal einen Sprung der Mobilfunkkundenzahl von derzeit knapp 50 Millionen auf 200 Millionen bis 2007 prognostiziert. Idea ist in acht der 23 Regionen tätig und mit 4,51 Mio. Mobilfunkkunden fünftgrößter Provider auf dem Subkontinent.


 

Indien: Satellit gegen Analphabetismus
EDUSAT bringt virtuelles Klassenzimmer in entlegene Dörfer

 

[Pressefoto anzeigen]
 
Millionen Analphabeten sollen nun in Indien Zugang zu besseren Ausbildungsstätten haben. Dafür sorgt der neue EDUSAT, der Bildungssatellit, der jetzt von Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota in die Erdumlaufbahn geschossen wurde. Der weltweit erste Unterrichtssatellit kostete 20 Mio. Dollar, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

Mehr als 35 Prozent der indischen Bevölkerung können nach der vergangenen Volkszählung weder lesen noch schreiben. "Indien wird in den kommenden Jahren jährlich 10.000 neue Schulen brauchen. Herkömmliche Unterrichtsmittel werden diesen Anforderungen nicht entgegenkommen können", meint Madhavan Nair, Vorsitzender der Indian Space Organisation ISRO http://www.isro.org . Der zwei Tonnen schwere EDUSAT wurde mit einer in Indien hergestellten Trägerrakete, dem Geosynchronous Satelite Launch Vehicle, ins All geschossen. Das Konzept hinter dem Programm ist die Schaffung von virtuellen Klassenzimmern, die Kindern in entlegenen Dörfern höhere Schulbildung erlaubt. Profitieren sollen auch Studenten, die keinen Zugang zu technischen Instituten haben. Lehrer sollen Lernmodule via Satellit empfangen. Auch zur Erwachsenenbildung soll der Satellit seine Dienste leisten.

EDUSAT verfügt über sechs KU-Band Transponder und sechs erweiterte C-band Transponder. Einer der Transponder wird ausschließlich für spezielle Regionen des Landes zur Verfügung stehen während die anderen sozusagen das gesamte Land abdecken sollen. "Die Erziehungsprogramme können an jedem TV-Gerät, das über einen Receiver verfügt, empfangen werden. Der Receiver kostet nur etwa 65 Dollar", berichtet Nair.
 
 


 

Indische IT-Firmen in Europa auf dem Vormarsch
Service-Markt soll über Zukäufe geknackt werden

Indische IT-Dienstleister wie Tata Consulting Services (TCS) http://www.tcs.com , Wipro, Infosys und Satyam Computer Services http://www.satyam.com wollen den europäischen Markt erobern und setzen dabei auf Zukäufe. Nachdem sich die IT-Unternehmen vom indischen Subkontinent in den USA und Großbritannien bereits etabliert haben, stehen nun Märkte wie Deutschland und Frankreich ganz oben auf dem Expansionsplan, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) heute, Mittwoch. Derzeit kommen die fünf wichtigsten indischen IT-Dienstleister in Deutschland auf einen Marktanteil von 0,4 Prozent. In den USA erreichen die Unternehmen zusammen 1,7 Prozent.

"Um Europa zu knacken, müssen wir auf Zukäufe setzen", sagte TCS-Manager Phiroz Vandrevala der FTD. Für Übernahmen stünden derzeit rund 383 Mio. Euro zur Verfügung. Außerdem erwäge das Unternehmen ein Börsen-Listing in Europa und den USA, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Für die Zukunft hat sich TCS ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Umsatz in Europa soll im kommenden Jahr um 60 Prozent gesteigert werden. Bis zum Jahr 2010 will sich TCS laut FTD zu einem der zehn weltgrößten IT-Beratungsunternehmen aufschwingen. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet TCS mit einem Gesamtumsatz jenseits der zwei Mrd. Dollar.

Konkurrent Satyam setzt auf eine steigende Nachfrage nach IT-Outsourcing-Aufträgen von europäischen Unternehmen. Zurzeit beträgt der Anteil der Region am Gesamtumsatz der indischen Firma rund 16 Prozent. Die indischen Anbieter wollen durch die Eröffnung von Niederlassungen in Osteuropa den potenziellen westeuropäischen Kunden die Angst vor der Auslagerung von IT-Services nehmen. Sowohl TCS als auch Satyam haben vor kurzem Softwareentwicklungscenter in Ungarn eröffnet.


 

Nokia erweitert Mobilfunknetz in Indien
Bharti zahlt 275 Mio. Dollar für Equipment und Services

Nokia http://www.nokia.com wird in den kommenden drei Jahren das GSM7GPRS-Netz des indischen Telekomkonzerns Bharti Tele-Ventures http://www.bhartiteleventures.com erweitern. Der finnische Mobilfunkausrüster erhält für die Lieferung von Equipment und Services insgesamt rund 275 Mio. Dollar. Wie Nokia heute, Donnerstag, bekannt gab, wird der Konzern Bhartis Mobilfunknetzwerk in fünf Landesteilen erweitern oder sogar neu aufbauen.

Die vereinbarten Leistungen werden die Netzwerkkapazität von Bharti, das seine Mobilfunkservices unter dem Markennamen AirTel anbietet, um das Fünffache erhöhen. Nokia hat sich außerdem verpflichtet, innerhalb der nächsten drei Jahre ständig Equipment und Services, entsprechend der Bedürfnisse Bhartis, zu liefern. "Unsere Vereinbarung mit Nokia bedeutet einen großen Schritt auf dem Weg, sowohl die Interessen des Betreibers als auch des Lieferanten zu treffen", so der Leiter der Mobilfunksparte bei Bharti, Manoj Kohli.

Im Rahmen eines zusätzlichen auf drei Jahre ausgelegten Servicevertrags wird Bharti sein Netzwerkmanagement an Nokia auslagern, was auch den Transfer von Bharti-Mitarbeitern beinhaltet. Außerdem planen Nokia und AirTel die Errichtung eines EDGE-Netzwerks, das schnellere Datenübertragungsgeschwindigkeiten erbringen soll. AirTel kann derzeit auf sieben Mio. Mobilfunkkunden verweisen.


 

Gen-Kartoffel gegen Hunger in Indien
Extra-Proteinportion soll Ernährung der armen Bevölkerungsschichten verbessern

Genetisch veränderten Kartoffeln sollen in einem 15-Jahresplan zur Bekämpfung der Unterernährung der ärmsten Kinder Indiens eine zentrale Rolle zukommen. Wie Govindarajan Padmanaban vom Indian Institute of Science in Bangalore auf einer Tagung der Royal Society erklärte wollen Wissenschaftler mit Unterstützung der indischen Regierung mit den Knollen mit der Extraportion Protein die Ernährung der armen Bevölkerungsschichten verbessern. Die proteinreiche Kartoffel befindet sich bereits in der letzten Testphase und soll in Kürze die Zulassung erhalten. Das Projekt soll auch von Verbraucherverbänden und Umweltschutzorganisationen unterstützt werden.

Das Team unter der Leitung von Asis Datta von der Jawaharlal Nehru University setzte das Gen AmA1 aus der Amaranthpflanze ein. Das Ergebnis ist eine Kartoffelpflanze, deren Knollen ein Drittel mehr Protein enthalten, berichtet New Scientist http://www.newscientist.com . Besonders hoch soll damit auch der erhöhte Gehalt der essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin sein. Eine ausreichende Lysinversorgung ist z.B. für die normale Gehirnentwicklung bei Kindern notwendig.

"Das AmA1-Gen verbessert die Ernährung und stammt von einer Pflanze, die bereits als Nahrungsmittel genutzt wird", erklärte Padmanaban. Anders als gentechnisch veränderte Mais- und Baumwollpflanzen enthält die Proteinkartoffel kein Pestizid-Gen, das Gen führt auch zu keinem Produkt, das Allergien auslöst. Padmanaban hofft, dass daher die gentechnisch veränderten Kartoffeln von der indischen Bevölkerung eher als neues ergänzendes Nahrungsmittel akzeptiert werden. Die Unschädlichkeit für Gesundheit und Umwelt muss aber erst nachgewiesen und von unabhängigen Gutachtern bestätigt werden.


 

Indische Postler als wandelnde Telefonzellen
Daakiya Aaya! Mobile Laaya!

 

©india-post

Zu Weihnachten wurden in Indien die ersten tragbaren Telefone an indische Briefträger übergeben. Sie werden ab sofort den Adressaten der ausgetragenen Post auch die Nutzung des Telefons anbieten. Insbesondere in ländlichen Gegenden sind die meisten Haushalte ohne Telefon. Geräte und Netz werden von der Firma BSNL http://www.bsnl.in zur Verfügung gestellt. Das staatliche Telekom-Unternehmen setzt auf WLL (Wireless Local Loop) als Übertragungstechnik und ist offenbar der Preisbrecher am indischen Mobilfunkmarkt. Die GSM-Konkurrenten haben bereits mehrmals mit Preissenkungen reagiert, erst seit Mitternacht sind die Preise für Ferngespräche innerhalb der Mobilfunknetze um mehr als zwei Drittel gefallen.

Wenn die Postzusteller erfolgreich beim Vermarkten "ihres" Telefones sind, erhalten sie 20 Prozent Umsatzbeteiligung, weitere fünf Prozent gehen an die indische Post http://www.indiapost.org . Den fleißigsten "wandelnden Telefonzellen" winken Motorräder als Prämie. Unterstützt werden sie von einer Werbekampagne mit dem einprägsamen Slogan " Daakiya Aaya! Mobile Laaya!" Die Telefone selbst sehen wie Festnetztelefone mit Antenne aus, auf einem Display werden die aufgelaufenen Gebühren angezeigt. Der Dienst ist ein weiterer Schritt im Versuch der indischen Post die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise damit begonnen Flächen auf Briefkästen, Postkarten und Uniformen für Werbezwecke zu vermieten.

Der Telefonservice könnte durchaus ein Erfolg werden, zumal Briefträger in Indien sehr hohes Ansehen genießen. Vielfach stellen sie die Post nicht nur zu, sondern lesen die Briefe den nicht selten illiteraten Empfängern auch noch vor. Außerdem sind viele Dörfer noch ohne Telefonanschluss. In den letzten zehn Monaten hat BSNL 100.000 Dörfer mit sogenannten Village Public Telephones ausgestattet. Die Anzahl der Telefonanschlüsse in ländlichen Gebieten ist seit 1999 von vier auf 9,6 Mio. gestiegen. Die Steigerungsraten sind also enorm, doch die Ausgangsbasis ist gegenüber den mehr als einer Milliarde Einwohnern des Landes eher bescheiden.


 

Schlammkur für Taj Mahal
Bewährte Mischung aus dem 16. Jahrhundert hellt verschmutzten Marmor auf
 

Eines der bekanntesten Gebäude der Welt, der Taj Mahal in Indien, soll laut einem Bericht des britischen Sunday Telegraph http://www.telegraph.co.uk sein Weiß durch eine Schlammkur zurück erhalten. Mit einer seit dem 16. Jahrhundert bekannten Mischung aus Erde, Körnern, Milch und Kalk wollen Archäologen das durch die stark verschmutzte Luft ergraute Mausoleum wieder zum Strahlen bringen. Der Taj Mahal ist ein "Denkmal an die Liebe", das der Großmogul Shah Jahan für seine 1631 verstorbene Gemahlin Mumtaz Mahal errichtet hat.
 

Durch den sauren Regen und die Abgase der fabrikreichen Region Agra sind die Marmorfassaden des Gebäudes stark angegriffen. Versuche, Industrieanlagen aus dem Gebiet um des Taj Mahal zu verbannen, trugen bislang wenig Früchte. Das weiße Marmor ergraute und wies gelbe und schwarze Flecken auf. Zu Restaurierungszwecken wird die alte so genannte "Multani mitti"-Mischung verwendet. "Mud from Multan" ("Schlamm aus Multan") stammt aus einer Region in Pakistan, wo der kalkreiche Schlamm seit tausenden Jahren zur Gesichtspflege verwendet wird. Die Mischung wurde adaptiert und die Inhaltsstoffe zur Abtötung der Bakterien, die den Stein beschädigen könnten, sterilisiert.
 

Die braune, klebrige Mischung wird auf die Marmoroberfläche aufgetragen und nach 24 Stunden mit warmem Wasser wieder abgespült. Bislang wurde die Mischung zur Reinigung des Taj-Mahal-Eingangs, der vier umgebenden Minarette und einiger Innenwände verwendet. Erste Tests zeigen, dass die Substanz eine deutliche Aufhellung bringt. In Kürze sollen die Arbeiten an der Außenfassade starten. Offiziell wird die Säuberungsaktion mit weniger als 155.000 Dollar beziffert. Die Technik hat auch das Interesse von Wissenschaftlern aus Rom geweckt. Antike Marmorstatuen in Florenz und Rom sollen mit dem selben Verfahren aufgehellt werden.
 


 

Indien: Ein Jahr nach dem schweren Beben in Gujarat - Rückblick auf nachhaltige Rotkreuz-Hilfe

Morgen, am 26. Jänner 2002, jährt sich das schwere Beben, das in der Region Khuch im Nord-Westen Indiens rund 400.000 Häuser zerstörte. 20.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Die gesamte Infrastruktur war zusammengebrochen.

"Immer noch erinnern eingestürzte Häuser und Schutthaufen an das schwere Beben, aber der Wiederaufbau geht ständig voran", berichtet die österreichische Rotkreuz-Mitarbeiterin Andrea Wissinger, die kürzlich aus Indien zurückgekehrt ist. Freiwillige des Indischen Roten Kreuzes und internationale Rotkreuz-Delegierte, darunter auch eine Österreicherin, arbeiten weiterhin am Wiederaufbau. 40 nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften haben über 36 Millionen US Dollar (41,06 Millionen Euro) aufgebracht, um den Menschen in der Region zu helfen.

12 österreichische Rotkreuz-Delegierte waren bzw. sind seit dem Beben in Indien im Einsatz. 27.000.000 Wasseraufbereitungstabletten, 10 Emergency Health Kits - Medikamente und Verbandsmaterialen zur Akutversorgung - 20 Wasserzapfstellen und 3 Wassertestlabors zur Testung und Aufbereitung des Trinkwassers halfen, den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Die ÖRK Telekomspezialisten (ERU Telecommunication) sorgten für den Aufbau eines Funk- und Computernetzwerkes. Auch am Wiederaufbau zerstörter Häuser ist das ÖRK mit der Bereitstellung von Baumaterialien und -gerätschaften beteiligt. Ein weiteres Rotkreuz-Team betreut ein Projekt auf Dorfebene zur Reparatur und zum Ausbau von Wassersammelstellen, Brunnen, Wassertanks und zur Gesundheitsvorsorge.

"Indien ist weltweit einer der am häufigsten von Katastrophen betroffenen Staaten", fasst Wissinger zusammen "damit unsere Hilfe nachhaltig ist, senden wir nicht nur Material, Geld und Personal, sondern geben Hilfe zur Selbsthilfe: Wir stärken unsere indische Rotkreuz-Schwestergesellschaft. Ein verbesserter Katastrophenhilfsplan wird ausgearbeitet, Hilfsgüter in der Region eingelagert. Das Rote Kreuz wird sich in den nächsten drei Jahren in der Region auf den Bau eines 200 Betten-Spitals, Wiederaufbau und die Wiederherstellung traditioneller Bewässerungsanlagen konzentrieren."

Das ÖRK bittet weiterhin um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort: "Indien".
 


 

Indischer Gesundheitsminister: "Unterhaltung ist ein wichtiger Aspekt der
Bevölkerungsplanung"

Um die Geburtenrate in Indien zu senken und die Bevölkerung vom Sex abzuhalten, will
die indische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge preisgünstige Fernsehgeräte
anbieten. Als Teil des Familienplanungsprogramms habe die Regierung beschlossen,
preiswertere TV-Geräte für die unterhaltungshungrige Bevölkerung anzubieten, zitierte
am Donnerstag die Zeitung "Times of India" Gesundheitsminister C.P. Thakur aus einer
Rede vor dem Parlament. Die TV-Unterhaltung werde mehr Menschen abends beschäftigen
und somit verhindern, dass Indiens Bevölkerung weiter über die Milliarden-Grenze
hinaus wächst.

"Unterhaltung ist ein wichtiger Aspekt der Bevölkerungsplanung", sagte Thakur. "Wir
wollen, dass die Leute fernsehen." Abgeordnete teilten die Sorge um die
Bevölkerungsexplosion, hieß es. Sie fürchteten, dass Indien das bevölkerungsreichste
Land China bald überholen werde.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:04
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