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Doppelläufige Spritze gegen Kontaminationen
Falschergebnisse können verhindert werden

Falsche Ergebnisse bei Bluttests sollen schon bald der Vergangenheit angehören, denn US-Forscher haben eine doppelläufige Injektionsnadel entwickelt, die eine Kontamination mit Hautbakterien verhindert. Viele Bluttests sind daher bisher falsch oder zumindest verfälscht worden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. http://www.newscientist.com

Die angewandten Blutinfektions-Tests, dabei werden Injektionsnadeln in die Venen der Patienten eingestochen, werden oft nicht korrekt durchgeführt. Idealerweise muss die Einstichstelle desinfiziert werden. Das dauert aber bis zu zwei Minuten extra. Unsachgemäße Durchführung verfälscht etwa geschätzte sechs Prozent der jährlich sechs Mio. angelegten Blutkulturen in den USA. Die Lösung ist einfach. Sie wurde vom Mikrobiologen Juan Walterspiel von der Emory University in Atlanta http://www.sph.emory.edu entwickelt: eine Miniaturnadel ist neben der herkömmlichen Injektionsnadel angebracht. Wenn die Nadel in die Vene geführt wird, wird der erste Milliliter Blut, der am häufigsten verunreinigt ist, in die kleinere Nadel geleitet. Das restliche Blut wird zu Untersuchungszwecken verwendet.

Die Kosten für das neue System schlagen mit weniger als einem Dollar je Test zu Buche, zeigt sich Walterspiel überzeugt. Damit könnte mit einfachsten Mitteln die Chance auf treffersichere Tests deutlich erhöht werden. Kritiker wenden zwar ein, dass die Kosten nicht so niedrig sein werden, finden die Erfindung aber gut.

 


 

Maden gegen Wundinfektionen
US-Forscher berichten über erfolgreiche Behandlung

Zu interessanten Forschungsergebnissen sind US-Wissenschaftler der Clinical Infectious Diseases Society http://www.idsociety.org gekommen: Maden der grünen Schmeißfliegen eignen sich hervorragend dazu, postoperative Wunden von Infektionen freizuhalten. Die Maden fressen nämlich zerstörtes Gewebe und bringen einen antibakteriellen Wirkstoff ein, berichtet das Wissenschaftsmagazin Clinical Infectous Diseases in seiner jüngsten Ausgabe.

Dass diese Behandlungsmethode bereits auf Entdeckungen in den 20-er Jahren zurückgeht, ist den Forschern bekannt. Mit Aufkommen von Antobiotika wurde sie dann vergessen. Bei der Maden-Therapie MDT (maggot debridement therapy) werden Maden der Schmeißfliege Phaenicia Sericata zunächst im Eierstadium desinfiziert, damit sie keine weiteren Erreger in die offene Wunde einbringen, ehe sie aufgebracht werden. In den Versuchen wurden die Patienten zwei Mal wöchentlich für einen Zeitraum von 48 bis 72 Stunden behandelt. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass die Heilungserfolge sehr viel versprechend waren.

"Für die Patienten scheint die MDT weniger Probleme zu verursachen als für das Krankenhauspersonal", erklärt der Mediziner Ronals Sherman, Direktor von BioTherapeutics, Education & Reasearch Foundation und Autor des Artikels im Fachmagazin. Die Behandlung mit den Maden ist zwar nicht so kostengünstig wie ursprünglich angenommen, da die Eier unter großem technischen Aufwand desinfiziert und täglich frisch hergestellt werden müssen. In der Zwischenzeit ist die MDT-Therapie auch von der FDA als erfolgreiche Therapie gegen Wundinfektionen anerkannt worden.
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:03
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