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'Rabbis for Human Rights' erhalten
23. Niwano Friedenspreis
Die Niwano Peace Foundation wird der israelischen Organisation Rabbis for
Human Rights (RHR) den 23. Niwano Friedenspreis verleihen.
Die Preisverleihung wird am Donnerstag, dem 11. Mai um 10:30 Uhr in
Tokio, Japan stattfinden. Zusätzlich zu der Verleihungsurkunde erhält RHR
eine Medaille und 20 Millionen Yen.
RHR ist eine im Jahr 1988 gegründete Organisation von Rabbis in Israel
mit dem Ziel der Verbreitung des jüdischen Wertbegriffs, dass alle Menschen
als Ebenbild Gottes geschaffen wurden und ein Recht auf Gerechtigkeit,
Gleichheit und Respekt haben. In ihrem Engagement für diesen wichtigen
Wertbegriff des jüdischen Glaubens verteidigt RHR die Menschenrechte einer
jeden Person in Israel und in den von Israel kontrollierten Gebieten durch
öffentliche Aufklärung, öffentliches Eintreten und direkte
Leistungsprojekte.
Um eine übermässige Betonung einer bestimmten Religion oder Region zu
vermeiden, bittet die Stiftung jedes Jahr um Nominierungen durch Personen
von anerkanntem intellektuellem Format in der ganzen Welt. Im
Nominierungsverfahren werden ungefähr 1.000 Personen und Organisationen, die
125 Länder und zahlreiche Religionen repräsentieren, um den Vorschlag von
Kandidaten gebeten. Die Nominierungen unterliegen einer strengen Auswahl
durch das Niwano Friedenspreiskomitee, das im Mai 2003 anlässlich des 20.
Jahrestages des Niwano Friedenspreises gegründet wurde. Das Komitee besteht
gegenwärtig aus 11 Religionsführern aus der ganzen Welt, die alle in
Friedensbewegungen arbeiten und mit inter-religiöser Zusammenarbeit befasst
sind.
Zur Auswahl der RHR erklärte das Komitee folgendes:
Diese einzigartige Organisation von Rabbis und Studenten für das Rabbinat
in Israel hat sich der Förderung von Menschenrechten, Gerechtigkeit und
Mitgefühl für alle Menschen in der Region verpflichtet. Angesichts der
kritischen Zeit im Nahen Osten und anderswo ist es von grosser Bedeutung,
diese Werte zu betonen, die den Mittelpunkt der jüdischen Tradition bilden,
jedoch aus Gründen der "Sicherheit" marginalisiert werden.
Die Stiftung setzte den Niwano Friedenspreis aus, um Personen und
Organisationen, die einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen den
Religionen geleistet und damit die Sache des Weltfriedens unterstützt haben,
zu ehren und zu ermutigen und ihre Leistungen überall so weit wie möglich
bekannt zu machen. Die Stiftung hofft, auf diese Weise sowohl das
Verständnis unter den Religionen und die Zusammenarbeit zwischen diesen
verbessern und den Eintritt von noch mehr Menschen fördern zu können, die
sich für den Weltfrieden engagieren.
Die Niwano Peace Foundation wurde im Jahr 1978 mit dem Ziel gegründet,
einen Beitrag zur Verwirklichung des Weltfriedens und zur Verbesserung einer
Friedenskultur zu leisten.

110 Schlafplätze täglich
Samariterbund Wien seit halbem Jahr in Obdachlosenhilfe aktiv
Seit mittlerweile sechs Monaten werden die Türen der Notschlafstelle des
Samariterbundes jeden Abend für obdachlose Menschen geöffnet. Sechzig Männer
finden hier einen Platz zum Schlafen, ein Essen und etwas Ruhe vom Stress
auf der Straße. "Die tiefen Temperaturen machen den Betroffenen zu schaffen"
weiß Dr. Siegfried Sellitsch, Präsident des Samariterbund Wien. "Um den
Menschen ausreichend Platz zu bieten, wurde im Auftrag des Fonds Sozialen
Wien und finanziert aus Mitteln der Stadt Wien mittlerweile eine weitere
Notschlafstelle eröffnet." Bis zu 110 Männer werden von den
SozialarbeiterInnen und SozialbetreuerInnen betreut.
Hilfe in Lebenskrisen
"Mit dem sprichwörtlichen Dach über dem Kopf allein ist es nicht getan"
erklärt Verena Radl, Leiterin der Notschlafstelle Otto weiter. Das Leben auf
der Straße bringt immer wieder schwere Lebenskrisen mit sich. Beratung,
Krisenintervention und als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung zu stehen sind
die vorrangigsten Hilfestellungen.
Die Notschlafstellen des Samariterbundes sind im Laufe der Zeit ein
wichtiger Bestandteil der Wiener Wohnungslosenhilfe geworden. Das Angebot
wurde von den Betroffenen gut angenommen, und hat neben der praktischen
Überlebenshilfe ein klares Ziel: Obdachlosen Menschen weiter zu helfen,
wieder zurück in eine eigene Wohnung.

Achleitner: Kampf gegen
Genitalverstümmelung muß weitergehen
Jährlich mehr als zwei Millionen betroffene Mädchen
"Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz haben wir im Jahr 2001 in Österreich
einen ganz wichtigen Schritt im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung
gesetzt, denn bis dahin hatte die Rechtslage oft nicht gegriffen, weil die
Taten ja mit dem Einverständnis der Eltern geschahen", erklärte heute die
freiheitliche Frauensprecherin Elke Achleitner anläßlich des bevorstehenden
Internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung an Frauen. "Aber auch für
uns in Österreich muß der Kampf gegen diese grausame Praxis weitergehen: Mit
verstärkten Maßnahmen zur Aufklärung, Bewußtseinsbildung und
Sensibilisierung."
Mit der im Jahr 2001 vollzogenen Änderung sei Genitalverstümmelung egal ob
bei Minderjährigen oder Erwachsenen und auch bei Zustimmung der Betroffenen
strafbar geworden. "Das Strafrecht allein reicht sicher nicht aus", meinte
Achleitner. "Aber immerhin ist damit ein oftmaliges Tabu, eine klare
Verletzung der Menschenrechte endlich nicht nur thematisiert worden, sondern
es wurden auch entsprechende gesetzliche Lösungen verankert."
Weltweit seien Schätzungen zufolge jährlich zwei Millionen junge Mädchen
Opfer von Genitalverstümmelungen. Die Betroffenen würden ihr ganzes Leben
lang darunter leiden. "In Österreich haben wir mit der Behandlung einer
derartigen Beschneidung als Tatbestand der Körperverletzung zumindest dafür
gesorgt, daß das Gesetz sich zwischen die Frauen, die in unserem Kulturkreis
leben, und diese grausame Praxis ihrer Herkunftsländer stellt. Auf allen
Ebenen, national und international muß nun an weiteren Maßnahmen gearbeitet
werden, um auch bei Frauen und vor allem bei Männern das Bewußtsein dafür zu
schaffen, daß weibliche Genitalverstümmelung eine klare Verletzung der
Menschenrechte darstellt", so Achleitner abschließend.

HSIFH – Kooperationen und Zusammenarbeit im Zeichen des Rettungsdienstes
und der Feuerwehr waren Inhalt der 3-wöchigen Geschäftsreise nach
Rumänien
Der
Projektleiter Michel Bätscher reiste vom 29.1. – 19.2.05 erneut nach
Rumänien um das Projekt „Harghita“ zu forcieren und über verschiedene
Kooperationen und verhandeln.
Mit der
Organisation S.M.U.R.D. konnte eine 100% Kooperation und Zusammenarbeit
geschlossen werden. Herr Dr. Raed Arafat, leitender Notfallarzt und
Gründer von SMURD, arbeitet in verschiedenen Kantonen in Rumänien mit
den Feuerwehren zusammen. Seit rund 15 Jahren konnte schrittweise sein
Projekt, die Notfallversorgung und Intervention für Notfallpatienten, in
Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkorps aufgebaut werden. Durch diese
Zusammenarbeit kann die HSIFH im Projektkanton Harghita die SMURD
vertreten und aufbauen.
Zusammen mit Herrn Dr. Arafat besuchte Herr Bätscher im Innenministerium
von Bukarest den General für die Feuerwehr und den Zivilschutz, Herrn
Vladimir Secara. Herr Secara stellte das neue Feuerwehrkonzept 2007 in
anbetracht des EU-Beitrittes vor. Mit der Umsetzung dieses Konzeptes
hatte er die verschiedensten Probleme erläutert. Nach der Präsentation
der HSIFH und dem Konzept Harghita, wurde eine enge Zusammenarbeit
beschlossen. Die Arbeiten der HSIFH sollen sich in den nächsten Monaten
auf 4 weitere Kantone ausweiten.
Gemeinsam fand anschliessend ein informatives Gespräch mit Herrn Anton
Hagen, Country Direktor des Kooperationsbüro des DEZA, in Bukarest
statt. Herr Secara und Herr Dr. Arafat bekräftigten die gemeinsame
Unterstützung der Organisation HSIFH und es wurde beschlossen, dass die
HSIFH in Zusammenarbeit mit der SMURD ein Arbeitspapier zu Handen des
DEZA erarbeiten muss. Dieses Papier wird Herr Hagen anschliessend prüfen
um mögliche Unterstützungen in Bern zu beantragen und eventuelle andere
Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Der
Kantonsratspräsident, Levente Bunta, aus Harghita attestierte der HSIFH
sein vollstes Vertrauen und verfasste ein entsprechendes
Kooperationspapier. Herr Bätscher und Herr Bargetzi werden zusätzlich
als Feuerwehrkonsultanten für den Kanton eingesetzt, was bedeutet, dass
beide Herren während ihrer Anwesenheit bei Ereignissen automatisch
alarmiert werden und eine aktive Führung übernehmen werden. Die HSIFH
wurde als 100% Partner für die gesetzlich vorgeschriebene Risikoanalyse
anerkannt. Nun wird im Kreisrat über die Kostenbeteiligung abgestimmt,
bei welcher eine 2/3 Mehrheit verlangt wird. Durch die diversen Kontakte
zu den Parlamentarier vor Ort und deren Unterstützungszusicherung,
sollte dieses Ergebnis erreicht werden. Der Vizebürgermeister von der
Stadt Odorheiu, welcher für das komplette Rettungswesen in seinem Bezirk
verantwortlich ist, hat bereits eine mündliche Kostenbeteiligung
ausgesprochen.
Wir
können heute mit Stolz sagen, dass sämtliche notwendigen Abteilungen in
Rumänien unsere Organisation anerkennen und unterstützen. Sie sind
überzeugt, dass mit unserer Hilfe eine ernsthafte und positive
Entwicklung im Sinne der Sicherheit vorangetrieben werden kann. Die
Projektarbeiten sollen im April 2005 beginnen. Die HSIFH ist nun auf die
Unterstützung von Spendern angewiesen. Da der Kanton Harghita eine
Beteiligung von 65'000 Euro übernehmen wird, suchen wir nun die Deckung
der restlichen Kosten über 180'000 Euro. Wir hoffen auf die Solidarität
im Sinne der medizinischen und feuerwehrtechnischen Notversorgung eines
Kantons, damit die Menschen in diesem Gebiet eine reale Chance haben.
Unser Motto: „damit das Wasser bis zum Feuer reicht...“ kann nur mit
aktiver Unterstützung von Spendern realisiert werden. Spenden sind mit
dem Vermerk Harghita auf das Postcheckkonto 87-631250-7 zu überweisen.
Der Stiftungsrat, die Geschäftsleitung, das Personal und die Bevölkerung
von Harghita bedanken sich heute schon für Ihre Solidarität und
Unterstützung.

Bundesregierung beschließt
internationalen Katastrophenfonds
Die Bundesregierung beschloss heute im Ministerrat eine Punktation
über die Einrichtung eines internationalen Katastrophenfonds. Dieser soll
mit bis zu 100 Millionen € dotiert werden. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel:
"Dieser internationale Hilfsfonds für Katastrophen im Ausland ist ein
Pendant zum nationalen Katastrophenfonds. Aus ihm sollen sowohl Maßnahmen
zur Vorbeugung gegen Katastrophen finanziert werden wie auch jene zur
Beseitigung der Schäden."
Zur Verbesserung der Information in Krisenfällen beschloss die
Bundesregierung auch eine Novellierung des Datenschutzgesetzes. Die
Information von Angehörigen soll damit nicht mehr auf datenrechtliche
Hindernisse stoßen und die Arbeit der Hilfsorganisationen erleichtert
werden. So wird mit dieser Novelle der Umgang mit Daten von
Katastrophenopfern eindeutig geklärt. Die Novelle stellt sicher, dass
Behörden im Katastrophenfall Daten von Opfern oder vermutlichen Betroffenen
ohne Verzögerung verarbeiten dürfen. Erlaubt wird weiters eine Übermittlung
von Daten an Hilfsorganisationen. Ermöglicht wird auch die Übermittlung von
sensiblen Daten an ausländische Behörden, wenn dies erforderlich sein
sollte. Auch private Unternehmen wie Fluglinien, Transportunternehmen,
Beherbergungsbetriebe sollen den Behörden die notwendigen Daten zur
Verfügung stellen dürfen.
Bundeskanzler Schüssel informierte über die gegenwärtige Reise von
Außenministerin Ursula Plassnik nach Sri Lanka. Die Außenministerin besucht
dort das Katastrophengebiet und führt Gespräche mit der Regierung über
österreichische Hilfsprojekte.

Das Urteil von Fort Hood
"Presse"-Glosse von Burkhard Bischof
Sind zehn Jahre hinter Gittern genug? Genug für einen Soldaten, der die
Macht des Gefängniswärters auf abscheuliche Weise missbrauchte, der seine
Gefangenen misshandelte, erniedrigte, ihnen das Leben zur Hölle machte? Sind
also zehn Jahre Haft, zu denen ein US-Militärgericht in Fort Hood Charles
Graner verurteilt hat, ein gerechtes Urteil? Im Irak, wo Graner im
berüchtigten Gefängnis Abu Ghraib sein Unwesen getrieben hatte, meinen
viele: Nein! Nach dem archaischen Prinzip des Aug' um Aug', Zahn um Zahn
fordern sie, dass man Graner zur Strafe eigentlich all den Folterpraktiken
hätte aussetzen müssen, die er gegenüber seinen Opfern angewandt hat. Graner
sagte zu seiner Verteidigung, dass er auf Anordnung von oben gehandelt, dass
er "nicht gern" gefoltert habe - und im Übrigen "ist Krieg, und da geschehen
üble Dinge". Gewiss, der Krieg kann manches erklären, aber sicher nicht
alles entschuldigen. Das eine ist die körperliche und seelische Pein, die
die Gefängniswärter in Abu Ghraib ihren Häftlingen zugefügt haben. Das
andere aber ist der unermessliche Schaden, den sie mit ihrem Tun dem eigenen
Land zugefügt haben. In Abu Ghraib nämlich haben die USA wohl für lange den
Anspruch verloren, "die leuchtende Stadt am Hügel" zu sein, denn die ganze
Welt hat die Schreie der Gefolterten aus dieser Stadt gehört. Was eigentlich
ist die Höchststrafe für die Verursacher eines derartigen Imageverlusts?

Paracelsus-Kliniken
bieten Betroffenen der Flutkatastrophe kostenlose Hilfe an
Zentrale Rufnummer ermöglicht einfache und
unbürokratische Ab-wicklung
Den direkt von der Flutkatastrophe in Südasien
betroffenen Menschen hilft die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH
in Kooperation mit dem Nürnberger Unternehmen Dorfner Menü jetzt
unmittelbar: Insgesamt 50 Personen, die von der Flutkatastrophe
selbst unmittelbar oder als Angehörige von Opfern betroffen sind
oder vor Ort als Helfer aktiv waren, bieten die Paracelsus-Kliniken
im Laufe des Februar 2005 einen kostenlosen, jeweils siebentägigen
Aufenthalt in Bad Gandersheim an. In dieser Zeit werden
Möglichkeiten zur seelischen wie körperlichen Entlastung und
Stabilisierung durch individuelle ärztliche und psychologische Hilfe
angeboten. Aufenthalt und Betreuung in Bad Gandersheim sind für die
Betroffenen kostenlos.
Hilfe bei der Bewältigung des Erlebten
Dr. Manfred G. Krukemeyer, der Alleingesellschafter der
Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH, sagt zu diesem Hilfe-Angebot:
"Wir alle stehen immer noch unter dem Schock der schrecklichen
Nachrichten und Bilder aus Südasien. Wir als private Kliniken-Gruppe
hier in Deutschland sehen eine konkrete Möglichkeit der Hilfe darin,
den direkt von der Katastrophe betroffenen Menschen bei der
Bewältigung der psychischen Folgen eines solchen tiefgreifenden
lebensbedrohenden Ereignisses zu helfen." Insbesonder Menschen, die
selbst nur knapp dem Tod entronnen seien, aber auch diejenigen, die
sich zwar retten konnten, jedoch Angehörige oder nahe Freunde
verloren haben, sowie diejenigen, die sich - eventuell nach der
eigenen Ret-tung - als Helfer vor Ort mit Hunderten von
Schwerverletzten und Toten konfrontiert sahen, bräuchten jetzt
konkrete Solidarität und Hilfe bei der Bewältigung des dort
Erlebten, betonte Krukemeyer. Die drei Rehabilitationskliniken der
Paracelsus-Klinikengruppe in Bad Gandersheim sind besonders auf
psychosoziale Rehabilitation spezialisiert.
Einfache Abwicklung: Zentrale Rufnummer zur Kontaktaufnahme
Zur möglichst einfachen Abwicklung des Hilfsangebotes hat die
Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH eine zentrale Rufnummer
eingerichtet, unter der sich sowohl Betroffene wie zurückgekehrte
Helfer selbst direkt an die Paracelsus-Kliniken wenden können. An
diese Rufnummer können sich aber auch niedergelassene Ärztinnen und
Ärzte wenden, die unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffene
Personen oder Helfer betreuen.
Zentraler Ansprechpartner für das Hilfsprogramm der
Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH ist Wolfgang Kley, der
Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken in Bad Gandersheim.
Die Rufnummer für die Koordinierung dieser Hilfsaktion der
Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH lautet:
0171-277 45 66
Darüber hinaus wird das Hilfsangebot auch über die
Koordinierungsstelle NOAH (Nachsorge, Opfer- und Angehörigen-Hilfe)
koordiniert. Die Telefonnummer der NOAH-Hotline lautet:
0188/550433
Hintergrund: Die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH
Die private Klinik-Gruppe Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH
betreibt derzeit insgesamt 31 Einrichtungen, darunter 16
Akutkrankenhäuser, elf Rehakliniken und vier ambulante
Einrichtungen. In diesen Einrichtungen werden knapp 4.300 Betten
vor-gehalten. Im Jahre 2004 wurden in den Paracelsus-Kliniken
insgesamt ca. 100.000 stationäre Patienten behandelt. Insgesamt
beschäftigt die Gruppe knapp 5.000 Mitarbeiter. Die erste
Paracelsus-Klink wurde 1970 in Osnabrück eröffnete. Diese
Praxisklinik war mit der Verbindung von ambulanter und stationärer
medizinischer Versorgung unter einem Praxisklinikdach ein
außerordentlich modernes Konzept. Die Paracelsus Kliniken
Deutschland haben diese ursprüngliche Idee der Praxisklinik
inzwischen zum modernen Konzept des Gesundheitszentrums
weiterentwickelt.
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Don Bosco Flüchtlingswerk:
Wertschätzung für andere Kulturen und Religionen
Das Don Bosco Flüchtlingswerk ruft anlässlich des 91. Welttages der
MigrantInnen am 16. Jänner 2005 dazu auf, junge AsylwerberInnen in
Österreich in Wertschätzung aufzunehmen. Mit den sozialpädagogischen
Angeboten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommt das Don Bosco
Flüchtlingswerk täglich dem Auftrag Papst Johannes Pauls II. nach, der in
seinem Schreiben zum 91. Welttag der Migranten Offenheit gegenüber anderen
Kulturen und Religionen einfordert. Der Vorsitzende des Don Bosco
Flüchtlingswerkes, P. Bernhard Vondrasek SDB, erklärt: "Wir tolerieren und
akzeptieren die Wurzeln der jungen Asylwerber. Unser Anspruch ist es,
voneinander zu lernen." In diesem Sinn habe in der Flüchtlingsbetreuung
Abgrenzung keinen Platz, sondern viel mehr seien gelebtes Christentum und
Offenheit für die Nöte junger Menschen die obersten Maximen in der täglichen
Arbeit. Neben der sozialpädagogischen Wohngruppe für unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge in Wien-Inzersdorf werden AsylbwerberInnen in der
burgenländischen Flüchtlingsunterkunft in Horitschon betreut. "Wir sind sehr
dankbar für die gute Zusammenarbeit mit unseren Trägern, den Salesianern Don
Boscos, den Don Bosco Schwestern und der Don Bosco Aktion "Jugend Eine Welt.
Ohne die Unterstützung des Fonds Soziales Wien wäre die Betreuung für
minderjährige Asylwerber des Don Bosco Flüchtlingswerkes nicht möglich",
erinnert P. Vondrasek an die konstruktive Zusammenarbeit mit den
zuständigen öffentlichen Stellen: "Wir freuen uns, dass außerdem viele
andere Organisationen dem Don Bosco Flüchtlingswerk helfen, wie die
Katholische Jugend, die Pfadfinder und die Kinderfreunde. Auch mit der
Wiener Polizei arbeiten wir eng und konstruktiv zusammen."

Web2help.de: Banner
für Flutopfer
Bonusprogramme zur Unterstützung von
HelpDirect.org
Web2help.de
http://www.web2help.de , hat Deutschlands Webmaster
aufgefordert, ihre Websites in den Dienst einer guten Sache zu
stellen. Die gemeinsame Initiative der Journalisten-Portale
Jourweb.com und Journalismus.com, stellt allen Website-Betreibern
Banner zur Verfügung, mit denen Spendenaktionen für die Flutopfer
beworben werden. Web2help.de will damit zur zentralen Anlaufstelle
werden, bei der Webmaster geeignete Banner für ihre
Unterstützungszwecke finden können.
Wir werden in den nächsten Tagen sämtliche Banner der großen
Hilfsorganisationen auf web2help.de zur Verfügung stellen", so
Jürgen Wolff, Mitinitiator und Betreiber von Jourweb.com. Alle
Web2help.de Banner verlinken auf die Spenden-Seiten anerkannter
Hilfsorganisationen, bei denen meist auch gleich online gespendet
werden kann. Web2help.de eröffnet aber nicht nur die Möglichkeit,
gleich zu spenden, sondern soll auch weitere Webseiten-Betreiber für
diese Aktion gewinnen.
Auch der gemeinnützige Verein HelpDirect.org e.V, 1999 von
Internet-Managern in München gegründet, ersucht Medien und IT-Firmen
um Unterstützung für die Opfer in Südostasien. Unternehmen wie wie
Microsoft mit MSN, Ebay und GMX unterstützen den Spendenaufruf von
HelpDirect.org bereits mit Aktionen auf ihren Internetdiensten. Auch
das Bonusprogramm HappyDigits unterstützt die Projekte zur Hilfe der
Flutwellen-Opfer. Alle Teilnehmer des Bonusprogramms von T-Com,
Karstadt, Quelle, T-Mobile und T-Online können ab sofort unter
http://www.happydigits.de ihre gesammelten Digits den
Hilfsprojekten auf HelpDirect.org zukommen lassen und somit den
Opfern der Katastrophe helfen.
http://www.helpdirect.org |

Die wichtigsten Informationsquellen
zur Lage in Südostasien:
|
|
Quelle:
www.web2help.de

Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf
In den südasiatischen Flutgebieten werden die Opferzahlen weiterhin
permanent nach oben korrigiert. Immer noch werden Leichen angespült und
unter Trümmern geborgen. Die Behörden warnten vor dem Ausbruch von Seuchen.
"Die Situation ist grauenvoll"
Unterdessen kämpfen die Einheimischen weiter mit den Folgen der Flutwellen.
In Sri Lanka wurden 1,5 Millionen Menschen - etwa 7,5 Prozent der
Bevölkerung - obdachlos. Es mangelt an Trinkwasser, Seuchen könnten
ausbrechen. Hilfsorganisationen flogen Nahrungsmittel, Medikamente,
Wasseraufbereitungsanlagen und Helfer in die Regionen. Nach Angaben der
Vereinten Nationen werden in den nächsten 48 Stunden Hunderte Flugzeuge mit
Hilfsgütern in dem Katastrophengebiet landen.
"Die Situation ist grauenvoll. Während wir es nicht schaffen, die Toten zu
bergen, versuchen wir zugleich, denen zu helfen, die überlebt haben", sagte
der indische Innenminister Shivraj Patil. Immer noch gebe es zu einigen
Gebieten wie den Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren keinen Kontakt.
Dort werden bis zu 7000 Opfer vermutet.
"Wir wissen nicht, was wir tun sollen"
In Sri Lanka spülte das Meer immer neue Leichen an den Strand. "Uns
erreichen Berichte von Rettungskräften, die 25.000 Todesopfer befürchten
lassen, und wir wissen nicht, was wir tun sollen", sagte Sri Lankas
Sozialministerin Sumedha Jayasena. Auch in Indonesien seien möglicherweise
25.000 Menschen in den Tod gerissen worden, sagte Vize-Präsident Jusuf Kalla.
In Thailand könnte die Opferzahl von bisher 1500 auf über 2000 steigen.
Hilfe für Angehörige, die Personen vermissen:
Weiterhin besteht die Hotline des Auswärtigen Amtes. Das Ministerium bittet
jedoch nachdrücklich darum, dass zur Gewährleistung der Erreichbarkeit dort
nur unmittelbare Angehörige anrufen: 030 - 5000 1000
Nach dem schweren Erdbeben in Südasien rufen folgende Hilfsorganisationen zu
Spenden auf:
|
Aktion Deutschland hilft
Bündnis der Hilfsorganisationen
action medeor, Adra, ASB, AWO, Care, Help, Johanniter, Malteser,
Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 20 500
Kontonummer: 10 20 30
Stichwort "Seebeben Südasien"
Ärzte für die Dritte Welt
EKK Bank
BLZ 500 605 00
Kontonummer 104 88888 0
Stichwort: Seebebenopfer
Ärzte ohne Grenzen
Sparkasse Bonn
BLZ 38 05 00 00
Kontonummer 97 0 97
Stichwort Seebeben
Caritas International
Postbank Karlsruhe
Bankleitzahl: 660 100 75
Kontonummer: 202 753
Stichwort "Erdbeben-Südasien"
Christoffel-Blindenmission
Sparkasse Bensheim
Bankleitzahl: 509 500 68
Kontonummer: 505 05 05
Kennwort "Südasien"
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Kontonummer: 41 41 41
Stichwort: "Südasien"
Deutsche Welthungerhilfe
Sparkasse Bonn
Bankleitzahl: 380 500 00
Kontonummer: 1115
Stichwort "Erdbeben Asien"
Diakonie Katastrophenhilfe
Postbank Stuttgart
Bankleitzahl: 600 100 70
Kontonummer: 502 707
Stichwort "Erdbeben-Südasien"
helpdirect.org
Der Münchener Verein bietet die Möglichkeit, verschiedene
Projekte zu begutachten und online für mehrere Organisationen zu
spenden.
Kindernothilfe
KD-Bank
Bankleitzahl: 350 601 90
Kontonummer: 45 45 40
Misereor
Sparkasse Aachen
Bankleitzahl: 390 500 00
Kontonummer: 52100
Plan International
Deutsche Bank
Bankleitzahl 200 700 00
Konto 061281202
Stichwort: Hilfe für Südostasien
terre des hommes
Hilfe für Kinder in Not
Volksbank Osnabrück eG
Bankleitzahl: 265 900 25
Kontonummer: 700 800 700
Stichwort: Flutwelle
Unicef
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Kontonummer: 300 000,
Stichwortwort "Erdbeben Asien" |
(Quelle: www.tagesschau.de)
Die Situation ist extrem dramatisch - wenn Sie also ein gutes
Nachweihnachtswerk tun möchten und trotz der nicht rosigen Lage in
Deutschland ein paar Euro übrig haben, hier wird dringend Hilfe benötigt!
Im Moment läuft die größte Hilfsaktion aller Zeiten der UNO an und alle
Hilfsorganisationen transportieren Personal, Material und Fahrzeuge in die
Katastrophengebiete!

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Der
"Fall Yasemin" zwischen Rechtsstaat und Bauchgefühl" (von Doris Piringer)
Ausgabe vom 01.12.2004 =
Wieder steht ein Kind im medialen Blitzlicht eines Sorgerechtsstreites,
wieder wurde ein Kind gegen den Willen eines Elternteiles zum anderen
gebracht. Zu Jahresbeginn schlug der "Fall Christian" hohe Wellen der
Empörung, und das vor allem deshalb, weil der achtjährige Bub vor laufender
Fernsehkamera mit erheblicher Gewalt in ein Auto gezerrt worden war.
Etwas anders jetzt der "Fall Yasemin": Die Fernsehkameras wurden erst
Stunden später aktiviert, nämlich dann, als das sechsjährige Mädchen schon
längst mit seinem Vater auf dem Weg in die Türkei war. Eine
Gerichtspsychologin begleitete das Kind von Beginn an, von einer Gegenwehr
des Mädchens ist nichts bekannt.
Und trotzdem: Der Unmut vieler Menschen ist nicht zu überhören. "Wie kann
man dieser Mutter nur das Kind wegnehmen?", fragen sie und die Antwort ist,
wie so häufig, nicht einfach. Die rechtliche Seite ist leicht erklärt: Nach
dem Haager Übereinkommen darf kein Kind ohne Willen des Partners in ein
anderes Land gebracht werden - tut man es trotzdem, gilt das als Entführung
und das Kind muss, wie es heißt, "rückgeführt" werden. Genau das ist mit
Yasemin - sie ist auch türkische Staatsbürgerin - geschehen. Die Mutter kam
mit dem Kind gegen den Willen des Vaters nach Österreich.
Drehen wir den Fall doch einmal um: Was wäre geschehen, wenn der Vater mit
Yasemin von Österreich in seine Heimat geflüchtet wäre? Der Aufschrei
hierzulande, da müssen wir nicht sehr prophetisch sein, wäre noch viel
lauter gewesen. Und wie heftig hätten wir auf das Recht gepocht, dass das
Kind umgehend mit dem nächsten Flugzeug zurück nach Österreich gebracht
werden müsse. In einem Rechtsstaat - wie Österreich - ist das Gesetz nun
einmal Grundlage für solche Entscheidungen und den Richtern a priori zu
unterstellen, das Kindeswohl wäre ihnen ob der Paragraphen egal, entspricht
nicht den Fakten.
Selbstverständlich ist im Haager Übereinkommen auch zwingend vorgeschrieben,
dass das Risiko körperlicher und seelischer Schäden für das Kind abzuwägen
ist. Naturgemäß geschieht das mit Hilfe von Psychologen und es ist
programmiert, dass sich jener Partner aufbäumt, dem das Kind nicht
zugesprochen wird.
In Wahrheit, und das müssen wir bitte zur Kenntnis nehmen, kennen wir die
Hintergründe dieses Falles viel zu wenig. Es ist auch gut so, dass der
private Streit dieses Paares hinter dem Vorhang bleibt. Im Zweifelsfall ist
der Entscheidung eines Gerichtes zu trauen - und nicht einem vagen
Bauchgefühl.

Jeder Mensch potenziell zu
Folterungen fähig
Autoritätsgehorsam und Gruppenzwang beeinflussen
Verhalten
Alle Menschen sind fähig Folter auszuüben und andere
"Akte großer Bösartigkeit" zu begehen. Zu diesem traurigen Schluss kommt
eine Analyse von über 25.000 psychologischen Studien, an denen acht Mio.
Menschen teilnahmen. Diese Untersuchung wurde unter der Leitung von
Susan Fiske an der Princeton Universität
http://www.princeton.edu/ in New York durchgeführt, berichtet das
Wissenschaftsmagazin New Scientist
http://www.newscientist.com .
Die Wissenschaftler berücksichtigten die Umstände, die zu den
unerklärlichen Missbrauchsfällen im Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad
führten. Fiske glaubt, jeder durchschnittliche 18-Jährige könnte die
irakischen Gefangenen gefoltert haben. Viele Formen des Verhaltens,
einschließlich Akte der Grausamkeit, sind von Autoritätsfiguren,
Gruppenzwang und anderen sozialen Interaktionen ebenso beeinflusst wie
von der Psychologie des einzelnen. "Wenn wir die Wichtigkeit des
sozialen Kontexts nicht verstehen und akzeptieren, dass jeder derartige
Folterungshandlungen unter bestimmten Umständen ausführen könnte,
schaffen wir einen Boden für weitere derartige Gräueltaten", warnt Fiske.
Die Forscher identifizierten Situationen, in denen sich die Individuen
provoziert, gestresst oder verspottet fühlten und sich dadurch zu
aggressiven Akten angespornt fühlten. Dem Gruppenzwang gerecht zu werden
und Autoritäten zu gehorchen könnte Menschen dazu bringen, sich in einer
Weise zu verhalten, die sie sonst inakzeptabel fänden. Fiske betont,
dass stark kohäsive soziale Populationen wie das Militär entweder
Vorurteile bekräftigen können - wie in dem Fall der irakischen
Gefangenen - oder aktiv davor abschrecken. Würden Iraker an der Seite
des US-Militärs kämpfen, würde es den Soldaten schwerer fallen, die
irakischen Gefangenen so entmenschlicht zu sehen.
Aber es gibt auch immer einige wenige Individuen, die anderer Meinung
sind als die Gruppe, nämlich Informanten, die Autoritäten auf den
Missbrauch aufmerksam machen und so ein Fortfahren vermeiden. "Menschen,
die aussteigen, haben oft einen ausgeprägten Sinn für moralische Werte
oder eine religiöse Überzeugung, welche ihnen erlauben, die natürliche
Neigung, den Vorgesetzten zu folgen oder sich dem Gruppenzwang
unterzuordnen, zu überwinden", erklärte Ian Robbins, ein klinischer
Psychologe am St. George´s Hospital in London. Jeder Prozess, der mit
Einsperren und Befragungen zu tun hat, sollte genauen Untersuchungen
durch die Öffentlichkeit standhalten und nicht geheim vom Militär
durchgeführt werden. "Ich finde es extrem erschreckend, dass das
US-Militär im Pentagon diskutiert hat, welche Arten der Folter
akzeptabel sind und welche nicht", kritisierte der Forscher.
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Bayr: Täglich 7.000 neue Opfer von
Genitalverstümmelung
Anlässlich der Verleihung des Romero-Anerkennungspreises der
Katholischen Männerbewegung Österreichs an Waris Dirie in ihrer Eigenschaft
als UN-Sonderbotschafterin, die seit Jahren gegen die weibliche
Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) kämpft, gratuliert
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, der
Preisträgerin. ****
Als eine der SprecherInnen der österreichweiten Plattform gegen weibliche
Genitalverstümmelung, betont Bayr die Wichtigkeit der öffentlichen Beachtung
dieser brutalen Form der Gewaltausübung gegen Frauen auch im europäischen
Raum und natürlich auch in Österreich. Bayr: "Denn wir wissen, dass auch
hier lebende Frauen und Mädchen davon betroffen sind. Entweder werden die
Mädchen für die Verstümmelung in das (meist afrikanische) Heimatland der
Eltern gebracht oder es findet sich sogar in Europa die Möglichkeit, wobei
dies natürlich streng verboten ist."
"Die Aufklärung der Eltern, die oft in gutem Glauben handeln, ist ebenso
wichtig wie politische Aktivität. Nur durch Aufklärung und Beratung der
Betroffenen kann künftigen Generationen von Mädchen dieses Schicksal,
welches lebenslange beeinträchtigende Folgen für Körper und Psyche hat,
erspart werden.", ist Bayr überzeugt. Weltweit schätzt man, dass täglich
6.000 bis 7.000 neue Verstümmelungen an Frauen und Mädchen stattfinden.
Waris Dirie schätzt, dass in Österreich 8.000 betroffene Frauen leben.
Die SPÖ Frauen beraten am kommenden Sonntag den Leitantrag "Selbstbestimmt
leben, ohne Gewalt" bei der Bundesfrauenkonferenz der SPÖ, in dem die
Genitalverstümmelung als eine mögliche Form der sexuellen Gewalt genannt
wird, die auch eine Ausdrucksform der gesamtgesellschaftlichen
Benachteiligung von Frauen darstellt. In diesem Sinne fordert auch Bayr eine
Aufstockung der Anzahl der österreichischen Frauenhäuser, die auch Frauen
Schutz bieten können, die eine Verschleppung der Tochter zwecks
Verstümmelung befürchten müssen. Der von den SPÖ-Frauen geforderte
Rechtsanspruch des Opfers auf Betreuung nach einer Gewalttat wäre in diesem
Zusammenhang ebenso unverzichtbar wie die Anerkennung einer drohenden
Genitalverstümmelung als Asylgrund, so Bayr abschließend.
Info und Unterstützungserklärung: Österreichweite Plattform gegen weibliche
Genitalverstümmelung:
www.stopFGM.net

Schüler gegen Fremdenhass
fremdenhass.at - Plattform zum Meinungsaustausch
Während
Politiker und Erwachsene oftmals nur darüber sprechen, setzen Schüler Ihre
Ideen und Visionen oft schon sehr rasch in die Tat um: Julian Rummel, erst 16
Jahre alt, betreibt bereits seit einigen Wochen sein "eigenes" Forum gegen
Fremdenhass und Rassismus - seit kurzem auch unter eigener Domain:
http://www.fremdenhass.at
Ursprünglich gedacht als Projekt zum Sammeln von Erfahrungen mit Design und
Internet Communities hat sich das "kleine Forum" inzwischen zu einer
nennenswerten Plattform zum regen Meinungsaustausch erweitert. Durch das
Sponsoring von Service-Partner.at hat dieses auch die eigene Domain und den
nötigen Webspace bekommen, so dass das Schülerprojekt auch längerfristig
gesichert ist.
Gemeinsam mit Freunden aus der Schule, vor allem aber durch den hohen
persönlichen Einsatz von Julian Rummel ist dieses Projekt so relevant
geworden, dass auch der ORF sich bereits dafür interessierte:
http://volksgruppen.orf.at/bin/newsat.de/viewnews.cgi?id=20020223163445kle
Regelmäßige Informationen mit Links zu Medienberichten, Buchtipps zum Thema
und viele weitere Punkte regen dabei zum Nachdenken, Mitdiskutieren und zur
(Weiter-) Bildung der eigenen Meinung bei. Dabei sind nicht nur "pro" sondern
auch "kontra" Meldungen willkommen - anders als bei weiteren Plattformen wird
auf http://www.fremdenhass.at
keineswegs Zensur geübt - und gerade dadurch können viele unterschiedliche
Meinungen gelesen und wirklich ein eigenes Bild gewonnen werden.

Debatte um die Einführung der Folter macht sie erst hoffähig / Der
Philosoph Slavoj Zizek über die aktuelle Diskussion in den USA
"Solche Debatten, solche Aufforderungen, 'das Denken offen zu halten',
signalisieren jedem glaubwürdigen Liberalen, dass sich ein Sieg der
Terroristen abzeichnet. Und Artikel, die die Folter nicht rundheraus
befürworten, sondern als ein zulässiges Thema in die Debatte einführen, sind
im Grunde viel gefährlicher als die ausdrückliche Billigung der Folter."
Zizek gibt zu bedenken, dass "die ausdrückliche Billigung - zum jetzigen
Zeitpunkt zumindest - allzusehr schockieren und deshalb abgelehnt werden
würde. Die bloße Einführung der Folter als eine legitime Thematik erlaubt es
hingegen, die Idee hoffähig zu machen und gleichzeitig ein gutes Gewissen zu
wahren."
Der Philosoph Slavoj Zizek leitet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
eine Forschungsgruppe über die "Antimonien der postmodernen Vernunft".

Offener Brief
An den
Menschenrechtsbeirat
Bräunerstraße 5
1010 Wien
Wien, 25. Oktober 2001
Sehr geehrte Damen und Herren !
Wie wir hören, wird der bekannte Experte für Integrations- und
Menschenrechtsfragen Bülent ÖZTOPLU, Leiter der Jugendorganisation ECHO, trotz
seiner Haftentlassung weiterhin daran gehindert, seine Funktion als Mitglied
einer Kommission des Menschenrechtsbeirats auszuüben.
Wir verweisen auf den Artikel "Ende eines 'Drecksacks'?" im "Falter" Nr. 43/01
vom 25.10.2001, Seite 16. Diesem Bericht zufolge war Bülent Öztoplu während
seiner Haft Beschimpfungen und Erniedrigungen ausgesetzt. Überdies besteht der
dringende Verdacht, daß seine Inhaftierung in direktem Zusammenhang mit seiner
Tätigkeit für den Menschenrechtsbeirat steht:
Herr Öztoplu wurde von Beamten eben jenes Polizeikommissariats verhaftet,
welches er als Mitglied der Kommission des Menschenrechtsbeirats regelmäßig
kontrollierte.
Herrn Öztoplu wird vorgeworfen, er hätte vor siebzehn Jahren in Deutschland
einen Zivilpolizisten, den er (offenbar nicht ganz grundlos) für einen Neonazi
hielt, durch einen Messerstich verletzt; der Mann gehörte zu einer Gruppe von
Beamten in Zivil, die mit Waffengewalt gegen junge Türken vorgingen; Öztoplu
selbst wurde von einem Polizisten niedergeschossen.
Das Verfahren gegen Herrn Öztoplu wurde in der Folge eingestellt. Trotzdem
wurde er siebzehn Jahre danach von österreichischen Polizisten verhaftet,
sollte zunächst an Deutschland ausgeliefert werden, mittlerweile droht ihm die
Ausweisung in die Türkei.
Es drängt sich daher die Annahme auf, daß ein namhafter Vertreter der zweiten
und dritten Generation der MigrantInnen in Österreich aus dem Verkehr gezogen
werden soll.
Angesichts dieses Sachverhalts hatte der Menschenrechtsbeirat die
selbstverständliche Pflicht, seine Solidarität mit Herrn Bülent Öztoplu zu
bekunden und seine sofortige Haftentlassung zu fordern.
Zu unserem Erstaunen ist dies jedoch unterblieben. Vielmehr wurden, dem "Falter"-Bericht
zufolge, seltsame Gerüchte über Herrn Öztoplu ausgestreut. Auch nach seiner
Haftentlassung wurde er vom Menschenrechtsbeirat bis heute nicht ersucht,
seine Tätigkeit in der Kommission wieder aufzunehmen. Dies stellt ein
schwerwiegendes Versäumnis dar, das ehebaldigst gutgemacht werden muß, da der
Menschenrechtsbeirat sonst Gefahr läuft, seine Reputation zu verlieren.
Asyl in Not verlangt daher die sofortige Einberufung einer öffentlichen,
gemeinsamen Sitzung des Menschenrechtsbeirats und aller im
Menschenrechtsbereich tätigen NGOs. Solche Sitzungen, auf denen die Mitglieder
des Menschenrechtsbeirats über ihre Arbeit Rechenschaft legten, hat es in der
Vergangenheit einige Male gegeben - aber jetzt schon lange nicht mehr.
Asyl in Not erwartet, daß die Mitglieder des Menschenrechtsbeirats auf dieser
nunmehr einzuberufenden Sitzung die Öffentlichkeit über ihr bisheriges
Verhalten und ihre Beweggründe informieren und daß sodann Maßnahmen
beschlossen werden, die geeignet sind, Herrn Öztoplu wirksam zu unterstützen
und künftige Übergriffe der Behörden gegen Mitglieder der Kommissionen zu
verhindern.
Angesichts des Schadens, den das Ansehen des Menschenrechtsbeirats nun schon
genommen hat, liegt Dringlichkeit vor.
Mit freundlichen Grüßen
für Asyl in Not:
Michael Genner
Tel.: (01) 408 42 10, Fax.: (01) 405 28 88
mailto:m.genner@asyl-in-not.org
http://asyl-in-not.org

DIES IST EIN NOTRUF! DER NACHSTEHENDE FRIEDL. HUNGERSTREIK WURDE AM
VERGANGENEN FREITAG VON DER B.I.D. MIT BEWAFFNETEN TRUPPEN UNTER FUEHRUNG VON
COL. KALINGASAN BEENDET. 8 DETAINEES WURDEN AN EINEN UNBEKANNTEN ORT
VERSCHLEPPT. GERUECHTEN ZUFOLGE SOLLEN WEITERE DETAINEES VERSCHLEPPT WERDEN UM
MUNDTOD GEMACHT ZU WERDEN. DIE PHIL. PRESSE BERICHTET SEIT TAGEN UEBER DIE
VORFAELLE. INSBESONDERE DER PHIL.DAYLY INQUIRER (WWW.INQ7.NET)
BERICHTET PERMANENT UEBER DIE ZUSTAENDE IM CAMP. REPORTER A.PAPA IST UNTER
00639179219656 ODER E-MAIL
APAPA@INQUIRER.COM.PH ERREICHBAR. DIE WEB-SITE, DIE FREUNDE FUER UNS
EINGERICHTET HABEN, IST UNTER
WWW.BUREAU-OF-CORRECTION.FSNET.CO.UK ZU FINDEN. WIR BITTEN UM SOFORTIGE
HILFE UM UNSERE LEBEN UND DIE DER VERSCHLEPPTEN ZU RETTEN. WIR WISSEN NICHT,
OB UNS DIE GELEGENHEIT ZU EINEM WEITEREN NOTRUF BLEIBT!
forwarded message:
Date: 2001-08-13 14:47:57
From: "B.I.D. DETAINEES CAMP BAGONG DIWA" <BIDSCANDAL@my.mopilot.com>
Subject: PRESS RELEASE

Milingo in Geiselhaft des Vatikan
Ehefrau des Erzbischofs Emmanuel Milingo tritt in
Hungerstreik
Die koreanische Ärztin Maria Sung, Ehefrau des katholischen Erzbischof
Emmanuel Milingo, will heute, Dienstag, einen Hungerstreik im Petersdom
beginnen. Hintergrund: Im Mai haben Milingo (71) und Sung (43) an einer
Segnungszeremonie von Rev. Sun Myung Moon teilgenommen. Seit vorigen Mittwoch,
als im Vatikan ein Treffen Milingos mit Papst Johannes Paul II stattfinden
sollte, wurde der Erzbischof nicht mehr gesehen. Seine Gattin Maria Sung hat
Grund zur Annahme, dass Milingo gegen seinen Willen fest gehalten wird, und
hat folgende Stellungnahme veröffentlicht:
"Am 27. Mai 2001 habe ich mit seiner Exzellenz Erzbischof Emmanuel Milingo
die Ehe geschlossen. Wir haben gemeinsam mit 60 Paaren religiöser Leiter
unterschiedlicher Konfessionen und Religionen an einer interreligiösen
Trauungszeremonie teilgenommen, die Reverend Moon und seine Frau vorgenommen
haben.
Ich weiß, dass mein Mann eine tiefe missionarische Verantwortung für Afrika
empfindet. Es ist ihm auch ein großes Bedürfnis den Menschen in Italien,
Europa und der ganzen Welt Heilung und Segen zu bringen. Er hat die vielen
Tausenden von Menschen, die ihn lieben und unterstützen, nicht vergessen, sei
es in diesem Land oder sonst wo. Er möchte trotz der zahlreichen schmerzlichen
Erfahrungen, von denen er mir erzählt hat, seine Mission innerhalb der
katholischen Kirche erfüllen. Erzbischof Milingo weiß, dass ich ihm mit ganzem
Herzen folgen und ihn unterstützen werde, wo immer er auch hingeht und was
immer er vor hat.
Mein Mann ist ein starker Mann, geschult durch viele Jahre des
priesterlichen Lebens. Ohne Furcht folgt er dem Willen Gottes, wo immer Er ihn
auch hinführt. Er ist ein rechtschaffener Mann, auserwählt von Gott, Sein
heiliges Werk zu tun. Er hat so viel gelitten und wurde so oft missverstanden.
Es ist mein zentrales Anliegen, ihm zu helfen seine Mission zu erfüllen, ihn
zu unterstützen und für ihn zu sorgen. Er hat eine tiefe, lebendige Beziehung
zu Jesus und hat nur geheiratet, weil ihn der Herr geheißen hatte, dies zu
tun.
Als wir die Reise nach Italien antraten, hat mich mein Mann gewarnt, dass
uns eine sehr schwierige Aufgabe bevorstünde. Er sagte, dass ich ihm vertrauen
müsse. Vor allem aber versprach er mir, dass er mich vor jeder Gefahr
beschützen werde. Als wir vergangenen Montag in Mailand ankamen, wurden wir
wie geplant von Frau Alba Vitali empfangen. Frau Vitali lud mich ein, im Hotel
Villa Malpensa ihr Gast zu sein, und versprach mir, bald mit mir in Verbindung
zu treten. Dann fuhr sie so wie mir mein Mann gesagt hatte - gemeinsam mit ihm
weg, um den Heiligen Vater zu treffen. Ich habe jedoch seit 5 Tagen nichts
mehr von Frau Vitali gehört. Ich wurde von ihr im Stich gelassen und
ignoriert. Als ich gestern bei ihr zu Hause anrief, nur um zu fragen wie ich
meinen Mann erreichen könnte, weigerte sie sich mit mir zu sprechen und legte
einfach auf.
Nach einem Fernsehinterview verschwand mein Mann aus dem Blickfeld der
Öffentlichkeit. Jemand anderer behauptet nun der Sprecher von Erzbischof
Milingo zu sein. Herr Maurizio Bisantis sagte, dass mein Mann mich verlassen
und zur katholischen Kirche zurückkehren möchte. Mein Mann hat jedoch den
katholischen Glauben niemals verlassen. Herr Bisantis kündigte an, mein Mann
werde eine öffentliche Erklärung abgeben. Das hätte gestern stattfinden
sollen, aber mein Mann ist nicht aufgetaucht. Nun behauptet Herr Bisantis,
mein Mann möchte sich für 15-20 Tage in die Abgeschiedenheit zurückziehen.
Aber mein Mann würde NIEMALS einfach verschwinden ohne mit mir darüber zu
sprechen. Ich glaube Herrn Bisantis nicht. Ich möchte meinen Mann sehen. Und
mein Mann möchte mich sehen. Warum sagen sie mir nicht, wo er ist? Warum
lassen sie nicht zu, dass ich ihn sehe?"
Das ungekürzte Statement von Maria Sung:
http://www.religionsfreiheit.at/erklaerung-maria-milingo.htm
Die englische Version dieses Statements:
http://www.archbishopmilingo.org/statement_maria_milingo.htm
Weitere Details über den Fall Milingo:
http://www.religionsfreiheit.at/
http://www.erzbischofmilingo.de.tt/
