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'Rabbis for Human Rights' erhalten 23. Niwano Friedenspreis



   Die Niwano Peace Foundation wird der israelischen Organisation Rabbis for Human Rights (RHR) den 23. Niwano Friedenspreis verleihen.

   Die Preisverleihung wird am Donnerstag, dem 11. Mai um 10:30 Uhr in Tokio, Japan stattfinden. Zusätzlich zu der Verleihungsurkunde erhält RHR eine Medaille und 20 Millionen Yen.

   RHR ist eine im Jahr 1988 gegründete Organisation von Rabbis in Israel mit dem Ziel der Verbreitung des jüdischen Wertbegriffs, dass alle Menschen als Ebenbild Gottes geschaffen wurden und ein Recht auf Gerechtigkeit, Gleichheit und Respekt haben. In ihrem Engagement für diesen wichtigen Wertbegriff des jüdischen Glaubens verteidigt RHR die Menschenrechte einer jeden Person in Israel und in den von Israel kontrollierten Gebieten durch öffentliche Aufklärung, öffentliches Eintreten und direkte Leistungsprojekte.

   Um eine übermässige Betonung einer bestimmten Religion oder Region zu vermeiden, bittet die Stiftung jedes Jahr um Nominierungen durch Personen von anerkanntem intellektuellem Format in der ganzen Welt. Im Nominierungsverfahren werden ungefähr 1.000 Personen und Organisationen, die 125 Länder und zahlreiche Religionen repräsentieren, um den Vorschlag von Kandidaten gebeten. Die Nominierungen unterliegen einer strengen Auswahl durch das Niwano Friedenspreiskomitee, das im Mai 2003 anlässlich des 20. Jahrestages des Niwano Friedenspreises gegründet wurde. Das Komitee besteht gegenwärtig aus 11 Religionsführern aus der ganzen Welt, die alle in Friedensbewegungen arbeiten und mit inter-religiöser Zusammenarbeit befasst sind.

   Zur Auswahl der RHR erklärte das Komitee folgendes:

   Diese einzigartige Organisation von Rabbis und Studenten für das Rabbinat in Israel hat sich der Förderung von Menschenrechten, Gerechtigkeit und Mitgefühl für alle Menschen in der Region verpflichtet. Angesichts der kritischen Zeit im Nahen Osten und anderswo ist es von grosser Bedeutung, diese Werte zu betonen, die den Mittelpunkt der jüdischen Tradition bilden, jedoch aus Gründen der "Sicherheit" marginalisiert werden.

   Die Stiftung setzte den Niwano Friedenspreis aus, um Personen und Organisationen, die einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen den Religionen geleistet und damit die Sache des Weltfriedens unterstützt haben, zu ehren und zu ermutigen und ihre Leistungen überall so weit wie möglich bekannt zu machen. Die Stiftung hofft, auf diese Weise sowohl das Verständnis unter den Religionen und die Zusammenarbeit zwischen diesen verbessern und den Eintritt von noch mehr Menschen fördern zu können, die sich für den Weltfrieden engagieren.

   Die Niwano Peace Foundation wurde im Jahr 1978 mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur Verwirklichung des Weltfriedens und zur Verbesserung einer Friedenskultur zu leisten.
 


 

110 Schlafplätze täglich

Samariterbund Wien seit halbem Jahr in Obdachlosenhilfe aktiv

Seit mittlerweile sechs Monaten werden die Türen der Notschlafstelle des Samariterbundes jeden Abend für obdachlose Menschen geöffnet. Sechzig Männer finden hier einen Platz zum Schlafen, ein Essen und etwas Ruhe vom Stress auf der Straße. "Die tiefen Temperaturen machen den Betroffenen zu schaffen" weiß Dr. Siegfried Sellitsch, Präsident des Samariterbund Wien. "Um den Menschen ausreichend Platz zu bieten, wurde im Auftrag des Fonds Sozialen Wien und finanziert aus Mitteln der Stadt Wien mittlerweile eine weitere Notschlafstelle eröffnet." Bis zu 110 Männer werden von den SozialarbeiterInnen und SozialbetreuerInnen betreut.

Hilfe in Lebenskrisen

   "Mit dem sprichwörtlichen Dach über dem Kopf allein ist es nicht getan" erklärt Verena Radl, Leiterin der Notschlafstelle Otto weiter. Das Leben auf der Straße bringt immer wieder schwere Lebenskrisen mit sich.  Beratung, Krisenintervention und als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung zu stehen sind die vorrangigsten Hilfestellungen.

   Die Notschlafstellen des Samariterbundes sind im Laufe der Zeit ein wichtiger Bestandteil der Wiener Wohnungslosenhilfe geworden. Das Angebot wurde von den Betroffenen gut angenommen, und hat neben der praktischen Überlebenshilfe ein klares Ziel: Obdachlosen Menschen weiter zu helfen, wieder zurück in eine eigene Wohnung.
 


 

Achleitner: Kampf gegen Genitalverstümmelung muß weitergehen

Jährlich mehr als zwei Millionen betroffene Mädchen 

"Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz haben wir im Jahr 2001 in Österreich einen ganz wichtigen Schritt im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung gesetzt, denn bis dahin hatte die Rechtslage oft nicht gegriffen, weil die Taten ja mit dem Einverständnis der Eltern geschahen", erklärte heute die freiheitliche Frauensprecherin Elke Achleitner anläßlich des bevorstehenden Internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung an Frauen. "Aber auch für uns in Österreich muß der Kampf gegen diese grausame Praxis weitergehen: Mit verstärkten Maßnahmen zur Aufklärung, Bewußtseinsbildung und Sensibilisierung."

Mit der im Jahr 2001 vollzogenen Änderung sei Genitalverstümmelung egal ob bei Minderjährigen oder Erwachsenen und auch bei Zustimmung der Betroffenen strafbar geworden. "Das Strafrecht allein reicht sicher nicht aus", meinte Achleitner. "Aber immerhin ist damit ein oftmaliges Tabu, eine klare Verletzung der Menschenrechte endlich nicht nur thematisiert worden, sondern es wurden auch entsprechende gesetzliche Lösungen verankert."

Weltweit seien Schätzungen zufolge jährlich zwei Millionen junge Mädchen Opfer von Genitalverstümmelungen. Die Betroffenen würden ihr ganzes Leben lang darunter leiden. "In Österreich haben wir mit der Behandlung einer derartigen Beschneidung als Tatbestand der Körperverletzung zumindest dafür gesorgt, daß das Gesetz sich zwischen die Frauen, die in unserem Kulturkreis leben, und diese grausame Praxis ihrer Herkunftsländer stellt. Auf allen Ebenen, national und international muß nun an weiteren Maßnahmen gearbeitet werden, um auch bei Frauen und vor allem bei Männern das Bewußtsein dafür zu schaffen, daß weibliche Genitalverstümmelung eine klare Verletzung der Menschenrechte darstellt", so Achleitner abschließend.


 

HSIFH – Kooperationen und Zusammenarbeit im Zeichen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr waren Inhalt der 3-wöchigen Geschäftsreise nach Rumänien

Der Projektleiter Michel Bätscher reiste vom 29.1. – 19.2.05 erneut nach Rumänien um das Projekt „Harghita“ zu forcieren und über verschiedene Kooperationen und verhandeln.

 

Mit der Organisation S.M.U.R.D. konnte eine 100% Kooperation und Zusammenarbeit geschlossen werden. Herr Dr. Raed Arafat, leitender Notfallarzt und Gründer von SMURD, arbeitet in verschiedenen Kantonen in Rumänien mit den Feuerwehren zusammen. Seit rund 15 Jahren konnte schrittweise sein Projekt, die Notfallversorgung und Intervention für Notfallpatienten, in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkorps aufgebaut werden. Durch diese Zusammenarbeit kann die HSIFH im Projektkanton Harghita die SMURD vertreten und aufbauen.

 

Zusammen mit Herrn Dr. Arafat besuchte Herr Bätscher im Innenministerium von Bukarest den General für die Feuerwehr und den Zivilschutz, Herrn Vladimir Secara. Herr Secara stellte das neue Feuerwehrkonzept 2007 in anbetracht des EU-Beitrittes vor. Mit der Umsetzung dieses Konzeptes hatte er die verschiedensten Probleme erläutert. Nach der Präsentation der HSIFH und dem Konzept Harghita, wurde eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Die Arbeiten der HSIFH sollen sich in den nächsten Monaten auf 4 weitere Kantone ausweiten.

 

Gemeinsam fand anschliessend ein informatives Gespräch mit Herrn Anton Hagen, Country Direktor des Kooperationsbüro des DEZA, in Bukarest statt. Herr Secara und Herr Dr. Arafat bekräftigten die gemeinsame Unterstützung der Organisation HSIFH und es wurde beschlossen, dass die HSIFH in Zusammenarbeit mit der SMURD ein Arbeitspapier zu Handen des DEZA erarbeiten muss. Dieses Papier wird Herr Hagen anschliessend prüfen um mögliche Unterstützungen in Bern zu beantragen und eventuelle andere Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

 

Der Kantonsratspräsident, Levente Bunta, aus Harghita attestierte der HSIFH sein vollstes Vertrauen und verfasste ein entsprechendes Kooperationspapier. Herr Bätscher und Herr Bargetzi werden zusätzlich als Feuerwehrkonsultanten für den Kanton eingesetzt, was bedeutet, dass beide Herren während ihrer Anwesenheit bei Ereignissen automatisch alarmiert werden und eine aktive Führung übernehmen werden. Die HSIFH wurde als 100% Partner für die gesetzlich vorgeschriebene Risikoanalyse anerkannt. Nun wird im Kreisrat über die Kostenbeteiligung abgestimmt, bei welcher eine 2/3 Mehrheit verlangt wird. Durch die diversen Kontakte zu den Parlamentarier vor Ort und deren Unterstützungszusicherung, sollte dieses Ergebnis erreicht werden. Der Vizebürgermeister von der Stadt Odorheiu, welcher für das komplette Rettungswesen in seinem Bezirk verantwortlich ist, hat bereits eine mündliche Kostenbeteiligung ausgesprochen.

 

Wir können heute mit Stolz sagen, dass sämtliche notwendigen Abteilungen in Rumänien unsere Organisation anerkennen und unterstützen. Sie sind überzeugt, dass mit unserer Hilfe eine ernsthafte und positive Entwicklung im Sinne der Sicherheit vorangetrieben werden kann. Die Projektarbeiten sollen im April 2005 beginnen. Die HSIFH ist nun auf die Unterstützung von Spendern angewiesen. Da der Kanton Harghita eine Beteiligung von 65'000 Euro übernehmen wird, suchen wir nun die Deckung der restlichen Kosten über 180'000 Euro. Wir hoffen auf die Solidarität im Sinne der medizinischen und feuerwehrtechnischen Notversorgung eines Kantons, damit die Menschen in diesem Gebiet eine reale Chance haben. Unser Motto: „damit das Wasser bis zum Feuer reicht...“ kann nur mit aktiver Unterstützung von Spendern realisiert werden. Spenden sind mit dem Vermerk Harghita auf das Postcheckkonto 87-631250-7 zu überweisen. Der Stiftungsrat, die Geschäftsleitung, das Personal und die Bevölkerung von Harghita bedanken sich heute schon für Ihre Solidarität und Unterstützung.

 

 


 

Bundesregierung beschließt internationalen Katastrophenfonds

Die Bundesregierung beschloss heute im Ministerrat eine Punktation über die Einrichtung eines internationalen Katastrophenfonds. Dieser soll mit bis zu 100 Millionen € dotiert werden. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: "Dieser internationale Hilfsfonds für Katastrophen im Ausland ist ein Pendant zum nationalen Katastrophenfonds. Aus ihm sollen sowohl Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Katastrophen finanziert werden wie auch jene zur Beseitigung der Schäden."

Zur Verbesserung der Information in Krisenfällen beschloss die Bundesregierung auch eine Novellierung des Datenschutzgesetzes. Die Information von Angehörigen soll damit nicht mehr auf datenrechtliche Hindernisse stoßen und die Arbeit der Hilfsorganisationen erleichtert werden. So wird mit dieser Novelle der Umgang mit Daten von Katastrophenopfern eindeutig geklärt. Die Novelle stellt sicher, dass Behörden im Katastrophenfall Daten von Opfern oder vermutlichen Betroffenen ohne Verzögerung verarbeiten dürfen. Erlaubt wird weiters eine Übermittlung von Daten an Hilfsorganisationen. Ermöglicht wird auch die Übermittlung von sensiblen Daten an ausländische Behörden, wenn dies erforderlich sein sollte. Auch private Unternehmen wie Fluglinien, Transportunternehmen, Beherbergungsbetriebe sollen den Behörden die notwendigen Daten zur Verfügung stellen dürfen.

Bundeskanzler Schüssel informierte über die gegenwärtige Reise von Außenministerin Ursula Plassnik nach Sri Lanka. Die Außenministerin besucht dort das Katastrophengebiet und führt Gespräche mit der Regierung über österreichische Hilfsprojekte.
 


 

Das Urteil von Fort Hood

"Presse"-Glosse von Burkhard Bischof 

Sind zehn Jahre hinter Gittern genug? Genug für einen Soldaten, der die Macht des Gefängniswärters auf abscheuliche Weise missbrauchte, der seine Gefangenen misshandelte, erniedrigte, ihnen das Leben zur Hölle machte? Sind also zehn Jahre Haft, zu denen ein US-Militärgericht in Fort Hood Charles Graner verurteilt hat, ein gerechtes Urteil? Im Irak, wo Graner im berüchtigten Gefängnis Abu Ghraib sein Unwesen getrieben hatte, meinen viele: Nein! Nach dem archaischen Prinzip des Aug' um Aug', Zahn um Zahn fordern sie, dass man Graner zur Strafe eigentlich all den Folterpraktiken hätte aussetzen müssen, die er gegenüber seinen Opfern angewandt hat. Graner sagte zu seiner Verteidigung, dass er auf Anordnung von oben gehandelt, dass er "nicht gern" gefoltert habe - und im Übrigen "ist Krieg, und da geschehen üble Dinge". Gewiss, der Krieg kann manches erklären, aber sicher nicht alles entschuldigen. Das eine ist die körperliche und seelische Pein, die die Gefängniswärter in Abu Ghraib ihren Häftlingen zugefügt haben. Das andere aber ist der unermessliche Schaden, den sie mit ihrem Tun dem eigenen Land zugefügt haben. In Abu Ghraib nämlich haben die USA wohl für lange den Anspruch verloren, "die leuchtende Stadt am Hügel" zu sein, denn die ganze Welt hat die Schreie der Gefolterten aus dieser Stadt gehört. Was eigentlich ist die Höchststrafe für die Verursacher eines derartigen Imageverlusts?
 


 

Paracelsus-Kliniken bieten Betroffenen der Flutkatastrophe kostenlose Hilfe an
Zentrale Rufnummer ermöglicht einfache und unbürokratische Ab-wicklung

Den direkt von der Flutkatastrophe in Südasien betroffenen Menschen hilft die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH in Kooperation mit dem Nürnberger Unternehmen Dorfner Menü jetzt unmittelbar: Insgesamt 50 Personen, die von der Flutkatastrophe selbst unmittelbar oder als Angehörige von Opfern betroffen sind oder vor Ort als Helfer aktiv waren, bieten die Paracelsus-Kliniken im Laufe des Februar 2005 einen kostenlosen, jeweils siebentägigen Aufenthalt in Bad Gandersheim an. In dieser Zeit werden Möglichkeiten zur seelischen wie körperlichen Entlastung und Stabilisierung durch individuelle ärztliche und psychologische Hilfe angeboten. Aufenthalt und Betreuung in Bad Gandersheim sind für die Betroffenen kostenlos.

Hilfe bei der Bewältigung des Erlebten

Dr. Manfred G. Krukemeyer, der Alleingesellschafter der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH, sagt zu diesem Hilfe-Angebot: "Wir alle stehen immer noch unter dem Schock der schrecklichen Nachrichten und Bilder aus Südasien. Wir als private Kliniken-Gruppe hier in Deutschland sehen eine konkrete Möglichkeit der Hilfe darin, den direkt von der Katastrophe betroffenen Menschen bei der Bewältigung der psychischen Folgen eines solchen tiefgreifenden lebensbedrohenden Ereignisses zu helfen." Insbesonder Menschen, die selbst nur knapp dem Tod entronnen seien, aber auch diejenigen, die sich zwar retten konnten, jedoch Angehörige oder nahe Freunde verloren haben, sowie diejenigen, die sich - eventuell nach der eigenen Ret-tung - als Helfer vor Ort mit Hunderten von Schwerverletzten und Toten konfrontiert sahen, bräuchten jetzt konkrete Solidarität und Hilfe bei der Bewältigung des dort Erlebten, betonte Krukemeyer. Die drei Rehabilitationskliniken der Paracelsus-Klinikengruppe in Bad Gandersheim sind besonders auf psychosoziale Rehabilitation spezialisiert.

Einfache Abwicklung: Zentrale Rufnummer zur Kontaktaufnahme

Zur möglichst einfachen Abwicklung des Hilfsangebotes hat die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH eine zentrale Rufnummer eingerichtet, unter der sich sowohl Betroffene wie zurückgekehrte Helfer selbst direkt an die Paracelsus-Kliniken wenden können. An diese Rufnummer können sich aber auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wenden, die unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffene Personen oder Helfer betreuen.

Zentraler Ansprechpartner für das Hilfsprogramm der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH ist Wolfgang Kley, der Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken in Bad Gandersheim.
Die Rufnummer für die Koordinierung dieser Hilfsaktion der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH lautet:
0171-277 45 66

Darüber hinaus wird das Hilfsangebot auch über die Koordinierungsstelle NOAH (Nachsorge, Opfer- und Angehörigen-Hilfe) koordiniert. Die Telefonnummer der NOAH-Hotline lautet:
0188/550433


Hintergrund: Die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH

Die private Klinik-Gruppe Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH betreibt derzeit insgesamt 31 Einrichtungen, darunter 16 Akutkrankenhäuser, elf Rehakliniken und vier ambulante Einrichtungen. In diesen Einrichtungen werden knapp 4.300 Betten vor-gehalten. Im Jahre 2004 wurden in den Paracelsus-Kliniken insgesamt ca. 100.000 stationäre Patienten behandelt. Insgesamt beschäftigt die Gruppe knapp 5.000 Mitarbeiter. Die erste Paracelsus-Klink wurde 1970 in Osnabrück eröffnete. Diese Praxisklinik war mit der Verbindung von ambulanter und stationärer medizinischer Versorgung unter einem Praxisklinikdach ein außerordentlich modernes Konzept. Die Paracelsus Kliniken Deutschland haben diese ursprüngliche Idee der Praxisklinik inzwischen zum modernen Konzept des Gesundheitszentrums weiterentwickelt.
 


 

Don Bosco Flüchtlingswerk: Wertschätzung für andere Kulturen und Religionen

Das Don Bosco Flüchtlingswerk ruft anlässlich des 91. Welttages der MigrantInnen am 16. Jänner 2005 dazu auf, junge AsylwerberInnen in Österreich in Wertschätzung aufzunehmen. Mit den sozialpädagogischen Angeboten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommt das Don Bosco Flüchtlingswerk täglich dem Auftrag Papst Johannes Pauls II. nach, der in seinem Schreiben zum 91. Welttag der Migranten Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen einfordert. Der Vorsitzende des Don Bosco Flüchtlingswerkes, P. Bernhard Vondrasek SDB, erklärt: "Wir tolerieren und akzeptieren die Wurzeln der jungen Asylwerber. Unser Anspruch ist es, voneinander zu lernen." In diesem Sinn habe in der Flüchtlingsbetreuung Abgrenzung keinen Platz, sondern viel mehr seien gelebtes Christentum und Offenheit für die Nöte junger Menschen die obersten Maximen in der täglichen Arbeit. Neben der sozialpädagogischen Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wien-Inzersdorf werden AsylbwerberInnen in der burgenländischen Flüchtlingsunterkunft in Horitschon betreut. "Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit unseren Trägern, den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und der Don Bosco Aktion "Jugend Eine Welt. Ohne die Unterstützung des Fonds Soziales Wien wäre die  Betreuung  für minderjährige Asylwerber des Don Bosco Flüchtlingswerkes nicht möglich", erinnert P. Vondrasek an die  konstruktive Zusammenarbeit mit den zuständigen öffentlichen Stellen: "Wir freuen uns, dass außerdem viele andere Organisationen dem Don Bosco Flüchtlingswerk helfen, wie die Katholische Jugend, die Pfadfinder und die Kinderfreunde. Auch mit der Wiener Polizei arbeiten wir eng und konstruktiv zusammen."
 


 

Web2help.de: Banner für Flutopfer
Bonusprogramme zur Unterstützung von HelpDirect.org

Web2help.de http://www.web2help.de , hat Deutschlands Webmaster aufgefordert, ihre Websites in den Dienst einer guten Sache zu stellen. Die gemeinsame Initiative der Journalisten-Portale Jourweb.com und Journalismus.com, stellt allen Website-Betreibern Banner zur Verfügung, mit denen Spendenaktionen für die Flutopfer beworben werden. Web2help.de will damit zur zentralen Anlaufstelle werden, bei der Webmaster geeignete Banner für ihre Unterstützungszwecke finden können.

Wir werden in den nächsten Tagen sämtliche Banner der großen Hilfsorganisationen auf web2help.de zur Verfügung stellen", so Jürgen Wolff, Mitinitiator und Betreiber von Jourweb.com. Alle Web2help.de Banner verlinken auf die Spenden-Seiten anerkannter Hilfsorganisationen, bei denen meist auch gleich online gespendet werden kann. Web2help.de eröffnet aber nicht nur die Möglichkeit, gleich zu spenden, sondern soll auch weitere Webseiten-Betreiber für diese Aktion gewinnen.

Auch der gemeinnützige Verein HelpDirect.org e.V, 1999 von Internet-Managern in München gegründet, ersucht Medien und IT-Firmen um Unterstützung für die Opfer in Südostasien. Unternehmen wie wie Microsoft mit MSN, Ebay und GMX unterstützen den Spendenaufruf von HelpDirect.org bereits mit Aktionen auf ihren Internetdiensten. Auch das Bonusprogramm HappyDigits unterstützt die Projekte zur Hilfe der Flutwellen-Opfer. Alle Teilnehmer des Bonusprogramms von T-Com, Karstadt, Quelle, T-Mobile und T-Online können ab sofort unter http://www.happydigits.de ihre gesammelten Digits den Hilfsprojekten auf HelpDirect.org zukommen lassen und somit den Opfern der Katastrophe helfen. http://www.helpdirect.org


 

Die wichtigsten Informationsquellen zur Lage in Südostasien:
 

Quelle: www.web2help.de


 

Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf


 
In den südasiatischen Flutgebieten werden die Opferzahlen weiterhin permanent nach oben korrigiert. Immer noch werden Leichen angespült und unter Trümmern geborgen. Die Behörden warnten vor dem Ausbruch von Seuchen.

"Die Situation ist grauenvoll"
Unterdessen kämpfen die Einheimischen weiter mit den Folgen der Flutwellen. In Sri Lanka wurden 1,5 Millionen Menschen - etwa 7,5 Prozent der Bevölkerung - obdachlos. Es mangelt an Trinkwasser, Seuchen könnten ausbrechen. Hilfsorganisationen flogen Nahrungsmittel, Medikamente, Wasseraufbereitungsanlagen und Helfer in die Regionen. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden in den nächsten 48 Stunden Hunderte Flugzeuge mit Hilfsgütern in dem Katastrophengebiet landen.

 


"Die Situation ist grauenvoll. Während wir es nicht schaffen, die Toten zu bergen, versuchen wir zugleich, denen zu helfen, die überlebt haben", sagte der indische Innenminister Shivraj Patil. Immer noch gebe es zu einigen Gebieten wie den Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren keinen Kontakt. Dort werden bis zu 7000 Opfer vermutet.

"Wir wissen nicht, was wir tun sollen"
In Sri Lanka spülte das Meer immer neue Leichen an den Strand. "Uns erreichen Berichte von Rettungskräften, die 25.000 Todesopfer befürchten lassen, und wir wissen nicht, was wir tun sollen", sagte Sri Lankas Sozialministerin Sumedha Jayasena. Auch in Indonesien seien möglicherweise 25.000 Menschen in den Tod gerissen worden, sagte Vize-Präsident Jusuf Kalla. In Thailand könnte die Opferzahl von bisher 1500 auf über 2000 steigen.

Hilfe für Angehörige, die Personen vermissen:
Weiterhin besteht die Hotline des Auswärtigen Amtes. Das Ministerium bittet jedoch nachdrücklich darum, dass zur Gewährleistung der Erreichbarkeit dort nur unmittelbare Angehörige anrufen: 030 - 5000 1000

Nach dem schweren Erdbeben in Südasien rufen folgende Hilfsorganisationen zu Spenden auf:


 

Aktion Deutschland hilft

 

Bündnis der Hilfsorganisationen
action medeor, Adra, ASB, AWO, Care, Help, Johanniter, Malteser, Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision


Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 20 500
Kontonummer: 10 20 30
Stichwort "Seebeben Südasien"

Ärzte für die Dritte Welt
EKK Bank
BLZ 500 605 00
Kontonummer 104 88888 0
Stichwort: Seebebenopfer

Ärzte ohne Grenzen
Sparkasse Bonn
BLZ 38 05 00 00
Kontonummer 97 0 97
Stichwort Seebeben

Caritas International
Postbank Karlsruhe
Bankleitzahl: 660 100 75
Kontonummer: 202 753
Stichwort "Erdbeben-Südasien"

Christoffel-Blindenmission
Sparkasse Bensheim
Bankleitzahl: 509 500 68
Kontonummer: 505 05 05
Kennwort "Südasien"

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Kontonummer: 41 41 41
Stichwort: "Südasien"

Deutsche Welthungerhilfe
Sparkasse Bonn
Bankleitzahl: 380 500 00
Kontonummer: 1115
Stichwort "Erdbeben Asien"

Diakonie Katastrophenhilfe
Postbank Stuttgart
Bankleitzahl: 600 100 70
Kontonummer: 502 707
Stichwort "Erdbeben-Südasien"

helpdirect.org
Der Münchener Verein bietet die Möglichkeit, verschiedene Projekte zu begutachten und online für mehrere Organisationen zu spenden.

Kindernothilfe
KD-Bank
Bankleitzahl: 350 601 90
Kontonummer: 45 45 40

Misereor
Sparkasse Aachen
Bankleitzahl: 390 500 00
Kontonummer: 52100

Plan International
Deutsche Bank
Bankleitzahl 200 700 00
Konto 061281202
Stichwort: Hilfe für Südostasien

terre des hommes
Hilfe für Kinder in Not
Volksbank Osnabrück eG
Bankleitzahl: 265 900 25
Kontonummer: 700 800 700
Stichwort: Flutwelle

Unicef
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Kontonummer: 300 000,
Stichwortwort "Erdbeben Asien"


(Quelle: www.tagesschau.de)


Die Situation ist extrem dramatisch - wenn Sie also ein gutes Nachweihnachtswerk tun möchten und trotz der nicht rosigen Lage in Deutschland ein paar Euro übrig haben, hier wird dringend Hilfe benötigt!

Im Moment läuft die größte Hilfsaktion aller Zeiten der UNO an und alle Hilfsorganisationen transportieren Personal, Material und Fahrzeuge in die Katastrophengebiete!


 

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Der "Fall Yasemin" zwischen Rechtsstaat und Bauchgefühl" (von Doris Piringer)

Ausgabe vom 01.12.2004  =

Wieder steht ein Kind im medialen Blitzlicht eines Sorgerechtsstreites, wieder wurde ein Kind gegen den Willen eines Elternteiles zum anderen gebracht. Zu Jahresbeginn schlug der "Fall Christian" hohe Wellen der Empörung, und das vor allem deshalb, weil der achtjährige Bub vor laufender Fernsehkamera mit erheblicher Gewalt in ein Auto gezerrt worden war.

Etwas anders jetzt der "Fall Yasemin": Die Fernsehkameras wurden erst Stunden später aktiviert, nämlich dann, als das sechsjährige Mädchen schon längst mit seinem Vater auf dem Weg in die Türkei war. Eine Gerichtspsychologin begleitete das Kind von Beginn an, von einer Gegenwehr des Mädchens ist nichts bekannt.

Und trotzdem: Der Unmut vieler Menschen ist nicht zu überhören. "Wie kann man dieser Mutter nur das Kind wegnehmen?", fragen sie und die Antwort ist, wie so häufig, nicht einfach. Die rechtliche Seite ist leicht erklärt: Nach dem Haager Übereinkommen darf kein Kind ohne Willen des Partners in ein anderes Land gebracht werden - tut man es trotzdem, gilt das als Entführung und das Kind muss, wie es heißt, "rückgeführt" werden. Genau das ist mit Yasemin - sie ist auch türkische Staatsbürgerin - geschehen. Die Mutter kam mit dem Kind gegen den Willen des Vaters nach Österreich.

Drehen wir den Fall doch einmal um: Was wäre geschehen, wenn der Vater mit Yasemin von Österreich in seine Heimat geflüchtet wäre? Der Aufschrei hierzulande, da müssen wir nicht sehr prophetisch sein, wäre noch viel lauter gewesen. Und wie heftig hätten wir auf das Recht gepocht, dass das Kind umgehend mit dem nächsten Flugzeug zurück nach Österreich gebracht werden müsse. In einem Rechtsstaat - wie Österreich - ist das Gesetz nun einmal Grundlage für solche Entscheidungen und den Richtern a priori zu unterstellen, das Kindeswohl wäre ihnen ob der Paragraphen egal, entspricht nicht den Fakten.

Selbstverständlich ist im Haager Übereinkommen auch zwingend vorgeschrieben, dass das Risiko körperlicher und seelischer Schäden für das Kind abzuwägen ist. Naturgemäß geschieht das mit Hilfe von Psychologen und es ist programmiert, dass sich jener Partner aufbäumt, dem das Kind nicht zugesprochen wird.

In Wahrheit, und das müssen wir bitte zur Kenntnis nehmen, kennen wir die Hintergründe dieses Falles viel zu wenig. Es ist auch gut so, dass der private Streit dieses Paares hinter dem Vorhang bleibt. Im Zweifelsfall ist der Entscheidung eines Gerichtes zu trauen - und nicht einem vagen Bauchgefühl.


 

Jeder Mensch potenziell zu Folterungen fähig
Autoritätsgehorsam und Gruppenzwang beeinflussen Verhalten

Alle Menschen sind fähig Folter auszuüben und andere "Akte großer Bösartigkeit" zu begehen. Zu diesem traurigen Schluss kommt eine Analyse von über 25.000 psychologischen Studien, an denen acht Mio. Menschen teilnahmen. Diese Untersuchung wurde unter der Leitung von Susan Fiske an der Princeton Universität http://www.princeton.edu/ in New York durchgeführt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

Die Wissenschaftler berücksichtigten die Umstände, die zu den unerklärlichen Missbrauchsfällen im Abu-Ghraib-Gefängnis in Bagdad führten. Fiske glaubt, jeder durchschnittliche 18-Jährige könnte die irakischen Gefangenen gefoltert haben. Viele Formen des Verhaltens, einschließlich Akte der Grausamkeit, sind von Autoritätsfiguren, Gruppenzwang und anderen sozialen Interaktionen ebenso beeinflusst wie von der Psychologie des einzelnen. "Wenn wir die Wichtigkeit des sozialen Kontexts nicht verstehen und akzeptieren, dass jeder derartige Folterungshandlungen unter bestimmten Umständen ausführen könnte, schaffen wir einen Boden für weitere derartige Gräueltaten", warnt Fiske.

Die Forscher identifizierten Situationen, in denen sich die Individuen provoziert, gestresst oder verspottet fühlten und sich dadurch zu aggressiven Akten angespornt fühlten. Dem Gruppenzwang gerecht zu werden und Autoritäten zu gehorchen könnte Menschen dazu bringen, sich in einer Weise zu verhalten, die sie sonst inakzeptabel fänden. Fiske betont, dass stark kohäsive soziale Populationen wie das Militär entweder Vorurteile bekräftigen können - wie in dem Fall der irakischen Gefangenen - oder aktiv davor abschrecken. Würden Iraker an der Seite des US-Militärs kämpfen, würde es den Soldaten schwerer fallen, die irakischen Gefangenen so entmenschlicht zu sehen.

Aber es gibt auch immer einige wenige Individuen, die anderer Meinung sind als die Gruppe, nämlich Informanten, die Autoritäten auf den Missbrauch aufmerksam machen und so ein Fortfahren vermeiden. "Menschen, die aussteigen, haben oft einen ausgeprägten Sinn für moralische Werte oder eine religiöse Überzeugung, welche ihnen erlauben, die natürliche Neigung, den Vorgesetzten zu folgen oder sich dem Gruppenzwang unterzuordnen, zu überwinden", erklärte Ian Robbins, ein klinischer Psychologe am St. George´s Hospital in London. Jeder Prozess, der mit Einsperren und Befragungen zu tun hat, sollte genauen Untersuchungen durch die Öffentlichkeit standhalten und nicht geheim vom Militär durchgeführt werden. "Ich finde es extrem erschreckend, dass das US-Militär im Pentagon diskutiert hat, welche Arten der Folter akzeptabel sind und welche nicht", kritisierte der Forscher.


 

Bayr: Täglich 7.000 neue Opfer von Genitalverstümmelung

Anlässlich der Verleihung des Romero-Anerkennungspreises der Katholischen Männerbewegung Österreichs an Waris Dirie in ihrer Eigenschaft als UN-Sonderbotschafterin, die seit Jahren gegen die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) kämpft, gratuliert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, der Preisträgerin. ****

Als eine der SprecherInnen der österreichweiten Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung, betont Bayr die Wichtigkeit der öffentlichen Beachtung dieser brutalen Form der Gewaltausübung gegen Frauen auch im europäischen Raum und natürlich auch in Österreich. Bayr: "Denn wir wissen, dass auch hier lebende Frauen und Mädchen davon betroffen sind. Entweder werden die Mädchen für die Verstümmelung in das (meist afrikanische) Heimatland der Eltern gebracht oder es findet sich sogar in Europa die Möglichkeit, wobei dies natürlich streng verboten ist."

"Die Aufklärung der Eltern, die oft in gutem Glauben handeln, ist ebenso wichtig wie politische Aktivität. Nur durch Aufklärung und Beratung der Betroffenen kann künftigen Generationen von Mädchen dieses Schicksal, welches lebenslange beeinträchtigende Folgen für Körper und Psyche hat, erspart werden.", ist Bayr überzeugt. Weltweit schätzt man, dass täglich 6.000 bis 7.000 neue Verstümmelungen an Frauen und Mädchen stattfinden. Waris Dirie schätzt, dass in Österreich 8.000 betroffene Frauen leben.

Die SPÖ Frauen beraten am kommenden Sonntag den Leitantrag "Selbstbestimmt leben, ohne Gewalt" bei der Bundesfrauenkonferenz der SPÖ, in dem die Genitalverstümmelung als eine mögliche Form der sexuellen Gewalt genannt wird, die auch eine Ausdrucksform der gesamtgesellschaftlichen Benachteiligung von Frauen darstellt. In diesem Sinne fordert auch Bayr eine Aufstockung der Anzahl der österreichischen Frauenhäuser, die auch Frauen Schutz bieten können, die eine Verschleppung der Tochter zwecks Verstümmelung befürchten müssen. Der von den SPÖ-Frauen geforderte Rechtsanspruch des Opfers auf Betreuung nach einer Gewalttat wäre in diesem Zusammenhang ebenso unverzichtbar wie die Anerkennung einer drohenden Genitalverstümmelung als Asylgrund, so Bayr abschließend.

Info und Unterstützungserklärung: Österreichweite Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung: www.stopFGM.net


 

Schüler gegen Fremdenhass
fremdenhass.at - Plattform zum Meinungsaustausch
 

Während Politiker und Erwachsene oftmals nur darüber sprechen, setzen Schüler Ihre Ideen und Visionen oft schon sehr rasch in die Tat um: Julian Rummel, erst 16 Jahre alt, betreibt bereits seit einigen Wochen sein "eigenes" Forum gegen Fremdenhass und Rassismus - seit kurzem auch unter eigener Domain: http://www.fremdenhass.at
 

Ursprünglich gedacht als Projekt zum Sammeln von Erfahrungen mit Design und Internet Communities hat sich das "kleine Forum" inzwischen zu einer nennenswerten Plattform zum regen Meinungsaustausch erweitert. Durch das Sponsoring von Service-Partner.at hat dieses auch die eigene Domain und den nötigen Webspace bekommen, so dass das Schülerprojekt auch längerfristig gesichert ist.
 

Gemeinsam mit Freunden aus der Schule, vor allem aber durch den hohen persönlichen Einsatz von Julian Rummel ist dieses Projekt so relevant geworden, dass auch der ORF sich bereits dafür interessierte:
http://volksgruppen.orf.at/bin/newsat.de/viewnews.cgi?id=20020223163445kle
 

Regelmäßige Informationen mit Links zu Medienberichten, Buchtipps zum Thema und viele weitere Punkte regen dabei zum Nachdenken, Mitdiskutieren und zur (Weiter-) Bildung der eigenen Meinung bei. Dabei sind nicht nur "pro" sondern auch "kontra" Meldungen willkommen - anders als bei weiteren Plattformen wird auf http://www.fremdenhass.at keineswegs Zensur geübt - und gerade dadurch können viele unterschiedliche Meinungen gelesen und wirklich ein eigenes Bild gewonnen werden.
 


 

Debatte um die Einführung der Folter macht sie erst hoffähig / Der Philosoph Slavoj Zizek über die aktuelle Diskussion in den USA

"Solche Debatten, solche Aufforderungen, 'das Denken offen zu halten', signalisieren jedem glaubwürdigen Liberalen, dass sich ein Sieg der Terroristen abzeichnet. Und Artikel, die die Folter nicht rundheraus befürworten, sondern als ein zulässiges Thema in die Debatte einführen, sind im Grunde viel gefährlicher als die ausdrückliche Billigung der Folter."

Zizek gibt zu bedenken, dass "die ausdrückliche Billigung - zum jetzigen Zeitpunkt zumindest - allzusehr schockieren und deshalb abgelehnt werden würde. Die bloße Einführung der Folter als eine legitime Thematik erlaubt es hingegen, die Idee hoffähig zu machen und gleichzeitig ein gutes Gewissen zu wahren."

Der Philosoph Slavoj Zizek leitet am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen eine Forschungsgruppe über die "Antimonien der postmodernen Vernunft".
 


 

Offener Brief



An den
Menschenrechtsbeirat
Bräunerstraße 5
1010 Wien

Wien, 25. Oktober 2001

Sehr geehrte Damen und Herren !

Wie wir hören, wird der bekannte Experte für Integrations- und Menschenrechtsfragen Bülent ÖZTOPLU, Leiter der Jugendorganisation ECHO, trotz seiner Haftentlassung weiterhin daran gehindert, seine Funktion als Mitglied einer Kommission des Menschenrechtsbeirats auszuüben.

Wir verweisen auf den Artikel "Ende eines 'Drecksacks'?" im "Falter" Nr. 43/01 vom 25.10.2001, Seite 16. Diesem Bericht zufolge war Bülent Öztoplu während seiner Haft Beschimpfungen und Erniedrigungen ausgesetzt. Überdies besteht der dringende Verdacht, daß seine Inhaftierung in direktem Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für den Menschenrechtsbeirat steht:

Herr Öztoplu wurde von Beamten eben jenes Polizeikommissariats verhaftet, welches er als Mitglied der Kommission des Menschenrechtsbeirats regelmäßig kontrollierte.

Herrn Öztoplu wird vorgeworfen, er hätte vor siebzehn Jahren in Deutschland einen Zivilpolizisten, den er (offenbar nicht ganz grundlos) für einen Neonazi hielt, durch einen Messerstich verletzt; der Mann gehörte zu einer Gruppe von Beamten in Zivil, die mit Waffengewalt gegen junge Türken vorgingen; Öztoplu selbst wurde von einem Polizisten niedergeschossen.

Das Verfahren gegen Herrn Öztoplu wurde in der Folge eingestellt. Trotzdem wurde er siebzehn Jahre danach von österreichischen Polizisten verhaftet, sollte zunächst an Deutschland ausgeliefert werden, mittlerweile droht ihm die Ausweisung in die Türkei.

Es drängt sich daher die Annahme auf, daß ein namhafter Vertreter der zweiten und dritten Generation der MigrantInnen in Österreich aus dem Verkehr gezogen werden soll.

Angesichts dieses Sachverhalts hatte der Menschenrechtsbeirat die selbstverständliche Pflicht, seine Solidarität mit Herrn Bülent Öztoplu zu bekunden und seine sofortige Haftentlassung zu fordern.

Zu unserem Erstaunen ist dies jedoch unterblieben. Vielmehr wurden, dem "Falter"-Bericht zufolge, seltsame Gerüchte über Herrn Öztoplu ausgestreut. Auch nach seiner Haftentlassung wurde er vom Menschenrechtsbeirat bis heute nicht ersucht, seine Tätigkeit in der Kommission wieder aufzunehmen. Dies stellt ein schwerwiegendes Versäumnis dar, das ehebaldigst gutgemacht werden muß, da der Menschenrechtsbeirat sonst Gefahr läuft, seine Reputation zu verlieren.

Asyl in Not verlangt daher die sofortige Einberufung einer öffentlichen, gemeinsamen Sitzung des Menschenrechtsbeirats und aller im Menschenrechtsbereich tätigen NGOs. Solche Sitzungen, auf denen die Mitglieder des Menschenrechtsbeirats über ihre Arbeit Rechenschaft legten, hat es in der Vergangenheit einige Male gegeben - aber jetzt schon lange nicht mehr.

Asyl in Not erwartet, daß die Mitglieder des Menschenrechtsbeirats auf dieser nunmehr einzuberufenden Sitzung die Öffentlichkeit über ihr bisheriges Verhalten und ihre Beweggründe informieren und daß sodann Maßnahmen beschlossen werden, die geeignet sind, Herrn Öztoplu wirksam zu unterstützen und künftige Übergriffe der Behörden gegen Mitglieder der Kommissionen zu verhindern.

Angesichts des Schadens, den das Ansehen des Menschenrechtsbeirats nun schon genommen hat, liegt Dringlichkeit vor.

Mit freundlichen Grüßen
für Asyl in Not:

Michael Genner
Tel.: (01) 408 42 10, Fax.: (01) 405 28 88
mailto:m.genner@asyl-in-not.org
http://asyl-in-not.org
 

 


 

DIES IST EIN NOTRUF! DER NACHSTEHENDE FRIEDL. HUNGERSTREIK WURDE AM VERGANGENEN FREITAG VON DER B.I.D. MIT BEWAFFNETEN TRUPPEN UNTER FUEHRUNG VON COL. KALINGASAN BEENDET. 8 DETAINEES WURDEN AN EINEN UNBEKANNTEN ORT VERSCHLEPPT. GERUECHTEN ZUFOLGE SOLLEN WEITERE DETAINEES VERSCHLEPPT WERDEN UM MUNDTOD GEMACHT ZU WERDEN. DIE PHIL. PRESSE BERICHTET SEIT TAGEN UEBER DIE VORFAELLE. INSBESONDERE DER PHIL.DAYLY INQUIRER (WWW.INQ7.NET) BERICHTET PERMANENT UEBER DIE ZUSTAENDE IM CAMP. REPORTER A.PAPA IST UNTER 00639179219656 ODER E-MAIL APAPA@INQUIRER.COM.PH ERREICHBAR. DIE WEB-SITE, DIE FREUNDE FUER UNS EINGERICHTET HABEN, IST UNTER WWW.BUREAU-OF-CORRECTION.FSNET.CO.UK ZU FINDEN. WIR BITTEN UM SOFORTIGE HILFE UM UNSERE LEBEN UND DIE DER VERSCHLEPPTEN ZU RETTEN. WIR WISSEN NICHT, OB UNS DIE GELEGENHEIT ZU EINEM WEITEREN NOTRUF BLEIBT!
forwarded message:
Date: 2001-08-13 14:47:57
From: "B.I.D. DETAINEES CAMP BAGONG DIWA" <BIDSCANDAL@my.mopilot.com>
Subject: PRESS RELEASE



Milingo in Geiselhaft des Vatikan
Ehefrau des Erzbischofs Emmanuel Milingo tritt in Hungerstreik
 

Die koreanische Ärztin Maria Sung, Ehefrau des katholischen Erzbischof Emmanuel Milingo, will heute, Dienstag, einen Hungerstreik im Petersdom beginnen. Hintergrund: Im Mai haben Milingo (71) und Sung (43) an einer Segnungszeremonie von Rev. Sun Myung Moon teilgenommen. Seit vorigen Mittwoch, als im Vatikan ein Treffen Milingos mit Papst Johannes Paul II stattfinden sollte, wurde der Erzbischof nicht mehr gesehen. Seine Gattin Maria Sung hat Grund zur Annahme, dass Milingo gegen seinen Willen fest gehalten wird, und hat folgende Stellungnahme veröffentlicht:
 

"Am 27. Mai 2001 habe ich mit seiner Exzellenz Erzbischof Emmanuel Milingo die Ehe geschlossen. Wir haben gemeinsam mit 60 Paaren religiöser Leiter unterschiedlicher Konfessionen und Religionen an einer interreligiösen Trauungszeremonie teilgenommen, die Reverend Moon und seine Frau vorgenommen haben.
 

Ich weiß, dass mein Mann eine tiefe missionarische Verantwortung für Afrika empfindet. Es ist ihm auch ein großes Bedürfnis den Menschen in Italien, Europa und der ganzen Welt Heilung und Segen zu bringen. Er hat die vielen Tausenden von Menschen, die ihn lieben und unterstützen, nicht vergessen, sei es in diesem Land oder sonst wo. Er möchte trotz der zahlreichen schmerzlichen Erfahrungen, von denen er mir erzählt hat, seine Mission innerhalb der katholischen Kirche erfüllen. Erzbischof Milingo weiß, dass ich ihm mit ganzem Herzen folgen und ihn unterstützen werde, wo immer er auch hingeht und was immer er vor hat.
 

Mein Mann ist ein starker Mann, geschult durch viele Jahre des priesterlichen Lebens. Ohne Furcht folgt er dem Willen Gottes, wo immer Er ihn auch hinführt. Er ist ein rechtschaffener Mann, auserwählt von Gott, Sein heiliges Werk zu tun. Er hat so viel gelitten und wurde so oft missverstanden. Es ist mein zentrales Anliegen, ihm zu helfen seine Mission zu erfüllen, ihn zu unterstützen und für ihn zu sorgen. Er hat eine tiefe, lebendige Beziehung zu Jesus und hat nur geheiratet, weil ihn der Herr geheißen hatte, dies zu tun.
 

Als wir die Reise nach Italien antraten, hat mich mein Mann gewarnt, dass uns eine sehr schwierige Aufgabe bevorstünde. Er sagte, dass ich ihm vertrauen müsse. Vor allem aber versprach er mir, dass er mich vor jeder Gefahr beschützen werde. Als wir vergangenen Montag in Mailand ankamen, wurden wir wie geplant von Frau Alba Vitali empfangen. Frau Vitali lud mich ein, im Hotel Villa Malpensa ihr Gast zu sein, und versprach mir, bald mit mir in Verbindung zu treten. Dann fuhr sie so wie mir mein Mann gesagt hatte - gemeinsam mit ihm weg, um den Heiligen Vater zu treffen. Ich habe jedoch seit 5 Tagen nichts mehr von Frau Vitali gehört. Ich wurde von ihr im Stich gelassen und ignoriert. Als ich gestern bei ihr zu Hause anrief, nur um zu fragen wie ich meinen Mann erreichen könnte, weigerte sie sich mit mir zu sprechen und legte einfach auf.
 

Nach einem Fernsehinterview verschwand mein Mann aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Jemand anderer behauptet nun der Sprecher von Erzbischof Milingo zu sein. Herr Maurizio Bisantis sagte, dass mein Mann mich verlassen und zur katholischen Kirche zurückkehren möchte. Mein Mann hat jedoch den katholischen Glauben niemals verlassen. Herr Bisantis kündigte an, mein Mann werde eine öffentliche Erklärung abgeben. Das hätte gestern stattfinden sollen, aber mein Mann ist nicht aufgetaucht. Nun behauptet Herr Bisantis, mein Mann möchte sich für 15-20 Tage in die Abgeschiedenheit zurückziehen. Aber mein Mann würde NIEMALS einfach verschwinden ohne mit mir darüber zu sprechen. Ich glaube Herrn Bisantis nicht. Ich möchte meinen Mann sehen. Und mein Mann möchte mich sehen. Warum sagen sie mir nicht, wo er ist? Warum lassen sie nicht zu, dass ich ihn sehe?"
 

Das ungekürzte Statement von Maria Sung:
http://www.religionsfreiheit.at/erklaerung-maria-milingo.htm
 

Die englische Version dieses Statements:
http://www.archbishopmilingo.org/statement_maria_milingo.htm
 

Weitere Details über den Fall Milingo:
http://www.religionsfreiheit.at/
http://www.erzbischofmilingo.de.tt/
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:03
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