Preiselbeeren gegen
Herpes
Taiwanesische Forscher untersuchen Wirkung der
Beere
Wissenschaftler der Kaohsiung Medical University
in Taiwan sehen Chancen mithilfe von Preiselbeeren Herpes zu heilen,
berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk . Britische Forscher stehen der Aussage
ihrer Kollegen allerdings skeptisch gegenüber. Sie meinen, dass es
bisher noch zu wenig Beweise dafür gebe.
Die Wissenschaftler der taiwanesischen Uni unter der Leitung von
Hua-Yew Chung haben in der alpinen Preiselbeere Vaccinium
vitis-idaea einen Stoff namens Proanthocyanidin A-1 entdeckt und
seine Wirkung gegen den Herpes Virus Type 2 untersucht. Dieses Virus
verursacht Fieberbläschen und genitalen Herpes. In den Labortests
konnte bewiesen werden, dass der Wirkstoff eine Herpes-Infektion
ohne weitere toxische Nebenwirkungen unterdrücken kann. Dabei
konnten die Wissenschaftler feststellen, dass zwar die Infektion
nicht unterdrückt wurde, wohl aber die Effekte.
Hua-Yew Chung nimmt an, dass Proanthocyanidin A-1 wichtige
Zellfunktionen im Virus behindert. Nähere Umstände müssen jedoch
erst erforscht werden, berichten die Taiwanesen. Marian Nicholson,
Direktorin der Herpes Virus Association meint jedoch, dass die
Laboruntersuchungen alleine nicht als Beweis gelten können. "In der
Vergangenheit gab es auch eine Methode mit Algen und der Kaltluft
aus einem Haarfön die Herpes-Viren zu bekämpfen", so die Expertin.
Die Wirkstoffe der Preiselbeere, die zu den Heidekrautgewächsen
gehört, sind unter Experten allerdings seit Jahren bekannt. So wird
der Saft der Beere dazu verwendet, Blasenleiden zu bekämpfen, da sie
harnwegdesinfizierend, adstringierend (zusammenziehend),
appetitfördernd, nervenberuhigend wirkt. Zusätzlich werden
Preiselbeeren bei der Behandlung von Bauchkrankheiten verwendet. Die
getrockneten Blüten können auch bei Lungenerkrankungen verwendet
werden.
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