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Irland streicht Subventionen an Intel
Chiphersteller reagiert verschnupft

Die irische Regierung zieht die bereits garantierten Subventionen an den US-Chiphersteller Intel http://www.intel.com/ireland/ wieder zurück. Dies berichtet die Irish Times. http://www.ireland.com/ Mit der Streichung der Zuschüsse in Höhe von 170 Mio. Euro will die Regierung eine Untersuchung der EU-Wettbewerbskommission abwenden, die durch die Unterstützung einen unfairen Vorteil für Intel befürchtet.

Intel plant in Irland einen Ausbau der bereits existierenden Chipfabrik in Leixlip, durch den etwa 400 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Die nötigen Investitionen hierfür betragen 1,6 Mrd. Euro. Intel sagte, dass das Projekt auch ohne die irischen Subventionen durchgeführt werden wird. Künftige Investitionen in Irland müssten allerdings gut überdacht werden. Die zugesagte Hilfe der Regierung war ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Standortes. Seit 1989 hat Intel in Irland bereits 218 Mio. Euro an staatlichen Subventionen erhalten.

Derweil kritisierte die irische Regierung die harte Linie der EU-Kommission. Sie befürchtet, dass hierdurch weitere große Projekte nicht nur in Irland sondern in der gesamten EU beeinträchtigt werden könnten. Die Tatsache, dass die Subventionen bereits vor einer Prüfung durch die EU-Kommission zurückgezogen wurden, wird von der Kommission allerdings als Eingeständnis einer Fehlentscheidung der irischen Regierung interpretiert.

Die Angelegenheit zieht bereits Folgen nach sich. Wie ein Sprecher von IDA Ireland http://www.idaireland.com/G/home/index.asp , der staatlichen Investitions- und Entwicklungsbehörde, verlauten ließ, wird eine bereits anstehende Investition zunächst der EU-Kommission zur Prüfung vorgelegt. Erst nach deren Genehmigung wird das zugesagte Geld fließen.

 


 

UK: Mehr Handys als Briten
60 Mio. Mobiltelefone auf der Insel im Umlauf

Großbritannien hat sich in die Riege der Länder eingereiht, in denen die Zahl der Handys die der Einwohner bereits übersteigt. Dies berichtet die englische Zeitung Daily Mail unter Berufung auf Zahlen der Mobile Data Association http://www.mda-mobiledata.org/ . Demnach sind auf der 59,6 Mio. Einwohner zählenden Insel mindestens 60 Mio. Mobiltelefone im Umlauf.

Vor sieben Jahren gab es in Großbritannien erst neun Mio. Handys. Im letzten verfügbaren Quartalsbericht der britischen Regulierungsbehörde Ofcom, der im Oktober veröffentlicht worden ist, wurde die Zahl der Mobiltelefone im Vereinigten Königreich mit 55 Millionen angegeben. Seitdem hätten die Briten insgesamt fünf Mio. neue Handsets gekauft, hat die Mobile Data Association errechnet, wodurch die Zahl der Handys auf jeden Fall über der Einwohnerzahl Großbritanniens liege. Damit spielt die Insel, was die Mobilfunk-Penetration betrifft, in einer Liga mit Schweden, Portugal, Island, Italien und Luxemburg.

Generell besitzen in Großbritannien acht von zehn Erwachsenen ein Handy. Die Minderheit der totalen Handyverweigerer wird durch die Zahl jener überkompensiert, die zwei oder mehrere Handsets ihr eigen nennen. Auch unter den Youngsters zählen Mobiltelefone längst zum absoluten Muss. 90 Prozent aller Schüler der Sekundärstufe haben ein Handy und bei den Volksschülern beträgt der Prozentsatz immerhin 25 Prozent. (pte-Trend)


 

FMK: Großbritannien veröffentlicht Jahresbericht "Mobilfunk und Gesundheit"
Vorsorgeansatz durch Einführung der EU-Grenzwerte gewährleistet

Die britische Strahlenschutzbehörde (NRPB) legte gestern ihren Bericht zu den Einflüssen des Mobilfunks auf die Gesundheit vor. Mit Referenz auf den im Mai 2000 veröffentlichten Stewart Report wird darin hervorgehoben, dass die Mobilfunktechnologie nach wissenschaftlichem Stand des Wissens nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht werden kann. Besonders dem Vorsorgegedanken, der im Brennpunkt der öffentlichen Diskussion steht, wurde mit der Umsetzung der Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) in Großbritannien genüge getan, heißt es im Bericht. Großbritannien hatte 2004 seine höheren nationalen Grenzwerte auf EU-Niveau reduziert. Die 1998 in den ICNIRP Richtlinien verankerten Grenzwerte gelten auch für Österreich. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen nun mit epidemiologischen Langzeitstudien gefestigt werden.
 


 

Londons Olympiabewerbung in Gefahr
Sportorganisationen verlassen England

Weil eine Reihe von einflussreichen Sportorganisationen England verlässt, steht Londons Bewerbung für Olympia 2012 auf dem Spiel. Der lange geltende Status Londons, Hauptsitz des Weltsports zu sein, wankt. Die führende Cricketgesellschaft International Cricket Council (ICC) http://www.icc-cricket.com/ hat die Absicht, London den Rücken zu kehren und sich in Dubai nieder zu lassen, berichtet der Guardian http://www.guardian.co.uk/ . "Diese Weggänge verschlechtern unsere Chancen für die Bewerbung. Großbritannien nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte des Sports ein. Es sollte im Interesse des Landes sein, die Organisationen hier zu behalten", so ein Mitglied des Bewerbungskomitees.

Auch die International Badminton Federation, die seit ihrer Gründung 1934 ihren Sitz in Cheltenham hat, gab letzten Monat bekannt, dass sie Großbritannien in Richtung Kuala Lumpur verlässt. So auch die International Sailing Federation. Sie wird umworben, ihren Hauptsitz von Southampton nach Monaco zu verlegen. Die Sportorganisationen werden durch finanzielle Unterstützung, Steuervergünstigungen und andere Vorteile weggelockt, die vom englischen Finanzministerium abgelehnt werden. Vertreter der Bewerbung 2012 sind besorgt und fürchten um das internationale sportliche Ansehen Großbritanniens. Sie haben Minister aufgefordert, den Exodus zu stoppen - ohne Erfolg. Der bevorstehende Auszug von ICC aus der spirituellen Heimat des Spiels, Lord´s cricket ground in St John´s Wood, ist ein besonders schwerer Schlag. Seit 1993 haben die führenden Organisationen von Rugby, Leichtathletik und Tischtennis Großbritannien verlassen. Der Sportminister Richard Caborn wird den ICC Präsident Ehsan Mani treffen und will einen letzten Versuch unternehmen, um den Umzug in den Mittleren Osten zu verhindern.

London http://www.london2012.org/en kämpft gegen vier andere Städte (Paris, Madrid, New York, Moskau) um die olympischen Spiele 2012. Am sechsten Juli dieses Jahres wird das internationale olympische Komitee (IOC) die Gastgeberstadt bekannt geben. Mike Lee, Kommunikationschef von Londons Olympiabewerbung, ist der Meinung, dass der mögliche Umzug von ICC die Chancen von London nicht mindere, da Cricket keine olympische Disziplin sei. Anderer Meinung ist Derek Wyatt, Mitglied des Parlaments: "Es ist nicht von Bedeutung, dass Cricket keine olympische Disziplin ist. Mitglieder von ICC werden mit den IOC-Mitgliedern ihres Landes reden und ihnen sagen, dass Großbritannien, London oder die britische Regierung sich nicht genügend um den Sport kümmerten. So wird unser Image beschädigt." Das Problem erzeugt Spannungen in Whitehall. Das Departement für Kultur, Medien und Sport und die halbstaatliche Organisation UK Sport hatten gefordert, dass Sportorganisationen Steuervergünstigungen bekommen sollten. Doch das Finanzministerium lehnte den Vorschlag ab.


 

UK-Teens: Aufklärung via TV-Soaps und Lifestyle-Magazine
Kurs soll Teenagern den Umgang mit Medien lehren

Teenager-Magazine und TV-Soaps übernehmen unter Jugendlichen immer mehr die sexuelle Aufklärungsarbeit. Dies hat eine Studie in Großbritannien ergeben. Deshalb soll auf der britischen Insel im Rahmen des "MediaRelate"-Projektes Teenagern der richtige Umgang mit Medien beigebracht werden, berichtet der Media Guardian http://media.guardian.co.uk . Schüler haben sich in dieser Studie auch sehr kritisch über den Aufklärungsunterricht in den Schulen geäußert. Zusätzlich waren sie meist zu schüchtern, dieses Thema mit ihren Eltern zu Hause zu besprechen. Deshalb würden sie auch die Medien so positiv wahrnehmen, weil diese nicht abschreckend wirken und mehr auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen würden.

In Großbritannien wurde Anfang dieses Jahres sogar ein Alters-bedingter Zugang zu diesen Zeitschriften diskutiert, weil sie Promiskuität glorifizieren würden. Eine Studie vor zwei Jahren stellte dem englischen Schulsystem eine schlechtes Zeugnis beim Aufklärungsunterricht aus. Unausgebildetes Lehrpersonal würde diese Agenden übernehmen.

Der neue MediaRelate-Kurs soll Jugendlich nun ermuntern, eigene Untersuchungen zur Darstellung von Sexualität in den Medien zu unternehmen und die kommunizierten Botschaften differenzierter zu sehen. Die in den Medien transportierten Inhalte sollen auf deren Qualität und deren Ausgewogenheit untersucht werden. Der Kurs soll einerseits den kritischen Umgang mit Medien unter den Jugendlichen festigen, andererseits aber auch die Aufklärungsarbeit forcieren.
 


 

Tabakwerkung in UK stark eingeschränkt
160.000 Tote aufgrund von Folgeerkrankungen bei Zigarettenkonsum

In Großbritannien treten heute, Dienstag, neue restriktive Regelungen für die Tabakwerbung in Kraft, berichtet der Media Guardian http://media.guardian.co.uk . Werbung für Tabak ist in Schaufenstern und auf Außenwerbeflächen in der Nähe von Schulen bereits verboten. Jetzt wurde die Größe der Werbeflächen in Geschäften auf die einer Geburtstagskarte eingeschränkt. Ein Drittel ist auch noch für vorgeschriebene Gesundheitswarnungen reserviert. Beamte der Handelsaufsichtsbehörde setzen das neue Gesetz um und Verstöße können Strafen von bis zu 7.000 Euro nach sich ziehen oder fünf Monate Haft.

Das englische Gesundheitsministerium gibt zu, dass die neuen Regelungen als Teil des "Tobacco Advertising and Promotion Act" zu den striktesten der Welt gehören. Seit 1998 soll die Zahl der Raucher in UK bereits um 1,2 Mio. Menschen reduziert worden sein. Jährlich sterben jedoch nach wie vor 160.000 Menschen an Krankheiten, die durch das Rauchen ausgelöst werden. Tabakwerbung und Sponsoring haben laut John Reid, dem englischen Gesundheitsminister, Kinder und Teenager zum Rauchen bewegt. Das in der Werbung gezeichnete Bild würde das Rauchen als "glamuröse" Beschäftigung darstellen.

Jetzt werden die Menschen in den Supermärkten nicht mehr mit großen Plakaten "bombardiert", so Reid. Ärzte in UK verlangen jedoch noch immer ein Rauchverbot für öffentliche Plätze wie das in Norwegen und Irland bereits der Fall ist. Die Maßnahmen am "Point of Sale" sind in Großbritannien ein weiterer Schritt gegen die Tabakwerbung. Diverse Organisationen haben jedoch ein gänzliches Verbot der Tabakwerbung vor Augen.


 

UK: Härteres Vorgehen gegen Film-Piraterie
Filmindustrie soll von Fehlern der Musikbranche lernen

Das britische Film Council http://www.ukfilmcouncil.org.uk drängt auf eine Gesetzesnovelle in der Verfolgung von Film-Piraterie und illegalen DVD-Verkäufen. Die Organisation macht auch auf die Verkäufe bei so genannten "Car Boot Sales" aufmerksam, wo vermehrt gefälschte Filme vertrieben werden. Großbritannien hat eine der höchsten Raten an Film Piraterie in West-Europa, berichtet die BBC http://news.bbc.co.uk. Der DVD-Schwarzmarkt soll an die 722 Mio. Euro ausmachen. Film-Council-CEO John Woodward unterstreicht den Lerneffekt durch die begangenen Fehler der Musikindustrie. In den USA und Europa wird mittlerweile gegen File-Sharing vorgegangen.

Ein Weg, dieses Problem in den Griff zu bekommen, sei die Bereitstellung von legalen Möglichkeiten, um Filme dem Konsumenten via Internet vorzusetzen. Die Federation Against Copyright Theft (FACT) konnte in diesem Jahr bereits drei Mio. illegale DVDs beschlagnahmen. Das ist jedoch nur fünf Prozent von den im Umlauf befindlichen illegalen Kopien.

Die Organisation fordert eine Vereinheitlichung der internationalen Gesetze bei der Handhabung geistigen Eigentums. Auf Länder mit gemäßigter Gesetzgebung bezüglich Film-Piraterie soll zusätzlich Druck ausgeübt werden, diese strenger zu gestalten. Die Ursprungsländer für illegale DVDs in Großbritannien sind Pakistan, Malaysien und China. Russland ist dabei, sich zu einem blühenden Markt für illegales Filmmaterial zu entwickeln.
 


 

MMS in Großbritannien kein Renner
Rückläufige Entwicklung trotz Handy-Booms

MMS sind in der Gunst der UK-Handybenutzer gesunken. Das haben die Marktforscher von Continental Research http://www.continentalresearch.com in ihrem jährlichen Mobile Phone Report für Großbritannien herausgefunden. Vor einem Jahr hatten noch acht Prozent der Besitzer eines MMS-Handys eine Bildmitteilung pro Tag versendet. Jetzt sind es nur mehr drei Prozent. Zahlreiche Menschen geben auch an, niemals MMS mit ihrem Handy zu versenden. Auch die durchschnittliche Anzahl der monatlich versendeten MMS sank von 6,1 auf 3,7 Prozent. In Großbritannien gibt es derzeit 7,5 Mio. MMS-Handys. Im vergangenen Jahr waren es nur drei Mio.

Die Erhebungen haben auch gezeigt, dass Handybenutzer ihre MMS-fähigen Geräte mehrheitlich als Fotoalben benutzen, um die Bilder dann einfach herzuzeigen. Die Gesamtzahl der gesendeten Bilder sei zwar gestiegen. Mobilfunkbetreiber haben das Ziel, die Kunden vom MMS-Service zu überzeugen und in dieselbe Position wie SMS-Nachrichten zu bringen, aber nicht erreicht. Konsumenten würden nach wie vor verunsichert sein, ob die gesendeten MMS-Nachrichten beim Empfänger ankommen. Profitieren werden künftig vom Boom der MMS-Handys all jene, die unkomplizierte Print-Foto-Entwicklung vor Ort anbieten. Die Foto-Qualität der Handys entspricht mittlerweile der von Digitalkameras

Mittlerweile haben acht von zehn Erwachsenen in Großbritannien ein Handy. Das sind um 72 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Diese Zunahme resultiere aus der Entwicklung der 55- bis 65-Jährigen, die zum ersten Mal ein Handy erworben haben. Auch bei den über 65-Jährigen haben sich Handys schnell verbreitet und fast die Hälfte besitzen eines.
 


 

UK-Werbeverbot trennt Bacardi und McCann-Erickson
Restriktive Maßnahmen in UK gegen Alkohol-Werbung zeigen erste Wirkung

 

Der Getränkhersteller Bacardi und McCann-Erickson beenden in Großbritannien ihre zehnjährige Zusammenarbeit. Das außergwöhnliche am Ende der Partnerschaft sind die Umstände, berichtet der Media Guardian http://media.guardian.co.uk . Die Spirituosen-Firma macht die Medienbehörde Ofcom und deren neue Alkohol-Werbebestimmungen für diesen Schritt verantwortlich. Die Überarbeitung eines neuen kreativen Zugangs zur Bacardi-Werbung basierte auf den Ofcom-Bestimmungen und beide konnten bei der Entwicklung einer neuen Linie keinen gemeinsamen Nenner finden.

Die neuen Ofcom-Regelungen beinhalten ein generelles Verbot von Alkohol-Werbung, die alkoholische Getränke als Stimulans, Sedativum oder die Stimmung beeinflussend darstellen. Die Werbeindustrie rechnet auch mit einem Verbot der Werbungen in Nachtklubs, wo bis dato auch Bacardi stark vertreten war.

Bei Bacardi gestaltete sich die Situation besonders problematisch, da McCann Erickson das Image des lateinamerikanischen Hedonismus für die Marke entdeckt und geprägt hatte. Die bisherige Werbelinie basierte auf einem liberalen Umgang mit Alkohol und diese wird den neuen Richtlinien nicht mehr gerecht. Der Agentur wird diese Linie auch nachgesagt, da die Agentur vehement gegen die Bemühungen der Ofcom aufgetreten ist, so der Media Guardian.

Der Entwurf eines Maßnahmenkatalogs für restriktive Regelungen hat schon im September für Aufruhr gesorgt. Massive Kritik kam damals bereits von Seiten der Getränkeindustrie, die eine Reduzierung der Alkoholwerbung um 85 Prozent befürchtete, falls ein derartiges Gesetz in Kraft tritt. Die Alkoholindustrie gibt jährlich in Großbritannien alleine für TV-Werbung rund 181 Mio. Euro aus bei Umsätzen in der Höhe von 40 Mrd. Euro. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=040910004 .
 
 


 

Heftige Kritik an Junk Food-Werbeverbot in Großbritannien
Werbung hat wenig Einfluss auf Essgewohnheiten von Kindern

Die britische Advertising Association (AA) http://www.adassoc.org.uk kritisiert lautstark die Pläne der Regierung, ein Werbeverbot für Kinder-Junk Food einzuführen. Die AA wirft Gesundheitsminister John Reid Populismus und Kurzsichtigkeit vor, berichtet der Guardian. Studien im Auftrag der AA ergaben, dass das Werbeverbot kaum Auswirkungen auf das Problem der Fettleibigkeit bei Kindern haben wird.

Reid wird das Werbeverbot voraussichtlich heute, Dienstag, im Rahmen der neuen geplanten Lebensmittelkennzeichnung bekannt geben. Der Gesundheitsminister argumentiert, die Menschen erwarten sich Unterstützung von der Regierung, die ihnen bei der Entscheidung zur Wahl von gesünderen Produkten helfen soll. Mit dieser Aussage, die im Gegensatz zur früheren Linie der Regierung steht, verärgerte Reid die britische Lebensmittel- und Werbeindustrie. Kultursekretärin Tessa Jowell hingegen sprach sich bereits im Januar für eine Zusammenarbeit mit der Lebensmittelindustrie aus, um gesündere Essgewohnheiten in der Bevölkerung zu fördern.

Eine Studie des Medienregulators Ofcom http://www.ofcom.org.uk ergab, dass TV-Werbung wenig Einfluss auf die Essgewohnheiten von Kindern hat. Lebensmitteletikettierung und das, was zu Hause oder in der Schule gegessen wird, spielt eine viel wichtigere Rolle als Werbung für Lebensmittel. Das Verbot wird auch die Fastfoodkette McDonald's betreffen, die in Großbritannien vor einigen Wochen eine Werbekampagne zur Aufpolierung ihres Images gestartet hat. Interessenverbände machen u.a. McDonald's verantwortlich für die Übergewichtigkeit bei Kindern. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041013003 .


 

London will kaufkräftigere Touristen
3,5 Mio. Pfund Initiative gelauncht

Die britische Reiseindustrie hat eine neue Initiative gestartet, um wohlhabende Touristen und gut verdienende Geschäftsreisende in die britische Hauptstadt zu ziehen. Wie CNN http://www.cnn.com berichtet, will London die amerikanische und europäische Gastfreundlichkeit "importieren", um das Niveau der Hotels und Restaurants am oberen Ende des Marktsegments zu erhöhen. Die Mängel an hochkarätigen Reiseleitern, Kellnern und gut ausgebildeten Sommeliers hat unter anderem dazu geführt, dass die London Development Agency (LDA) http://www.lda.gov.uk 3,5 Mio. Pfund (5,18 Mio. Euro) für die Initiative ausgeben wird.

"Zurzeit suchen wir Unternehmen, welche die Initiative finanzieren könnten. Insgesamt gibt es 430.000 Angestellte in diesem Bereich und wir wollen sicherstellen, dass die Touristen gut betreut werden," teilte Vincent Burke, ein Sprecher von LDA, mit.

Jedes Jahr besuchen geschäftlich rund sieben Mio. Menschen London - rund 25 Prozent der Gesamtzahl aller Besucher. Laut LDA verantworten sie aber ein Drittel aller Touristenausgaben. Eine vierjährige Ausbildungsinitiative wird in Januar 2005 starten und soll die 47.000 Unternehmen im Tourismusgeschäft besser profilieren. Es gibt aber Schwierigkeiten. "Die Personalbeschaffung und die Mitarbeiterbindung sind ein Problem. Es ist schwierig, Personal in der Branche zu halten, das gilt auch für die Ausbildung sowie den beruflichen Werdegang," erklärte Burke.

Laut LDA geben die Business-Touristen drei Mrd. Pfund (4,44 Mrd. Euro) in London aus. Der durchschnittliche ausländische Geschäftsreisende gibt rund 154 Pfund (227 Euro) pro Tag in der Hauptstadt aus - doppelt so viel wie die durchschnittlichen täglichen Ausgaben der übrigen Touristen.
 


 

Britische Sender treiben Digitalisierung voran
Plan: BBC1 und BBC2 ab 2007 nicht mehr analog zu empfangen

BBC, die Mutter aller öffentlich-rechtlichen Sender, Channel 4 und ITV wollen ab 2007 ihr analoges Signal in einigen Teilen des Landes einstellen. In einem Vorschlag, den die Rundfunkunternehmen mittels Digital Television Group http://www.dtg.org.uk beim Handelsministerium eingebracht haben, skizzieren sie ein gestaffeltes Ende der analogen Sender. Zuerst soll BBC2, einige Monate später auch BBC1 nur noch digital übertragen werden. Wenn dann alle Haushalte umgerüstet haben, werden nach Berichten des Media Guardian http://media.guardian.co.uk auch ITV und Channel 4 folgen.

Erste Tests könnten schon in diesem Jahr in Wales stattfinden, nach rund fünf Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein. Hinter diesem Plan steht laut Media Guardian die Idee, die Seher zu einem Wechsel auf Digital-TV zu bewegen. Die Rundfunkanbieter hätten schon Millionen von Pfund in die Entwicklung dieser Services gesteckt, aber der Erfolg sei unter den Erwartungen geblieben.

Momentan verfügen laut Media Guardian bereits rund 50 Prozent der britischen Haushalte über Digital-Receiver. Dies sei vor allem der großen Akzeptanz von BBCs Freeview-Service zu verdanken, das es Rezipienten ermöglicht, ohne zusätzliche Gebühren digitale Programme zu empfangen. Die Seher haben zurzeit nur die Anschaffungskosten für einen Receiver selbst zu tragen.

Die Pläne der britischen Regierung gehen prinzipiell in die selbe Richtung. So soll analoges TV zwischen 2006 und 2010 unter der Bedingung, dass mindestens 95 Prozent der Haushalte digital erreicht werden, völlig eingestellt werden. Eine Hürde, die von den Experten der Interessensvertretung als zu hoch betrachtet wird, da es immer einige Digital-"Verweigerer" geben werde.


Irische Kontroverse um E-Voting
System soll bei EU-Wahlen zum Einsatz kommen

Um den Einsatz von E-Voting bei den bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament ist in Irland eine Kontroverse ausgebrochen. Die oppositionelle Fine Gael Party http://www.finegael.com bezweifelt die Zuverlässigkeit des Systems. Die Regierung unter Premierminister Bertie Ahern http://www.taoiseach.gov.ie/ verweist dagegen darauf, dass sich das System der elektronischen Stimmabgabe bereits bei vorangegangen Wahlen bewährt habe.

"Das elektronische System hat sich 400.000 Mal bei den vergangenen allgemeinen Wahl sowie im zweiten Referendum über den Beitritt von Irland zum Vertrag von Nizza bewährt und es hat immer ein positives Feedback von allen Seiten gegeben", rechtfertigte Ahern den Einsatz des E-Voting bei den Europawahlen. Auch der irische Umweltminister Martin Cullen warf sich für das System, dessen Einführung rund 35 Mio. Euro gekostet hat, in die Bresche. E-Voting verbessere die Demokratie und auch Fehler etwa durch "konfuse Handschriften" könnten dadurch vermieden werden, betonte Cullen. Die Auszählung der Stimmen erfolge schneller und sei genauer, führte Cullen weitere Vorzüge der elektronischen Stimmabgabe ins Treffen.

Die oppositionelle Fine Gael Party vermisst dagegen zufriedenstellende Antworten auf Fragen nach der Zuverlässigkeit des Systems. Kritiker wollen erreichen, dass, um Betrug auszuschalten, Hard-Copies der per E-Voting abgegebenen Stimmen gemacht werden. Diese Forderung wird von der Lobby-Gruppe "Irish Citizens for Trustworthy E-voting" http://www.evoting.cs.may.ie/ massiv unterstützt. "Stellen Sie sich vor, Ihre Bank sagt eines Tages plötzlich zu Ihnen: Es gibt keine Kontoauszüge mehr und Sie werden Ihren aktuellen Kontostand nicht überprüfen können - aber vertrauen Sie uns, wir sagen Ihnen die genaue Höhe", brachte IT-Experte Dermot Dunnion die Bedenken der Kritiker auf den Punkt.


Großbritannien: Aus für "light" und "mild" auf Zigarettenverpackungen
EU-Richtlinie gilt auch für Tabakwaren-Hersteller auf der Insel
 

Zwei britische Tabakwaren-Hersteller haben den Kampf gegen eine EU-Richtlinie, wonach die Verwendung von "light" und "mild" auf den Verpackungen von Tabakerzeugnissen verboten ist, verloren. British American Tobacco (BAT) und Imperial Tobacco http://www.imperial-tobacco.com stellten die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht in Frage. Heute, Dienstag, hat der Europäische Gerichtshof, entschieden: Die Begriffe "light" und "mild" sind verboten. Das Verbot der Verwendung dieser beschreibenden Merkmale auf der Verpackung von für die EU bestimmten Tabakerzeugnissen wird auch in Großbritannien ab 30. September 2003 in Kraft treten. Urteil des Gerichtshof unter: http://curia.eu.int/de/cp/aff/cp0299de.htm
 

Laut Ansicht des Gerichtshofs dient das Verbot dazu, bei Verbrauern keine "irrigen" Vorstellungen zu erzeugen. Bei Merkmalen, die besagen, dass ein Tabakerzeugnis weniger schädlich sei als das andere, sei dies aber der Fall. Das Verbot soll gewährleisten, dass der Verbraucher über die Schädlichkeit von Tabakerzeugnissen objektiv unterrichtet werde.
 

Gemäß der Richtlinie müssen auf den Verpackungen auch der Gehalt an Schadstoffen angegeben und Warnhinweise über die gesundheitlichen Gefahren aufgebracht werden. Gesundheits-Warnungen müssen demzufolge 30 Prozent der Vorderseite und 40 Prozent der Rückseite der Verpackung ausmachen. Die Richtlinie wurde am 5. Juni 2001 von EU-Parlament und EU-Rat entlassen. Bis spätestens 30. September 2002 sollte sie in nationales Recht umgesetzt werden. Vorschriften über die Zusammensetzung der Zigaretten müssen für die Vermarktung in der EU am 1. Januar 2004 in Kraft treten.


 

Großbritannien forciert Online-Wahlen
Internet soll demokratischen Prozess stärken - Erste Versuche noch im Frühjahr
 

Nach den Plänen von Robin Cook, Vorsitzender des britischen Unterhauses, wird Großbritannien als erster Staat der Welt Wahlen über das Internet abwickeln. Wie Cook in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian mitteilte, soll die Möglichkeit für Online-Wahlen vor allem die unter 40-Jährigen wieder in den demokratischen Prozess integrieren. Die ersten Versuche von Online-Wahlen auf lokaler Ebene sind bereits für dieses Frühjahr geplant. http://www.guardian.co.uk/internetnews/story/0,7369,628776,00.html
 

Selbst für die nächsten Parlamentswahlen könnte nach Vorstellungen Cooks bereits die Möglichkeit zum Online-Wählen bestehen. Allerdings bezeichnet der Unterhausvorsitzende selbst das als "tough call", eine große Herausforderung.
 

Die Initiative kommt, nachdem in Großbritannien im vergangenen Jahr die Wahlbeteiligung auf 59 Prozent gefallen ist. Das ist der niedrigsten Wert seit Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Nach Ansicht Cooks hängt diese geringe Wahlbeteilung auch mit dem mangelnden Kontakt zwischen Abgeordneten und Wahlvolk zusammen. Deswegen plant Cook auch das Internet für ein tägliches Feedback über Parlamentsbeschlüsse zu benutzen.


 


 

Großbritannien: Klonverbot menschlicher Embryonen fix
Königin Elizabeth II. segnet Gesetz ab
 

Die britische Königin Elizabeth II. hat das per Eilverfahren beantragte Klonverbot menschlicher Embryonen zu Fortpflanzungszwecken abgesegnet. Bereits vergangene Woche wurde das Gesetz vom britischen Oberhaus gebilligt. Dem zufolge wird reproduktives Klonen mit bis zu zehn Jahren Gefängnis geahndet. Nach wie vor erlaubt ist das so genannte therapeutische Klonen, so ein ABC-Bericht http://www.abc.net.au .

Letzte Woche hat die Regierung Großbritanniens angekündigt, die Gesetzeslücken in der Reproduktionsmedzin so rasch wie möglich schließen zu wollen. Dies vor dem Hintergrund, dass die US-Firma Advanced Cell Technology (ATC) veröffentlicht hatte, zum ersten Mal einen menschlichen Embryonen zur Produktion von Stammzellen geklont zu haben.


 

Britische Regierungs-Website wegen Bin-Laden-Dokument überlastet
Offizielle Darstellung soll Drahtzieherschaft beweisen
 

Besucher der Website "10 Downing Street" http://www.Number-10.gov.uk sind seit gestern, Donnerstag, wiederholt mit der Nachricht "Server Too Busy" konfrontiert worden. Der Grund für den enormen Ansturm auf die offizielle Homepage der britischen Regierung ist die Veröffentlichung eines Dokuments, das konkrete Gründe für den Verdacht von Osama Bin Laden als Drahtzieher hinter den Terror-Anschlägen in den USA auflistet. Ein Crash der Website zog bereits die Entschuldigung der Herausgeber und den Austausch des Dokuments gegen eine einfache Text-Version nach sich. Derzeit ist das Dokument auch im Word-Format sowie als PDF-File abrufbar http://www.pm.gov.uk/news.asp?NewsId=2686 .
 

Unter dem Titel "Responsibility for the terrorist atrocities in the United States" finden sich Ausführungen zu den jüngsten Anschlägen in den USA ebenso wie frühere Informationen zu Osama Bin Laden, der Terror-Organisation Al Quaida sowie dem Taliban-Regime. In ihrer Zusammenfassung kommt die britische Regierung zum Schluss, dass Osama Bin Laden und die von ihm angeführte Organisation Al Quaida für die Terror-Attacken am 11. September verantwortlich sind und dabei Unterstützung von den Taliban erhalten haben. Sowohl der Wille als auch die Ressourcen für weitere Anschläge seien vorhanden.
 

Als Quellen gibt die britische Regierung Geheimdienst-Informationen und kriminalistische Nachforschungen sowie frühere Anklageschriften an. Das auf der Website veröffentlichte Dokument beinhaltet laut einem Hinweis aus Gründen des Quellen-Schutzes nicht das gesamte verfügbare Material und ist vor Gericht nicht zulässig. Auf Grund aller der Regierung vorliegenden Informationen sei man aber von den Schlussfolgerungen überzeugt, heißt es weiter.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:34:00
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