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Gewalt vs. Frauen

 


 

 

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"Real love" gegen Frauenmisshandlung
Amnesty setzt Kampagne gegen häusliche Gewalt fort

In Großbritannien zeigt Amnesty International (AI) http://www.amnesty.org.uk knapp einen Monat vor dem Weltfrauentag am 8.März, vier einminütige Filme im größten Shoppingcenter des Landes gegen häusliche Gewalt. Die Spots sind diese Woche im Bluewater Shoppingcenter in Kent zu sehen, das jährlich 27 Mio. Menschen frequentieren. Ab nächster Woche sollen die Filme im ganzen Land ausgestrahlt werden, begleitet von einer Kampagnen-DVD. Die Kurzfilme wurden von der Regisseurin Billie Eltringham gedreht.

Die Filmkampagne namens "Real Love" ist die Fortsetzung der im November vergangenen Jahres gestarteten Plakatkampagne in der Londoner Metro und ist zugleich die letzte Phase. Laut Amnesty sterben durchschnittlich zwei Frauen pro Woche an den Folgen häuslicher Gewalt. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041105005

In den Filmen wird das Wegschauen bei häuslicher Gewalt thematisiert. Die einminütigen Spots zeigen einen Angestellten, der die sichtbaren Körperverletzungen seiner Kollegin übersieht oder einen Nachbar, der mit einem gewalttätigen Ehemann befreundet ist und das Leiden der Ehefrau ignoriert. Mit den Spots will Amnesty ein Tabuthema brechen. Eine Studie der Meinungsforscher von ICM http://www.icm.co.uk ergab, dass in Großbritannien jeder dritte Mann häusliche Gewalt unter Umständen akzeptabel findet. Während 74 Prozent der Befragten angaben bei der Misshandlung eines Hundes die Polizei zu rufen, so tun dies nur 34 Prozent, wenn sie sehen wie eine (Ehe-)Partnerin misshandelt wird.

"Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Nachbarn können misshandelten Frauen helfen, indem sie das Problem ansprechen", meint Kate Allen, Vorsitzende von AI Großbritannien. Sandra Horley, Präsidentin von OBE, einem Heim für Opfer häuslicher Gewalt, kommentiert die Filmkampagne "Es war ein Tabu über häusliche Gewalt zu sprechen - nun sollte es ein Tabu sein nicht darüber zu sprechen." In Statistiken geht man davon aus, dass es in England und Wales jährlich über eine halbe Million Fälle von häuslicher Gewalt gibt.


 

Wenn das Mädchentelefon klingelt

Schon mehr als 300 Mädchen nützten neue Servicehotline der Stadt Wien 

Als Volltreffer erweist sich das von Frauenstadträtin Maga Sonja Wehsely initiierte Mädchentelefon in Wien: Schon mehr als 300 Anruferinnen haben unter 0800/21 13 17 ihre Sorgen, Nöte und Fragen deponiert. "Und das schönste dabei: Die überwiegende Zahl der Anruferinnen sind Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren, also genau die Zielgruppe, die wir erreichen möchten", freut sich Wehsely. Topthemen sind Beziehungen und Sexualität: Jede dritte Anruferin hat Fragen dazu.

     Das Mädchentelefon ist seit 29. Oktober 2004 in Betrieb. Dass auch tatsächlich die 13- bis 17-Jährigen anrufen, ist ein großer Erfolg, denn bei Hotlines für Kinder und Jugendliche rufen oft eher die Erwachsenen - Eltern, Verwandte, LehrerInnen - an, die selbst Fragen im Zusammenhang mit Kindern haben. Auch beim Mädchentelefon können selbstverständlich Erwachsene anrufen, in der ersten Zeit haben das auch einige getan - hauptsächlich um sich über das Mädchentelefon zu informieren.

     "Wen wir erreichen möchten, sind aber die Mädchen, die viele Fragen haben, aber leider nicht immer die richtigen AnsprechpartnerInnen. Am Mädchentelefon können sie über alles reden, die Beraterin hört ihnen zu, fragt nach, gibt Tipps und vermittelt im Bedarfsfall auch an andere Beratungsstellen weiter", erläutert die Frauenstadträtin das Konzept. "Das Wiener Mädchentelefon ist in erster Linie eine Clearing- und Anlaufstelle, bei der Mädchen ihre Anliegen und Probleme vorbringen können und gemeinsam versucht wird, eine passende Lösung für das Problem zu finden."

     Meist steht bei den jungen Anruferinnen das Bedürfnis im Vordergrund, sich Probleme "von der Seele" reden zu können, weshalb die durchschnittliche Gesprächsdauer bei etwa 20 Minuten liegt. Wichtige AnsprechpartnerInnen, an die im Bedarfsfall weitervermittelt wird, sind zum Beispiel der Verein Sprungbrett (Ausbildungsfragen), die First Love Ambulanz in der Rudolfstiftung (Verhütungsfragen) bzw. FEM und FEM Süd (Essstörungen).

     Neben der telefonischen Beratung gibt es auch die Möglichkeit, Fragen per e-mail zu stellen!

o Mädchentelefon der Stadt Wien
  Tel.: 0800/21 13 17 - kostenlos, vertraulich und
  bei Wunsch anonym
  Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr
  e-mail: maedchentelefon@m57.magwien.gv.at


 

"Halt Gewalt - Ist der Mensch von Natur aus böse?"

Im Rahmen der Trendreihe "Zukunft im Kopf" der NÖ Landesakademie findet morgen, Mittwoch, 26. Jänner, ab 18 Uhr im ORF Landesstudio St. Pölten eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Halt Gewalt - Ist der Mensch von Natur aus böse?" statt. Dabei skizzieren Experten und Medienvertreter Wege zu einem friedfertigen und respektvollen Umgang. Welche Faktoren dafür bestimmend sind und wie Gewaltprävention erlernbar ist, darüber diskutieren Prof. Heinz Nussbaumer, Herausgeber "Die Furche", Prof. Rotraud Perner, Psychoanalytikerin sowie Konflikt- und Gewaltforscherin, Mag. Gabriela Peterschofsky-Orange, NÖ Kinder- und Jugendanwältin, Dr. Engelbert Washietl, Leitender Redakteur beim "WirtschaftsBlatt", und Anneliese Erdemgil-Brandstätter von der Frauenberatungsstelle "Kassandra" in Mödling.

   Emotionale Vernachlässigung, Misshandlung und andere Formen von Gewalt sind leider in unserer Gesellschaft traurige Wirklichkeit. Diese Veranstaltung skizziert eine Anleitung zum "Friedengeben" und macht bewusst, dass Gewaltverzicht durchaus eine Stärke sein kann. Dabei kann das zusätzliche Wissen über Ursachen, Reaktionsmuster und Vermeidungsstrategien präventiv schützen und im Konfliktfall helfen.
 


 

UK: Schock-Kampagne gegen Frauen-Misshandlung
In England und Wales sterben wöchentlich zwei Frauen durch häusliche Gewalt

 

Gewalt gegenüber Frauen thematisiert in Großbritannien eine neue Kampagne von Amnesty International (AI) http://www.amnesty.org.uk . Die Organisation will mit der 71.000-Euro-Schock-Kampagne "Problem? What Problem?" Männer konfrontieren und die Gleichgültigkeit gegenüber dieser Problematik bekämpfen. Plakate zeigen Frauen, die auf den ersten Blick in der Aufmachung eher einer Kosmetikwerbung ähneln. Bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch blaue Flecken bei den Augen, Narben unter den Brüsten und zerschnittene Wangen. Eine zusätzliche Tagline kommentiert die Sujets mit dem Worten "For Bruising Relationships".

Ein Sprecher der für die Kampagne verantwortlichen Werbeagentur berichtet über eine alarmierende Gewalt-Akzeptanz innerhalb der Fokus-Gruppen. Die aktuelle Kommunikationslinie soll nicht anderen Klischee-Kampagnen zu diesem Thema folgen, wo meist ein wütender Täter und ein bestürztes Opfer dargestellt werden. Die Poster sind seit gestern, Donnerstag, in den U-Bahn-Stationen und dann im kommenden Jahr in Männer-Magazinen zu sehen, berichtet der Media Guardian.

Kate Allen von Amnesty International UK spricht von einem Bewusstsein, in dem die Anwendung von Gewalt gegenüber Frauen vielerorts nicht als Problem gesehen wird. Die Verbreitung in Großbritannien ist nicht genau dokumentiert, aber Umfragen schätzen pro Jahr mehr als 500.000 Übergriffe alleine in England und Wales. Wöchentlich sollen jedoch durchschnittlich zwei Frauen durch Gewaltakte im Haushalt umkommen. Eine andere Erhebung aus dem vergangenen Jahr ergab, dass 74 Prozent der Befragten einen Menschen für die Misshandlung seines Hundes anzeigen würden. Jedoch nur 54 Prozent würden dies tun, würden sie Gewalthandlungen in einer Partnerschaft beobachten.

Die UK-Kampagne wird in Österreich auf Werbeflächen nicht zu sehen sein, da jede Landesorganisation eigene Strategien verfolgt, erklärt Michaela Klement von AI-Österreich im Gespräch mit pressetext.austria. AI hat in Österreich bereits im März dieses Jahres eine eigene Kommunikationslinie mit dem Titel "Entschuldigen reicht nicht" präsentiert, die jedoch aufgrund des bescheidenen Media-Etats zum Großteil auf das Entgegenkommen einzelner Unternehmen angewiesen ist, die die Veröffentlichung des TV-Spots und der Plakat-Werbung ermöglichen. Der ORF gehört laut Klement nicht dazu, obwohl AI ein "Sozial-Tarif" angeboten wurde. Der TV-Spot sei somit meist in Kinosälen zu sehen, da er von den Kinobetreibern gratis gezeigt werde.
 
 


 

AK: Sexuelle Belästigung muss stärker bestraft werden

Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und muss noch viel stärker als bisher geächtet werden, hält die AK Wien aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen fest. Immer noch werden Frauen Opfer sexueller Belästigung vor allem am Arbeitsplatz. Sexuelle Belästigungen werden sehr häufig als Mittel zur Einschüchterung oder zur Sicherung von Einflusssphären im Betrieb eingesetzt. Sexuelle Belästigung stellt eine immense Belastung für die betroffenen Opfer dar, die sehr oft mit psychischen und körperlichen Beschwerden auf die  Übergriffe von Kollegen reagieren. Häufig endet die sexuelle Belästigung im Verlust des Arbeitsplatzes und damit im Verlust der Existenzgrundlage. Die AK fordert, dass die Sanktionen für sexuelle Belästigungen verschärft werden.

Stillhalten und hoffen, dass der Kollege irgendwann schon Ruhe geben wird, löst das Problem nicht, ist eine Erfahrung aus der AK-Beratung. Betroffene müssen die Möglichkeit erhalten, sich an Vertrauenspersonen im Betrieb oder an Beratungsstellen zu wenden, ohne dass ihnen daraus der Vorwurf gemacht wird, betriebliches Vertrauen zu missbrauchen.

Die Opfer sexueller Belästigung und Personen, die sie im Betrieb unterstützen, müssen seit dem Inkrafttreten des neuen Gleichbehandlungsgesetzes nicht mehr mit negativen Folgen im Betrieb rechnen, wenn sie sich gegen einen Belästiger zur Wehr setzen oder wenn sie die Verantwortung des Arbeitgebers einfordern. Diese neue Bestimmung stellt eine wichtige Weiterentwicklung des österreichischen Arbeitsrechts dar.

Allerdings sind aus Sicht der AK noch zentrale Verbesserungen notwendig. Die Sanktionen für sexuelle Belästigungen müssen verschärft werden. Außerdem fehlen arbeitswissenschaftliche Untersuchungen über die Zahl der Betroffenen, die Art und Dauer der sexuellen Belästigung. Es ist beschämend, dass wir in Österreich keine wissenschaftlich gesicherten Zahlen darüber haben, welche Folgen - von Krankenständen bis zu Kündigungen von Opfern und Tätern - sexuelle Belästigungen nach sich ziehen.

Die AK fordert anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, eine unabhängige nationale Studie über die Folgen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz unter der Leitung der Gleichbehandlungsanwaltschaft durchführen zu lassen. Im Rahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes fordert die AK Geldmittel zur Unterstützung der Prävention auf betrieblicher Ebene. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz geleistet werden.

Weiters verlangt die AK von der Regierung, in öffentlichen Kampagnen dafür zu sensiblisieren, dass sexuelle Belästigung kein Kavaliersdelekt ist.
 


 

Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt!

Anlässlich des Beginns der "16 Tage gegen Gewalt" hissten am Dienstag Vormittag Frauenstadträtin Maga Sonja Wehsely und Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl gemeinsam die Fahne der Menschenrechtsorganisation "Terre des femmes" vor dem Gebäude der Bundespolizeidirektion in Wien.

     "Frei leben ohne Gewalt" steht als Schriftzug auf dieser Fahne, die schon traditionell Ende November vor vielen öffentlichen Gebäuden gehisst wird, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Heuer hängt sie erstmals auch vor der Bundespolizeidirektion. Damit soll deutlich gemacht werden: "Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt"

     Laut Schätzungen wird jede fünfte Frau in Österreich im Lauf ihres Lebens einmal Opfer von Gewalt in ihrer Beziehung oder Ehe. Greifbar werden diese Schätzungen anhand der Zahl der Anrufe bei Opferschutzeinrichtungen: so wurde im ersten Halbjahr 2004 rund 5000 mal die Nummer des 24-Stunden-Notrufs der Stadt Wien gewählt. Ähnlich die Bilanz  der Helpline gegen Männergewalt, hier suchten 2003 bereits 600 Frauen Hilfe. Die Interventionsstelle gegen Gewalt hat im Jahr 2003 insgesamt 3.656 Personen betreut. Und auch die vier Frauenhäuser in Wien sind fast durchgehend voll.

     "Die Fälle, in denen Frauen behaupten, sie seien gestürzt, um ihr blaues Auge zu erklären, werden weniger", so Frauenstadträtin Sonja Wehsely. "Und das ist gut und richtig so. Frauen trauen sich mehr als früher zu sagen, dass sie Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind - und die MitarbeiterInnen in Krankenhäusern und bei der Polizei wissen mittlerweile besser damit umzugehen."

     "In Wien wird häusliche Gewalt seitens der Polizei sehr ernst genommen, was die hohen Zahlen an Wegweisungen bzw. Betretungsverbote zeigen", bestätigt auch die Leiterin des Vereins Wiener Frauenhäuser, DSA Andrea Brem. So gab es bis August 2004 1008 Wegweisungen und 1248 Betretungsverbote. "Die Zusammenarbeit zwischen Opferschutzeinrichtungen und Polizei funktioniert sehr gut" so Brem.

     "Die Dunkelziffer betreffend Opfer von Gewalt innerhalb der Familie ist enorm hoch. Hauptsächlich sind Frauen betroffen, die in Abhängigkeit zu den Tätern stehen. Hieraus ergibt sich nicht nur für die Polizei, sondern auch letztlich für die Justiz eine problematische Situation, die mit Fingerspitzengefühl zu bewältigen ist", so Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl bei der Fahnenaktion. Lag der Anteil der Beziehungsdelikte an den Tötungsdelikten in den vergangenen Jahren zwischen 60 und 80 Prozent, so ist er im laufenden Jahr wesentlich gesunken.


 

Sexueller Mißbrauch beeinträchtigt Hormonhaushalt
Physische Gewalt erhöht Risiko von Herzerkrankungen
 

Sexuelle Gewalt kann bei Frauen den Hormonhaushalt stören und diese früher in die Wechseljahre führen. Damit hätten die Opfer auch ein höheres Risiko, an einer Herzkrankheit zu erkranken, berichten amerikanische Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Epidemiology". http://aje.oupjournals.org
 

In ihrer Studie an 732 Frauen zwischen 36 und 45 Jahren hatten die Mediziner um Jenifer E. Allsworth von der Brown Universität in Providence http://www.brown.edu entdeckt, dass Frauen, die vergewaltigt wurden, einen veränderten Hormonstatus aufwiesen. Insbesondere die Hormone FSH und Östrogen waren bei diesen Frauen besonders hoch während missbrauchte Frauen über vierzig einen niedrigeren Spiegel des Hormons Estradiol aufwiesen. Die Forscher gehen davon aus, dass traumatische Erlebnisse offensichtlich bleibende Veränderungen im Hormonhaushalt zur Folge haben.
 

Frühere Studien haben gezeigt, dass Frauen, die früher in die Menopause kommen, ein wesentlich größeres Risiko haben, an Herzleiden zu erkranken.
 


 

www.haltdergewalt.at

Jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt in der Familie betroffen. Was jeder fünften Frau passiert, kann jeder Frau passieren.

Seit Anfang September 2001 bietet der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser nun auch online Beratung für Mädchen und Frauen, die Opfer familiärer Gewalt sind an. Im Helpchat www.haltdergewalt.at ist wöchentlich, jeden Donnerstag zwischen 21und 23 Uhr, eine Gewaltexpertin anwesend, die den Userinnen zur Verfügung steht.

Was kann sich die Userin erwarten:

- Sie kann sich anonym und vertraulich mit Ihren Problemen an die anwesende Expertin wenden.

- Sie kann Auskünfte darüber erhalten, an welche Stellen sie sich bei auftretenden Problemen wenden kann.

- Die Userin hat die Möglichkeit, ihre Gedanken, Erfahrungen und Gefühle auch mit anderen Betroffenen auszutauschen. Gerade das Thema Gewalt in der Familie löst bei den Opfern oft Scham und Schuldgefühle aus. Diese Gefühle hindern Frauen häufig jahrelang daran, Hilfe zu suchen. Das Internet stellt die niederschwelligste Form einer ersten Kontaktaufnahme zu einer Hilfseinrichtung dar.

- Und es bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich nicht nur einer Expertin anzuvertrauen, sondern zugleich die Erfahrung zu machen, dass es auch andere Betroffene gibt, die ähnliche Probleme haben. Der Chat soll und kann den zwischenmenschlichen Kontakt, der bei anderen Formen der Kontaktaufnahme geboten wird, nicht ersetzen, aber er kann den oft sehr schwierigen Schritt einer ersten Kontaktaufnahme mit einer Hilfseinrichtung enorm erleichtern.

Seit Juni 1999 existiert auch eine bundesweite Frauenhelpline gegen Männergewalt: 0800 222 555. Sie steht allen von Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen rund um die Uhr und kostenlos österreichweit zur Verfügung.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:59
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