REGIO-PRESS-MEDIEN

Berlin - Wien - New York - Düsseldorf - München

Automobil Finanzmarkt Foren Gaestebuch Gesellschaft Grusskarten Horoskop Kontakt Int.-Versions Journalismus Justiz Kontaktanzeigen Kultur Links Literatur Medizin Mitarbeiter Models News Österreich PC u. Technik Politik Sport Stellenmarkt Suchen WAP Wissenschaft

Gentechnik

 


 

 

Home
Nach oben  

REGIO-PRESS ist Mitglied im Journalisten-Ring
<< Info Alle >>

REGIO-PRESS-Medizin, Passwortgeschützter Bereich für medizinische Berufsgruppen!

 

     Voting.. Top-99 Site

        

                       

 

Umweltorganisation warnt vor Patent auf Humangen
Umsetzung der Biopatent-Richtlinie nach Protesten verschoben

Die Umweltorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.at hat bei Recherchen entdeckt, dass das Europäische Patentamt im April 2004 eines der bisher weitreichendsten Biopatente erteilt hat: Dieses umfasst die exklusiven Nutzungsrechte eines menschlichen Gens und des daraus hergestellten Eiweißstoffes. Das Gen steht mit besonders vielen wichtigen Lebensfunktionen für den gesamten menschlichen Körper in Zusammenhang. Mit der Zulassung sind neben dem Gen auch dessen Verwendung in der Forschung, sowie alle möglichen Anwendungen bis hin zu Arzneimitteln patentiert.

Die Umweltorganisation fürchtet, dass die Beschreibung des Patents damit auch Monopolrechte für eine Vielzahl von Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs, Bluthochdruck, Asthma, Allergien, Psychosen, Depressionen, Migräne, Parkinson, Bluthochdruck und Osteoporose umfasst. Inhaber des Patents EP 777684 ist das US-Unternehmen Firma Human Genome Sciences.

"Das Patent zeigt, wie drängend das Problem der umfassenden Bio-Patente ist. Es zeigt auch, dass die bisherigen Versuche der Bundesregierung ungeeignet sind, das Problem zu lösen", erklärt die Molekularbiologin Susanne Fromwald von Greenpeace Österreich. Es sei unbegreiflich, dass sich weder Regierung noch Parlament ernsthaft bemühen, derartige Patente zu stoppen. Greenpeace berichtet weiters, dass mit Ende 2003 insgesamt über 1.200 Patente auf Gene von Mensch und Tier, fast 400 Patente auf Pflanzen und über 120 Patente auf Tiere in Europa erteilt wurden.

Am 3. Dezember berät der parlamentarische Wirtschaftsausschuss die Novellierung des österreichischen Patentgesetzes. Die seit September vorliegende Regierungsvorlage zur EU-Biopatent-Richtlinie sei von der Tagesordnung aufgrund des massiven öffentlichen Drucks von mehr als 140 Organisationen vom Tisch verschwunden. Unter Berufung auf diese umstrittene Richtlinie erteilt das europäische Patentamt regelmäßig Patente auf Teile des menschlichen Körpers, Gene und Pflanzen.


 

Genetik bestimmt Medikamenten-Wirkung
Forschern gelingt Nachweis von Genotypen bei Depressionen

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie http://www.mpipsykl.mpg.de haben eine Genvariante entdeckt, die die Wirksamkeit von Medikamenten gegen Depression bestimmt. Der Nachweis ist dafür wichtig, um festzustellen, ob gewisse Medikamente überhaupt bei gewissen Patienten angewendet werden sollen. So zeigten Patienten mit einer charakteristischen Genvariante bereits nach einwöchiger Behandlung mit Antidepressiva eine signifikante Verbesserung ihrer Krankheitssymptome, andere Patienten mit einer anderen genetischen Variante zeigten selbst nach fünf Wochen keine Besserung, berichtet die Max-Planck-Gesellschaft http://www.mpg.de .

In zwei unabhängigen klinischen Studien ist es den Forschern gelungen, in der Stresshormon-Signalübertragung eine Variante des FKBP-5-Gens zu identifizieren, die den Wirkungseintritt von Antidepressiva bestimmt. Ausschlaggebend dafür ist nach Angaben der Wissenschaftler eine charakteristische TT-Variante des Gens. Die Forschungsergebnisse belegen welch wichtige Rolle bestimmte Gene der Stresshormon-Achse bei der Entstehung von Depressionen und der Wirkung von Antidepressiva spielen, berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Genetics.

In Zukunft wollen die Forscher die Korrelation zwischen dem jeweiligen Genotyp eines Patienten und der Wirksamkeit seiner Medikamente herstellen. Damit könnten Medikamente wesentlich erfolgreicher und effektiver eingesetzt werden. Bei 20 bis 30 Prozent der an Depression leidenden Patienten wird heute kein zufriedenstellender Behandlungserfolg erzielt.

Unklar ist den Wissenschaftlern aber immer noch der Zusammenhang zwischen der Funktion des FKPB-5-Gens und der Wirkung von Antidepressiva. Das Gen erfüllt die biologische Aufgabe die dreidimensionale Faltung anderer Eiweißstoffe zu unterstützen und deren Funktion damit maßgeblich zu beeinflussen. Auf diese Weise steuert es die Empfindlichkeit des Glukocortikoid-Rezeptors, der eine zentrale Stellung in der Körperreaktion auf Stress einnimmt. Ist seine Empfindlichkeit beispielsweise verringert, wird die Körperstressreaktion nur verzögert bzw. eingeschränkt zurückgefahren, berichtet das Max-Planck-Institut.


 

Genveränderte Tomate als Gesundheitsturbo
Erbgut erstmals in Chloroplasten und nicht in Kern-DNA der Pflanze eingebracht
 

Forscher des Instituts für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen der Uni Münster haben genetisch modifizierte Tomaten entwickelt, deren neue Gene nicht auf andere Kulturpflanzen übertragbar sind. Nach Ansicht der Wissenschaftler sollen neue Labortechniken die "Super"-Tomate mit besonderen gesundheitlichen Vorzügen ausstatten und zu einem höheren Vitamin- und Proteingehalt verhelfen. Das Gen wurde dabei nicht in die Kern-DNA, sondern in den für die Photosynthese verantwortlichen Teil der Pflanze, die Chloroplasten, eingebracht. Die Forschungsergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe von Nature Biotechnologie http://www.nature.com/nbt präsentiert.
 

Entscheidend für die für Pflanzen neu angewandte Technologie ist, dass die Chloroplasten-DNA nicht in Blütenstaub übertragen wird. Dies bedeutet den Verlust der modifizierten Pflanze, andere Pflanzen zu kontaminieren. Bisher wurde diese Art der Erbgutübertragung in Chloroplasten, die auch als Transformation bezeichnet wird, nur bei Tabak eingesetzt. Andere Pflanzen erwiesen sich als steril oder führten zu wenig versprechenden Ergebnissen im unbegrünten Pflanzenteil wie den Früchten. "Tabak ist für die fundamentale Wissenschaft ein geeignetes Model, für die angewandte Biotechnologie sind Nahrungsmittel-Pflanzen notwendig", erklärte Ralph Bock vom Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen http://www.uni-muenster.de/Biologie/bioch_biotech/welcome.htm .
 

Für die Versuche mit den Tomaten mussten vorerst einige technische Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Gewebe, der Kultur und Regeneration der Pflanze gelöst werden. "Viele Parameter wie Nährstoffe, Pflanzenhormone und Lichtintensität mussten optimiert werden", so Bock weiter. Bisher verwendeten die Forscher nur Markergene für die Experimente, um die Wirkung zu überprüfen. Markergene erlauben es, diejenigen Zellen zu erkennen, die das neue Gen auch tatsächlich aufgenommen haben. Im nächsten Schritt sollen brauchbare Gene in die Tomaten eingeschleust werden.
 

Die Forscher gehen davon aus, dass transgene Chloroplasten den Weg zur effizienten Produktion von essbaren Impfstoffen, Pharmazeutika und Antikörpern in Tomaten ebnen. In einem Begleitartikel von Nature Biotechnologie begrüßten US-Experten die biotechnologische Innovation. "Ein Meilenstein für die Entwicklung von medizinischen Produkten der nächsten Generation, die für den Patienten schmackhafter sein werden", resümierte Pal Maliga von der Rutgers University in Piscataway in New Jersey.
 


 

Gen-Tomate mit Sicherheitsschloss
Pflanze kann sich nicht unkontrolliert weitervermehren
 

Eine Gentomate, die ihr Erbgut nicht mehr auf benachbarte, "naturbelassene" Pflanzen überträgt, haben Wissenschaftler der Universität Freiburg http://www.uni-freiburg.de entwickelt. Die der Tomate eingepflanzten Fremdgene können so - etwa durch Pollenflug - nicht mehr unerwünscht weitergegeben werden. Die Pflanzen können sich damit auch nicht mehr unkontrolliert verbreiten.
 

Die Forscher wollen nun erreichen, dass die Tomatenpflanzen Eiweiße und andere Stoffe in hohen Konzentrationen produzieren, die dann in der Medizin, als Impf- oder Nahrungsmittel vermarktet werden können. Wann die "Sicherheitstomate" in den Handel kommt, ist noch unklar.
 


 

Pflanzengene für das Erkennen von Pollen entdeckt
Mehr Kreuzungen von Arten möglich - Schutz vor Verbreitung genveränderter Pflanzen

 Wissenschaftler vom Howard Hughes Medical Institute http://www.hhmi.org haben die Pflanzengene gefunden, die für das Erkennen der arteigenen Pollen verantwortlich sind. Zwei Gene in unterschiedlichen Bereichen des Erbguts der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) beeinflussen dabei den Aufbau der Hüllproteinen der Pollen. Nur wenn der Aufbau der Pollen-Ummantelung von einer anderen Pflanze als arteigen erkannt wird, kann es zu einer Befruchtung kommen.

"Eine Veränderung dieses Erkennungs-Prozesses könnte Kreuzungen ermöglichen, die bisher nur sehr schwer gezüchtet werden könnten. Eine neu gezüchtete Apfelsorte könnte so beispielsweise unempfindlich gegen Kälte werden", meint Daphne Preuss, die diese Ergebnisse zusammen mit Kollegen in der Fachzeitschrift "Science" http://www.sciencemag.org veröffentlichte. Auf der anderen Seite könnten genveränderte Pflanzen auch so hergestellt werden, dass sie sich bei Freisetzungsversuchen nicht auf benachbarte und verwandte Arten in der freien Wildbahn auskreuzen.

Erst Ende letzten Jahres gelang es einem internationalem Konsortium, das komplette Erbgut der Acker-Schmalwand zu entschlüsseln. Dieses Wildkraut aus der Familie der Kreuzblütengewächse ist relativ widerstandsfähig, wächst schnell und hat einen kurzen Lebenszyklus. Diese Eigenschaften machen diese Pflanzenart zu einer bevorzugten Testspezies für erste gentechnische Analysen.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



This site is powered by the ICQ2Go Panel © 2002 ICQ Inc. All Rights Reserved. Use of ICQ2Go Panel is subject to the ICQ Terms of Service.

Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:59
Copyright REGIO-PRESS-MEDIEN
© 1998 - 2007
V.i.S.d.P. CR Joerg W. Baur
 
Diese Seiten sind optimiert für: IE 7 u. Netscape 8.1
sowie Mozilla Firefox 2 & Opera 9
Empfohlene Bildschirmauflösung : 1280 x 1024  

 

           WEBCounter by GOWEB 


Bitte stimmen Sie für diese Homepage ab.
Wählen Sie einfach den entspechenden Punkt.
naja... gut sehr gut zu empfehlen TOP SITE