|
Lali
Lilie
Margit
Zechner Lali
Als
ich den
Raum
betrat,
sah
ich
Frauen
an den Wänden
mit
suchenden
Blicken
sah
ich
Kinder
die
weinten
Als
ich den
Raum
betrat
empfand
ich
Ihren
Schmerz
Unsichtbare
Tränen
die
sie
verborgen
hielt.
Farben
der
Hoffnung
verteilt
im
ganzen
Raum
sie
lachen,
laden
ein
doch
noch zu
verweilen.
Saß
da und
wußte
Hoffnung
entsteht
im Leid
Schmerz
aus zu
viel
Liebe
Not
aus
Egoismus.
Ich
ging zur
Tür
und
drehte
mich
noch
einmal
um
Sah
den Raum
gefüllt
mit Tränen
die
ihn zu
überlaufen
drohte.
*****
Liebe
und Hass
es
ist der
Morgen
der dir
graut
es
ist die
Nacht
die dich
umschließt
es
ist die
Freude,
die tief
im
Herzen
fließt
es
ist des
Kindes
Lachen
dir so
vertraut
die
Eitelkeit
der
Stolz es
zu
gestehen
verrückte
Dinge
doch zu
machen
versuchen
über
sich
doch
selbst
zu
lachen
seinen
eigene
Weg
allein
zu
gehen.
es
ist das
Lächeln
des
Verliebten
sich
trauen
zu
vertrauen
es
sind die
dummen
wie die
schlauen
das
zarte
Kind im
Arme
wiegen
es
ist das
Alte wie
das Neue
es
ist die
Liebe
die dich
quält
wie
reifes
Obst vom
Baume fällt
das
Glück,
die
Konsequenz
der
ich mich
scheu.
Es
ist die
Liebe
und der
Hass
Geschwister,
die sich
gut
verstehen
und
nie
getrennte
Wege
gehen.
Es
ist das
Tun,
wenn ich
es lass.
Es
ist der
Glanz in
seinem
Blick
es
ist im
Bauch
das Gefühl
der
Glanz,
der Neid
ganz
stolz
und kühl
das
Stolpern
und das
Mißgeschick
Was
ist er
nur? Ich
kann es
nicht
fassen
Es
ist die
Ruhe und
die Hast
das
letzte
Teil ins
Puzzle
passt
Nun
mal das
Leben
das wir
lieben
und doch
hassen.
***************
Nicht
gestern
sondern
heute
will
dich
lieben,
küssen,
spüren
mit
dir
lachen,
weinen,
teilen
mit
dir
sein,
gehen
und
kommen
Will
nicht
warten,
sehnen,
hoffen
nicht
einmal
immer
wieder
immer
wieder,
immer
wieder
Wünsche
die von
Hoffnung
getragen
wie
es ist
wenn du
mich
anlachst
wie
es ist
wenn du
mich
ansiehst
jeden
Blick an
mir
verspüren
nicht
einmal
immer
wieder
Wünsche
die mein
Leben
schreibt
zu
vergessen
in
deinen
Armen
zu
zerschmelzen
unter
deiner
Berührung
zu
fallen
wenn ich
dich spüre
nicht
einmal
immer
wieder
Wünsche
die
keine Träume
bleiben
dir
zu sagen
bleib
geh
nicht
lass
uns
lachen
und
nicht nörgeln
für
Schmerz
biete
ich dir
die
Schulter
Nicht
einmal
immer
wieder
immer
wieder,
immer
wieder
Will
nicht
warten,
sehnen,
hoffen
mit
dir
sein,
gehen
und
kommen
will
dich
lieben,
küssen,
spüren
Nicht
gestern
sondern
heute
***********
Was
ist der
Mensch
doch für
ein
Narr!
Er
sagt er
will
Liebe,
die er für
sich
braucht
und
sucht
sich
eine
Geliebte,
die ihn
reitet
durch
die
Nacht
Er
sagt er
liebt
sie und
seine
Frau?
Die
auch!
Er
kann es
nicht
erklären,
aber er
weiß
was
Liebe
ist.
Er
sagt zu
ihr, als
sie in
anderen
sich
verliebt
"Geh!
Triff
ihn! Ich
werde
dir
verzeihen"
Sie
sagt:
"
Ich
liebe
dich!
Aber ich
muß
gehen"
er
weint
und
schweigt...
die Tür
geht zu.
Sie
sagt zum
Neuen:"
Ich will
nur
dich!"
Aber
im
Herzen
brennt
der
Abschied
immer
noch!
Sie
sagt zu
ihm:
"Küß
mich!"
und
hofft,
daß sie
den
anderen
nun
vergißt.
Er
sitzt im
Zimmer
abends
alleine
- in der
einen
Hand die
Maus
schweigt
.... und
klickt.
Sie
geht
nach
Hause
und
denkt
das
kann's
nicht
sein
sie
schweigt....
es
tickt.

Ungestillte Sehnsucht
Sitze da angelehnt am Fenster
es ist Nacht, Stille im Haus
Nebel lichtet sich weit weg
ich sehe die Sterne
und frage mich
ob du, wo du auch sein magst
sie auch gerade siehst?
Ich weiss nicht wie oft ich
hier schon heimlich stand
ich denke es waren
einige tausende Nächte
so oft habe ich mich gefragt
wohin muss ich gehen
um dich zu treffen?
Ich weiss nicht wie oft
meine Augen erfüllt waren
von Tränen die keiner zu
trocknen vermochte.
und doch dachte ich an dich
immer wieder, immer wieder
ich würde mein Leben riskieren
nur um dich zu finden.
Ich gebe mein Leben
für eine Nacht mit dir
dich zu spüren
dich zu riechen
zu erfahren was Liebe ist
einmal hast du mich gefragt
„Sag weisst du, was Liebe ist?“
Ich weiss nicht, wie oft schon
ich diese Antwort gesucht habe
Ist es meine unstillbare
Sehnsucht nach dir?
Sind es die vielen Nächte des Wartens?
Ach was gäbe ich dafür
von dir geliebt zu werden
eine einzige Nacht.
Untastbare Zärtlichkeit
Ein Hauch von dir
ich blicke auf
du stehst neben mir
einen kurzen Moment nur
so greifbar nah
du schaust auf meinen Mund.
du neigst dich
die Bustür geht auf
und ich fuhr ungeküsst weiter
ohne dich!
Fühlen
Fühlem an den Fingerballen
Zart und fein an dir
jeden Berg und jedes Tal
Fühlen wie es ist,
wenn dein Körper
Wärme strahlt.
Fühlen am Hals
deinen Atem,
wenn der Körper bebt
Fühlen was es heisst
Verlangen zu haben
nach dir
Fühlen was es heisst
geliebt zu werden
von dir
Fühlen wie es ist
ohne Worte
sich zu verstehen
Fühlen an deinen Zehen
wie es ist
eins zu sein
Der Gedanke
Ist es falsch dich zu lieben
wenn du vergeben bist?
Ist es falsch zu wünschen
mit dir lachen zu können?
Ist es falsch dich zu begehren
mehr als ich es dir sagen kann?
Ist es falsch zu lieben
wenn du dich nach mir sehnst?
Ist es dann auch falsch
wenn er sich deine Nähe wünscht?
Wenn ein unausgesprochenes Gefühl
Unersättlichkeit gebährt?
Wenn ja, sind Verlangen, Lachen, Liebe
Worte, Sehnsucht - Lügen.
Wenn nicht, dann sind Verlangen, Lachen , Liebe
Worte, Sehnsucht und all deine Briefe - ein Zeichen für
Liebe, die nie ausgesprochen wird.
Oder aber es sind die wunderbarsten Lügen
der Liebe wegen. Ach was ich geh ins Bett!
Stille
Stille am Abend -
ganz spät ist es schon
habe gerade daran gedacht
woher sie kommt diese Stille,
diese wunderbare Ruhe
die meiner Seele so gut tut.
Tut sie das?
Stille an meinem Schreibtisch
ich höre ganz leise Musik
sie singt aus Ihrer Seele
Sie will verstehen was sie hatten
jetzt wo sie einander nicht mehr haben.
Stille In der Nacht
er sagt: ich habe dich nie gebraucht
es ist so schwer zu verstehen
so viele Träume, die wir uns nie erzählt haben
so viele Worte, die wir nie ausgesprochen haben
Stille am Morgen
ich frage mich wohin er ging
was ist davon geblieben
von dem Sturm der Leidenschaft
Ganz tief weiss ich,
Du brauchst mich jetzt mehr als zuvor.
Stille wenn ich nach Hause komme
ich ließ dich fallen
während ich deine Tränen rinnen sah
der Schmerz er wütet immer noch in mir
verbannte die vielen Tränen ,
die ich vergoss als du mit mir gelebt hast.
Und wieder ist Stille am Abend
von meinem Schreibtisch aus
sehe ich in die Nacht hinaus
die jeden Tag mehr und mehr
ein Teil dessen löscht was geblieben ist.
und übrig bleibt diese verfluchte Stille.
Mit der ich mich jeden Abend zudecke.
Die Sache mit dem Sex
Kaum macht man dieses Ding an
schon reihen sich Aasgeier ein
wollen wissen wie meine Einstellung ist
was ich mag und was ich nicht mag.
Meinungen werden ausgetauscht.
Lässt man sich ins Detail nicht ein,
hört man „Also ist dies auch für dich ein Tabuthema!“
Was soll ich jetzt wegen dir einen Pressekonfernz veranstalten und
der Welt herausposaunen wie meine Vorlieben sind?
Erzählt man zuviel, ist man zu erfahren
hatte man schon viele Liebhaber meint er.
Dann könnte man doch auch noch einen Trio versuchen.
Wie? Unsereins hat das noch nicht versucht?
Man erinnert freundlich und dezent, das man normal ist.
Wer bist du überhaupt, was weisst du schon von mir?
Nein, ich bin kein achtes Weltwunder mit einem zusätzlichen Loch!
Ich beginne zu fluchen - das darf nicht wahr sein
was ist denn mit der Sache, die man Liebe
zu nennen pflegt?
„Ach, die!“ sagt er: „Die hat mich so oft
enttäuscht.“
Ach so verstehe, hast sie also abgeschrieben
DU vielleicht, aber nicht ICH
Ich glaube IMMER NOCH daran.
Ende der Debatte!
LOSLASSEN
Halten will ich dich
ganz fest und nicht loslassen
nicht nur heute
auch morgen
Spüren die Wärme dein
dein Augen die begehren
warum nicht heute
und erst morgen
Deinen heissen Atem
flehend nicht aufzuhören
sag wenn nicht heute
wann dann wenn nicht morgen.
Will hören deine Stimme
die so charmant bezierzen kann
las hören ob heute
oder morgen
Will dich immerzu beobachten
deine galante Bewegung
frag dich immerzu heute?
nein immer noch morgen.
Sagen will ich dir
ich liebe dich
nicht nur heute
sondern morgen auch.
Wie kann ich nur eine Sekunde lang
aufhören an dich zu denken
wenn jeder Gedanke an dich
wie eine Sucht erscheint.
die ich nicht heilen lassen will.
Wie kann ich nur aufhören
zu fühlen was ich fühle
jede Minute von dir getrennt
wie eine Ewigkeit vorkommt
die nie enden will.
Wie nur soll ich es aushalten
oh diese elendige erbärmliche Sehnsucht
nach dir, die mich zu zerfressen scheint
jedes Mal wenn du wiedergehst und
ich auf dein Wiederersehen warten muss
Sehnsucht
Weisst was es heisst Sehnsucht zu haben?
Weisst du wie es ist wenn diese in dir brennt?
Dir vorkommt das das Herz dir zerreisst.
unbarmherziges Brennen wie eine Glut.
Die nach Erfüllung schreit
die nach Freiheit schreit
ein einziger Gedanke reicht und
du verzweifelst, weil du nicht weisst
wie du sie so schnell stillen kannst
Lodernd immer wieder ausbricht
wie ein Spiel mit der Glut
entweder du verbrennst dich daran
oder lässt nach und erfüllst
dich wie ein Nagel übermahnt
immer wieder fordert es endlich zu tun
wonnach sie so sehr verlangt.
Ja das ist Sehnsucht – eine Gesellin
unbarrmherzig und unersättlich
die nicht mit einem Ersatz
sich zufrieden gibt.
ewig entfacht in einem
immer verliebten Herzen.

Lilie
jugend
Aus dem
kochenden
Herzen der
Erde,
wo jede
Bewegung
erwacht,
treibt,
was wie
von selbst
begonnen,
uns über
den Rand
dieser
Welt.
Wir strömen
zu Tal,
begraben
unter uns
das Alte
und
erstarren.
Und neue
Massen wälzen
ihren
grellen
Funken
über
unsere
erkalteten
Ideale,
die
zittern
vor Angst,
die Hitze
des
Fremden zu
spüren.
es rahmt
sich blau
die grüne
erde
in ihrem
zarten
unverstand
und trägt
den kampf
der
wirbelhaften
herde
und
schweift
vergeblich
an den
rand
wer sieht
kann fühlen
nicht das
kleine
das sich
verhüllt
und
farbenloses
wählt
was bleit
ist
wolkentief
das reine
verdacht
geträumt
und
wesensgleich
gequält
Ich wollte
Dich. Und
ich hab
Dich
gesucht.
Aber nicht
gefunden.
Ich wollte
Dich. Und
ich hab
Dich
gesucht,
unentwegt.
Aber nicht
gefunden,
nirgends
gefunden.
Du gehst.
Und merkst
es nicht
immer.
Aber Du fällst
immer.
Bei jedem
Schritt, fällst
Du etwas
vorwärts.
Und Du fängst
Dich,
bevor du fällst.
Immer und
immer
wieder fällst
Du.
Deshalb
kannst Du
gehen und
fallen
zur selben
Zeit.

Margit
Zechner
MÄNNER
So unnütz
wie
Unkraut,
wie
Fliegen
und Mücken,
so lästig
wie
Kopfweh
und Ziehen
im Rücken,
so störend
wie
Bauchweh
und stets
ein
Tyrann,
das ist
dieser
Halbmensch,
sein Name
ist Mann.
Er steht
nur im Weg
´rum, zu
nichts zu
gebrauchen,
ist immer
am Meckern
und ständig
am
Fauchen.
Er ist auf
der Erde,
ich sag´s
ohne Hohn,
vom
Herrgott
die größte
Fehlkonstruktion.
Ein Mann wär´doch
ohne uns
Frauen
verloren,
er wäre
ohne uns
noch nicht
mal
geboren!
Erst durch
unsere
Hilfe wird
mit viel
Bedacht,
so
halbwegs
ein Mensch
aus diesem
Schlappschwanz
gemacht.
Ein Mann hält
sich oft für
unwiderstehlich
und glaubt
schon ein
Lächeln
von ihm
macht uns
selig.
Stolziert
durch die
Gegend wie
ein Hahn
auf dem
Mist
und merkt
dabei gar
nicht wie
dusselig
er ist.
Ein Mann
ist ganz
brauchbar
solang er
noch
ledig,
da ist er
oft
schlank
und sein Körper
athletisch,
da ist er
voll Liebe
und voller
Elan -
kaum ist
er
verheiratet,
wird
nichts
mehr
getan.
Mit Geld
und
Brillanten
tat er
Dich beglücken,
das
bekommt
heut´die
Freundin,
hinter
Deinem Rücken
und Du
bekommst
heut´nur
noch, wenn
er daran
denkt,
´nen
Schnellkochtopf
geschenkt.
Als Jüngling
wollte er
kosen und
küssen,
als
Ehemann
will er
davon
nichts
mehr
wissen.
Verlangst
Du Dein
Recht,
dann wird
er gemein,
er gibt
Dir´s
Gebiß und
sagt:
"Küss
Dich
allein"!

|