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Deutsche Poesiedatenbank geht online
1.000 Gedichte auf einen Klick
1.000 Gedichte der deutschen Literatur findet man unter dem
Titel "Freiburger Anthologie" auf der Website der Albert-Ludwigs-Universität
Freiburg
http://www.uni-freiburg.de . Die Gedichte aus der Zeit zwischen 1730 und
1900 sind als Hilfestellung für jene gedacht, die sich via PC einen qualitativ
abgesicherten Überblick über die deutsche Poesie verschaffen wollen.
Für das Online-Wörterbuch wurden von zunächst 4.000 Gedichten die "wichtigsten"
1.300 ausgewählt und digital bearbeitet. Alle Gedichte wurden mit Bilddateien
der Referenzvorlage versehen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen
bibliographische Angaben zu den Gedichten eingebunden werden, um einen
sekundärliterarischen Überblick über die Texte zu geben.
Die geschützte Datensammlung ist das Ergebnis des Projekts "Klassikerwortschatz"
einer Arbeitsgruppe unter Professor Ulrich Knoop. Das Projekt verfolgt kein
finanzielles Interesse. Alle Leistungen werden kostenlos unter
http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de zur Verfügung gestellt

"Zettelpoet" stellt sein Werk online
Helmut Seethaler kündigt "Freisetzung von
Literatur-Viren" an
Der Wiener "Zettelpoet" Helmut Seethaler wird demnächst seine
Werke auch im Internet verbreiten. In einer Aussendung kündigte Seethaler, der
seine Gedichte bisher mittels Fax verschickte oder an öffentlichen Orten
platzierte, die "Freisetzung von Literatur-Viren" durch Versendung per
E-Mail ab Ende Januar an.
Außerdem soll so Seetehaler, "nach jedem 1.000sten Betätigen
bestimmter Tasten plötzlich und unerwartet ein Gedicht am Bildschirm bestimmter
Internet-Benützer erscheinen". Mit seinen "Viren-Aktionen" will
Seethaler "den Lauf der Welt ein wenig stören". Gleichzeitig weist er
darauf hin, dass seine Viren keinerlei Schaden bewirken und keine Daten löschen
würden.
Der wegen der Versendung seiner Faxe und Plakatierung von Zetteln immer
wieder mit Verwaltungs- und Gerichtsverfahren konfrontierte Seethaler will
"auch diese Form von Kunstverbreitung bis zum Höchstgericht
durchjudizieren". Im Falle oftmaliger Verurteilungen werde er eben oftmalig
um Hilfe rufen müssen, erklärt Seethaler. Als Künstler lebe er unter dem
Existenzminimum - "man kann mich nicht noch mehr strafen". Als Begründung
für seine Aktionen gibt er an, dass sich "Kunst aufdrängen" müsse.
Vertreten war etwa beim Vienna Graffiti-Kongress 1997.
http://platon.ee.duth.gr/data/maillist-archives/etk/1998ma/msg00042.htm
