FIFA ist gegen Videobeweis
und Wettverbot
DFB bildet Task-Force zur Entschärfung der Situation
Eine klare Absage erteilte heute, Montag,
FIFA-Präsident Joseph Blatter
http://www.fifa.com
den Forderungen des DFB nach der Einführung des Videobeweises. Das
DFB-Präsidium
http://www.dfb.de hatte in einer außerordentlichen Sitzung am
Sonntag die FIFA um Unterstützung gebeten und sich als Konsequenz aus
dem Manipulationsskandal für die Einführung technischer Hilfsmittel zur
Videoüberwachung der Spiele stark gemacht.
Der Mediendirektor des DFB, Harald Stenger, hatte nach einigen
strittigen Schiedsrichterentscheidungen in der Bundesliga für
"technologische Oberschiedsrichter" plädiert. Damit stieß er bei der
FIFA jedoch auf taube Ohren. "Solange ich Präsident bin, wird es keinen
Videobeweis geben. Der Fußball ist ein Spiel mit menschlichem Gesicht.
Ein Spiel mit Menschen und möglichen Irrtümern", kontert Blatter. Er
befürworte jedoch die "goallinetechnology". "Ein Chip im Ball und eine
verdrahtete Torlinie, um zu entscheiden, ob Tor oder nicht. Das kann ich
mit gut vorstellen."
Das gestrige Treffen des DFB-Präsidiums diente auch als Aussprache
zwischen dem geschäftsführenden Präsidenten Theo Zwanziger und
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, zwischen denen es in den letzten
Monaten zu Missverständnissen gekommen war. Zwanziger dementierte
Gerüchte, die auf seinen baldigen Rücktritt spekulierten, und stellte
klar, dass alle Unklarheiten zwischen der DFB-Führung beseitigt seien
und für die Zukunft klare Kommunikationswege und -abläufe fixiert worden
seien.
Zukünftig soll eine vierköpfige Task Force, bestehend aus Zwanziger,
Vizepräsident Horst R. Schmidt, Schatzmeister Heinrich Schmidhuber und
dem Chef der Deutschen Fußball-Liga
http://www.bundesliga.de (DFL), Werner Hackmann, alle aus dem
Manipulationsskandal resultierenden Fragen schnell und effektiv
bearbeiten. Als erste Amtshandlung beschloss das Komitee die Schaffung
einer hauptamtlichen Stelle für Wettangelegenheiten beim DFB.
Trotz der heftigen Debatten im Zuge der internationalen Ausweitung des
Wett- und Manipulationsskandals soll es jedoch nicht zur Einführung
eines "FIFA-Ehrenkodexes" kommen, der den zentralen Protagonisten des
professionellen Fußballs das Wetten untersagen soll. "Ein
grundsätzliches Wettverbot ist doch gar nicht möglich. Wir brauchen ein
Kontrollorgan, das meldet, wenn es auffällige Bewegungen auf dem Markt
gibt", kommentiert Blatter. |

Englischer Fußballverband
zieht DVD zurück
Spieler mit dunkler Hautfarbe finden keine Erwähnung
Der Englische Fußballverband, The Football Association
(FA)
http://www.thefa.com , hat sich bei seinen dunkelhäutigen Spielern
entschuldigt. Laut BBC
http://news.bbc.co.uk hatte der Verband eine DVD mit den besten
Spielern der Nachkriegszeit herausgebracht, auf dem kein einziger
Spieler mit dunkler Hautfarbe zu sehen ist. "Wir bedauern diesen Vorfall
und die dadurch entstandenen Ärgernisse zutiefst", entschuldigt sich der
Verband.
Tausende Kopien der DVD "Pride of Nation" lagen speziellen
Willkommenspaketen für englische Fans bei. Nachdem sich herausstellte,
dass kein dunkelhäutiger Spieler auf der DVD Erwähnung gefunden hatte,
zog der Verband alle Kopien zurück. Er will nun eine neue Version
bringen, die auch diese Spieler miteinbezieht. "Wir produzieren momentan
eine DVD, die auch die ausstehenden schwarzen Spieler inkludiert.
Natürlich haben auch sie einen enormen Beitrag für unsere
Nationalmannschaft und für den Fußball in unserem Land geleistet", so
die FA.
Die Liste, die den Videoproduzenten ursprünglich übergeben worden war,
hatte zwar Spieler mit dunkler Hautfarbe enthalten, aber keiner der
Produzenten griff ein, als die Laufzeit der DVD gekürzt wurde. Englands
Verteidiger Rio Ferdinand gestand, dass er überrascht war, als er von
der DVD hörte: "Die Auswahl verblüffte mich sehr. Hätte ich eine
persönliche Liste angefertigt, wären einige schwarze Spieler dabei
gewesen, beispielsweise John Barnes und Ian Wright." |

UEFA-Fußball-Team des
Jahres 2004 steht fest
Thierry Henry zum vierten Mal dabei
Das Fußball-Überraschungsjahr 2004 spiegelt sich auch
im heute, Donnerstag, bekannt gegebenen Team 2004 wider. Für sechs
Spieler ist die Wahl in die Top-Elf Europas eine Premiere, darunter
befindet sich auch der Brasilianer Ronaldinho, weltbester Spieler des
Jahres 2004, berichtet die UEFA
http://www.uefa.com
.
Auf der Homepage der UEFA wurden über 1,2 Mio. Stimmen für die vierte
Wahl zum Team des Jahres abgegeben. Die ausgewählte Mannschaft
präsentiert eine neue Welle von europäischen Fußballstars. Während der
französische Stürmer Thierry Henry seit Einführung der Wahl zum Kader
gehört, wurden sechs Spieler zum ersten Mal in das Team gewählt. Zu den
neuen Gesichtern gehören unter anderem der Brasilianer Cafu,
Arsenal-Verteidiger Ashley Cole und Weltfußballer Ronaldinho, der mehr
als die Hälfte aller Stimmen bekommen hat.
Neben den Brasilianern sind auch die Portugiesen zahlreich im Team
vertreten: Nebst Mittelfeldspieler Maniche und Verteidiger Ricardo
Carvalho - beide waren mit Porto Champions-League-Sieger - wurde auch
Manchesters Wunderkind Christiano Ronaldo ins Team gewählt. Auch der
Trainer der Mannschaft ist ein Portugiese - José Mourinho. Er bekommt
nun schon zum zweiten Mal in Folge diese Ehre zuteil. Die enorme Präsenz
Portugals reflektiert sowohl Portos Erfolg in der Champions League als
auch Portugals starkes Auftreten an der Europameisterschaft. Von
Europameister Griechenland wurde kein Spieler gewählt, was nicht
überrascht. Es gab keine überragenden Einzelspieler im Team der
Griechen, die Mannschaft selbst war der Star.
Das Team des Jahres 2004 setzt sich wie folgt zusammen: Gianluigi Buffon
(Juventus Turin), Cafu (AC Milan), Ricardo Carvalho (FC Chelsea),
Alessandro Nesta (AC Milan), Ashley Cole (FC Arsenal), Christiano
Ronaldo (Manchester United), Maniche (FC Porto), Ronaldinho (FC
Barcelona), Pavel Nedved (Juventus Turin), Thierry Henry (FC Arsenal),
Andrej Schewtschenko (AC Milan). |

Fußballstars kicken für
Tsunami-Opfer
Benefizspiel im Februar
Die FIFA und die UEFA
http://www.uefa.com
veranstalten am 15. Februar ein Benefizspiel zugunsten der Tsunami-Opfer.
Das Match unter dem Motto "Football for Hope" wird im Stadion Nou Camp
in Barcelona ausgetragen, berichtet die FIFA
http://www.fifa.com/de/media/index/0,1369,105053,00.html?articleid=105053
.
Die zwei Teams werden mit namhaften Stars gespickt sein. Mit von der
Partie sind auf jeden Fall der Weltfußballer des Jahres, Ronaldinho, und
Europas Fußballer des Jahres, Andrej Schewtschenko. Gecoacht werden die
Teams von Carlos Parreira und Frank Rijkaard sowie von Marcello Lippi
und Arsene Wenger. FIFA-Präsident Sepp Blatter: "Ich hoffe, dass dieses
Spiel den Menschen und Fußballverbänden, die von der schrecklichen
Tsunami-Tragödie betroffen sind, helfen kann."
Am vergangenen Montag fand in Melbourne ein Cricket-Spiel zugunsten der
Tsunami-Opfer statt. Die Benefizveranstaltung wurde in 122 Länder
übertragen und spielte sechs Mio. Pfund (8.5 Mio. Euro) ein. |

Der weltbeste
Schiedsrichter heißt Markus Merk
Pierluigi Collina hat das Nachsehen
Der deutsche Unparteiische Markus Merk ist zum
weltbesten Fußball-Schiedsrichter des Jahres 2004 gewählt worden. Dabei
hat der 42-Jährige den Italiener Pierluigi Collina (44) hinter sich
gelassen, der die Wahl in den vergangenen sechs Jahren für sich
entscheiden konnte, berichtet die Internationale Förderation für
Fußball-Historie und Geschichte (IFFHS)
http://www.iffhs.de
.
An der Wahl nahmen ausgewählte Fachredaktionen und Experten aus 81
Ländern aller Kontinente teil. Merk und Collina lieferten sich bis
zuletzt ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das der Deutsche schließlich
knapp für sich entscheiden konnte. Für Merk, der 2003 bereits Zweiter
geworden war und im vergangenen Jahr das EM-Finale leitete, ist es der
erste Welttitel. Nach Aron Schmidhuber (1992) ist Merk der zweite
Deutsche, der "Welt-Referee" des Jahres wurde. Rang drei und vier
belegen zwei bekannte Nordeuropäer - der Schwede Frisk Anders (41) und
der Däne Kim Milton Nielsen (44).
Dänemark ist das einzige Land, das unter den "Top 16" mit zwei
Unparteiischen vertreten ist. Die "Top 16" setzen sich aus elf Europäern
und fünf Südamerikanern zusammen. Wie in den vergangenen Jahren auch,
ist der 35-jährige Kolumbianer Oscar Julián Ruiz Acosta bester
Nicht-Europäer und damit Lateinamerikas Nummer eins. Die Wahl des "Welt-Referees"
wird seit 1987 durchgeführt.
|

Fußball: Diskussion um
Abänderung des Regelwerks
Technische Hilfe für den Schiedsrichter ist ein Thema
Der International Football Association Board (IFAB),
Regelmacher des Fußballs, wird bei seiner Jahreshauptversammlung am 26.
Februar in Wales über eine Änderung des Regelwerks diskutieren. Die
Mitglieder des IFAB sind Vertreter der Fußballverbände von England,
Schottland, Wales, Nordirland und von der FIFA. Bei der Versammlung wird
über gewisse Regeländerungen abgestimmt, wobei die FIFA vier Stimmen
besitzt und die britischen Verbände je eine, teilt die UEFA
http://www.uefa.com
mit.
Unter anderem soll über eine Änderung der Abseitsregel, eingebracht vom
walisischen Verband, abgestimmt werden. Dabei soll sich neu ein Spieler
erst im Abseits befinden, wenn er sich im gegnerischen Torraum aufhält.
Die jetzige Regel besagt, dass ein Spieler im Abseits ist, wenn er sich
in der gegnerischen Platzhälfte befindet. Ein weiterer Diskussionspunkt
ist der Vorschlag, eine Technologie einzusetzen, die bestimmt, ob der
Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht. Ein anderes heißes Thema
ist die Verwendung eines Mikrochips im Ball. Adidas wird dem IFAB
nächsten Monat einen neuen Balltyp präsentieren, der laut Adidas eine
Revolution für die Schiedsrichterentscheidung darstellt.
Der Einsatz von Technologie geistert schon lange in den Köpfen der
Experten herum. Er soll den Schiedsrichtern und ihren Assistenten bei
ihren Entscheidungen behilflich sein. Volker Roth, Präsident des
UEFA-Schiedsrichterkomitees, begrüßt technologische Hilfsmittel:
"Hinsichtlich des Mikrochip-Balles, stimmt mich der Einsatz von
Hilfstechnologie positiv. Ich befürworte die Technik aber nur, wenn sie
uns wirklich hilft - beispielsweise ein Signal auf die Uhr des
Schiedsrichters, wenn der Ball die Torlinie überschreitet. Auf der
anderen Seite halte ich von der Idee, Videobeweise einzusetzen, nichts."
Fußball sei ein fließendes Spiel und der Fluss solle nicht andauernd
unterbrochen werden. |

Profi-Kicker mögen
Klinsmann und hoffen auf WM
Timo Hildebrand soll 2006 für die deutsche
Nationalelf im Tor stehen
Zuversichtlich zeigen sich die deutschen
Profi-Fußballer über die bevorstehende WM und den DFB-Trainer Jürgen
Klinsmann. Das hat eine Umfrage des Fachmagazins "kicker"
http://www.kicker.de
unter 234 Erstliga-Spielern ergeben. 37,1 Prozent der Befragten
glauben sogar, dass Deutschland bei der WM 2006 den Titel gewinnen wird.
Der aktuelle Trainer der deutschen Nationalelf steht in der Gunst der
Fußballer ebenfalls sehr hoch. 61,1 Prozent der Befragten sehen in dem
ehemaligen Nationalspieler den idealen Nachfolger von DFB-Teamchef Rudi
Völler. Nur acht Prozent sprachen sich gegen Klinsmann aus. 30,8 Prozent
gaben dazu keine Meinung ab.
Anderen Nationen räumen die befragten Profi-Fußballer natürlich auch
Chancen auf den WM-Titel ein. 33,8 Prozent der Stimmen fielen auf
Titelverteidiger Brasilien, jedoch nur mehr 9,4 Prozent auf Argentinien.
Italien (5,6 Prozent) und England hingegen (3,3 Prozent) wird eine
Außenseiterrolle zugeschrieben.
Überraschend waren die Aussagen bezüglich der Wahl des WM-Team-Torhüters
für die Nationalmannschaft. Timo Hildebrand vom VfB Stuttgart erhielt
mit 32,5 Prozent die meisten Stimmen. Auf die derzeitige Nummer eins,
Oliver Kahn, entfielen 25, 5 Prozent. Jens Lehmann, derzeit bei FC
Arsenal London, konnte 16 Prozent für sich verbuchen. Dann kamen Simon
Jentzsch vom VfL Wolfsburg (9,8 Prozent) und Robert Enke (9,1 Prozent)
von Hannover 96.
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TV-Fußballrechte immer
mehr umkämpft
Sportliche Großereignisse punkten mit steigenden
Einschaltquoten
Der Weltfußballverband Fifa
http://www.fifa.com
rechnet mit einem Anstieg der Einnahmen durch den Verkauf der TV-Rechte
im Fußball. Generalsekretär Urs Linsi spricht laut Financial Times
Deutschland (FTD) von Mehreinnahmen zwischen 30 und 40 Prozent. Bereits
vor Weihnachten hatte die Fifa vorzeitig die TV-Rechte an der
Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika ausgeschrieben (pte
berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=041216026 ). 2005 beginnt auch das
Rennen um die Deutsche Bundesliga nach 2006. Der Grund für den Wettlauf
um die TV-Rechte ist die steigende Bedeutung von Live-Fußball in den
TV-Programmen, was sich in den stets wachsenden Einschaltquoten zeigt.
In diesem Jahr steht die Vergabe von zahlreichen TV-Rechten bevor.
Die Verbände setzen jetzt auf die Bemühungen von RTL, ProSieben Sat1 und
den öffentlich-rechtlichen Sendern beim Bieten um die deutschen
Übertragungsrechte. Großevents nehmen bei den Sendern immer mehr
Bedeutung ein, da dort effektiver Werbung platziert werden kann, so die
FTD. Neue Technologien ermöglichen den TV-Zusehern, künftig
Werbeeinschaltungen auszublenden. Werbekunden sollen nun durch
attraktivere Möglichkeiten bei Laune gehalten werden.
Die Fifa selbst steht vor einer Grundsatzentscheidung. Bei der Vergabe
für die WM 2010 können die Rechte an eine Agentur vergeben werden oder
direkt mit den Sendern gesprochen werden. Ganz vorne in der Warteliste
stehen die Rechteagenturen Infront, Sportfive und Team. Auch will der
Verband eine offene Ausschreibung und den Vorgaben der EU-Kommission zu
entsprechen. Dies bedeutet die Vergabe von drei Rechtepaketen für
mehrere Sender. Der Wermutstropfen für die Interessenten: Die Bieter
müssen in der Endrunde 640 Mio. Euro zahlen, auch wenn sie leer
ausgehen.
|

1,8 Mrd. Euro für
Übertragungsrechte des französischen Fußballs
Canal Plus botet TPS aus
Der französische Pay-TV-Sender Canal Plus
http://www.cplus.fr
zahlt 1,8 Mrd. Euro für die Fußball-Exklusivrechte der Live-Übertragung
der französischen Ersten Liga für die nächsten drei Jahre. Das berichtet
die Financial Times
http://www.ft.com . Mit diesem Deal ist der französische Fußball der
weltweit teuerste für die Fernseh-Übertragungsrechte. Er hat damit sogar
die englische Premiership übertroffen, für die BSkyB und BBC im
vergangenen Jahr zusammen 1,65 Mrd. Euro für einen drei Jahres-Vertrag
zahlten. Außerdem könnte dieser Sieg von Canal Plus der entscheidende
Schlag gegen seinen Gegner TPS
http://www.tps.fr
sein.
Canal Plus bot seine Gegner bei der Versteigerung der TV-Rechte klar mit
den höchsten Angeboten für die vier separat versteigerten Pakete aus.
Neben TPS hatte sich auch die France Telecom
http://www.francetelecom.com für ein Paket interessiert. Kritische
Stimmen sagen jedoch, dass der Sieg von Canal Plus nur ein
vermeintlicher sei, da die meisten französischen Fußball-Fans sowieso
bereits Abonnenten des Senders seien. Der Deal über 600 Mio. Euro pro
Jahr könnte Verluste von 384 Mio. Euro bedeuten. Jean-René Fourtou,
Geschäftsführer von Vivendi, der Dachgesellschaft von Canal Plus, sagte
jedoch: "Ich freue mich über diesen Sieg. Die Zukunft wird zeigen, was
diese Entscheidung für Canal Plus bedeuten wird".
Die große Hoffnung besteht darin, dass Tausende von Abonnenten von TPS
zu Canal Plus wechseln werden und der geschlagene Sender seine
Niederlage eingesteht und sich übernehmen lässt. TPS reagierte darauf
trotzig mit dem Argument, dass sie auch vorher gut ohne Fußball
ausgekommen wären. Man sehe der Zukunft gelassen entgegen. Fußball sei
nicht die Hauptattraktion für die 1,5 Mio. Abonnenten. Außerdem werde
man das gesparte Geld nun in andere Inhalte investieren, wie Filme. Der
Deal wurde als ökonomischer Nonsens bezeichnet.
Für die französischen Fußball-Klubs ist dieser Deal ein frühes
Weihnachtsgeschenk, da sie in diesem Jahr einen Verlust von geschätzten
30 Mio. Euro hinnehmen müssen. Im Gegensatz zu ihren europäischen
Gegenstücken sind die französischen Klubs im Nachteil, aufgrund von
niedrigeren Eintrittspreisen und höheren Steuern. Zwar erreichten AS
Monaco und Olympique Marseille die Finales der Champions League und des
UEFA Cup, doch haben beide verloren. Viele der besten französischen
Fußballer spielen im Ausland, die großen Stars fehlen der ersten
französischen Liga. |

Österreich bereit für Fußball-EM 2008!
In einem Telefonat mit UEFA-Verantwortlichen habe Sport-Staatssekretär
Mag. Karl Schweitzer diese höflich, aber bestimmt ersucht, ihre Kritik
differenzierter zu formulieren. Differenzierter insofern als sich in dem
Gespräch sehr rasch klären liess, dass es an den Vorbereitungen in Österreich
nichts zu kritisieren gäbe und alles nach Plan laufe. Die "ungenügende
Unterstützung von politischer Seite" weise Schweitzer somit entschieden zurück
und unterstreiche, dass Österreich seine Hausaufgaben gemacht hätte.
Die Versteuerung der Prämien sei der einzige Punkt, der noch zu klären wäre.
"Das Finanzministerium wird diese Frage sicherlich rechtzeitig klären", so
Schweitzer. Was die Unterzeichnung der rechtsverbindlichen Verträge betrifft,
warte man auf die Entwürfe der UEFA - ansonsten stehe einer Finalisierung nichts
im Wege. Sollte es von Seiten der UEFA zu irgendeinem Zeitpunkt noch offene
Fragen hinsichtlich der EURO 2008 geben, stehe der Staatssekretär gerne
persönlich für eine promte Antwort aus sportpolitischer Sicht zur Verfügung.

Schüssel: "Die Euro 2008 ist ein
Sportereignis von Weltformat"
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel empfing am Abend im Bundeskanzleramt das
UEFA-Exekutivkomitee anlässlich der Überreichung der unterzeichneten
Stadionverträge von Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien für die "Euro
2008". Schüssel:"Ich freue mich ganz besonders, die europäische Fußballfamilie
hier im Bundeskanzleramt begrüßen zu können. In diesem Haus wird seit drei
Jahrhunderten europäische Politik gemacht, nun wird auch Fußballgeschichte
geschrieben. Ich bin sehr glücklich, dass Österreich gemeinsam mit seinen
Nachbarn in der Schweiz Gastgeber der Euro 2008 sein wird. Ich selbst bin
begeisterter Fußballspieler und hoffe natürlich, dass das österreichische
Fußballteam bei der Euro 2008 erfolgreich sein wird. Wir sind nicht nur ein Land
der großen Wintersportler, wie man an den Erfolgen unserer Athleten bei den
olympischen Spielen in Athen gesehen hat."
Bundeskanzler Schüssel betonte auch die gute Zusammenarbeit mit den Schweizer
Co-Organisatoren. "Österreich und die Schweiz verbindet eine traditionelle
Freundschaft und eine enge nachbarschaftliche Verbindung. Wir werden dieses
große Sportereignis gemeinsam gut und erfolgreich durchführen. Österreich ist
eines der sichersten Länder der Welt und idealer Ort für die Durchführung von
internationalen Sportevents."
UEFA-Präsidenten Lennart Johansson dankte Bundeskanzler Schüssel für den
Einsatz Österreichs bei der Planung und Organisation der Euro 2008. Johansson:
"Wir sind überzeugt, dass wir 2008 perfekte europäische Fußballmeisterschaften
erleben werden. Wir sind für Ihre Bemühungen und Ihren Einsatz für den
europäischen Fußballsport sehr dankbar."

Fußball EM 2004 mit ferngesteuerter runder Kugel: Deutschland lässt
die Bälle tanzen
Mit der Fußball EM 2004 stehen den meisten Familien
ganz sicher wieder quadratisch flimmernde Stresstage ins Haus. Und
wer weiß, vielleicht schafft Rudis Truppe gar den Einzug ins Finale
im Juli, dann ist ein Ausgleich zum TV-Marathon angesagt. Ein
Vorschlag in Güte, sozusagen zur Entspannung der familiären
Situation: Lasst die Fußbälle tanzen, flippen und "stunt-wheelies"
vollführen.
Die ferngesteuerten Turbokicker sind wild gewordene kleine Bälle
mit Vor- und Rückwärtsgang und heftig rotierender Frontachse. Damit
produzieren Fans heißere Manöver als Beckham, Zidane und Konsorten -
und alles in voller Fahrt. Die rasenden Bälle dribbeln alles aus und
sorgen für allerbeste Stimmung. So ist die Ablenkung vom stressigen
Fernsehalltag garantiert. Auch totale Fußball-Muffel kommen voll auf
ihre Kosten, denn die knuffigen Flitzer machen Lust auf mehr.
Jeder Turbokicker kommt komplett mit Fernsteuerung, die mit drei
handelsüblichen AA-Batterien (nicht im Lieferumfang enthalten)
betrieben wird, ins Haus. Die Fernbedienung dient gleichzeitig als
Ladestation für die kleinen Flitzer. Außerdem gehören zum
Lieferumfang ein kleiner Spielball und ein Satz Sticker mit den
National-Flaggen der teilnehmenden Euro-Teams. Pfiffig: die
Verpackung lässt sich ruckzuck in ein echtes Fußballtor umbauen.
Tipp: Echte Fans können mit zwei rasenden Turbokickern auch
gegeneinander spielen oder ihre Kräfte im Penalty-Schiessen messen.
Damit sich die Gegner nicht gegenseitig durch die Funkfernsteuerungen
stören, sind zwei verschiedene RC-Frequenzen erhältlich. Jede
Turbokickerpackung ist zum Preis von 14 Euro erhältlich. Ein
Demo-Video auf der Website
www.wildesachen.com zeigt die wilden Bälle
in voller Action. Dort können die flitzenden Kugeln auch gleich
bestellt werden.

Herzinfarktrisiko Elfmeterschießen
WM 1998:
England gegen Argentinien - Mehr britische Fans in Krankenhäusern
|
|
www.geocities.co.jp |
Elfmeterschüsse
in Fußballspielen stellen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Dies behauptet
zumindest Douglas Carroll von der Birmingham University. Carroll macht das
Verlieren der englischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft
1998 gegen Argentinien im Elfmeterschießen für Herzinfarkt-Fälle englischer Fans
während des Spiels bis zu 25 Prozent verantwortlich. Somit erhöhe das alleinige
Zusehen bei dramatischen Fußballspielen die Wahrscheinlichkeit eines
Herzinfarkts, schreibt das Fachblatt British Medical Journal
http://bmj.com .
Der Wissenschaftler stützt seine Erkenntnisse auf Untersuchungen, die gezeigt
hätten, dass am Tag des Achtelfinales am 30. Juni zwischen England : Argentinien
(Spielstand nach 90 Minuten 2:2, Elfmeterschießen 3:4) bzw. an den zwei
folgenden Tagen 25 Prozent mehr Menschen (55 Personen) wegen eines Herzinfarktes
in Krankenhäuser eingeliefert worden seien als im Vergleichszeitraum der Jahre
vor und nach der WM. Außerdem wurden laut Carroll nach dem Spiel England :
Argentinien mehr Männer als Frauen eingeliefert. Die Zahl der Straßenunfälle
sowie Schlaganfälle hätte hingegen nicht zugenommen.
Es wurde bereits bewiesen, dass Stress, ausgelöst durch Katastrophen-Situationen
wie schwere Erdbeben, die Todesrate durch Herzinfarkte erhöht. Schätzungen
zufolge sollen auch im Zuge des Viertelfinales des EM-Spiels 1996 Holland :
Frankreich mehr Holländer (Männer) an einem Herzinfarkt gestorben sein,
ausgelöst mitunter auch wieder durch das Elfmeterschießen.
Laut Wissenschaftlern um Carroll stützn die Erkenntnisse die Ansicht, dass
Herzinfarkte durch emotionalen Stress ausgelöst werden. Ein Beispiel dafür ist
allein das Zusehen bei einem wichtigen Fußballmatch, das die favorisierte
Mannschaft verliert. Verstärkt wird diese Aufregung besonders dann, wenn die
Niederlage im Elfmeterschießen erfolge. Ein Sprecher der FIFA erklärte in einem
Bericht des New Scientist
http://www.newscientist.com , dass Elfmeterschießen nicht Herz schädigender
sei als anderer tagtäglicher emotionaler Stress. Steven Powell von der Football
Supporters´ Federation für England und Wales rät darüber hinaus, in zukünftigen
Studien ein Auge darauf zu werfen, ob die Herzinfarkt-Patienten nicht auch
alkoholisiert waren.
Abstract unter:
http://bmj.com/cgi/content/abstract/325/7378/1439

FUSSBALL-EUROPAMEISTERSCHAFT 2008 - NATIONALRATSPRÄSIDENT GRATULIERT
Präsident Fischer begrüßt Entscheidung für Österreich und die Schweiz
Nationalratspräsident Heinz Fischer begrüßte heute die Entscheidung des
Exekutivkomitees der Europäischen Fußball- Union, Österreich und der Schweiz
den Zuschlag für die Fußball- Europameisterschaft 2008 zu geben. "Ich darf
allen, die für diese positive Entscheidung für den österreichischen Sport
gearbeitet und mitgewirkt haben und insbesondere dem früheren ÖFB-Chef Peppo
Mauhart und seinem Nachfolger Friedrich Stickler sehr herzlich zu diesem
Erfolg gratulieren. Diese positive Entscheidung des UEFA- Exekutivkomitees
wird wichtige Impulse für den österreichischen Fußball, für die notwendige
Infrastruktur, für die Nachwuchsförderung in Österreich, aber auch für die
österreichische Wirtschaft und die Zusammenarbeit zwischen Österreich und der
Schweiz bringen".

Kickbase.de: Online-Spielwiese für Fußballfans
Sports & Bytes startet Sportportal
Das Unternehmen Sports & Bytes
http://www.sportsandbytes.de
bietet Fußballfans mit dem Portal kickbase.de
http://www.kickbase.de eine
neue Informationsquelle im Internet. Das Kickerportal liefert eine tägliche
Presseschau für jeden Club mit Berichten und Meinungen aus deutschen Medien. Zum
Angebot gehören auch Informationen über die einzelnen Vereine mit ausführlichen
Porträts der Spieler, ein umfassender Statistikbereich, Online-Spiele, ein
Fußballquiz sowie Foren und Chaträume.
Sports & Bytes wurde 1999 als Tochtergesellschaft der Borussia Dortmund GmbH
& Co unter dem Namen Absolute Sports GmbH gegründet. 2001 kam mit dem Dortmunder
Softwarehaus Pro DV AG
http://www.prodv.de ein zweiter Gesellschafter hinzu. Das Unternehmen wurde
in Sports & Bytes umbenannt. Seither entwickelt und betreibt die Firma
Online-Sportportale (z.B.
http://www.borussia-dortmund.de ,
http://www.goool.de ), bei denen laut eigenen Angaben vor allem der
Community-Gedanke im Vordergrund steht.

Maier: Parlamentarische "Nachspielzeit" für Haiders
Schiedsrichter-Beschimpfung
Die ungeheuerlichen öffentlichen Entgleisungen des Kärntner Landeshauptmanns
gegen Fußballschiedsrichter vom vergangenen Wochenende gehen nun in eine
parlamentarische "Verlängerung":
SPÖ-Abgeordneter Johann Maier, ehemaliger Schiedsrichter des Salzburger
Fußballverbandes und Mitglied des Sportausschusses, kündigte Sonntag gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst eine parlamentarische Anfrage an Justizminister
Böhmdorfer in dieser Frage an. Maier will in dieser Anfrage vom Justizminister
beantwortet wissen, "welche verbalen Beleidigungen man sich in Österreich
gegenüber unbescholtenen Bürgern erlauben darf". Konkret will der Abgeordnete
vom Justizminister beispielsweise Auskunft darüber, ob die Bezeichnung von
Fußballschiedsrichtern als "käufliche Ganoven" den Tatbestand der üblen
Nachrede erfüllt. Oder aber, ob es sich bei Haiders Äußerungen am Kärntner
Landesparteitag um eine "milieubedingte Unmutsäußerung" im Sinne des
Strafrechts handle.****
Unmut erzeugt bei Maier nicht nur der Umstand, dass sich Haider einmal mehr
nicht zu einer Entschuldigung durchringen konnte, sondern auch die Tatsache,
dass die für Sportfragen zuständige Vizekanzlerin Riess-Passer die Aussagen
des Kärntner Landeshauptmanns unterstützte. Der Abgeordnete will deshalb vom
Justizminister wissen, "ob die Frau Vizekanzlerin das gesamte Spiel anwesend
war", und falls ja, ob sich diese "auch immer auf Ballhöhe befunden hat" -
schließlich seien für Riess-Passer zwei Tore absolut korrekt gewesen. Abseits
etwaiger schiedsrichterlicher Kompetenzen der Vizekanzlerin sei für Maier
jedoch entscheidend, dass Riess-Passer als ressortzuständige Ministerin sich
hinter die ohnehin ohne Lobby dastehenden Schiedsrichter stelle. Völlig
untragbar sei es, dass die FPÖ den Sport dazu benutze, parteipolitisches
Kleingeld zu lukrieren, so der Abgeordnete abschließend.
Die Fragen im Wortlaut:
1. Wie beurteilen Sie als Justizminister die Aberkennung des 1. Tores des FC
Kärnten gegen Austria Wien wegen Abseits?
2. Wie beurteilen Sie als Justizminister die Aberkennung des 2. Tores des FC
Kärnten gegen Austria Wien wegen Abseits?
3. Wie beurteilen Sie als Justizminister die Aberkennung des 3. Tores des FC
Kärnten gegen Austria Wien wegen Abseits?
4. Ist Ihnen bekannt, welches Tor oder eben Nicht-Tor (1, 2 oder 3) die Frau
Vizekanzlerin als rechtmäßig wegen Abseits aberkannt ansieht?
5. Ist Ihnen als Bundesminister für Justiz bekannt, ob die Frau Vizekanzlerin
das gesamte Spiel anwesend war? Wenn ja, war sie auch immer auf Ballhöhe?
6. Welche rechtliche Qualifikation kommt der Aussage der Vizekanzlerin und
Sportministerin zu, dass zwei Tore, die "absolut in Ordnung gewesen sind",
nicht gegeben wurden? Muss dieses Spiel deswegen wiederholt werden? Kommt
dieser Aussage eine Bindungswirkung gegenüber den Gremien des ÖFB zu?
7. Wie lautet § 111 StGB?
8. Wie hat sich die Rechtsprechung zu diesem Paragraph in den letzten zehn
Jahren entwickelt? Welche höchstgerichtlichen Entscheidungen gibt es zu § 111
StGB? Welche Tendenz lässt sich hinsichtlich der Rechtsprechung dabei
herauslesen?
9. Geht die bisherige Judikatur davon aus, dass die Bezeichnung einer kleinen
Gruppe, deren Erkennbarkeit nicht zuletzt durch die Sportkleidung zweifelsfrei
gegeben ist, als "käufliche Ganoven" unter § 111 StGB fällt?
10. War diese Zitataussage des Kärntner Landeshauptmanns Dr.
Haider durch das Recht auf "freie Meinungsäußerung" gedeckt?
11. Kann allenfalls die Äußerung des Landeshauptmannes von
Kärnten am Parteitag der Kärntner FPÖ als "milieubedingte Unmutsäußerung" i.S.
des StGB bzw. der Rechtssprechung qualifiziert werden?
12. Sind "rauhere Umgangsformen im Fußball" - so die
Rechtfertigung der Sportministerin Riess-Passer in ihrer Wortmeldung - durch
das StGB und die Rechtssprechung gedeckt? Sind bei Fußballschiedsrichtern die
Grenzen zulässiger Kritik weiter gesteckt als bei anderen Privatpersonen?
13. Wenn nein, beabsichtigen Sie eine Reform der §§ 111 ff StGB?
14. Sind aus Sicht des Bundesministeriums für Justiz für
Betroffene (dies sind u.a. Bundesliga-Schiedsrichter) die Voraussetzungen für
eine Privatanklage gegeben?
15. Welche Maßnahmen wurden bislang durch das Justizministerium -
in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union - zur Bekämpfung
des Rowdytums und der Gewalt auf Fußballplätzen gesetzt?
16. Welche Haltung nehmen Sie selbst als Fußballfreund und
Anhänger von Admira Mödling zu den Aussagen des Landeshauptmanns von Kärnten
Dr. Jörg Haider und der Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer ein?

Physiker schauen Kickern auf die Beine
In England fallen alle 30 Jahre zehn Tore in einem Spiel
Physiker der Universität Warwick
http://www.warwick.ac.uk
haben die Torergebnisse von rund 100.000 Fußballspielen in über 150 Ländern
unter die Lupe genommen. Die Forschungsgruppe um John Greenhough unterzog dabei
die Anzahl der Tore der englischen Topligen einer statistischen Analyse. Das
Ergebnis zeigte, dass in den englischen Ligen durchschnittlich nur einmal in 30
Jahren im Laufe eines Matches mehr als zehn Tore geschossen werden. Auf
physikalischer Ebene bedeutet dies, dass die statistische Verteilung der Tore
nur dann einer Poisson-Verteilung oder einer negativen Binominalverteilung
folgt, wenn nicht beide Teams jeweils mehr als sechs Tore schießen bzw. während
eines Spiel nicht mehr als neun Bälle den Weg ins Tor finden, wie physicsweb
http://physicsweb.org des
Instituts of Physics
http://www.iop.org berichtet.
Greenhough und seine Kollegen haben die Verteilungsfunktionen der
statistischen Physik auf 13.000 Fußballspiele der englischen Topligen zwischen
den Jahren 1970 und 2001 angewandt. Zusätzlich analysierten sie mehr als 135.000
Spiele in 169 Ländern seit 1999. Wirft man einen Blick auf die Landestopligen
weltweit, gibt es nur einmal in 300 Spielen ein Match mit mehr als zehn Toren.
Im Vergleich von englischen Matches kann bei Spielen weltweit nur dann eine
Poisson- oder eine negative Binominalverteilung angenommen werden, wenn nicht zu
viele Tore fallen. Dann muss auf die Extremstatistik zurückgegriffen werden, die
für seltene Vorfälle in verschiedenen Wissenschaftsbereichen angewandt wird.
Die Poisson-Verteilung beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass in einem
bestimmten Zeitabschnitt eine gegebene Anzahl von Ereignissen stattfindet.

Fußball pur bei ran
Neuer Sendetermin ab Samstag
Das nach einem Quotentief von 20.15 Uhr auf 19 Uhr vorverlegte
Fußball-Magazin "ran" will sich künftig auf seinen Kernbereich konzentrieren und
Fußball pur zeigen. Am Samstag startet die auf 75 Minuten gekürzte Sendung, die
künftig ohne Publikum und Studiogäste auskommen soll. Das Gewinnspiel soll
ebenfalls stark gekürzt werden. Zudem wird Frontmann Jörg Wontorra alle drei
Wochen selbst ein Spiel kommentieren. Für die Moderation im Studio ist dann
Oliver Welke verantwortlich.
Beendet wurde das Experiment ran um 20.15 Uhr nach einer Quotentalfahrt. (pte
berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010813032 ) Die Zahl der Zuseher sank
von 2,22 Mio. auf 2,05 und schließlich 1,68 Mio. Nach dem dritten Spieltag
beschloss die Kirch-Gruppe
http://www.kirchgruppe.de als Rechteinhaber und Mehrheitsgesellschafter von
SAT.1 http://www.sat1.de das
Magazin früher auszustrahlen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) verkündete
schließlich die Vorverlegung ab dem fünften Spieltag. In der vergangenen Saison
zählte ran durchschnittlich 4,98 Mio. Zuschauer. Das bisher beste Ergebnis
schaffte das Fußball-Magazin in der Saison 1995/96 mit einem Schnitt von 6,83
Mio. Zuschauern pro Sendung.
Auswirkungen wird der neue Sendeplatz auch auf die ARD
http://www.ard.de haben. Nach
endlosen Streitereien über die Verwendung von Bildmaterial gilt jetzt wieder der
alte Vertrag. (pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010810013 ) Das bedeutet, dass die ARD
für ihre Nachrichtensendung von den sieben am Samstag stattfindenden Spielen
drei auswählen kann. Die Berichte dürfen dabei jeweils 90 Sekunden lang sein.

Die Bundesliga-Site boomt.
Am 3.9. Live-Chat mit Schneckerl !
Die soeben neu gerelaunchte Website der Österreichischen Fußball Bundesliga
bricht alle Rekorde. Die neuen Tools wie zum Beispiel der aktuelle Audio
Kommentar der Runde, die Slide-Show oder das stark verbesserte Live-Tool
(Direktübertragungen der Spiele der max-Bundesliga und der Ersten Division)
zieht die User an wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. An Spitzentagen
verzeichnete die Site seit dem Saisonstart (z.B. beim Derby Austria - Rapid)
schon knapp 10.000 User mit 163.000 PageImpressions! Und das macht sich auch
deutlich im Community Bereich bemerkbar. Das Forum ist zum frequentierten
Treffpunkt österreichischer Fußball-Fans jeder Vereinsfarbe geworden; und sie
posten an Spieltagen zwischen 50 und 100 Einträge. Insgesamt wurden in knapp 7
Wochen 4.000 Neuregistrierungen in der User-Datenbank verzeichnet.
Und Neues gibt es auch im Chat Bereich. Am kommenden Montag den 3. September
findet zwischen 12 - 14 Uhr ein Live-Chat mit Herbert "Schneckerl" Prohaska
statt! Themen gibt es in Hinblick auf die spannende Meisterschaft der
max-Bundesliga und der Ersten Division und die laufenden
Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiele ja genügend

UK-Fußball bald live im Netz
Clubs wollen sich von Fernsehsendern unabhängig machen
Fußball-Clubs der "Premier League" in Großbritannien wollen künftig die
Spiele auf ihren Websites und eigenen TV-Kanälen übertragen. Das berichtet BBC
Online http://news.bbc.co.uk am
Donnerstag. Die exklusiven Übertragungsrechte der Fernsehsender laufen am
kommenden Montag aus. Die 20 Klubs wollen sich nun die Rechte sichern, Spiele
auf ihren Seiten selbst zu zeigen. Bisher konnten sie nur Archivmaterial auf den
Webseiten präsentieren, nun sollen die Fans den Ball live im Netz rollen sehen.
Der Londoner Club Arsenal
http://www.arseweb.com plant laut BBC, seinen Fans 13 Pfund (rund 40 Mark)
für drei Monate Fußball im Netz abzuverlangen. Ähnliches überlegen Manchester
United http://www.manutd.com
und FC Liverpool. Liverpool
http://www.fcliverpool.co.uk/liverpool/index.cfm teilte mit, einen Deal mit
der Web Broadcasting Company Servecast
http://www.servecast.com
abgeschlossen zu haben, um auf sieben Kanälen Spiele und Interviews zu zeigen.
Das Publikum wird zunächst trotzdem exklusiv bleiben, denn wie in Deutschland
haben die wenigsten Menschen auf der Insel eine Breitband-Kabel-Verbindung. Die
Verantwortlichen hoffen aber auch auf Zuschauer in Übersee. Zudem zeigte eine
Studie der Firma Segue Systems
http://www.seguedata.com , dass die Seiten der Klubs bisher viel zu langsam
sind, um die Fans bei der Stange zu halten. So brauchte die Homepage des Derby
County Clubs sechs Minuten, um sich aufzubauen.
Die Deutsche Bundesliga (DFL)
http://www.bundesliga.de bietet auf ihrer Seite derzeit nur die
Live-Radio-Übertragung von Spielen an. Ab 2004, wenn der Vertrag mit
Rechteinhaber Kirch ausläuft, könne es aber möglich sein, dass man ebenfalls
über einen eigenen TV-Kanal nachdenkt, sagte DFL-Sprecher Tom Bender gegenüber
pressetext.deutschland. Auch eine Web-Übertragung sei in Betracht zu ziehen. Die
Frage sei nur, ob das der DFL auch könne und wolle, so Bender weiter.
Probleme mit geeigneten Fußball-Sendeplätzen gibt es nicht nur in
Deutschland. Der britische Sender ITV hatte am vergangenen Samstagabend das
erste Mal zur Prime-Time Fußball gezeigt, wurde aber von der BBC-Show "The
Weakest Link" quotenmäßig geschlagen. 6,7 Mio. Zuschauer wollten die Show mit
der "giftzüngigen" Moderatorin Anne Robinson sehen, das Match jedoch nur 4,3
Mio. Engländer. ITV soll 183 Mio. Pfund in die Rechte investiert haben.

DFL beschließt Verlegung von ran auf 19 Uhr
SAT.1 Fußballschau dauert nur noch 75 Minuten
Die SAT.1 Fußballshow ran
http://www.sport1.de beginnt künftig um 19 Uhr. Der Präsidialausschuss der
Deutschen Fußball Liga (DFL) hat am Montag auf seiner außerordentlichen Sitzung
beschlossen, die Sendung von 20.15 Uhr um 75 Minuten vorzuverlegen. Zusammen mit
dem TV-Partner Kirch-Gruppe
http://www.kirchgruppe.de vereinbarte die DFL, die Sendezeit auf 75 Minuten
zu verkürzen.
Bei der Fußballshow soll nunmehr die sportliche Berichterstattung im
Vordergrund stehen. Die Kirch-Gruppe wird weiterhin eine
Mindestberichterstattung von sechs Minuten pro Spiel gewährleisten. Der
Verlegung der Sendezeit stimmte auch der Deutsche Fußball-Bund zu. Sie tritt ab
dem fünften Spieltag der Bundesliga in Kraft und gilt zunächst bis zum Ende der
laufenden Saison.
In einer Umfrage des Forsa-Instituts hatte sich eine relative Mehrheit von 31
Prozent dafür ausgesprochen, dass ran bereits um 18 Uhr beginnt. 27 Prozent der
Befragten favorisierten einen Beginn der Sendung um 18.30 Uhr, zwölf Prozent
wünschten sich einen Beginn der Sendung um 19 Uhr (Siehe auch pte-Meldung
http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=010817033 ).
Im Streit über die Bundesliga-Kurzberichterstattung in der Tagesschau hatten
ARD http://www.ard.de und die
Kirch-Gruppe am 10. August einen Kompromiss erzielt. Danach darf das Erste
samstags in der Tagesschau über zwei Spiele in einer Gesamtlänge von 90 Sekunden
berichten (Siehe auch pte-Meldung
http://www.pressetext.at/show.pl.cgi?pta=010810059 ).

Premiere auch weiterhin mit max.Bundesliga
Einigung über Drei-Jahresvertrag mit ISPR
Der Abosender Premiere World http://www.premiereworld.at
wird auch in den kommenden drei Jahren wöchentlich ein Spiel der max.-Fußballbundesliga
übertragen. Das Pay TV-Programm teilte heute, Mittwoch, mit, dass mit der
Sportagentur ISPR http://www.ispr.de
- exklusiver Vermarkter der TV-Rechte für die Bundesliga - eine Einigung über
die Verlängerung des bestehenden Vertrages erzielt werden konnte. Über die
finanziellen Details wurde nichts bekannt.
Premiere wird ab 10 Juli weiterhin eine Begegnung pro Spieltag live übertragen.
Die Termine wurden jeweils auf Samstag, 17 Uhr, sowie für die
"Englischen Wochen" auf Dienstag, 19.15 Uhr, festgelegt. Premiere überträgt
neben der max.Bundesliga die gesamte Deutsche Bundesliga sowie die Top-Spiele
der italienischen, spanischen und englischen Ligen.
