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Rauch-Kallat: Keine rechtswidrigen
Beschäftigungsverbote für Frauen!
"Der EuGH hat keine rechtswidrigen Beschäftigungsverbote für Frauen
im Bergbau festgestellt", stellte, heute, Mittwoch, Frauenministerin Maria
Rauch-Kallat klar. Da Österreich durch internationale Übereinkommen noch
verpflichtet sei, Beschäftigungsverbote und -beschränkungen von
Bergwerksarbeit für Frauen aufrecht zu erhalten, habe der EuGH die Klage der
europäischen Kommission diesbezüglich abgewiesen.
Österreich sei zwar wegen des Verbotes der Beschäftigung von Frauen mit
bestimmten Arbeiten in Druckluft und als Taucherinnen verurteilt worden,
diese Ungleichbehandlung von Frauen und Männern sei mittlerweile aber durch
eine entsprechende Novelle der Druckluft- und Taucherarbeiten-Verordnung
behoben worden. Diese Novelle sei bereits vergangen Sommer beschlossen
worden und im November 2004 in Kraft getreten.

Karrierestrategien für
Frauen
Donau-Universität Krems bereitet Frauen auf
internationale Karrieren vor
Für Frauen, die ihre internationalen
Karrierechancen verbessern und die damit verbundenen Anforderungen
souverän meistern wollen, bietet die Donau-Universität Krems vom 12.
bis 15. Mai das Seminar "Frauen in internationalen Organisationen"
an. Die Veranstaltung richtet sich an angehende weibliche
Führungskräfte in international ausgerichteten Unternehmen und
Organisationen und zeigt Strategien zur Bewältigung
frauenspezifischer Herausforderungen in einem zunächst fremden
kulturellen Kontext auf. International anerkannte Expertinnen planen
mit den Teilnehmerinnen konkrete Schritte für die Entwicklung der
eigenen Karriere und gehen auf die Frage der "Work-Life-Balance" in
einem internationalen Arbeitsumfeld ein. Die Themen
Geschlechterrollen in verschiedenen Kulturen, Frauen und Macht,
Sprache und Geschlecht sind dabei ebenso Schwerpunkte wie das
praxisorientierte Training zu interkultureller Kommunikation und die
Stärkung von Schlüsselqualifikationen für internationale
Führungsaufgaben.
Laut einer Studie der International Labour Organization (ILO) sind
weniger als 20 Prozent aller Führungskräfte in Industriestaaten
weiblich, nur sieben Prozent der Ministerposten weltweit sind mit
Frauen besetzt. "Frauen, die in einem internationalen Umfeld
arbeiten, stehen meist einer doppelten Herausforderung gegenüber:
Einerseits sind kulturelle Unterschiede zu überbrücken, andererseits
müssen sie ihre Zielvorstellungen in einer von Männern dominierten
Umgebung umsetzen", bringt Dr. Christiane Hartnack, stellvertretende
Leiterin der Abteilung für Kulturwissenschaften der
Donau-Universität Krems, die Problematik auf den Punkt. Das Seminar
bietet Frauen, die eine internationale Karriere anstreben,
entsprechendes "Empowerment".
Nähere Informationen zum Workshop sind unter www.donau-uni.ac.at/kultur/frauenkarrieren
abrufbar.
Workshop "Frauen in internationalen Organisationen"
12. bis 15. Mai 2005
Donau-Universität Krems
Teilnahmegebühr: 1.200 EUR
Information und Anmeldung:
Sandra Lagler (Organisation), Abteilung für Kulturwissenschaften,
Donau-Universität Krems, Mail:
sandra.lagler@donau-uni.ac.at,
Tel.: 02732 893-2568. |

Weltgewerkschaftskongress: "Power für
die Frauen"
"Die nationalen und internationalen Gewerkschaften müssen in Zukunft
die Erfahrungen, das Wissen und die Kraft der Frauen noch besser nutzen.
Daher muss es in allen Gremien, Ausschüssen und Arbeitsgruppen des
Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften eine ausgewogene
Zusammensetzung von Männern und Frauen geben." Mit dieser Forderung richtete
sich Johanna Skuk, stv. Frauenvorsitzende des ÖGB und Mitglied des
Präsidiums der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten in ihrer
Rede an die Delegierten des 18. weltweiten Kongresses des Internationalen
Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG) in Miyazaki, Japan.
Skuk wies darauf hin, dass Frauen weltweit 40 Prozent der Erwerbstätigen
stellen, aber durchschnittlich 30 bis 40 Prozent weniger Einkommen als
Männer beziehen. Frauen sind weiters besonders betroffen von
Arbeitslosigkeit, sexueller Belästigung und Ausbeutung. Frauen stellen rund
80 Prozent der 50 Millionen Beschäftigten in den Freien Exportzonen, die von
menschenverachtenden Arbeitsbedingungen und Bekämpfung von Gewerkschaften
geprägt sind. Frauen bilden zudem die Mehrheit der Beschäftigten in
atypischen und prekären Beschäftigungsverhältnissen. Skuk: "Wir müssen uns
dieser vielfältigen Diskriminierungen ständig bewusst sein und unermüdlich
dagegen ankämpfen."
Dafür sei eine Stärkung der Frauenvertretung in den
Gewerkschaftsstrukturen notwendig. "Gewerkschaften können es sich nicht
leisten auf die Erfahrung, das Wissen und die Kraft der Frauen in der
ArbeitnehmerInnen-Interessenvertretung zu verzichten", erklärte Skuk.

GPA-Frauen: Gewalt an Frauen findet
auch am Arbeitsplatz statt
"Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist eine Form der Gewalt, die
vor allem Frauen betrifft. Es zeigt sich, dass sie zum beruflichen Alltag
gehört und trotzdem in unserer Gesellschaft nach wie vor Tabuthema ist", so
die Bundesfrauensekretärin der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA),
Sandra Frauenberger, anlässlich der heute am Internationalen Tag gegen
Gewalt beginnenden Sensibilisierungskampagne "16 Tage gegen Gewalt an
Frauen". Zur Vorbeugung und zum Abbau von sexueller Belästigung sowie zur
Förderung friedlicher Konfliktbereinigung hat die GPA nun eine
Musterbetriebsvereinbarung vorgelegt.++++
"Unter sexueller Belästigung ist weit mehr zu verstehen als gängig mit
diesem Begriff in Verbindung gebracht wird. Sie beginnt nicht erst bei
körperlichen Übergriffen bzw. unerwünschten körperlichen Kontakten.
Anzügliche ‚Witze' oder Äußerungen am Arbeitsplatz, das Mitbringen oder das
Verbreiten pornografischer Materialien, z.B. durch e-Mails oder in Form von
Bildschirmschonern gehört genauso dazu, wie etwa anzügliche Bemerkungen über
Figur und sexuelles Verhalten im Privatleben und hinterher pfeifen", erklärt
Frauenberger. Wie sehr das Thema sexuelle Belästigung tabuisiert werde,
zeige sich schon dadurch, dass es keine aussagekräftigen Statistiken über
deren Häufigkeit gibt.
Die nun von der GPA vorgelegt Musterbetriebsvereinbarung geht von
folgenden Grundsätzen aus: Sexuelle Belästigung störe schwer wiegend den
Arbeitsfrieden, sei ein Verstoß gegen die Menschenwürde und beeinträchtige
nicht selten die Gesundheit der betroffenen Personen. Es sei die
Verantwortung des Arbeitgebers, durch geeignete Maßnahmen ein Betriebsklima
sicherzustellen, in dem sexuelle Belästigung keinen Platz habe. Dazu gehören
präventive Maßnahmen, entsprechende Sensibilisierung der Beschäftigten,
Schulung der Führungskräfte, der Schutz betroffener Personen sowie auch
involvierter Dritter. Im Rahmen der Fürsorgepflicht seien auch sämtliche
Vorgesetzten, leitenden Angestellten und Führungskräfte verpflichtet, bei
Vorfällen von sexueller Belästigung geeignete Maßnahmen zu setzen und der
Betroffenen Unterstützung anzubieten.
Gewalt an Frauen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist auch Thema
einer heute stattfindenden Podiumsdiskussion, zu der die Wiener GPA-Frauen
sowie die Wiener GPA-Jugend einlädt:
"MACHT DER GEWALT", Donnerstag, 25. November 2004, 18:30 Uhr,
Seminarzentrum Strudlhof, 1090 Wien, Strudlhofgasse 10.

Immer weniger Frauen
in der IT-Branche
Naturwissenschaften eher ein weibliches Feld
Der Anteil der Frauen in
informationstechnologischen Berufen ist in den vergangenen 20 Jahren
in den USA zurück gegangen, wie eine in dieser Woche veröffentlichte
Studie der Commission on Professionals in Science and Technology
http://www.cpst.org zeigte. Im Jahr 1983 hatten Frauen, laut der
Studie, 30,5 Prozent der Jobs als Systemanalytiker, Programmierer
und EDV-Ausbilder inne. Dieser Anteil ist im Jahr 2002 auf 27,2
Prozent zurückgegangen. Auf der anderen Seite haben Frauen heute
mehr Jobs in den Bereichen Naturwissenschaften und Ingenieurwesen
als noch vor 20 Jahren.
Die Studie steht in Zusammenhang mit anderen in den USA aufkommenden
Besorgnissen bezüglich Wissenschaften und Ingenieurswesen, wie das
der Branchendienst Cnet berichtet. Es gibt immer weniger
Einschreibungen für Informatikkurse, die Anzahl der Doktoranden in
den Wissenschaften und Ingenieurswesen ist in den vergangenen Jahren
in den Vereinigten Staaten zurückgegangen. Außerdem sei die
amerikanische Forschung nicht so mutig, wie sie sein könnte.
Laut der Studie hatten im Jahr 1983 die Frauen 44 Prozent aller Jobs
inne. Bis zum Jahr 2003 ist dieser Anteil auf 47 Prozent
angestiegen. Der Anteil der Frauen in wissenschaftlichen,
technologischen, technischen und mathematischen Berufen betrug im
Jahr 1983 16 bis 19 Prozent, je nachdem wie man solche Berufe
definiert. Im Jahr 2002 waren es bereits 23 bis 26 Prozent. Immer
mehr Frauen gibt es in naturwissenschaftlichen Berufen, besonders in
der Medizin, wo sie im Jahr 2002 mehr als die Hälfte aller Jobs
besetzten. |

Gestresste Frauen
greifen zum Alkohol
Weibliche Führungskräfte trinken mehr als
männliche
Weibliche Führungskräfte sind von Alkoholproblemen
gefährdeter als Nachwuchskräfte. Sie sind zusätzlich geneigter zu
trinken als Männer in ähnlichen Positionen. Zu diesem Ergebnis ist
eine Studie von Wissenschaftlern des University College London
http://www.ucl.ac.uk gekommen. Es wird davon ausgegangen, dass
der Konkurrenzkampf mit Männern um Führungspositionen teilweise für
dieses Phänomen verantwortlich ist. Die Ergebnisse der Studie wurden
in dem Fachmagazin Occupational Environmental Medicine
http://oem.bmjjournals.com veröffentlicht.
Rund 8.000 Regierungsmitarbeiter von 20 verschiedenen Dienststellen
in London nahmen an der Befragung teil. Die Verteilung von
Alkoholproblemen bei zehn bis zwölf Prozent der Männer war über die
Dienstgrade verteilt laut BBC
http://www.bbc.co.uk ungefähr gleich. Beim Drittel der
weiblichen Befragten zeigten sich deutliche Unterschiede. Frauen in
niedrigeren Positionen hatten weniger Alkoholprobleme als Männer mit
vergleichbaren Aufgaben. Sie holten allerdings auf und überholten
sie in höheren Diensträngen. Ältere weibliche Führungskräfte hatten
mit 14 Prozent drei Mal eher Alkoholprobleme als jene 4 Prozent der
Frauen, die in niedrigsten Positionen arbeiteten.
Die Angestellten wurden nach den Anforderungen ihrer Arbeit, dem
Ausmaß der Unterstützung im Büro und zu Hause sowie nach ihren
Einflussmöglichkeiten auf Entscheidungen befragt. Zusätzlich
erfolgte eine Bewertung auf Punktebasis bei Aufwand und Honorierung
hinsichtlich Beförderungsaussichten, Bezahlung und dem Gefühl
geschätzt zu werden. Die leitende Wissenschaftlerin Jenny Head
erklärte, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen Arbeitsstress und
Alkoholabhängigkeit erforscht werden sollte. "Es kann sein, dass der
Stress gegen die so genannte gläserne Decke anzukämpfen dafür
verantwortlich ist. Es kann auch sein, dass Frauen glauben,
gleichberechtigt konkurrieren zu müssen und daher männliche Rollen
und Verhaltensmuster annehmen. Menschen, die viel investieren und
sich nicht entsprechend geschätzt fühlen, sind einem höheren
Alkoholrisiko ausgesetzt."
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Mit frauen-branchenbuch.ch gehen Unternehmerinnen online
Verein frauen.unternehmen lanciert Internetplattform
Jetzt gibt es eine Schweizer Plattform für Unternehmerinnen. Der Verein
frauen.unternehmen hat die Internetseite frauen-branchenbuch.ch
http://www.frauenbranchenbuch.ch ins Netz gestellt. Die Site bietet
Unternehmerinnen die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen zu
präsentieren. Alle Unternehmerinnen und selbständige Berufsfrauen können sich
kostenlos eintragen lassen.
Das frauen-branchenbuch.ch ist ausserdem eine Plattform zur
Marktbeobachtung, zum fachlichen Austausch und für die schweizweite Vernetzung
von Unternehmerinnen. Es steht unter dem "Matronat" der Ständerätinnen Vreni
Spoerry und Christiane Langenberger-Jäger. Der Verein frauen.unternehmen will
damit einen Beitrag leisten zur Unterstützung von Frauenunternehmen in der
Schweiz.

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