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Calcaneus-Brüche minimal-invasiv behandeln
Knochenbruchstücke können anatomisch genau positioniert werden

Wissenschaftler der Berliner Charite http://www.charite.de/index/ haben eine Operationsmethode entwickelt, mit der bestimmte Calcaneus-Brüche (Calcaneus = Fersenbein) frei von den bisherigen Komplikationen behandelt werden können. Dabei richten die Ärzte mit Hilfe eines Arthroskops die einzelnen Knochenbruchstücke von außen durch die Haut und verschrauben sie über kleine, nur einen Zentimeter lange Schnitte. Bisher behandelten die Ärzte mit dieser Methode nur solche Calcaneus-Brüche, bei denen jeweils nicht mehr als drei Trümmer entstanden und nur ein einziges Gelenk - das zwischen Sprung- und Fersenbein - mitbetroffen war.

An insgesamt 13 Patienten mit entsprechender Verletzung konnten die Ärzte das Verfahren inzwischen erproben. Drei bis fünf Schrauben genügten, um die zersplitterten Teile anatomisch genau zu positionieren. Außerdem konnte die Gelenkoberfläche, von deren Beschaffenheit die Funktionsfähigkeit des Fußgelenks entscheidend abhängt, exakt wieder hergestellt werden. Das bewiesen computertomographische Aufnahmen vor und nach den Operationen. Zudem traten keinerlei Wundheilungsstörungen, Infektionen, Nerven- und Sehnenschädigungen oder Untergang der Knochenmasse auf. Die Patienten begannen unmittelbar nach dem Eingriff mit ersten Bewegungsübungen. Der betroffene Fuß konnte während der darauf folgenden sechs Wochen teilweise, danach wieder voll belastet werden.

Calcaneus-Brüche sind häufig die Folge von Sprüngen aus großer Höhe – dabei bricht das über dem Fersenbein (Calcaneus) liegende Sprungbein (Talus) in das Fersenbein ein. Zusätzlich werden auch fast immer die Gelenkflächen zu den angrenzenden Fußknochen deformiert. Die Heilung ist außerordentlich langwierig. Oft kann die ursprüngliche Funktion nicht wiederhergestellt werden. Das von den Berliner Wissenschaftlern entwickelte Verfahren wurde in der Fachzeitschrift "Orthopaedics Today International" vorgestellt. Es erhielt bereits zwei Preise.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:56
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