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Super-Bowl will
Nipplegate vergessen machen
Anheuser-Busch zieht Veräppelungsspot zurück
Die Firma Anheuser-Busch
http://www.anheuser-busch.com hat ihren Veräppelungsspot von
Janet Jacksons "Nipplegate-Show" beim letztjährigen Super-Bowl
zurückgezogen. Nach Beratungen mit der NFL
http://www.nfl.com
und der zuständigen Fernsehanstalt News Corp.'s Fox
http://www.newscorp.com wurde entschieden, dass es besser sei,
den Spot nicht beim Super-Bowl auszustrahlen, berichtet das
Wallstreet Journal
http://online.wsj.com .
"Warum sollen wir dieses Risiko auf uns nehmen? Es muss sich nur
eine Person beleidigt fühlen. Es gibt viele Menschen, die nicht an
diesen Zwischenfall erinnert werden wollen", so Bob Lachky,
Brandmanager bei Anheuser-Busch. Die Entscheidung, den Spot nicht
auszustrahlen, deutet darauf hin, dass Werbefachmänner ihre
Super-Bowl-Werbung für dieses Jahr etwas dämmen. Eine so große
Aufregung wie im vergangenen Jahr soll verhindert werden.
Der Veräppelungsspot spielt hinter der Bühne der letztjährigen
Halbzeitshow. Er zeigt einen Bühnenarbeiter, der eine Flasche
Budweiser Light öffnen will. Weil die Flasche zu glitschig ist,
nimmt er Janet Jacksons Outfit zur Hilfe. Dabei geschieht ihm ein
Missgeschick - das Kleidungsstück reißt. Er flickt es ungeschickt
mit Hilfe eines Klebebandes. Später verfolgt der Mann im Publikum
Janets Show. Die Zuschauer brüllen und der Stadionsprecher schreit:
"Wow, so etwas sieht man nicht alle Tage!" Produziert wurde der Spot
von der Omnicom Group.
Beim diesjährigen Super-Bowl soll es keinen Eklat geben.
Werbeproduzenten versuchen krampfhaft, die heikle Balance zwischen
lustigen und unverfänglichen Spots zu halten. Auch Hip-Hop-Musik
wurde von der Halbzeitliste gestrichen. Stattdessen tritt
Musik-Veteran Paul McCartney auf. Weil die erwarteten 90 Mio.
Zuschauer des Super-Bowls den Verulkungsspot nun nicht zu Gesicht
bekommen, will Anheuser-Busch den Spot bei einer anderen Gelegenheit
zeigen. |
Superbowl: Werber
vermeiden provokante Spots
Rekordverdächtige 2,4 Mio. Dollar für 30 Sekunden
Werbezeit
Fox Broadcasting
http://www.fox.com
hat bereits 90 Prozent seiner Werbezeit während der Übertragung
der Football-Superbowl
http://www.superbowl.com , die am 6. Februar stattfindet, zu
Rekordpreisen verkauft. Die Werber sind bereit durchschnittlich 2,4
Mio. Dollar für 30 Sekunden zu bezahlen. Wie die New York Times
berichtet, gehören zu den Sponsoren des Sportereignisses unter
anderem McDonald's, Ford, Pepsico, Sony und General Electric. Wegen
der Kritik an den anstößigen Inhalten der Werbespots, die bei der
Superbowl im vergangenen Jahr ausgestrahlt wurden, wollen die
Agenturen beim diesjährigen Superbowl-Event auf keinen Fall negativ
auffallen.
Blähende Pferde, Hunde, die in Geschlechtsteile beißen oder ein
Affe, der eine Frau umwirbt erregten vergangenes Jahr die
amerikanischen Gemüter so sehr, dass der US-Senat sogar eine
Erhöhung des Strafmaßes für die mediale Verbreitung anstößiger
Inhalte beschloss. pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040624035 Einige Werber wie
McDonald's oder General Motors wollen eine Wiederholung solcher
Beschwerden unbedingt vermeiden. David Lubars, Vorsitzender der
Werbeagentur BBDO North America, erklärt " Wenn man versucht während
des Spiels unter so zahlreichen Werbern heraus zu stechen, muss man
eine Gratwanderung schaffen. Viele haben vergangenes Jahr jedoch den
Bogen überspannt."
Der Zwischenfall der letzten Superbowl, bei dem Janet Jackson eine
Brust aus dem Korsett rutschte, könnte der New York Times zu Folge
die scharfen Reaktionen auf geschmacklose Werbeinhalte verstärkt
haben. In diesem Jahr wird statt Janet Jackson die seriösere
Sängerin Gladys Knight in einem Werbespot zu sehen sein. "Wir wollen
mit unserer Werbung unterhalten und eventuell die Menschen ein wenig
zum Tanzen bringen", so Martin Lee, Vize-Präsident bei der
Werbeagentur Olympus Imaging America. |
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