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Europas Airlines: Lage
wie vor 9/11
Internationale Luftfahrt jubelt über Zuwächse
Die europäischen Airlines haben allen Grund zum
Jubeln: die Krise seit 9/11 scheint endgültig überwunden zu sein.
Das Wachstum bei den Passagierkilometern stieg 2004 um neun Prozent,
die Passagierzahlen um immerhin 4,8 Prozent. Insgesamt konnte die
Association of European Airlines AEA
http://www.aea.be
mehr als 307 Mio. Passagiere zählen, rund 209 Mio. waren auf
internationalen Routen unterwegs, berichtet der Branchendienst Focus
on Travel News
http://www.ftnnews.com .
Die Passagierzahlen haben damit erstmals wieder jene Werte erreicht,
die auf dem Niveau vor dem 9/11 lagen. Die großen Bremser der
vergangenen Jahre waren neben dem Terroranschlag in New York auch
die SARS-Epidemie und der Krieg im Irak. Grund für das Wachstum war
vor allem der Anstieg auf den Verbindungen von Europa nach Fernost.
Genau jene Destinationen wurden von SARS am schwersten getroffen.
Die AEA meldete einen Anstieg nach Fernost von 19,2 Prozent. Zu den
großen Gewinnern zählten auch Destinationen in Nordafrika und im
Nahen Osten. Dort betrug das Wachstum 15 Prozent. Auch die
Verbindungen nach Nordamerika stiegen um 7,2 Prozent. Am
schwächsten, nämlich mit nur 5,7 Prozent Wachstum, hat der
innereuropäische Markt abgeschnitten.
Nach Angaben der AEA ist 2004 das erste Jahr seit 1998, in dem die
europäischen Airlines zumindest kleine Profite schreiben. Geschätzte
900 Mio. Dollar werden diese betragen. Hohe Treibstoffpreise haben
das Wachstum etwas gedämpft.
Auch global betrachtet war 2004 ein erfolgreiches Flugreisejahr, wie
die International Air Transport Association IATA
http://www.iata.org
mitteilt. Im Vergleich zu 2003 stieg der globale
Passagierverkehr um 15,3 Prozent, der Frachtverkehr um 13,4 Prozent.
Alle Regionen verzeichneten zweistellige Wachstumszahlen.
Spitzenreiter war Naher Osten und Asien-Pazifik mit 24,8 Prozent,
dabei ein Passagieranstieg von 20,5 Prozent. Gesamt betrachtet
endete 2004 aber mit einem Verlust von 4,8 Mrd. Dollar. Nach
IATA-Angaben wird der Markt bis 2008 um etwa sechs Prozent jährlich
anwachsen. Teuer zu stehen kommen den Airlines auch die
Navigationssysteme. Seit 1999 sind die Kosten dafür um 9,4 Prozent
auf mehr als acht Mrd. Dollar gestiegen. Bei einem Ölpreis von 34
Dollar pro Barrel könnte sich 2005 ein Profit von 1,2 Mrd. Dollar
ausgehen. Indessen kämpfen die Fluggesellschaften darum die
Effizienz der Flugzeuge zu steigern und weiter Treibstoff zu sparen.
Moderne Flugzeuge wie der Airbus A340-600 verbrauchen pro Passagier
nur 3,6 Liter pro 100 Kilometer. (pte berichtete
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=031215055 ). |

Mit bestprice.click zum günstigsten
Flugtarif
"Mit dem neuen Tool "bestprice.click - Der schnellste
Weg zum redticket Austrian Bestpreis" bieten wir Kunden die Möglichkeit mit
einem Mausklick einfach und bequem aus unserem breiten Angebot nach den
günstigsten Flugtarifen zu suchen. Der Kunde kann ab nun auch nach unseren
redticket - Rückflug inklusive Spezialangeboten und den günstigsten
Langstrecken-Angeboten suchen und nachsehen, an welchen Tagen und Zeiten der
jeweils günstigste Flugtarif verfügbar ist. Damit bauen wir unsere
Kundenorientierung auch am Web prominent aus!" erklärt Marketingvorstand Dr.
Josef E. Burger zu dem neuen Internet-Feature.
Die Austrian Airlines Group erweitert Ihre Services im Internet um eine
neue Funktion und macht so das Flugbuchen noch bequemer: Ab 1. Februar 2005
geht auf der Website der Austrian Airlines (www.aua.com)
zusätzlich zu den bestehenden Services eine weitere sehr benutzerfreundliche
Kundenanwendung für Flugbuchungen über das Internet online. Dabei wird dem
Kunden bei der Buchung eines Flugtickets über das Internet nicht nur der
Tarif für den gewünschten Termin, sondern der jeweils günstigste Tarif
innerhalb eines Gesamtzeitraumes von 21 Tagen angezeigt (jeweils für eine
Periode von 10 Tagen vor und nach dem gewünschten Flugdatum). Im Rahmen
dieses neuen Services werden alle Austrian Flüge (mit einer OS-Nummer)
angezeigt.
Mit nur einem Klick sieht der Kunde mit dieser neuen Funktion sofort das
günstigste Preisangebot für die gewünschte Strecke und kann so flexibel auf
die vorhandenen Möglichkeiten reagieren. Auf Grund der angezeigten Angebote
kann er entscheiden, ob er den günstigsten Tarif an seinem Wunschtermin,
oder einen anderen Termin, an dem der Flug zu einem noch günstigeren Tarif
angeboten wird, bevorzugt. Wenn er sich entschieden hat, genügt ein weiterer
Klick, um den gewünschten Flug sofort zu buchen.

Virgin Boss kündigt
All-Flüge an
Erstflug in weniger als drei Jahren geplant
In weniger als drei Jahren werden die ersten
dreieinhalbstündigen Ausflüge ins All starten. Das hat Virgin-Boss
Richard Branson BBC
http://news.bbc.co.uk mitgeteilt. Anmeldungen zum Trip ins All
gibt es bereits genügend: 13.500 potenzielle Kunden gibt es, die
bereit sind, die Kosten von 190.000 US-Dollar im "Virgin Galactic
Spaceliner"
http://www.virgingalactic.com zu zahlen. Branson hat den Auftrag
erteilt, fünf Spaceliners in Serie herzustellen.
Insgesamt bietet das Raumschiff fünf Passagieren Platz. Ehe die
Passagiere sich auf den Weg ins All machen, müssen sie im "Space
Camp" in der Mojave-Wüste drei bis vier Tage Training absolvieren,
um sich auf die Schwerelosigkeit einzustellen, die beim hundert
Kilometer hohen Flug über die Erdoberfläche auftritt. Branson hat
nachdem SpaceShipOne von Mojave Ventures den X-Prize
http://www.xprize.org gewonnen hatte, einen 20 Mio. Euro Vertrag
zur Fortsetzung des Projekts unterzeichnet. (pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041004045 ) Mojave Ventures
wurde von Microsoft-Mitbegründer Paul Allen und dem Flugpionier
Burton Rutan ins Leben gerufen.
Nach dem Training sollen die Passagiere mit dem Mutterschiff "Eve"
in die Lüfte steigen, ehe das Raumschiff mit dreifacher
Schallgeschwindigkeit sich davon trennt und weiterfliegt. "Nach dem
Allausflug verwandelt sich das Raumschiff in einen riesigen
Federball und tritt so sicher in die Erdatmosphäre ein", erklärt
Branson. Anders als bei den NASA-Raumschiffen entstehe dabei
wesentlich weniger Hitze. Das mache einen Flug wesentlich sicherer,
zeigt sich Branson überzeugt. Dass ein Restrisiko bestehen bleibe,
sei logisch, denn jede Pioniertat sei damit verbunden.
Richard Branson wird gemeinsam mit seinen Eltern und seinen beiden
Kindern den Jungfernflug im "Virgin Galactic Spaceliner" bestreiten. |

Billigflieger fälscht
Statistiken
Ryanair im Clinch mit Werbeaufsichtsbehörde
Die Billigairline Ryanair
http://www.ryanair.com muss ihre jüngste Werbekampagne, in der
sie behauptet, besser als der britische Konkurrenzflieger Easyjet
http://www.easyjet.com zu sein, wieder zurückziehen. Die irische
Fluglinie wird somit zum sechsten Mal in diesem Jahr von der
britischen Werbeaufsichtsbehörde Advertising Standards Authority (ASA)
http://www.asa.org.uk abgemahnt. In der jüngsten Werbebotschaft
gibt Ryanair vor billiger und pünktlicher zu sein sowie mehr
Passagiere zu befördern als Easyjet.
Bei der letzten Werbekampagne, die von der ASA zensiert worden ist,
handelte es sich um eine Zeitungsannonce, in der Ryanair eine
Pünktlichkeitsstatistik der Association of European Airlines (AEA)
http://www.aea.be
fälschte. In der Statistik übertraf Ryanair angeblich den
Konkurrenten Easyjet an Pünktlichkeit. Easyjet legte bei der ASA
Beschwerde ein. Die Flugbehörde AEA gab bekannt, dass weder Ryanair
noch Easyjet Mitglieder der Organisation sind. Aus diesem Grund
existieren auch keine Statistiken über die Pünktlichkeit der zwei
Billigflieger.
Kritik übte die ASA des weiteren an der irreführenden Behauptung,
das Ryanair mit den Flughäfen Girona und Reus Barcelona anfliege, da
beide Orte knapp 100 km von der katalanischen Hauptstadt entfernt
liegen. In einer anderen Anzeige erregte Ryanair Prinz Charles'
Unmut, von dem in einer Werbung ein Foto ohne dessen Einverständnis
verwendet wurde. Weitere anzügliche Werbekampagnen, mit Abbildungen
von spärlich bekleideten Frauen, wurden ebenfalls in diesem Jahr von
der ASA zensiert. |

Medizinisches Team der Tyrol Air
Ambulance unterwegs nach Phuket
Ein medizinisches Team der Tyrol Air Ambulance ist auf dem Weg nach
Phuket um sich einen Überblick über mehrere Patienten, die in verschiedenen
Krankenhäusern liegen, zu machen. Die Situation ist in Phuket derzeit sehr
verworren, sodass seitens der lokalen Krankenhäuser keine gesicherten
Informationen über Patienten zu erhalten sind. Auch werden laufend neue
Fälle gemeldet.
Tyrol Air Ambulance plant derzeit zwei der schwerer verletzten Patienten
auf schnellstem Weg nach Singapur zu verlegen, um ihnen dort die beste
medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Die Entscheidung über Rückflüge
nach Österreich wird nach genauer Bestandsaufnahme getroffen.
Das medizinische Team der Tyrol Air Ambulance steht unter der Leitung des
medizinischen Leiters Dr. Michael Wirnsperger.

SAS Adventskalender -
24 Tage die besten Angebote
Ab 1. Dez. täglich neue attraktive Flugziele im
Online-Adventskalender buchen
Leichtes Schneetreiben verbreitet Adventstimmung
bei allen Besuchern, die auf der SAS-Homepage www.flysas.com den
Link "SAS-Adventskalender" anklicken.
Dort beginnt am 1. Dezember wieder das spannende Türchen-Öffnen bis
zum Heiligen Abend: An jedem Tag verbirgt sich ab 8 Uhr morgens
hinter den Online-Türchen ein neues Flugziel aus dem Streckennetz
von SAS Scandinavian Airlines in Europa, Asien und in den USA, das
zum günstigen Preis für 24 Stunden gebucht werden kann.
"Unsere Flug-Spezialpreise im SAS-Adventskalender bieten sich damit
zweifellos als verlockende und konkurrenzfähige Weihnachtsgeschenke
an," sagt Magnus Zetterberg, General Manager von SAS Schweiz.
Reisezeitraum für die Flüge aus dem Adventskalender ist vom 1.
Januar bis 25. März 2005.
Buchungen im Adventskalender sind auf der Website www.flysas.com
möglich.
Der Weg dahin ist einfach: Zuerst auf der Startseite im Feld "Select
Country of Residence" das Wort "Switzerland" anklicken, und sich
dann unter dem Link "SAS-Adventskalender" mittels Eingabe von Namen
und E-mail-Adresse als legitimierter Türchen-Öffner registrieren
lassen.
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Fluglinie Virgin wirbt in
Softporno-Manier
Zweideutiger Humor soll gebildete Business-Kunden bei
Laune halten
Die Fluglinie Virgin Atlantic Airways
http://www.virgin-atlantic.com von Richard Branson wirbt in
Softporno-Marnier für Langstreckenflüge. Ein TV-Spot mit einer Länge von
zehn Minuten promotet die "Upper Class Suite" von Virgin Atlantic für
die Flüge zwischen London und New York. Trotz fehlender Darstellung von
nackter Haut und extrem profanen Inhalten geizen die Spots nicht mit
Zweideutigkeit. Der Spot ist betitelt mit "Suite & Innocence" und die
Charaktere heißen "Miles High", "Big Ben" und "Summer Turbulence",
berichtet die New York Times.
Die Produktion der Parodie kostete fast eine Mio. Dollar und ist Teil
der ironischen Kampagne "Go Jet Set, Go!". Für die Umsetzung zeichnete
die US-Agentur Crispin Porter & Bogusty verantwortlich. In den Dialogen
ist u.a von "your first time" und "several inches more" die Rede. In den
Flugzeugen von Virgin Atlantic wird zusätzlich ein Magazin mit dem Titel
"Jetrosexual" aufgelegt.
Ausgestrahlt wird der Spot ab dieser Woche bis zum Ende dieses Jahres in
der Erotik-Programmen der Pay-TVs in Hotels. Der Spot ist Teil aktueller
Bemühungen von Werbern, neben traditionellen TV-Spots und
Direct-Mailings viel beschäftigte Konsumenten auf unkonventionellen
Wegen zu erreichen. Ein Sprecher von Virgin Atlantic beschreibt diese
neue Kampagne als Teil der "Brand-DNA des Unternehmens", die die
vielfältige Eigenschaften von Richard Branson widerspiegelt. Die
Zielgruppe würde den Spot durchaus nicht missverstehen und sich aufgrund
des höheren Bildungsniveaus nicht angegriffen fühlen.
Virgin Atlantic ist nicht das erste Unternehmen, das sich selbst in
Pornographie-Gefilde wagt. Seit dem Hollywood-Streifen "Boogie-Nights"
aus dem Jahre 1997 schlüpft die Sex-Industrie zusehends in den
Mainstream der Popkultur. In einer anderen Kampagne für den
Sportartikelhersteller Pony wurden bereits die Pornodarstellerin Jenna
Jameson und andere aus dem Genre gefeatured.
In Großbritannien hat dieser zweideutige Humor eine lange Tradition und
geht auf den Künstler Donald McGill zurück, der zwischen 1904 und 1962
humoristische Postkarten im britischen Badeort Brighton verkaufte. Im
Spot von Virgin Atlantic führte der britische Komiker Harry Enfield
Regie und setzte Zweideutigkeiten richtig in Szene.
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Neu: Ab
Berlin-Schönefeld nach München, Paris und Mailand für nur 33 Euro
BerlinJet
bietet ab sofort wieder Billigflüge an
Gute
Nachrichten für alle reisefreudigen Berliner: Ab 10. Februar bietet BerlinJet
Billigflüge vom Flughafen Schönefeld nach München, Mailand-Malpensa und
Paris-Beauvais an. Oneway-Tickets können ab sofort für einen Preis von 33 Euro
plus Steuern und Gebühren gebucht werden.
Zum Einsatz kommt ein modernes Flugzeug vom Typ MD-83 mit 167 Sitzplätzen, das
von der isländischen MD Airlines geleast worden ist.
Das Produkt von BerlinJet richtet sich sowohl an Privat- als auch
Geschäftsreisende. Im Gegensatz zu anderen "No-Frills"-Unternehmen werden an
Bord eine Business- und eine Economy-Class inkl. Bordservice angeboten.
Bewusst wurde der Flughafen Schönefeld von BerlinJet als Heimatairport
gewählt, da er den Passagieren eine ganze Reihe von Vorteilen bietet.
"Angefangen von den günstigen Parkgebühren über die kurzen Check-In-Zeiten bis
hin zur familiären Atmosphäre ist Schönefeld nicht nur für Privat- sondern
auch für Geschäftsreisende eine echte Alternative", erklärt
BerlinJet-Geschäftsführer Oliver A. Heinz.
Langfristiges Ziel von BerlinJet ist die Bedienung zahlreicher europäischer
Hauptstädte und Metropolen ab Schönefeld. Daneben sind Sommerziele wie Nizza
oder Rimini geplant.
Gebucht werden können die günstigen Flüge ab sofort via Internet (
http://www.berlinjet.com
) und telefonisch unter 0180- 55 60 20 6 (12 Cent pro Minute). Ein
Vertrieb über Reisebüros wird ab Anfang Januar angeboten.
BerlinJet ist ein Geschäftsbereich der BJ Flugreisen GmbH in Neu-Isenburg bei
Frankfurt. Bereits im September und Oktober hat das Unternehmen Flüge zwischen
Frankfurt/Main und Berlin und Brüssel angeboten, musste diese aber aufgrund
von Zahlungsschwierigkeiten einer belgischen Partnerfluggesellschaft wieder
einstellen. "Mit der jetzigen Auswahl der entsprechenden Partner haben wir
eine solide, sichere Lösung gefunden", meint Heinz weiter. Durch die Aufnahme
der Flüge werden rund 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Air Berlin: Wachstum im Krisenjahr / Erfolg mit dem City Shuttle
2002 war für Air Berlin ein glänzendes Jahr. Während viele Fluggesellschaften
dramatische Einbrüche zu verzeichnen hatten, konnte die Berliner Airline ihren
Umsatz um 22,5 Prozent, von 568 auf 696 Millionen Euro, steigern. Die Zahl der
beförderten Fluggäste erhöhte sich um 20 Prozent, von 5,5 auf 6,6 Millionen.
Da das Ergebnis über dem Plan liegt, konnte das Privatunternehmen, das
traditionell keine Angaben zur Ertragssituation macht, jedem seiner 1.650
Mitarbeiter über das 13. Gehalt hinaus zum Jahresende noch eine Prämie von
1.500 Euro auszahlen.
Das positive Ergebnis ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die
Gesellschaft die Anlaufkosten für den am 30. September gestarteten City
Shuttle verkraften musste. Mit preisgünstigen Städteverbindungen nach London,
Wien, Rom, Mailand-Bergamo und Barcelona reagierte Air Berlin auf die Angebote
der so genannten Billigfluggesellschaften. Während die Mitbewerber sich
jeweils auf ein oder zwei deutsche Abflughäfen konzentrieren, agiert Air
Berlin mit dem City Shuttle nahezu flächendeckend, nämlich ab Berlin,
Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn, Düsseldorf und Nürnberg. Auf Anhieb
konnte eine 66-prozentige Auslastung erreicht werden.
Sieger im SWR3-Vergleichstest
Flüge mit dem City Shuttle werden von Air Berlin ab 29 Euro für die einfache
Strecke angeboten. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern sind bei Air
Berlin alle Steuern und Gebühren im Preis enthalten, ebenso der kostenfreie
Service an Bord. Für alkoholfreie Getränke und einen Imbiss wird nicht extra
kassiert. Wie im übrigen Streckennetz gibt es Kinder- und Jugendermäßigungen,
man kann Bonusmeilen sammeln und Sitzplätze reservieren lassen. Air Berlin
siegte daher auch bei einem Test von zehn Billigfliegern, dessen Ergebnis der
ARD-Sender "SWR3" kurz vor Weihnachten veröffentlichte.
Beflügelt vom bisherigen Erfolg des City Shuttle bietet Air Berlin ab 1.
Februar drei neue Verbindungen ab Berlin-Tegel an: täglich nach Rom, Wien und
Zürich. Dazu Geschäftsführer Joachim Hunold: "Wir rechnen uns dabei sehr gute
Marktchancen aus, weil Rom bisher nicht nonstop von Berlin aus angeflogen wird
und wir dort auch noch auf dem stadtnahen Flughafen Ciampino landen; und weil
Wien und Zürich bislang von Mitbewerbern nur zu sehr hohen Preisen bedient
werden."
Auch das touristische Liniennetz wird 2003 erweitert. Mit Beginn des
Sommerflugplanes gibt es neue Air-Berlin-Verbindungen von Frankfurt nach
Alicante, Malaga und Ibiza und von München nach Alicante und Malaga. Herzstück
des Air-Berlin-Netzes ist und bleibt jedoch der Mallorca Shuttle, der täglich
von elf deutschen Städten aus verkehrt. Mit Ablauf des Jahres 2002 wurde Air
Berlin in Palma de Mallorca zum absoluten Marktführer. Während andere Airlines
auf der Baleareninsel Rückgänge bis zu 32 Prozent hinnehmen mussten, konnte
Air Berlin dort die Passagierzahl um 6 Prozent steigern. Auch in Alicante und
Malaga ist Air Berlin die Nr. 1.
Mit allen namhaften Veranstaltern im Geschäft
Insgesamt startet Air Berlin von 18 deutschen Flughäfen zu 35 touristischen
Zielen rund ums Mittelmeer, in Nordafrika, den Kanarischen Inseln, Portugal
und Madeira. Hinzu kommen sechs City-Shuttle-Destinationen. Das Unternehmen
operiert derzeit mit 32 Flugzeugen: 27 Boeing 737-800 mit je 184 Sitzplätzen
und 5 Boeing 737-400 mit je 167 Sitzen. Mit einem Durchschnittsalter von zwei
Jahren gehört die Flotte zu den jüngsten in Europa.
Air-Berlin-Flüge können im Internet (airberlin.com), telefonisch im
Service-Center der Airline (01801 - 737 800) oder im Reisebüro gebucht werden.
Gut 35 Prozent ihres Umsatzes macht die Airline mit dem Nur-Flug-Geschäft.
Knapp 65 Prozent der Gäste waren Pauschalreisende. Alle namhaften deutschen
Reiseveranstalter sind Kunden von Air Berlin. Auch auf diesem Sektor
verzeichnet das Unternehmen steigende Gäste- und Umsatzzahlen.
Nach einer Untersuchung der Touristik-Fachzeitschrift "fvw" hat Air Berlin
beim Ferienflug mit der Zahl der beförderten Passagiere inzwischen die LTU vom
dritten Platz der Rangliste verdrängt und rangiert jetzt hinter Hapag Lloyd
und Marktführer Condor. Im Einzelplatzverkauf ist Air Berlin Spitzenreiter.

Billigfluglinie: Billiger ist nicht immer günstiger
Studie: Preisvergleich lohnt sich und führt oft zu
bemerkenswerten Ergebnissen
Billigfluglinien schießen derzeit wie die Pilze aus dem Boden und locken
mit Kampfpreisen immer mehr Kunden an. Allein in Deutschland konkurrieren Ende
2002 zehn Billigflieger um die Gunst der Passagiere. Ryanair, Germanwings, Sky
Europe usw. versprechen aber nicht immer was sie halten. Laut einer aktuellen
Studie der Hamburger Unternehmensberatung Ulysses
http://www.ulysses.com heißt
billiger aber nicht immer günstiger. Es zahle sich aus, für jeden Flug auch
"Randfaktoren" wie Zeitaufwand, Preis des Rücktickets, Fahrpreis zum Flughafen
etc. miteinzuberechnen um die tatsächlichen Kosten zu ermitteln. Und diese
würden in vielen Fällen sogar die Preise von Linienflügen überschreiten.
http://www.web-tourismus.de/studien-billigflieger.asp
In der Studie "Preiskampf um die Lufthoheit" wurden ausgewählte
Wettbewerber sowie die Deutsche Bahn aus Sicht von Privat- und Geschäftskunden
verglichen. Dabei wurden fünf stark frequentierte Strecken in Deutschland und
Europa hinsichtlich aller anfallenden Reisekosten sowie der in Kauf
zunehmenden Zeiten untersucht. Die "werbewirksamsten Preishammer", die
berüchtigten "ab"-Preise, würden meist nur an unattraktiven Terminen gelten
oder sind bereits ausgebucht. Damit würden sie etwa für Businesskunden sowieso
nicht in Frage kommen. Flughafengebühren, Steuern und Zuschlägen würden
oftmals bewusst ausgeklammert. So übersteigen in manchen Fällen die
Sicherheitsgebühren und Flughafensteuern den eigentlichen Reisepreis nicht
selten um das Fünffache. Bei einem besonders billigen Flug für 1,99 Euro
fallen meist Zusatzkosten von rund 25 Euro an.
Prinzipell sei im Privatbereich ein Billigflieger nur dann interessant,
wenn man in der Nähe eines Flughafens, der von diesen angeflogen wird, wohnt.
Wohnt man in der Nähe eines solchen Flughafens, zum Beispiel Frankfurt Hahn
für Ryanair-Flüge, mache sich der Preisvorteil deutlich bemerkbar, heißt es
weiter. In anderen Fällen kann das Projekt Billigflieger leicht zum
Preishammer werden. Will man beispielsweise über das Wochenende mit Ryanair
von München nach London und zurück, so kostet der Flug selbst nur etwa 70
Euro. Da Ryanair nicht von München, sondern von Salzburg aus abhebt kommen
noch Bahnkosten in der Höhe von 44 Euro dazu. Auch die Kosten vom Londoner
Ziel-Flughafen Stansted ins Zentrum kommen noch dazu. Summa Summarum ergibt
sich in diesem Fall ein Preis von 154 Euro, bei einer Gesamtreisezeit von über
neun Stunden. Mit der Lufthansa zahlt man für die selbe Strecke 175 Euro,
spart sich einige Stunden und wird an Bord auch verpflegt.
Daher sei ein Preisvergleich mit Linienflügen etablierter Fluglinien in
jedem Fall ratsam. Gerade für Businesskunden wären Biligflieger aufgrund ihrer
zum Teil "ausgefallenen" Flughäfen in den meisten Fällen keine wirkliche
Alternative. Die Studie unterscheidet dabei, ob für den Geschäftsreisenden
eher der Kosten- oder der Zeitvorteil höher zu bewerten sei. Bei gleicher
Gewichtung von Zeit und Kosten sind häufig die Linien-Fluggesellschaften die
klaren Gewinner. Betrachtet man die Gewichtung Zeit/Kosten so stellt sich
heraus, dass die Linien-Fluggesellschaften im Vorteil sind, da sie die
attraktiveren Flughäfen ansteuern. Wird jedoch auf den Faktor Kosten besonders
Wert gelegt, dann ist es ratsam, den Billig-Airlines besondere Aufmerksamkeit
zu schenken. Das Aufkommen der Billig-Fluglinien hat auch die
Linien-Fluggesellschaften dazu gezwungen, sich dem Preiskampf anzuschließen.
Mittlerweile würden auch "teurere" Airlines besonders attraktive Angebote im
Internet offerieren

Flugangst in den USA um ein Drittel gestiegen
"Entspanntheitsgrad" bei verspäteten Maschinen von 71
Prozent auf 42 Prozent gesunken
In den USA ist die Flugangst nach den Terroranschlägen vom 11. September um
ein Drittel gestiegen. Eine erste Umfrage der University of Washington
http://www.washington.edu
bei 1.900 Inlandsreisenden und internationalen Fluggästen hat gezeigt, dass
die Flugangst zwischen Mai 2001 und Januar/Februar 2002 von 60 Prozent auf 81
Prozent angestiegen ist.
"Die Ängste sind verschiedener Natur", erklärte Jonathan Bricker von der
University of Washington, der seine Ergebnisse morgen, Samstag, beim Treffen
der Anxiety Disorders Association of America in Austin/Texas präsentiert.
Frauen reagieren laut Bricker geringfügig ängstlicher als Männer. Von den
Frauen, die nach dem 11. September eine Maschine betraten, berichteten 84
Prozent über Stresssituationen im Flugzeug, dem standen 78 Prozent der Männer
gegenüber. Vor dem Attentat gab es keinen Unterschied zwischen den
Geschlechtern. "31 Prozent der Frauen, die vor dem 11. September noch keine
Anzeichen einer Flugangst hatten, berichten nun von einer gewissen Besorgnis
im Flieger. Der Prozentsatz ist doppelt so hoch wie bei Männern", erklärte
Bricker. Würde man in der Umfrage auch Nicht-Flieger mit einbeziehen, wäre der
Prozentsatz der Personen mit Flugangst sicherlich noch größer, vermutet der
Forscher.
Laut Umfrage sind Fluggäste nach dem 11. September weniger entspannt, wenn
die Maschine Verspätung hat. Der "Entspanntheits-Grad" ist von 71 Prozent auf
42 Prozent gefallen. Als erfreulich vermerkt Bricker die Tatsache, dass
"Post-11. September"-Reisende eine positivere Einstellung gegenüber anderen
Passagieren haben. Dies betrifft vor allem Babys und Kleinkinder. Die
Beschwerden sind von 36 Prozent auf 26 Prozent gesunken.
Am meisten stressen Flugreisende so genannte "hurry up and wait
problems"-Situationen und Schwierigkeiten die Sicherheit betreffend. "Die
größten Ängste entstehen dann, wenn Fluggäste früher am Airport erscheinen
oder auf die Maschine warten müssen", so Bricker. Als mühsam betrachteten die
Befragten aufdringliche und inkonsistente Durchsuchungen. Weniger als zwei
Prozent geben an, dass ihre größte Sorge einem erneuten Terroranschlag gilt.
So genannte "Post-11.-September"-Passagiere konzentrieren sich auf die
persönliche Sicherheit und beschweren sich über lange Warteschlangen sowie
langwierige Sicherheitsmaßnahmen, während sich Fluggäste vor dem 11. September
eher um das Service und den Komfort Sorgen machen. "Somit haben die Ereignisse
des 11. Septembers eine Verlagerung der häufigsten Beschwerden mit sich
gebracht, weg von der Aufregung wegen gecanzelter Flüge hin zu zur
Beschäftigung mit der eigenen Sicherheit, begleitet vom Verdruss durch die
angestiegenen Sicherheitsvorkehrungen", resümiert Bricker.

Euro-Fluglinien wollen gemeinsamen Schadens-Fonds
Verlängerung des staatlichen Versicherungsschutzes gefordert
Die größten europäischen Fluglinien wollen den staatlichen
Versicherungsschutz verlängern, der ihnen von den EU-Regierungen nach dem 11.
September gewährt worden ist. Nachdem sich die meisten großen Versicherungen
geweigert hatten, künftig die Haftung für derartige Fälle zu übernehmen, waren
kurzfristig die EU-Regierungen eingesprungen (siehe pte:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=011016068 ). Sowohl dieser
Versicherungsschutz als auch die bis dato gültige Regelung mit den
Versicherungen selbst läuft mit Ende des Monats ab. Europas Fluglinien basteln
nun an einer neuen Lösung und fordern daher eine dreimonatige Verlängerung der
staatlichen Haftungsgarantien. Bis dahin wollen die Airlines einen gemeinsamen
Fonds gründen, der künftig die Haftung übernehmen soll.
Die krisengeschüttelte europäische Luftfahrtindustrie kritisiert vor allem
die derzeit von Versicherungen verlangte Zusatzgebühr pro Passagier und Flug
von rund 3,57 Euro als viel zu hoch. Dies würde jede einzelne Fluglinie mit
jährlichen Zusatzkosten von 600 Mio. Euro belasten, hieß es in einer
Aussendung der Europäischen Fluglinienvereienigung AEA (Association of
European Airlines)
http://www.aea.be/3pressrelease/default.htm . Deshalb wollen sie nun einen
eigenen Fonds ins Leben rufen. Schäden bis zu einem Wert von 172,9 Mio. Euro
sollen wie bisher von herkömmlichen Versicherungen gedeckt werden. Riskosummen
von 172,9 Mio. Euro bis zu 1,3 Mrd. Euro sollen aus dem Fonds beglichen
werden, alles was darüber hinausgeht könnte unter staatliche Garantien fallen,
so der Plan der AEA. Der Fond soll durch einen Ticketaufpreis von 0,58 Euro
finanziert werden. Der Fond könnte ein weltweites Modell für die Flugindustrie
werden.
Bis zu den Ereignissen des 11. September waren in den regulären
Flug-Versicherungen Schäden aus Kriegen von Drittparteien und Terrosrismus
ohne Zusatzgebühren gedeckt. Durch die enormen Kosten, die nach den
US-Terroranschlägen entstanden waren, wurde dieser Passus nun ausnahmslos
gestrichen. Aus diesem Grund wollen die Mitglieder der AEA nun an die
europäischen Verkehrs- und Finanzminister appellieren, die Fondspläne zu
unterstützen.

Fette Gänse gefährden Flugzeuge
Britischer Luftraum von Graugänsen übervölkert
Fette Gänse bedrohen die Flugsicherheit in Großbritannien. Nach Ansicht der
Forscher des British Trust for Ornithology (BTO) hat sich die Zahl der Tiere
auf den britischen Inseln in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.
Die in eleganten Flugformationen fliegenden Vögel können startende und
landende Flugzeuge zum Absturz bringen, meint die britische
Flugsicherheitsbehörde Civil Aviation Authority (CAA). Sie fordert technisch
verbesserte Flugzeugtriebwerke, die auch eine Kollision mit größeren Vögeln
unbeschädigt überstehen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".
http://www.newscientist.com
Die Studie des BTO besagt, dass die Zahl der Graugänse in der Zwischenzeit
bereits 60.000, die der kanadischen 90.000 erreicht hat. Die kanadischen Gänse
wiegen bis zu 4,5 Kilogramm, die Graugänse bringen rund drei Kilogramm auf die
Waage. "Gänse haben im vergangenen Jahr zum Absturz eines Militärjets
geführt", so Bill Gunston, Herausgeber von Janes Aero Engines
http://jar.janes.com , einem
Spezialmagazin für Luftfahrt. Auch kommerzielle Großraumflugzeuge sind stark
gefährdet, insbesondere dann, wenn mehrere Tiere in die Triebwerke gelangen.
"Die Triebwerke könnten Vogelschläge bis zu 3,6 Kilogramm aushalten, größere
sogar bis zu acht Kilogramm", so der Spezialist. Ausschlaggebend sei der
Aufprallwinkel und die Geschwindigkeit des Flugzeuges, so die Berechnungen der
Technischen Universität Chemnitz. Die Aufprallenergie einer fünf Kilogramm
schweren Gans könne mehr als die Hälfte der Mündungsenergie eines 250 Gramm
schweren Projektils aus einer 23 mm Bordkanone betragen.
Seit 1996 kam es nach Angaben der CAA zu mehreren gefährlichen
Zwischenfällen mit Vögeln. Im September 1998 war eine Boeing 767 im Anflug auf
den Flughafen Heathrow mit rund 30 Gänsen in der Luft zusammengestoßen. Der
rechte Flügel, der Bug und das linke Triebwerk des Flugzeugs wurden dabei
beschädigt. Die meisten Vogelschläge gehen aber gar nicht in die Statistik
ein: "Wir gehen davon aus, dass eine britische Fluggesellschaft im Monat mehr
Vogelschläge erlebt, als sie im ganzen Jahr an uns meldet", glaubt Stan Brown
von der CAA.

US-Fluglinien sagen Internet im Flugzeug ab
Boeing verfolgt Projekt mit Lufthansa weiter
Die drei US-Airlines Delta Airlines, United Airlines sowie American
Airlines ziehen den Stecker bei Internet im Flugzeug. Alle drei Gesellschaften
brechen die Verhandlungen mit Connexion By Boeing, einem Tochterunternehmen
des Luftfahrtkonzerns, zurück. Wie der US-Fachdienst AviationNow mitteilt,
bleibt damit nur Lufthansa als Launchpartner über.
http://www.aviationnow.com/avnow/news/channel_ebiz.jsp?view=story&id=news/econx1128.xml
Connexion By Boeing hatte erst im Juni mit den Verhandlungen für die
Ausstattung der Luftflotten der US-Fluglinien begonnen. Die drei Unternehmen
verfügen gemeinsam über 1.500 Linienflugzeuge. Connexion By Boeing hofft bei
der Erholung des Marktes ein einsatzfähiges System anbieten zu können. Der
Flugzeugproduzent hat für die Zwischenzeit zwölf Liniengesellschaften
eingeladen, an der Entwicklung von Connexion weiterhin als Konsulenten
mitzuarbeiten.
Nach Angaben von Boeing wollen sich die Fluglinien in der Zwischenzeit mehr
auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Nur im Bereich der Business-Jets besteht
weiterhin ein großes Interesse an Breitbandanschlüssen für Internet und E-Mail
in Flugzeugen.

Airlines in der Krise: Neustrukturierung unumgänglich
Diskussionsveranstaltung mit Lufthansa-Manager an der
Donau-Universität Krems
Nach den Terroranschlägen des 11. Septembers befindet sich die Luftfahrt in
einer tiefen Krise: auf 10 bis 12 Milliarden US Dollar schätzt die
International Air Transport Association (IATA) die weltweiten Verluste, bis zu
200.000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Eine umfangreiche Neustrukturierung des
Marktes prognostizierte Dr. Klaus Stahlschmidt, Geschäftsführer der Lufthansa
Consulting GmbH, am Wochenende bei einem Vortrag im Rahmen des Aviation
MBA-Lehrgangs an der Donau-Universität Krems.
In Europa könnten nur wenige große, weltweit agierende Airlines am Markt
bestehen, unter ihnen die Deutsche Lufthansa. "Überleben werden weiters jene
Fluglinien, die sich auf Nischenprodukte wie beispielsweise Charterflüge und
Billigangebote oder auf lokale und regionale Destinationen konzentrieren", so
der Experte der Lufthansa. Voraussetzung für den Fortbestand sei außerdem eine
solide Kapitalstruktur, eine funktionierende Flottenpolitik, regionale und
internationale Partner sowie eine klare Geschäftsstrategie. Dass sich der
Gesamtmarkt wieder erholen werde, davon ist Stahlschmidt überzeugt, eine
zeitliche Prognose wollte er nicht abgeben.
Der studierte Geophysiker arbeitete als Wissenschaftler am Max Planck
Institut für Eisen- und Stahlforschung in Düsseldorf, bevor er 1974 für die
Deutsche Lufthansa AG tätig wurde. 1987 erfolgte die Ernennung zum Senior Vice
President of Lufthansas Aircraft Overhaul in Hamburg, von 1994 bis 1998 war
er General Manager und CEO von AMECO Aircraft Maintenance and Engineering
Corp. - einem Joint Venture-Unternehmen zwischen Air China und Lufthansa. Seit
1998 leitet Klaus Stahlschmidt das Tochterunternehmen Lufthansa Consulting
GmbH. (kpr)
Hinweis für Redakteure:
Weiter Informationen zur internationalen Lage der Luftfahrt finde Sie unter
www.iata.org, der Homepage der International Air Transport Association.

US-Fluggesellschaften fordern biometrische
Identitätskarte
Smart Card soll für Ausländer verpflichtend vorgeschrieben
werden
Die Air Transport Association (ATA), die Vereinigung der US-Airlines,
fordert von der Regierung der Vereinigten Staaten die Einführung einer
Identitätskarte mit biometrischen Erkennungsmerkmalen wie Fingerabdrücken. Wie
der US-Fachdienst AviationNow berichtet, soll die Smart Card für inländische
Fluggäste vorerst nur auf freiwilliger Basis vergeben werden. Für Passagiere
aus dem Ausland will die ATA die Karte von der US-Regierung allerdings
verpflichtend vorschreiben lassen.
http://www.aviationNow.com/avnow/news/channel_comm.jsp?view=story&id=news/cbio1110.xml
"Wir glauben, dass dies für Ausländer ohne permanenten Aufenthalt in den
USA verpflichtend eingeführt werden sollte", erklärte ATA-CEO Carol Halett.
"Schließlich steht die nationale Sicherheit auf dem Spiel." Neben der
Nationalen Sicherheit erhofft sich die ATA durch diese Maßnahme eine
schnellere Abfertigung der Passagiere auf den Flughäfen.
Die Smart Card sollte nach den Vorstellungen der ATA mit dem
Informationssystem des neuerrichteten Homeland Security Office verbunden
werden. Diese Behörde würde wiederum die Erfassung der Daten mit den
verschiedenen Behörden wie dem Justiz-, dem Verteidigungs- und dem
Transportministerium sowie anderen Behörden koordinieren. Mit der Card
erhalten die Sicherheitsbehörden die Möglichkeit, bereits die
Reservierungslisten der Fluggesellschaften zu überprüfen. Die ATA hatte nach
den Informationen von AviationNow bereits erste Treffen mit der US-Regierung
zu diesem Thema.

Australische Fluglinie Ansett wird wieder abheben
Konsortium bietet 2,1 Mrd. Euro für bankrotte Airline
Die
bankrotte, zweitgrößte australische Fluglinie Ansett Australia
http://www.ansett.com.au
könnte schon bald wieder abheben. Wie BBC berichtet, will ein Konsortium,
bestehend aus den australischen Millionären Lindsay Fox und Solomon Lew,
umgerechnet 2,1 Mrd. Euro für Ansett hinblättern. Sollte der Zuschlag an das
Konsortium gehen, werden rund 4.000 der 17.000 Mitarbeiter weiterbeschäftigt
werden. Die Air New Zealand-Tochter hatte sich drei Tage nach den
Terroranschlägen in den USA für zahlungsunfähig erklärt und den Flugbetrieb
eingestellt (pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=010914025 ).
Das Fox-Lew-Konsortium befinde sich bereits in Beteiligungs-Gesprächen mit
Singapore Airlines, hieß es weiter. Außerdem sollen 29 neue Airbus A320
angeschafft werden, um das Service der Ansett-Routen zu erhöhen. Geht es nach
den Plänen des Konsortiums, werden die wichtigsten Destinationen weiter
angeflogen. Bestimmte Flughäfen in Australien werden derzeit nur von Ansett
angeflogen, weshalb die Fluglinie gerade in Australien eine große Bedeutung
hat. Auch der australische Gewerkschaftsbund ACTU (Australian Council of Trade
Unions) steht dem Angebot von Fox/Lew positiv gegenüber.
Der Deal ist aber noch lange nicht finalisiert. Frühestens Ende Januar 2002
könnten die Geschäfte an das Konsortium übergeben werden, so der australische
Verkehrsminister John Anderson. Eine zweite Bietergruppe namens ANstaff, die
sich aus der Ansett-Piloten-Vereinigung zusammensetzt, hofft noch immer, den
Zuschlag zu bekommen und die Fluglinie weiterführen zu können. Ansett ist laut
Angaben australischer Medien mit 1,16 Mrd. Euro verschuldet. Das Unternehmen
hatte vor der endgültigen Pleite in letzter Zeit einen täglichen Verlust von
740.000 Euro gemacht.

Canada 3000 stellt Flugbetrieb ein
Zweitgrößte kanadische Fluglinie hat noch Barmittel für
maximal zwei Wochen
Die Krise in der internationalen Luftfahrtbranche hat nach den Pleiten von
Ansett, Swissair und Sabena ein neues Opfer gefordert. Die zweitgrößte
Fluglinie Kanadas, Canada 3000
http://www.canada3000.com
, stellte ihren Betrieb ein. Die kanadische Billigfluglinie beschäftigt rund
4.500 Mitarbeiter. Erst am Donnerstag hatte das Unternehmen Gläubigerschutz
beantragt, um Zeit für eine Sanierung zu bekommen. Zuvor waren Verhandlungen
mit den Gewerkschaften über die geplante Streichung von 1.500 Stellen oder
einem Drittel der Gesamtbelegschaft gescheitert.
Die Suche nach Gläubigerschutz begründete Firmenchef Angus Kinnear mit der
Verspätung beim Erhalt von Konzessionen, die für die Umstrukturierung
notwendig seien. Auf ihrer Homepage empfiehlt Canada 3000 ihren Kunden, sich
nach alternativen Reisemöglichkeiten umzutun und bedankt sich für die Treue in
der Vergangenheit. Eine Begründung für die Einstellung des Flugbetriebs wird
nicht genannt. Die Fluglinie verfügt nach Angaben kanadischer Medien nur noch
für ein bis zwei Wochen über Barmittel. Der tägliche Verlust wird mit 700.000
kanadischen Dollar (488.800 Euro) beziffert.

Fliegen wird offenbar teurer
Sicherheitsgebühren werden auf Passagiere abgewälzt
Flugreisende in der Bundesrepublik müssen für ihre Tickets offenbar bald
tiefer in die Tasche greifen als bislang bekannt. Dies berichtete das
Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"
http://www.spiegel.de am Samstag vorab. Die meisten Charter- und
Linienverbindungen hätten bereits in den vergangenen Wochen Zuschläge bis zu
16 Mark pro Strecke eingeführt und so einen Großteil der Zusatzkosten für
erhöhte Sicherheitsvorkehrungen auf die Passagiere umgelegt. Nun will nach
Informationen des Nachrichtenmagazins auch das Bundesinnenministerium die
Flugsicherheitsgebühren erhöhen, um den gestiegenen Aufwand für die
Überwachung der Flughäfen abzudecken.
Zum 1. Januar 2002 sollen die Flugsicherheitsgebühren, die von der
Lufthansa auf den Tickets gesondert ausgewiesen und abgeführt werden,
teilweise drastisch steigen. So wurden nach Informationen des Magazins in Köln
bislang bei Start und Landung jeweils rund neun Mark fällig. Vom neuen Jahr an
steigt die Gebühr auf fast zwölf Mark. In Bremen erhöht sich der
Sicherheitsobolus von elf auf knapp 12,50 Mark; Reisende vom Regionalflughafen
Kassel-Calden müssen demnächst mit 20 Mark sogar fast fünf Mark mehr ausgeben,
als bisher. Deutlich preiswerter sind dagegen die ostdeutschen Airports. In
Leipzig/Halle sollen die Preise nach Informationen des Spiegel sogar sinken
und statt bislang elf Mark nur noch 6,34 Mark pro Start betragen.

Oktober-Flugprogramm von Swissair und Crossair
Sechs Destinationen werden vom gemeinsamen Flugplan
gestrichen
Swissair
http://www.swissair.com und Crossair
http://www.crossair.com
teilten gestern Dienstagabend ihr bis zur Übernahme des Flugbetriebs am 28.
Oktober 2001 durch die neue schweizerische Fluggesellschaft gültiges
Flugprogramm mit. Swissair wird ab morgen, 11. Oktober bis und mit 27. Oktober
rund 60 Prozent der gewohnten Flüge in Europa und 70 Prozent der
Übersee-Verbindungen ausführen. Sie fliegt somit 25 europäische und 34
interkontinentale Destinationen an. Crossair hat von Swissair die Bedienung
von 13 Zielorten im Linienverkehr in eigener Verantwortung übernommen und
fliegt jetzt insgesamt 70 Destinationen an.
Die bisher im Auftrag von Swissair angeflogenen Destinationen Baku, Graz,
Linz, Tiflis, Turin und Yerevan werden von Crossair nicht mehr bedient. Der
reduzierte Flugbetrieb sei auf die begrenzt zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel sowie auf den im Ausland teilweise begrenzten
Gläubigerschutz zurückzuführen. Crossair wickelt ihre täglich rund 500 Flüge
planmässig ab. Swissair Tickets sind auf Flügen von Swissair und Crossair bis
zum 27. Oktober gültig. Die von der Swissair angebotenen Pauschaltarife gelten
jedoch nicht auf Crossair-Flügen. Ob die Swissair-Flugscheine ab dem 28.
Oktober auf dem Streckennetz der neuen Fluggesellschaft gültig bleiben, ist
Gegenstand laufender Abklärungen.
Gestern Dienstag hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus leitenden
Mitarbeitern von Crossair und Swissair mit dem Aufbau der neuen
Fluggesellschaft auf der Basis des am 1. Oktober vorgestellten Business-Plans
der Crossair begonnen. Es geht darum einen geordneten Flugbetrieb ab dem 28.
Oktober zu erarbeiten. Die Projektorganisation möchte schnell Klarheit für das
Personal schaffen und die operationellen, technischen und finanziellen Fragen
klären. Wichtig sei ferner, die nötige Infrastruktur aufrecht zu erhalten und
die für den Flugbetrieb nötigen Bewilligungen einzuholen. Der Businessplan
sieht einen kontinuierlichen Ausbau der Kurzstreckenflotte und den Aufbau der
Langstreckenflotte vor.

Swissair, Crossair und Personal wollen zusammenarbeiten
Gemeinsam wird ein Business-Plan erarbeitet und eine
Projektorganisation gebildet
Bei einem Gespräch am runden Tisch haben sich gestern Abend die
Personalverbände der Swissair, das Management von Swissair
http://www.swissair.com und
Crossair
http://www.crossair.com sowie Vertreter der Banken CS
http://www.credit-suisse.com und UBS
http://www.ubs.com darauf
geeinigt, gemeinsam am Aufbau einer neuen, interkontinentalen Schweizer
Airline zusammenzuarbeiten. Dies teilt die Vereinigung des Cockpitpersonals
Aeropers http://www.aeropers.ch
heute Montag mit.
Die Zusammenarbeit soll auf der Basis des von der Crossair entworfenen und
vom Bundesrat gutgeheissenen Business-Konzeptes stattfinden, das vorsieht,
neben der Crossair-Flotte 26 Lang- und 26 Kurzstreckenflugzeuge der Swissair
weiter zu betreiben. Für die Umsetzung dieses Konzeptes wird zurzeit an einem
Business-Plan gearbeitet und eine Projektorganisation ins Leben gerufen, in
welcher auch die Personalverbände in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen
werden. Die Arbeitsteams in dieser Organisation werden unter einer Co-Führung
paritätisch von Vertretern der Crossair und Swissair geleitet, bis das
Management der neuen Unternehmung konstituiert ist.
Aeropers bezeichnet das Treffen als Wendepunkt zu einer offenen und
vertieften Kommunikation zwischen den Personalverbänden und dem Management.
Der gemeinsame Beschluss wurde von den Personalverbänden Aeropers, Kapers,
Unia, Push, SKV und VPOD sowie den Vertretern des Managements, André Dosé und
Manfred Brennwald, unterzeichnet.

Bund garantiert Kriegsversicherungsdeckung der Luftfahrt
Sicherstellung bis 25. Oktober befristet
Der Bundesrat
http://www.admin.ch gewährt der Schweizer Luftfahrt die
Kriegsversicherungsdeckung bis zum 25. Oktober. Sie beinhaltet die
Sicherstellung für Dritthaftpflichtschäden am Boden und ist beschränkt auf die
Folgen von Krieg und Terror oder Entführungen. Damit können die schweizer
Airlines auch weiterhin ihre Flugdienste anbieten. Sonst wären gewisse
Fluggesellschaften gezwungen gewesen, ihren Betrieb einzustellen.
Nach den Terroranschlägen in den USA hatte der internationale
versicherungsmarkt für Luftfahrtgesellschaften beschlossen, die
Kriegsversicherungsdeckung für Dritthaftpflichtschäden am Boden auf 50 Mio.
Dollar zu reduzieren. Zudem wurde die Leistung auf ein Ereignis pro
Flugzeugflotte beschränkt. In der Folge haben die USA, die meisten
EU-Mitgliedsländer und verschiedene andere Staaten ihren Airlines
entsprechende Sicherstellungen gewährt.
Den schweizerischen Flughäfen und anderen in der Luftfahrt tätigen
Betrieben kann der Bund keine Sicherstellung geben, da hierfür die
Rechtsgrundlage fehlt.

Reiseverband droht Luftfahrtgesellschaften mit Prozessen
Airlines sollen Preiserhöhungen nicht in Sicherheitsgebühren
verstecken
Der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV)
http://www.drv.de hat die in
Deutschland vertretenen Luftgesellschaften darauf aufmerksam gemacht, dass sie
im Falle einer Einführung von Sicherheitsgebühren mit Musterprozessen rechnen
müssen. Die Sicherheitsgebühren verstoßen laut DRV gegen bestehendes
Wettbewerbsrecht.
DRV-Hauptgeschäftsführer Jochen Martin stellte am Dienstag in Berlin fest,
"dass trickreiche Manöver in der Tax/Charges-Spalte wettbewerbswidrig sind und
gegen die Preisangabenverordnung verstoßen". Einzig akzeptabel sei eine
Kostenweitergabe im Wege der Preiserhöhung mit Information des
Luftfahrtbundesamtes."
Der DRV lehnt außerdem zusätzliche Kosten für die Reisebüros ab. Diese
würden entstehen, wenn zukünftig Zuschläge in Dollar erhoben oder Zusatzkosten
manuell abgewickelt werden müssen, weil in den Computersystemen sowie auf den
Flugtickets noch keine Felder dafür vorgesehen sind.
"Da ohne Versicherungen die Flugbeförderung nicht möglich wäre, unterliegen
die Aufwendungen für Preiserhöhungen zweifelsohne der Reisebüroprovision",
betonte Martin und wies damit anderslautende Erklärungen von
Luftverkehrsgesellschaften ab. Man werde andernfalls den Mitgliedsunternehmen
Musterprozesse nicht nur empfehlen, sondern diese dabei auch tatkräftig
unterstützen.
Ebenfalls ablehnen wird der DRV eine Nachbelastung bereits gebuchter Reisen
durch die Fluggesellschaften aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen. Diese
Kosten könnten nicht an die Reiseveranstalter weitergegeben werden, da man bei
Pauschalreisen der Preisbindung unterliege. "Die Kunden haben einen Anspruch
auf Beförderung zum vereinbarten Preis", so Martin.

Bund übernimmt kurzfristig Risikohaftung für Airlines
Verkehrsminister beantragt Haftungsübernahme für Fluglinien
Die Bundesregierung
http://www.bundesregierung.de übernimmt für die deutschen
Fluggesellschaften kurzfristig die Haftung für Risiken von Krieg und
Terrorismus. Das Bundesfinanzministerium
http://www.bmwi.de teilte am
Freitagabend in Berlin mit, dass die Regierung die Gewährleistung kurzfristig
bis zum Abschluss neuer Versicherungsverträge trage. Die genauen Modalitäten
würden rasch mit den Airlines geklärt. Ziel sei zugleich eine europäische
Position zwischen den Staats- und Regierungschefs.
Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hatte zuvor beim Finanzministerium eine
Haftungsübernahme in Höhe von 20 Mrd. Dollar für die rund 600 deutschen
Flugzeuge beantragt. Die Versicherer hatten die privatrechtlichen Verträge
kurzfristig gekündigt. Einige Verträge laufen bereits am Montag, die letzten
am Donnerstag kommender Woche aus.

Europäische Fluglinien beraten über mögliche EU-Hilfe
Treffen mit EU-Verkehrskommissarin de Palacio am Donnerstag
Die verheerenden Terroranschläge in den USA haben auch für die europäische
Flugindustrie gravierende Folgewirkungen. Die meisten großen europäischen
Airlines werden das heurige Geschäftsjahr mit tiefroten Zahlen beenden (siehe
pte:
http://web.pressetext.at/reframe.pl.cgi/show.pl.cgi?pte=010913061 ). Aus
diesen Gründen wollen nun auch die Spitzenvertreter der europäischen
Fluggesellschaften über mögliche Hilfe von seiten der EU beraten. David
Handerson, Sprecher der Europäischen Vereinigung der
Luftverkehrsgesellschaften (Association of European Airlines-AEA)
http://www.aea.be kündigte ein
diesbezügliches Treffen mit EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio für
morgen, Donnerstag, an. Es habe bereits Vorgespräche innerhalb der EU-Airlines
gegeben, um gemeinsame Standpunkte zu erläutern, so AUA-Pressesprecher Ralph
Brezlik gegenüber pte.
Bei den Beratungen soll erörtert werden, wie die EU-Kommission den Airlines
in punkto Sicherheitsvorkehrungen und der schlechten wirtschaftlichen Lage
helfen könnte. Eine konkrete Wunschliste gebe es laut Anderson aber nicht.
Ziel der Beratungen mit der EU-Kommission sei es, einen gemeinsamen
Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, so Brezlik. Gestern hatten Führungskräfte
US-amerikanischer Fluglinien im Weißen Haus und im Kongress Hilfszahlungen in
der Höhe von rund 24 Mrd. Dollar gefordert (siehe pte:
http://web.pressetext.at/reframe.pl.cgi/show.pl.cgi?pte=010918027 ). Nach
jüngsten Berichten von CNN will die US-Regierung rund 15 Mrd. Dollar locker
machen.
Mittlerweile gibt es erste Anzeichen, dass europäische Staaten ihren
Fluglinien unter die Arme greifen wollen. Belgiens Finanzminister Didier
Reynolds hat bereits angekündigt, die angeschlagenen Gesellschaften zu
unterstützen. Reynolds ist derzeit Vorsitzender des Rates der
EU-Finanzminister (Ecofin). Auch der französische Transportminister
Jean-Claude Gayssot sprach sich nach Berichten von Aviationnow
http://www.aviationnow.com
indirekt für Beihilfen aus. "Die Amerikaner haben bereits Entscheidungen
getroffen, ihre Fluglinien zu unterstützen. Es ist normal, dass auch Europa
reagieren wird, um das Wettbewerbsgleichgewicht zu erhalten." Problematisch in
diesem Zusammenhang ist allerdings das strikte EU-Regelwerk, das staatliche
Beihilfen strengstens regelt. "Der Wettbewerb ist aber auch innereuropäisch zu
sehen", meinte Brezlik. Prinzipiell seien staatliche Unterstützungen nicht
wünschenswert. In Österreich werde es keinerlei Zuschüsse geben. Darum könne
es nur eine gemeinsame EU-Lösung geben.

US-Fluglinien wollen 24-Mrd.-Dollar-Krisenhilfe
US Airways und Continental kündigen Entlassungen an - auch
Sabena und KLM in Nöten
Führungskräfte US-amerikanischer Fluglinien werden heute, Dienstag, im
Weißen Haus und im Kongress vorsprechen und hier um die Unterstützung für ein
24-Mrd.-Dollar-Paket ansuchen. Barzahlungen, Zuschüsse, Steuererleichterungen
und andere Maßnahmen sollen einen Kollaps der Luftfahrtindustrie verhindern,
schreibt das Fachmagazin AviationNow
http://www.aviationnow.com
in seiner Online-Ausgabe.
http://www.aviationnow.com/avnow/news/channel_comm.jsp?view=story&id=news/cavd0918.xml
US Airways
http://www.usairways.com kürzt laut einer Mitteilung von gestern,
Montagabend, die Kapazitäten um 23 Prozent und plant den Abbau von 11.000
Beschäftigten, Continental
http://www.continental.com kündigte bereits vergangenen Samstag die
Entlassung von rund 12.000 Personen an. Insgesamt wird befürchtet, dass bis zu
100.000 Mitarbeiter von Fluggesellschaften ihren Arbeitsplatz als Folge der
Anschläge verlieren könnten.
http://www.usairways.com/corporate/press/nw_01_0917b.htm
Beim unter der Schirmherrschaft der Air Transport Association
http://www.air-transport.org stattfindendem Krisengipfel werden mehrere
Airline-Chefs (unter anderem von Delta, American und Northwest) die weitere
Vorgangsweise mit Larry Lindsey, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, und
Gruppen von führenden Kongressabgeordneten besprechen. Um die unmittelbaren
Umsatzverluste auszugleichen, die aus den Folgen der Anschläge entstanden
sind, wird um eine sofortige Geldspritze von fünf Mrd. Dollar angesucht, heißt
es im AviationNow-Artikel weiter.
Zahlreiche Steuererleichterungen sollen nach Wunsch der Fluggesellschaften
- rückwirkend mit ersten September 2001 beginnend - ein Jahr gültig sein und
sieben Mrd. Dollar Ersparnisse bringen. Weiters wollen die Vertreter eine
Aussetzung der 4,4-Prozentsteuer auf Flugbenzinpreise bis August nächsten
Jahres erreichen, da ein Anstieg der Spritpreise erwartet wird. Die
verbleibende "notwendige Liquidität" in Höhe von 11,2 Mrd. Dollar soll über
Zuschüsse, Rabatte auf Flugbenzin und Bürgschaften generiert werden. Auch bei
wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen wird eine kurzfristige Lockerung
angestrebt.
Die Konzerne wollen außerdem, dass staatliche Organe künftig alle
Sicherheitsüberprüfungen in US-Airports durchführen und dass Sicherheitskräfte
auf Inlandsflügen zur Verfügung gestellt werden, heißt es weiter. Experten
rechnen mit Umsatzrückgängen in der Branche von 60 Prozent im September und
von 40 Prozent im vierten Quartal. "Wenn das nationale Lufttransportsystem
überleben soll, braucht unsere Industrie sofort Aktionen des Kongresses", wird
Continental-CEO Gordon Bethune zitiert.
Nicht nur amerikanische, auch europäische Fluggesellschaften haben in den
vergangenen Tagen Warnsignale ausgesendet. Die belgische Sabena
http://www.sabena.com wird
schnellstmöglich einen Businessplan implementieren, da das Unternehmen
ansonsten "nicht bis zum Ende des Jahres überleben wird", so Sabena-Chef Fred
Chaffart. Die niederländische KLM
http://www.klm.com will ebenso die Kapazitäten verringern.

Lufthansa und AUA nehmen USA-Flüge wieder auf
Nahezu kompletter Flugplan bei der deutschen Airline
Die deutsche Lufthansa nimmt am Samstag überraschend ihre USA-Flüge
wieder auf. Es werde eine nahezu kompletter Flugplan mit 21 von 25 Flügen
geboten, teilte die Gesellschaft kurz nach Mitternacht mit.
http://www.lufthansa.com/fly/de/us_ca_info.html Auch die Austrian Airlines
http://www.aua.com wird ihre
Flüge sowohl nach New York als auch nach Toronto durchführen, während der
Chicago-Flug gestrichen werden musste. Der Lauda-Air-Flug Wien-München-Miami
und retour wird ebenfalls planmäßig durchgeführt.
Die Fluglinien hatten nach den Terroranschlägen ihre Flüge in die USA
eingestellt. Gestern, Freitag, konnten erste Flüge nach Nordamerika
durchgeführt werden, direkte Verbindungen in die USA blieben aber den
amerikanischen Airlines vorbehalten. In Wien saßen wegen der Ereignisse
vorübergehend 380 Fluggäste unter ihnen der früherer US-Vizepräsident Al
Gore - fest, die von der AUA in dieser Zeit betreut wurden.
Weiterhin gestrichen bleiben bei Lufthansa die Flüge nach Boston,
Washington DC und Houston. Die Gesellschaft empfiehlt ihren Passagieren, wegen
der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen bereits zwei Stunden vor Abflug am
Flughafen zu erscheinen.

USA halten Luftraum immer noch weitgehend gesperrt
US-Fluggesellschaften dürfen teilweise wieder fliegen
Der Amerikanische Luftraum ist in erster Priorität bisher nur für das
Militär und für gewisse Verbindungen von Amerikanischen Fluggesellschaften
geöffnet. Die Swissair
http://www.swissair.com musste heute Freitag 13 Flüge in die USA
annullieren. Dies obwohl Swissair und der Flughafen Zürich
http://www.uniqueairport.com die neuen, strengeren Sicherheitsauflagen der
Amerikanischen Luftfahrtbehörde erfüllen. American Airlines, Delta Airlines
und Air Canada hingegen konnten heute wieder starten.
Die Fluggesellschaften setzen alles daran, dass kein Flugzeug nach
Nordamerika Zürich mit leeren Sitzen verlässt. Freie Kapazitäten werden
unbürokratisch untereinander ausgetauscht. Schweizer Passagiere werden zudem
angefragt, ob sie freiwillig zugunsten von Amerikanischen Staatsangehörigen
ihren Flug umbuchen.
Wie es am Samstag weitergeht, ist unklar. Swissair plant für heute Freitag
um 17.00 MEZ die Durchführung des Sonderfluges SR 134 von Zürich nach
Montreal. Über die Durchführung der Nordantlantikflüge am Samstag entscheidet
die Schweizer Fluggesellschaft am frühen Samstagmorgen.

Luffahrtindustrie rechnet mit zehn Mrd. Dollar Schaden
AUA mit täglichem Verlust von zehn Mio. Schiling
Der Terroranschlag in den USA hat für die gesamte Luftfahrtindustrie
verheerende Folgen. Die größten Fluglinien sehen sich mit Einbußen von rund
zehn Mrd. Dollar konfrontiert, wie die Internationale Luftfahrt Organisation
IATA (International Air Transport Association)
http://www.iata.org bekanntgab.
Die vier größten europäischen Luftlinien, British Airways, Lufthansa, Air
France und KLM, werden nach Analystenschätzungen im Gesamtgeschäftsjahr rote
Zahlen schreiben. Die AUA
http://www.aua.com wagt noch keine Prognosen für das gesamte Jahr. Seit
dem Anschlag seien rund zehn Mio. Schilling Zusatzkosten täglich entstanden,
so AUA-Sprecher Johann Jurceka im Gespräch mit pte. Die Swissair-Group war auf
Anfrage von pte zu keiner Stellungnahme bereit.
Der von der IATA befürchtete Schaden entsteht hauptsächlich durch
entgangene Umsätze, Instandhaltung der Flugzeuge und Zusatzkosten für Crews
und Passagiere durch Stehzeiten. "Jede Fluglinie, die internationale Routen
anbietet, wird furchtbar getroffen", so IATA-Sprecher William Gaillard. Die
IATA repräsentiert 267 internationale Fluggesellschaften. Die Flugangst nach
den Terroranschlägen werde die Nachfrage drastisch reduzieren und ein Buhlen
um jeden einzelnen Passagier durch Preisdumping könnte die Folge sein.
Analysten rechnen damit, dass die Luftfahrtindustrie das schlechteste Ergebnis
seit zehn Jahren erzielen wird. Der derzeitige Zustand könne mit einem
Generalstreik verglichen werden. Das Passagieraufkommen werde sich erst in
zwei Jahren wieder normalisieren. Bis dahin könnte es ein jährliches Minus von
bis zu 20 Prozent geben.
Die Rating-Agentur Standard & Poors
http://www.standardandpoors.com hat bereits angekündigt, dass sie
überlegt, die Kredit-Ratings sowohl der größten US-Flugunternehmen als auch
von British Airways und Air Canada zu senken. Auch die beiden größten
asiatischen Fluglinien, Cathay Pacific Airways und Singapore Airlines, leiden
unter den Terror-Anschlägen. Flüge von und in die USA tragen zehn bis 20
Prozent zum Umsatz bei. Der Börsenwert der acht größten asiatischen Fluglinien
ist seit Dienstag um 14 Prozent gesunken. Die finanziellen Folgen für die
gesamte Luftfahrtindustrie dürften somit den Schaden, den der Golfkrieg
ausgelöst hatte, um das Doppelte übertreffen.
