Neuer Verhaltenskodex
setzt europäische Maßstäbe
Die Pharmig sagt unseriösen Marketingmethoden
endgültig den Kampf an.
"Wir haben einen entscheidenden Schritt in
Richtung einer sauberen Branchenkultur gesetzt", freut sich Hubert
Dreßler, Präsident des Branchenverbands Pharmig. "Es zeigt sich
einmal mehr: Die österreichischen Pharma-Unternehmen haben ihre
Hausaufgaben gemacht und sind Vorreiter in Europa."
Grund für die lobenden Worte ist ein neuer Verhaltenskodex, den sich
die 110 österreichischen Mitgliedsfirmen der Pharmig (Marktanteil 95
Prozent) freiwillig verordnet haben und der mit 1. Jänner 2005 in
Kraft tritt. Tatsächlich ist dieser neue Verhaltenskodex schärfer
als vergleichbare Regelwerke anderer europäischer Länder und auch
strenger als der Verhaltenskodex des europäischen Branchenverbands
EFPIA. Zum Beispiel sieht der Pharmig-Verhaltenskodex im Fall eines
schweren Verstoßes erstmals Sanktionsmöglichkeiten in Form von
Geldstrafen in der Höhe von 20.000-100.000 Euro vor. "Einmalig ist
die Durchsetzbarkeit der Entscheidungen, ein schiedsgerichtliches
Urteil ist wie ein Titel in einem ordentlichen Gerichtsverfahren",
betont Dreßler. "Damit ist bewiesen, dass unser Verhaltenskodex kein
zahnloses Instrument ist, sondern ganz im Gegenteil die Zähne ganz
schön scharf sind."
Weitere Bestimmungen des neuen Verhaltenskodex:
Pharma-Veranstaltungen für Ärzte wie Kongresse, Symposien oder
Workshops müssen der wissenschaftlichen Information oder Fortbildung
dienen und grundsätzlich im Inland stattfinden. Die Mitnahme von
Begleitpersonen ist generell unerwünscht - sollten diese aber
dennoch mitreisen, so dürfen von den Pharma-Firmen künftig keinerlei
Kosten mehr für die Organisation, Verpflegung oder Unterkunft
übernommen werden. Im Klartext: Sollten die Ärzte ihre Ehefrauen
oder Familienmitglieder auf Pharma-Veranstaltungen mitnehmen, müssen
sie in Zukunft dafür selbst aufkommen. Und: Mitarbeiter von
Pharmig-Mitgliedsfirmen dürfen im Zusammenhang mit geschäftlichen
Kontakten ihrer Firmen keinerlei Sach- oder Geldgeschenke anbieten
oder annehmen.
Den Pharmig-Verhaltenskodex gibt es bereits seit 1971, in den
vergangenen Jahren ist er immer wieder verschärft worden. Jeder -
egal ob Pharma-Firma, Hauptverband oder einzelner Patient - kann bei
einem vermuteten Verstoß gegen den Kodex eine Beschwerde einbringen.
Ein eigenes Gremium innerhalb der Pharmig geht dann der Frage nach,
ob die Beschwerde zu Recht eingebracht wurde oder nicht - und kann
auch gegebenenfalls Sanktionen verhängen. In weiterer Instanz
entscheidet ein unabhängiges Schiedsgericht, dessen Beschlüsse dann
auch bindend und wie ein Gerichtstitel exekutierbar sind. 2004 hat
es exakt sieben Beschwerden gegeben, eine davon wurde als Verstoß
gewertet. 2003 zählte die Pharmig elf Beschwerden, drei davon waren
aus Sicht des Branchenverbands Verstöße. "Wesentlich ist, dass der
Pharmig-Verhaltenskodex eine präventive Funktion hat", erklärt Jan
Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig. "Jedes Jahr werden an die
Pharmig rund hundert Anfragen gerichtet, ob diese oder jene
Veranstaltung laut Kodex erlaubt ist oder nicht. Oder ob diese oder
jene Werbung dem Verhaltenskodex entspricht oder nicht. Damit werden
viele mögliche Verstöße bereits im Vorfeld verhindert."
Aus Sicht der Pharmig besonders erfreulich: Auch die Ärztekammer hat
sich mittlerweile einen eigenen Verhaltenskodex verordnet, der an
jenem der Pharmig angelehnt ist. Jan Oliver Huber: "Jetzt können wir
endlich gemeinsam dafür sorgen, dass unsaubere Marketingmethoden
abgestellt werden und ein für allemal der Vergangenheit angehören."
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US-Pharmawerbung vor
Einbruch
Bedenklichkeits-Zertifikate rücken Medikamente in
schlechtes Licht
Die Pharmakonzerne Merck und Pfizer haben in
jüngster Zeit schmerzstillende Medikamente vom Markt nehmen müssen
oder die Werbungen dafür eingestellt. Im Vergleich zum Vorjahr sind
insgesamt erhebliche Einbußen bei den Werbeeinschaltungen zu
erwarten. Pfizer hat im vergangenen Jahr 87,6 Mio. Dollar alleine
für Celebrex-Werbung ausgegeben. Bei Merck waren es 78 Mio. Dollar
für Vioxx, das Ende September vom Markt genommen wurde. AstraZeneca
gibt nach wie vor mehr als 200 Mio. Dollar jährlich für das
rezeptpflichtige Medikament Nexium aus. Die Wolken am Himmel der
3,8-Mrd.- Dollar-Medikamentenwerbung verdichten sich jetzt
zusehends, berichtet die New York Times
http://www.nytimes.com .
Innerhalb weniger Wochen kam der erste Rückschlag für die
Pharmakonzerne, als sie aufgrund einer Verordnung der
US-Gesundheitsbehörde (FDA) eine "Black Box"-Warnung auf ihren
Produkten anbringen mussten. Darauf steht geschrieben, dass diese
Medikamente Suizidgedanken bei Kindern und Teenagern auslösen
können.
Kritiker werfen der Medikamentenwerbung vor, sie habe sich in ein
unreflektiertes Medium verwandelt. Die Entscheidung der FDA über die
Anbringung der Black Box an der Verpackung ließ die
Werbeeinschaltungen aus der Kategorie der "Reminder Ads" fallen, die
alle Medikament beinhalten, die keine weiteren Informationen über
etwaige Nebenwirkungen benötigen. Der Black-Box-Zusatz lässt
Medikamente jedoch aus dieser Kategorie fallen.
Der Rückgang der Werbeeinschaltungen hätte in den USA fatale
Auswirkungen. Vom Januar bis September dieses Jahres wurden bei den
großen drei TV-Stationen während der allabendlichen
Nachrichten-Sendungen TV-Spots für rezeptpflichtige Medikamente im
Wert von 110 Mio. Dollar gesendet. Das entspricht 29 Prozent der
gesamten Werbeumsätze in der Höhe von 376 Mio. Dollar. Vier Jahre
davor lag der Anteil nur bei 13,8 Prozent.
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UK: Schering setzt
Pillenwerbung ab
Pharmakonzern respektiert geäußerte Bedenken
In Großbritannien hat der Pharmakonzern Schering
eine Außenwerbe-Kampagne für "Levonelle" zurückgezogen. Bei dem
Produkt handelt es sich um "eine Pille danach". Über 105 Beschwerden
waren bei Medienbehörden eingegangen, berichtet der Media Guardian
http://media.guardian.co.uk . Schering selbst erhielt auch
einige Beschwerdebriefe. Die Headline der Plakate besagt "Immaculate
Contraception. If only." Und weiter: "It might be Christmas time,
but condoms still split und pills still get forgotten. So if your
contraception lets you down, ask your pharmacist for Levonelle One
Step." Dies sei feindlich gegenüber religiösen Inhalten und würde
ungewollte Schwangerschaft und Abtreibung trivialisieren, so der
Tenor der Beschwerden.
Der Pharmakonzern hat sich bereits für mögliche Beleidigungen
entschuldigt und die Kampagne sofort gestoppt. Schering würde diesen
Schritt als verantwortungsbewusstes Unternehmen machen aufgrund der
Anerkennung der geäußerten Bedenken. Die Werbung sei als Wortspiel
gedacht, um klarzustellen, dass es keine "unbefleckte
Empfängnisverhütung" gibt.
Schering will Frauen jedoch weiterhin über Verhütung informieren.
Dies sei vor allem jetzt für die bevorstehende Urlaubszeit von
großer Bedeutung. Studien haben laut Schering ergeben, dass gerade
dann Menschen öfters ungeschützten Sex haben, was zu einer höheren
Abtreibungsrate im neuen Jahr führe.
Levonelle ist in Großbritannien für Mädchen älter als 16 Jahre und
in den meisten Apotheken ohne Rezept erhältlich. Die Pille ist laut
Eigendefinition "the easy way to ask for the morning-after-pill."
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Medikamentenwerbung im
Ansteigen Konsumenten seit Vioxx-Skandal skeptisch
Die Ausgaben für Medikamentenwerbung, die in den
USA seit sieben Jahren erlaubt ist, stiegen in den USA auf 3,8 Mrd.
Dollar an, berichtet die New York Times. Diese Summe übertrifft
sämtliche Werbeausgaben der Konzerne Coca Cola, Pepsi und
CadburySchweppes zusammengenommen. Nach dem Skandal um das
Schmerzmittel Vioxx rüstet sich die Pharmaindustrie für das neue
Jahr mit einer weiteren Intensivierung ihrer Werbeaktivitäten.
Nach den Skandalen in der Pharmabranche fürchten die
Pharmaunternehmen um ihre Möglichkeiten, verschreibungspflichtige
Medikamente erfolgreich abzusetzen. Die Rückruf-Aktion von Vioxx
rief unter den Konsumenten aber Skepsis über die Sicherheit von
Medikamenten, die in der Werbung zu sehen sind, hervor. Das
Marktforschungsinstitut Ipsos
http://www.ipsos.com
fand in einer Studie zur Haltung der
Konsumenten gegenüber verschreibungspflichtigen Medikamenten heraus,
dass die Wirkung von Medikamentenwerbung im Sinken begriffen sei.
Der stark ansteigende Konkurrenzkampf in der Branche, sowie auch die
neue Mündigkeit der Patienten, sind Gründe für den steilen Anstieg
der Ausgaben für Medikamentenwerbung. War der Patient noch bis vor
zehn Jahren davon abhängig, seinem Arzt blind zu vertrauen, so kämen
die Patienten heute, dank des Internet, ausgerüstet mit einer Fülle
an Infomaterial zu ihrer Krankheit oder zu Medikamenten in die
Ordinationen. |

Pharmaindustrie profitiert
von träger US-Werbe-Bürokratie Regulierungsbehörde hilflos gegenüber Konzernen
Der Wirbel um den jüngsten US-Viagra-Spot zeigt in
deutlicher Weise die Ohnmacht regulierender Behörden gegenüber
Großkonzernen. pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=041117006
. Dem in den USA
vorgeschriebenen Hinweis, auf Risiken und Nebenwirkungen der beworbenen
Medikamente hinzuweisen, geht der Pharmakonzern Pfizer
http://www.pfizer.com
in keiner Weise nach. Erst nachdem der Spot bereits monatelang
gesendet wurde und der Konzern ein breites Publikum erreichte, kam das
Verbot durch die US-Food and Drug Adminstration
http://www.fda.gov
(FDA) vor drei Tagen, berichtet Business Week Online.
Das jüngst erlassene Verbot hebt die Ausmaße des Problems hervor.
Unternehmen müssen erst spätestens ab dem Zeitpunkt der
Erstausstrahlung- oder Veröffentlichung die Werbeunterlagen an die FDA
übergeben. Wenn sich ein Unternehmen nicht an die von der FDA
vorgeschriebenen Richtlinien hält, erfolgt die Reaktion dann zu spät, so
wie im Falle des Viagra-Spots. Unternehmen nützen diesen langsamen
Reaktionsmechanismus aus und stellen, entgegen den Vorschriften,
Medikamente in übertrieben positiver Weise dar.
Mayo Duncan, Berater einer Konsumentenschützervereinigung, macht eine
Änderung der Arbeitsweise innerhalb der FDA für diese Negativentwicklung
verantwortlich. Bisher konnten lokale Mitarbeiter der FDA unabhängig von
der Zentrale Warnungen an Unternehmen schicken. Neuerdings müssen alle
Warnungen von der Zentrale genehmigt werden, was eine Verlangsamung des
gesamten Prozesses zur Folge hat. Weiters warnt Duncan davor, dass die
Konzerne die Grenze immer weiter überschreiten werden. Experten gehen
sogar davon aus, dass die Richtlinien in dieser Hinsicht weiter
gelockert werden. |

Mayrhofer und Kwizda vereint
Die Mayrhofer Pharmazeutika GmbH war in den letzten Jahren durch umfassende
Rationalisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sehr erfolgreich. Um diese
Entwicklung langfristig abzusichern, sind die Gesellschafter der Firmengruppe
Kwizda und Mayrhofer Pharmazeutika GmbH übereingekommen, ihre Unternehmen
zusammenzuführen, wobei Kwizda die Gesellschaftsanteile von Mayrhofer
übernehmen soll. Die Tätigkeiten beider österreichischer Familienunternehmen
ergänzen sich in hervorragender Weise. Das Zusammengehen schafft die
Voraussetzung für den langfristigen Bestand eines leistungsfähigen
österreichischen Familienunternehmens und eine Verbesserung der
Serviceleistung sowie die Erschließung von Synergiepotentialen.
Die Mayrhofer Pharmazeutika wird unverändert weitergeführt.
Durch den Zusammenschluss entseht eine österreichische Unternehmensgruppe mit
1150 Mitarbeitern.

Sanochemia legt beim Umsatz zu
Umsatzträger Galantamin mit zusätzlichem Potenzial in der Wirkstoffproduktion
Die am Neuen
Markt notierte Sanochemia Pharmazeutika AG hat die vorläufigen Zahlen des
Geschäftsjahres 2001/2002 (30.9) bekannt gegeben. Die Betriebsleistung
(Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung) konnte nach Plan um 53 Prozent auf 23,9
Mio Euro gesteigert werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 40 Prozent auf
18,3 (Vorjahr 13,0) Mio Euro. Die angestrebte EBIT-Verbesserung (Ergebnis vor
Steuern und Zinsen) von minus 5,1 Mio. Euro auf minus 1,7 Mio Euro wurde trotz
Restrukturierungskosten erreicht, teilte das Unternehmen heute, Mittwoch, ad
hoc mit. http://www.sanochemia.at
Im Segment Synthese (Umsatzträger Galantamin- und Kontraktsynthese) konnte
aufgrund eines hohen Auftragsvolumens für Galantamine die angestrebte
Umsatzverdopplung auf 7,5 (Vorjahr 3,851 ) Mio Euro erzielt werden. "Galantamine
- heute weltweit eingesetzt in der Demenztherapie - könnte schon bald ein
breites Spektrum neuer therapeutischer Möglichkeiten eröffnen und so für
Sanochemia zusätzliches Potenzial in der Wirkstoffproduktion erschließen",
erklärte Investor Relations Manager Margarita Hoch.
Im Bereich Humanpharmazeutika (Hauptumsatzträger sind Kontrastmittel und
Diagnostika) wurde das geplante Umsatzziel mit einer Steigerung von 17 Prozent
auf 10,9 Mio Euro (Vorjahr 9,3 ) erreicht. "Auch hier wird die erwartete
EBIT-Verbesserung zeigen, dass die Neustrukturierung der Diagnostiklinie
bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr Früchte trägt", sagte Margarita Hoch.
Alle pharmazeutischen Aktivitäten wurden in der neugegründeten Tochter
Sanochemia Diagnostics, Neuss, Deutschland, zusammengefasst und unter eigenem
Management gebündelt.
Die Ausschöpfung der Wachstumspotenziale in der EU und ausgewählten
Exportmärkten erschließt ein deutlich größeres Marktpotenzial für Sanochemia
und soll kurzfristig wesentliche Ergebnisbeiträge liefern. In der EU wird
mittelfristig ein Marktanteil von 8-10 Prozent angestrebt. Die Gesellschaft
rechnet trotz schwierigen Marktumfeldes im Gesundheitswesen auch 2003 wieder
mit einem Wachstum von 10 - 20 Prozent.
Die Aktie des Unternehmens hat sich im Jahresverlauf nur zwei Monate lang
positiv entwickelt. Ihren Höchststand erreichte sie im Februar bei 25 Euro.
Seither ist der Kurs kontinuierlich auf zuletzt 6,7 Euro gesunken.

Pharmig relauncht Homepage
Mehr Übersichtlichkeit, bessere Bediener-Freundlichkeit und
neue Inhalte
Ab heute, Montag, präsentiert sich die Website der Pharmig, Vereinigung
pharmazeutischer Unternehmen ( http://www.pharmig.at ) in einem neuen Outfit, das für mehr
Übersichtlichkeit, bessere Bediener-Freundlichkeit und durch neu
hinzugekommene Inhalte für noch mehr Information und Service sorgen soll.
Auf dieser Website befinden sich neben Seiten für Journalisten ("News")
eine Fülle von Informationen aus dem Pharma- und Gesundheitsbereich.
Publikationen und Broschüren, Statistiken, Gesetzestexte und Service-Seiten
können abgerufen werden. Das österreichische Arzneimittelgesetz in seiner
gültigen Fassung ist - wahrscheinlich einzigartig im Internet - als
Volltext-Suchdatenbank auf der Website zu finden. Seit 2000 bietet die
Pharmig-Homepage auch eine Jobbörse für den Pharma-Bereich an. - Grundsätzlich
ist die Pharmig-Homepage in einen allgemein zugänglichen Teil und einen
Password-pflichtigen Teil für Mitgliedsunternehmen gegliedert. Viele Inhalte
sind auch in englischer Sprache verfügbar.
Neue Inhalte
Neu hinzugekommen sind die Segmente "Arzneimittelrecht und Zulassung" (z.B.
div. Gesetze und Verordnungen, Rundschreiben des BMSG), "Europäische Union"
(EU-Pharmarecht, Transparenzrichtlinie, relevante Guidelines), sowie eigene
Seiten für (angehende) PharmareferentInnen und eine erweiterte Link-Sammlung.
Die Pharmig bietet auf ihrer Homepage nun auch ihre Unterrichtsmaterialien
"Die Welt der Arzneimittel", die bisher als CD-ROM verfügbar waren, an. Diese
Unterrichtsmaterialien wurden vom Unterrichtsministerium für den Gebrauch an
Schulen approbiert. Neben den rein unterrichtsrelevanten Themenbereichen
erhalten Lehrer und Schüler genauso wie alle anderen Interessierten fundierte
Einblicke in die faszinierende "Welt der Arzneimittel", also zu Forschung und
Entwicklung, der Produktion von Arzneimitteln, wirtschaftlichen Aspekten von
Medikamenten, u.v.m. Selbstverständlich wird auch gesundheitserzieherischen
Bereichen, wie etwa einem vernünftigen Umgang mit Medikamenten,
Krankheits-Prävention, Sucht-Prävention, etc. entsprechender Raum gewidmet.
Grafik- und Bildmaterial, sowie Arbeitsblätter und Overhead-Folien zum
Download runden das Angebot ab.
Pharmig-Website gut besucht
Heute erfreut sich die Homepage, die auf zielgerichtete Inhalte und
Interaktivität setzt, großer Beliebtheit: im Jahr 2001 konnten täglich im
Durchschnitt 866 BesucherInnen "begrüßt" werden.

Genmanipulierter Riese entsteht: MedImmune schluckt
Aviron
Übernahmepreis beträgt 1,5 Mrd. Dollar
Das US-Biotechnologieunternehmen MedImmune
http://www.medimmune.com
schluckt den Impfstoffentwickler Aviron
http://www.aviron.com und
mutiert damit zum Riesen in der Branche. Der Kaufpreis belaufe sich auf 1,5
Mrd. Dollar und werde mittels Aktientausch beglichen, teilten die Unternehmen
heute, Montag, in einer Aussendung mit. "Wir werden zusammenarbeiten, um das
erfolgreichste Unternehmen der Biotech-Industrie aufzubauen", erklärte
MedImmune-CEO David M. Mott. Die Transaktion soll bis zum ersten Quartal 2002
abgeschlossen sein, signifikante Wachstumsschübe werden aufgrund des Deals ab
2004 erwartet.
Die beiden Unternehmen würden sich strategisch exzellent ergänzen. Die
Akquisition sei eine perfekte Gelegenheit, substanzielles Wachstum sowohl
kurz- als auch langfristig zu generieren, meinte Mott weiter. Mit Avirons
Grippeimpfstoff FluMist und dem eigenen Paradeprodukt Synagis habe man nun als
eine der wenigen Biotechnologieunternehmen zwei Produkte mit einem jährlichen
Umsatzpotenzial von mehr als einer Mrd. Dollar im Portfolio. FluMist soll 2002
auf den Markt kommen und zwischen 2003 und 2006 hohe Gewinne einfahren.
http://investor.medimmune.com/news/20011203-66085.cfm

Sanochemia muss (noch) hohe Verluste hinnehmen
Wiener Pharmaunternehmen rechnet 2002 mit "deutlich
positivem Jahresergebnis"
Das am Frankfurter Neuen Markt notierte Wiener Pharmaunternehmen Sanochemia
http://www.sanochemia.at/
hat im Geschäftsjahr 2000/2001 trotz steigender Umsätze (plus 18 Prozent auf
13,04 Mio. Euro) ein schlechteres Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich von
1,30 Mio. Euro auf 166.000 Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
verschlechterte sich von minus 1,21 Mio. auf minus 5,08 Mio. Euro. Im
laufenden Geschäftsjahr 2001/2002 soll aber alles anders werden: Aufgrund
steigender Gesamtumsätze, besserer Margen aus dem Synthesegeschäft und
substanzieller Erträge aus Zahlungen aus Forschungskooperationen wird ein
"deutlich positives Jahresergebnis" erwartet, teilte das Unternehmen heute,
Dienstag, in einer Aussendung mit.
Das stark negative EBIT im vergangenen Geschäftsjahr begründet Sanochemia
zum einen mit einer außerplanmäßigen Firmenwertabschreibung der
75-Prozent-Beteiligung an Goldham Pharma (minus 1,67 Mio. Euro). Zum anderen
wurden deutlich erhöhte planmäßige Abschreibungen durch den Erwerb von
Produkt- und Vermarktungslizenzen zum Start der britischen Tochterfirma (über
eine Mio. Euro) sowie eine gesteigerte Investitionstätigkeit in die
Produktionsanlagen (minus 3,57 Mio. Euro) angeführt.
Das Segment Synthese mit dem stärksten Umsatzträger Galantamine (ein
synthetisch hergestellter Alzheimer-Wirkstoff) konnte eine Steigerung von 21
Prozent auf 3,85 Mio. Euro erzielen. Nach der erfolgten FDA-Akzeptanz der
Syntheseanlage im August und behördlicher Genehmigung für den Produktionsstart
des Wirkstoffes wird in den nächsten Jahren ein starkes Umsatzwachstum aus
diesem Bereich erwartet (siehe auch pte-Meldung:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=010822001 ). Eine nochmalige Erweiterung der
Synthesekapazität ist in Planung, für 2002/2003 wird ein neuerliches
Investitionsvolumen von vier Mio. Euro bereit gestellt, heißt es weiter.
Der Bereich Humanpharmazeutika trug mit einem Umsatz von 9,95 Mio. Euro
(Vorjahr 9,17 Mio. Euro) "noch" zu zwei Drittel zum Konzernumsatz bei. Im
Bereich Forschung und Entwicklung - sie beliefen sich auf 3,4 Mio. Euro - will
das Unternehmen seine Aktivitäten verstärkt in der Selektion
vielversprechender Wirkstoffmoleküle aus der eigenen patentierten
Molekülbibliothek konzentrieren. Der überzeugende Erfolg bei der Einführung
des Demenz-Präparates mit Wirkstoff Galantamine in den USA gebe Sanochemia
Recht, heißt es weiter. Binnen weniger Wochen konnte eigenen Angaben zufolge
bei den Neuverschreibungen ein US-Marktanteil von zwölf Prozent erreicht
werden.

EU-Kommission verdonnert Vitaminkartell zu Rekordstrafe
Acht Hersteller zu insgesamt 855 Mio. Euro Buße verdonnert
Die EU-Kommission
http://europa.eu.int/comm/index_de.htm hat gegen acht Vitaminhersteller
wegen Beteiligung an acht Markt- und Preiskartellen zwischen September 1989
und Februar 1999 Rekordstrafen in der Höhe von insgesamt 855,22 Mio. Euro
verhängt. Die höchsten Geldbußen müssen Hoffmann-La-Roche
http://www.roche.com (462 Mio.
Euro) - mit einem Anteil von 50 Prozent der größte Vitaminhersteller der Welt
- und BASF http://www.basf.com
(296 Mio. Euro) zahlen. Sie spielten die "Schlüsselrollen bei praktisch allen
Absprachen", heißt es heute, Mittwoch, in einer Mitteilung der Europäischen
Kommission.
Diese Absprachen seien nach den Worten von Wettbewerbskommissar Mario Monti
"die schlimmsten Kartelle, gegen die die Kommission je ermittelt hat". Die
Hersteller hätten zum Schaden der Verbraucher und zum eigenen - illegalen -
Profit höhere Preise verlangen können, als dies bei echtem Wettbewerb möglich
gewesen wäre. "Die Mitwirkung einiger Vertreter der obersten Führungsebene
legt nahe, dass die Absprachen Teil eines an der Konzernspitze gefassten
strategischen Plans waren, um den weltweiten Vitaminmarkt mit illegalen
Mitteln zu beherrschen", so die EU-Kommission wörtlich.
Besonders schwer wiege der Umstand, dass die verbotenen Verhaltensweisen
Substanzen betrafen, die wesentliche Bestandteile der Ernährung und als solche
unabdingbar für ein normales Wachstum und ein gesundes Leben sind. Die
Marktaufteilungs- und Preisfestsetzungsabsprachen habe auf eine Ausschaltung
des Wettbewerbes bei den Vitaminen A, E, B1, B2, B5, B6, C, D3, Biotin (H),
Folsäure (M), Betacarotin und Carotinoide in einer Vielzahl von Produkten
(u.a. Tierfuttermittel, Kekse, Getränke, Medikamente und Kosmetika) gezielt.
Die Kartellmitglieder haben laut Aussendung für die diversen
Vitaminprodukte jeweils Preise festgelegt und Absatzquoten zugewiesen,
Preissteigerungen vereinbart und umgesetzt, Preisbekanntmachungen entsprechend
ihren Vereinbarungen herausgegeben und die Produkte zu den vereinbarten
Preisen verkauft. Außerdem schufen sie einen Mechanismus zur Überwachung und
Sicherung der Einhaltung ihrer Vereinbarungen und kamen regelmäßig zusammen,
um die Umsetzung ihrer Pläne zu besprechen.
Weiters abgestraft wurden Takeda Chemical Industries Ltd (Japan, 37.05 Mio.
Euro), Daiichi Pharmaceutical Co Ltd (Japan, 23.4 Mio. Euro), Eisai Co Ltd
(Japan, 13.23 Mio. Euro), Merck KgaA (Deutschland, 9.24 Mio. Euro), Solvay
Pharmaceuticals BV (Niederlande, 9.10 Mio. Euro) und Aventis SA (Frankreich,
5.04 Mio. Euro). Gegen die übrigen fünf angeklagten Hersteller - die deutsche
Lonza AG und die vier japanischen Firmen Kongo Chemical Co Ltd, Sumitomo
Chemical Co Ltd, Sumika Fine Chemicals Ltd und Tanabe Saiyaku Co Ltd - wurden
keine Geldbußen verhängt. Sie hatten ihre Teilnahme an den Absprachen in den
betreffenden Produktmärkten (Vitamin H bzw. Folsäure) fünf Jahre vor Beginn
der Kommissionsermittlungen oder noch früher eingestellt.
http://europa.eu.int/rapid/start/cgi/guesten.ksh?p_action.gettxt=gt&doc=IP/01/1625|0|RAPID&lg=DE

Pharmaunternehmen haben wenig Bock auf Internet
Nur 77 Prozent nutzen Web täglich wenig Budget für
Online-Auftritt
Pharmaunternehmen nehmen das Web wichtig, der professionelle Umgang
muss allerdings noch gelernt werden. Dies ergab eine im Juli/August
durchgeführte Studie, deren Ergebnisse von Nagy´s Internet und Marketing GmbH
(i@m solutions) http://www.immer.at
präsentiert wurden. Nur 77 Prozent der insgesamt 87 Teilnehmer, deren
Fragebogen ausgewertet werden konnte, nutzen das Internet täglich. Genutzt
wird dabei vorwiegende der E-Mail Dienst. Die Studie basiert auf einer
Online-Marktforschung der Top-40-Pharmaunternehmen in Österreich.
E-Mails werden von 53 Prozent noch am selben Tag beantwortet, bei vier
Prozent dauert es allerdings länger als eine Woche. Während 51 Prozent das
Internet als sehr wichtig erachten, bezeichnet jeder siebente
Pharmamitarbeiter das Internet für das Unternehmen als wenig oder gar nicht
wichtig. Das Internet wird mit 37 Prozent für Online-Recherchen genutzt,
gefolgt von Informationen für Ärzte mit 32 Prozent und Konkurrenzvergleichen
mit 25 Prozent. Die Schlusslichter bilden E-Business-Aktivitäten mit 14
Prozent sowie Infos für Kranke mit dürftigen zehn Prozent.
50 Prozent der Pharmaunternehmen konzipieren den Webauftritt firmen-intern.
21 Prozent beauftragen eine Internet-Agentur und 17 Prozent ihre eigene
Werbeagentur. In den Pharmaunternehmen sind meist die Marketing-Abteilung oder
eine eigene Internetabteilung mit je 31 Prozent für den Webauftritt zuständig.
"Für Pharmaunternehmen hat das Internet noch nicht die Bedeutung wie für
andere Unternehmen. Das Gesetz verbietet den Vertrieb von Produkten über das
Internet", erklärte Nagy´s Kundenberater Thomas Windisch gegenüber pte.
Dementsprechend sehen Pharmafirmen wenig Budget für ihren Webauftritt vor.
Zwei Drittel geben jährlich rund eine Mio. Schilling für das Internet aus.
Beim Großteil sind es sogar nur rund 300.000 Schilling.
Technische Grundlage der Untersuchung bildete das Online-Mafo-Tool ASKon
health http://www.askonhealth.at . Das Tool wurde gemeinsam von Nagy´s und dem
oberösterreichischen i@m Partner Datagain entwickelt. Die ASP-Lösung
ermöglicht rasche und flexible Internet-Umfragen. Das Tool kann auf
Firmenwebsites integriert werden. Die einmalige Lizenzgebühr für den
elektronischen Fragebogengenerator inklusive Programmierung von maximal 25
Fragen beträgt rund 27.000 Schilling. Die Anwendungsmöglichkeiten im
Gesundheitswesen sind Online-Panels bei Ärzten, Apothekern und Patienten bis
hin zu medizinischen Anwendungsbeobachtungen.

Arzneimittelmarkt erstes Halbjahr 2001: Unwirtschaftliches Verschreiben
kostet 3,9 Mrd.
Das unwirtschaftliche Verschreiben von Arzneimitteln
durch die Ärzte hat die gesetzlichen Krankenkassen im 1. Halbjahr
2001 3, 9 Milliarden DM gekostet. Dies ergibt eine Analyse des
Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) auf der Basis aller
Verschreibungen für die 26,3 Millionen AOK-Versicherten. Durch
verbessertes Verordnungsverhalten könnten diese 3,9 Mrd. DM laut
WIdO bei gleichem Therapieumfang und gleicher Therapiequalität
eingespart werden. Diese Zahlen wurden in einer aktuellen
Modellrechnung über alle Produkte des AOK-Marktes des 1. Halbjahres
2001 ermittelt und auf die Gesetzliche Krankenversicherung
hochgerechnet.
Das unwirtschaftliche Verordnungsverhalten der Ärzte unter dem
Einfluss des Pharma-Marketings zeige sich immer mehr durch Zunahmen
bei den so genannten Me-Too-Präparaten. Bei den Me-Too-Präparaten
(Analogpräparaten) handelt es sich um neue Wirkstoffe, die lediglich
geringfügige Molekülvariationen bereits bekannter Wirkstoffe
darstellen und gegenüber diesen keinen therapeutischen Zusatznutzen
bringen. Während für die ursprüngliche Innovation oft schon
generische Alternativen existieren (durchschnittliche Packungskosten
von 33,50 DM), kostet ein patentierter Nachahmer im Schnitt 119,24
DM. Diese Me-Too-Präparate verzeichnen nun im 1. Halbjahr 2001 ein
Umsatzplus von 16,3%, während der Umsatz im generikafähigen Markt
stagnierte.
Ersetzt man diese Verordnungen durch therapeutisch gleichwertige,
preisgünstigere Wirkstoffe, ergeben sich erhebliche
Wirtschaftlichkeitspotenziale. Das WIdO veröffentlichte dazu
Therapiebeispiele aus drei Analoggruppen
(pharmakologisch-therapeutisch austauschbare Wirkstoffe) gemäß
Arzneiverordnungs-Report 2000.
Das umsatzstärkste Herz-Kreislauf-Mittel Norvasc, ein
Calcium-Antagonist mit dem Wirkstoff Amlodipin verzeichne im ersten
Halbjahr im AOK-Markt einen Umsatzzuwachs von 12,7 %. Es kostet in
der Therapie pro Tag durchschnittlich 1,45 DM. Ein
pharmakologisch-therapeutisch vergleichbarer Wirkstoff stehe laut
Arzneiverordnungs-Report mit Nitrendipin zu Tagestherapiekosten von
0,20 DM zur Verfügung. Der Einsatz von Nitrendipin führe, so das
WIdO, zu einem Einsparvolumen, je nach Preis des eingesetzten
Generikums, von bis zu 85% in der Tagestherapie. Maximales
Einsparpotenzial im 1. Halbjahr 2001 in der GKV: 200 Mio. DM.
Das umsatzstärkste Magen-Darm-Mittel im AOK-Markt Pantozol mit
dem Wirkstoff Pantoprazol verzeichnete im 1. Halbjahr 2001 im
AOK-Markt einen Umsatzzuwachs von 39,2%. Die durchschnittlichen
Tagestherapiekosten betrugen 5,56 DM. Eine gleichwertige Therapie
kann gemäß Arzneiverordnungs-Report mit einem Generikum des
Wirkstoffs Omeprazol sichergestellt werden. Ein solches Generikum
ist zu Tagestherapiekosten von 2,74 DM verfügbar. Die Substitution
würde hier je nach eingesetztem Generikum zu einem Einsparvolumen in
der durchschnittlichen Tagestherapie von bis zu 50% führen. Maximales
Einsparpotenzial im 1. Halbjahr 2001 in der GKV: 65 Mio. DM.
Das Antidiabetikum Amaryl mit dem Wirkstoff Glimepirid
verzeichnete im 1. Halbjahr 2001 im AOK-Markt einen Umsatzzuwachs von
13,9%. Die durchschnittlichen Tagestherapiekosten betrugen 0,78 DM.
Eine gleichwertige Therapie kann gemäß Arzneiverordnungs-Report mit
dem seit 30 Jahren verfügbaren Glibenclamid gewährleistet werden, das
zu Tagestherapiekosten von 0,17 DM verfügbar ist. Die Substitution
würde hier je nach eingesetztem Generikum zu einem Einsparvolumen von
bis zu 80% führen. Maximales Einsparpotenzial im 1. Halbjahr 2001 in
der GKV: 85 Mio. DM.
Allein diese drei Analogpräparate vereinen im ersten Halbjahr 2001
ein Wirtschaftlichkeitspotenzial in der GKV von bis zu 350 Mio. DM.
Dies wäre bei gleichem Therapieumfang und mit gleicher
Therapiequalität realisierbar. Die Verordnungsentscheidung für ein
noch nicht lange am Markt verfügbares Me-Too-Präparat bedeute
außerdem häufig ein erhöhtes Qualitätsrisiko, wie die
Lipobay-Rücknahme gezeigt habe. Die therapeutische Entscheidung für
ein Generikum eines am Markt lange Zeit bewährten Wirkstoffes biete
hingegen auch mehr Arzneimittelsicherheit für den Patienten.

Galenica auf Erfolgskurs
Gewinnsteigerung dank neuen Geschäftsbereichen
Der Pharmakonzern Galenica http://www.galenica.ch hat im ersten halben Jahr 2001 rund 11 Prozent mehr
Gewinn erzielt als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Dafür sei der
Strategiewechsel und die Öffnung gegenüber allen Marktteilnehmern
verantwortlich, teilt Galenica heute Freitag mit.
Der Nettoumsatz der Gruppe erhöhte sich im ersten Geschäftshalbjahr um 4,1
Prozent auf 1,05 Mrd. Franken, das Betriebsergebnis um 8 Prozent auf 29,9 Mio.
Franken. Der Reingewinn stieg um rund 11,1 Prozent auf 28,5 Mio. Franken.
Die Umsatz- und Gewinnsteigerung führt Galenica auf ihren Wechsel vom
reinen Pharmagrossisten zur neuen Struktur mit sechs Geschäftsbereichen
zurück: 90 Prozent des Gewinnes werden von den Geschäftsbereichen Pharma
International und Pharma Schweiz, Prewholesale, Services und Retail erzielt.
Auf das ursprüngliche Geschäft, die Distribution, entfallen nur 10 Prozent des
Betriebsergebnisses, der Betriebsgewinn ging in diesem Geschäftsbereich um 70
Prozent zurück. Laut Galenica ist dieser Rückgang auf die Liberalisierung des
Grosshandelsmarkts zurückzuführen, der den Wegfall von fixen Margen zur Folge
hatte.
Für das ganze Jahr 2001 rechnet die Galenica-Gruppe mit einer
Gewinnsteigerung um 10 Prozent. Dies würde die sechste Gewinnerhöhung in Folge
bedeuten.
