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Deutscher Film 2004 auf Höhenflug
156,7 Mio. Kinobesucher - deutscher Marktanteil auf Rekordniveau

2004 war für die deutsche Filmwirtschaft ein gutes Jahr. Die Deutschen gingen wieder öfter ins Kino und darüber hinaus auch so oft wie noch nie in deutsche Filme. Im Vorjahr wurden 156,7 Mio. Kinokarten verkauft, um 7,8 Mio. oder 5,2 Prozent mehr als im Jahr 2003. 36,7 Mio. mal wurden deutsche Filme besucht, was einem Marktanteil des deutschen Films von 23,8 Prozent entspricht. Das ist der höchste Marktanteil des deutschen Films seit dem Beginn der Datenerfassung im Jahr 1990, teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) http://www.ffa.de mit. Aber deutsche Filme feierten 2004 nicht nur im eigenen Land Erfolge, sondern auch im Ausland und auf internationalen Filmfestivals.

Mit einer Besucherzahl von 156,7 Mio. und einem Kinoumsatz von 892,9 Mio. Euro (2003: 850 Mio. Euro) ist 2004 das dritterfolgreichste Kinojahr nach 2001 (987,2 Mio. Euro) und 2002 (960,1 Mio. Euro). Der Marktanteil deutscher Filmproduktionen erreichte mit 23,8 Prozent den bisherigen Höchststand. Nicht einmal im Boomjahr 2001 wurden mehr deutsche Filme besucht (18,4 Prozent Marktanteil). Der durchschnittliche Preis einer Kinokarte betrug wie im Jahr davor 5,7 Euro. Der Nettoumsatz im Video- und DVD-Verleih konnte ebenfalls um knapp vier Prozent auf 852 Mio. Euro gesteigert werden.

Sechs deutsche Filme überschritten 2004 bei der Besucherzahl die Millionengrenze, darunter der Publikumshit "(T)Raumschiff Surprise", der Berlinale-Sieger "Gegen die Wand", "Die fetten Jahre sind vorbei", "Der Untergang" und "Die Geschichte vom weinenden Kamel". Alleine diese sechs deutschen Filme wurden von insgesamt 24,5 Mio. Kinofans besucht, über neun Mio. davon hatte es "(T)Raumschiff Surprise" angetan.

Aber auch über die gute Performance des deutschen Films im Ausland zeigte sich FFA-Vorstand Peter Dingens erfreut: "Was die Qualität des deutschen Films angeht, so war 2004 das beste Jahr des Jahrzehnts". "Die fetten Jahre sind vorbei" sei in Cannes gefeiert und mit dem Kritiker-Preis 2004 dekoriert worden. "Der Untergang" und " Die Geschichte vom weinenden Kamel" erhielten Oscar-Nominierungen und "Gegen die Wand" räumte auf der Berlinale 2004 ab. "Der Untergang" lieferte zudem in Frankreich einen der besten Filmstarts einer deutschen Produktion seit Jahren.

Bei den Filmtheatern selbst scheint sich laut FFA ein neuer Trend in Richtung "kleiner, aber feiner" abzuzeichnen. In vielen Kinos werden Säle verkleinert oder geschlossen. Aus einer Zunahme bei den Spielstätten (plus 14), aber einer Stagnation bei den Leinwänden (plus zwei) sowie einer Reduzierung der Sitzplätze (minus 14.000) schließt die FFA auf einen Trend in Richtung kleinerer Kinos. Dies sei (vor allem in den westlichen Bundesländern) eine Reaktion auf veränderte Besucherwünsche.


 

Filme sollen weltweit zur gleichen Zeit in die Kinos
Filmindustrie sieht akuten Handlungsbedarf bei Piraterie

Die Filmindustrie muss das Internet mit einbeziehen, um die Online-Piraterie einzudämmen, so die Einschätzung von Alex Sparks, Chef des Videoversandhandels Blockbuster http://www.blockbuster.com , beim European Film Piracy Summit in London. Wie die BBC berichtet, fordert Sparks, dass die Filmindustrie ihre Kinofilme zur gleichen Zeit im Kino, im Internet und auf DVD veröffentlichen müsse, um die Nachfrage nach illegalen Kopien zu verringern.

Den rund 100 Delegierten beim Kongress, der vom Fachmagazin Screen International http://www.screendaily.com organisiert wird, wurde mitgeteilt, dass Filmpiraterie die Industrie jährlich um sieben Mrd. Dollar bringt. Außerdem ist Sparks der Meinung, alle Filme sollten weltweit zum selben Zeitpunkt in die Kinos kommen. Das Fazit von Sparks ist logisch: indem man bei der Nachfrage ansetzt, kann das Problem eingedämmt werden. Die Nachfrage ist umso höher, wenn ein Produkt noch nicht erhältlich ist. Sobald der Film legal auf dem Markt ist, sinkt die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt deutlich.

Die Filmindustrie sollte sich auch ein Beispiel am Vorgehen der Musikindustrie nehmen, die nach Möglichkeiten sucht, Musiktitel legal im Internet erhältlich zu machen. Der Handlungsbedarf sei akut, stehen doch viele Jobs auf dem Spiel, wenn die Filmindustrie die Piraterie nicht in den Griff bekommt, meinte John Woodward vom UK Film Council http://www.ukfilmcouncil.org.uk . Woodward weist auch darauf hin, dass die Preise für DVDs ebenfalls viele Konsumenten zum Kauf von Raubkopien bewegen würden.


 

Filmindustrie knüpft sich BitTorrent-User vor
100 neue Klagen eingereicht

100 BitTorrent-Filesharer sind in das Visier der Filmindustrie geraten und sind von der Motion Picture Association of America (MPAA) http://www.mpaa.org verklagt worden. Laut einem Bericht des Wall Street Journal kündigte die Organisation an, weitere Klagen gegen User des Filesharing-Dienstes eDonkey und Direct Connect einzureichen.

BitTorrent und eDonkey unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise von den großen Filesharing-Programmen wie KaZaA, bei dem die User direkt miteinander verbunden sind. User stellen bei diesen Diensten ihr Musik- oder Filmmaterial passiv zur Verfügung. Bei BitTorrent hingegen werden die User mit Mittelsmännern verbunden, so genannten Trackern, die ihnen beim Aufspüren von Material behilflich sind. Ein Film wird so in kleinen Stücken von verschiedenen Usern, anstatt von einem einzelnen User herunter geladen.

Für die Filmindustrie ist entscheidend, dass die User bei Diensten wie BitTorrent aktiv am Filesharing-Prozess beteiligt sind, weil sie als Tracker bewusst und aktiv Schritte durchführen müssen, um ihr Material zur Verfügung zu stellen. Die MPAA erhofft sich leichter gegen diese User klagen zu können. Vergangenen Monat reichte die MPAA Kollektivklagen gegen zwölf Einzeluser ein, die jedoch zurückgewiesen wurden. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mce?pte=041125037 .


 

HD DVD erobert Hollywood-Unterstützung
Erste Filme im neuen Format sollen Weihnachten 2005 kommen

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba http://www.toshiba.co.jp hat sich für den von ihm protegierten HD-DVD-Standard gewichtige Unterstützung ins Boot geholt. Wie das Wall Street Journal heute, Montag, unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, wollen Toshiba und die drei Hollywood-Studios Paramount, Universal und Warner Bros. pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2005 bis zu zwei Dutzend Titel im HD-DVD-Format auf den Markt bringen. Entsprechende Pläne sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

Die Entscheidung der Hollywood-Größen zugunsten von HD DVD bedeutet für die Verfechter des Standards um Toshiba einen kräftigen Schub im angeheizten Formatstreit mit dem Konkurrenzstandard Blu-ray. Hinter Blu-ray stehen unter anderem Sony, Philips und JVC. Blu-ray ist damit aber noch lange nicht abgehängt. Sony hält mit seiner Tochter Columbia Pictures sowie dem in Übernahme befindlichen Hollywood-Studio Metro-Goldwyn-Meyer noch einige Trümpfe in der Hinterhand.

Zudem ist die geplante Vereinbarung Toshibas mit den Filmstudios laut WSJ nicht exklusiv. Die Studios könnten ähnliche Deals jederzeit auch mit den Blu-ray-Unterstützern abschließen. Mit den ersten Filmen im Blu-ray-Standard wird allerdings frühestens im Jahr 2006 gerechnet. Die Hollywood-Studios gelten als Zünglein an der Waage im andauernden Krieg der Formate.

Die Markteinführung zu Weihnachten könnte der Schlüssel zum Erfolg für Toshiba und Co. sein. Zu dieser Zeit seien die Konsumenten am ehesten bereit, das für den Wechsel auf das neue Format benötigte Geld auszugeben, schreibt das WSJ. Neben dem HD-DVD-Player, dessen Preis im kommenden Jahr auf rund 1.000 Dollar geschätzt wird, müsste der Kunde zusätzlich in ein teures High-Definition-TV-Gerät investieren.


 

16. Europäisches Film- und Fernsehforum erstmals in Wien

Im November wird die Wiener Hofburg zur Drehscheibe der Film-, Fernseh- und Medienwelt: Unter dem Motto "Horizonte erweitern - Neue Länder, Neue Akteure, Neue Plattformen", treffen einander vom 25. bis 27. November 2004 ca. 300 Vertreter der europäischen TV- und Filmunternehmen zum 16. Europäischen Film- und Fernsehforum - heuer erstmals in Österreich. Im Zentrum der Diskussion stehen u. a. die Entwicklung der Fernsehlandschaft und die neuen Chancen im erweiterten Europa. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) unterstützt das Forum gemeinsam mit seinen Partnern ORF, dem Bundeskanzleramt, dem Fachverband der Audivisions- und Filmindustrie Österreichs, der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und dem Vienna Film Fund (FFW). Staatssekretär Franz Morak eröffnet - im Beisein von Dr. Francisco Balsemao, dem Präsidenten des Europäischen Film- und Fernsehforums, ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner, Prof. Dr. Jo Groebel (EIM in Deutschland) und Dr. Alfred Grinschgl, RTR - gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück, das 16. Forum in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Von Digital Rights Managament bis zu den Chancen im neuen Europa

Hochrangige Medienvertreter - u. a. Kunst- und Kulturminister aus ost- und südosteuropäischen Ländern - diskutieren über europäische Koproduktionen, Digital Rights Management, neue Fernsehformate und neue Chancen im erweiterten Europa. Neue Formate aus Information bzw. Unterhaltung sind gleich Thema des ersten Panels, zu dem u. a. ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner, Markus Schächter, ZDF-Intendant, und Boris Bergant, RTV (Slowenien), erwartet werden und das "ZiB 2"-Moderatorin Ingrid Thurnher leitet. Über den Film- und Fernsehmarkt und deren Konsumenten diskutieren u. a. Dr. Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, Markus von Luttitz, NBC-Giga TV (Deutschland), und Dr. Joan Majó i Cruzate, CCRTV (Spanien). Mit Medienstaatssekretär Franz Morak diskutieren Kulturminister sowie Kultur-Staatssekretäre aus Kroatien, Litauen, Montenegro, Serbien und Slowenien über die kulturelle Identität Europas aus Sicht der neuen EU-Mitgliedsstaaten.

Das Europäische Film- und Fernsehforum wird jährlich auf Initiative des Europäischen Medien Instituts (EIM) und eines Netzwerks von ca. 40 Medienunternehmen und -institutionen organisiert. Interessierte können die Diskussionen live und kostenlos unter multimedia.telekom.at/portal/film_und_fernsehforum verfolgen. Der ORF berichtet aktuell in den Ausgaben der "ZiB", im Radio, auf ORF.at und in ORF TELETEXT.
 


 

"Der Herr der Ringe" räumt elf Oscars ab
Beste Schauspieler Sean Penn und Charlize Theron

Der dritte und letzte Teil des Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs", hat bei der diesjährigen 76. Oscar-Verleihung in der Nacht auf heute, Montag, insgesamt elf Mal den begehrten Preis gewonnen. Damit konnte sich der Film des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson in allen Kategorien, in denen er nominiert war, durchsetzen. "Die Rückkehr des Königs" erhielt den Oscar unter anderem als bester Film, für die künstlerische Leistung, für die Spezialeffekte und die Musik. Peter Jackson wurde mit dem Oscar für den besten Regisseur geehrt.

In der Kategorie "Bester Schauspieler" konnte sich Sean Penn mit seiner Rolle in dem Film "Mystic River" gegen so prominente Konkurrenten wie Johnny Depp und Ben Kingsley durchsetzen. Der Oscar für die beste Schauspielerin ging an Charlize Theron ("Monster"). Sie stach damit Kolleginnen wie Diane Keaton und Naomi Watts aus. Als beste Nebendarsteller wurden Tim Robbins ("Mystic River") und Renée Zellweger ("Cold Mountain") geehrt.

Nur einen Oscar erhielt "Lost in Translation", der bei den als Indikator für die Oscar-Verleihung geltenden Golden Globe Awards noch knapp hinter dem Oscar-Sieger "Herr der Ringe" gelegen hatte (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=040126015 ). Sofia Coppola erhielt den Oscar für das beste Drehbuch. Den Sonderpreis der Akademie erhielt der Regisseur und Drehbuchautor Blake Edwards ("Frühstück bei Tiffany", "Der rosarote Panther"). Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging an die kanadisch-französische Koproduktion "Les Invasion Barbares".


 

Edgar-Wallace Persiflage "Der Wixxer" wird zum Erfolgsfilm für
Geldanleger / Medienfonds GFP rechnet mit 15 Millionen Euro
Einspielvolumen bei 2 Millionen Zuschauern

Mit einem sensationellen Startergebnis von insgesamt
600.000 Zuschauern in der Startwoche eroberte "Der Wixxer" trotz
großer internationaler Konkurrenz Platz 2 der Box-Office-Charts.

   "Der Wixxer" ist eine Co-Produktion zwischen RatPack
Filmproduktion, Christian Becker und dem Medienfonds German Film
Productions GmbH & Co. Filmproduktions- und Beteiligungs KG, David
Groenewold. In den Hauptrollen Deutschlands Comedy-Elite: Oliver
Kalkofe, Bastian Pastewka, Olli Dittrich, Anke Engelke, Thomas
Fritsch, Wolfgang Völz und viele andere.

   Der Berliner GFP Medienfonds investiert ausschließlich in deutsche
Kino- und Fernsehproduktionen und arbeitet mit den renommiertesten
deutschen Filmproduktionen und Autoren eng zusammen.

   David Groenewold, Geschäftsführer des GFP Medienfonds: "Wir freuen
uns sehr, dass "Der Wixxer", ein Feuerwerk von Gags, die
Zuschauerzahlen, die wir erwarten, erfüllen wird. Damit wird die
GFP-Erfolgsgeschichte fortgesetzt."

   Bei Produktionskosten von nur 4,7 Mio. Euro rechnet Groenewold mit
einem Einspielvolumen von mindestens 15 Mio. Euro, bei allen Rechten
und den angestrebten Besucherzahlen von 2 Mio. "Der Wixxer" dürfte
damit einer der erfolgreichsten Filmprojekte in 2004 und der
deutschen Medienfonds insgesamt sein.

   Mit dem Pro-7-Quotenerfolg "Das Jesus Video" begann die
Erfolgsstory von David Groenewold und seiner GFP und setzte sich mit
dem SAT-1-Event "Das Wunder von Lengede" (Goldene Kamera, Bambi,
Grimme-Preis) fort. Abgedreht sind aktuell der Kino-Film
"Lattenknaller" (Hager Moss) sowie die Fernsehfilme "Reiche Witwen
küssen besser" (Moovie, Oliver Berben) und "Sehnsucht" (Peter Rommel
Film). Im Dreh befinden sich zurzeit als GFP-Koproduktionen: "Vom
Suchen und Finden der Liebe" (Helmut Dietl), "Mrs. Texas" (Studio
Berlin Produktion für Film & Fernsehen), "Das Blut der Templer"
(RatPack, Christian Becker) sowie "Lively up Yourself" (egoli tossell
Film).
 


 

54.Internationale Filmfestspiele Berlin: "Flammend' Herz" gewinnt Jurypreis in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino"


   TV5 und das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) verleihen
   erstmals den Preis "Dialogue en perspective"

   TV5 und das Deutsch-Französische Jugendwerk haben heute im  Rahmen der Preisverleihung unabhängiger Jurys der 54. Internationalen Filmfestspiele Berlin den neu ins Leben gerufenen Preis "Dialogue en perspective" an den Film "Flammend' Herz" verliehen. Der Preis wurde in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" von einer jungen sieben- köpfigen deutsch-französischen Jury vergeben.

   Gemeinsam mit Jurypräsident Albert Wiederspiel, Leiter des Filmfestes Hamburg, hat die Jury mit jungem deutsch-französischen Blick alle zwölf Beiträge der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" verfolgt. Begründet hat die Jury ihre Auswahl wie folgt: "Der Preis geht an "Flammend' Herz" aufgrund des poetischen, humor- und respektvollen Umgangs mit einem sehr originellen Thema. Auch dem französischen Publikum bietet der Film einen außergewöhnlichen Blick auf Deutsche und Deutschland. Eine lobende Erwähnung geht an "Der Typ", der in seinen nur 50 Minuten großes Kino bietet."

   Der Preis "Dialogue en perspective" wurde in Anwesenheit von Frédéric Mitterrand, TV5-Programmchef, und Max Claudet, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, verliehen. "TV5 steht für kulturelle Vielfalt. Mit dem Preis "Dialogue en perspective" will TV5 konkret neue Impulse im Dialog zwischen den Kulturen, in diesem Fall zwischen jungen Deutschen und Franzosen schaffen", so Mitterrand, der den Preis überreichte. "Die Auswahl eines Preisträgers erfordert Austausch, Auseinandersetzungen, Respekt zwischen den deutschen und französischen Jurymitgliedern - ganz im Sinne der Arbeit des DFJW", unterstrich Max Claudet.

   Die Vergabe des Jurypreises "Dialogue en perspective" ist für den internationalen Fernsehsender TV5 ein besonderer Auftakt in sein 20- jähriges Jubiläum. Ziel des Filmpreises für TV5 und das Deutsch- Französische Jugendwerk ist es, den Dialog zwischen jungen Deutschen und Franzosen zu fördern und dazu beizutragen, dem französischen Publikum das deutsche Kino näher zu bringen.

   "Wir freuen uns sehr, dass unser Film von einer jungen Jury ausgezeichnet wurde, denn dies zeigt, dass junge Menschen nicht nur Filme über junge Menschen sehen. Der Preis ist vor allem eine Hommage an die drei Hauptdarsteller unseres Films", so Andrea Schuler, eine der beiden Regisseure von "Flammend' Herz" im Anschluss an die Preisverleihung.

   Zu den Filmen:

   "Flammend' Herz" ist ein deutsch-schweizerischer Dokumentarfilm von Andrea Schuler und Oliver Ruts. Er erzählt die Geschichte dreier über 90 Jahre alter Männer, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: Tatoos! Und das zu einer Zeit, als Tatoos verpönt waren. In tragischen und komischen Momenten erzählt "Flammend' Herz" von Liebe und Freundschaft, von ungeheurer Kraft und allzu menschlicher Schwäche. Ein Jahrhundert Tätowiergeschichte!

   Des weiteren lobte die Jury den Film "Der Typ" von Patrick Tauss. Die tragischkomische Psychostudie der liebenswerten wie undurch- schaubaren Titelfigur zieht eine Nacht durch die Frankfurter Szene und erlebt dabei die Licht- und Schattenseiten deutscher Wirklichkeit.



 

Spielfilm Escape to Paradise - eine Geschichte über Asyl in der Schweiz

Flucht wegen Gewalt, Konflikten und Elend ist
eine Realität in unserem Alltag. Millionen von Menschen brechen auf,
weil sie sich in einem anderen Land ein besseres Leben, eine Zukunft
versprechen. Für viele von ihnen ist die Schweiz ein Paradies, ein
ideales Einwanderungsland! Der Film "Escape to Paradise" erzählt die
Geschichte einer kurdischen Familie, die in ihrem Heimatland verfolgt
wurde. Der Film zeichnet ihren Weg als Asylsuchende von der Ankunft
in der Schweiz bis zum Asylentscheid nach.

   Der Film "Escape to Paradise" schildert auf dramatische Weise,
aber mit humorgespickten Szenen die Geschichte von Asylsuchenden in
unserem Land. Sehmuz, seine Frau Delal und ihre drei Kinder haben
sich aus der Türkei in die Schweiz gerettet. Vorübergehend kommen sie
im Asylzentrum unter, mit Flüchtlingen aus Afrika und Osteuropa, die
trotz ihrer Narben und Alpträume dem gemeinsamen Alltag komische
Seiten abgewinnen können. Doch ihre Schicksale klingen nicht echt
genug für die Asylbehörden, behauptet Sehmuz' kurdischer Landsmann
Aziz. Er schickt Sehmuz zu einem Schweizer, der ihnen eine
glaubwürdige, mit Dokumenten belegte Geschichte erfindet. Sehmuz
überredet Delal, ihren Familienschmuck zu versetzen, und kauft  eine
neue Lebensgeschichte, die er mühsam, mit Hilfe seiner Kinder
auswendig lernt. Bei der alles entscheidenden Befragung kann er sich
dann aber nicht an das Wetter in Izmir erinnern...

   Dem Film kommt, neben seinen künstlerischen und dramatischen
Eigenschaften, auch das Verdienst zu, ein zwar nicht gerade
schmeichelhaftes, aber dennoch wirklichkeitsnahes Bild aufzuzeigen.
Der Ablauf des Asylverfahrens, die Anhörung des Asylsuchenden in der
Empfangsstelle, aber auch die persönlichen Lebensumstände des
Asylsuchenden werden mit Anstand und genau wider gegeben. Mit einigen
wenigen Ausnahmen spielen die Teilnehmenden im Film ihr eigenes
Leben. Auch die Asylsuchenden werden von ausländischen Menschen
dargestellt, die einen vergleichbaren Asylparcours gemacht haben.

   Das positive Bild der Asylsuchenden, die genaue Beobachtung und
die Richtigkeit des Tons haben das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
aber auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), die Caritas Schweiz
und die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) überzeugt, diesen Film
und seine Veröffentlichung zu unterstützen.

 


Spider-Man Trailer nach Terroranschlag zurückgezogen
100 Mio. Dollar Projekt hat schon vor dem Start 40 Mio. eingespielt
 

Der Trailer des neuen Spider-Man Films ist nach den Terroranschlägen in den USA von der offiziellen Movie-Website http://www.thespidermanmovie.com genommen worden. Der Trailer zeigt den beliebten New Yorker Comic-Helden vor der bekannten Skyline umherschwingend. Das inzwischen nicht mehr existente World Trade Center WTC nimmt dabei einen wesentlichen Teil des Trailers ein. Eine Anzahl anderer Filme haben ihre Startdaten wegen der Terrorattacken verschoben.
 

Ein Sprecher der Produktionsfirma Sony meinte zur Los Angeles Times http://www.latimes.com , dass die Aufnahmen der weltbekannten WTC-Türme im Film selbst nicht vorkommt. Spider-Man läuft im Mai nächsten Jahres in Großbritannien an. Der Film soll zehn Monate vor seiner Erstaufführung bereits 40 Mio. Dollar eingespielt haben. Die Kosten des Films betragen stattliche 100 Mio. Dollar. Laut dem Magazin Advertising Age http://www.adage.com haben die Produzenten Verträge mit vier großen Sponsoren unterzeichnet und steht kurz davor weitere Vereinbarungen mit Dr. Pepper und einem Süßigkeiten-Hersteller abzuschließen. "Spider-Man wird der bestgehypte Film des kommenden Sommers", prognostiziert ein Marketingexperte eines Studios. Eine weitere Sony-Website des Films existiert unter http://www.spiderman.sonypictures.com .
 

Spider-Man ist ein Produkt des größten US-Comicverlages Marvel http://www.marvel.com , auf deren Website der Trailer noch zu sehen ist. Das Superhero-Genre ist in den USA die beliebteste Comicart. Zahlreiche Comics wurden bereits verfilmt, so beispielsweise Superman, der Vater dieses Genres und Cashcow des konkurrierende DC-Verlages http://www.dccomics.com . Mit der außerordentlich erfolgreichen Verfilmung von Batman startete 1989 ein Hype, der über X-Men im vergangenen Jahr nun mit Spider-Man einen der beliebtesten Superhelden erreicht hat. Wie die LA Times berichtet, http://www.calendarlive.com/top/1,1419,L-LATimes-Movies-X!ArticleDetail-37965,00.html?search_area=Articles&channel=Movies , sind zahlreiche weitere Marvel-Helden als Filmprojekte in Planung. Twentieth Century Fox arbeitet an den Fantastischen Vier und einer X-Men Fortsetzung. Universal will den "unglaublichen Hulk" auf die Leinwand bringen.
 


 

Kinowelt gibt insolvente Tochter auf
Medienkonzern entwickelt bis Ende Juli ein Restrukturierungskonzept

Die Brameier Fanworld AG, an der die Kinowelt Medien AG http://www.kinowelt-medien-ag.de mit 65 Prozent beteiligt ist, hat am Montag beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Die Brameier Fanworld ist im klassischen Merchandising tätig und besitzt eine Franchisekette mit 113 Fanworld-Shops in deutschen Innenstadtlagen. http://www.kinowelt-medien-ag.de/investornews.html

Im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft hatte der Kinowelt-Vorstand beschlossen, in die mit hohen Verlusten arbeitende Merchandising-Beteiligung Brameier keine weiteren finanziellen Mittel zu investieren und für das gesamte Engagement bei dieser Beteiligung einen strategischen Partner zu suchen. Gespräche mit verschiedenen potenziellen Investoren sind bislang erfolglos geblieben.

Auf der Hauptversammlung am 18. Juni hatte der Kinowelt-Vorstand die Aktionäre über den derzeitigen Konsolidierungsprozess informiert. Gemeinsam mit einem namhaften Unternehmensberater entwickelt der Vorstand für die Kinowelt Medien Gruppe bis Ende Juli ein Restrukturierungskonzept. Die Kinowelt will nach eigenen Angaben effizientere Strukturen im Unternehmen schaffen, um ertragreicher arbeiten zu können. Die MR Kinowelt Merchandising GmbH, eine 50-prozentige Beteiligung der Kinowelt, ist nach Konzernangaben vom Restrukturierungsprozess nicht betroffen und wird auch künftig fortgeführt.

Anfang Juni hatte das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BaWe) http://www.bawe.de gegen die Kinowelt eine förmliche Untersuchung wegen des Verdachts auf Insiderhandel eingeleitet. Ziel der Untersuchung ist es, bislang unbekannte Anleger zu ermitteln, die vor Veröffentlichung einer Gewinnwarnung knapp 2,8 Mio. Aktien verkauft hatten 

 



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:55
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